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  • So wichtig ist eine gute Schlafqualität für die Gesundheit

    So wichtig ist eine gute Schlafqualität für die Gesundheit

    Jeder hat schon mal eine Nacht durchgemacht und festgestellt, wie sehr sich der versäumte Schlaf am nächsten Tag bemerkbar macht. Schlaf ist lebensnotwendig, denn wenn wir schlafen, dann gönnen wir nicht nur dem Körper seine verdiente Ruhe, auch die Psyche kann sich in den sieben oder acht Stunden, die jeder Deutsche durchschnittlich in der Nacht schläft, ausruhen und neue Kräfte tanken. Schlaf ist aber nicht gleich Schlaf, denn auch hier kommt es auf die Qualität an. Eine eher schlechte Schlafqualität macht sich im Alltag schnell bemerkbar und damit die Schlafqualität auch wirklich gut ist, sind mehrere Faktoren von Bedeutung.

    Eine gute Schlafqualität ist mehr als wichtig

    Wenn wir gut schlafen, dann

    • Steigern wir unser Wohlbefinden
    • Wehren wir erfolgreich Krankheitserreger ab
    • Bewältigen wir den Stress und die Anstrengungen des Tages
    • Sorgen wir für mehr Fitness
    • Steigern wir unsere Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
    • Verarbeiten wir sowohl negative als auch positive Ereignisse
    • Sorgen wir für den Aufbau unserer Muskeln
    • Regenerieren wir Körper und Geist

    Eine gute Schlafqualität hilft dabei, besser zu lernen und entspannter zu arbeiten und alle, die ausreichend und gut schlafen, regulieren damit sogar ihren Blutdruck und stärken das Herz- und Kreislaufsystem. Im Schlaf heilen Wunden und die Knochen wachsen, die Haut erholt sich und allergische Reaktionen lassen nach. Leider hat nicht jeder einen gesunden und tiefen Schlaf, aber jeder kann an seiner ganz persönlichen Schlafqualität arbeiten, um sie zu verbessern.

    Was ist für eine gute Schlafqualität wichtig?

    Der überwiegende Teil der Deutschen, rund 50 Millionen Menschen, sind mit ihrer Schlafqualität zufrieden, aber jeder achte war aufgrund von Schlafstörungen schon einmal bei einem Arzt in Behandlung. 50 % der Deutschen haben regelmäßig Schlafstörungen und 6 % benötigen sogar ein Mittel, um gut schlafen zu können. Die Infografik Schlafqualität zählt die Gründe auf, die für eine gute Schlafqualität von Bedeutung sind. So sollten alle, die ihre Schlafqualität erhöhen möchten, am Abend auf Süßigkeiten verzichten, denn alle Lebensmittel, in denen raffinierter Zucker zu finden ist, sorgen für Chaos im Hormonhaushalt und das kann die Schlafqualität erheblich mindern. Deutlich effektiver ist es, am Abend eine Banane oder ein Joghurt zu essen und ein Glas Milch zu trinken, denn das fördert die Schlafqualität.

    Gut einschlafen und aufwachen

    In vielen deutschen Haushalten gehören Katzen und Hunde zur Familie, aber vierbeinige Hausgenossen sind nicht unbedingt ein Garant für einen guten Schlaf. So klagen 63 % derjenigen, die ein Tier haben, darüber, dass sie mit der Katze oder dem Hund das Bett teilen und daher nicht sonderlich gut schlafen. Wer seine Schlafqualität steigern will, der sollte sein Haustier aus dem Schlafzimmer aussperren. Für eine gute Schlafqualität ist aber auch das Aufwachen von Bedeutung. So ist es nicht empfehlenswert, einfach den Snooze Button des Weckers zu drücken, um noch eine Extraportion Schlaf zu bekommen. Besser ist es, die Alarmfunktion des Weckers auf die Uhrzeit einzustellen, zu der man wirklich aufstehen möchte, denn das trainiert den Schlafrhythmus und steigert die Qualität des Schlafes. Ausschlafen ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Schlafqualität geht, denn wer nicht ausschläft, der riskiert gesundheitliche Schwierigkeiten. Es ist bekannt, dass ein Glas Wein oder Bier durchaus als Schlummertrunk geeignet sind, aber während der Nacht stört der Alkohol die Schlafqualität ganz erheblich. Eine bessere Idee ist eine Tasse Tee, zum Beispiel mit Fenchel, Hopfen oder Kamille. Im Bett lesen kann beim Einschlafen helfen, aber es sollte das klassische Buch sein. Wer den Laptop, das Smartphone oder das Tablet zum Lesen nutzt, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schlaf nicht kommen will, denn diese Geräte vernichten das sogenannte Blaue Licht, das die Produktion von Melatonin unmöglich macht.

    Bild: © Depositphotos.com / choreograph

  • Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Dass Kaffee munter macht, das werden alle Morgenmuffel gerne bestätigen, und auch nach dem Mittagessen ist ein Tasse Kaffee immer eine gute Wahl. Dass Kaffee gut schmeckt und belebt, das ist hinlänglich bekannt, dass Kaffeetrinken aber das Leben verlängern kann, das zeigt jetzt eine neue Studie aus den USA. Kaffee hatte lange Zeit einen eher schlechten Ruf, denn Kaffee schädige das Herz, so hieß es gern, sogar in Medizinerkreisen. Die neue Studie kommt zu einem anderen Schluss, denn drei bis fünf Tassen des belebenden Getränks machen das Leben nicht nur angenehmer, sondern verlängern es auch.

    Kaffee schützt vor Krankheiten

    Die neue Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht wurde, ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein moderater Genuss von Kaffee das Risiko an den Folgen einer Krankheit zu sterben, deutlich senken kann. Der positive Effekt des Kaffees wirkt sich auf das Herz-Kreislaufsystem ebenso aus, wie auch auf die Parkinson-Krankheit und auf Diabetes Typ 2, auf Krebs hat Kaffee allerdings keinen so großen Einfluss. Zudem kamen die Forscher aus den USA zu der Erkenntnis, dass Menschen, die gerne und auch viel Kaffee trinken, seltener an Depressionen erkranken und weniger darüber nachdenken, sich das Leben zu nehmen.

    Warum ist Kaffee so gesund?

    Warum hat Kaffee einen so positiven Einfluss auf die Gesundheit? Die Forscher aus den USA, die für die Studie die Daten von 168.000 Frauen und 40.000 Männern gesammelt und ausgewertet haben, kommen zu dem Schluss, dass Kaffee viele bioaktive Substanzen hat. Diese Substanzen können die Resistenz des Insulins verringern und sie wirken entzündlichen Prozessen effektiv entgegen. Optimal ist es, zwei bis fünf Tassen am Tag zu trinken, eine sechste Tasse hat dann zwar keinen positiven Effekt mehr, aber schaden kann sie auch nicht. Es spielt in diesem Zusammenhang übrigens keine Rolle, ob es sich um Kaffee mit oder ohne Koffein handelt, der positive Effekt bleibt der Gleiche.

    Kann Kaffee abhängig machen?

    Es gibt einige Gerüchte um Kaffee, einige sind wahr, andere nur ein Mythos. Hieß es noch vor wenigen Jahren, dass Kaffee schlecht fürs Herz ist, so konnten Wissenschaftler jetzt nachweisen, dass genau das Gegenteil der Fall ist, denn Kaffee ist sogar gut fürs Herz. Kaffee kann für schlaflose Nächte sorgen, besagt eine andere These, und hier liegt die Wissenschaft richtig, denn wer am Abend starken Kaffee trinkt, der wird nicht sonderlich gut schlafen können. Allerdings hat starker Tee die gleiche Wirkung, denn die im Tee enthaltenen Stoffe sorgen ebenfalls für schlaflose Nächte. Ein besonders hartnäckiges Gerücht besagt, dass Kaffee süchtig machen kann. Tatsächlich kann es zu Abhängigkeitserscheinungen kommen, wenn man regelmäßig Kaffee trinkt. Wer daran gewöhnt ist, den Tag mit einer Tasse Kaffee zu beginnen, der wird es spüren, wenn er die gewohnte Tasse Aufmunterung am Morgen nicht bekommt. Für die American Psychiatric Association ist Kaffeemissbrauch ebenso eine Krankheit wie die Sucht nach Alkohol, aber ab wann die Sucht beginnt, das ist noch nicht klar. Wie lange der Entzug dauert, darüber gibt es hingegen schon Erkenntnisse, denn es dauert bis zu sechs Wochen, um kein Verlangen mehr nach einer Tasse Kaffee zu verspüren.

    Entzieht Kaffee dem Körper Wasser?

    Zu den Mythen, die sich rund um den Kaffee ranken, gehört auch die Aussage, dass Kaffee den Körper austrocknen kann, da er das Wasser entzieht. Das Gegenteil ist der Fall, denn durch den Kaffee bekommt der Körper Wasser. Zwar wirkt Kaffee harntreibend, aber dass es zu einem gefährlichen Mangel an Flüssigkeit kommen kann, das ist schlichtweg nicht wahr. Der Dichter Franz Kafka soll in diesem Zusammenhang einmal gesagt haben: „Kaffee dehydriert den Körper nicht. Ich wäre sonst schon Staub.“ Kafka hatte Recht, wer gerne Kaffee trinkt, muss sich keine Sorgen machen.

    Bild: © Depositphotos.com / tiplyashin

  • Selbstbräuner – wie schädlich ist die Bräunung aus der Tube?

    Selbstbräuner – wie schädlich ist die Bräunung aus der Tube?

    Der Sommer ist vorbei, aber viele wollen das Ferienfeeling gerne noch ein bisschen verlängern. Um die Bräune über die dunkle Jahreszeit zu retten, greifen sie zu einem Selbstbräuner, damit der Teint noch lange an Sonne, Palmen und Strand erinnert. Jetzt gibt es aber Berichte in den Medien, die den zahlreichen Selbstbräunern kein allzu gutes Zeugnis ausstellen, und das verunsichert diejenigen, die die Ferienzeit mit einem Selbstbräuner ein wenig verlängern wollen. Was ist dran an diesen Berichten und wie gefährlich sind Selbstbräuner tatsächlich?

    Wie gefährlich sind die Wirkstoffe im Selbstbräuner?

    Die meisten Selbstbräuner enthalten den Wirkstoff Dihydroxyaceton, kurz DHA genannt. Dieser Wirkstoff reagiert mit den Eiweißstoffen in der Hornschicht der Haut und dieser Vorgang macht eine Bräunung der Haut erst möglich. Als Grundregel gilt, je dicker die Hornschicht der Haut ist, umso stärker fällt auch die Bräunung aus. Besonders stark färben sich zum Beispiel die Innenflächen der Hand, etwas das vielen vielleicht schon mal aufgefallen ist, die sich nach dem Eincremen mit einem Selbstbräuner die Hände nicht gründlich genug gewaschen haben. DHA ist ein an sich unschädlicher Stoff und er gehört in einer anderen chemischen Zusammensetzung sogar zum menschlichen Stoffwechsel. Was einen Selbstbräuner aber gefährlich machen kann, das ist das Formaldehyd, was dem DHA in den Selbstbräunern beigemischt worden ist.

    Wie kann man einen guten Selbstbräuner erkennen?

    Das Formaldehyd im Selbstbräuner entsteht immer nur dann, wenn das DHA in seine Bestandteile zerfällt und sich zersetzt. Diese Reaktion tritt immer dann ein, wenn die Haut, die mit dem Selbstbräuner behandelt wurde, beispielsweise der Sonne ausgesetzt wird. Auch wenn der Selbstbräuner nicht mehr ganz so frisch ist, dann begünstigt das den Zerfall und die Zersetzung des DHA und es wird Formaldehyd freigesetzt. Wer vielleicht noch eine Tube Selbstbräuner im Schrank hat, die noch aus dem vergangenen Jahr stammt, der ist also gut beraten, diese Tube sofort zu entsorgen. Selbstbräuner, die viel schädliches Formaldehyd enthalten, machen sich auch durch einen unangenehmen stechenden Geruch bemerkbar. Wer sich eine Tube Selbstbräuner kauft, der sollte diese Tube möglichst kühl und dunkel lagern und den Selbstbräuner nicht mehr benutzen, wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Wenn diese Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, dann geht von einem Selbstbräuner keine Gefahr aus.

    Selbstbräuner – besser als UV-Licht

    Dass intensives UV-Licht für die Haut nicht gesund ist, das hat sich mittlerweile herumgesprochen und auch der häufige Gang auf die Sonnenbank ist für die Haut nicht empfehlenswert. Eine gute Alternative stellen Selbstbräuner dar, denn das Eincremen mit einem Selbstbräuner birgt deutlich weniger Gefahren als ein Sonnenbad in der prallen Mittagssonne oder ein Besuch auf der Sonnenbank. Ein weitverbreiteter Irrtum ist aber, dass ein Selbstbräuner auch ein guter Schutz gegen die Sonne ist, denn das ist definitiv nicht der Fall. Wer sich mit Selbstbräuner eincremt und dann in die Sonne legt, der sollte sich nicht wundern, wenn ein schmerzhafter Sonnenbrand entsteht. Um die Haut bei einem Sonnenbad zu schützen, sollte es immer eine Sonnencreme mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor sein.

    Gibt es allergische Reaktionen?

    Es gibt im Zusammenhang mit Selbstbräunern immer mal wieder allergische Reaktionen, die aber nicht auf den Selbstbräuner zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf die Duftstoffe, die in den meisten Selbstbräunern enthalten sind. Fast alle Selbstbräuner haben ursprünglich einen nicht sonderlich angenehmen Geruch. Diesen Geruch wollen die Hersteller überdecken und fügen den Selbstbräunern einen Duftstoff hinzu. Wer bei einem Selbstbräuner auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte einen Selbstbräuner mit natürlichen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Walnuss wählen. Diese natürlichen Wirkstoffe können die Haut nicht reizen, sie sind ebenso wirksam wie andere Selbstbräuner, und wer eine empfindliche Haut hat oder zu allergischen Reaktionen neigt, der wird mit diesen Selbstbräunern gut zurechtkommen.

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  • Die 24. SSW – das Baby wird zum Feinschmecker

    Die 24. SSW – das Baby wird zum Feinschmecker

    Die 24. SSW ist welcher Monat? Mutter und Kind befinden sich jetzt im sechsten Schwangerschaftsmonat und nähern sich dem letzten Drittel der Schwangerschaft. Die Mutter spürt in der 24. SSW das Gewicht des Babys jetzt immer deutlicher und die Belastungen der Schwangerschaft machen sich immer mehr bemerkbar. In der 24. SSW wird der Arzt zum zweiten Mal das Blut der Mutter auf eine eventuelle Rhesus-Unverträglichkeit testen und der Mutter empfehlen, eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes zu machen. Das Baby in der SSW24 bekommt einen weiteren Wachstumsschub und seine Lungen bilden sich weiter aus. Ab der 24. SSW erreichen die Aktivitäten im Bauch der Mutter für vier Wochen ihren Höhepunkt, denn danach wird der Platz für die sportlichen Übungen zu eng.

    24. SSW – das Baby macht große Fortschritte

    In der 24. SSW wird die Gewichtszunahme des Babys für die Mutter immer deutlicher, und in der 24. SSW Gewichtszunahme Tabelle steht jetzt 700 Gramm. Das Baby misst zwischen 30 und 31 cm und es legt weiter an Muskelmasse und Fettgewebe zu. In dieser Phase wird das Bewegungstraining und auch das Training der Reflexe weiter ausgebaut, denn das ist für die Entwicklung des Gehirns sehr wichtig.

    Das Baby kann in der 24. SSW bereits auf Stimmen und Geräusche immer besser reagieren. Es prägt sich die Stimme der Mutter ein und Forscher haben nachgewiesen, dass der Klang des ersten Schreis nach der Geburt dem Klang der mütterlichen Stimme sehr ähnlich ist. Wenn die Mutter dem Baby etwas vorliest, ein Lied singt oder einfach nur mit dem Kind spricht, dann wird das Baby aufmerksam zuhören.

    In der 24. SSW wird das Baby zu einem kleinen Feinschmecker, denn es kann über das Fruchtwasser verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden. Die Geschmacksknospen auf der Zunge unterscheiden jetzt süß und salzig, sauer und bitter. Der Geschmackssinn in der 24. SSW hat eine prägende Bedeutung, denn wenn zum Beispiel Süßes besonders stark wahrgenommen wird, dann wird das Kind in seinem ersten Lebensjahr gerne etwas essen, das süß ist. Die Mutter hat besonders in der 24. SSW oft Heißhungerattacken und wenn sie dann viele Süßigkeiten wie Kuchen oder Eis isst, dann nimmt auch das Fruchtwasser diesen Geschmack an, das Baby übernimmt praktisch die Vorlieben der Mutter.

    Die Reifung der Lungen schreitet in der 24. SSW weiter fort, und in den Lungenflügeln sind bereits die Blutgefäße und die Luftkanäle vorhanden. Langsam aber sicher wird jetzt auch ein Protein gebildet, das verhindert, dass die Lungenflügel verkleben können. Die Haut des Babys ist in der 24. SSW noch sehr zart und durchsichtig, denn die Ausbildungen der einzelnen Hautschichten ist noch nicht vollkommen abgeschlossen. Die Fingernägel des Kindes reichen jetzt schon bis zu den Fingerkuppen und die Struktur der Augen ist komplett entwickelt.

    Wie gut sind die Überlebenschancen in der 24. SSW?

    Wie sehen die Überlebenschancen in der 24. SSW aus? Babys, die in der 24. SSW zur Welt kommen, sind aufgrund ihrer noch geringen Lungenreifung nur bedingt überlebensfähig. Die Chancen, dass das Baby überlebt, liegen bei 67 %, je nachdem, wie schwer das Baby ist. Ein Gewicht von 700 Gramm ist lediglich ein durchschnittlicher Wert, es gibt auch Frühchen in der 24. SSW, die nur 500 Gramm auf die Waage bringen. Zwar sind in der 24. SSW die wichtigen Organe bereits angelegt, aber sie haben leider noch nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht.

    Das größte Problem bei einer Frühgeburt in der 24. SSW stellen die Lungen dar. Aber auch das Gehirn, die Blase, der Darm und die blutbildenden Organe wie zum Beispiel die Milz sowie das kindliche Immunsystem haben ihre entscheidenden Entwicklungsschritte noch vor sich. Dazu kommt, dass der Wärmehaushalt des Kindes noch nicht eigenständig reguliert werden kann.

    Kinder, die in der 24. SSW zur Welt kommen, müssen im Inkubator intensiv medizinisch betreut werden, sie werden künstlich durch einen Nasenschlauch beatmet und sie müssen über eine Sonde auch künstlich ernährt werden. Das Risiko dauerhafter gesundheitlicher Schäden ist in der 24. SSW hoch. So kann es zu ernsten Seh- und Hörproblemen kommen und auch spätere Lernschwächen können nicht ganz ausgeschlossen werden. Aber viele Kinder, die vielleicht nach der Geburt in der 24. SSW noch größere gesundheitliche Schwierigkeiten hatten, wachsen später zu ganz gesunden Kindern heran.

    Wenn die Mutter in der 24. SSW echte Wehen bekommt, dann werden die Ärzte alles versuchen, um die Geburt zu stoppen und um dem Baby die Möglichkeit zu geben, sich im Mutterleib weiter entwickeln zu können.

    Wie geht es der Mutter in der 24. SSW?

    Übungswehen sind in der 24. SSW keine Seltenheit, die aber von den echten Wehen, die die Geburt einleiten, zu unterscheiden sind. Die vorzeitigen Wehen sind mit Krämpfen während der Menstruation zu vergleichen, es kann auch zu Schmerzen im unteren Bereich des Rückens kommen. Wenn sich in der 24. SSW ein harter Bauch bemerkbar macht, dann ist das ebenfalls ein Zeichen dafür, dass der Körper für die echten Wehen trainiert. Auch die sogenannten Mutterbänder machen sich in der 24. SSW bemerkbar, sie werden stärker beansprucht und das führt oftmals zu einem schmerzhaften Ziehen im Unterleib. Die Beschwerden klingen meist schnell wieder ab, wenn die Mutter sich hinlegt und sich eine kleine Pause gönnt.

    Sollten die Schmerzen stärker werden oder mehr als dreimal in einer Stunde auftreten, dann muss sofort ein Arzt verständigt werden. Das gilt auch dann, wenn Flüssigkeit in kleinen Tropfen abgeht oder wenn ein Schwall Flüssigkeit aus der Scheide austritt. Das sind Zeichen dafür, dass die Fruchtblase geplatzt ist. Wenn das der Fall ist, dann muss die werdende Mutter sofort in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

    Auffällig sind in der 24. SSW auch die ersten Dehnungsstreifen, die sich am Bauch und auf dem Busen zeigen. Zunächst sind diese Streifen rot-blau gefärbt und erst nach der Entbindung werden sie schmaler und nehmen eine hell-silbrige Farbe an. Zwar verschwinden die Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen nicht vollständig, aber durch eine gute Pflegecreme oder eine Körpermilch wird die Haut elastischer und die Streifen sind nicht so stark ausgeprägt. Auch die Füße öfter mal hochzulegen, ist in der 24. SSW eine gute Idee, denn dann werden der Kreislauf und die Gefäße geschont.

    Bild: © Depositphotos.com / Kostia777

  • 25. SSW – das Baby wird aktiver

    25. SSW – das Baby wird aktiver

    In der 25. SSW wächst der Bauch und das Baby wird immer munterer und aktiver. Die Mutter fühlt sehr intensive Kindesbewegungen in der 25. SSW und allmählich machen sich einige Beschwerden bemerkbar. Da in der 25. SSW die Gewichtszunahme des Babys groß ist, verspürt die Mutter unter anderem einen starken Harndrang und auch schwere Beine und Krampfadern werden in der 25. SSW zunehmend zu einem Problem. Das Baby, das in der 25. SSW die Größe eines Fußballs hat, wächst rasant, es legt Fettreserven an und seine Organe bilden sich weiter aus.

    Das Baby in der 25. SSW – es wächst und wächst

    In der 25. SSW wird das Gewicht des Babys in der Tabelle mit rund 800 Gramm angegeben. Vom Scheitel bis zur Sohle misst das Baby jetzt 33 cm und es verfügt schon über einige Fähigkeiten. In der Phase der Schwangerschaft sitzt das Baby mit angezogenen Knien und verschränkten Armen in der Gebärmutter und in den Stunden, in denen es wach ist, turnt es auch gerne herum und versetzt der Mutter einen Tritt oder einen schmerzhaften Boxhieb. In der 25. SSW entwickelt das Baby einen Gleichgewichtssinn und in der unteren Hautschicht sind jetzt auch die Kapillargefäße zu finden. Durch eine bessere Durchblutung bekommt die Haut des Babys einen rosigen Schimmer und die Falten in der Haut bekommen ein Polster aus Muskeln und Fettgewebe. Pro Woche wird das Kind ab jetzt rund 85 Gramm zunehmen.

    Einen gewaltigen Sprung machen in der 25. SSW das kindliche Nervensystem und die Sinne. Es reagiert jetzt auf Berührungen, und wenn die Mutter hellem Licht, zum Beispiel durch die Sonne ausgesetzt ist, dann dreht das Kind den Kopf automatisch zur Seite. Auch das Gehirn entwickelt sich in der 25. SSW weiter. Der Cortex, also die Großhirnrinde teilt sich in verschiedene Schichten, aber die meisten Funktionen des Körpers werden nach wie vor von anderen Regionen im Gehirn gesteuert. Ab der 25. SSW verlagern sich die sensorischen und motorischen Fähigkeiten aber immer mehr in den Cortex. Die Lungen des Kindes reifen und damit steigen auch die Überlebenschancen des Kindes, wenn es in der 25. SSW zu einer Frühgeburt kommen sollte.

    Was passiert, wenn die Wehen in der 25. SSW einsetzen?

    Bekommt die Mutter in der 25. SSW Wehen, dann werden die Ärzte nach Möglichkeit verhindern, dass das Kind zur Welt kommt. Die Mutter bekommt Wehenhemmer, sogenannte Tokolytika, aber auch Glukokortikoide, ein Mittel, das die Reifung der kindlichen Lungen beschleunigen soll. Lässt sich die Geburt nicht mehr aufhalten, dann besteht eine Chance von 82 %, dass das Baby überlebt. In der 25. SSW sind die Ärzte verpflichtet, alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um das Baby zu retten, zur Not müssen sie auch gegen den Willen der Eltern aktiv werden.

    Kommt das Baby in der 25. SSW zur Welt, dann muss es noch künstlich beatmet werden, da die Lungenkapazität nicht für eine selbstständige Atmung ausreicht. Zudem wird das Baby permanent an einen Monitor angeschlossen, da sein Herzschlag noch keinen festen Rhythmus hat. Da auch das Immunsystem noch nicht ausreichend funktioniert, muss das Baby in der 25. SSW in die keimfreie Umgebung eines Inkubators. Babys, die in der 25. SSW geboren werden, sind noch nicht in der Lage selbstständig zu trinken, und deshalb werden sie intravenös über einen Schlauch in der Vene mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

    Wenn der Verdauungsapparat funktioniert, dann legen die Ärzte in der Regel eine Magensonde, über die das Baby Muttermilch bekommt. Diese Ernährung über die Sonde wird so lange beibehalten, bis das Frühchen sicher atmen, saugen und auch schlucken kann.

    Ab der 25. SSW wird es für die Mutter mühsam

    Die 25. SSW war welcher Monat? Wenn die Mutter sich später an die Schwangerschaft erinnert oder wenn sie ein Tagebuch geführt hat, dann wird die 25. SSW die Woche sein, in der die Schwangerschaft langsam, aber sicher mühsam wurde. Das Gewicht der Gebärmutter und des Kindes belastet jetzt zunehmend die Bänder, das Skelett und den Rücken. Da in der 25. SSW immer mehr Fruchtwasser gebildet und alle zwei Stunden komplett ausgetauscht wird, muss die werdende Mutter möglichst viel trinken. Die Gewichtszunahme ist in der 25. SSW besonders stark, denn der Körper beginnt damit, Fettreserven anzulegen, um sich auf die Stillzeit vorzubereiten.

    Der Schwerpunkt des Körpers verlagert sich in der 25. SSW nach vorne und das sorgt bei den meisten Müttern für ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Damit das nicht zu belastend wird, hat die Natur vorgesorgt. Bei Frauen sind die Wirbelsäule und der Bereich der Lenden deutlich stärker und biegsamer, als das bei Männern der Fall ist. Die unteren drei Lendenwirbel sind miteinander verzahnt und stärker nach hinten ausgerichtet als alle anderen Wirbel und das stützt den Rücken perfekt.

    Eine bequeme Schlafhaltung zu finden, wird für die Mutter in der 25. SSW immer schwieriger. Die linke Körperseite bietet in den kommenden Wochen die beste Möglichkeit für eine gesunde und weniger anstrengende Schlafposition, und um den Druck von den Gelenken und Bändern zu nehmen, ist ein Seitenschläferkissen eine gute Wahl. Um die stärker werdenden Brüste zu entlasten, kann es hilfreich sein, auch in der Nacht einen BH zu tragen.

    Vorsicht vor Infektionen

    Als besonders unangenehm empfinden die meisten Frauen in der 25. SSW den zunehmenden Harndrang. Da das Gewebe des Harnsystems in der 25. SSW aufgelockert wird, kann es schneller zu Harnwegsinfekten kommen. Wichtig ist es, die Blase bei jedem Gang zur Toilette vollständig zu entleeren, wenn es trotzdem zu Schmerzen kommt, dann sind das Anzeichen für eine Infektion und die werdende Mutter muss sofort zum Arzt. Eine Entzündung der Harnwege ist zwar leicht zu behandeln, aber wenn die Infektion verschleppt wird, dann kann das schwerwiegende Folgen haben und sogar in einer Frühgeburt enden.

    Zu den typischen Symptomen gehören brennende Schmerzen beim Wasserlassen und ein starker Harndrang. Auf der Toilette werden aber nur wenige Tropfen Urin ausgeschieden und der Urin hat einen stechenden, unangenehmen Geruch. Wenn sich in den Urin kleine Mengen Blut mischen oder wenn Fieber auftritt, dann sollte die Mutter sofort einen Arzt aufsuchen, der eine Blutuntersuchung macht und die entsprechenden Maßnahmen einleitet.

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  • Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    In Deutschland leiden immer mehr Kinder unter Diabetes Typ 1 und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu. Bis jetzt sind rund 30.000 Kinder von Diabetes Typ 1 betroffen, aber welche Ursache die Krankheit hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Wenn Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird, dann besteht für das betroffene Kind immer die akute Gefahr einer Unterzuckerung, weil der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist.

    Was genau ist Diabetes Typ 1?

    Diabetes ist heute zu einer Art Volkskrankheit geworden, an der bundesweit geschätzt sechs Millionen Menschen leiden. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt drastisch zu, denn das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass es zu den sechs Millionen Menschen, die bereits erkrankt sind, noch einmal ein bis zwei Millionen Fälle gibt, in denen Diabetes noch nicht erkannt wurde und damit auch nicht behandelt wird. Die häufigste Form ist die Diabetes Typ 2 und hier ist es in den meisten Fällen eine falsche und ungesunde Ernährung, die die Krankheit auslöst. Anders sieht es bei der Diabetes Typ 1 aus, einer Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, das notwendige Insulin zu produzieren. Fehlt das Hormon Insulin, dann ist es dem Körper nicht mehr möglich, Zucker aufzunehmen und zu verarbeiten. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kinder, die an Diabetes Typ 1 leiden, um zwei Prozent angestiegen, aber warum immer mehr Kinder krank werden, das ist noch immer unklar.

    Diabetes Typ 1 und die gefährlichen Folgen

    Die meisten Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, erkranken zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr. Für Kinder ist Diabetes Typ 1 besonders hart, denn sie dürfen nicht mehr alles essen, außerdem muss ihr Blutzuckerspiegel permanent überwacht werden. Viele Kinder bekommen nach der Diagnose Diabetes Typ 1 ein kleines Kästchen, das an der Bauchdecke befestigt wird. Von diesem Kästchen aus führt eine Nadel in die Bauchdecke und es wird kontinuierlich eine kleine Menge des sogenannten Basal-Insulins in den Körper abgegeben. Damit wird verhindert, dass es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt. Diabetes kann dramatische Folgen haben, denn Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen, Amputationen der Füße und auch Erblindungen können zu den Spätfolgen dieser Krankheit gehören.

    Wie kann Diabetes Typ 1 behandelt werden?

    Noch vor 100 Jahren führte Diabetes Typ 1 oftmals zum Tode, heute ist die Wissenschaft so weit, dass auch diese Form der Zuckerkrankheit gut zu handhaben ist. Es gibt ein modernes Insulin, das besonders schnell wirkt und eine Unterzuckerung effektiv vermeiden kann. Noch recht neu sind die tragbaren Minigeräte, die mit einem CGM-Sensor und einer feinen Nadel ausgestattet sind. Der Sensor misst automatisch alle drei Minuten den Zuckergehalt im Blut und schlägt immer dann Alarm, wenn der Zuckerspiegel sinken sollte. Aktuell arbeiten Wissenschaftler daran ein Gerät zu entwickeln, bei dem der Sensor und die Insulinpumpe miteinander verbunden sind, denn das würde es möglich machen, dass die Versorgung mit Insulin auch ohne das Zutun des Patienten immer zeitnah geschehen kann. Noch wird der Sensor, der am Bauch angebracht wird, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Experten vermuten aber, dass die Kassen die Kosten übernehmen werden, wenn die Zahl der Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, weiter ansteigt.

    Ein unterschätztes Problem

    2013 starben in Deutschland rund 25.000 Menschen an den Folgen von Diabetes. Während aber von Diabetes Typ 2 überwiegend ältere Menschen betroffen sind, erkranken an Diabetes Typ 1 viele junge Menschen. 32.000 Jugendliche unter 19 Jahren sind in Deutschland von Diabetes Typ 1 betroffen und jedes Jahr kommen rund 200 neue Fälle dazu. Aber das Problem wird häufig auch unterschätzt, denn viele Eltern machen sich keine Gedanken darüber ob ihr Kind an Diabetes Typ 1 erkranken könnte.

    Bild: © Depositphotos.com / Anetta