Schlagwort: Geburt

  • Warum Diäten ab dem 40. Lebensjahr nicht mehr helfen

    Warum Diäten ab dem 40. Lebensjahr nicht mehr helfen

    Viele Menschen, die mit 30 noch rank und schlank sind, werden sich an ihrem 50. Geburtstag kaum wiedererkennen, denn mit den Lebensjahren steigt auch unweigerlich das Gewicht. Die meisten nehmen ab dem 40. Lebensjahr zu und als ob diese Tatsache nicht schon schlimm genug wäre, es hat wenig Sinn, ab der Lebensmitte verschiedene Diäten auszuprobieren, denn die Pfunde wollen ab diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr weichen. Der Grund für diese Metamorphose ist im Stoffwechsel zu finden, denn der stellt sich ab dem 30. Lebensjahr langsam aber sicher um.

    Grundlegende Veränderungen

    Wer die 30 erreicht hat, der steht mitten im Leben und trotzdem beginnt zu dieser aktiven Zeit im Leben ein unmerklicher Prozess im Körper, der es dem Fett leichter macht, sich in den Problemzonen festzusetzen. Zu gravierenden Veränderungen kommt es dann um das 40. Lebensjahr, denn der Stoffwechsel wird immer langsamer und in der Folge werden immer weniger Kalorien verbraucht. Für diese Veränderungen sind mehrere Faktoren verantwortlich, so hat unter anderem auch die Produktion der Sexualhormone etwas damit zu tun. Das Sexualhormon Somatotropin ist für das Wachstum der Muskeln und den Abbau von Fett zuständig, wenn der Spiegel des Hormons sinkt, dann steigt der Anteil an Körperfett, während gleichzeitig die Muskelmasse immer weniger wird.

    Kann man mit Diäten gegensteuern?

    Nicht bei jedem steigt die Waage pünktlich zum 40. Geburtstag, bei einigen Menschen verschiebt sich das Verhältnis der Muskeln zum Fett etwas später. Das ist vor allem bei denjenigen der Fall, die sich ausgewogen ernähren und Sport treiben. Diejenigen, die nicht so sehr auf ihre Ernährung achten und auch mit sportlichen Aktivitäten nicht allzu viel anfangen können, die sollten sich nicht wundern, wenn die Waage in die falsche Richtung zeigt. Mit Diäten alleine kann man diesem natürlichen Prozess nicht aufhalten, es muss auch Bewegung ins Spiel kommen. Nur auf diese Weise wird effektiv verhindert, dass die Muskelmasse abnimmt und die Fettreserven zunehmen. Es reicht schon, regelmäßig spazieren zu gehen, um das Gewicht zu halten, Diäten helfen wenig, denn sie sorgen bestenfalls für schlechte Laune.

    Ins Schwitzen kommen

    Wer heute 40 Jahre alt ist, der wird sich nicht alt fühlen, auch wenn der Alterungsprozess unmerklich schon begonnen hat. Aber anstatt darauf zu warten, dass die Zeichen des Alters am Bauch, am Po oder an den Oberschenkeln sichtbar werden, ist es die bessere Idee, öfter mal richtig ins Schwitzen zu kommen. Wem Spaziergänge zu langweilig sind, der sollte nach einer Sportart Ausschau halten, die den Körper fordert und die Spaß macht. Radfahren und Laufen sind ideal, aber auch Nordic Walking und Tennis sind perfekt, um Ausdauer zu trainieren und dem Altern entgegenzuwirken. Wenn der Arzt nach einem gründlichen Check grünes Licht gibt, dann muss nur noch der berühmte innere Schweinehund überwunden werden und dann kann es losgehen.

    Nichts übertreiben

    Mit Diäten drastisch an Gewicht zu verlieren, das ist ab dem 40. Lebensjahr nicht mehr so einfach. Dazu kommt, dass Diäten in diesem Alter mehr schaden als nützen können. Der Körper steckt strenge Diäten nicht mehr so einfach weg, denn diese Diäten stören natürlich den Ablauf des Organismus. Auf der anderen Seite werden in der Mitte des Lebens kleine Sünden vom Körper nicht mehr so einfach vergeben, Naschereien und fettes Essen gehen sofort auf die Hüften und andere Problemzonen. Da der Körper weder auf radikale Diäten noch auf üppiges Essen gut zu sprechen ist, sollte er mehr Vitamine bekommen. Mit zunehmendem Alter bleibt der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen unverändert hoch und das heißt, auf dem Speiseplan sollte Obst ebenso stehen wie Gemüse, Vollkornprodukte, aber auch Fisch, mageres Fleisch und vor allem Milch und viele Milchprodukte.

    Bild: © Depositphotos.com / Subbotina

  • Ist Verhütung während der Stillzeit notwendig?

    Ist Verhütung während der Stillzeit notwendig?

    Wer sich auf die alte Hebammenweisheit verlässt, dass Frauen, die stillen, nicht schwanger werden können, der kann eine Überraschung erleben, denn die Stillzeit schützt definitiv nicht vor einer erneuten Schwangerschaft. Als Verhütungsmittel ist das Stillen also nicht geeignet, aber was ist an dieser Weisheit dran und warum hält sich die Aussage immer noch, dass Stillen eine Schwangerschaft verhüten kann? Nach wie vor sind viele Frauen davon überzeugt, dass sie automatisch davor geschützt sind, wieder schwanger zu werden, wenn sie ihr Baby stillen.

    Verhütung durch Hormone

    Immer dann, wenn eine Frau ihr Baby an die Brust legt, um es zu stillen, dann setzt der Körper ein bestimmtes Hormon frei, das Prolaktin. Dieses spezielle Hormon beeinflusst nicht nur die Milchproduktion und die Milchdrüsen, es hat auch die Fähigkeit, den Eisprung zu hemmen. Auf diese Weise wirkt das Prolaktin wie ein Verhütungsmittel. Wissenschaftlich bewiesen ist aber auch, dass das Hormon alleine zur Verhütung keinesfalls ausreicht, denn wenn zwischen zwei Stillzeiten mehr als vier Stunden liegen, dann sinkt der Hormonspiegel und es kann zum Eisprung kommen. Da die meisten Frauen ihre Babys unmittelbar nach der Geburt relativ oft anlegen, kann die Verhütung durch das Hormon gelingen, darauf verlassen sollte man sich aber nicht.

    Verhütung bis zur nächsten Periode?

    Wann die normale Regelblutung und damit auch der Eisprung nach der Geburt einsetzt, das lässt sich nicht pauschalisieren. Vielfach kommt die erste Periode bei den Frauen, die nicht stillen, nach vier bis sechs Wochen, bei Frauen, die ihr Kind nur eingeschränkt stillen und früh zufüttern, können zwei bis drei Monate vergehen, bis es wieder zum Eisprung kommt. Frauen, die ihr Baby voll stillen, warten zwischen sechs und 18 Monate darauf, dass die Periode wieder einsetzt. In dieser Zeit wird zwar das Hormon Prolaktin immer wieder aktiviert, eine zusätzliche Verhütung ist aber dennoch Pflicht für alle Frauen, die nicht gleich wieder Mutter werden möchten.

    Welche Verhütungsmethode kommt infrage?

    Es ist relativ schwer, während der Stillzeit das richtige Verhütungsmittel zu finden. Das Messen der Basaltemperatur kommt als Verhütung während der Stillzeit nicht infrage, denn in den ersten Wochen nach der Entbindung schlafen frischgebackene Mütter bekanntlich nicht allzu gut und auch die hormonellen Schwankungen machen eine verlässliche Fieberkurve unmöglich. Nicht zu empfehlen sind auch Verhütungsmethoden, bei denen die Hormone im Urin gemessen werden, um den Zeitpunkt des Eisprungs zu berechnen. Ein Diaphragma kommt ebenfalls nicht infrage, da sich die Gebärmutter und der Muttermund nach der Geburt zurückbilden und es deshalb Schwierigkeiten bei der Anpassung des Verhütungsmittels gibt. Auch die Spirale ist für die Verhütung stillender Mütter keine Option. Wird sie früher als drei Monate nach der Entbindung eingelegt, dann besteht das Risiko einer Infektion.

    Ist die Pille eine Lösung?

    Die Anti-Baby-Pille ist das verlässlichste unter den Verhütungsmitteln. Nur in der Stillzeit ist die Pille keine gute Wahl, denn die Pille enthält Gestagene und Östrogene und die beeinträchtigen die Milchbildung negativ. Die Menge der Milch und auch der Gehalt an Nährstoffen gehen zurück und das Baby wird nicht mehr optimal ernährt. Östrogen wandert zudem in die Muttermilch und gelangt auf diese Weise in den kindlichen Kreislauf. Wird die sogenannte Minipille zur Verhütung eingesetzt, die nur Gestagen enthält, dann hat das zwar keinen Einfluss auf die Milchmenge, aber die Qualität der Muttermilch wird schlechter, denn auch hier nimmt der Nährstoffgehalt ab. Wenn die Minipille als Verhütungsmittel zum Einsatz kommen soll, dann erst acht Wochen nach der Entbindung. Was bleibt, sind Kondome und Paare, die ganz sicher sein wollen, sollten zusätzlich Spermizid-Gele oder auch ein Scheidenzäpfchen verwenden, denn diese Verhütungsmittel haben keinen negativen Einfluss auf die Muttermilch und sie sorgen effektiv dafür, dass es nicht zu einer erneuten Schwangerschaft kommt.

    Bild: © Depositphotos.com / tiplyashin

  • Wie lang sollte die Stillzeit dauern?

    Wie lang sollte die Stillzeit dauern?

    Muttermilch ist die gesündeste und natürlichste Nahrung, die es gibt und die meisten Frauen möchten ihr Kind gerne stillen. Immer wieder sehr kontrovers diskutiert wird aber die Frage, wie lange die Stillzeit sein soll? Wie lange soll das Kind an der Brust der Mutter trinken und wann ist der Zeitpunkt erreicht, wo die Muttermilch für das Kind keine positiven Effekte mehr hat? Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Stillzeit von mindestens sechs Monaten, danach sollte das Kind zusätzlich zur Muttermilch mit dem ersten Brei Bekanntschaft machen, aber nicht alle Mütter sind mit der Empfehlung der WHO auch einverstanden.

    Vier Monate Stillzeit reichen aus

    Die Muttermilch liefert dem Kind alles, was es braucht, um gesund groß zu werden. Sie ist zudem leicht verdaulich und während des Stillens genießt das Baby die Nähe und die Geborgenheit der Mutter. Die Nationale Stillkommission bestärkt daher alle Mütter darin, ihre Kinder zu stillen, wie lange die Stillzeit aber dauern soll, darüber ist man sich uneinig. Während die WHO sechs Monate voll zu stillen und danach bis 2 Jahre oder länger unter Hinzunahme von Folgenahrung für optimal hält, empfehlen viele Kinderärzte, schon Kinder ab dem vierten Lebensmonat zusätzlich mit Brei zu füttern. Vier Monate ausschließlich Muttermilch reichen aus, um das kindliche Immunsystem perfekt zu stabilisieren und um einen effektiven Schutz vor möglichen Allergien aufzubauen. Wird das Kind länger als vier Monate gestillt, dann wird dieser Effekt nicht verbessert, sogar das Gegenteil kann der Fall sein. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass Kinder, die länger als vier Monate voll gestillt werden, ein höheres Risiko haben, an einer Allergie zu erkranken, auch Eisenmangel kann die Folge einer zu langen Stillzeit sein.

    Frühe Beikost schützt das Immunsystem

    Um das Risiko einer späteren Allergie zu minimieren, hat Professor Klaus Vetter bei einem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe dazu geraten, Kinder ab dem vierten Monat mit fester Nahrung wie zum Beispiel Babybrei zu füttern. Damit folgt Professor Vetter einer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie. Die Fütterung von Beikost ab dem vollendenden vierten Lebensmonat ist für das kindliche Immunsystem optimal, denn ob eine Stillzeit, die darüber hinaus geht, tatsächlich eine präventive Wirkung hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Diese Empfehlung gilt allerdings nur für die Kinder, die den westlichen Industriestaaten wie Deutschland geboren werden und nicht für Kinder aus Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen die Gesundheitsstandards und die hygienischen Verhältnisse nur unzureichend oder gar nicht vorhanden sind.

    Unverständnis für Frauen, die lange stillen

    Für Neugeborene, die gestillt werden, haben alle Verständnis, wenn das Kind aber bereits laufen kann, dann hört das Verständnis auf. Mütter, die ihre Kinder bis ins Kindergartenalter oder sogar darüber hinaus stillen, sind zwar außerhalb der empfohlenen Norm, aber die meisten stehen zu dieser langen Stillzeit. Sie sind davon überzeugt, dass ihre Kinder nicht so schnell krank werden wie die Kinder, die nach vier oder sechs Monaten abgestillt werden. Auch die innige Bindung zwischen Mutter und Kind spielt bei einer überlangen Stillzeit eine wichtige Rolle, obwohl Kinderpsychologen das etwas anders sehen. Sie sind der Meinung, dass übermäßig langes Stillen die Kinder unselbstständig macht und sie verweichlicht. Es gibt allerdings keine beweiskräftigen Studien zu dieser These, denn spätestens wenn das Kind in einem Kindergarten kommt, dann werden auch die starken Bindungen zur Mutter gelockert.

    Wenn die Stillzeit stressig wird

    Das Stillen von Neugeborenen ist für die Mütter eine große Erleichterung im Alltag. Sie müssen in der Nacht keine Fläschen warm machen und wenn es mit dem Baby auf Reisen geht, dann reist der Proviant einfach mit. Werden die Kinder aber älter, dann kann Stillen stressig sein, denn die Mutter muss für einen langen Zeitraum zum Beispiel auf Alkohol verzichten, und auch mit dem Beruf ist das Stillen nicht so einfach zu vereinbaren.

    Bild: © Depositphotos.com / chesterf

  • Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    In Deutschland steigt die Geburtenrate, das heißt, immer mehr Paare entscheiden sich für Nachwuchs und wünschen sich ein Kind. Aber vom Kinderwunsch zum Wunschkind ist es oft ein schwieriger Weg, denn nicht immer klappt alles nach Plan. Die moderne Medizin kann es möglich machen, dass aus einem Paar eine Familie wird, denn die Methoden sind heute sehr effizient. Manchmal ist Geduld gefragt, denn nicht immer geht der Traum vom Wunschkind auch sofort in Erfüllung.

    So klappt es mit dem Wunschkind

    Frauen, die schwanger werden möchten, sollten während ihrer fruchtbaren Tage möglichst alle zwei Tage Sex haben, unter Zwang setzen sollte sich aber keiner. Um schwanger zu werden, ist es wichtig gesund zu sein, daher sollten die angehenden Mütter sich drei Monate vor der geplanten Empfängnis gründlich untersuchen lassen und auch sicherstellen, dass es eine Immunität gegen Röteln gibt. Gesund essen und Genussgifte wie Alkohol und Nikotin stark einschränken, das gehört ebenfalls zur Schwangerschaftsvorbereitung, ebenso wie der Besuch beim Zahnarzt. Frauen mit Amalgamplomben haben mitunter seltener einen Eisprung. Es sollte daher mit dem Zahnarzt abgeklärt werden, ob diese Plomben eventuell gegen Zahnfüllungen aus Kunststoff oder Keramik ausgetauscht werden können. Noch mehr Tipps rund ums Schwangerwerden findet man hier: http://www.folio-familie.de/kinderwunsch.html

    Eine neun Monate lange spannende Reise

    Wenn die Periode aussetzt, die Brüste spannen und Übelkeit am Morgen keine Seltenheit mehr ist, dann ist sehr wahrscheinlich ein Wunschkind auf dem Weg. Ein Schwangerschaftstest bringt in diesem Fall Gewissheit, und wenn das Schwangerschaftshormon HCG nachgewiesen wurde, dann steht eindeutig fest: Die Familie wird um ein Mitglied reicher. Vor allem das erste Trimester der Schwangerschaft empfinden viele Frauen als belastend. Der Körper stellt sich auf die Schwangerschaft ein und das geht leider nicht ganz ohne Beschwerden ab. Erst ab dem vierten Monat fühlen sich die meisten Frauen richtig wohl und können die Schwangerschaft genießen. Bis zur 32. Woche haben Schwangere alle vier Wochen einen Termin bei ihrem Arzt, ab der 33. Woche dann alle 14 Tage. Insgesamt sind es also zehn bis zwölf Untersuchungen, bei denen sich der Arzt davon überzeugt, dass es der Mutter und dem Wunschkind gut geht. Drei Ultraschalluntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, werdende Eltern, die ihren Nachwuchs öfter sehen möchten, müssen diese Untersuchungen aus der eigenen Tasche bezahlen.

    Der Weg ins Leben

    Das Wunschkind kann entweder in einem Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder auch zu Hause das Licht der Welt erblicken. Wenn der Bauch sich deutlich gesenkt hat und die Mutter die ersten Wehen spürt, dann will das Kind auf die Welt. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind zur Welt bringen, müssen mit durchschnittlich zehn Stunden Wehen rechnen, beim zweiten Kind geht alles ein wenig schneller. Um die Wucht der Presswehen abzufangen, ist eine Periduralanästhesie, kurz auch PTA genannt, eine gute Sache, denn der natürliche Drang zu pressen bleibt, aber die Mutter verspürt keinerlei Schmerzen mehr. Auch gezielte Atemübungen, die im Rahmen der Schwangerschaftsgymnastik oder einem Geburtsvorbereitungskurs erlernt werden können, sind perfekt, um die Geburt entspannt zu gestalten.

    Stillen oder Flasche?

    Ist das Wunschkind auf der Welt, dann wird es der Mutter sofort an die Brust gelegt. Dort wird es die wertvolle und nahrhafte Vormilch (Kolostrum) trinken. Die eigentliche reife Muttermilch schießt erst nach ca. drei Tagen ein. Ob das Wunschkind gestillt werden soll, das bleibt jeder Mutter selbst überlassen. Muttermilch ist das Gesündeste, was es gibt, sie stärkt nicht nur das kindliche Immunsystem, durch das Stillen wird auch eine innige Beziehung zwischen Mutter und Kind aufgebaut und die Eltern müssen nicht mehrmals in der Nacht in die Küche laufen, um das Fläschchen zuzubereiten. Nicht immer klappt es mit dem Stillen wie gewünscht und wenn das der Fall ist, dann sollte sich die Mutter keine Sorgen machen, denn auch Flaschenkinder werden gesund groß.

    Bild: © Depositphotos.com / pitrs10

  • Warum die Nabelschnur dem Baby gefährlich werden kann

    Warum die Nabelschnur dem Baby gefährlich werden kann

    Jede Frau durchlebt in den neun Monaten einer Schwangerschaft ein wahres Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite ist da die große Vorfreude auf das Baby, auf der anderen Seite sind da die Sorgen, dass auch alles nach Wunsch verläuft und dass das Kind gesund zur Welt kommt. Eine der großen Sorgen, die viele werdende Mütter begleitet, ist die Horrorvorstellung, dass sich das ungeborene Kind die Nabelschnur um den Hals binden und sich damit erdrosseln könnte.

    Die Nabelschnur – ein echtes Meisterwerk

    Evolutionsforscher sind heute davon überzeugt, dass die innige Bindung, die Mutter und Kind haben, etwas mit der Nabelschnur zu tun hat. 40 Wochen hängen das Baby und seine Mutter an einer Schnur, durch die das Kind mit der Plazenta, dem Mutterkuchen verbunden ist. Die Nabelschnur macht es möglich, dass das Kind weder atmen noch schlucken muss, denn es wird durch diese besondere Schnur mit allem, was es zum Leben braucht, zuverlässig versorgt. Immer wieder fließt frisches Blut und damit auch der lebensnotwendige Sauerstoff durch die Schnur, das Baby bekommt alle wichtigen Nährstoffe und die Abfallstoffe werden ebenfalls durch das kleine Meisterwerk der Natur entsorgt. Aber nicht nur wenn es um die Versorgung mit Blut und Nährstoffen geht, spielt die Nabelschnur eine entscheidende Rolle, sie dient dem Fötus auch als eine Art Spielzeug, das es in den Mund nimmt, daran lutscht und immer wieder auch danach greift.

    Woraus besteht die Wunderschnur?

    Die Leine, die Mutter und Kind miteinander verbindet, besteht aus einer Substanz, die Mediziner die Whartonsche Sulze nennen. Dabei handelt es sich um eine Art Gelee, das alle wichtigen Blutgefäße im Inneren der Schnur vor Druck von Außen, aber auch vor dem Abknicken schützt. Am Ende der Schwangerschaft hat die Schnur, aus der später einmal der Bauchnabel wird, eine Länge von ca. 60 cm und einen Durchmesser von zwei Zentimeter. Die Länge, aber besonders auch der spiralförmige Aufbau machen es dem Baby möglich, sich in der Gebärmutter ganz nach Belieben zu drehen, Purzelbäume zu machen und zu turnen. Ist ein Baby besonders aktiv, dann ist auch die Schnur besonders lang und das kann unter Umständen zu einem Problem werden.

    Wie gefährlich ist die Schnur als „Halskette“?

    Nach der Statistik kommt es nur sehr selten vor, dass sich ein Kind im Mutterleib stranguliert, gefährlich wird es aber immer dann, wenn sich die Nabelschnur während der Geburt wie eine Kette um den Hals des Babys legt. Ist die Schnur dann auch noch zu kurz, dann wird es richtig gefährlich, denn das Kind wird von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten. Wenn sich eine solche gefährliche Geburt abzeichnet, dann wird die Mutter nicht mehr durch Ultraschall überwacht, in diesem Fall wird ein CTG durchgeführt, um erkennen zu können, ob und wie die Schnur um den Hals des ungeborenen Kindes liegt. Der Wehenschreiber kann ebenfalls Auskunft darüber geben, ob eine akute Gefahr für das Kind besteht oder nicht. Fallen die Herztöne deutlich ab, dann entscheiden sich die Ärzte immer für einen schnellen Kaiserschnitt, um das Leben des Babys zu retten.

    Gefahr durch die Beckenendlage

    Rund fünf Prozent der Babys, die in Deutschland zu Welt kommen, liegen in der sogenannten Beckenendlage, sie wollen das Licht der Welt zuerst mit dem Po erblicken. Besonders in dieser Position kommt es nicht selten zu Komplikationen mit der Nabelschnur. Oftmals ist die Schnur, die Mutter und Kind verbindet, die Ursache für die Beckenendlage, denn wenn die Schnur nicht lang genug ist und das Kind kurz vor der Geburt kaum noch Platz in der Gebärmutter hat, dann kann es passieren, dass es sich bedingt durch die Schnur um seinen Hals, nicht mehr drehen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / arztsamui

  • Die besten Mittel um den Kater zu zähmen

    Die besten Mittel um den Kater zu zähmen

    Nicht nur die Silvesterparty ist ein Anlass, um viel Alkohol zu trinken, auch die nächste Geburtstagsfete kann die Ursache für den berühmt-berüchtigten Kater sein. Ein Glas zu viel reicht schon aus, um am nächsten Morgen mit einem schmerzenden Schädel aufzuwachen, und dann ist guter Rat teuer. Wie kann der Kater gezähmt werden? Welche Mittel sind richtig, um nach einer durchfeierten Nacht wieder einen klaren Kopf zu bekommen? Viele alte Hausmittel sind heute kein Thema mehr, dafür gibt es einige neue Erkenntnisse, die dabei helfen, den fiesen Kater zu besiegen.

    Der Kater – mehr als ein Unwohlsein

    Streng genommen ist ein Kater eine leichte Alkoholvergiftung, die sowohl das Wohlbefinden als auch die Leistungsfähigkeit bis zu drei Tage sehr negativ beeinflussen kann. Ihren Namen verdankt diese Alkoholvergiftung den Studentenverbindungen des 19. Jahrhunderts. Sie nannten diese Symptome, die zwangsläufig nach einer durchzechten Nacht entstehen, Katarrh, obwohl die typischen Symptome eigentlich gar nichts mit einem klassischen Katarrh gemeinsam haben. Plastisch dargestellt wurden die Kopfschmerzen und das Unwohlsein aber als Katze, und so entstand im Laufe der Jahre der Begriff Kater oder auch Katzenjammer.

    Die typischen Symptome

    Die häufig genannten Symptome bei einem ausgewachsenen Kater sind pochende Kopfschmerzen, ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend, aber auch Appetitlosigkeit und Erbrechen. Wenn der Konsum an Alkohol groß war, dann können auch ein Zittern der Hände, Schwierigkeiten sich zu konzentrieren oder sogar ein Gedächtnisverlust, also ein Filmriss dazu kommen. Die Kopfschmerzen entstehen durch Dehydration, für die der Alkohol zuständig ist. Der Körper schafft es nicht, in einem relativ geringen Zeitraum alle Giftstoffe zu filtern, und das sorgt dann für Übelkeit und Erbrechen. Dazu kommt, dass der Körper Salz verliert, was für den berühmten „Nachdurst“ am nächsten Morgen sorgt.

    Wie sinnvoll ist ein Katerfrühstück?

    Um den Katzenjammer in den Griff zu bekommen, schwören viele auf ein entsprechendes Frühstück. Der Rollmops darf bei einem Katerfrühstück nicht fehlen, aber auch ein Bismarckhering und Sauerkraut sollen die Beschwerden lindern. Ob dieses eigenwillige Frühstück wirklich hilfreich ist, darüber gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Der leicht salzige Fisch sorgt für Durst und das hilft dem Körper, wieder Flüssigkeit zu tanken. Wer sich nicht für Fisch am Morgen erwärmen kann, der sollte Salzstangen oder ein anderes salziges Gebäck knabbern, denn so bekommt der Organismus das Salz zurück, das er so dringend braucht. Auch Oliven können dabei helfen, die lästigen Kopfschmerzen wieder loszuwerden. Wer eine Kopfschmerztablette nehmen möchte, der sollte zu Ibuprofen greifen, denn Aspirin macht das Blut zu dünnflüssig und Paracetamol hat eine lebertoxische Wirkung.

    Was hilft auf keinen Fall?

    Mineralwasser löscht zwar den Durst nach einer durchfeierten Nacht, aber die Kohlensäure ist nicht unbedingt die beste Lösung für den stark strapazierten Magen. Das Gleiche gilt für das traditionelle Hausmittel Kaffee, denn die Gelbsäure im Kaffee verstärkt die Kopfschmerzen und reizt zudem den Magen. Selbst wenn es immer wieder gerne behauptet wird, leider kann Koffein den Alkohol im Blut nicht abbauen, alles, was das Koffein kann, ist die Müdigkeit für einen kurzen Zeitraum zu vertreiben. Alkohol wird zwar sehr schnell vom Körper aufgenommen, aber nur sehr langsam wieder abgebaut. Ein Mann, der 80 Kilogramm wiegt und nur einen Viertelliter Wein oder einen halben Liter Bier trinkt, muss zweieinhalb Stunden warten, bis der Körper den Alkohol wieder abgebaut hat. Eine Frau braucht für die gleiche Menge übrigens vier Stunden.

    Effektiv vorbeugen

    Wer ohne Kopfschmerzen nach einer Party aufwachen will, der sollte während der Party immer mal ein Glas Wasser trinken. Auch ein fetthaltiges Abendessen kann helfen, obwohl Fett die Aufnahme von Alkohol nicht verhindern, aber immerhin verlangsamen kann. Hilfreich ist es zudem, in der Partynacht bei einem Getränk zu bleiben und nicht durcheinander zu trinken.

    Bild: © Depositphotos.com / Jim_Filim