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  • Erbkrankheit Achondroplasie – häufige Form von Kleinwuchs

    Erbkrankheit Achondroplasie – häufige Form von Kleinwuchs

    Eine der häufigsten Formen von Kleinwuchs ist die Achondroplasie. Hierbei handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei welcher in der Hauptsache die Knochen der Oberarme und der Oberschenkel eine Verkürzung aufweisen.

    Auftreten der Erbkrankheit Achondroplasie

    Mit dem Auftreten der Erbkrankheit Achondroplasie muss nur noch relativ selten gerechnet werden. Wird Mitteilungen in der Literatur Glauben geschenkt, kann davon ausgegangen werden, dass von 100.000 Personen zwischenzeitlich drei bis zehn an der Erbkrankheit Achondroplasie erkranken. Eine derartige Veränderung im Genbereich kann

    • von einem bereits an der Erbkrankheit Achondroplasie leidenden Elternteil vererbt werden
    • spontan auftreten.

    Erste Anzeichen für das Vorhandensein der Erbkrankheit Achondroplasie sind bereits im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung vor der Geburt erkennbar. Eine genetische Untersuchung führt schließlich zur Sicherstellung der Diagnose. Neben den sichtbaren Veränderungen des Körpers muss es im Rahmen der Erbkrankheit Achondroplasie nicht zwangsläufig zu körperlichen Beschwerden kommen.

    Symptomatik der Erbkrankheit Achondroplasie

    Das sofort ins Auge fallende Symptom von Personen, die von der Erbkrankheit Achondroplasie betroffen sind, ist eine verminderte Körpergröße. Frauen erreichen im Durchschnitt eine Größe von 112 cm bis 138 cm, wohingegen Männer 118 cm bis 143 cm an Körpergröße erreichen. Hauptsächlich machen sich Verkürzungen im Bereich der Oberschenkel und Oberarme bemerkbar. Der Rumpf eines Menschen mit Achondroplasie hingegen weist meist keine auffälligen Veränderungen auf.

    Da im Rahmen der Erbkrankheit Achondroplasie ausschließlich einige Knochen ein eingeschränktes Wachstum aufweisen, machen sich Veränderung der Körperproportionen bemerkbar. Mit nachfolgenden Veränderungen muss gerechnet werden:

    • großer Kopf
    • Gesicht relativ schmal
    • hohe Stirn
    • kurzer Hals
    • Nasenbein sehr klein
    • Vorliegen so genannter Dreizack Hand: zwischen dem kleinen und dem Ringfinger ist ein größerer Abstand vorhanden
    • Finger relativ kurz
    • Oberarme sehr kurz
    • Komplettes Strecken im Bereich der Ellenbogen schwer möglich
    • Faltenbildung der Haut am Körper
    • Bildung eines Hohlkreuzes
    • Oberschenkel verkürzt
    • Auftreten von O-Beinen

    Basierend auf diesen optisch deutlich erkennbaren Veränderungen im Wachstum bei der Erbkrankheit Achondroplasie können sich weitere Symptome entwickeln. So sind bei betroffenen Personen nicht selten

    • ein watschelndes Gangbild
    • ein nach vorn gewölbter Bauch
    • Schmerzen im Bereich der Hüft- und Kniegelenke sowie des Rückens

    und des Öfteren Entzündungen im Bereich der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs festzustellen. Ist die Wirbelsäule durch die vorhandene Erbkrankheit Achondroplasie stark beeinträchtigt, kann es ferner zu Lähmungen kommen. Sehr oft werden auch verminderte Muskelspannungen und eine Hypotonie als Begleitsymptome der Erbkrankheit Achondroplasie festgestellt.

    Bei Säuglingen, die von der Erbkrankheit Achondroplasie betroffen sind, werden öfter Atempausen festgestellt. Kleinkinder zeigen eine Verzögerung im Bereich ihrer motorischen Entwicklung. Menschen mit der Erbkrankheit Achondroplasie büßen weder an Intelligenz noch an Lebenserwartung ein.

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    Welche Ursachen liegen der Erbkrankheit Achondroplasie zugrunde?

    Charakteristisch für die Erbkrankheit ist eine krankhafte Veränderung einer Stelle im Wachstumsgen namens FGFR-3. Dadurch bedingt werden fehlerhafte Wachstumssignale an die Knorpelzellen weitergeleitet.

    Menschen mit einer Achondroplasie weisen eine frühzeitige Verknöcherung von Knorpelzellen im Bereich einiger Knochen auf. Dadurch hat auch die Wirbelsäule keine ausreichende Möglichkeit gleichmäßig zu wachsen. Hieraus resultieren eine stark nach vorn gebeugte Brustwirbelsäule sowie eine verstärkt nach hinten gebeugte Lendenwirbelsäule. Bedingt durch die Verengung des Wirbelkanals kann es zur Beeinträchtigung verschiedener Nervenstränge kommen.

    Sehr oft liegt bei vorhandener Erbkrankheit Achondroplasie auch eine Verengung des Durchtritts vom Hirn zum Rückenmark vor. Daher ist die Zirkulation des Nervenwassers zwischen Wirbelsäule und Kopf gestört. Das sich im Kopf stauende Nervenwasser ruft den für die Erbkrankheit Achondroplasie typischen Wasserkopf hervor.

    Durch das starke Wachstum des Kopfes ist der Gehörgang meist verkleinert, die Gaumenmandeln jedoch sind groß. Auf Grund dieses Phänomens kommt es zu einer schlechten Belüftung der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs. So sind diese stärker für Infektionen anfällig.

    Was tun bei Verdacht auf die Erbkrankheit Achondroplasie?

    Wer den Verdacht hat, an der Erbkrankheit Achondroplasie erkrankt zu sein, sollte sich an einen Facharzt für Humangenetik wenden. Dieser ist in der Lage, die richtige Diagnose zu stellen. Ferner kann der Facharzt für Humangenetik erforderliche Vorsorgeuntersuchungen einleiten und bei auftretenden Beschwerden die Patienten an weitere Fachärzte überweisen.

    Bild: © Depositphotos.com / kikkerdirk

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  • Mann im Kreißsaal

    Werdende Väter sollten laut Experten besser auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet werden

    Baierbrunn (ots) – Mehr als 90 Prozent der werdenden Väter sind bei der Geburt ihrer Kinder dabei – Experten zufolge müssten sie viel besser auf das Geschehen im Kreißsaal vorbereitet werden. Leider fehle es bei Geburtsvorbereitungskursen „oft an systematischen männerspezifischen Konzepten“, beklagt der Kölner Soziologe Rainer Neutzling im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Die Hebamme und Vorsitzende des Vereins „Neue Kölner Elternschule“, Heidi Bernard, teilt diese Einschätzung: „Oft herrscht noch die Annahme vor, dass die Väter lediglich Begleiter und nicht Teil des Ganzen sind.“ Dabei sind in Zeiten, in denen Hebammen in der Regel mehrere Gebärende gleichzeitig betreuen, oftmals die Partner die wichtigste emotionale und körperliche Stütze der Frauen. „Wer seine Rolle während der Geburt kennt und weiß, was gerade geschieht, ist am besten vor übermäßigem Stress, Ohnmachtsgefühlen und Überforderungen geschützt“, erklärt Neutzling. Laut Professor Achim Wöckel vom Universitätsklinikum Würzburg erzielen die positivsten Effekte reine Männerkurse, „in denen auch der Dozent ein Mann und bestenfalls sogar ein Fachmann ist“. Allerdings sind Männerkurse in Deutschland immer noch kaum verbreitet. Neutzling zufolge ist vor allem wichtig, dass der Mann ernst genommen und wertgeschätzt wird. „Das ist die beste Voraussetzung dafür, dass die Geburt ganz normal-heftig verläuft.“ Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 4/2016 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3313213
  • Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Allergien im Kindesalter sind keine Seltenheit. Zu den häufigsten Formen gehören Allergien gegen Hühnereier und Erdnüsse oder gegen das Eiweiß in der Kuhmilch. Eine Kuhmilcheiweißallergie kann schon neugeborene Säuglinge treffen, jedoch nehmen die Kinder bei 80 % aller Fälle diese Allergie nicht mit ins Erwachsenenleben. Wenn die Allergie nicht schon in der Klinik festgestellt wird, dann trifft sie die Eltern zu Hause völlig unvorbereitet und löst Panik aus. Das Kind schreit, es lässt sich nicht mehr beruhigen, und auf den ersten Blick ist keine Ursache zu erkennen. Die Bandbreite der Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie ist groß, und ob es sich wirklich um diese Form der kindlichen Allergie handelt, kann nur ein Arzt feststellen.

    Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie auf der Haut

    Es gibt wie schon erwähnt, viele unterschiedliche Symptome für diese Allergie, sehr häufig ist die allergische Reaktion aber an der Haut des Kindes sichtbar. Es kommt zu einer Urtikaria, einer Nesselsucht, die am Körper und im Gesicht zu sehen ist. Je nach Ausprägung der Nesselsucht kann zum Beispiel das Gesicht anschwellen, es ist aber auch ein Hautausschlag mit kleinen rötlichen Blasen möglich. Zudem schwellen die Lippen und die Augenlider deutlich an, die Haut wird schuppig, sehr trocken und juckt, auch eine Neurodermitis ist bei einer Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch keine Seltenheit.

    Probleme im Magen-Darm-Trakt

    In 50 % bis 60 % aller Fälle von kindlicher Kuhmilcheiweißallergie haben die kleinen Allergiepatienten Probleme mit dem Magen- und Darmbereich. Sie erbrechen sich häufig, haben ein auffallendes und auch schmerzhaftes Aufstoßen sowie Sodbrennen, was kleinen Kindern große Schmerzen verursacht. Dazu kommen Koliken und Durchfall, der auch blutig sein kann, sowie Verstopfung und Bauchkrämpfe, ebenfalls gehören Schwierigkeiten beim Schlucken zu den Symptomen bei kleinen Kindern, die unter einer Kuhmilcheiweißallergie leiden.

    Wie erkennen Eltern eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß?

    Es sind nicht nur die deutlich sichtbaren Symptome wie eine Nesselsucht oder Magen-Darm-Probleme, die auf eine Kuhmilcheiweißallergie hindeuten, es treten auch andere, allgemeine Symptome auf, die darauf hinweisen. So sind die betroffenen Kinder schnell müde, sie wirken abgeschlagen, sie sind sehr unruhig und leiden nicht selten auch unter Schlafstörungen. Angst kann ein weiteres Symptom sein, und auch anhaltendes Schreien deutet darauf hin, dass es zu einer allergischen Reaktion gekommen ist. Bei einigen Kindern schlägt die Allergie außerdem auf die Atemwege. Die Nase läuft ständig, es kann zu einem anhaltenden quälenden Husten und auch zu einer schweren, pfeifenden Atmung kommen.

    Eine schwierige Diagnose

    Die Diagnose Milcheiweißallergie zu stellen, kann schwierig sein, denn viele der Symptome deuten auch auf andere Krankheiten hin. Falls die Kinder sich erbrechen müssen und Durchfall haben, dann denken die meisten Eltern spontan an einen Infekt. Wenn die Symptome, die für eine Milcheiweißallergie typisch sind, jedoch in Kombination auftreten, dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn es bei den Kindern, nachdem sie die Flasche bekommen oder einen Milchbrei gegessen haben, zu Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall kommt, dann liegt immer der Verdacht nahe, dass eine Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch die Ursache ist.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Handelt es sich tatsächlich um eine Milcheiweißallergie, dann dürfen die Kinder keine Kuhmilch mehr bekommen. Die speziellen Produkte von Nestlé sind hier eine sehr gute Alternative, denn auf diese Weise bekommen die Kinder alle wichtigen Nährstoffe, die sie benötigen, um gesund zu bleiben. Da auch Muttermilch keine Allergien auslöst, sollten die Kinder, die allergisch auf Kuhmilcheiweiß reagieren, so lange wie möglich gestillt werden. Auch wenn es um Nachfolgeprodukte wie zum Beispiel Brei in vielen Geschmacksrichtungen geht, dann bietet Nestlé hierzu ein großes Angebot. Nicht zu empfehlen sind hingegen Schaf- oder Ziegenmilch, da das Milcheiweiß mit dem der Kuhmilch zu 90 % übereinstimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / Juan_G_Aunion

  • Optimal Fieber messen

    Wie sich die Körpertemperatur von Kindern am besten bestimmen lässt

    Baierbrunn (ots) – Im Ohr oder im Mund, an der Stirn oder in der Achselhöhle – trotz der vielfältigen Möglichkeiten raten Experten, das Fieber von Babys und kleinen Kindern im After zu messen. „Bei Kindern bis etwa fünf Jahre empfehlen wir die rektale Messung, also das Einführen eines Stabthermometers in den Enddarm“, erläutert Dr. Norbert Lorenz, Oberarzt an der Kinderklinik des Städtischen Klinikums Dresden-Neustadt, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Diese Variante bringe die besten Ergebnisse. Eine Messung im Ohr eigne sich für Babys unter drei Monaten nicht. „Deren Ohren sind für die Geräte schlicht noch zu winzig“, so Lorenz. „Bei Kindern ab dem Schulalter ist das aber eine gute Methode.“ Oft wenden Eltern das Ohrthermometer jedoch nicht korrekt an, sodass falsche Werte gemessen werden. Der Einsatz von Stirnthermometern ist unkompliziert, sie gelten aber als ungenau. Die Messung unter der Zunge im Mund ist zuverlässig, aber eher für größere Kinder und Erwachsene geeignet. Sie sollten in der letzten halben Stunde vor der Messung weder Heißes noch Kaltes zu sich nehmen. Das könnte das Ergebnis verfälschen. Von sogenannten Schnullerthermometern für Säuglinge rät der Kinderarzt ab: „Sie funktionieren meist nur theoretisch gut.“ Ähnlich ungenau ist die Messung in der Achselhöhle. Sie misst nur die Temperatur der Haut, die Schwankungen können zum Teil groß sein. Bei Messungen in der Achselhöhle und im Mund sollte man ein halbes Grad hinzurechnen. Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 4/2016 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3308098
  • Kindliches Hämangiom – mehr als ein kosmetisches Problem?

    Kindliches Hämangiom – mehr als ein kosmetisches Problem?

    Wenn das Baby ein paar Wochen alt ist, dann entdecken viele Eltern bei ihrem Kind eine Veränderung, die ihnen Angst macht – auf der Haut des Kindes bildet sich ein Blutschwämmchen, ein sogenanntes kindliches Hämangiom. Zuerst zeigt sich ein kleines rotes Knötchen, das aber sehr schnell wächst, sich intensiv erdbeerrot färbt und schließlich eine flache Form annimmt. Rund 60 % der Blutschwämmchen sind am Hals oder am Kopf, 20 % am Oberkörper und 15 % entweder am Arm oder am Bein zu finden.

    Drei Phasen

    Ein kindliches Hämangiom durchläuft drei Phasen, die Wachstumsphase, die Stillstandsphase und die Rückbildungs- oder Regressionsphase. Die meisten Blutschwämmchen zeigen sich, wenn das Baby vier Wochen alt ist, in den folgenden drei bis vier Monaten wächst es sehr schnell, und ab dem sechsten Lebensmonat dann etwas langsamer. Aber auch wenn das Blutschwämmchen langsamer wächst, es scheint proportional zum Körperwachstum immer noch sehr groß. Dann folgt die Stillstandsphase, die einige Monate, aber auch einige Jahre dauert. Wenn die Rückbildungsphase beginnt, dann ändert sich langsam, aber stetig, die Farbe des Blutschwämmchens wird rötlich-grau, schließlich komplett grau und es nimmt dann die natürliche Farbe der Haut an. Gleichzeitig verändert sich auch die Form, die weicher und vor allem auch flacher wird.

    Wie groß kann das Hämangiom werden?

    Die Größe eines Blutschwämmchens ist sehr unterschiedlich und reicht von wenigen Millimetern bis zu zwei Zentimetern im Durchmesser. Es extremen Fällen kann ein Hämangiom aber auch zehn Zentimeter oder mehr betragen. Der kleinere Teil des Blutschwamms besteht aus mit Blut gefüllten Hohlräumen, den sogenannten Kavernen. Diese Kavernen liegen entweder in der Haut oder aber im Unterfettgewebe, sichtbar ist nur ein roter Knoten, der nur wenige Zentimeter misst. Möglich ist aber auch eine Ansammlung von mehreren Knoten, in denen sich ein roter Knoten befindet, der stark gewölbt ist.

    Kann ein kindliches Hämangiom gefährlich werden?

    In erste Linie ist ein kindliches Hämangiom ein kosmetisches Problem, wenn aber bestimmte Körperteile betroffen sind, dann kann es Komplikationen kommen. Bildet sich ein kindliches Hämangiom auf dem Augenlid, dann kann das auf den Augapfel drücken, dieser verändert seine Lage und das Kind fängt an zu schielen. Auch in der Nähe der Lippen ist ein kindliches Hämangiom nicht ungefährlich, denn der Blutschwamm kann das Essen und Trinken erschweren, aber auch Fehlbildungen des Kiefers und der Zähne sind möglich. Ist das Blutschwämmchen an der Nase, kann die Atmung behindert werden, es ist auch eine Verformung der Nasenknochen möglich. Ein kindliches Hämangiom in der Leiste oder unter den Achseln kann zu Schmerzen und Infektionen führen, wenn es wund gescheuert wird.

    Wann ist eine Therapie erforderlich?

    In den meisten Fällen bildet sich ein kindliches Hämangiom von selbst zurück und eine Therapie ist damit nicht erforderlich. Wenn aber bestimmte Körperteile wie die Augen, die Nase oder der Mund betroffen sind, dann sollte das Blutschwämmchen behandelt werden. Eine Möglichkeit, das Hämangiom schmerzfrei und schnell zu entfernen, bietet die sogenannte Kryotherapie, bei der das Schwämmchen mithilfe von flüssigem Stickstoff vereist wird, auch ein Laser kann zum Einsatz kommen, um den Blutschwamm zu veröden, nur in seltenen Fällen ist eine Operation erforderlich. Bei schwierigen Fällen bekommen die kleinen Patienten ein spezielles Medikament, das Kortison enthält, auch Betablocker haben sich bewährt.

    Bleiben Narben zurück?

    Nicht alle kindlichen Blutschwämmchen bilden sich zurück, ohne Spuren zu hinterlassen, es kommt immer darauf an, wie groß und wie tief die Schwämmchen sind. Bei besonders großen Hämangiomen bleiben nicht selten Reste zurück, die operativ entfernt werden sollten, bevor das Kind in die Schule kommt. Vielfach bildet sich Fettgewebe in Form eines unschönen Hautlappens, die während eines meist ambulanten Eingriffs entfernt werden, die dann noch verbliebenen feinen Äderchen werden mit einem Laser verödet.

    Bild: © Depositphotos.com / gsermek

  • Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Nase und Mund sind beliebte Ziele für Krankheitserreger aller Art, die ihren Weg in den menschlichen Körper suchen. Bevor sie aber in den Körper gelangen können, müssen sie an den Mandeln vorbei, die hinten im Rachenraum an den seitlichen Gaumenbögen liegen. Die Mandel sind so etwas wie Torwächter, die die Aufgabe haben, die oberen Atemwege vor Viren und Bakterien zu schützen, aber wenn das Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert oder geschwächt ist, dann kommt es zu einer Angina tonsillaris, zu einer schmerzhaften Mandelentzündung.

    Was löst eine Angina tonsillaris aus?

    Wenn das Immunsystem nicht mehr seiner Funktion nachkommen kann, dann setzen sich die Krankheitserreger einfach an den Rachenmandeln fest und vermehren sich dort explosionsartig. In der Folge schwillt das Gewebe der Mandeln stark an, es beginnt zu schmerzen und das löst schließlich massive Schluckbeschwerden aus. Aus diesem Prozess erklärt sich auch das lateinische Wort Angina, das so viel wie Beklemmung oder auch Enge bedeutet. Ist die Mandelentzündung hingegen akut, dann spricht der Arzt von einer sogenannten Tonsillitis acuta. Die meisten Mandelentzündungen werden von Bakterien ausgelöst, und wenn das der Fall ist, dann gibt es verschiedene Krankheitsbilder. Es gibt die Scharlach-Angina, die Diphtherie-Angina und auch die Seitenstrang-Angina. Beim Pfeifferschen Drüsenfieber und bei der Herpangina sind die Auslöser jedoch keine Bakterien, sondern Viren.

    Welche Beschwerden verursacht eine Angina?

    Es sind vor allem die Schmerzen und die Schluckbeschwerden, die eine Angina tonsillaris so unangenehm machen. In der akuten Phase kann auch Fieber dazu kommen und die Betroffenen fühlen sich krank. Ist eine Mandelentzündung chronisch, dann sind die Beschwerden nicht so stark wie bei der akuten Variante, dafür gibt es hier die Gefahr, dass die ständige Entzündung der Mandeln Folgen haben kann. Zu diesen Folgen können eine Herzmuskelentzündung und ein Herzklappenfehler gehören, aber auch eine Nierenentzündung ist keine Seltenheit, wenn die Angina einen chronischen Verlauf nimmt. Besonders bei Kindern zwischen fünf und 15 Jahren ist das Risiko besonders groß, eine Angina tonsillaris zu bekommen.

    Wie wird eine Angina behandelt?

    Um festzustellen, welche Art der Angina vorliegt, untersucht der Arzt den Rachen- und Nasenraum sowie den Zungengrund mit der Hilfe eines Endoskops. Häufig tritt bei Kindern im Zuge einer Angina tonsillaris auch eine ebenso schmerzhafte Mittelohrentzündung auf. Um den Erreger bestimmen zu können, wird eine Blutuntersuchung gemacht. Steht fest, um welche Angina es sich handelt, dann wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Bei einer leichten Angina tonsillaris helfen in der Regel schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel wie spezielle Lutschtabletten. Gesellt sich Fieber zur Angina, dann ist Paracetamol eine gute Wahl, denn das lindert die Entzündung, senkt das Fieber und nimmt die Schmerzen. Sollten die Beschwerden nicht abklingen oder wenn sie sich noch verstärken, dann wird ein Breitbandantibiotikum zum Einsatz kommen, ein Mittel, das auch dann hilft, wenn die Angina tonsillaris durch Viren ausgelöst wurde.

    Welche Hausmittel gibt es?

    Nicht jeder möchte ein Mittel aus der Apotheke einnehmen, wenn der Hals schmerzt, und vertraut lieber auf bewährte Hausmittel. Zu diesen Hausmitteln gehört der Salbeitee, der bei einer Mandelentzündung aber nicht getrunken werden sollte, hier reicht es aus, damit zu gurgeln. Auch ein Tee aus Pfefferminze, aus Rosmarin, Kamille oder Ringelblume, der Schluck für Schluck kalt getrunken wird, kann helfen, die Schmerzen zu verringern. Bienenhonig ist ebenfalls ein bekanntes Hausmittel, wenn es um eine leichte Angina geht. Der Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kommt, weil er süß schmeckt, vor allem bei Kindern gut an. Bei Kindern ebenfalls ein Renner ist Eis, denn das kalte Eis lässt die angeschwollenen Rachenmandeln schnell wieder abschwellen. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass ihre Kinder Wassereis mit Fruchtgeschmack lutschen, denn Milchspeiseeis sorgt dafür, dass die oberen Atemwege verschleimen können.

    Bild: © Depositphotos.com / Jim_Filim