Schlagwort: Gelenke

  • Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Was vom Arzt in der Regel als Lumbago oder Lumbalgie bezeichnet wird, ist im Volksmund viel eher als Hexenschuss bekannt – und gefürchtet. Die Symptome sind schnell erklärt: Plötzlich auftretende, starke Schmerzen im Rücken, verbunden mit einer Verspannung der Muskulatur, die dazu führt, dass eine aufrechte Position des Körpers nicht mehr möglich ist. Das Resultat ist ein gebeugter Rücken, der an das Erscheinungsbild einer Hexe erinnert.

    Damit wäre zwar die Herkunft des Namens, jedoch nicht die Herkunft der Schmerzen geklärt. Diese kommen beim Hexenschuss so plötzlich und unverhofft, dass Betroffene keine Chance haben, dem entgegenzuwirken. Die gute Nachricht: Oft gehen die Schmerzen genauso schnell, wie sie gekommen sind.

    Viele verschiedene Ursachen für einen Hexenschuss

    Die meisten Menschen gehen davon aus, dass ein Hexenschuss dadurch hervorgerufen wird, dass ein Nerv (in diesem Zusammenhang wird besonders gern der Ischias-Nerv genannt), eingeklemmt ist. Diese Information stimmt teilweise. Es ist richtig, dass ein Einklemmen von Nerven der Grund für einen Hexenschuss sein kann. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Faktoren, die die plötzlichen und starken Schmerzen hervorrufen können. Hierzu gehören unter anderem:

    • Blockierung eines Wirbel- oder Kreuz-Darmbein-Gelenks
    • Bandscheibenvorfall
    • Verschleiß von Wirbelgelenken

    Da der Rücken- und insbesondere der Lendenbereich von unzähligen (schmerzempfindlichen) Nerven durchzogen wird, reichen schon kleine Auslöser aus, um einen stattlichen Hexenschuss herbeizuführen.

    Dass nur ältere Menschen Opfer der starken Schmerz-Attacke werden, ist übrigens ein Irrglaube. Tatsächlich kann jeder Mensch mit Ausnahme von Kindern, einen Hexenschuss bekommen.

    Hexenschuss – Was tun wenn die Hexe schießt?

    Da der Hexenschuss, wie bereits beschrieben, in der Regel sehr plötzlich auftritt, ist es fast unmöglich, sofort zu handeln. Trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks, die dabei helfen, die Schmerzen zu minimieren und den Körper zu entspannen. In jedem Fall sollten Sie nach einem Hexenschuss einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Unter Umständen können Sie dann auch krankgeschrieben werden.

    Wer zu Hause von einem Hexenschuss überrascht wird, sollte folgende Hinweise beachten, um die Schmerzen möglichst gering zu halten.

    • Legen Sie sich vorsichtig auf den Rücken und heben Sie Ihre Beine an, bis sie rechtwinklig in der Luft stehen. Verwenden Sie unter Umständen ein großes Kissen oder einen Sessel beziehungsweise Stuhl als Hilfsmittel.
    • Wenn Sie nicht auf dem Rücken liegen können, drehen Sie sich auf die Seite und nehmen Sie die Embryonal-Stellung ein. Dazu müssen Sie versuchen, die Beine möglichst nahe an den Körper zu ziehen.
    • Wärme oder Kälte hilft gegen Schmerzen. Wenn Sie zum ersten Mal einen Hexenschuss haben, sollten Sie zunächst ausprobieren, was Ihnen mehr hilft.
      • Zur Wärmebehandlung eignen sich Wärmflaschen, Körnerkissen, Wärmepflaster aus der Apotheke und eine warme Fango-Packung
      • Zur Kältebehandlung eignen sich spezielle Gel-Akkus. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich. Wenn Sie solche Akkus nicht haben, hilft auch eine Packung Tiefkühl-Erbsen.
    • Halten die Schmerzen an, können Sie diverse Schmerzmittel einsetzen, um sie einzudämmen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:
      • Konventionelle Schmerzmittel aus der Apotheke
      • Natur-Heilmittel wie Arnika, Teufelskralle oder Ingwer
    • Versuchen Sie nach einer Weile vorsichtig aufzustehen. Wenn Sie wieder fest und aufrecht stehen können, sollten Sie eine lange Dusche oder ein heißes Bad nehmen. Das entspannt Muskulatur und Nerven.

    Wichtig ist, dass Sie sich im Falle eines Hexenschusses nicht überanstrengen. Rufen Sie nach Hilfe und lassen Sie sich Wärmekissen, Schmerzmittel und Co. von jemandem bringen. Wenn Sie allein sind, ist es ratsam, zunächst einmal in der Rücken- oder Seitenlage zu verharren, bis sich die Schmerzen weitestgehend gelegt haben.

    Ein Hexenschuss ist eine wahrhaft unangenehme Angelegenheit, auf die jeder gern verzichten würde. Die richtigen Verhaltensweisen helfen jedoch bei der schnellen Linderung der Schmerzen. Und noch gute Nachricht zum Schluss: Ein Hexenschuss hat keine bleibenden Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

    Bild: © Depositphotos.com / Kzenon

  • Babys Entwicklungsschritte in den Schwangerschaftswochen

    Babys Entwicklungsschritte in den Schwangerschaftswochen

    Grundsätzlich dauert eine Schwangerschaft 280 Tage bzw. 40 Schwangerschaftswochen, wobei der Rechnungsbeginn der erste Tag der letzten Periode ist. Im Bauch der Mutter entsteht ein neues Leben mit faszinierenden Entwicklungsschritten.

    Schwangerschaftswoche 1 bis 4: Schwangerschaft weitgehend unbemerkt

    Circa 14 Tage nach der letzten Monatsblutung erfolgt der Eisprung. Wird nicht verhütet, können ungefähr zwei Stunden nach dem Geschlechtsverkehr die Samenzelle die Eizelle erreichen und sie befruchten. Damit wird die Zellteilung ausgelöst und das Ei reift in den Eierstöcken heran. Nach knapp 5 Tagen nistet es sich in der Gebärmutter ein und der Mutterkuchen beginnt sich zu bilden. Zu diesem Zeitpunkt ist das befruchtete Ei knapp 2 Millimeter im Durchmesser groß.

    Schwangerschaftswochen 5 bis 8: Zeit für den Schwangerschaftstest

    Nun bleibt die Monatsblutung aus, womit es meist Zeit für einen Schwangerschaftstest wird. Beim Embryo im Mutterleib beginnen sich Lunge, Leber und Bauchspeicheldrüse bzw. Schilddrüse zu bilden. Auch das Darmsystem sowie die Mundöffnung und das innere Ohr entstehen. Erste Herzaktionen können wahrgenommen werden, wobei nun das Kleine eine Größe von 3 bis 5 Millimeter hat.

    Schwangerschaftswochen 9 bis 12: Erste wahrnehmbare Anzeichen

    Im dritten Monat einer Schwangerschaft setzt die morgendliche Übelkeit bei der zukünftigen Mutter ein, womit den meisten klar wird, dass sich Nachwuchs ankündigt. Beim Embryo beginnt sich das Gesicht zu entwickeln. Auch seine Finger und die Handgelenke bilden sich nun und die Augen werden als Vertiefung erkennbar. Der Embryo ist 2 bis 6 Zentimeter groß.

    Schwangerschaftswochen 13 bis 16: erstes kleines Bäuchlein

    In dieser Phase der Schwangerschaft bildet sich bei manchen Müttern bereits ein kleines Bäuchlein. Beim Nachwuchs werden Bauch und Rücken erkennbar, wobei auch die Bildung der Körpermuskeln abgeschlossen ist. Die unteren Extremitäten werden sichtbar, wobei sich auch die Kopf- und Körperregion genau erkennen lassen. Ab diesem Zeitpunkt heißt der Embryo Fötus und ist zwischen 8 und 12 Zentimeter groß.

    Schwangerschaftswochen 17 bis 20: Erste Bewegungen spürbar

    Nun wird die Untersuchung der Nackenfalte beim Fötus durchgeführt. Ohren, Nase sowie Augen und Mund sind komplett ausgeprägt, auch die Nieren und Harnwege sind ausgereift. Die Arme und Hände kann es bereits bewegen, was auch die werdende Mutter erstmals spüren kann. Der Fötus misst zwischen 14 und 18 Zentimeter.

    Schwangerschaftswochen 21 bis 24: Das Baby reagiert

    Das Baby ist im Mutterleib sehr beweglich und reagiert auf Geräusche. Zudem entwickelt es einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Geschlecht ist deutlich erkennbar und der Herzschlag auch hörbar. Augenbrauen und Augenlider haben sich ausgeprägt. Der Fötus misst nun zwischen 20 und 24 Zentimeter und hat ein Gewicht von knapp 460 Gramm.

    Schwangerschaftswochen 25 bis 28: Reaktion der Sinnesorgane nimmt zu

    Nun beginnt sich das Gehirn des Kleinen stark auszuprägen. Die Geschlechtsorgane sind bereits komplett entwickelt und das Baby kann die Augen öffnen und schließen. Es reagiert zunehmend auf Geräusche von außen. Die Körpergröße beträgt zwischen 25 und 30 Zentimeter bei einem Gewicht von knapp 850 Gramm

    Schwangerschaftswochen 29 bis 32: Organe reifen weiter heran

    Der Kopfdurchmesser des Babys beträgt fast 8 Zentimeter. Augenbrauen und Wimpern sind komplett ausgebildet, die Organe reifen weiter heran. Nun misst das Kleine zwischen 32 und 40 Zentimeter und wiegt mehr als 1,6 Kilogramm.

    Schwangerschaftswochen 33 bis 36: Vorbereitungen zur Geburt

    Mittlerweile hat die Mutter zwischen 10 und 13 Kilogramm zugenommen und kann mit ihrem Baby nun sprechen. Das Fruchtwasser geht zurück und der Platz in der Gebärmutter wird enger. Der Kopf des Babys, der mittlerweile einen Durchmesser von 8,5 Zentimeter hat, senkt sich ins das Becken der Mutter. Das Körpergewicht beträgt ca. 2,8 Kilogramm, die Größe misst zwischen 41 bis 45 Zentimeter.

    SSW 37 bis 40: Die Geburt steht bevor

    Nun kann es zu vorgeburtlichen Wehen kommen. Die Organe des Babys sind komplett entwickelt und an ihrem Platz, wobei es auch die endgültige Geburtslage einnimmt. Der Nachwuchs ist zwischen 46 und 50 Zentimeter groß und wiegt mehr als 3 Kilogramm.

    Bild: © Depositphotos.com / ngaga35

  • Krätze – eine fast vergessene Krankheit

    Krätze – eine fast vergessene Krankheit

    Krätze ist eine Krankheit, die die meisten Menschen mit Armut und Schmutz in Verbindung bringen, also etwas, was es in der heutigen Zeit eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Krätze gibt es aber noch und sogar häufiger, als viele vielleicht annehmen. Scabies, wie die Krätze mit medizinischen Namen heißt, gehört zu den Geschlechtskrankheiten, da sie auch durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Aber auch in Alten- und Pflegeheimen ist die Krätze keine Seltenheit. Überall wo Menschen in engem Kontakt zueinander leben, kann auch Krätze auftreten, denn die Krankheit ist ansteckend, aber sie kann relativ einfach bekämpft werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Bei der Krätze treten die typischen Symptome auf, die man von vielen anderen entzündlichen Hautkrankheiten kennt. Da die Milben die die Krätze auslösen, sich auf der Haut ansiedeln und dort Gänge bohren, wird immer die obere Hautschicht in Mitleidenschaft gezogen. Es sind die weiblichen Milben, die millimeterlange Gänge bohren, um dort ihre Eier abzulegen, die männlichen Tiere bleiben auf der Hautoberfläche. Die Milben bevorzugen Körperstellen, an denen es angenehm warm und wo die Haut besonders dünn ist, und deshalb treten die ersten Symptome auch an den Handgelenken, zwischen den Zehen und Fingern, am Bauchnabel, im Brustbereich, unter den Achseln und im Genitalbereich auf. Nur bei Kindern ist die Krätze auch im Gesicht und an den Handflächen zu sehen.

    Sind die Symptome sichtbar, dann kommt es zu einem starken Juckreiz, vor allen Dingen in der Nacht, wenn der Körper im warmen Bett liegt. Die Haut beginnt schuppig zu werden und es bilden sich kleine Knötchen und Krusten, besonders dort, wo gekratzt wird. In der Folge ist die Haut mit Kratzspuren übersät und es zeigen sich die sogenannten Milbenhügel, die eine rötliche Farbe haben. Die ersten Symptome zeigen sich erst drei bis sechs Wochen nach der Ansteckung.

    Welche Ursachen hat die Krätze?

    Krätze entsteht nur bei engem Körperkontakt und es reicht schon ein trächtiges Weibchen aus, um die Krankheit auszulösen. Auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet, wenn es um eine Ansteckung mit Krätze geht. Menschen, deren Säure-Basenhaushalt nicht im Gleichgewicht ist, gehören ebenso zu den Risikopatienten und wer es mit der Hygiene nicht so genau nimmt, der riskiert einen Milbenbefall, denn Schmutz und Wärme ziehen die Milben praktisch magisch an. Deshalb wird Krätze auch die Krankheit der Armen genannt, denn in früheren Zeiten lebten die Armen eng zusammen und Körperhygiene spielte keine große Rolle.

    Wie wird Krätze behandelt?

    Um die Krätze erfolgreich zu behandeln, kommen spezielle Medikamente zum Einsatz. Zum einen müssen die Milben, die auf und unter der Haut leben, komplett vernichtet werden und zum anderen soll der Juckreiz verschwinden. Ein bewährtes Mittel ist Permethrin, ein künstlich hergestelltes Insektizid, das auf die Haut aufgetragen wird. Es gibt das Mittel in Form von Cremes und Lotionen, und wer die Krätze wieder loswerden möchte, der muss die Creme auf die Haut auftragen und dann acht bis zwölf Stunden einwirken lassen, anschließend wird die Creme gründlich abgewaschen.

    Sollten sich zwei Wochen nach der Behandlung keine Verbesserungen des Hautbildes einstellen oder wenn der Juckreiz in diesem Zeitraum nicht nachlässt, dann muss die Behandlung wiederholt werden. Bei Kindern und schwangeren Frauen darf das Mittel nur in einer begrenzten Dosis zum Einsatz kommen. Eine Alternative stellen Mittel mit den Wirkstoffen Allethrin und Benzylbenzoat dar. Cremes mit diesen Wirkstoffen werden meist dann eingesetzt, wenn eine Behandlung mit Permethrin nicht angeschlagen hat. Die Lotionen mit Allethrin und Benzylbenzoat müssen an drei Tagen nacheinander aufgetragen werden und die Behandlung muss nach einigen Tagen wiederholt werden. Da es zu starken Nebenwirkungen kommen kann, verschreiben die Ärzte Mittel mit den beiden Wirkstoffen nur ungern und auch nur dann, wenn es sich um einen starken Milbenbefall handelt.

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  • Borreliose – kleiner Biss, gefährliche Wirkung

    Borreliose – kleiner Biss, gefährliche Wirkung

    Wenn der Sommer kommt, dann steigt auch wieder die Gefahr, an Borreliose zu erkranken, denn Sommerzeit ist Zeckenzeit. Ein Biss der kleinen Insekten kann ausreichen, um eine Borreliose auszulösen, eine Krankheit, mit der nicht zu spaßen ist. Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst, die sogenannten Borrelien, und wer von einer Zecke gebissen wird, der verspürt für lange Zeit keine Symptome. Da die Borreliose oftmals sehr spät erkannt und behandelt wird, kann sie für den Betroffenen sehr gefährlich werden.

    Nicht immer gefährlich

    Eine Infektion mit Borrelien ist nicht zwangsläufig auch gefährlich, denn die meisten Zeckenbisse bleiben ohne Folgen. Wichtig ist aber, dass die Zecke in einem Zeitraum von 24 Stunden aus der Haut entfernt wird, z.B. mit einer Zeckenzange, denn wenn das der Fall ist, dann reicht die Menge der Bakterien nicht aus, um eine Borreliose auszulösen. Es ist nur ein geringer Prozentsatz, der tatsächlich nach dem Biss einer Zecke auch an Borreliose erkrankt. 70 % bis 90 % der Infektionen mit Borreliose bleiben ohne Folgen und wirken sich nicht negativ auf die Gesundheit aus, so die Ansicht von Experten, dennoch ist es immer eine gute Idee, nach einem Zeckenbiss einen Arzt aufzusuchen.

    Wer ist gefährdet?

    Grundsätzlich kann eine Borreliose jeden Menschen treffen, der sich in den Sommermonaten gerne in der freien Natur aufhält, denn wenn die Luft warm und schwül ist, dann lauern Zecken gerne im Unterholz, in Sträuchern und auch im hohen Gras. Kleine Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter sind gefährdet, wenn es um eine Infektion mit Borrelien geht, aber auch ältere Menschen zwischen dem 60. und dem 70. Lebensjahr sollten nach einem Spaziergang den Körper nach möglichen Zecken absuchen. Bei dieser Altersgruppe ist das Immunsystem auch nicht so stabil, dass es sich effektiv gegen die Bakterien zur Wehr setzen kann.

    Alle, die ein gut funktionierendes Immunsystem haben, müssen sich keine allzu großen Gedanken machen, denn wenn ein Immunsystem gut arbeitet, dann haben die Erreger, die eine Borreliose auslösen können, keine Chance.

    Können auch Haustiere eine Borreliose auslösen?

    Das Robert-Koch-Institut hat herausgefunden, dass auch Haustiere wie Hunde und Katzen eine Borreliose beim Menschen auslösen können. Eine Übertragung durch Katzen ist dabei noch wahrscheinlicher als eine Übertragung durch Hunde. Das ist allem Katzen der Fall, die den ganzen Tag unterwegs sind, denn wenn sich in ihrem Fell eine Zecke festsetzt, dann kann sie leicht auf den Menschen überspringen. Wer einen „Freigänger“ zu Hause hat, der sollte besonders im Sommer mit dem Schmusen vorsichtig sein, denn die Katze könnte eine Zecke mit nach Hause gebracht haben, die dann den Wirt wechselt, ohne dass der Betroffene es merkt.

    Die Borreliose Symptome

    Immer dann, wenn nach dem Biss einer Zecke die Borreliose-Bakterien in den Körper gelangen, dann entsteht eine Entzündung. Die ersten Anzeichen, dass es sich um eine Borreliose handelt, sind Rötungen auf der Haut, die sich kreisförmig ausbilden und in der Mitte verblassen. Diese sogenannte Wanderröte ist nicht bei jedem Menschen gleich stark ausgeprägt, bei einigen Betroffenen tritt sie sogar überhaupt nicht auf. Das ist auch der Grund, warum eine Borreliose gar nicht oder viel zu spät erkannt wird. Neben der Wanderröte gibt es auch noch andere Symptome wie Schmerzen in den Muskeln und Gelenken, sowie plötzlich auftretendes hohes Fieber. Abgeschlagenheit, eine Entzündung der Bindehäute und auch das Anschwellen der Lymphknoten kann ebenfalls ein Zeichen für eine Infektion mit Borrelien sein.

    Um eine endgültige Diagnose zu bekommen, muss das Blut untersucht werden, denn nur in einem Bluttest lassen sich die Bakterien ohne Zweifel nachweisen. Borreliose tritt in drei Stadien auf, wobei im ersten Stadium die Wanderröte ein deutliches Anzeichen ist. Im zweiten Stadium kommen dann Symptome dazu, die einer Grippe ähneln und erst im dritten Stadium wird es mit Persönlichkeitsveränderungen, Konzentrationsstörungen und mit starken Rückenschmerzen gefährlich.

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  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

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  • Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Oft unscheinbar treibt das Wetter außerhalb geschlossener Türen und Fenster sein Unwesen. Dass es uns auch innerhalb unserer vier Wände beeinflussen kann, wissen nicht viele. Man kennt es: Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, schlechte Laune, all das ist oft Ursache des Wetters. Dieses Phänomen nennt man im Volksmunde auch gerne die Wetterfühligkeit. Im Fachwesen spricht man von Meteoropathie. Besonders nach Operationen oder Unfällen, die Narben verursacht haben, wird man anfälliger für plötzliche und heftige Wetterumschwünge.

    Wie macht sich die Wetterfühligkeit bei Narben bemerkbar?

    Durch den operativen Eingriff oder den Unfall an der vernarbten Stelle, wurden Nerven durchtrennt und das Hautgewebe beschädigt. Bei heftigen oder plötzlichen Wetterveränderungen kann es sein, dass die Narbe anfängt zu schmerzen. Meistens ist es ein Stechen oder eine verspanntes Gefühl an der Narbe, welches sehr unangenehm werden kann. Starke Temperaturabstürze wie z.B.: von 30 Grad auf 10 Grad oder aber auch Veränderung des Luftdruckes oder der Luftfeuchtigkeit spielen hierbei eine große Rolle. Denn die durchtrennten Nervenbahnen sind beschädigt worden und nehmen nun fast Veränderung des Wetters wahr und leiten diese an das Gehirn als Schmerz weiter. Häufig kommt die schmerzliche Anfälligkeit auf diese Wetterumschwünge nicht direkt nach dem Unfall oder nach der Operation, sondern erst Monate oder Jahre später.

    Was hilft dagegen?

    In erster Linie sollte man auf den Vitaminhaushalt achten. Vitamin B, Zink und Eiweiße sind optimal geeignet um den Heilungsprozess der Narben innerlich so wie äußerlich zu unterstützen und zu beschleunigen. Bei starken und häufigen Schmerzen war in vielen Fällen eine Neuraltherapie aus dem Bereich der Alternativmedizin sehr erfolgreich. Jene Therapie behandelt genau die beschädigten Nervenbahnen an den Narben und befreit sie von Wetterfühligkeit.

    Wetterfühligkeit – Hohe Belastung für die Gelenke

    Viele Arthrose Patienten haben im Winter kältebedingt Probleme. Den Winter kann man leider nicht umgehen, daher hilft nur, den Umgang mit diesen Problemen zu erlernen. In den Wintermonaten kommt es immer wieder zu sehr frostigen Kälteeinbrüchen. Die eisige Luft aus Osteuropa strömt mehr und mehr nach Deutschland. Innerhalb weniger Stunden fallen die Temperaturen um mehr als 15 Grad. Diese Kälteeinbrüche bringen bei Arthrose-Patienten oft große Gelenkprobleme. Nicht die Kälte ist die Ursache für die Arthrose, sondern die Kälte verstärkt ihre Symptome. Die Patienten leiden unter drei Faktoren. Die Temperaturen sinken, der Luftdruck fällt und die Luftfeuchtigkeit steigt.  Durch diese kalte Umgebung ziehen sich die Sehnen und Muskeln fester zusammen. Dies hemmt die Beweglichkeit und verankert den Schmerz. Da feuchte Luft die Kälte besser überträgt kühlen die Gelenke schneller aus. Aufgrund des erhöhten Luftdrucks geht man davon aus, dass die entzündeten Gelenke anschwellen und Schmerzen verursachen. Passt man sich dem Wetter an, kann man aber furchtlos durch den Winter kommen. Jeder kann sich dem Wetter anpassen. Egal wie alt man ist.

    Die Wärmeregulation des Körpers lässt sich trainieren. Beispielsweise Anwendungen nach Kneipp mit Wechselduschen und Saunabesuchen stärken die Abwehr. Auch ein leichtes Ausdauertraining ist hilfreich. Bewegung ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Besonders geeignet sind Sportarten wie Nordic Walking, Gymnastik oder Ski-Langlauf.  Auch warme Winterkleidung verhindert das Eindringen der Kälte in den Körper. Wärme ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Daher müssen die Wohnräume auch immer gut temperiert sein. In der kalten Jahreszeit hilft auch ein Urlaub in warmen Ländern. Die Temperaturen entlasten die Knochen. Ein Umzug ist allerdings nicht empfehlenswert, denn der Körper würde sich voraussichtlich an die neuen Temperaturen schnell gewöhnen. Mit Mitteln wie Ibuprofen und Diclofenac kann man den Schmerz auf chemische Art und Weise unterbinden. Aber auch pflanzliche Mittel wie Teufelskralle, Brennnessel, Weidenrinde, Goldrute oder Pappel lindern die Schmerzen. Mit Hilfe von Wärmekompressen und Umschlägen kann man die Schmerzen ebenfalls in den Griff bekommen. Als Nahrungsergänzung empfiehlt sich Glucosamin, Kollagenhydolysat oder Vitamine E, Omega 3-Fettsäuren oder Gelatine. Diese Mittel verhindern

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