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  • Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, fragen sich in der 28. SSW, welcher Monat der Schwangerschaft jetzt anbricht. Es ist der siebte Monat oder das zweite Trimester und bei den Müttern machen sich jetzt zwiespältige Gefühle breit. Auf der einen Seite steigt die Vorfreude auf das Kind und auf der anderen Seite plagen viele Mütter Zweifel, wie sie die Geburt schaffen sollen und ob sie der Mutterrolle auch wirklich gerecht werden. Das Baby sorgt in der 28. SSW für eine weitere Gewichtszunahme und die Bilder der 28. SSW zeigen einen schon fast perfekten Säugling. Das Baby legt weiter Fettreserven an, die Lungen sind beinahe schon fertig und das Gehirn sowie das Immunsystem machen weitere Fortschritte.

    Die 28. SSW – ein fast fertiger Mensch

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt durchschnittlich bei 1.100 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Sohle rund 37 cm. Seine Organe sind jetzt schon fast ausgereift und bis es zur Welt kommt, wird es sich hauptsächlich um sein Wachstum und um sein Gewicht kümmern. Die Entwicklung es Gehirns steht in der 28. SSW im Vordergrund. Die Furchungen des Hirns hat vor wenigen Tagen begonnen, das was jetzt folgt, sind die filigranen Feinarbeiten. Auch die Aktivität des Gehirns geht weiter voran, und wenn der Arzt jetzt beim Baby ein EEG machen würde, dann zeigt diese Messung in der 28. SSW schon Sinneswahrnehmungen.

    In der 28. SSW macht aber auch das Immunsystem einen gewaltigen Schritt nach vorne. Das Baby nimmt durch das Blut der Mutter über die Plazenta Antikörper auf und das macht es möglich, dass das Immunsystem eigenständig funktioniert. Das bronchiale System verzweigt sich weiter und die Blutgefäße in der Lunge bilden sich weiter aus. In der 28. SSW wird das sogenannte Surfactant vermehrt produziert, ein Protein, was dabei hilft, dass die Lungenbläschen nicht verkleben, und das Baby trainiert durch das Einatmen und Ausatmen von Fruchtwasser seine Atmung. Dabei kommt es häufig zu einem Schluckauf, den die Mutter in der 28. SSW als Kindsbewegungen wahrnimmt. Neben dem Schluckauf macht sich das Kind in der 28. SSW aber auch mit zappeln und zarten Tritten bemerkbar.

    In der 28. SSW hat das Kind noch ausreichend Platz in der Gebärmutter, aber die Tritte sind auch von außen zu sehen und die Mutter kann immer erkennen, wo das Baby gerade liegt, je nachdem, wo ein Fuß gerade „auftaucht“. Das Baby hat jetzt beim Schlafen die Augen geschlossen und wenn es in einer Wachphase ist, dann sind die Augen weit geöffnet. Es kann in der 28. SSW aber noch nicht scharf sehen, sondern nur hell von dunkel und einen Wechsel der Formen und Farben unterscheiden.

    Die Mutter in der 28. SSW

    Die Schwangerschaft macht sich in der 28. SSW immer deutlicher bemerkbar. So zeigt sich jetzt die Wirkung der Schwangerschaftshormone, die die Gelenke langsam, aber sicher auflockern, was zu Schmerzen in der Beckenregion führen kann. In den verbleibenden Wochen vor der Entbindung nehmen die meisten Frauen ab der 28. SSW noch einmal rund fünf Kilogramm zu. Auch die Gebärmutter verändert in der 28. SSW langsam ihre Form. Im oberen Bereich der Gebärmutter liegt das Baby, das immer weniger Platz hat, im unteren Teil hingegen wird das Platzangebot immer größer. Diese Platzverteilung ist gewollt, denn sie soll das Kind aktiv dabei unterstützen, die richtige Lage für die Geburt einnehmen zu können. Ideal ist eine Position, bei der der Kopf nach unten zeigt, die sogenannte Endlage. Die meisten Babys drehen sich aber nicht in der 28. SSW, sondern erst in der 36. Schwangerschaftswoche, manche sogar erst fünf Minuten vor der Geburt. Damit es nicht zur Steißlage kommt, können Ärzte und Hebammen auch ein wenig nachhelfen, dass das Baby die richtige Position findet, um gesund zur Welt zu kommen.

    Für die werdenden Eltern bietet die 28. SSW noch einmal die Möglichkeit, durchzuatmen und vielleicht einen kleinen Urlaub zu machen. Fliegen in der 28. SSW ist kein Problem, wenn die Mutter sich fit und gesund fühlt. Es sollten aber keine extremen Langstreckenflüge wie zum Beispiel nach Australien sein, denn 22 Stunden im Flugzeug sind für die Mutter doch recht anstrengend. Viele Frauen beginnen in der 28. SSW mit Geburtsvorbereitungskursen, bei denen übrigens auch die werdenden Väter gern gesehene Gäste sind.

    In den Vorbereitungskursen lernen die Männer, ihre Frauen bei der Geburt aktiv zu unterstützen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, der Hebamme Fragen zu stellen und sich ein Video von der Geburt anzusehen. Auch die Vorbereitung auf das Stillen ist Teil eines Geburtsvorbereitungskurses in der 28. SSW. Muttermilch ist nicht nur die natürlichste Nahrung für das neugeborene Kind, sie ist auch die gesündeste Nahrung. Frauen, die nicht stillen können oder nicht stillen wollen, müssen allerdings kein schlechtes Gewissen haben, denn eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind entsteht auch dann, wenn das Baby mit der Flasche ernährt wird. Zudem haben die modernen Milchpulver alles, was das Baby braucht.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 28. SSW?

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt bei durchschnittlich 1.100 Gramm und wenn es in der 28. SSW zur Frühgeburt kommt, dann stehen die Chancen, dass das Baby überlebt, bei rund 96 %. Das Risiko steigt aber bei Babys, die noch keine 1.000 Gramm wiegen, denn dann können Komplikationen und gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen werden. Kommt ein Frühchen in der 28. SSW zur Welt, dann muss es in den Brutkasten und da das Wachstum der Lunge noch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann es sein, dass das Baby mittels eines Nasenschlauches künstlich beatmet werden muss.

    Die Nieren haben in der 28. SSW ihre Arbeit bereits aufgenommen und das heißt, die Gefahr von Nierenproblemen oder sogar Nierenversagen ist sehr klein. Das Baby braucht nach einer Geburt in der 28. SSW vor allen Dingen viel Ruhe und noch mehr Schlaf. In vielen Kliniken wird das sogenannte „Känguruing“ angeboten, bei dem die Mutter oder auch der Vater das Kind auf dem Arm oder auf dem Bauch haben. Für das Kind ist es sehr wichtig, dass es neben der Körperwärme auch den gewohnten Herzschlag fühlen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / Sundikova_n

  • 31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    Die 31. SSW, welcher Monat ist das eigentlich? In der 31. SSW beginnt die zweite Hälfte des achten Schwangerschaftsmonats und in der Gebärmutter wird es für das Baby langsam eng. Die Bewegungen des Kindes sind jetzt nicht mehr so markant, wie das in den vergangenen Wochen der Fall war und viele werdende Mütter machen sich deshalb Sorgen, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt. Diese Sorge ist allerdings unbegründet, denn tatsächlich ist das Baby in der 31. SSW besonders munter, aber der Bewegungsradius wird kleiner und daher fühlen sich die Bewegungen auch schwächer an. In der 31. SSW wächst außerdem der Druck auf das Zwerchfell der Mutter und das macht viele Frauen kurzatmig und sie fühlen sich schneller erschöpft und müde.

    Das Baby in der 31. SSW

    In der 31. SSW liegt das Gewicht des Babys im Durchschnitt bei 1.600 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Ferse rund 42 cm. Bis es zur Welt kommt, wird es aber das Doppelte an Gewicht zunehmen, aber die Gewichtszunahme in der 31. SSW spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle. Ist das 31. SSW Gewicht eher gering, dann wird das Kind bei der Geburt auch kein Schwergewicht werden. Wiegt es hingegen mehr als der Durchschnitt, dann muss die Mutter mit einem eher schwergewichtigen Baby rechnen.

    Auch wenn es um die Organe geht, dann macht das Kind in der 31. SSW einen großen Schritt, denn zu diesem Zeitpunkt sind die Lungen bereits in der Lage, sich vollkommen aufzublähen. Der Grund ist das Surfactant, ein Oberflächenprotein, das die Lungen daran hindert zu verkleben oder zusammenzufallen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist in der 31. SSW ebenfalls schon ausgeprägt, allerdings sind Babys in dieser Phase der Schwangerschaft echte Langschläfer, denn sie schlafen zwischen 15 und 20 Stunden am Tag. Während der langen Schlafphasen bewegt sich das Kind kaum und das beunruhigt vor allem die Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind.

    In der 31. SSW wird das Baby zum Boxer und Fußballspieler, denn da der Platz in der Gebärmutter knapp wird, beschränken sich die Bewegungen auf gezielte Tritte und das Baby schlägt auch mit der Faust gegen die Bauchdecke der Mutter. Das Training wird durch Greif- und Atemübungen intensiviert und vor allem nach den Mahlzeiten der Mutter bewegt sich das Baby sehr stark. Der Grund für dieses verstärkte Training ist, dass das Baby einen Energieschub bekommt, wenn der Blutzuckerspiegel der Mutter ansteigt.

    Wie geht es der Mutter in der 31. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in der 31. SSW noch sehr fit, aber jetzt kommt es vermehrt zu Kurzatmigkeit, zu Rückenschmerzen und auch die Beine werden schneller müde. Am Gefühl der müden Beine sind Wassereinlagerungen schuld, die in der 31. SSW für geschwollene Gelenke an den Fußknöcheln und an den Handgelenken sorgen. Öfter mal die Füße hochzulegen und eine Ruhepause einzulegen, ist in dieser Phase der Schwangerschaft immer eine sehr gute Idee.

    Empfehlenswert ist auch sanfter Sport zum Beispiel durch Yoga, auch Schwimmen empfinden viele Frauen in der 31. SSW als sehr angenehm. Durch regelmäßiges Schwimmen oder Yoga lösen sich Verspannungen und auch die Schmerzen im Rücken und in den Gelenken lassen nach. Zudem ist Sport eine gute Idee, um den Körper für die Geburt fit und elastisch zu machen. Für eine weitere Erleichterung in der 31. SSW sorgen außerdem flache Schuhe.

    In der 31. SSW beginnen die Brüste damit, die Vormilch zu produzieren, das sogenannte Kolostrum, und Frauen, die schon ein Kind zur Welt gebracht haben, müssen nicht selten schon Stilleinlagen im BH tragen. Zu keinem anderen Zeitpunkt der Schwangerschaft ist die werdende Mutter so anfällig für Infektionen wie in der 31. SSW, und wenn sich zum Beispiel die ersten Zeichen einer Erkältung bemerkbar machen, dann ist ein Besuch beim Arzt eine Notwendigkeit. Während der 31. SSW bekommt das Baby einen enormen Schub an Aufbau- und Nährstoffen aus dem Blut der Mutter. Das macht es Krankheitserregern noch einfacher, in die Blutbahn einzudringen, und sie können die natürliche Schranke leichter durchbrechen, die von der Plazenta aufgebaut wird.

    Während der 31. SSW entwickeln Mutter und Kind eine enge Bildung zueinander und in diese Phase wird es Zeit, Geburtsvorbereitungskurse zu besuchen, die diese Bindung noch intensiveren.

    Was passiert bei einer Geburt in der 31. SSW?

    Wenn eine Frau in der 31. SSW Senkwehen bekommt, dann wächst auch die Sorge vor einer Frühgeburt in der 31. SSW. Wie weit ist die 31. SSW Entwicklung des Kindes? Kann das Baby in dieser Schwangerschaftsphase überhaupt außerhalb des Mutterleibes überleben? Kommt es zu einer Entbindung in der 31. SSW, dann hat das Baby sehr gute Chancen, gesund und munter zur Welt zu kommen. Aber wie bei allen Geburten vor der 36. Schwangerschaftswoche kann die Atmung des Kindes Probleme machen. Es kann sein, dass noch nicht ausreichend Surfactant produziert wurde, ein Protein, das den Lungen hilft, sich zu entfalten. Wenn das der Fall sein sollte, dann kann es zu einem Atemnotsyndrom beim Baby kommen.

    Das Baby wird dann unmittelbar nach der Geburt an die künstliche Beatmung angeschlossen. Dazu werden schmale Schläuche in die Nase des Kindes eingeführt, die die Atmungsorgane mit Sauerstoff versorgen. Während die Babys, die in der 31. SSW mit Atemproblemen geboren wurden, früher intubiert wurden, um dem kleinen Organismus mittels eines Luftröhrenschnitts Sauerstoff zuzuführen, setzen die Ärzte heute auf die sanfte Beatmung. Eine Intubation gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Die Sauerstoffzufuhr dauert in der Regel nicht länger als einige Stunden oder maximal zwei Tage, dann sind die meisten Babys in der Lage, selbstständig zu atmen. Wichtig ist es, einen ständigen positiven Druck in den Lungen zu erzeugen. Wenn das geschehen ist, dann werden die Schläuche aus der Nase des Babys wieder entfernt.

    Die meisten Babys, die in der 31. SSW auf die Welt kommen, nehmen schnell an Gewicht zu und können von ihren Müttern auch ganz normal gestillt werden. Sie bleiben allerdings in einem Brutkasten auf der Säuglingsstation, denn nur dort haben die Kinderärzte die besten Überwachungsmöglichkeiten, und wenn es zu einem unverhofften Zwischenfall oder zu einem Problem kommen sollte, dann ist schnell Hilfe zur Stelle.

    Bild: © Depositphotos.com / majdansky

  • Barfußschuhe statt dämpfende Hightech-Schuhe

    Barfußschuhe statt dämpfende Hightech-Schuhe

    Die Schuhhersteller haben hochmoderne Schuhe entwickelt, die über effektive Dämpfungseigenschaften verfügen und unsere Füße vor einer allzu starken Belastung schonen sollen. Klassische moderne Schuhe und dabei vor allem Sportschuhe oder Sneaker sind mit einer dicken Sohle, sowie dämpfenden Materialien ausgestattet, so dass der Träger bzw. Trägerin sich wohlfühlt. Beim Spazieren, Gehen oder Laufen mit diesen hochtechnischen Schuhen verlernen wir aber den richtigen Umgang mit unseren Füßen. Die Folge sind Versteifungen und damit verbunden bisweilen Schmerzen für den Schuhträger. Eine Lösung für dieses Problem sind Barfußschuhe, die den natürlichen Gang unterstützen, die Körperhaltung verbessern und zu einer Stärkung der Fußmuskulatur führt.

    Barfußschuhe sind gesund

    Das Barfußgehen fordert den Fuß sich an den vorherrschenden Untergrund auf natürliche Weise anzupassen. Die Fußmuskeln werden trainiert, während sie in geschlossenen und engen Schuhen eingeengt sind, also nur auf passive Art gefordert werden. Die Blutzirkulation in den Füßen erfährt durch das Barfußgehen eine Verbesserung und es wird eine gesunde Gehtechnik gelernt. Der Gleichgewichtssinn wird ebenso gestärkt, wie die Sensormotorik der Füße. Der Mensch ist von Natur aus ein Barfüßer und hat seit der Entwicklung von gedämpften Schuhen verlernt gesund zu gehen.

    Die Barfußschuhe sind mit einer dünnen flexiblen Sohle ausgestattet. Auf ein Fußbett wird verzichtet und der Vorderbereich groß gestaltet. Der umfassende Vorderbereich im Barfußschuh bietet den Zehen eine großzügige Bewegungsfreiheit. Die Bewegung der Zehen erfahren sowohl beim Gehen als auch Laufen eine starke Unterstützung, wodurch sich das Bewegungsbild insgesamt verbessert. Der Barfußschuhträger spürt durch die dünne Sohle den Untergrund sehr genau, aber dennoch besteht keine Gefahr sich zum Beispiel an spitzen Steinen oder Glasscherben zu verletzen.

    Die Sohle ist durchstichfest aufgebaut und bietet einen guten Schutz vor scharfen Untergründen, Schmutz und Nässe. Im Vergleich zu normalen Schuhen sind Barfußschuhe mit durchschnittlich weniger als 350 Gramm erheblich leichter und können durch ihren flexiblen Aufbau verbogen werden ohne ihre Form zu verlieren.

    Studien beweisen positive Effekte

    In Studien wurden die positiven Effekte von Barfußschuhen und dem Barfußgehen bewiesen. Das Barfußlaufen führt zu einer kleineren Schrittlänge, die Balancefähigkeit verbessert sich und die Schrittfrequenz erhöht sich. Die bereits genannten positiven Folgen für die Fußgesundheit und das Gefühl für das Gehen sind auch in den Studien berücksichtigt worden. Die Wissenschaft sieht das Barfußlaufen kritisch, vor allem sei das Gehen über längere Passagen und auf harten Untergründen für Jedermann auf Dauer ungesund. Als negative Folgen warnen sie vor Schäden an den Sprunggelenken und Füßen.

    Die Vorteile und Nachteile müssen gegeneinander abgewogen werden, wer plant sich Barfußschuhe zu kaufen. Im Vorfeld sollte in einem fachkundigen Schuhgeschäft eine intensive Beratung zum passenden Schuhwerk erfolgen. Bekannte Barfußschuhe sind die Modelle des Herstellers Vivobarefoot, der Nike Free und der Vibram Fivefingers. Die Kosten sind im Vergleich zu Sportschuhen ein wenig höher. Zum Beispiel kostet der Vivobarefoot Motus rund 140 Euro, aber dafür erhält der Käufer hochflexible Barfußschuhe, die im Alltag und Sport gleichermaßen eingesetzt werden können. Das Barfußlaufen muss erlernt werden und dauert Jahre aber die Füße werden es einem danken.

    Bild: © Depositphotos.com / JaySi

  • Neue Trendsportart Soulcycle erobert New York und die USA

    Neue Trendsportart Soulcycle erobert New York und die USA

    Die Stadt die niemals schläft nennt sich New York und trägt ihren Namen zurecht, denn hier pulsiert das Leben wie sonst in keiner anderen Metropole auf der Welt. In der Metropole erlebt derzeit die Trendsportart Soulcycle ihren Höhepunkt. Vor 9 Jahren bereits wurde von den Fitnesstrainerinnen Julie Rice und Elizabeth Cutler das erste Fitnesscenter eröffnet. Sie zeichnen für die Erfindung von Soulcycle verantwortlich.

    Soulcylce – Mix aus Spinning, Party und Chillen

    Bei Soulcycle handelt es sich um eine Trendsportart, die Spinning mit Partyatmosphäre, fetziger Musik und Entspannung verbindet. Die Teilnehmer zahlen pro Trainingseinheit einen stolzen Preis von umgerechnet 35 Euro und zirka 4 Euro für Leihschuhe sowie die gleiche Leihgebühr für Wasserflaschen. Das Spinning ist ein Cardio-Workout auf einem speziellen Fahrrad, welches fest auf seinem Platz steht und sich nicht wie ein normaler Drahtesel auf einer Strasse fortbewegt. Im Rahmen einer Trainingsstunde Soulcycle wird zu bekannten und unbekannten Songs in die Pedale getreten. Die Trainerin gibt den Takt vor, bewegt ihren Körper nach der Musik und im weiteren Verlauf kommen Hanteln hinzu. Auf dem Rad werden unter anderem Liegestützen gemacht. Die Arme werden mit den Hanteln trainiert, während zugleich weiter fleißig in die Pedale getreten wird. Gefahren wird dabei in Höchstgeschwindigkeit, so schnell wie die Teilnehmer können. In die Ruhephase gelangt Soulcycle nach rund 30 Minuten, wo die Radler aufgefordert werden langsamer in die Pedale zu treten und ihren Kopf zu befreien. Begleitet von ruhiger Musik lassen die Teilnehmer ihre Seele baumeln. Das Leben der Kunden soll mit Soulcycle verändert werden und die steigende Teilnehmerzahl spricht für das Fitnesskonzept.

    Börsengang geplant

    Im Jahr 2014 konnte Soulcycle einen Gewinn von 25 Millionen US-Dollar erzielen und plant nun den Börsengang. Seit der Gründung wurden landesweit in den USA über 40 Filialen eröffnet in denen Teilnehmer unter Leitung eines erfahrenen Trainers in die Pedale treten, begleitet von fetziger, stimmungsvoller und ruhiger Musik verbunden mit einer Entspannungseinheit in der Hälfte des 60 Minuten dauernden Cardio-Workout bei dem vor allem die Arme, Beine, Muskeln und Gelenke trainiert werden.

    Das Fitnesskonzept hat Deutschland noch nicht erreicht, aber in vielen Fitnessstudios werden Spinning-Kurse gegeben, die ebenfalls mit Musik laufen und steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen. Was bei diesen Spinning-Kursen fehlt, ist die halbstündige Entspannungsphase, wie bei Soulcycle. Wenn Soulcycle in andere Länder expandieren sollte, dann dürfte es nicht mehr lange dauern bis die neue Trendsportart auch Deutschland erreichen wird. Wie Zumba dürfte Soulcycle dann Millionen Fans auf dem gesamten Globus zählen.

    Die hohen Kosten von umgerechnet rund 35 Euro pro Teilnahme plus Leihgebühren für Schuhe und Wasserflaschen dürften hierzulande allerdings viele Normalverdiener abschrecken, außer die Betreiber von Fitnesscentern bieten Soulcycle-Kurse im Rahmen ihrer monatlichen Mitgliedsgebühr an. Die Fitnesskonzepte, welche Sport mit Musik und Party verbinden, sind nicht immer erfolgreich, wie zum Beispiel das Tanzfitness-Workout Bokwa, dass im Vergleich zu Zumba bislang nur ein Nischendasein führt und eine eher überschaubare Fangemeinde zählt.

    Bild: © Depositphotos.com / Kzenon

  • Zähneknirschen schlecht für die Zahngesundheit

    Zähneknirschen schlecht für die Zahngesundheit

    Das Zähneknirschen wird fachlich als Bruxismus bezeichnet. Die Ursachen dafür sind Stress, nicht korrekt eingesetzte Zahn-Implantate und Bissfehlstellungen. Als Konsequenz können Zahnschäden drohen und im schlimmsten Fall müssen die Zähne komplett erneuert werden. Nach Studien wirkt sich das feste Zubeißen der Zähne positiv auf Stress aus. Wer Stress ausgesetzt ist, der nutzt das Zähneknirschen zur Entlastung und dient dem Stressabbau. Die Zahnsubstanz wird bei dauerhaften Zähneknirschen mit der Zeit abgebaut.

    Der Bruxismus äußert sich mit einem Kraftaufwand von 800 Newton auf die Zähne und sind umgerechnet etwa 100 Kilogramm. Sollte die Belastung länger anhalten, so kommt es zu einer Aufweichung des Zahnschmelz und zur Sichtbarkeit des Zahnbeins (Dentin). Das Dentin ist ein Knochengewebe, welches quasi das Gerüst des Zahns bildet. Gegenüber Wärme und Kälte reagieren die betroffenen Zähne auf Grund des Verlust ihres Reliefs mit einer hohen Empfindlichkeit.

    Die Zahnärzte verordnen Bruxismus-Patienten oft eine Kieferschiene. Die Schiene wird in der Nacht getragen und dient dem Schutz der Kauflächen vor Abnutzung. So genannte Okklusionsschienen halten den Oberkiefer und Unterkiefer auf Abstand. Die Muskelspannung und Belastung der Kiefergelenke vermindert sich durch die sehr teuren Okklusionsschienen. Neben Kieferschienen ist eine Physiotherapie bei der Behandlung von Zähneknirschen sinnvoll. Im Rahmen einer Physiotherapie werden spezielle Lockerungsübungen, Dehnübungen und Spezialmassagen durchgeführt. Die Übungen können die Patienten zuhause durchführen und lernen dabei die aktive Muskelentspannung kennen.

    Sollte das Zähneknirschen zu einer vollständigen Zerstörung der Zahnsubstanz geführt haben, ist eine Restauration die Folge. Die Kosten der Restauration können sich je nach Schadensgrad auf mehrere 10.000 Euro belaufen. Die Krankenkassen und die Zahnzusatzversicherungen übernehmen nur einen Teil der Kosten. Der Patient trägt einen Eigenanteil. Nach einer erfolgreichen Restauration fühlen sich Betroffene wohler und haben jahrelang Ruhe.

    Gegen das Zähneknirschen helfen Alternativen, wie das Autogene Training, wo Körper und Geist begleitet von Musik oder einer Stimme vom Band entspannt werden. Die Entspannung hilft beim Stressabbau und verhindert es mit den Zähnen zu knirschen. Die Zahnpflege spielt eine elementare Rolle für die allgemeine Zahngesundheit, weshalb die Zähne mindestens zwei Minuten lang nach jeder großen Mahlzeit geputzt werden sollten. Eine jährliche Zahnreinigung, die zwischen 30 und 50 Euro kostet, unterstützt zusätzlich die Zahngesundheit. Der regelmäßige Zahnarztbesuch sorgt für dauerhaft gesunde Zähne.

    Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist heute unabdingbar, weil die Krankenkassen nur noch die Kosten für die Regelversorgung übernehmen. In der Kostenübernahme sind zum Beispiel Zahnkronen aus Keramik nicht mehr enthalten. Die jährlichen Kosten für eine Zahnzusatzversicherung sind je nach Versicherungsgesellschaft und den gebotenen Leistungen unterschiedlich. Jeder, der an Zähneknirschen leidet, sollte vorsorglich eine derartige Zusatzversicherung für seine Zähne abschließen, damit im schlimmsten Fall bei einer Wiederherstellung der kaputten Zähne keine allzu hohen Kosten drohen. Der Eigenanteil an den Gesamtkosten einer Zahnbehandlung beläuft sich auf 10 bis 20 Prozent und muss an die Zahnzusatzversicherung gezahlt werden, wobei auch eine Ratenzahlung möglich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Lipödem – die unschönen Reiterhosen

    Lipödem – die unschönen Reiterhosen

    Es gibt Figurprobleme, über die sich Männer keine Gedanken machen müssen. Zu diesen Problemen gehört auch das sogenannte Lipödem, eine Fettablagerung, die nur Frauen betrifft. Vielen kennen das Lipödem unter seinem umgangssprachlichen Namen Reiterhosen oder auch Säulenbeine, denn ein Lipödem betrifft in den meisten Fällen nur die untere Körperhälfte. Wenn die Beine am Abend anschwellen, dann ist das noch kein Grund zur Besorgnis, aber wenn die Schwellung auch nach Tagen nicht zurückgeht, dann kann es sich um ein Lipödem handeln. In diesem Fall ist es immer eine gute Idee, einen Arzt aufzusuchen.

    Was genau ist ein Lipödem?

    Lipödeme entstehen immer dann, wenn es zu einer Störung im Fetthaushalt des Körpers kommt. Das Fett sammelt sich im Unterhautgewebe und bringt die Beine dazu, anzuschwellen. Ist die Krankheit schon in einem fortgeschrittenen Stadium, dann weitet sich das Fettgewebe unter der Haut immer mehr aus und die Schwellungen nehmen zu. In der Regel sind die Oberschenkel, aber auch die Hüften, der Po und auch die Innenseiten der Knie betroffen. Später können auch die Unterschenkel und die Fußgelenke dazu kommen, und die Beine erinnern in ihrer Form an Säulen. Ist ein Lipödem sehr ausgeprägt, dann zeigen sich unschönen Schwellungen auch an den Oberarmen und an den Handrücken. Typisch für ein Lipödem ist ein schlanker Oberkörper, der die Beine optisch noch unförmiger macht.

    Die Ursachen für Lipödeme

    Warum es genau zu Lipödemen kommt, das ist bis heute nicht restlos geklärt. Eine Ursache kann eine genetische Veranlagung sein, aber auch hormonelle Auslöser sind möglich. Die Vermutung, dass es sich um eine Veränderung im Hormonhaushalt handeln könnte, liegt nahe, denn es sind viel Frauen in den Wechseljahren, in der Pubertät oder auch nach einer Schwangerschaft betroffen. Selbst wenn sich die Behauptung hartnäckig hält, dass Lipödeme durch Übergewicht entstehen, Übergewicht gehört definitiv nicht zu den Verursachern. Es stimmt jedoch, dass die Krankheit durch ein zu hohes Gewicht negativ beeinflusst wird. Auch wenn Männer sehr selten mit einem Lipödem zu kämpfen haben, durch eine Hormontherapie oder wenn es zu einer Schädigung der Leber kommt, dann kann es passieren, dass sich Reiterhosen auch bei Männern bilden.

    Die Diagnose Lipödem

    Der Arzt kann die Diagnose Lipödem relativ schnell anhand eines Tast- und Sichtbefundes stellen, auch die Krankengeschichte des Patienten gibt darüber Auskunft. Um festzustellen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, kann ein Ultraschall sehr hilfreich sein. Auch wenn die Symptome meist gut sichtbar sind, hinter einem vermeintlichen Lipödem kann auch eine andere Krankheit stecken, zum Beispiel Adipositas (Fettleibigkeit), ein Lymphödem (Wassereinlagerung) oder eine vergleichsweise harmlose Fettansammlung, eine Lipohypertrophie.

    Ist ein Lipödem heilbar?

    Lipödeme sind nicht heilbar, im Verlauf kann die Krankheit sich aber deutlich verschlimmern. Das ist häufig der Fall, wenn das Ödem nicht behandelt wird. Im ersten Stadium bilden sich die Fettpolster besonders an den Hüften, an den Oberschenkeln und auch an der Innenseite des Knies. Die Haut wird dann feinknotig und es entsteht eine Orangenhaut. Im nächsten Stadium wird die Haut dann grobknotig, es bilden sich Dellen und es kommt zum sogenannten „Matratzenphänomen“. Im dritten Stadium zeigen sich schließlich große Hautlappen und Hautwülste. In diesem Stadium kann ein Lipödem auch bis zu den Fußknöcheln reichen und diese sogar überlappen, es entsteht das Säulenbein.

    Wie wird ein Lipödem behandelt?

    Um ein Lipödem behandelt zu können, muss die Krankheit früh erkannt werden. Ein bewährtes Mittel ist die Entstauungstherapie und auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen und Verbänden kann eine Erleichterung bringen. Auf diese Weise lässt sich das Ödem reduzieren, ganz verschwinden wird es aber nicht. Gute Erfolge können auch mit einer manuellen Lymphdrainage erzielt werden, denn durch diese gezielte Massage wird das Ödem verkleinert und die überschüssigen Fettzellen werden praktisch abtransportiert.

    Bild: © Depositphotos.com / vschlichting