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  • Mit dem Rollstuhllift Barrieren überwinden

    Mit dem Rollstuhllift Barrieren überwinden

    Ein entspannter Stadtbummel, ein Besuch beim Arzt oder einer Behörde – für ältere Menschen oder für Menschen mit Behinderung, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist das keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen viele Barrieren überwinden, was zum größten Teil nicht ohne fremde Hilfe möglich ist. Vor allem wenn es keine Alternative zur Treppe gibt, dann stehen Rollstuhlfahrer vor einem großen Problem. Das muss aber nicht sein, denn es gibt Rollstuhllifte, die es möglich machen, dass auch Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, die Höhenunterschiede einfach und schnell ohne fremde Hilfe überwinden können.

    Wie funktioniert ein Rollstuhllift?

    Ein Rollstuhllift funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Der Rollstuhlfahrer fährt auf eine ausreichend große Plattform, wird dort automatisch gesichert und kann den Lift dann mittels Knopfdruck in Bewegung setzen. Ist die Barriere überwunden, dann wird die Sicherung wieder automatisch aufgehoben und der Rollstuhlfahrer kann seinen Arzt oder eine Behörde besuchen. Das Besondere an einem Rollstuhllift ist, dass er ohne fremde Hilfe bedient werden kann, denn das sorgt bei denjenigen, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, für mehr Flexibilität im alltäglichen Leben, sie müssen nämlich niemanden mehr um Hilfe bitten.

    Spezielle Anfertigungen

    Rollstuhllifte sind nicht genormt, sie können sich vielmehr immer flexibel anpassen. Es gibt die praktische Hebevorrichtung in ganz unterschiedlichen Größen und es spielt keine Rolle, ob eine eckige, eine gerade oder auch eine Wendeltreppe überwunden werden muss, der Rollstuhllift passt sich immer den örtlichen Gegebenheiten an. Alles was gebraucht wird, ist eine ebene Fläche und ein 230V-Elektroanschluss. Auch die Optik eines Rollstuhllifts kann sich sehen lassen, denn er überzeugt mit einem zeitlosen, schlichten Design und passt sich daher überall an.

    Eine Lösung für viele Probleme

    Nicht nur für Behörden oder für ein Ärztehaus ist ein Rollstuhllift eine sehr gute Lösung, auch in Privathäusern kann er das Leben von Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sehr erleichtern. Ein Rollstuhllift kann zum Beispiel den Garten mit der Terrasse verbinden und so müssen alle, die immer schon gerne im Garten aktiv waren, nicht mehr auf ihr Hobby verzichten, nur weil sie an den Rollstuhl gebunden sind. Ein Rollstuhllift ist sehr stabil gebaut und er ist unempfindlich gegen jede Art von Witterung. Da sich ein Rollstuhllift auch sehr einfach montieren lässt, steht einem Einbau auch auf dem privaten Grundstück nichts mehr im Wege. Umbaumaßnahmen sind in der Regel nicht notwendig, denn der Rollstuhllift passt sich flexibel an. Selbst ein Einsatz in den eigenen vier Wänden ist möglich, denn ein Rollstuhllift kann auch in einem Badezimmer montiert werden, und macht so ein entspanntes Wannenbad möglich.

    Für Sicherheit ist immer gesorgt

    Was Rollstuhllifte unter anderem auszeichnet, das ist ihre sehr große Sicherheit. Alle Lifte enthalten eine Personensicherung, aber auch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Sicherheitsgurte, Sicherungen, die ein Abrollen verhindern und auch Klappschranken, die dafür sorgen, dass sich jeder, der den Lift nutzt, stets sicher fühlen kann. Auch wenn es um höhere Barrieren geht, dann garantiert ein Rollstuhllift große Sicherheit. Sollte es beispielsweise zu einem Stromausfall kommen, dann kommt eine mit einem Akku betriebene Notstromversorgung zum Einsatz und der Lift kann weiterfahren.

    Bild: © Depositphotos.com / Lenorlux

  • Erste Hilfe aufgefrischt

    Umfrage: Jeder zweite Autofahrer plädiert für regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse für Führerscheinbesitzer

    Baierbrunn (ots) – Wie war das nochmal mit der Mund-zu-Mund-Beatmung? Wie genau geht die stabile Seitenlage? Und was gehört alles in einen Verbandskasten? Kaum ist die Führerscheinprüfung ein paar Jährchen vergangen, ist von Erste-Hilfe-Kenntnissen oft nur noch wenig übrig. Jeder zweite Autofahrer (52,5 %) fordert daher im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ eine regelmäßige Erste-Hilfe-Auffrischungspflicht für Führerscheinbesitzer spätestens alle fünf Jahre. Dass das Thema „Erste Hilfe“ auf der Wichtigkeitsskala bei Autofahrern nicht besonders weit oben steht, zeigen die Umfrage-Ergebnisse beim Thema Verbandskasten. Zwei Drittel der Autofahrer in Deutschland (67,1 %) geben zu, den Verbandskasten in ihrem Fahrzeug allenfalls dann auf Vollständigkeit und Haltbarkeit der Inhalte zu überprüfen, wenn die nächste Hauptuntersuchung, der nächste TÜV ansteht. Und jeder Achte (12,1 %) weiß sogar gar nicht so genau, wo bei ihm im Auto der Verbandskasten überhaupt liegt. 

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.425 Männern und Frauen, die einen Pkw-Führerschein haben und selbst fahren. 

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe „Apotheken Umschau“ zur Veröffentlichung frei. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3119317
  • Viele Fahrrad-Unfälle mit Senioren / Typische Unfallursachen und wie sie sich vermeiden lassen

    Baierbrunn (ots) – In der Unfallstatistik mit Radfahrern stehen Ältere weit vorn. Das Apothekenmagazin „Senioren-Ratgeber“ listet häufige Ursachen dafür auf: Tasche am Lenker, mit Promille unterwegs, Bordsteinkante überfahren, kein Helm auf und mangelnde Fitness. Radfahren verlangt dagegen gute Balance und Koordination. Die Deutsche Verkehrswacht bietet Schulungen für Senioren an (E-Mail: senioren@dvw-ev.de). Wichtige Tipps fürs sichere Fahren: Gepäck gehört nach hinten – am besten in eine Fahrradtasche oder einen stabilen Korb. Wer sich wegen Alkohol fürs Auto fahruntüchtig fühlt, ist das auch am Fahrradlenker! Ein Fahrradhelm senkt das Risiko für eine Kopfverletzung deutlich.

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 8/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.senioren-ratgeber.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52278/3092728
  • Amaxophobie – die Angst vor dem Autofahren

    Amaxophobie – die Angst vor dem Autofahren

    Für viele ist das Auto einfach ein Transportmittel, das den Alltag ins Büro, zum Einkaufen oder zu Urlaubsreisen flexibler macht. Und dann gibt es die Personengruppe, die Angst vor dem Auto bzw. dem Autofahren hat. Diese Krankheit wird in der Medizin auch als Amaxophobie bezeichnet und sollte in jedem Fall behandelt werden.

    Unterschiedliche Formen der Angst vor dem Autofahren

    Meist empfinden die betroffenen Personen einfach Angst vor dem Auto oder aber dem Autofahren direkt. Sie tritt in erster Linie bei Fahrern auf, kann bisweilen aber auch den Beifahrer betreffen. Ein typisches Symptom ist, dass sich Betroffene vor allen möglichen bedrohlichen Szenarien im Straßenverkehr ängstigen. Sie fürchten sich zum Beispiel vor fremden Strecken oder aber vor dem Befahren der Autobahn. Viele, die unter Amaxophobie leiden, haben auch Angst, Schuld an einem Verkehrsunfall zu sein, bei dem es Verletzte oder sogar Tote gibt. Nicht selten ist das Krankheitsbild dabei so stark ausgeprägt, dass der Betroffene unter physischen Symptomen leidet, die am Ende dazu führen, dass er gar nicht mehr ins Auto einsteigt.

    Unterschiedliche Ausprägungen der Fahrangst

    Nach Schätzungen von Experten sind in Deutschland knapp eine Million Menschen von dieser Krankheit betroffen, hauptsächlich Frauen. Dabei gibt es unterschiedliche Ausprägungsformen, wobei eine schwere Form auch als Fahrphobie bezeichnet wird und unbedingt behandlungsbedürftig ist. Neben der Angst vor dem Autofahren gibt es auch die Angst vor dem Auto an sich. Betroffene empfinden dabei das Fahrzeug als eine Art unheimliche Maschine, die sich nicht kontrollieren lässt. Sie haben Angst, dass das Auto sie kontrolliert und nicht umgekehrt. In den meisten Fällen leiden Amaxophobisten allerdings an einer Angst vor dem Verkehr, am meisten denjenigen auf städtischen Autobahnen oder aber generell den Verkehr in der Großstadt und viel befahrene Straßen. Die Betroffenen fühlen sich derart überfordert, dass sie sich physisch schlecht, bedrückt oder sogar hilflos fühlen. Damit kommt es in der Folge zu falschen Entscheidungen, die dann tatsächlich einen Unfall auslösen können.

    Symptome sind eindeutig

    Viele Amaxophobiker leiden darunter, dass sie Angst haben, einen Verkehrsunfall zu verursachen. Das kann ein Zusammenstoß mit einem Radfahrer, mit einem Fußgänger oder aber auch mit einem Tier sein. Oder aber sie befürchten, dass die Bremsen versagen oder aber ein geplatzter Reifen einen Unfall auslöst. Körperliche Beschwerden dafür sind Schweißausbrüche und Zittern, aber auch Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme oder generelle Schreckhaftigkeit. In Extremfällen kann es auch zu Panikattacken kommen. In der Folge kommt es dazu, dass der Betroffene das Fahren immer weiter einschränkt und am Ende überhaupt nicht mehr in ein Auto einsteigt. Das ist ein beträchtlicher Verlust an Lebensqualität und schränkt ihn natürlich auch in seiner Mobilität ein.

    Behandlung durch entsprechende Verhaltenstherapie

    Eine Person, die an Amaxophobie leidet, findet in der Gesellschaft meist nur Unverständnis, womit sie sich weiter zurück zieht und sozial isoliert. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, die Angst vor dem Autofahren in den Griff zu bekommen. Am besten geschieht dies durch eine entsprechende Verhaltenstherapie. Einige Fahrschulen haben sich auch auf die Behandlung von Personen, die unter Fahrangst leiden, spezialisiert und bieten entsprechende Gruppengesprächstherapien an. Es gibt auch die Option, dass der Therapeut zusammen mit dem Betroffenen in einem Auto fährt, um quasi eine Art Konfrontationsübung durchzuführen. Im Idealfall ist dann der Fahrlehrer gleich auch der ausgebildete Therapeut, der sowohl die Ängste als auch die Angstbewältigung seines Patienten bzw. Fahrschülers richtig einschätzen kann. Fährt ein Amaxophobiker immer wieder genau auf der Strecke mit dem Auto, die er im Grunde genommen fürchtet, kann er im Laufe der Zeit desensibilisiert werden. Damit hat er irgendwann einmal weniger Angst beim Autofahren.

    Dauer der Therapie

    Während eine leichte Amaxophobie mit nur wenigen Fahrstunden in entsprechender Begleitung in den Griff zu bekommen ist, benötigt ein Betroffener, der unter einer maximalen Phobie leidet, wesentlich mehr Stunden und Aufwand. Unterstützend kann hier Hypnose, Autosuggestion oder aber Selbsthypnose wirken.

    Bild: © Depositphotos.com / Nobilior

  • Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Ein kleiner, scheinbar harmloser Auffahrunfall reicht aus, damit es zu einem Schleudertrauma kommt. Viele Autofahrer die in einen Auffahrunfall verwickelt waren, erleiden ein solches Trauma, das die Ärzte als HWS-Syndrom, also als eine Verletzung der Halswirbelsäule bezeichnen. In der Regel müssen die Betroffenen nach einem Unfall und der Diagnose Schleudertrauma eine Art Halskrause tragen, die den oberen Halswirbelsäulenbereich schützen und stützen soll. Für die meisten Unfallopfer ist nach ein paar Wochen alles vergessen, einige leiden aber deutlich länger unter einem Schleudertrauma, und auch ein chronischer Verlauf ist bei dieser Art von Verletzung nicht auszuschließen.

    Die Schweregrade des Schleudertraumas

    Der Arzt teilt ein Schleudertrauma in verschiedene Schweregrade ein. Bei einem Auffahrunfall mit einer eher geringen Geschwindigkeit handelt es sich meist um ein Schleudertrauma mit dem Schweregrad eins oder zwei. Bei diesem Schweregrad verschwinden die Symptome meist nach einer Woche und die Patienten sind wieder komplett beschwerdefrei.

    Anders sieht es bei einem Schweregrad drei aus, denn hier zeigen sich verminderte Reflexe der Muskeln und die Halswirbelsäule ist in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Es kann zu Fehlstellungen und auch zu Frakturen kommen und die Betroffenen sind nicht selten für einen kurzen Zeitraum ohne Bewusstsein. Bei einem Schwergrad vier kommt es zu Frakturen, die nach dem Unfall zum Tod führen können, aber auch Querschnittslähmungen vom Hals abwärts können die Folgen dieses sehr schweren Schleudertraumas sein.

    Die Symptome eines Schleudertraumas

    Wer nach einem Autounfall Kopf- oder Nackenschmerzen bekommt und das Gefühl hat, den Hals nicht mehr richtig drehen zu können, der kann davon ausgehen, ein Schleudertrauma erlitten zu haben. Übelkeit und Schwindel unmittelbar nach einem Unfall gehören ebenfalls zu den Symptomen eines Schleudertraumas. Aber nicht immer macht sich ein Schleudertrauma direkt nach einem Unfall bemerkbar, einige Symptome treten erst Stunden oder sogar Tage nach dem Unfall auf. Es kann zu Konzentrationsstörungen kommen, aber auch zu Problemen mit der Gedächtnisleistung. Schlafstörungen gehören zu den Spätfolgen und auch wenn es zu Beeinträchtigungen beim Seh- und Hörvermögen kommt, dann kann das zu den Symptomen eines erlittenen Schleudertraumas gehören.

    Aber nicht nur körperlich kann sich ein Schleudertrauma bemerkbar machen, die Verletzung zieht auch seelische Folgen wie zum Beispiel Depressionen nach sich.

    Wie wird ein Schleudertrauma behandelt?

    Die berühmte Halskrause ist nur eine Sofortmaßnahme, wenn es zu einem Schleudertrauma gekommen ist. Besteht der Verdacht Schleudertrauma, dann werden die Betroffenen im Krankenhaus zunächst einmal geröntgt. Wenn die Aufnahme keine eindeutige Diagnose zulässt, dann wird entweder ein CT, also eine Computertomografie oder ein MRT, eine Magnetresonanztomographie angeordnet, um schwerere Verletzungen ausschließen zu können. Handelt es sich um ein Schleudertrauma ersten oder zweiten Grades, dann wird die Halswirbelsäule stabilisiert und der Patient bekommt Schmerzmittel verordnet.

    Sind die Beschwerden aber hartnäckig, dann kann der Arzt Krankengymnastik verordnen und auch Chiropraktik ist in diesem Fall sinnvoll. Wenn die Verletzungen ernst sind, die Zerrung stärker ausfällt oder wenn es vielleicht sogar zu einer Fraktur gekommen ist, dann muss eine spezielle Stütze für die Halswirbelsäule getragen werden. So wird der Nacken ruhig gestellt und die Verletzung kann komplett ausheilen. Im schlimmsten Fall muss der Patient aber operiert werden, um die Schäden beheben zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem solch schweren Schleudertrauma kommt, ist jedoch sehr gering.

    Kann es zu Spätfolgen kommen?

    Spätfolgen sind bei einem Schleudertrauma nicht auszuschließen, aber sie sind eher selten. Laut einer Statistik ist das nur bei knapp 3 % der Betroffenen der Fall, die zwei Jahre nach dem Unfall immer noch unter den Folgen des Schleudertraumas zu leiden haben. Einige Unfallopfer klagen auch längere Zeit über Kopfschmerzen und steife Muskeln, selten kommt es aber zu chronischen Kopfschmerzen oder Verspannungen, die länger als ein Jahr nach der Diagnose Schleudertrauma andauern.

    Bild: © Depositphotos.com / HighwayStarz

  • Nelkenpfeffer – perfekt fürs Wohlbefinden

    Nelkenpfeffer – perfekt fürs Wohlbefinden

    Als Christoph Columbus den Seeweg nach Indien suchte, fand er bekanntlich Amerika und mit diesem neuen Kontinent auch viele kostbare Dinge, die man im alten Europa nicht kannte. Die spanischen Seefahrer hatten auf Gold gehofft, aber sie fanden auch viele Pflanzen, die sie mit nach Hause nahmen. Eine dieser Pflanzen hieß Nelkenpfeffer, der später unter dem Namen Piment eine große Karriere in allen Küchen dieser Welt machen sollte.

    Nelkenpfeffer führte lange Zeit eine Art Schattendasein, denn andere Gewürze wie der echte Pfeffer, Muskat oder auch Safran wurden mit Gold aufgewogen, so begehrt waren sie. Erst viel später wusste man auch den Nelkenpfeffer nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilpflanze sehr zu schätzen, und bis heute hat sich an der Beliebtheit von Nelkenpfeffer nichts verändert.

    Nelkenpfeffer – Eine Pflanze und viele Namen

    Wie mit den lieben Kindern, die viele Namen haben, so ist auch der Nelkenpfeffer unter verschiedenen Namen bekannt. Einige kennen den Nelkenpfeffer vielleicht als Jamaikapfeffer oder als Allerleigewürz, unter dem Namen Piment ist das Myrtengewächs aber vor allem aus der weihnachtlichen Bäckerei nicht mehr wegzudenken. Er kann bis zu zehn Meter hoch wachsen und die Beeren des Strauchs werden geerntet, wenn sie noch nicht reif sind. Die reifen Beeren, aus den später das Gewürz Nelkenpfeffer wird, haben kein Aroma mehr.

    Die ursprüngliche Heimat des Nelkenpfeffers ist Südamerika und dort wussten die Bewohner die gemahlene Beere als Gewürz zu schätzen. Die Azteken liebten ein Getränk, das sie „Chocolada“ nannten und dieses Getränk wurde mit Nelkenpfeffer pikant abgeschmeckt. Heute wird der Nelkenpfeffer in der Hauptsache auf der Insel Jamaika angebaut, aber auch Pigment aus Brasilien und Mexiko gibt es heute zu kaufen. Aus der arabischen, der karibischen und auch aus Küche Indiens ist Nelkenpfeffer nicht wegzudenken und in vielen Currymischungen sorgt der Nelkenpfeffer für eine angenehme Schärfe.

    Wie schmeckt und wirkt Nelkenpfeffer?

    Wer wissen möchte wie Nelkenpfeffer schmeckt, der sollte nur wenig davon probieren, denn er ist scharf und es wird schnell klar, warum er auch Allerleigewürz heißt. Nelkenpfeffer schmeckt ein wenig nach Zimt, ein bisschen nach Muskat und eben auch nach Gewürznelken. Durch seine natürliche Schärfe und durch seine Ähnlichkeit zu Pfefferkörnern bekam Piment den Namen Nelkenpfeffer.

    In der westlichen Welt ist Nelkenpfeffer vor allem als Gewürz für weihnachtliche Backwaren bekannt, aber auch zum würzen von Marinaden und Dressings ist der würzige Pfeffer mit seinem einzigartigen Aroma eine sehr gute Wahl. Wer ein Dressing mit Nelkenpfeffer ausprobieren möchte, der sollte mit der Dosierung vorsichtig sein, in der Regel reicht schon eine Messerspitze, um dem Dressing ein wunderbares Aroma und eine pikante Note zu verleihen.

    Der Nelkenpfeffer erinnert aber nicht nur durch seinen Geschmack an Gewürznelken, er hat auch die gleichen wertvollen Inhaltsstoffe. Auch Piment enthält Eugenol, das nicht nur wegen des würzigen Dufts, sondern aufgrund einer antibakteriellen Wirkung geschätzt wird. Der Duft ist aber der Grund, warum Nelkenpfeffer auch bei der Parfümherstellung eine wichtige Rolle spielt.

    Nelkenpfeffer hat sich auch als Heilpflanze einen guten Namen gemacht. Wie Muskat, so sorgt auch der Nelkenpfeffer für eine gute Verdauung, er ist gegen Blähungen zu empfehlen und wirkt sich zudem stärkend auf das Nervensystem aus. Wenn es um schwer verdauliche Speisen geht, wie zum Beispiel Grünkohl oder auch Gänsebraten, dann sorgt der Nelkenpfeffer dafür, dass es nicht zu Magenverstimmungen und Verdauungsproblemen kommt.

    Auch für die Haut ist Nelkenpfeffer eine gute Idee, denn Hautprobleme wie beispielsweise Ekzeme können durch Piment gelindert werden und sie heilen schneller ab, ohne Narben zu hinterlassen. Wer Stress hat oder sich nur schwer konzentrieren kann, der sollte zu Öl verarbeiteten Nelkenpfeffer einatmen oder einige Tropfen auf die Stirn streichen, denn auch hier kann der Nelkenpfeffer hilfreich sein.