Schlagwort: Frau

  • Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Immer mehr Menschen weltweit bringen immer mehr Pfunde auf die Waage. Eine neue Studie, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, nennt erschreckende Zahlen, wonach mehr als 640 Millionen Menschen zu dick oder sogar fettleibig sind, das sind fast 13 % der Weltbevölkerung. Wenn sich an diesen Zahlen nicht bald etwas ändert, dann wird es in neun Jahren 1,1 Milliarden dicke Menschen geben.

    Weniger Unterernährte

    Noch vor rund 40 Jahren lebten auf der Erde zweimal mehr untergewichtige als fettleibige Menschen, heute sieht das anders aus, denn heute gibt es mehr Menschen mit Über- als mit Untergewicht. Das ist das Ergebnis der neuen Studie, die in der britischen Zeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Für die Studie, die 18 Jahre dauerte, wurden die persönlichen Daten von 19 Millionen Menschen aus 186 Ländern ausgewertet. 375 Millionen Frauen und 266 Millionen Männer rund um den Globus leiden unter starkem bis extremem Übergewicht, im Vergleich dazu waren es von 40 Jahren noch 105 Millionen Menschen.

    Welche Gründe gibt es?

    Warum werden immer mehr Menschen immer dicker? Die Gründe für den fast schon explosionsartigen Anstieg liegen zum einen in den veränderten Essgewohnheiten und zum anderen an der genetischen Veranlagung. Nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt ein Mensch dann als zu dick, wenn sein Body-Mass-Index über 25 steigt, fettleibig und damit adipös sind alle, deren BMI mehr als 35 aufweist. Berechnet wird der international gültige Body-Mass-Index, indem das Gewicht in Kilogramm durch die Größe in Metern im Quadrat geteilt wird. In den letzten 40 Jahren hat sich auch der BMI verändert, denn bei Frauen stieg er von 22,1 auf 24,4 und bei den Männern von 21,7 auf 24,2.

    Die zucker- und fetthaltigen Lebensmittel stellen in diesem Zusammenhang das größte Risiko dar, und mit jedem Kilogramm steigt die Gefahr von Herz- und Kreislaufkrankheiten an.

    Bild: © Depositphotos.com / tish1

  • Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Heinrich Heine war der Ansicht, dass „Schlaf eine köstliche Erfindung“ ist, ein deutsches Sprichwort hält den Schlaf aber für den größten Dieb, denn er raubt uns das halbe Leben. Beide, der Dichter und der deutsche Volksmund haben recht, denn Schlafen ist erholsam und gesund, aber gut die Hälfte des Lebens wird tatsächlich verschlafen. Gesunder Schlaf ist wichtig, um gesund leben zu können, denn im Schlaf regenerieren sich Körper und Geist, die Batterien werden wieder aufgetankt, um für den nächsten Tag fit zu sein.

    Mythen rund um den Schlaf

    Schläft man bei Vollmond schlechter? Kann man mit Schlafentzug Depressionen heilen und ist es möglich, im Schlaf zu lernen? Es gibt viele Schlafmythen, aber entsprechen sie auch der Realität? Wenn der Mond rund und voll am Himmel steht, dann haben 40 % der Deutschen das Gefühl, schlechter zu schlafen, vor allem Frauen fällt es schwerer, in Vollmondphasen in den Schlaf zu finden und durchzuschlafen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Erdtrabant den Schlaf nicht stört, was vielen Probleme macht, ist die Helligkeit des vollen Mondes. Viele Menschen, die unter Depressionen leiden, haben Schlafstörungen, die sogenannte Wachtherapie soll dabei helfen, dass sich die Stimmung bessert und gesunder Schlaf wieder möglich ist. Tatsächlich ist diese unterstützende Therapie erfolgreich, denn bei den Patienten, die während der Therapie eine ganze Nacht lang wach bleiben, verändert sich die Konzentration der Botenstoffe im Gehirn, was die Stimmung positiv beeinflusst.

    Was macht das Gehirn in der Nacht?

    Gesunder Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig, auch das Gehirn erholt sich in der Nacht. So werden unter anderem auch Informationen abgespeichert, die das Gehirn am Tag bekommen hat. Das wirft die Frage auf, ob man in der Nacht lernen kann. Das Mathebuch unters Kopfkissen zu legen ist allerdings weniger hilfreich, aber das, was am Tag erlernt wird, das geht in der Nacht nicht verloren. Je tiefer der Schlaf ist, umso mehr Daten werden gespeichert, eine schlaflose Nacht vor einer Prüfung ist daher nicht zu empfehlen. Wenn gesunder Schlaf sehr tief ist, dann wandern Teile der Daten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis und das am Tag gelernte bleibt über einen Zeitraum von mehreren Tagen fest im Gedächtnis verankert.

    Powernapping – das gesunde Nickerchen

    Gesunder Schlaf ist nicht nur in den Nachtstunden effektiv, auch beim sogenannten Powernapping können Energievorräte getankt werden. Albert Einstein und Karl der Große schätzten die kleine Schlafpause nach dem Essen, heute ist der Mittagsschlaf leider etwas aus der Mode gekommen. Viele Menschen überkommt um die Mittagszeit Müdigkeit, aber sie arbeiten trotzdem weiter. Dabei ist es gesünder dem Schlafbedürfnis nachzugeben, denn gesunder Schlaf, der nur zehn oder 15 Minuten dauert, ist besser als krampfhaftes Wachbleiben. Die Japaner haben die Kunst des Nickerchens kultiviert und auch in Südeuropa hat die Siesta einen hohen Stellenwert. Powernapping ist mit natürlichem Doping zu vergleichen, denn nach der kurzen Schlafpause steigen Wohlbefinden und auch Konzentration.

    Schlafstörungen – wenn gesunder Schlaf nicht möglich ist

    Die Gedanken drehen sich im Kreis, man wälzt sich von einer Seite auf die andere und der Schlaf will einfach nicht kommen. Geschätzt leiden 20 von 100 Deutschen unter Schlafstörungen und wenn gesunder Schlaf auf Dauer gestört wird, dann leiden Körper und Geist. Schlaf dient nicht nur der Erholung vom Tag, er ist auch wichtig für das Immunsystem und das Gedächtnis. Nicht immer sind Schlafstörungen problematisch, wenn der Schlaf aber anhaltend und regelmäßig gestört ist, dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Schlafmittel sind nur eine Möglichkeit, um die Störungen in den Griff zu bekommen, Tabletten sind auf lange Sicht aber keine Lösung. Autogenes Training, verschiedene Entspannungstechniken und auch progressive Muskelentspannung können effektiv dabei helfen, wieder gesund und tief zu schlafen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Frühschwangerschaft – zwölf Wochen Freude, Furcht und Glück

    Frühschwangerschaft – zwölf Wochen Freude, Furcht und Glück

    Die Frühschwangerschaft ist der gefährlichste Teil der Schwangerschaft, in den ersten Wochen ist das Risiko besonders groß, eine Fehlgeburt zu erleiden und in der frühen Schwangerschaft sind die Beschwerden sehr stark – diese Aussagen bestimmen noch heute das Bild, wenn es um die ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft geht. Diese Aussagen stammen aber noch aus Großmutters Zeiten, denn die Frauen von heute genießen diese ersten Wochen und sie verschwenden wenig Gedanken an das, was eventuell passieren könnte. Aber wie gefährlich ist die Zeit der Frühschwangerschaft wirklich und wie stark sind die Beschwerden während dieser so aufregenden und spannenden Zeit?

    Die ersten Anzeichen einer Frühschwangerschaft

    Jede Schwangerschaft wird in drei Abschnitte unterteilt, das sogenannte Trimenon, und das erste dieser Drittel wird als Frühschwangerschaft bezeichnet. In diesen zwölf Wochen muss der Körper der Frau Höchstleistungen vollbringen und das erste Anzeichen ist in den meisten Fällen das Ausbleiben der Regel. Wenn die Periode ausbleibt, dann wird es Zeit, in der Apotheke einen Schwangerschaftstest zu kaufen oder zum Frauenarzt zu gehen, der dann einen entsprechenden Test macht. Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, merken meist sehr früh, dass sich der Körper verändert. In der Frühschwangerschaft spannen plötzlich die Brüste, die Haut sieht anders aus und viele Frauen sind in dieser Phase besonders häufig sehr müde.

    Das Baby meldet sich

    Bei den meisten Frauen wird die Schwangerschaft zwischen der sechsten und der siebten Schwangerschaftswoche festgestellt. Durch Blut- und Urintests wird die Schwangerschaft dann quasi amtlich und der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen, um genau sagen zu können, wann der Geburtstermin sein wird. In der Frühschwangerschaft erlebt nicht nur die werdende Mutter viele Veränderungen, auch das Kind entwickelt sich in einem fast schon rasanten Tempo. Die Organe wachsen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft und da das Herz recht früh mit seiner Entwicklung beginnt, sind bei einem Ultraschall zum ersten Mal auch die Herztöne des Babys deutlich zu hören.

    Die Symptome im ersten Drittel

    Im Körper einer werdenden Mutter tobt im ersten Drittel der Schwangerschaft ein wahres Chaos. Wie aus heiterem Himmel treten plötzlich Symptome auf, die bislang vollkommen unbekannt waren. Viele Frauen sind einfach nur müde, andere sind unglaublich erschöpft. Das Kind entzieht der Mutter all ihre Energie und in diesem Zustand ist es immer eine gute Idee, sich auszuruhen und zu entspannen. Übelkeit gehört ebenso zu den Beschwerden in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft, und diese Übelkeit beschränkt sich nicht nur auf den Morgen, auch mittags und sogar nachts kann es passieren, dass die Schwangere sich erbrechen muss. Melissen- und Kamillentee kann eine gute Waffe im Kampf gegen die Übelkeit sein, die meistens im zweiten Drittel ganz verschwindet.

    Gerüche und Genüsse

    Heißhunger auf Speisen, die man sonst nicht anrühren würde und Speisen, die überhaupt nicht zueinander passen – in der Frühschwangerschaft ist es vollkommen normal, wenn der saure Hering mit dem Schokoladeneis kombiniert wird. Frauen, die ständig Appetit auf Rote Bete haben, sollten einen Bluttest machen lassen, denn dieser Heißhunger kann ein Anzeichen für Eisenmangel sein. Ansonsten sollten schwangere Frauen einfach das essen, was ihnen besonders gut schmeckt. Wenn der Duft des Lieblingsparfüms plötzlich Übelkeit auslöst, dann ist das in der Frühschwangerschaft ganz normal und kein Grund zur Sorge. Auch eine Abneigung gegen Fleisch gehört zu den Dingen, die in der frühen Schwangerschaft vorkommen können, denn die Sinne, in diesem Fall der Geruchssinn, sind in den ersten Wochen einer Schwangerschaft besonders geschärft. Sollte es im ersten Drittel der Schwangerschaft jedoch zu Blutungen kommen, dann muss sofort der Arzt aufgesucht werden. Zwar bedeutet nicht jede Blutung auch eine Fehlgeburt, aber in dieser sensiblen Zeit der Schwangerschaft sollte nichts dem Zufall überlassen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Das Diagnoseverfahren Szintigrafie – moderne Nuklearmedizin

    Das Diagnoseverfahren Szintigrafie – moderne Nuklearmedizin

    Noch vor 50 Jahren hatte die Medizin nur wenige Diagnoseverfahren, die Ärzte mussten sich auf ihr Stethoskop, auf Röntgengerät, Blutuntersuchungen und ihren gesunden Menschenverstand verlassen. Heute verfügt die moderne Medizin über eine Reihe von Verfahren, die es einfacher machen, eine exakte Diagnose zu stellen. Eines dieser hochmodernen Verfahren ist die sogenannte Szintigrafie. Das Diagnoseverfahren Szintigrafie gehört zur nuklearen Medizin, bei der schwach radioaktive Strahlen zum Einsatz kommen, um das Körpergewebe zu untersuchen. Mithilfe der Szintigrafie können Stoffwechselaktivitäten und auch die Blutversorgung des Gewebes untersucht werden.

    Was genau ist eine Szintigrafie?

    Beim Diagnoseverfahren Szintigrafie werden den Patienten radioaktive Substanzen, wie zum Beispiel Jod injiziert. Die so abgegebene Strahlung wird dann gemessen, um eine Diagnose stellen zu können. Wenn ein Entzündungsherd im Körper ist, dann lässt sich dieser mit dem Diagnoseverfahren Szintigrafie genau lokalisieren, denn in einem entzündeten Bereich funktioniert der Stoffwechsel deutlich schneller. Eine verstärkte Aktivität des Stoffwechsels kann aber auch auf einen Tumor hindeuten, und wenn auf dem Szintigramm eine geringe Stoffwechselaktivität angezeigt wird, dann kann es sich um abgestorbenes Gewebe handeln. Der Herzmuskel kann mithilfe einer Szintigrafie ebenso untersucht werden wie auch die Schilddrüse oder einzelne Knochenpartien.

    Wann wird das Diagnoseverfahren Szintigrafie durchgeführt?

    Im Unterschied zu anderen Diagnoseverfahren wie der Computertomografie oder der Kernspintomografie, wird bei einer Szintigrafie auch Gewebe sichtbar, und da durch dieses Verfahren auch Tumore deutlich dargestellt werden, ist das Diagnoseverfahren Szintigrafie überwiegend in der Krebsmedizin zu finden. Es gibt aber noch weitere Bereiche, in denen dieses moderne Verfahren sehr hilfreich sein kann. Um die Schilddrüse zu untersuchen, hat sich die Szintigrafie bewährt und auch um einen verdächtigen Knoten zum Beispiel im Lymphsystem zu untersuchen, ist das Diagnoseverfahren Szintigrafie im Einsatz. Liegt der Verdacht auf eine Lungenentzündung vor, dann wird ein Szintigramm gemacht, um die Funktion der Nieren zu untersuchen. Mit der Szintigrafie wird der Herzmuskel nach einem Infarkt untersucht und um abzuklären, ob es sich um Osteonekrose oder um eine Osteoporose handelt, kann ein Szintigramm Auskunft geben.

    Was passiert bei einer Szintigrafie?

    Eine Szintigrafie wird von einem Nuklearmediziner durchgeführt, der vor der Untersuchung mit seinem Patienten auch über die Vorteile und die möglichen Risiken des Diagnoseverfahrens spricht. Für die Untersuchung sind keine besonderen Vorkehrungen notwendig und der Patient muss auch nicht nüchtern sein. Der radioaktive Stoff wird in die Vene gespritzt, dann folgt eine Pause, die je nach Dosis und Krankheitsbild wenige Minuten oder einige Stunden dauern kann. Die eigentlichen Aufnahmen dauern dann nur ein paar Minuten und sind vollkommen schmerzfrei. Im Unterschied zu einem CT oder einem MRT muss auch keiner „in die Röhre“, bei einer normalen Szintigrafie ist die sogenannte Gamma-Kamera immer frei beweglich.

    Gibt es Risiken?

    Beim Diagnoseverfahren Szintigrafie sind Nebenwirkungen kein Thema. Das Radiopharmakon, also das radioaktive Mittel, was in die Vene gespritzt wird, sorgt bei einigen Patienten für ein leichtes Hitzegefühl und auch ein Juckreiz oder eine Rötung auf der Haut sind keine Seltenheit. Einige Patienten verspüren zudem einen metallischen Geschmack im Mund oder eine leichte Übelkeit, die aber schnell wieder vorübergeht. Die meisten Menschen denken bei Radioaktivität an Atomkraftwerke oder noch schlimmer, an Atombomben, aber die Radioaktivität eines Szintigramms hat damit nichts zu tun. Die Strahlenbelastung durch eine Szintigrafie ist mit der Strahlendosis einer Röntgenaufnahme zu vergleichen, und der Körper scheidet das radioaktive Material sehr schnell wieder aus. Ob es zu einer langfristigen Belastung durch die Strahlung kommt, das hängt zum einen von der Menge und zum anderen von der untersuchten Region des Körpers ab. Um die Nieren zu entlasten, sollte man nach einer Szintigrafie möglichst viel trinken und häufig zur Toilette gehen, sowie für einige Stunden den Kontakt zu kleinen Kindern und schwangeren Frauen meiden.

    Bild: © Depositphotos.com / gwolters

  • Ziehen im Unterleib – ein Symptom und viele Ursachen

    Ziehen im Unterleib – ein Symptom und viele Ursachen

    Schmerzen oder ein Ziehen im Unterleib, dieses Symptom wird in der Regel Frauen zugeschrieben. Unterleibsschmerzen sind jedoch nicht gleichbedeutend mit einem typischen Frauenleiden, denn auch bei Männern können Schmerzen im Unterleib auftreten. Die Ursachen für diese speziellen Beschwerden sind vielfältig, sie konzentrieren sich aber meist auf die Organe im unteren Drittel des Bauchbereichs. Die Harnblase kann ebenso wie die Harnröhre der Auslöser für die Schmerzen sein, der Blinddarm ist ein weiterer Faktor, aber auch die Geschlechtsorgane, die Nerven, die Lymphknoten und die Gefäße können für ein Ziehen im Unterleib sorgen.

    Ziehen im Unterleib bei Frauen

    Würden sich Schmerzen streng an die anatomischen Grenzen halten, dann wäre es für Ärzte einfacher, die Ursachen für Unterleibsbeschwerden zu finden, leider ist das nicht so und das kann die Suche schwierig machen. Wenn Frauen über ein Ziehen im Unterleib klagen, dann handelt es sich sehr häufig um Regelschmerzen, unter denen viele Frauen vor oder auch während der Periode leiden. Diese Schmerzen sind harmlos, sie sind von Frau zu Frau verschieden und sie verändern sich in der Intensität je nach Lebensalter. Konzentrieren sich die Schmerzen auf den Schamhaarbereich, dann markieren sie einen Eisprung, die Ursache könnte aber auch auf eine Infektion der Harnwege hindeuten. Wenn zu den Schmerzen Schmierblutungen kommen und die Regel ausbleibt, dann besteht die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft.

    Akute Beschwerden im Unterleib

    Alarmzeichen oder harmlos? Wenn starke Schmerzen im Unterleib akut auftreten, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt besonders dann, wenn es zu weiteren Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung kommt. In diesem Fall kann es sich um eine akute Blinddarmentzündung, eine Entzündung der Eierstöcke oder der Eileiter handeln. Plötzliches Ziehen im Unterleib kann ebenso auf einen Durchbruch von Geschwüren hindeuten, und wenn es starke Schmerzen sind, dann ist nicht selten eine Entzündung der Harnwege die Ursache.

    Chronische Schmerzen im Unterleib

    Wenn es immer wieder zu einem schmerzhaften Ziehen im Unterleib kommt und die Beschwerden länger als sechs Monate anhalten, dann sprechen die Mediziner von einem chronischen Leiden. Häufig handelt es sich bei diesen Beschwerden um eine chronische Entzündung der Geschlechtsorgane oder des Darms, aber auch ein Tumor kann der Auslöser sein. Störungen der Nerven, der Muskeln oder auch Probleme mit der Wirbelsäule, die bis in den Unterleib ausstrahlen, können schnell chronisch werden. Kommt es nach einer Operation zu Vernarbungen, dann können die ebenfalls Schmerzen im Unterleib auslösen. Der Rücken kann ebenfalls chronische Unterleibsschmerzen auslösen, oft sind es Verspannungen oder Probleme, mit der Wirbelsäule, die Symptome im Bereich des Unterleibs auslösen.

    Auch psychische Leiden können die Ursache sein

    Stress bis hin zum Burn-out macht sich nicht nur im Kopf bemerkbar, er kann auch körperliche Symptome auslösen. Das Gleiche gilt für anhaltende Erschöpfung, sowie für sexuelle Probleme. Menschen mit Angststörungen, Depressionen oder depressiven Verstimmungen verspüren oftmals ein Ziehen im Unterleib, für das es keine organische Ursache gibt. Wenn ein Facharzt nichts finden konnte, die Schmerzen aber anhalten, dann ist es immer ratsam, einen Psychologen aufzusuchen und mit ihm über die Probleme zu sprechen.

    Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

    Ein Ziehen im Unterleib muss nicht zwingend einen ernsten Hintergrund haben, trotzdem sollten immer wiederkommende Schmerzen, die über einen längeren Zeitraum anhalten, von einem Arzt untersucht werden. Vor allem wenn die Schmerzen plötzlich und sehr stark auftreten, dann ist ein Besuch beim Arzt notwendig. Frauen sollten sich an einen Gynäkologen, Männer an einen Urologen wenden, auch ein Facharzt für Magen-Darmerkrankungen, ein Gastroenterologe kann der richtige Ansprechpartner sein, wenn es zu Schmerzen im unteren Bereich des Bauches kommt. Keine gute Idee ist es, Tabletten zu kaufen und zu versuchen, die Beschwerden selbst zu kurieren, denn das kann die Probleme nur vergrößern.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

  • Die Pille absetzen – was sollten Frauen beachten?

    Die Pille absetzen – was sollten Frauen beachten?

    Es gibt viele Frauen, die die Pille absetzen und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Eine geplante Schwangerschaft kann einer dieser Gründe sein, auch eine Unverträglichkeit oder zu viele Nebenwirkungen sind Faktoren, warum Frauen die Pille absetzen. In einigen Situationen ist es zudem aus gesundheitlicher Sicht notwendig, die Pille abzusetzen. Vor allem Frauen, die die Pille über einen langen Zeitraum eingenommen haben, sollten sich vor dem Absetzen über mögliche Reaktionen des Körpers informieren, denn nicht immer ist es so einfach, die Pille einfach abzusetzen.

    Die Vorteile der Pille

    Millionen Frauen zwischen 14 und 49 Jahren nehmen weltweit die Antibabypille. Selbst wenn die Pille in den letzten Wochen und Monaten negativ in die Schlagzeilen gekommen ist, bietet sie auch einige Vorteile. Wenn sie richtig eingenommen wird, dann ist die Pille ein sicheres Verhütungsmittel, außerdem ist die monatliche Blutung deutlich schwächer und kürzer. Frauen, die mit Hautunreinheiten zu kämpfen haben, können das mit der Pille beheben, trotzdem sollte die Pille nicht als eine Art Lifestyle-Produkt betrachtet werden, das für eine schönere Haut, festere Fingernägel und dichtes, glänzendes Haar sorgt.

    Welche Gesundheitsrisiken gibt es?

    Nicht jede Frau kann die Pille einnehmen, und wenn sich bestimmte Krankheitsbilder zeigen, dann müssen Frauen sogar die Pille absetzen. Das ist bei einer tiefen Beinthrombose der Fall, aber auch bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse und nach einem Herzinfarkt. Wenn Frauen zu Gallenblasenkoliken neigen, dann sollten sie die Pille absetzen, das Gleiche gilt auch bei epileptischen Anfällen. Auch muss die Pille sofort abgesetzt werden, wenn plötzliche Sehstörungen auftreten, sich starke Kopfschmerzen einstellen oder der Blutdruck ansteigt.

    Die möglichen Nebenwirkungen

    Die Rezeptur der Pille wurde in den vergangenen Jahren immer wieder verbessert, trotzdem lassen sich Nebenwirkungen nicht ganz ausschließen. Eine deutliche Gewichtszunahme kann eine Nebenwirkung der Pille sein, ebenso wie Übelkeit und Erbrechen. Kopfschmerzen und sexuelle Unlust machen vielen Frauen zu schaffen, wenn sie die Pille nehmen, auch häufige Pilzinfektionen und Stimmungsschwankungen gehören zu den Nebenwirkungen und veranlassen Frauen, die Pille abzusetzen.

    Die Pille absetzen – ändert sich der Zyklus?

    Frauen, die die Pille absetzen, müssen mit Veränderungen ihres Zyklus rechnen. Wird die Pille abgesetzt, dann stellt der Körper wieder auf den natürlichen Hormonzyklus um, der Zustand der künstlichen Schwangerschaft wird aufgegeben. Die Pille absetzen heißt, es kommt wieder in regelmäßigen Abständen zu einem Eisprung und damit auch zur Periode. Rund die Hälfte der Frauen, die die Pille absetzt, hat keinerlei Beschwerden, bei ihnen pendelt sich der Zyklus schnell wieder ein. Bei anderen Frauen verläuft das Absetzen der Antibabypille aber nicht so reibungslos, sie bekommen Zwischenblutungen und haben einen verkürzten oder verlängerten Zyklus. Vielfach wird die Periode von starken Schmerzen begleitet, das ist vor allem bei Frauen zu beobachten, die schon in jungen Jahren die Pille eingenommen haben, als der Zyklus sich noch nicht eingependelt hatte.

    Mögliche Risiken für die Gesundheit

    Wird die Pille abgesetzt, dann reagiert auch die Haut, es können sich Pickel bilden, zudem ist eine starke Akne nicht auszuschließen und es kann zu Haarausfall und zu fettigen Haaren kommen. Diese „Nebenwirkungen“ verschwinden wieder, aber ein Gang zum Arzt kann sich trotzdem lohnen, denn es stehen Medikamente und Therapien gegen diese Beschwerden zur Verfügung. Die Pille absetzen kann auch Folgen für die Psyche haben, und zu diesem Thema gibt es interessante Studien. Evolutionsbedingt suchen sich Frauen nach ihrer genetischen Verfassung einen Mann aus. Frauen, die keine Pille nehmen, legen mehr Wert auf das äußere Erscheinungsbild eines Mannes. Frauen, die die Pille nehmen, achten weniger auf das Aussehen, vermutlich weil ihnen ihr Körper suggeriert, sie seien schwanger und müssen daher nicht an Nachwuchs denken. Wird die Pille hingegen abgesetzt, kann es sein, dass der Partner dann nicht mehr so attraktiv ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Annotee