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  • Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Was noch vor 50 Jahren unmöglich schien, ist heute keine Seltenheit mehr – eine späte Schwangerschaft. Als Spätgebärende gelten alle Frauen, die 40 Jahre oder älter sind und ein Kind erwarten. Auch wenn es heute aus medizinischer Sicht kaum noch ein Problem darstellt, die Risiken einer späten Schwangerschaft sind deutlich größer als bei einer Frau, die mit Mitte 20 ein Kind bekommt. Schwanger mit 40 – immer mehr Frauen entscheiden sich erst spät für ein Kind und das aus unterschiedlichen Gründen. Was spricht für eine späte Schwangerschaft und was dagegen?

    Zuerst die Karriere

    Anders als in früheren Zeiten sind viele Frauen nicht mehr nur Hausfrau, sie entscheiden sich für die Karriere und verschieben den Kinderwunsch nach hinten. Auch wenn der richtige Mann noch nicht gefunden wurde, dann muss das Wunschkind warten. Die biologische Uhr tickt jedoch unbeirrt weiter und mit dem Wissen, dass die Chancen, schwanger zu werden, immer weiter sinken, fällt dann die Entscheidung, ein Kind zu bekommen. Schwanger mit 40 – das ist nach Ansicht von Experten heute kein Problem mehr, aber 40 ist so etwas wie eine Grenze, denn nach dem 45. Lebensjahr ist es kaum noch möglich, mit den eigenen Eizellen schwanger zu werden. Viele Frauen, die zu diesem Zeitpunkt schwanger werden möchten, müssen sich einer Hormonbehandlung unterziehen, bei anderen klappt es aber auch auf natürlichem Weg.

    Schwanger mit 40 – was spricht dafür?

    Schwanger mit 40, das bedeutet, die Mutter ist reifer, sie ist abgeklärter, sie hatte Zeit sich zu entwickeln und sie ist in der Regel auch finanziell abgesichert. Die meisten Frauen, die in diesem Alter Mutter werden, leben schon lange mit einem Partner zusammen, das Paar kennt seine Schwächen, seine Stärken und bildet ein gutes Team als Grundlage für eine Familie. Studien haben gezeigt, dass Frauen, die mit 40 schwanger werden, gebildeter sind als sehr junge Mütter, sie entscheiden sich sehr bewusst für ein Kind und kennen die Risiken.

    Schwanger mit 40 heißt für Paare, sie konzentrieren sich mehr auf ihr Kind als jüngere Eltern das tun, denn sie hatten bereits die Zeit zu reisen, Partys zu feiern, das Leben zu genießen, sich weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln. Frauen, die mit Mitte 20 schwanger werden, setzen sich zudem unter Druck, sie wollen alles richtig machen, sie wollen perfekt sein und stehen häufig stark unter Stress. Eine Frau von 40 ist gelassener, ruhiger, sie weiß die wichtigen von den unwichtigen Dingen zu unterscheiden, und diese Gelassenheit überträgt sich auch auf das Kind. Kinder von älteren Müttern wachsen deutlich entspannter auf und sie sind in vielen Dingen weiter als andere Kinder in ihrem Alter.

    Was spricht gegen Schwanger mit 40?

    Schwanger mit 40 – der größte Nachteil ist hier die medizinische Komponente, denn ab dem 35. Lebensjahr nimmt die Chance auf natürlichem Weg schwanger zu werden, immer weiter ab. Rein theoretisch ist eine Frau, die mit 40 schwanger wird, nur noch 15 Jahre von den Wechseljahren entfernt und die Anzahl der Eizellen sinkt von Jahr zu Jahr. Ein großes Risiko besteht darin, dass die Eizellen, die dann noch zur Verfügung stehen, nicht selten Chromosomendefekte haben und so die Gefahr stetig ansteigt, eine Fehlgeburt zu erleiden.

    Ist das 40. Lebensjahr erreicht, dann geht es mit der Fruchtbarkeit rapide bergab. Schwanger mit 40 heißt: Die Chance, auf natürlichem Weg ein Kind zu empfangen, liegt bei rund 25 %, ist die Frau 43 Jahre alt, dann liegt die Chance bei zehn Prozent, mit 46 nur noch bei 1,6 %. Auch die Zahl der Fehlgeburten steigt an. So verlieren rund 24 % der Frauen, die mit 40 Jahren schwanger werden, ihr Kind in den ersten drei Monaten, bei Frauen, die 43 sind, liegt die Gefahr bei 38 % und schon ein Jahr später ist das Risiko einer Fehlgeburt bei 54 %.

    Schwanger mit 40 ist ein bisschen wie Lotto spielen, man hofft auf einen Treffer und wird meist enttäuscht. Das gilt auch dann, wenn sich die Frau einer Hormonbehandlung unterzieht, denn es gibt keine Garantie, dass es mit der Schwangerschaft klappt. Schwanger mit 40 ist doppelt riskant, wenn auch der Partner schon älter ist. Zwar sind Männer auch mit 70 Jahren physisch noch in der Lage, ein Kind zu zeugen, aber mit zunehmendem Alter lässt die Qualität der Spermien nach und es gibt ein höheres Risiko für genetische Defekte beim Kind.

    Was bedeutet die späte Schwangerschaft fürs Kind?

    Schwanger mit 40 lässt die Gefahr für einen zu hohen Blutdruck und Diabetes um das Doppelte ansteigen, als bei Frauen der Fall ist, die mit 20 schwanger werden. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Gendefekts steigt, und zwar auf 1 : 110, dass das Kind mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt. Deshalb gehören Untersuchungen wie eine Amniozentese und eine Chorionbiopsie bei älteren Frauen mittlerweile fast schon zum Standard. Schwanger mit 40 heißt auch, dass das Kind wird mit großer Wahrscheinlichkeit mittels eines Kaiserschnitts zur Welt kommen, zudem haben viele Babys ein zu kleines Geburtsgewicht und leider steigt auch das Risiko einer Totgeburt.

    Nicht immer bedeutet schwanger mit 40 auch Risiko und Gefahr, die meisten Schwangerschaften verlaufen ohne Probleme und die späten Mütter bringen ein gesundes und normalgewichtiges Kind ohne Schwierigkeiten zur Welt. Das Problem ist aber, dass schwanger mit 40 für die meisten Ärzte eine Risikoschwangerschaft ist und die Mütter auch entsprechend behandelt werden. Es steht außer Frage, dass eine Frau, die spät Mutter wird, sehr genau beobachtet werden muss, aber schwanger mit 40 heißt nicht, die Mütter wie rohe Eier zu behandeln. Untersuchungen haben gezeigt, dass schwanger mit 40 eine schöne Zeit sein kann, wenn alles wie gewohnt weiter geht.

    Viele Kinder, die ältere Mütter haben, sind Überraschungskinder, vor allem dann, wenn die Mutter eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet hat, schwanger zu werden. In diesen Fällen bedeutet schwanger mit 40: Es gab einen Glückstreffer, und die Schwangerschaften sind nicht selten sehr entspannt und glücklich.

    Schwanger mit 40 – das ist wie jede andere Schwangerschaft auch, eine Reise, die spannende 40 Wochen dauert. Schwanger mit 40 – das heißt, eine Herausforderung anzunehmen, und sich auf das Kind zu freuen, denn schwanger mit 40 bedeutet, dass aus einem Paar endlich eine Familie wird.

    Bild: © Depositphotos.com / ElizavetaLarionova

  • Können Eltern das Geschlecht des Kindes bestimmen?

    Können Eltern das Geschlecht des Kindes bestimmen?

    Die einen wünschen sich einen Stammhalter, die anderen wollen lieber ein Mädchen und wieder anderen ist es egal, welches Geschlecht das Baby hat, Hauptsache es kommt gesund und munter zur Welt. Es gibt aber auch Eltern, die wollen tatsächlich nichts dem Zufall überlassen und möchten das Geschlecht des Kindes bestimmen, nur geht das so einfach? Was müssen zukünftige Eltern tun, wenn sie unbedingt einen Jungen oder ein Mädchen haben wollen? Ist die Bestimmung des Geschlechts eine Wissenschaft oder gehören die Tipps und Tricks ins Reich der Mythen und Märchen?

    Storch, Storch bester …

    …bring mir eine Schwester, Storch, Storch guter, bring mir einen Bruder – so lautet ein bekannter Reim, den Kinder aufgesagt haben, wenn ein Geschwisterchen ins Haus stand. Der Spruch war eine Art Beschwörungsformel, denn gleichzeitig musste Zucker aufs Fensterbrett gestreut werden, wenn es ein Mädchen werden sollte, Salz, wenn sich die Kinder einen Bruder gewünscht haben. Heute versuchen Wissenschaftler herauszufinden, ob Eltern das Geschlecht des Kindes bestimmen können, und zwar über die Nahrung. Wenn die Mutter zum Beispiel viel Müsli isst, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Jungen zur Welt bringt. Forscher im englischen Exeter haben herausgefunden, dass eine Ernährung, die auf Kalorien und Nährstoffe setzt, häufig zur Zeugung eines Jungen führt. Ernährt sich die Mutter eher kalorienarm, dann kommt sehr wahrscheinlich ein Mädchen zur Welt. Fundierte Studien zu diesen Beobachtungen gibt es aber bislang leider nicht.

    Können Eltern mit Sex nach Plan das Geschlecht des Kindes bestimmen?

    Eltern, die das Geschlecht des Kindes bestimmen wollen, sollten die sogenannte Shettles-Methode studieren. Diese Methode, die von Dr. Landrum Shettles entwickelt wurde, bringt zukünftige Eltern den Traum vom Wunschgeschlecht ihres Babys angeblich etwas näher, aber sie verlangt Sex streng nach Plan. Nach Shettles steigen die Chancen einen Jungen zu bekommen, besonders stark, wenn das Paar entweder kurz nach dem Eisprung oder exakt zum Eisprungtermin Sex hat, den den Spermien muss quasi eine Punktlandung gelingen. Auch die Stellung beim Sex spielt eine entscheidende Rolle, in der „Missionarsstellung“ wird es eher ein Mädchen, Sex im „Doggy-Style“ erhöht die Chancen, dass es ein Junge wird.

    Wer ist der Schnellste?

    Das Geschlecht des Kindes bestimmen – das ist auch von der Schnelligkeit der Spermien abhängig. Die männlichen XY-Spermien sind zwar die Sprinter, aber sie haben eine eher kurze Lebensdauer. Deutlich robuster und auch langlebiger sind die weiblichen XX-Spermien, leider sind sie als Spaziergänger unterwegs. Kommt es zu einer Art Torschlusspanik, sprinten die XY-Spermien an den XX-Spermien vorbei, überholen sie, kommen ins Ziel und es wird ein Junge. Sind aber viele Spermien in der Samenflüssigkeit, dann wird es ein kleines Mädchen. Eltern, die das Geschlecht des Kindes bestimmen möchten, sollten sich je nach Wunschgeschlecht auch überlegen, wie oft sie Sex haben, denn die Häufigkeit der sexuellen Aktivitäten hat Einfluss auf die Qualität der Spermien. Je öfter ein Paar Sex hat, desto weniger XY-Spermien sind vorhanden und die Chancen, ein Mädchen zu bekommen, steigen an. Paare, die im Bett weniger aktiv sind, können mit einem Jungen rechnen.

    Immer wieder überraschend

    Selbst wenn die Wissenschaft Anhaltspunkte hat, wie Eltern das Geschlecht des Kindes bestimmen können, durch Studien belegt sind diese Anhaltspunkte nicht. Viele Eltern verlassen sich daher auf die modernen Ultraschallgeräte, aber auch hier kann es Überraschungen geben. Nicht selten gratulieren die Ärzte den stolzen Eltern, dass sie sich auf einen Stammhalter freuen können, im Kreißsaal hält die Hebamme dann aber ein gesundes Mädchen in die Höhe. Im Grunde spielt es keine Rolle, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, denn wie sich die Beziehung zwischen den Eltern und ihrem Kind letztendlich entwickeln wird, das kann keiner vorhersagen und das ist auch gut so.

    Bild: © Depositphotos.com / Hannamariah

  • Sind späte Mütter bessere Mütter?

    Sind späte Mütter bessere Mütter?

    Erst die Karriere und dann das Kind – bei immer mehr Frauen in Deutschland sieht so die Zukunftsplanung aus. Jedes vierte Kind, das heute in Deutschland geboren wird, hat eine späte Mutter, also eine Mutter, die bei der Geburt 40 Jahre oder noch älter war. Späte Mütter sind im Trend, da immer weniger Frauen auf das Ticken der biologischen Uhr achten. Was bedeutet eine späte Schwangerschaft für die Mutter und wie ist es eigentlich für das Kind, „alte“ Eltern zu haben?

    Später Mütter gehen ein Risiko ein

    Schon ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit deutlich ab und die Chancen, mit über 40 schwanger zu werden, erfordert von vielen Frauen viel Geduld. Nur ein Drittel der Frauen zwischen 38 und 42 hat das Glück innerhalb eines Jahres schwanger zu werden, zwei Drittel müssen sich auf eine längere Wartezeit einstellen. Späte Mütter werden immer als Risikoschwangere eingestuft, denn mit dem Alter steigt auch die Gefahr, dass es zu einer Fehlgeburt kommt, oder dass das Kind behindert geboren wird. Besonders hoch ist die Gefahr einer Chromosomenstörung, bei der der Embryo entweder zu wenig oder zu viel Erbinformationen bekommt. Das Risiko für späte Mütter liegt bei einem Prozent, dass das Kind zum Beispiel mit dem Down-Syndrom zur Welt kommt. Eine weitere Gefahr für späte Mütter besteht darin, dass sie während der Schwangerschaft zuckerkrank werden. Meist wird die Schwangerschaftsdiabetes gar nicht oder sehr spät erkannt und damit steigt die Gefahr einer Fehlgeburt.

    Der Trend hält an

    Wenn es nach der Statistik geht, dann liegt das durchschnittliche Alter der erstgebärenden Frauen bei 31 Jahren. Im Vergleich dazu, noch vor 35 Jahren waren die Frauen, die ihr erstes Kind erwartet haben, 27 Jahre alt. Seit den 1990er Jahren steigt aber die Zahl der Frauen an, die mit 35 oder älter zum ersten Mal gebären, stetig an und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Späte Mütter finden sich vor allem in der Altersgruppe ab 40. Waren es 1991 nur 0,8 %, stieg die Zahl zwölf Jahre später schon auf 3,9 % an. Heute kommt jedes vierte Kind zur Welt, dessen Mutter mit 40 oder älter schwanger geworden ist.

    Vielfältige Gründe

    Warum gibt es heute so viele späte Mütter? Die Gründe sind vielschichtig, die einen wollen in einer festen Partnerschaft leben, bevor sie ein Kind bekommen, bei anderen Frauen spielt die Karriere eine wichtige Rolle. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich unter den späten Müttern auffallend viele Akademikerinnen zu finden sind. Diese Frauen studieren, etablieren sich im Beruf und nehmen sich erst dann Zeit für den Nachwuchs. Aber auch die Männer sind nicht ganz unschuldig am Trend der späten Mütter, denn es ist heute keine Seltenheit mehr, dass Männer zum ersten Mal Vater werden möchten, wenn andere Männer in ihrem Alter bereits Großväter sind. Auch der medizinische Fortschritt macht es Paaren heute einfacher, erst im fortgeschrittenen Alter eine Familie zu gründen.

    Meistens Einzelkinder

    Viele Argumente sprechen für die späte Mutterschaft, aber es gibt auch Einiges, was dagegen spricht. Späte Mütter bekommen meist nur ein Kind und die Kinder wachsen als Einzelkinder auf. Die Kinder haben rein statistisch gesehen nicht mehr viel von ihren Großeltern, und wenn die Mutter auf dem Spielplatz für die Großmutter des Kindes gehalten wird, dann ist das peinlich. Späte Mütter haben oftmals auch mit den Folgen der Schwangerschaft zu kämpfen. So kann es durch die strapaziösen 40 Wochen zu einer Arthrose kommen und auch chronische Rückenschmerzen können die Folge einer späten Schwangerschaft sein. Dafür erleben späte Mütter die ersten Jahre mit ihrem Kind intensiver, sie sind gelassener und vielfach ist das Kind so etwas wie ein Jungbrunnen für seine nicht mehr ganz so jungen Eltern.

    Bild: © Depositphotos.com / ElizavetaLarionova

  • Nabelschnurblut aufbewahren kann Leben retten

    Nabelschnurblut aufbewahren kann Leben retten

    Jedes Paar, das ein Kind erwartet, wird mit unendlich vielen Informationen überflutet, die verarbeitet werden müssen. Soll man das Nabelschnurblut aufbewahren oder eher nicht? Auch mit dieser Frage müssen sich die zukünftigen Eltern auseinandersetzen. Im Nabelschnurblut sind einzigartige und kostbare Stammzellen enthalten, daher ist dieses Blut viel zu schade, um es einfach zu entsorgen. Aber was genau kann mit diesem besonderen Blut geschehen und welche Vorteile hat das Kind, wenn das Blut aus der Nabelschnur aufbewahrt wird?

    Ein Geschenk fürs Leben

    Wenn ein Kind geboren wird, dann bekommt es von der Natur ein einzigartiges und sehr wertvolles Geschenk – vitale, junge Stammzellen, die in millionenfacher Anzahl im Blut der Nabelschnur schwimmen. Aus diesen Basiszellen entsteht das Leben, sie machen aus einem Fötus ein Kind und aus dem Kind einen erwachsenen Menschen. Stammzellen helfen dabei, gesund zu bleiben, denn sie arbeiten als eine Art Reparaturtrupp, die verbrauchtes oder verletztes Gewebe wieder regenerieren. Je jünger die Zellen sind, umso größer ist ihre Fähigkeit, das menschliche Gewebe zu reparieren und es zu erneuern. Nabelschnurblut aufbewahren heißt, es stehen Millionen von gesunden und sehr jungen Stammzellen zur Verfügung, die auf einfachem Weg und immer unbedenklich gewonnen werden können. Das Nabelschnurblut aufbewahren bedeutet immer eine Quelle zu haben, wenn Stammzellen gebraucht werden.

    Wie kann man Nabelschnurblut aufbewahren?

    Wenn Eltern das Nabelschnurblut aufbewahren wollen, dann können Sie nicht nur ihrem eigenen Kind, sondern auch engen Verwandten wie den Geschwistern, aber auch einem nicht verwandten Menschen helfen und unter Umständen sogar das Leben retten. Folgende Aufbewahrungsmöglichkeiten stehen den Eltern dabei zur Verfügung:

    • Aufbewahrung in einer öffentlichen Bank für Stammzellen
    • Aufbewahrung in einer privaten Nabelschnurbank
    • Die Kombination aus einer Eigenspende und Fremdspende

    Wird das Nabelschnurblut bei einer privaten Nabelschnurbank aufbewahrt, dann müssen die Eltern selbst für die Lagerung und die spätere Aufbereitung aufkommen. Dafür stehen die Stammzellen nur dem Kind oder einem Mitglied der Verwandtschaft zur Verfügung und es kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt abgerufen werden. Eltern, die Nabelschnurblut aufbewahren lassen wollen und sich für eine öffentliche Spende entscheiden, müssen für die Aufbewahrung und Aufbereitung nichts zahlen, aber sie haben auch keinen Einfluss mehr darauf, wer die Stammzellen bekommt. Die rund 400 Kliniken, die die Aufbewahrung anbieten, geben eine Gewähr, dass die Stammzellen auch bei eigenem Bedarf zur Verfügung stehen.

    Warum sind Stammzellen so wichtig?

    Nabelschnurblut aufbewahren kann nicht nur einem Kind das Leben retten, denn auch 47 % der erwachsenen Menschen bekommen Stammzellenspenden. Allerdings werden für einen Erwachsenen mehr Stammzellen benötigt, denn er hat das höhere Körpergewicht. Stammzellen aus Nabelschnurblut können aber nicht nur schwere Krankheiten wie zum Beispiel Leukämie bekämpfen, sie werden auch benötigt, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, beispielsweise nach einem Herzinfarkt. Eigene Stammzellen sind für eine entsprechende Therapie natürlich die beste Lösung, denn der Körper erkennt die Zellen und wird sie nicht abstoßen. Bei einigen Krankheiten müssen allerdings fremde Stammzellen zum Einsatz kommen, denn nur so kann vermieden werden, dass eine Krankheit erneut ausbricht. Das gilt unter anderem auch für die Leukämie, denn die fremden Zellen sind in der Lage, die Leukämiezellen effektiver angreifen.

    Wie lange kann Nabelschnurblut gelagert werden?

    Viele Eltern stellen sich vielleicht die Frage, wie lange man Nabelschnurblut aufbewahren kann. Rein theoretisch kann das Blut aus der kindlichen Nabelschnur über einen Zeitraum von Jahrhunderten gelagert werden kann. Dazu muss das Blut mit den Stammzellen aber sehr sorgfältig aufbereitet und ebenso sorgfältig gelagert werden. Aufbewahrt wird Nabelschnurblut bei minus 200° Grad, denn nur bei dieser Temperatur kommt der Stoffwechselprozess fast komplett zum Erliegen: Die Stammzellen fallen in einen Dornröschenschlaf, wenn sie aber wieder „aufgeweckt“ werden, dann sind sie wieder wie neu, fit und jung wie unmittelbar nach der Geburt.

    Bild: © Depositphotos.com / arztsamui

  • Meningitis – Wie gefährlich ist eine Hirnhautentzündung?

    Meningitis – Wie gefährlich ist eine Hirnhautentzündung?

    Die Meningitis, besser bekannt unter dem Namen Hirnhautentzündung, gehört auch heute noch zu den lebensgefährlichen Erkrankungen. Zwar ist eine Meningitis heute besser behandelbar, aber deshalb hat sie noch nicht ihr Potenzial verloren. Betroffen sind die Hirnhäute, wie der Name es schon verrät, aber auch die Rückenmarkshäute, die sogenannten Meningen können sich im Verlauf der Krankheit entzünden. Unterschieden wird eine Hirnhautentzündung in zwei Formen, zum einen gibt es die virale Meningitis durch Viren und zum anderen die bakterielle Meningitis, die durch spezielle Bakterien ausgelöst wird.

    Welche Form der Hirnhautentzündung ist gefährlicher?

    In den meisten Fällen wird eine Hirnhautentzündung durch Viren ausgelöst, seltener, aber umso gefährlicher ist die bakterielle Form der Meningitis. Hier sind in der Regel entweder Meningokokken oder aber Pneumokokken im Spiel, es kann aber auch sein, dass Pilze die gefährliche Entzündung der Hirnhäute auslösen. Wenn die Krankheit auf das Gehirn übergeht, dann sprechen Ärzte von einer Meningoenzephalitis.

    Die Symptome einer Meningitis

    Die ersten Symptome lassen noch nicht auf eine Entzündung der Gehirnhäute schließen, denn sie ähneln denen einer normalen Grippe. Die Betroffenen klagen über starke Kopfschmerzen und bekommen sehr hohes Fieber. Wenn eine plötzliche Versteifung des Nackens dazu kommt und sich die Haut dunkel verfärbt, dann muss man davon ausgehen, dass es sich um eine Hirnhautentzündung handelt. Schwieriger ist es, eine virale Meningitis zu diagnostizieren, denn hier sind die Anzeichen nicht so deutlich, aber der Verlauf der Krankheit ist bedeutend milder als bei der bakteriellen Infektion. Weisen die Symptome eindeutig auf eine bakterielle Meningitis hin, dann ist Eile geboten, denn die Betroffenen müssen sofort in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

    Wie wird Meningitis behandelt?

    Für eine erfolgreiche Behandlung bei einer Meningitis, die durch Bakterien ausgelöst wird, spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Es gilt, je eher mit einer gezielten Behandlung begonnen wird, umso besser sind auch die Chancen einer vollständigen Genesung. Wird die Meningitis durch Viren ausgelöst, dann heilt sie in den meisten Fällen von ganz alleine wieder ab. Wenn die Symptome auf eine bakterielle Variante hinweisen, wird der Arzt zuerst ein Antibiotikum verabreichen, das kann Penicillin, aber auch ein Breitbandantibiotikum sein. Das hat den Vorteil, dass es gegen verschiedene Viren eingesetzt werden kann, außerdem wird in den meisten Fällen zusätzlich Kortison gegeben. Gibt es Komplikationen, wie zum Beispiel eine Blutvergiftung oder einen Schock, dann muss der Patient auf jeden Fall auf einer Intensivstation behandelt und überwacht werden.

    Ist eine Hirnhautentzündung ansteckend?

    Eine bakterielle Hirnhautentzündung ist hochansteckend und Personen, die mit den Erkrankten in Kontakt gekommen sind, bekommen eine Chemoprophylaxe, ein Antibiotikum, was vor den Erregern der Erkrankung schützt. Wer unter einer viralen Meningitis leidet, der muss lediglich das Bett hüten, eventuell ein fiebersenkendes Mittel oder ein schmerzstillendes Medikament einnehmen, und nach zwei Wochen ist alles überstanden.

    Kann gegen Meningitis geimpft werden?

    Wer sich vor den beiden Typen der Hirnhautentzündung schützen möchte, der sollte sich impfen lassen. Gegen alle drei möglichen Erreger der bakteriellen Meningitis gibt es einen Impfstoff. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Eltern, ihre Kinder schon im ersten Lebensjahr entsprechend impfen zu lassen. Wenn das Kind zwei Jahre alt ist, dann sollte eine weitere Impfung gegen Meningokokken gegeben werden, um das Kind gegen dieses gefährliche Bakterium zu immunisieren. Viren, die für die Kinderkrankheit Mumps verantwortlich sind, können auch eine virale Hirnhautentzündung auslösen und daher ist eine Kombiimpfung gegen Mumps, Röteln und Masern sehr zu empfehlen. Auch hier sollten Kinder im Alter von zwei Jahren die Impfung bekommen.

    In den modernen Industrienationen kommt die bakterielle Hirnhautentzündung nur noch sehr selten vor, aktuell kommen auf eine Einwohnerzahl von 100.000 nur 0,5 Fälle. Häufiger ist die virale Infektion, die besonders häufig junge Menschen zwischen 15 und 19 Jahren trifft.

    Bild: © Depositphotos.com / DmytroKozak

  • Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Wenn es um einen verrückten Speiseplan geht, dann sind die Stars aus Hollywood immer vorne mit dabei. So trank Marilyn Monroe jeden Morgen ein Glas warme Milch mit zwei rohen Eiern, das eigentliche Frühstück beschränkte sich auf zwei Vitaminpillen. Jetzt sorgt die Diät von Topmodell Gisele Bündchen für Schlagzeilen, denn die schöne Brasilianerin tut einiges, um die Figur in Topform zu halten. Wer sich jedoch den Speiseplan von Gisele anschaut, der wird sich mit Sicherheit fragen, wie gesund diese Form der Ernährung ist.

    Ein Koch packt aus

    In der US-Zeitschrift Vanity Fair hat der Koch von Gisele Bündchen verraten, was bei dem Modell, ihrem Mann, dem Footballstar Tom Brady und den gemeinsamen Kindern so alles auf den Tisch kommt. Die Reaktionen der Leserinnen reichen von miserabel über unmöglich und jämmerlich bis zu total verrückt, denn die Familie verzichtet unter anderem auf:

    • Kaffee und alle Lebensmittel, die Koffein enthalten
    • Weißes Mehl
    • Zucker in jeglicher Form
    • Milch und alle Milchprodukte
    • Pilze

    Auch Nachtschattengewächse wie zum Beispiel Tomaten, Kartoffeln oder Auberginen kommen im Haushalt Bündchen/Brady nicht auf den Speiseplan. Tom Brady ist davon überzeugt, dass Tomaten Entzündungen auslösen können, das Gleiche gilt auch für eine der gesündesten Gemüsesorten: Paprika.

    Was darf laut Speiseplan gegessen werden?

    Viel bleibt nicht übrig, was bei Gisele Bündchen und ihrer Familie auf den Tisch kommt. Zu 80 % besteht die Nahrung aus Gemüse wie Kohlrabi, Möhren und Brokkoli, die restlichen 20 % bestehen aus weißem, magerem Fleisch von Huhn und Fisch. Gewürzt wird das Ganze mit Salz aus dem Himalaja, denn nach Ansicht von Gisele Bündchen ist Jodsalz aus dem Supermarkt kaufen sehr schädlich. Auch wenn es ums Öl geht, haben Gisele Bündchen und ihr Ehemann spezielle Vorlieben, denn der Koch darf ausschließlich mit Kokosnussöl kochen. Auch die Kinder des Paares müssen den Speiseplan der Eltern einhalten, Nutella aufs Brot oder mal ein paar Gummibärchen sind streng verboten. Wenn der Nachwuchs mal Appetit auf etwas Süßes hat, dann gibt es lediglich eine Fruchtrolle, die aus getrockneten Algen besteht. Wenn Gisele Bündchen Lust auf etwas Besonderes hat, dann stehen Quinoa mit Grünkohl, gerösteten Mandeln und Knoblauch auf dem Speiseplan, das klingt zwar nahrhafter als das, was Marilyn Monroe aß, aber nicht wirklich gesund.

    Der verrückte Speiseplan der Gwyneth Paltrow

    Gisele Bündchen ist nicht die Einzige, die sich etwas verrückt ernährt, auch andere Stars haben skurril anmutende Speisepläne. So hat die Schauspielerin Gwyneth Paltrow sogar ein Kochbuch über ihre bizarren Essgewohnheiten geschrieben, die von Ernährungswissenschaftlern auch gerne die Armuts-Diät genannt wird. Reis steht bei der Oscar-Preisträgerin ebenso auf dem Speiseplan wie schwarze Bohnen und Erbsen. In Maßen sind Süßkartoffeln, Eier, Auberginen, Tomaten und Avocado erlaubt, und da diese Diät nach Ansicht von Gwyneth Paltrow günstig ist, können sich auch die Bezieher von Lebensmittelkarten diese Ernährung leisten. Experten haben allerdings ausgerechnet, dass die Zutaten zu dieser Diät bei nur einem Einkauf rund 450,- Dollar kosten, und Paltrow musste mit einem gewaltigen Shitstorm in den sozialen Netzwerken leben.

    Massive Essstörungen

    Jennifer Aniston verzichtet auf die wichtigste Mahlzeit des Tages, das Frühstück und trinkt stattdessen lieber Zitronensaft pur, und wenn sich Victoria Beckham mal was Gutes gönnen will, dann isst sie fünf Hände voll ungesalzene und eiweißreiche Kost. Wird das langweilig, dann steigt Frau Beckham auf die Basen-Diät um und nimmt nur Nahrung zu sich, die nicht sauer ist. Auch Jackie Kennedy hatte ihre spezielle Diät und sie aß, wenn sie abnehmen wollte, nur eine mit Beluga-Kaviar gefüllte Kartoffel am Tag. Alle diese verrückten Diäten sind nach Meinung von Ernährungsexperten die Auslöser von massiven Essstörungen, denn wer wie Liz Hurley sechsmal am Tag Suppen aus Brunnenkresse auf dem Speiseplan stehen hat, der wird garantiert krank.

    Bild: © Depositphotos.com / silatip