Schlagwort: Erkrankungen

  • Warum die Großstadt krank machen kann

    Warum die Großstadt krank machen kann

    Es gibt zwei Arten von Stress – den negativen und den positiven Stress und wer in einer Großstadt lebt, der lebt auch immer mit der Gefahr, an einem negativen Stress zu erkranken. Dabei scheint das Leben in der Stadt doch erstrebenswert, denn in der Stadt gibt es keine Langeweile, sondern jede Menge Abwechslung, Spaß und Vergnügen. Das Leben in der Stadt ist aufregend und spannend, aber auch anonym und eben stressig. Nach neusten Studien erleben diejenigen, die in einer Großstadt leben, deutlich mehr negativen Stress als diejenigen, die dort zu Hause sind, wo sich Hase und Fuchs „Gute Nacht“ sagen.

    Angst und Depressionen

    Viele Menschen, die in der Stadt zu Hause sind, leiden zunehmend unter Stress, Angst und auch unter Depressionen. Die Wahrscheinlichkeit, in der Stadt psychisch krank zu werden, liegt um 40 % höher als auf dem Land, und es sind viele Ursachen, die für diese mentalen Erkrankungen verantwortlich sind. Großstädte wie München, Hamburg, Berlin oder Frankfurt sind laut, schmutzig, die Wohnverhältnisse sind begrenzt und beengt und das alles nervt und macht letztendlich auch krank.

    Ein sehr großes Problem stellt aber auch die Anonymität dar, denn anders als auf dem Land kennen 80 % der Stadtbewohner nicht einmal ihre nächsten Nachbarn. Das kann Einsamkeit bedeuten, und wer einsam ist, wird schneller krank.

    Den Stress einfach ausblenden

    Alle, die merken, dass ihnen der negative Stress in der Stadt zu schaffen macht, die sollten nach Möglichkeiten suchen, um den Stress einfach mal für einen bestimmten Zeitraum auszublenden. Das kann zum Beispiel bei einem langen Spaziergang im Wald oder auch bei sportlichen Aktivitäten geschehen. Wer gerne Sport treibt, der sollte sich in einem Verein anmelden, denn dann werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Man kommt zum einen wieder unter Menschen und macht neue Bekanntschaften und zum anderen ist Sport perfekt gegen den Stress.

    Wie macht sich negativer Stress bemerkbar?

    Stadtstress ist Kriechstress, sagen die Experten, denn der Stress in der Großstadt macht sich nur schleichend bemerkbar. Es sind zuerst Kleinigkeiten, die darauf hinweisen, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Der Schlaf verliert nach und nach seine Qualität, man fühlt sich nicht mehr ausgeschlafen, wird schneller gereizt und die Angespanntheit nimmt langsam, aber sicher immer mehr zu.

    Wer diese ersten Symptome bemerkt, der sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, denn wer zu lange wartet, der riskiert am Ende eine Depression oder ein Burnout-Syndrom. Yoga kann eine große Hilfe sein, um den Körper und die Seele wieder zur Ruhe zu bringen, denn wer sich mental entspannt, der kommt zur Ruhe und wird wieder ausgeglichen.

    Nicht nur positiv

    Viele, die unter dem Stress in der Großstadt leiden, wünschen sich ein Häuschen auf dem Lande, denn auf dem Land gehen die Uhren schließlich anders, und wer in der freien Natur lebt, der kann gar nicht gestresst sein. Das ist ein Irrtum, denn auch das Leben auf dem Land kann in Stress ausarten, aber dieser Stress unterschiedet sich deutlich vom negativen Stress in der Großstadt. Wer lange in der Stadt gelebt hat und sich dann den Traum vom Leben auf dem Land erfüllt, der muss erst mal umdenken, denn die Annehmlichkeiten, die man aus der Stadt kennt, gibt es vielfach auf dem Land nicht. So muss man unteren nicht selten kilometerweit fahren, um einkaufen zu gehen, wenn es auf dem Dorf keinen Laden gibt. Auch das Angebot an medizinischer Versorgung ist auf dem Land lange nicht so groß wie in der Stadt und auch das Kulturelle kommt in ländlichen Regionen gerne mal zu kurz.

    Ein Umzug aus der Stadt aufs Land will gut überlegt sein, denn mit den Hühnern schlafen zu gehen und mit dem ersten Hahnenschrei aufzustehen, ist nicht jedermanns Sache.

    Bildquelle: Depositphotos.com // alphaspirit

     

  • Die Brust für die Krebsfrüherkennung richtig abtasten

    Die Brust für die Krebsfrüherkennung richtig abtasten

    Brustkrebs ist die am häufigsten vorkommende Krebsart bei Frauen und es gibt wohl kaum eine Frau, die die Diagnose Brustkrebs nicht fürchtet. Vor allem Frauen, die in der Familie schon Fälle von Brustkrebserkrankungen hatten, sollten sich regelmäßig untersuchen lassen und auch die Brust alle vier Wochen selbst abtasten. Nur wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird, dann sind auch die Chancen auf Heilung groß, und deshalb sollte das Abtasten der Brust eine Selbstverständlichkeit sein.

    Wie erkennt man eine Verhärtung in der Brust?brust-richtig-abtasten-brustkrebs

    Frauenärzte raten besonders Frauen zwischen 25 und 30 Jahren, ihre Brust alle vier Wochen selbst abzutasten, um nach möglichen Verhärtungen zu suchen. Unter einer Verhärtung verstehen Mediziner eine harte Stelle, die sich wie eine Kirsche oder wie die Oberfläche eines Golfballs anfühlt und die sich nicht bewegen lässt. Um diese Verhärtungen zu ertasten, gibt es eine besondere Technik, die schnell zu erlernen ist.

    Richtig abtasten

    Wird die linke Brust untersucht, dann sollte man dazu die rechte Hand benutzen und für die rechte Brust die linke Hand. Zunächst tastet die Hand den oberen äußeren Bereich der Brust ab. Mit mehreren Fingern und mit leicht kreisenden Bewegungen geht es dann langsam in Richtung der Brustwarze. Diese Untersuchung sollte nach Möglichkeit im Stehen gemacht werden, wenn der untere Teil der Brust abgetastet wird, dann sollte man sich allerdings entspannt hinlegen.

    Auch der untere Teil der Brust wird mit leicht kreisenden Bewegungen und sanftem Tasten mit mehreren Fingern untersucht. Hier ist es aber auch sehr wichtig, dass auch die Achselhöhlen mit untersucht werden, denn wenn es nach der Statistik geht, dann sind die meisten sogenannten Mammakarzinome in den Achselhöhlen zu finden. Werden die Achselhöhlen abgetastet, dann ist es wichtig, dass man darauf achtet, ob eventuell die Lymphknoten größer sind oder sich hart anfühlen.

    brust-richtig-abtasten-brustkrebsWoman examining her breastWoman examining her breast

    Woman placing her arms on her head while standing in front of a machine in an examination roomWann sollte die Brust abgetastet werden?

    Die Brust kann natürlich zu jeder beliebigen Zeit abgetastet werden, aber am besten eignet sich die Zeit kurz nach der Menstruation, denn dann ist die Brust besonders weich. Viele Frauen benutzen nach dem Baden eine Körperlotion und das macht das Abtasten noch einfacher. Wenn eine Verhärtung ertastet wird, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. Viele Frauen zögern in dieser Situation, weil sie panische Angst davor haben, dass sie an Brustkrebs erkrankt sind. Diese Haltung ist gefährlich, denn wenn die Behandlung früh beginnen kann, dann steigen die Chancen, dass der Krebs auch erfolgreich behandelt werden kann.

    Welche Untersuchungsmethoden gibt es?

    Der Frauenarzt wird zunächst die Brust gründlich und fachkundig abtasten und dann vielleicht auch einen ersten Ultraschall machen. Für weitere Untersuchungen geht es dann in die Klinik oder in ein Mammografiezentrum, wo ein Scan der betroffenen Brust gemacht wird. Ist das Ergebnis einer Mammografie nicht eindeutig, dann wird in den meisten Fällen eine Kernspintomografie gemacht und um ganz sicher zu gehen, kann die Klinik auch eine Biopsie durchführen.

    Bei dieser Untersuchung werden der Patientin unter Narkose Gewebeproben aus der Brust entnommen, die dann sofort untersucht werden. An diesen Gewebeproben können die Ärzte sehen, wie groß der Tumor ist und wie weit er sich schon ausgebreitet hat. In seltenen Fällen wird dann direkt operiert und die befallene Brust wird abgenommen.

    Woman undergoing mammography scan assisted by male doctor

    Keine Panik

    Ein Knoten in der Brust muss nicht zwangsläufig auch Krebs sein, in den meisten Fällen haben die Verhärtungen eine harmlose Ursache. So können zum Beispiel verhärtete Milchdrüsen schuld daran sein, dass eine Verhärtung in der Brust tastbar ist. Frauen, die eine harte Stelle an ihrer Brust ertasten, sollten deshalb auch nicht gleich panisch werden, sondern ihren Arzt anrufen, die Situation schildern und dann sofort in die Praxis fahren, um sich ausführlich untersuchen zu lassen.

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  • Die private Krankenversicherung im Vergleich

    Die private Krankenversicherung im Vergleich

    Viele Menschen möchten sich lieber privat Krankenversichern, anstatt gesetzlich Krankenversichert zu bleiben. Das ist verständlich, bietet doch die private Krankenversicherung zahlreiche Vorteile, wie beispielsweise große Freiheit bei der Wahl des Arztes oder Vorzugsbehandlungen nicht nur bei Aufenthalten in Kliniken, sondern auch bei gewöhnlichen Arztbesuchen. Doch es gibt auch innerhalb dieser Versicherungsart von Anbieter zu Anbieter große Unterschiede. Daher ist es sehr wichtig, nicht gleich die erstbeste private Krankenversicherung abzuschließen. Ein Versicherungsvergleich kann vor manch böser Überraschung schützen und ist daher grundsätzlich empfehlenswert.

    Bedarfsermittlung steht an erster Stelle beim Vergleich der privaten Krankenversicherung

    Wer einen PKV Vergleich macht, kann den günstigsten und passendsten Tarif mit den besten Leistungen finden. Hierfür ist es natürlich erst einmal wichtig zu wissen, was genau man sich von der Versicherung erhofft und welche Bedürfnisse man hat. Wer sich privat krankenversichern lassen will, sollte sich also darüber im Klaren sein, wie wichtig es ihm beispielsweise ist, dass die Versicherung auch alternative Heilmethoden umfasst. Was soll in welchem Maße erstattet werden und was ist eher weniger von Bedeutung? Der Versicherungsnehmer sollte sich am besten eine Liste mit seinen persönlichen Prioritäten erstellen, bevor er einen Versicherungsvergleich macht.

    Wie ein Vergleich privater Krankenversicherungen abläuft

    Ein PKV Rechner kann im ersten Anlauf dabei helfen, die Frage des richtigen Versicherungstarifes zu klären. Im Anschluss sollte unbedingt eine professionelle und unabhängige, aber kostenlose Beratung in Anspruch genommen werden. Der Berater überprüft nochmals die persönlichen Bedürfnisse und kann den idealen Tarif finden, indem er auch Vorerkrankungen des Versicherungsnehmer, aktuelle Ergebnisse von Versicherungstest´s und niedrige Selbstbeteiligungen miteinkalkuliert. Er kann sich mit dem Versicherer in Verbindung setzen, um letzte Fragen zu klären. Dazu kann der unabhängige Makler auch direkten Kontakt zum Versicherer aufnehmen, um verbleibende Rückfragen schnell und kompetent zu klären. Rasch findet er so heraus, ob ein Angebot wirklich gut ist oder ob die gleichen Leistungen anderweitig günstiger möglich sind.

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  • Studie: Krankheitsrisiken durch Blutgruppe beeinflusst

    Studie: Krankheitsrisiken durch Blutgruppe beeinflusst

    Eine aktuelle Studie zeigt, dass die verschiedenen Blutgruppen für verschiedene Krankheiten ein größeres oder geringeres Erkrankungsrisiko tragen. Wer also seine Blutgruppe kennt, der könnte so einiges darüber erfahren, auf welche Krankheiten er sich schon mal vorbereiten sollte. Aber viele Menschen in Deutschland kennen ihre Blutgruppe nicht. Frauen kenne ihre häufiger als Männer, da sie im Zuge einer Schwangerschaft ermittelt wird. Aber auch bei einer Blutspende wird die Blutgruppe erfasst.

    Die aktuelle Studie ist nur eine von vielen die belegen kann, dass die eigene Blutgruppe darüber bestimmt, wie hoch unser Krankheitsrisiko für diverse Erkrankungen ist. Erst im vergangenen Jahr haben sich Forscher der Uni Greifswald mit dieser Frage beschäftig. Die Studie befasst sich mit dem Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Personen der Blutgruppe B haben ein 2,5-fach höheres Risiko als Personen der Blutgruppe 0, an dieser Krankheit zu leiden. Darüber hinaus wurde schon mehrfach nachgewiesen, dass auch das Herzinfarktrisiko beeinflusst wird.

    Es gibt vier Haupt-Gruppen: A, B, AB und Null. Es ist kaum erforscht, warum es zur Bildung der verschiedenen Typen kommt. Es kann aber beobachtet werden, dass in verschiedenen Regionen, verschiedene Blutgruppen stärker ausgeprägt sind. In Afrika findet man besonders häufig Personen mit der Gruppe Null. Dies lässt vermuten, dass es auf Grund von natürlicher Selektion zu der Typen-Vielfalt gekommen ist. Hier kommt auch der Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Krankheitsrisiko wieder zum Tragen. Es konnte nachgewiesen werden, dass Personen der Gruppen A, B und AB eine bessere Überlebenschance bei der Pest hatten. Dem entsprechend haben in Regionen, in denen die Pest stark verbreitet war, mehr Personen dieser Blutgruppen überlebt und konnten diese weitergeben.

    Auch Demenz durch Blutgruppe beeinflusstblutgruppe

    In den USA haben Forscher nachgewiesen, dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Blutgruppe und Demenz besteht. Dabei wurden Daten von 30.000 Personen ausgewertet. Diese Personen waren mindestens 45 Jahre alt. Die Studie wurde über einen Zeitraum von vier Jahren vorgenommen. Gedächtnisverlust tritt nach den Auswertungen der Studiendaten vor allem bei Personen mit der Blutgruppe AB auf. Die Chance als Träger dieser Gruppe an Demenz zu erkranken ist nahezu 80% höher als bei den Trägern der anderen Gruppe.

    Im Bereich der Gefäßerkrankungen sind es Personen der Blutgruppe Null, die ein wesentlich geringeres Risiko aufweisen. Der Verband Deutscher Kardiologen gibt sogar an, dass etwa 6 % aller Herz-Kreislauferkrankungen auf eine ungünstige Blutgruppe zurückzuführen ist. In diesem Fall also A,B und AB. Diese Personen haben einen höheren Anteil eines blutstillenden Eiweißes. Dies führt dazu, dass Blut leichter verklumpen kann und zu Verstopfungen der Blutgefäße führt.

    Über das Krankheitsrisiko hinaus finden Blutgruppen auch im Rahmen der Ernährung Beachtung. Der amerikanische Naturheilkundler Peter J.D’Adamo hat die Theorie bekannt gemacht, dass Personen unterschiedlicher Blutgruppe auch unterschiedliche Nahrung zu sich nehmen sollten. Die speziellen Diäten sollen für den Körper besonders gut verträgliche sein. Sie sollen Allergien minimieren und neue Vitalität wecken. Die Idee dahinter ist recht einfach. Der Forscher gibt an, dass die Blutgruppe Null die erst und älteste Gruppe ist. Von da an haben sich die anderer vier im Laufe der Evolution entwickelt. Die Diätpläne sind darauf ausgelegt, dass zur Entstehungszeit der verschiedenen Gruppen, die Nahrung anders aufgebaut war. So sind Personen der Gruppe Null an eine fleischhaltige Nahrung gewöhnt, da sie aus der Zeit der Jäger und Sammler stammt. Weniger geeignet ist hier die Aufnahme von Getreide, das es noch keine Landwirtschaft gab. Im Gegensatz zum Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Krankheitsrisiko ist diese Diät allerdings nicht wissenschaftlich belegt. Es gibt viele Kritikpunkte von verschiedenen Seiten. Unter anderen wird immer wieder gesagt, dass gesamte Konzept sei darauf aufgebaut, die Anhänger zu teuren Blut-Test zu überzeugen. Denn einen kompletten Diätplan kann man nur dann erhalten, wenn man bestimmte Blutuntersuchungen durchführt.

    Medikamente für Blutgruppen-Krankheiten nicht vorhanden

    Es ist also wichtig, seine eigene Blutgruppe zu kennen. So kann man bereits einschätzen, ob man für gewisse Krankheiten anfälliger ist. Vor allem im Bereich der Herzerkrankungen kann man so besonders vorsichtig sein und seinen Lebensstil entsprechend anpassen. Vielmehr ist allerdings nicht möglich. Viele Krankheiten, wie etwa eine Gastritis können auch durch einen Wandel des Lebensstils nicht unbedingt verhindert werden. Auch eine Entwicklung von Medikamenten für diesen Bereich ist kein Ziel der nahen Zukunft. Grundsätzlich gilt, dass die Forschung hier noch in den Kinderschuhen steckt. Momentan kann zwar ein Zusammenhang nachgewiesen werden, aber keine fassbaren Gründe sind bekannt.

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  • Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Bereits seit Oktober vergangenen Jahres kommt es in der Hauptstadt vermehrt zu Masern-Erkrankungen. Offizielle gemeldet wurden bisher 574 Menschen die sich mit dem Masern angesteckt haben. Heute wurde von dem Gesundheitssenator bestätigt, dass es zu einem Todesfall gekommen ist. Ein Kleinkind erlag den Folgen der Krankheit.

    Nach ersten Angaben handelt es sich um ein Kind im Alter von 18 Monaten. Am 18.Februar verstarb das Kind an der Infektionskrankheit. Es wurden darüber hinaus noch keine weiteren Angaben zur Person gemacht. Erste Reaktionen auf die Meldung gab es bereits. So hat eine Sekundarschule im Berliner Vorort Lichtenrade die Türen am heutigen Montag geschlossen gehalten.

    Das Robert-Koch-Institut gibt an, das der aktuelle Masern-Ausbruch in der Hauptstadt einer der größten seit dem Jahr 2001 ist. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Infektionsschutzgesetzes erlassen. Im Zusammenhang mit diesem Masern-Ausbruch und dem jetzigen Todesfall, entflammt die Diskussion um eine gesetzlich vorgeschriebene Impfplicht auf ein Neues. Es wird von der Bundesregierung nicht ausgeschlossen, dass es in Zukunft zu einer Impfplicht kommen kann, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Eine Situation wie diese sei ein klares Zeichen dafür, wie wichtig Masern-Impfungen und anderer Impfungen sind. Sich gegen Impfungen auszusprechen sei verantwortungslos. Die 574 gemeldeten Masern-Fälle, die seit Oktober 2014 verzeichnet wurden, traten zum Großteil im Januar auf. Zum Jahresbeginn gab es 254 neuen Masern-Erkrankungen in Berlin. Von 335 befragten Patienten gaben 90 %, nicht gegen Masern geimpft zu sein.

    Laut Aussage der Berliner Behörden begann der Ausbruch unter Asylbewerbern. Diese stammen aus Bosnien Herzegowina und Serbien. In diesen Regionen gab es in den 90er Jahren lange Perioden, in denen keine oder kaum Impfungen gegeben wurden. Personen aus diesen Regionen sind stärker gefährdet. Die deutschen Behörden bieten den Asylbewerbern zahlreiche Möglichkeiten, die Impfungen nachholen zu lassen. Aus verschiedenen Gründen werden diese Angebote jedoch nur in geringen Zahlen angenommen.

    Viruserkrankung Masern

    Der Masern-Virus wird per Tröpfchen-Infektion übertragen. Dafür ist ein naher Kontakt mit einem Infizierten notwendig. Allerdings kann es bereits ausreichen, sich im gleichen Raum zu befinden. Das Masern-Virus ist recht instabil und reagiert auf Licht, hohe Temperaturen und auch Desinfektionsmittel. In den 1960er Jahren wurde eine Impfung entwickel, die effiziente ist und kostengünstig. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Masern auszurotten. Vor allem in Entwicklungsländern fordert die Krankheit immer wieder Todesopfer und es kommt zu größeren Ausbrüchen.

    Die Ausrottung ist seit 1984 erklärtes Ziel der Welt-Gesundheitsorganisation. Zum damaligen Zeitpunkt wurde ein schneller Erfolg erhofft. Die Masern Impfung arbeitet mit Lebendviren. Sie wird aus einem schwachen Virenstamm gewonnen. Da sie in Kombination mit einer Mumps- und Rötelimpfung verabreicht wird, spricht man häufig von der MMR-Impfung. Die Masern Impfung erfolgt in zwei Schritten. Die erste im Alter von 11-14 Monaten und die zweite vor Beendigung des zweiten Lebensjahres. In seltenen Fällen kommt es zu Nebenwirkungen bei einer Impfung. Diese kommen zum Beispiel in Form einer Rötung an der Einstichstelle. Einige Patienten leiden unter Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Hinzu kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Diese schlägt auf die Gelenke. Es wird angegeben, dass es zu einer möglichen Hirnhautentzündung kommen kann. Bisher gab es dafür allerdings noch keine Nachweise.

    Hat man sich mit den Masern angesteckt, kommt es zu Beginn der Krankheit zu Erkältungssymptomen. Schnupfen, Husten und Fieber sind immer Begleiterscheinungen. Anschließend bilden sich Flecken aus. Diese sind rotbraun und treten am gesamten Körper auf. Die Masern sind ansteckend, ohne dass man die Flecken sehen kann. Bis zu fünf Tage bevor der Ausschlag auftritt, kann man dem Masern-Virus bereits übertragen. Nach der Ansteckung mit den Masern beträgt die Inkubationszeit bis zu 10 Tage.

    Zu wenig Kinder gegen Masern geimpft

    In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Kontroversen im Bereich des Impfschutzes. Die Riege der Impfgegner wächst und viele Eltern entscheiden sich dazu, Ihre Kinder nicht impfen zu lassen. Dabei sind es nicht nur die Masern-Impfungen, die verweigert werden. Die Gründe sind ganz verschieden. Einige haben einfach Angst, dass es zu ernsthaften Nebenwirkungen kommen kann. Auch hat sich die Theorie durchgesetzt, dass die Masern-Impfung Autismus auslösen kann. Dies beruht auf den Aussagen einer Doktorarbeit, die im Nachhinein als falsch belegt wurden. Das Gerücht kann sich dennoch halten. Wieder anderer sehen Impfungen als wirkungslos und sind davon überzeugt, dass es keinen Unterschied macht. Der aktuelle Todesfall in Berlin zeigt die Gefahren der Krankheit klar auf.

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  • Therapie der Angststörung

    Therapie der Angststörung

    Neben der Gesprächstherapie gibt es noch weitere Möglichkeiten zur Therapie der Angststörung, zu denen unter anderem auch die Konfrontationstherapie oder die Entwicklung von Problemlösungstechniken gehören. Es handelt sich dabei um Maßnahmen aus dem verhaltenstherapeutischen Bereich. Hier stellen wir noch weitere Eckpfeiler zur Therapie der Angststörung vor.

    Kognitive Therapie bei Angststörung:

    Ziel dieser Behandlung ist es, dass Betroffene den Zusammenhang zwischen Angstgedanke und Angstgefühlen kennen. Sie erlernen, dass ihre eigenen Angstgefühle und ängstlichen Gedanken in einen Teufelskreis führen können, der letzten Endes häufig Panikattacken auslöst. Dabei lernen sie aber auch Methoden zur Gedankenkontrolle, damit im Falle einer Attacke die Angstgedanken kontrolliert werden können und letzten Endes der Teufelskreis unterbrochen wird.

    Bibliotherapie Angststörung:

    Das Lesen von Ratgebern, besonders zu psychiatrischen Erkrankungen, trägt dazu bei, das Betroffene ihre Krankheit erkennen, ihre Probleme besser annehmen können und die Ursachen verstehen. Gleichzeitig erlernen sie psychologische Strategien, wie sie sich selbst in den entsprechenden Situationen beim Bewältigen negativer Emotionen helfen können.

    Entspannungstechniken bei Angststörung:

    Betroffene erlernen Entspannungstechniken, wie die Progressive Muskelentspannung, welche leicht und schnell erlernbar ist, zuverlässig wirkt und nicht lange geübt werden muss. Wenn die Muskeln entspannt sind, kann keine Angst oder Ärger empfunden werden. Denn Angst erzeugt eine Muskelanspannung. Dabei bedeutet Muskelanspannung oder -relaxation gleichzeitig eine seelische Entspannung und ist daher das natürlichste Beruhigungsmittel.

    Menschen mit Angsterkrankungen können die verschiedenen Möglichkeiten einer Therapie gegen die Angststörung  auch aus dem homöopathischen und naturheilkundlichen Bereich nutzen. Jeder Mensch ist anders und so zeigt bei jedem eine andere Technik ihre Wirkung. Meist wird gegen die verschiedenen Angsterkrankungen eine Kombination verschiedener Methoden angewandt.

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