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  • Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Moringa – ein Baum mit vielen Fähigkeiten

    Er stammt ursprünglich aus dem Norden Indiens, gehört zu den Bennussgewächsen und gilt als die nährstoffreichste Pflanze der Welt – der Moringabaum. Moringabäume wachsen heute vor allem in Lateinamerika, in Asien und in Afrika, die frischen, aber auch die getrockneten Blätter des Baumes werden dort in vielfältiger Art und Weise zubereitet und gelten als Problemlöser für die weitverbreitete Unterernährung. In den westlichen Industrienationen gilt Moringa oleifera, so der botanische Name des Baums, als neues Superfood.

    Was macht den Moringabaum zum Wunderbaum?

    Der Moringabaum stammt ursprünglich aus der Himalajaregion Indiens und bekam seinen Beinamen Meerrettichbaum von den englischen Kolonialherren. Der Baum enthält Senfölglykosiden, daher riechen die Wurzeln stark nach Meerrettich und die Blätter haben einen scharfen Beigeschmack. Die Engländer nutzen die Blätter und die Wurzeln als Meerrettichsalz und würzten damit ihre Speisen. Heute gehören die Blätter des Moringabaumes in vielen Ländern zu den wichtigsten Nahrungsquellen, aber sie werden auch als Medizin verwendet. In Indien wird der Moringabaum als Wunderbaum bezeichnet, weil er angeblich in der Lage ist, mehr als 300 Krankheiten zu heilen. Der Moringa trägt aber auch den Ehrentitel Baum der Unsterblichkeit, da er auch unter widrigen Umständen wächst und resistent gegen Dürre ist.

    Die besonderen Fähigkeiten des Moringabaumes

    Der Moringabaum hat nicht nur viele Fähigkeiten, er ist auch äußerlich anders als andere Bäume. Sein Stamm ist kurz und wirkt immer ein wenig angeschwollen, seine Früchte erinnern an Bohnen und hängen tief von den Ästen herab, was ihnen das Aussehen von Trommelstöcken verleiht. Was den Baum aber so besonders macht, ist sein rasantes Wachstum, denn er wächst pro Monat um 30 cm und erreicht schon nach einem Jahr die imposante Höhe von acht Metern. Für dieses schnelle Wachstum sorgt ein Hormon, und zwar das Antioxidans Zeatin, was der Baum in großen Mengen speichert. Wenn Menschen dieses Hormon zu sich nehmen, dann regt es die Regeneration der Haut an und der natürliche Alterungsprozess der Haut verlangsamt sich.

    Was macht Moringa zum Superfood?

    In Europa haben die Blätter des Moringa oleifera den Ruf, ein Superfood zu sein, denn alleine in den Blättern finden sich mehr als 90 Nährstoffe sowie Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Proteine. So soll der Moringabaum 17 mal mehr Kalzium enthalten als Milch und 15 mal mehr Kalium als Bananen. Der Gehalt an Eisen ist 25 mal größer als das bei Spinat der Fall ist und auch beim Beta-Carotin hat Moringa die Nase vorn, denn die Blätter enthalten 4 mal mehr davon als Karotten. Moringa ist eine wirksame Waffe im Kampf gegen Mangel- und Unterernährung und es reichen schon zwei Teelöffel des Pulvers aus, um den täglichen Mangel an Nährstoffen aufzufüllen. Bei Versuchen mit Moringapulver im Senegal stellten die Ärzte fest, dass die Einnahme des Pulvers gewichtssteigernde Effekte hatte und dass Frauen, die ein Kind zur Welt brachten, sich schneller von der Geburt erholten. Zudem hatten die Kinder ein höheres Gewicht bei der Geburt und die Milchproduktion der Frauen wurde deutlich gesteigert.

    Ist Moringa wirklich ein Superfood?

    Die Blätter des Moringabaumes sind unbestritten sehr gesund, aber Ernährungsexperten bezweifeln, ob der Moringa tatsächlich DAS Superfood schlechthin ist. Sie kritisieren, dass sich die Nährstoffangaben nur auf die Pulverform beziehen, aber nicht auf die frischen Blätter des Baumes. Um realistische Angaben zu bekommen, müsste man auch die Karotten, die Bananen und den Spinat pulverisieren, denn dann wäre der Vergleich fair. Bei Tierversuchen wurde aber deutlich, dass Moringa den Blutzuckerspiegel senken kann und sich zudem positiv auf dem Cholesterinspiegel auswirkt. Das Pulver der Moringablätter hat außerdem eine krebshemmende Wirkung, denn die in den Blättern enthaltenen Senfölglykoside eliminieren Krebszellen, schonen dabei aber die gesunden Zellen.

    Bild: © Depositphotos.com / bdspn74

  • Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Am 3. Dezember 2015 treffen sich in Mainz Mediziner und Schlafforscher, um darüber zu diskutieren, wo die Ursachen für schlechten Schlaf liegen und warum in Deutschland immer mehr Menschen unter Schlafmangel leiden. Die Experten diskutieren aber auch darüber, wie sich mangelnder und schlechter Schlaf auf das private und berufliche Leben auswirken kann und sie wollen herausfinden, in welcher Form das digitale Zeitalter auf den Schlaf Einfluss nimmt. Viele Fragen stehen auf der Tagesordnung, aber einige dieser Fragen lassen sich schon jetzt beantworten.

    Wie viele Menschen leiden unter Schlafmangel?

    Offiziell leiden in Deutschland rund sechs Prozent der Bevölkerung entweder unter Schlafmangel oder unter massiven Schlafstörungen. Diese sechs Prozent können nicht richtig durchschlafen, sie haben Probleme beim Einschlafen oder sie schlafen einfach zu wenig. Alle diese Menschen müssten sich eigentlich behandeln lassen, aber nicht jeder geht mit seinen Schlafschwierigkeiten auch zu einem Arzt, viele versuchen den gestörten Schlafrhythmus selbst in den Griff zu bekommen, was die Probleme nicht selten noch vergrößert. Diejenigen, die unter Schlafmangel leiden, gehen noch seltener zu einem Arzt, die Mehrzahl nimmt sich vor, den Schlafmangel zu beheben, was allerdings nur sehr selten gelingt.

    Wo liegen die Gründe für Schlafstörungen und Schlafmangel?

    Die größte Gefahr für ein gestörtes Verhältnis zum Schlaf sehen die Experten in der heutigen Gesellschaft. Viele leben ohne Pause rund um die Uhr, sie sind zu jeder Zeit erreichbar und stehen im stetigen Kontakt zu ihrem Arbeitsplatz oder zu anderen Menschen. Aber auch Schichtarbeit führt zu Schlafmangel und Schlafstörungen, ebenso wie organische Erkrankungen und psychische Beschwerden. Die permanente Anspannung, die viele Menschen durch den Alltag begleitet, ist aber der größte Feind des gesunden und erholsamen Schlafes. Immer mehr Menschen liegen nachts mit Sorgen im Bett, die sie nicht einschlafen lassen, oder sie gehen viel zu spät ins Bett und leiden dann letztendlich unter Schlafmangel.

    Welche Folgen kann Schlafmangel haben?

    Schlafmangel kann ernste Folgen haben und das nicht nur für den Körper, auch die Psyche leidet darunter. So wird das Herz-Kreislaufsystem bei ständigem Schlafmangel stark belastet, denn Studien zeigen, dass Menschen, die zu wenig schlafen oder im Schichtdienst arbeiten, deutlich anfälliger sind, wenn es um Schlaganfälle und Herzinfarkte geht. Schlafmangel führt aber auch zu einem gefährlichen Optimismus, der schnell realitätsfremd wird und auch die Risikobereitschaft steigt in diesem Zusammenhang deutlich an, wie Studien beweisen. Das erklärt nach Meinung von Schlafforschern auch die oft nicht nachvollziehbaren Reaktionen und Taten einiger ranghoher Politiker und Manager, die permanent unter einem eklatanten Mangel an Schlaf leiden.

    Schläft man in der Partnerschaft besser?

    Menschen, die ohne einen Partner leben, leben in der Regel ungesünder und sie leiden auch öfter an Schlafmangel. Aber ist eine feste Partnerschaft ein Garant für einen erholsamen Schlaf? Nur bedingt, sagen die Forscher, denn während Männer im gemeinsamen Schlafzimmer tiefer und auch länger schlafen, leiden viele Frauen im Ehebett unter Schlafstörungen und damit auch unter Schlafmangel. Das gemeinsame Bett ist ein Ort der Sicherheit und es gibt ein Gefühl von Geborgenheit, dass Frauen trotzdem schlechter schlafen, kann evolutionsbiologisch bedingt sein. Frauen sind durch ihre Gene so programmiert, dass sie sich auch in der Nacht für das Wohl ihrer Familie zuständig fühlen. Frauen schlafen auch zu Hause praktisch immer an ihrem Arbeitsplatz. Bei Jugendlichen spielt das Smartphone eine wichtige Rolle in Bezug auf Schlafstörungen und Schlafmangel. Die überwiegende Mehrheit der 15- bis 25-jährigen beschäftigt sich vor dem Einschlafen noch intensiv mit ihrem Handy, sie können auf diese Weise nur sehr schwer abschalten und es fällt ihnen dann entsprechend schwer, in den Schlaf zu finden. Am nächsten Morgen macht sich der Schlafmangel bemerkbar, denn die Jugendlichen sind unkonzentriert, sie fühlen sich erschöpft und sind komplett übermüdet.

    Bild: © Depositphotos.com / MichalLudwiczak

  • Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wir verbringen zwölf Jahre unseres Lebens vor dem Fernseher, spielen neun Monate mit unseren Kindern und wir verschlafen ganze 24 Jahre. Diese 24 Jahre die wir schlafen und träumen, sollten so angenehm wie möglich sein, denn gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Seele. Im Schlaf regeneriert sich der Körper und die Psyche versucht, die komplexen Zusammenhänge des vergangenen Tages aufzuarbeiten. Damit wir gesund und tief schlafen können, brauchen wir die richtige Matratze, frische Luft und ein angenehmes Raumklima. Dieses Raumklima kann allerdings empfindlich gestört werden, wenn zum Beispiel Elektrosmog ins Spiel kommt.

    Was ist eigentlich Elektrosmog?

    Thomas Edison hätte es sich 1879 wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass seine Erfindung die ganze Welt für immer verändern würde. Als er die Glühbirne erfand, erstrahlte alles in einem neuen, hellen Licht und ein modernes Zeitalter war angebrochen. Heute können wir uns nicht mehr vorstellen, wie die Welt ohne diese saubere Energiequelle aussehen würde, aber das Elektrizität krankmachen kann, das können sich nur die wenigsten vorstellen. Handysendemasten, Stromleitungen, Kabel und vor allem elektrische Geräte wie Fernseher und Smartphones erzeugen unsichtbare, magnetische Kraftfelder – die Sie sich bewusst auch mitten ins Schlafzimmer, oft ausgehend von der kuscheligen Matratze, aufbauen. So sorgen Sie allein für den Elektrosmog. Wie stark diese besondere Art von Smog ist, das wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass die elektromagnetische Strahlung heute bis zu 200 Millionen Mal intensiver ist als noch vor 100 Jahren.

    Elektrosmog – gefährlich oder unbedenklich?

    Unsere Welt wird zunehmend technisiert und diese Entwicklung macht auch vor den Schlafzimmertüren nicht halt. Während früher nur eine Lampe auf dem Nachttisch zu finden war, haben dort heute das Smartphone, ein Tablet oder ein Laptop ihren Platz. Auch ein moderner Fernseher hat längst seinen Weg in viele deutsche Schlafzimmer gefunden und er sorgt wie alle anderen Geräte auch, für Elektrosmog. Es gibt eine Reihe von Studien zum Thema Elektrosmog, aber ob er wirklich zellschädigend ist, das konnten die Studien nicht einwandfrei nachweisen. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Krebserkrankungen im näheren Umfeld von Funkmasten. Ob es aber tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Elektrosmog gibt, das wird aus wissenschaftlicher Sicht nach wie vor kontrovers diskutiert.

    Ausschalten ist besser

    Da der Zusammenhang zwischen einer erhöhten Krebsgefahr und Elektrosmog umstritten ist, raten Experten dazu, lieber auf Nummer sicher zu gehen und elektrische Geräte besonders im Schlafzimmer entweder auszuschalten oder gleich ganz zu verbannen. Die Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung kurz IGEF, hat eine Art Leitfaden veröffentlicht, wie Elektrosmog im Schlafzimmer vermieden werden kann. So sollte man zum Beispiel nicht über das öffentliche W-Lan ins Internet gehen, sondern Geräte nutzen, die an ein Kabel gebunden sind und Smartphones wie auch Tablets und Laptops nicht in der Reichweite des Bettes platzieren. Aber auch eine Leselampe, die ein Netzteil hat, eine elektrische Heizdecke oder auch ein Radiowecker und ein vermeintlich harmloses Babyfone sorgen für Elektrosmog und damit für eine hohe Strahlenbelastung, wenn sie die ganze Nacht eingeschaltet sind. Was Sie noch alles tun können, um Elektrosmog auf einem möglichst geringen Niveau zu halten, finden Sie zum Beispiel auf dem Blog von matrazzo.

    Auf eine gute Qualität achten

    Wenn es um den gesunden Schlaf geht, dann lohnt es sich, in jeder Hinsicht auf eine gute Qualität zu achten. Das fängt bei der Matratze an und hört beim Fernseher, der im Schlafzimmer stehen soll, wieder auf. Die passende Matratze zu finden, ist bei dem heutigen sehr großen Angebot nicht allzu schwer und wer sich eine neue Matratze zulegen will, der findet besonders im Internet eine große Auswahl. Wurde die richtige Matratze gefunden, dann muss das Schlafzimmer nur noch gut belüftet sein und der Fernseher sollte nicht die ganze Nacht im Stand-by-Modus verbringen. Beim Kauf von Elektrogeräten lohnt es sich besonders in Hinsicht auf den Smog, auf Gütesiegel wie das Prüfsiegel der IGEF oder „Blauer Engel“ zu achten.

    Bild: © Depositphotos.com / Becker777

  • Ritalin – immer mehr Zweifel am ADHS-Medikament

    Ritalin – immer mehr Zweifel am ADHS-Medikament

    ADHS – diese vier Buchstaben stehen für die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, vereinfacht auch die Zappelphilipp-Krankheit genannt. Meist sind es Kinder, die unter ADHS leiden und für die kleinen Patienten gibt es eine Art Wundermittel: Ritalin. Das beliebte ADHS-Medikament soll den Kindern zu mehr Ausdauer verhelfen und ihren ausgeprägten Bewegungsdrang eindämmen, ihr zuweilen impulsives Verhalten stoppen und sie emotional wieder stabilisieren. Ritalin ist ein echter Kassenschlager, aber es gibt einen Haken, da die eigentlichen Ursachen von ADHS bis heute unbekannt sind, kann Ritalin nur die Symptome behandeln, aber nicht den Ursprung, was für eine erfolgreiche Therapie aber zwingend notwendig wäre.

    Ritalin verliert an Glanz

    Ritalin oder genauer gesagt der Wirkstoff Methylphenidat geraten immer mehr in die Kritik, und eine neue Studie aus Dänemark trägt nicht eben dazu bei, den ohnehin schon zweifelhaften Ruf von Ritalin wieder aufzupeppen. Der Leiter der Studie, Professor Ole Jakob Storebo bestätigt Ritalin zwar, dass es zu einer wenn auch nur geringen Verbesserung der Symptome führt, aber auf der anderen Seite müssen die Patienten auch mit massiven Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit und Schlafstörungen rechnen. Wissenschaftler raten dazu, Ritalin mit Vorsicht zu genießen und die möglichen Risiken gegen den Nutzen abzuwägen.

    Ärzte verschreiben immer weniger Ritalin

    Seit Jahren steht Ritalin ganz weit oben auf der Liste der am meisten verschriebenen Medikamente. Es war fast schon ein Trend, Ritalin einzunehmen, aber mit diesem Trend ist es jetzt offenbar vorbei, denn die Ärzte verschreiben immer weniger Ritalin. Der Rückgang lässt sich schon seit zwei Jahren beobachten, denn wurden 2013 pro Jahr in Deutschland noch 1803 Kilogramm verordnet, so waren es im folgenden Jahr nur noch 1716 Kilogramm. Das ist ein Rückgang von fünf Prozent und der Trend geht weiter nach unten. Als Grund für den Rückgang nennt Karl Broich, der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, die schon vor einigen Jahren beschlossenen Beschränkungen bei der Verschreibung des ADHS-Medikamentes. Die strengen Vorgaben für die Verschreibung von Ritalin gibt es seit 2010, und damals zeigte sich, dass der Hype um Ritalin sehr schnell nachließ.

    Nach wie vor umstritten

    Immer mehr Ärzte stehen Ritalin kritisch gegenüber. Sie bemängeln unter anderem, dass eine ADHS Störung immer noch viel zu schnell und zu häufig diagnostiziert wird. So wird die Diagnose ADHS zum Beispiel sehr oft bei Kindern gestellt, die zu früh eingeschult wurden und daher zwangsläufig durch ein unreifes Verhalten auffallen. Ein Kritikpunkt ist auch, dass Eltern zu schnell zu Ritalin greifen, ohne vorher auch andere Therapiemöglichkeiten auszuloten. Aktuell sind 250.000 Kinder in Deutschland von ADHS betroffen, Jungen viermal so oft wie Mädchen. Ob die Zahl steigt oder vielleicht sogar fällt, darüber gibt es keine gesicherten Angaben. Experten vermuten, dass die Zahl der ADHS Diagnosen eher steigen wird, auch weil es ein Medikament wie Ritalin gibt, das den Eltern suggeriert, alle Probleme schnell und einfach lösen zu können.

    Welche Alternativen zu Ritalin gibt es?

    Nicht nur viele Eltern, auch Lehrer und Erzieher sehen in Ritalin eine Art Allheilmittel, denn es macht aus verhaltensauffälligen Kindern angepasste Kinder. Ritalin als Lifestyle Medikament zu bezeichnen, würde vielleicht etwas zu weit führen, aber die Tatsache, dass alternative ADHS Therapien relativ selten genutzt werden, legt diese Vermutung nahe. Dabei gibt es einige sehr effektive Therapien für ADHS Kinder, wie zum Beispiel diverse Verhaltenstherapien oder auch das sogenannte Neurofeedback. Viele Kinder- und Jugendpsychiatrien bieten heute das Neurofeedback als ADHS Therapie an und die Erfolge können sich sehen lassen. Die betroffenen Kinder lernen am Computerbildschirm, ihre Gedanken zu fokussieren, ihre Erregung unter Kontrolle zu bekommen und sich auf den Punkt zu konzentrieren. Die Helfer der Kinder sind Autos oder Flugzeuge, die über Messelektroden am Kopf befestigt und nur mit den Hirnströmen bewegt werden.

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  • Die Terrorangst und ihre Folgen

    Die Terrorangst und ihre Folgen

    Die Bilder aus Paris sind noch frisch im Gedächtnis und immer mehr Menschen beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn sie an den Bummel über den Weihnachtsmarkt, den Besuch eines Konzerts oder an den Samstag im Fußballstadion denken. Terrorangst macht sich mehr und mehr breit, aber wie sollte man dieser Angst begegnen? Ist es der richtige Weg, die Angst vor möglichen Terroranschlägen einfach auszublenden oder sollte man in diesen Tagen Vorsicht walten lassen und lieber zu Hause bleiben?

    Der Terrorangst sachlich begegnen

    Angst ist so etwas wie ein Schutzmechanismus, der uns vor möglichen Gefahren warnt. Angst ist aber auch wichtig, denn sie schützt uns vor einem allzu riskanten Verhalten. Wenn die Angst aber zu einer dauerhaften Belastung für die Psyche wird, dann raten Ärzte, etwas dagegen zu unternehmen. Viele Menschen trauen sich nach den Anschlägen in der französischen Hauptstadt nicht mehr auf die Straße, sie haben massive Terrorangst und malen sich aus, was alles passieren kann. Diese Angst ist zwar nicht unbegründet, aber ist sie auch realistisch? Sachlichkeit kann in diesem Fall helfen, die Terrorangst zu besiegen. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terroranschlags zu werden, ist relativ gering und nach Meinung von Experten ist es deutlich wahrscheinlicher, Opfer eines Verkehrsunfalls oder eines häusliches Unfalls zu werden.

    Sich der Terrorangst stellen

    Sich seiner Angst zu stellen, ist ein bewährtes Mittel, um die Angst zu besiegen. Das ist bei Terrorangst nicht anders, denn nur wer mit einer vermeintlich gefährlichen Situation konfrontiert wird, der wird sehr schnell feststellen, dass die Angst unbegründet ist. Wer unsicher ist, der sollte immer versuchen, sein Sicherheitsgefühl zu erhöhen. So kann es zum Beispiel helfen, sich vor einem Besuch eines Konzerts oder im Kino über die Fluchtwege zu erkundigen und einen Sitzplatz zu wählen, der in der Nähe des Notausgangs ist. Das gibt ein sicheres Gefühl und hilft dabei, die Kontrolle über die Terrorangst zu bekommen. Wer auf den Weihnachtsmarkt gehen möchte, der sollte das zusammen mit Freunden tun, denn die vertraute Gemeinschaft sorgt ebenfalls für ein sicheres Gefühl und die Angst vor dem Terror schwindet.

    Die Terrorangst ausblenden

    Zugegeben, es ist in diesen Tagen nicht so einfach, die Terrorangst einfach auszublenden. Die Nachrichten haben rund um die Uhr nur ein Thema und viele Experten verbreiten viele unterschiedliche Meinungen. Auch die Politiker machen es mit ihren oftmals diffusen Äußerungen nicht eben einfacher, mit der Terrorangst vernünftig umzugehen. Mal heißt es, die Bürger müssen sich keine Sorgen machen, mal wird dazu aufgerufen, jetzt besonders aufmerksam zu sein und zum Beispiel große Menschenansammlungen zu meiden. Um die Terrorangst auszublenden, kann es hilfreich sein, den Fernseher auszulassen, denn je höher die Flut der Nachrichten steigt, umso mehr Menschen fühlen eine unbestimmte Angst. Zwar kann man den Terror nicht ausblenden, aber bei der widersprüchlichen Berichterstattung in den Medien sollte man einfach abzuschalten.

    Was tun, wenn sich die Terrorangst nicht kontrollieren lässt?

    Die meisten Menschen kehren heute wieder zur Normalität zurück und leben ihr Leben wie immer. Aber es gibt auch Menschen, die bekommen ihre Terrorangst nicht in den Griff und ihre Angst lässt sich nicht mehr kontrollieren. Immer dann, wenn die Angst allgegenwärtig ist und wenn sie das Leben nachhaltig einschränkt, dann wird es Zeit, einen Facharzt oder einen Therapeuten aufzusuchen. Nach Meinung von Psychologen haben diejenigen, die heute Terrorangst haben, auch früher schon mit Angstzuständen zu kämpfen gehabt. Jeder empfindet Angst anders und daher ist auch jede Therapie immer wieder individuell und auf den Patienten zugeschnitten. Wer sein Leben trotz Terrorgefahr wieder normal leben und genießen will, der ist gut beraten, sich Hilfe zu holen. Zusammen mit einem Therapeuten oder mit einem Arzt wird eine Strategie entwickelt, die dabei hilft, die Terrorangst zu besiegen.

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  • Als Veganer wären wir längst ausgestorben

    Als Veganer wären wir längst ausgestorben

    Heute gehört es schon fast zum Lebensstil, wenn man sagt: Ich bin ein Veganer. Fleisch war gestern, heute bestimmen Tofu und Co. mehr und mehr das Bild auf den Speisekarten. Jedoch kann sich nicht jeder mit dieser neuen Lebensphilosophie anfreunden, und die rein pflanzliche Kost ist auch aus Sicht von Ernährungsexperten nicht für jeden zu empfehlen. Der Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski hat sich jetzt zur neuen, trendigen Ernährungsweise geäußert und das, was er sagt, wird vielleicht auch so manchen Veganer davon überzeugen, dass die Welt anders aussehen würde, wenn unsere Vorfahren auf Fleisch verzichtet hätten.

    Leben Veganer gesünder?

    Veganer leben ungesund und leiden unter Mangelerscheinungen – das sind nur zwei Weisheiten, die man im Zusammenhang mit einer veganen Lebensweise immer wieder hört. Das stimmt so nicht, sagt der Ernährungswissenschaftler, denn ein gesunder Erwachsener kann auf Fleisch, Milch, Fisch und Eier verzichten, ohne dass es zu Mangelerscheinungen kommt. Ein Veganer muss nur darauf achten, dass er andere Quellen findet, die ihm Zink, Eisen, Folsäure und die Vitamine B12, A und D liefern. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, weil diese wichtigen Bausteine, die der Körper dringend braucht, in pflanzlicher Kost kaum oder gar nicht zu finden sind. Noch schwieriger und vor allen Dingen noch gefährlicher wird es, wenn schwangere Frauen und chronisch Kranke zu Veganern werden.

    Dürfen Kinder vegan ernährt werden?

    Der Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski warnt schwangere Frauen davor, sich vegan zu ernähren, denn sie setzen damit die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes aufs Spiel. Nicht nur die körperliche Entwicklung des Kindes ist gefährdet, wenn die Mutter sich vegan ernährt, auch die Entwicklung des Gehirns ist in Gefahr. Wenn die Eltern Veganer sind, dann sollten sie ihre Kinder ausgewogenen ernähren, denn Kinder brauchen vor allem Vitamine und Mineralstoffe, um wachsen zu können und um gesund zu bleiben. Milch und Milchprodukte sorgen für einen stabilen Knochenbau und für gesunde Zähne und sind daher für Kinder unverzichtbar.

    Die Veganer saßen auf Bäumen

    In der Studie hat Hans Konrad Biesalski nachgewiesen, dass wenn wir heute alle als Veganer leben würden, es die Evolution nicht gegeben hätte. Wir säßen auf Bäumen, ernährten uns von Blättern und hätten damit das Verhalten, wie es die Menschen bei Gorillas beobachten können. Biesalski geht sogar noch einen Schritt weiter, wenn er sagt, wir wären wie der sogenannte Nussknackermensch schon vor 1,4 Millionen Jahren ausgestorben. Die Spuren des Paranthropus boisei, der zusammen mit dem Homo erectus in den Wäldern lebte, verlieren sich irgendwo in der Geschichte. Anhand des Gebisses, das man von diesem frühen Veganer gefunden hat, konnten die Wissenschaftler erkennen, dass er sich ausschließlich von Pflanzen ernährt hat, und damit wurde seine Entwicklung ausgebremst.

    Der Homo erectus überlebte

    Der Urahn des Homo sapiens hat zunächst auch als Veganer gelebt, aber auf seinem Speiseplan standen neben Wurzeln und wilden Beeren auch schon Fische und damit auch lebenswichtige Omega-3-Fettsäuren. Als sich das Klima veränderte und die Seen und Flüsse austrockneten, musste sich der Homo sapiens etwas einfallen lassen und nach anderen Nahrungsquellen Ausschau halten. Jetzt war die große Vielfalt angesagt und unsere Vorfahren begangen damit, Tiere zu jagen und ihr Fleisch zu essen. Der Nussknackermensch jedoch saß weiter auf seinem Baum und blieb Veganer, was schließlich sein Ende bedeutete. Wie erfolgreich hingegen der Homo sapiens war, das beweist die Tatsache, dass er die Kontinente besiedelte und auch seine Gehirnleistung wurde von der veränderten Speisekarte positiv beeinflusst. Der hohe Gehalt an Eiweiß im Fleisch sorgte für eine verbesserte Gehirnleistung, vor allem die Innereien wie zum Beispiel die Leber, machten unsere Ahnen zu besseren und schnelleren Denkern.

    Die Geschichte beweist, dass Veganer nicht unbedingt gesünder leben, es kommt ihnen vielleicht nur so vor.

    Bild: © Depositphotos.com / choreograph