Schlagwort: Familie

  • Tipps gegen die Müdigkeit in der Schwangerschaft

    Tipps gegen die Müdigkeit in der Schwangerschaft

    Schwanger zu sein ist für den Körper Schwerstarbeit. Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass schwangere Frauen unter Übelkeit und unter starker Müdigkeit leiden. Dies ist in der Regel in den ersten drei Monaten besonders schlimm, Schwindel kommt dann meist auch noch hinzu. Während dieser Zeit fallen selbst einfache Aufgaben im Alltag schwer. Ein Grund für die Müdigkeit ist die Hormonumstellung, welche zu Beginn eintritt. Im 4. Monat lassen dann meist beide Symptome nach, doch auch vorher kann bereits der eine oder andere Tipp angewendet werden. Grundsätzlich ist es aber so, dass jede Frau in dieser Zeit mehr Schlaf benötigt. Das hat seinen Grund.

    Einen Gang zurückschalten

    Die Müdigkeit kommt nicht von irgendwoher. Es ist ein Signal, dass der Körper vor allem am Anfang der Schwangerschaft deutlich mehr Ruhephasen braucht. Verständlich, denn so eine Geburt ist Schwerstarbeit und es spielen sich viele Dinge im Inneren ab. Somit ist es wichtig, dass Tätigkeiten reduziert, weniger gearbeitet und Stress vermieden wird. Auch ist die Unterstützung des Partners beziehungsweise der Familie sehr wichtig. Zu viel Schlaf sollte jedoch auch vermieden werden, da es die Müdigkeit verstärkt. Die erste Maßnahme ist also den Alltag in gebremster Geschwindigkeit zu absolvieren.

    Mineralstoffe, Vitamine und Sport

    Überdurchschnittlich hohe Müdigkeit kann aufgrund eines Mangels von Vitaminen und Mineralstoffen versucht werden. Eine logische Erklärung, denn Schwangere sollten von Haus aus mehr Magnesium, Folsäure und andere Vitamine zu sich nehmen. Kommen auch noch Symptome wie Konzentrationsstörungen oder Ohrensausen dazu, dann ist vorsichtshalber der Gang zum Frauenarzt zu empfehlen. Wichtig ist auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die in vielen kleinen Zwischenmahlzeiten aufzuteilen ist. Zu guter Letzt sind auch noch Sport und der Aufenthalt an der frischen Luft ratsam. Selbstverständlich gilt es bei sportlichen Aktivitäten die Grenze zu finden und dafür ausgelegte Sportarten zu wählen. Das wären zum Beispiel Walken, sanftes Joggen und lange Spaziergänge. Wer sich unsicher ist, der sollte vorher einen Termin beim Frauenarzt machen und nachfragen.

     

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  • Zusammenhang: Graue Haare und Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

    Zusammenhang: Graue Haare und Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

    Wem geht es nicht so: Beim Blick in den Spiegel erste graue Haare und der Schreck ist groß! Folglich kommen Haarfärbemittel zum Einsatz.

     

    Neue Studie gibt Aufschluss

     

    Einer neuen Studie zufolge – vorgestellt auf dem Kongress „EuroPrevent 2017“ – kann ein Risiko zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und grauem Haar bestehen. Dementsprechend sind insbesondere Männer, die frühzeitig graue Haare bekommen, besonders anfällig für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Dr. Samuel rät, des Öfteren zu Kontrolluntersuchungen zu gehen.

     

    Die aus Ägypten stammende Kardiologin sieht frühzeitige graue Haare als erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. In ihrer Studie untersuchte sie 545 männliche Probanden. Dabei kam es zur Untergliederung der Teilnehmer in fünf Kategorien. Zudem zog sie weitere Risikofaktoren wie

     

    • Bluthochdruck
    • Diabetes
    • Dyslipidämie (eine Störung des Fettstoffwechsels)
    • Rauchen
    • Vorliegen von koronaren Herzkrankheiten innerhalb der Familie

     

    in Betracht.

     

    Mehr Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei zeitigem grauen Haar

     

    Resultierend aus der Studie ergab sich, dass in der Tat Personen, die zeitig graue Haare bekommen, eine erhöhte Neigung zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems aufweisen. Dabei spielt das reale Alter der Probanden keine Rolle.

     

    Frühzeitig auftretende graue Haare im Zusammenhang mit Herzerkrankungen führen Forscher auf Mechanismen ähnlich einer Arterienverkalkung zurück. Demgemäß handelt es sich um Beeinträchtigungen der DNA-Reparatur, Entzündungsprozesse, hormonellen Veränderungen, oxidativem Stress sowie die Einstellung der Zellteilung von funktionellen Zellen.

     

    Vorsorgeuntersuchungen für betroffene Personen

     

    Laut Frau Dr. Samuels Studienresultaten ist es ratsam auf die Warnzeichen zu achten, die graue Haare in jüngeren Jahren mit sich bringen. Allerdings räumt sie ein, dass weitere Studien notwendig sind. Aus diesen kann mehr über genetische Ursachen und eventuell abwendbare Umweltfaktoren herausgefunden werden.

     

    Zur endgültigen Bestätigung eines Zusammenhangs der frühzeitigen Aufhellung der Haare und Herz-Kreislauf-Erkrankungen machen sich größere Stichproben bei Frauen und Männern erforderlich. Erfolgt eine weitere Bestätigung, bestehen gute Chancen, im Rahmen regelmäßig durchgeführter Vorsorgeuntersuchungen Risikopatienten zu identifizieren. Demzufolge lassen sich in Zukunft vorsorgliche therapeutische Maßnahmen einleiten.

  • Wann es einen doppelten Festzuschuss bei erforderlichen Zahnersatz gibt

    Wann es einen doppelten Festzuschuss bei erforderlichen Zahnersatz gibt

    In bestimmten Fällen besteht für Zahnarztpatienten die Möglichkeit, den doppelten Festzuschuss bei Zahnersatz zu bekommen. Dies ist insbesondere für Patienten interessant, die sich kaum einen Zahnersatz finanziell leisten könnten.

     

    Krankenkassen übernehmen die Hälfte der Kosten für Zahnersatz

    Zahnersatz, wie beispielsweise

    • Brücken
    • Kronen
    • Prothesen

     

    kann für den Patienten sehr teuer ausfallen. Dies resultiert daraus, dass gesetzliche Krankenkassen – GKV – ausschließlich einen Festzuschuss für notwendigen Zahnersatz zahlen. Besser ausgedrückt übernehmen die Kassen normalerweise die Hälfte von den Kosten dieser Regelversorgung. Die restlichen Kosten müssen vom betroffenen Patienten selbst aufgebracht werden.

     

    Regelversorgung ist gleichzusetzen mit einer simplen Möglichkeit der Sanierung des Gebisses. Beispielsweise bedeutet dies konkret die Wiederherstellung eines Zahnes mithilfe einer Metallkrone. Obwohl eine Keramikverschalung weniger auffällig wäre. Wenn ein Patient Letzteres wünscht, sind die Kosten von ihm selbst oder einer guten Zahnzusatzversicherung.

     

    Doppelter Festzuschuss bei Zahnersatz bei guten Zahnzusatzversicherungen

    Wer nicht unter die Härtefallregelung fällt oder einen qualitativ höheren Zahnersatz wünscht, sollte sich rechtzeitig um eine Zahnzusatzversicherung bemühen. Denn gute Zahnzusatzversicherungen bieten eine weitergehende Abdeckung dieser Regelleistungen.

     

    Eine Zahnzusatzversicherung, wie beispielsweise die ERGO Direkt, bietet ihren Versicherten die Wahl aus ausschließlich den Leistungen, die auch wirklich benötigt werden. Abhängig vom gewählten Tarif ergeben sich daraus Kostenübernahmen für bis zu 90 %. Demgemäß können Brücken, Implantate und Kronen finanziert werden.

     

    Ferner besteht die Möglichkeit, sich für

    • Inlays
    • Maßnahmen zur Prophylaxe
    • Paradontosebehandlungen
    • Onlays
    • Wurzelbehandlungen

     

    sogar Erstattungen bis zu 100 % zu sichern. Versicherte können zwischen der Grundabsicherung und Leistungen für Privatpatienten für Zahnersatz wählen. Somit besteht im Idealfall die Möglichkeit einen doppelten Festzuschuss für Zahnersatz zu erhalten.

     

    Beitragsermittlung für eine persönliche Zahnzusatzversicherung

    Für die Ermittlung des monatlichen Beitrages steht den Versicherten ein Online-Rechner zur Verfügung. Nach Eingabe der benötigten Daten unterhalb des Feldes „Beitrag berechnen“ und wählen des gewünschten Beginns der Zahnzusatzversicherung sowie der benötigten Leistungen berechnet sich der Monatsbeitrag. Zur Auswahl stehen Basis– und Premiumleistungen für den Erhalt, Ersatz oder Prophylaxe von Zähnen.

     

    Um in den Genuss des doppelten Festzuschusses für Zahnersatz zu kommen, muss die versicherte Person eine Mindestfrist von vier Monaten einhalten. Das heißt, sie muss wenigstens vier Monate lang vor Inanspruchnahme der Leistungen Mitglied bei der Zahnzusatzversicherung sein.

     

    Nachdem sich der zukünftige Versicherte für einen für ihn individuell passenden Versicherungsschutz für den Zahnersatz sowie Zahnerhalt entschlossen hat, kann der Vertrag umgehend auch online zum Abschluss kommen. Nichtsdestotrotz steht es jedem Versicherten frei, sich ferner ein schriftliches persönliches Angebot zusenden zu lassen. Am besten nutzt der Patient hierfür den gebührenfreien Beratungsservice, der sämtliche Fragen rund um den Festzuschuss zum Zahnersatz und weitere mögliche Fragen beantwortet.

     

    Härtefallregel für weniger gut Verdienende

    Neben einer guten Zahnzusatzversicherung bietet sich für Geringverdiener die so genannte Härtefallregelung an. Das heißt, Patienten deren Bruttoeinkommen pro Monat 1134 Euro nicht übersteigt, können von ihrer Krankenkasse mit höheren Zuschüssen für Zahnersatz rechnen. Familien haben eine höhere Grenze.

     

    Somit übernimmt die gesetzliche Krankenkasse anstelle der sonstigen 50 Prozent sogar 100 Prozent der Gesamtkosten. Einzig wer einen wesentlich hochwertigen Zahnersatz wünscht, muss diesen weiterhin selbst bezahlen.

     

    Um von der Härtefallregel profitieren zu können, müssen Patienten bei ihrer Kasse einen Antrag stellen. Entsprechend zählen ferner zu diesem Personenkreis Empfänger von

    • einer Kriegsopferfürsorge
    • Erwerbsminderungsrenten
    • Grundsicherung
    • Hartz IV
    • Sozialhilfe

     

    sowie versicherte Patienten, die in einem Heim wohnen und bei denen die Kostenübernahme seitens einer Kriegsopferfürsorge respektive eines Sozialhilfeträgers erfolgt.

     

    Ebenfalls können auch Versicherte von der Härtefallregelung Gebrauch machen, sofern sie nur leicht die vorgenannte Einkommensgrenze überschreiten. Immerhin erhält dieser Personenkreis noch eine Zulage zum genannten Festzuschuss von 50 Prozent. Die Höhe der Zulage ist dabei stets vom Einzelfall abhängig. Am besten fragt die betroffene Person stets vorab bei der zuständigen Krankenkasse, inwiefern eine derartige Zulage zusteht. Entsprechend interessant ist es auch zu wissen, wie hoch der Zuschlag ausfällt.

     

  • Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma kann alle Altersgruppen treffen. Insgesamt existieren etwa 100 verschiedene Formen rheumatischer Erkrankungen. Es gibt erste Anzeichen, auf die man achten sollte und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Auf diese Weise können Patienten nicht nur ihren Alltag meistern, sondern ihn auch genießen.

     

    Bild: Rheuma hat viele unterschiedliche Krankheitsverläufe und Symptome.
    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com

    Eine regelmäßige Physiotherapie ist oft ein wichtiger Teil der Rheuma-Behandlung, weil Übungen dabei helfen, die Gelenke beweglich zu halten und Muskeln aufzubauen. Eine weitere wichtige Säule der Therapie ist die Ergotherapie. Viele Patienten profitieren außerdem von einer physikalischen Therapie, also vom Einsatz von Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt werden oder, wenn dies möglich ist, zum Beispiel versteift werden.

     

    Die richtige Ernährung zur Therapie-Unterstützung

    Auch eine spezielle Ernährung kann die Therapie positiv unterstützen. Laut den Experten von www.kurkuma-wirkung.de kann das jahrtausendealte Heilmittel mit dem Inhaltsstoff Kurkumin genauso wirksam gegen Entzündungen im Körper vorgehen wie so manch einschlägiges Medikament. Was aber ist Rheuma genau? Und was sind die ersten Anzeichen?

     

    Rheuma – Was ist das? 

    Das Wort Rheuma hat seinen Ursprung im griechischen Wort „rheo“ (zu deutsch: „Ich fließe“). Für die heutige Medizin wird es frei mit „ziehende Schmerzen“ übersetzt. Die Krankheit umfasst Schmerzkrankheiten und die Bewegungseinschränkung von Sehnen, Muskeln, Gelenke, Knochen und der Wirbelsäule. Die insgesamt 100 Erkrankungen, die unter dem Oberbegriff „Rheuma“ zusammengefasst werden, teilt man in vier Hauptgruppen ein:

     

    Gruppe Beispiele
    Entzündlich rheumatische Erkrankungen z.B. Vaskulitiden, Morbus Bechterew, Rheumatioide Arthritis, Kollagonesen
    Degenerative rheumatische Erkrankungen z.B. Arthrose
    Erkrankungen des Bewegungssystems z.B. durch Störungen beim Stoffwechsel bei Diabetes, Osteoporose, Gicht
    Rheumatische Schmerzkrankheiten z.B. Fibromyalgie

    Tabelle: Die Anzahl der unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen ist so groß, dass es sinnvoll ist, diese in mehrere Hauptgruppen zu unterteilen.

     

    Neben Knochen und Gelenken können aber auch verschiedene Organe von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein. Dazu gehören unter anderem Augen, Herzmuskel, der Darm und sogar Nerven.

     

    Wo kommt Rheuma her?

    Wie genau Rheuma entsteht, ist bisher nicht bekannt, allerdings spielen oft erbliche Faktoren eine Rolle. Kristallablagerungen, Infektionen im Gewebe sowie Autoimmunkrankheiten führen zu entzündlich-rheumatischen Krankheiten. Auch wenn Knorpel, Gelenke und deren Strukturen durch Überbelastung oder falsche Belastung geschädigt werden, folgen Gelenkkrankheiten und Arthrosen. Greifen Stoffwechselstörungen etwa die Knochenmasse an und bauen diese ab, werden die Knochen brüchig. Überlastungen beim Sport oder ein steifer Nacken können ebenfalls chronische Schmerzen hervorrufen.

     

    Wie fängt Rheuma an? 

    Die ersten Symptome erscheinen noch relativ harmlos. Zum Beispiel kommt es zu leichtem Fieber, Verlust des Appetits und Müdigkeit. Diese Anzeichen prägen sich nach einer gewissen Zeit noch stärker aus: Gelenke schwellen an, erwärmen sich, erröten und sind morgens versteift. Anfangs schmerzen vor allem Zehen und Finger. Die Krankheit tritt meist symmetrisch auf. Das heißt, es sind z.B. beide Handgelenke, Schultern, beide Füße oder beide Knie betroffen.

     

    Können Kinder oder Jugendliche von Rheuma betroffen sein?    

    Rheuma betrifft nicht nur ältere Menschen. Kinder, Jugendliche, sogar Kleinkinder können erkranken. Die heute als juvenile idiopathische Arthritis bekannte Krankheit hat ebenso wie das Rheuma bei Erwachsenen viele unterschiedliche Symptome und Verlaufsformen. Diese können sowohl Knochen als auch Organsysteme befallen. In Deutschland gehören insgesamt etwa 15.000 Kinder zu den Erkrankten.

     

    Wie Rheuma diagnostizieren? 

    Untersuchen lassen sollte man sich:

    • wenn mehr als zwei Gelenke von Schwellungen betroffen sind
    • wenn die Morgensteifheit bei Gelenken länger als 30 Minuten anhält
    • wenn Finger und Zehen bei Druck schmerzen

     

    Wichtig für eine umfassende Diagnose ist auch eine umfassende Historie des Patienten:

    • liegen bereits bei anderen Familienmitgliedern ähnliche Erkrankungen vor?
    • verändert sich die Art der Schmerzen während Tag und Nacht?
    • welche Gelenke schmerzen?
    • wandert der Schmerz?
    • wie schnell schreitet die Krankheit voran?

     

    Zusätzlich nimmt der Arzt Blutuntersuchungen vor. Bildgebende Untersuchungen wie Röntgenschall und Röntgenaufnahmen zeigen außerdem, ob sich Flüssigkeiten in den Gelenken angesammelt haben bzw. ob Gelenk- oder Knochenschädigungen vorliegen. Mit dem

    Kernspintomografen lassen sich Schädigungen sogar schon wesentlich vorher erkennen.

    Infografik Zunahmen von Krankheiten allgemein und spezifisch Rheuma-Kranken in Deutschland.

     

     

     

     

     

     

     

    Wie kann man Rheuma behandeln?

    Für Rheuma-Patienten gibt es viele verschiedene Therapieformen, die den Verlauf für die Betroffenen angenehmer gestalten. Ziel ist das Aufhalten, also die Remission und die Linderung bzw. die komplette Abwesenheit von Schmerzen:

     

    Behandlungsmethode Beschreibung Nebenwirkungen
    Medikamente •  nichtsteroidale Antirheumatika haben keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit, lindern aber Schmerzen und Steifheit in den Gelenken

    •  Krankheitsmodifizierende Medikamente wirken dagegen auf das Immunsystem ein und verhindern eine Überreaktion auf die Krankheit, sie verlangsamen oder halten den Krankheitsverlauf ganz auf.

    Die zweite Medikamentengruppe wirkt auf das Immunsystems ein, was wiederum zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen kann. Das wäre aber auch bei einer aktiven rheumatoiden Arthritis der Fall, die nicht medikamentös behandelt wird.
    Cortison (Steroide) In Kombination mit den Medikamenten hilft auch das Hormon der Nebennierenrinde namens Kortison. In kleinen Dosen wirkt es entzündungshemmend. Nur bei intensiven Krankheitsschüben wird die Dosis erhöht. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur über einen kurzen Zeitraum geschehen, weil eine längere Einnahme zu Knochenverlust und Zunahme von Gewicht führen kann.
    Physiotherapie Mit physikalischen Therapieformen und Bewegungsübungen soll die Muskulatur gestärkt und die Mobilität der Gelenke weiterhin gesichert werden. Hierzu zählen vor allem Krankengymnastik und Bewegungsbäder. Außerdem sind Wärmebehandlungen wie heiße Bädern, Fango oder Moor hilfreich, aber auch Kältebehandlungen durch Kyropackungen oder in der Kältekammer. Zu den weiteren Behandlungsmethoden gehören: Ultraschall, Infrarotbestrahlung, Hochfrequenztherapie Bei Krankheitsschüben sollte die Therapie vorsichtig vonstatten gehen. Eine zu starke Belastung kann nämlich zu weiteren Schäden führen. Eine zu intensive Wärmebehandlung hat ebenfalls schädliche Folgen.
    Ergotherapie Fokussiert sich darauf, wie der Patient Alltagsbewegungen (Zuhause und am Arbeitsplatz) möglichst gelenkschonend durchführen kann.

    Tabelle: Wichtig bei diesen Behandlungsmethoden ist, dass sie schon früh beginnen müssen, damit sie tatsächlich zum erwünschten Erfolg führen. Dies sollte spätestens drei Monate nach einer entsprechenden Diagnose beginnen.

     

    Wie sollten sich Rheumapatienten ernähren?

    Fettige Lebensmittel wie z.B. Leber, Butter, Schmalz, fettreicher Käse oder Wurst sollte der Patient vermeiden. Gemüse und Obst und vegetarische Gerichte sind sehr hilfreich. Zweimal in der Woche Fisch sollte ebenfalls im Diätplan stehen. Pflanzliche Öle wie Raps-, Lein-, Soja- oder Walnussöl enthalten Vitamine und wichtige Fettsäuren. Einen halben Liter fettarme Milch sollten Patienten täglich zu sich nehmen oder entsprechende Milchprodukte.

     

     

    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com

  • Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: Extreme Ausnahmefälle rechtfertigen passive Sterbehilfe

    Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: Extreme Ausnahmefälle rechtfertigen passive Sterbehilfe

    Der GrundEinem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vom 02. März 2017 zufolge gibt es künftig eine Möglichkeit der passiven Sterbehilfe. Diese Ausnahmeregelung gilt für alle Schwerkranken, die beispielsweise auf ständige Pflege angewiesen sind.

     

    Bisherige Urteile gegen Selbsttötungsrecht bei Schwerkranken aufgehoben

    Obwohl zahlreiche Menschen in Patientenverfügungen ihren Wunsch äußerten, bei bestimmten Erkrankungen nicht künstlich am Leben erhalten zu werden, hielt sich bislang kein Arzt daran. Gestellte Anträge von Familienmitglieder an zuständige Gerichte führten unweigerlich zu Ablehnungen. Der Grund dafür liegt darin, dass Betäubungsmittel ausschließlich aus medizinischen Gründen zum Einsatz kommen dürfen. Demzufolge gehört eine Selbsttötung nicht dazu.

     

    Kürzlich hat das Bundesverwaltungsgericht derartige Entscheidungen aus der Vergangenheit aufgehoben. Infolgedessen können künftig schwerkranke Patienten darauf hoffen, in Ausnahmefällen einen Ausspruch auf ein tödliches Medikament zu haben.

     

    Prüfung von Ausnahmefällen zur passiven Sterbehilfe

    Per Gesetz sind derartige Ausnahmefälle zur passiven Sterbehilfe nicht vorgesehen. Allerdings steht diesem das allgemeine Persönlichkeitsrecht entgegen. In diesem ist das Recht von schwer und unheilbar erkrankten Personen geregelt. Demnach dürfen diese selbst entscheiden, wann und wie das eigene Leben beendet werden kann. Dies legten die Leipziger Richter fest. Als einzige Voraussetzung ist vorgesehen, dass die betroffene Person in der Lage ist, ihren Willen frei bilden kann. Außerdem muss sie in der Lage sein, entsprechend zu handeln.

     

    Infolge des Leipziger Urteils ist das BfArM in der Pflicht, Anträge auf Zugang zu tödlich wirkenden Medikamenten in Zukunft dahingehend zu überprüfen, ob es Ausnahmefall vorliegt. Befindet sich der Patient in einer für ihn nicht mehr erträglichen Lebenssituation, ist dem Antrag stattzugeben. Sofern dieser sich ernsthaft zu diesem Schritt entschieden hat, hierdurch sein Leben zu beenden.

     

    Ferner muss diese Überprüfung zu dem Ergebnis führen, dass eine palliativmedizinische Versorgung zu keiner Perspektive mehr führt, die eine Beendigung der leidvollen Situation lindern kann. Liegt ein derartiger Fall vor, darf laut aktuellem Gerichtsbeschluss der Zugang zu einem Betäubungsmittel der passiven Sterbehilfe nicht mehr verwehrt werden.

     

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  • Neues Verhütungsgel für Männer

    Neues Verhütungsgel für Männer

    Kinder zu bekommen ist für viele Paare die schönste Sache der Welt, doch was ist, wenn der richtige Zeitpunkt noch nicht da ist? Dann ist es Zeit für ein Verhütungsmittel, wobei die Auswahl mittlerweile relativ groß ist. Bei Frauen ist zum Beispiel die Pille und bei Männern das Kondom beliebt. Fürs männliche Geschlecht könnte es aber schon bald eine neue Möglichkeit geben, nämlich ein neuartiges Verhütungsgel. Ein großer Vorteil davon ist, dass sich die Wirkung auf Wunsch wieder rückgängig machen lässt. Besteht also doch irgendwann der Wunsch nach Kindern, dann steht diesem Vorhaben nichts im Wege. Anders sieht es beispielsweise bei einer Vasektomie aus, hier werden die Samenleiter abgeklemmt/durchtrennt, was nur schwer beziehungsweise gar nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Das Kondom hingegen stufen manche Paare als störend ein.

     

    Test mit Affen erfolgreich

    Affen stehen uns bekanntlich am nächsten, deshalb wurde das Verhütungsgel an 16 Rhesusaffen getestet. Die Wirkung dahinter ist relativ einfach: Wird das Kunststoffgel in den Samenleiter injiziert, dann wird dieser verschlossen. Dadurch wird wiederum der Weg für die Spermien blockiert. Der Test beziehungsweise die Beobachtung ging über zwei Jahre, während dieser Zeit gab es bei keinem der Tester Nachwuchs. Zum Vergleich wurden auch Affen ohne dem Gel beobachtet, hier lag die Schwangerschaftsrate bei ca. 80 Prozent. Das Verhütungsgel hat also seine Wirkung zu 100 Prozent erfüllt, im nächsten Schritt steht dann ein klinischer Test mit Menschen an. Es gibt auch schon entsprechende Vorbereitungen dafür.

     

    Den Prozess rückgängig machen

    Ist die Frau fürs Leben gefunden und plant man die Gründung einer Familie, dann kann das Gel einfach wieder ausgespült werden. Dieser Vorgang wurde zwar noch nicht bei den Affen getestet, doch bei Kaninchen klappte dies weitestgehend problemlos. Als Lösungsmittel wurde Natriumbikarbonat verwendet, es ist auch als Speisenatron sehr bekannt. Alles in einem haben die Rhesusaffen das Kunststoffgel gut vertragen, Komplikationen oder ähnliche Vorfälle gab es nicht. Das sind gute Aussichten, was einen Marktstart des neuen Verhütungsmittels immer wahrscheinlicher macht.

     

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