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  • 32. SSW – das Ende des achten Monats

    32. SSW – das Ende des achten Monats

    Mutter und Kind nehmen in der 32. SSW mehr und mehr an Gewicht zu und für die Mutter wird die Kurzatmigkeit immer mehr zu einem Problem. Da das Baby jetzt noch genug Platz in der Gebärmutter hat, sind in der 32. SSW starke Kindsbewegungen keine Seltenheit. Die Kindbewegungen 32. SSW können so stark sein, dass der Mutter im wahrsten Sinne des Wortes die Luft wegbleibt. Das ist immer dann der Fall, wenn das Kind sich bereits gedreht hat und in der Beckenlage liegt. Es kann passieren, dass es von Zeit zu Zeit der Mutter kräftig ins Zwerchfell tritt und das sorgt dafür, dass der Atem stockt.

    Auch Übungswehen, die Braxton-Hicks-Kontraktionen, können in der 32. SSW schon sehr intensiv sein. In der 32. SSW hören die meisten Mütter sehr genau in sich hinein und das Bedürfnis nach Ruhe wächst stetig an. Aber noch liegen knapp acht Wochen vor Mutter und Kind und diese Zeit nutzen beide auf recht unterschiedliche Art und Weise.

    Wie geht es dem Baby in der 32. SSW?

    Wer in der 32. SSW die Gewicht Baby Tabelle anschaut, der wird sehen, dass das Baby schon rund 1.800 Gramm wiegt und im Durchschnitt 43 cm misst. Rasant ist in der 32. SSW die Gewichtszunahme des Babys, denn im Schnitt nimmt es ab jetzt jede Woche 200 Gramm zu. Der Mutter macht in der 32. SSW das Baby Gewicht noch nicht allzu viel aus, denn da sich das Kind relativ gut bewegen kann, verlagert sich das kindliche Gewicht nicht nur nach unten, wie das in den kommenden Wochen der Fall sein wird.

    Für ein Leben außerhalb der Gebärmutter fehlen dem ungeborenen Kind in der 32. SSW nur noch zwei Dinge. Zum einen die schützende Fettschicht, die sowohl als Wärmeregulator als auch als Energiereserve dient und zum anderen eine ausreichende Menge an Surfactant, einem Oberflächenprotein, das die Aufgabe hat, ein Kollabieren der Lungenbläschen zu verhindern.

    Wenn das Baby in der 32. SSW schon die Beckenendlage, also die Geburtslage einnimmt, dann heißt das leider nicht, dass es in den kommenden Wochen auch in dieser Lage bleibt. Viele Kinder wechseln bis zum errechneten Geburtstermin noch mehrmals die Position, meist zum Leidwesen der Mutter, der diese Salti nicht immer angenehm sind. Auch außerhalb machen sich die Drehungen des Babys in der 32. SSW bemerkbar und das sieht nicht selten unfreiwillig komisch aus.

    In der 32. SWW wird die Gebärmutter noch einmal mit rund einem Liter Fruchtwasser gefüllt und dieser Vorgang kann dabei helfen, das Baby in seine endgültige Geburtslage zu bringen. Die große Menge an Fruchtwasser, die das Baby jetzt schluckt, sorgt immer öfter für einen Schluckauf, der ebenfalls außerhalb zu sehen ist. Dieser Schluckauf ist für das Baby aber sehr wichtig, denn damit kann es seine Atemwege optimal trainieren. Das Baby hat nur noch in der 32. SSW die Möglichkeit seine Lungen zu trainieren, denn nach der 32. SSW nimmt die Menge an Fruchtwasser immer weiter ab.

    Mögliche Probleme in der 32. SSW

    Wird das Kind ein Junge, dann wandern in der 32. Schwangerschaftswoche die Hoden in den Hodensack. Es kann allerdings passieren, dass einer der Hoden bei der Geburt noch im Inneren des Körpers ist, aber das ist für die Eltern kein Grund, sich Sorgen zu machen. Meist sind hormonelle Störungen oder auch eine körperliche Blockade die Ursache. In 75 % dieser Fälle wird das Problem innerhalb des ersten Lebensjahrs von ganz alleine behoben. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann wird mit einer speziellen Hormonbehandlung entweder durch Injektionen oder durch ein Nasenspray nachgeholfen. Wenn diese Maßnahmen nicht greifen sollten, dann wird ein kleiner operativer Eingriff unter einer leichten Vollnarkose vorgenommen und alles wieder an seinen Platz gebracht.

    Die Mutter in der 32. SSW

    Wie das Baby, so nimmt auch die Mutter in der 32. SSW kontinuierlich zu. Rund 500 Gramm sind es pro Woche und 250 Gramm gehen dabei an das Baby, die anderen 250 Gramm braucht die Mutter als Energiereserve für die bevorstehende Geburt. Die meisten Babys sind in der 32. SSW am Tag sehr ruhig, erst wenn die Mutter ins Bett geht, dann wird der Nachwuchs so richtig munter. Schlafstörungen in dieser Phase der Schwangerschaft sind also keine Seltenheit. Auch ein vermehrter Harndrang kann die Mutter um ihre Nachtruhe bringen. Sex ist in der 32. SSW noch ohne Probleme und auch ohne Gefahr möglich. Das Baby wird zum einen durch die Muskulatur der Gebärmutter und zum anderen durch die Fruchtblase optimal geschützt. Viele medizinische Studien haben nachgewiesen, dass sexuelle Aktivitäten in der 32. SSW weder zu einer Frühgeburt noch zu vaginalen Infektionen führen können.

    Wenn das letzte Drittel der Schwangerschaft beginnt, dann lagert sich bei vielen Frauen Wasser im Gewebe ein und das kann im schlimmsten Fall zum sogenannten Karpaltunnelsyndrom führen. Die werdende Mutter verspürt in der 32. SSW oft ein taubes Gefühl oder ein unangenehmes Kribbeln in den Fingern. Schuld daran sind Wassereinlagerungen im Handwurzelkanal und besonders in der Nacht sind diese Symptome sehr stark. Wenn die Schmerzen der Mutter zu sehr zu schaffen machen, dann kann es hilfreich sein, eine Handschiene zu tragen, die das Handgelenk ruhig stellt. Helfen können aber auch Injektionen in die betroffenen Nervenbahnen, und wer keine Injektionen mag, der sollte versuchen, die Schmerzen in der Hand mit Akupunktur zu bekämpfen.

    In der 32. SSW kann bereits das Elterngeld beantragt werden, die Geburtsurkunde muss dann später nur noch nachgereicht werden. Kommt es zu einer verfrühten Geburt, dann erspart das den Eltern eine Menge Stress.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 32. SSW?

    Kommt es zu einer Entbindung in der 32. SSW, dann gilt das Kind aus medizinischer Sicht zwar als 32. SSW Frühchen, aber es hat die besten Chancen, ein gesundes Leben auch außerhalb der schützenden Gebärmutter zu führen. Die meisten Kinder, die als 32. SSW Frühgeburt auf die Welt kommen, wachsen ohne gesundheitliche Störungen auf und es zeigen sich auch in den ersten Lebensjahren keine großen Unterschiede zu den Kindern, die termingerecht das Licht der Welt erblickt haben. Es gibt nur in sehr seltenen Fällen körperliche, motorische oder auch geistige Differenzen oder Störungen.

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  • Kombipräparate bei Erkältungen – sinnvoll oder wirkungslos?

    Kombipräparate bei Erkältungen – sinnvoll oder wirkungslos?

    Der Winter kommt und mit sind auch die Erkältungskrankheiten wieder da. Viele fühlen sich jetzt krank, denn die Nase läuft, der Hals schmerzt und der Husten stört die Nachtruhe. Eine Erkältung ist in dieser Jahreszeit keine Seltenheit und um die Beschwerden wieder loszuwerden, greifen immer mehr Menschen zu sogenannten Kombipräparaten. Aber reicht ein einziges Mittel wirklich aus, um die Erkältung in Schach zu halten und die Symptome zu lindern? Kombipräparate sind beliebt, aber sind sie auch sinnvoll, oder sollte man sich besser auf die guten alten Hausmittel verlassen?

    Kombipräparate – die universellen Helfer

    Wer eine starke Erkältung hat, der möchte nur eins – so schnell wie möglich wieder gesund werden. Das gilt besonders für alle, die sich nicht krankschreiben lassen möchten, die Zuhause jede Menge um die Ohren haben und es nicht leisten können, eine Pause einzulegen. In diesen Fällen kommen Kombipräparate wie gerufen, denn diese Mittel sind so etwas wie ein Universalhelfer, der alle Beschwerden auf einmal bekämpfen kann. Die Stiftung Warentest sieht das allerdings ein wenig anders und rät davon ab, eine Erkältung nach dem Gießkannenprinzip zu behandeln. Sie hat 300 der rezeptfreien Kombipräparate getestet und einer ausführlichen Prüfung unterzogen.

    Wie wirksam sind Kombipräparate?

    Grippostad C oder Aspirin Complex gehören zu den Kombipräparaten, die nicht nur mit einer hohen Wirksamkeit werben, durch Vitamin C wird auch noch ein gesundheitlicher Mehrwert suggeriert. Wick geht gleich mit zwei Kombipräparaten an den Start, denn Wick MediNait soll in der Nacht für ruhigen Schlaf sorgen und Wick DayMed macht angeblich fit und leistungsfähig für den Tag. Alle Kombipräparate, die auf dem Markt und frei verkäuflich sind, sollen die Kopf- und Gliederschmerzen lindern, das Fieber senken und den Schnupfen bekämpfen. Die Stiftung Warentest sieht das sehr kritisch und bemängelt, dass die Kombipräparate zum Teil schwere Nebenwirkungen haben, zudem ist die Wirkung vieler Inhaltsstoffe fraglich und in einigen Mitteln sind die Wirksubstanzen viel zu niedrig dosiert.

    Die Erkältung ganz gezielt bekämpfen

    Nicht nur die Stiftung Warentest rät dazu, die Erkältung ganz gezielt mit unterschiedlichen Medikamenten zu bekämpfen, auch viele Ärzte sind der Meinung, dass Kombipräparate keine gute Wahl sind. Nur wenn ein bestimmtes Mittel gegen ein bestimmtes Symptom eingesetzt wird, dann kann auch eine optimale Wirkung erzielt werden.

    • Bei Halsschmerzen erzielen die Wirkstoffe Ambroxol und Lidocain die größten Erfolge, allerdings sind sie für Kinder sowie Schwangere und Frauen, die stillen, nicht zu empfehlen. Kamillenblüten oder auch Kamillentee zum Gurgeln sind hier eine bessere Wahl.
    • Der Schnupfen lässt sich mit Xylometazolin bekämpfen, denn der Wirkstoff lässt die Schleimhäute in der Nase abschwellen. Der Wirkstoff sollte aber nicht länger als eine Woche verwendet werden. Auch eine konzentrierte Salzlösung und der Wirkstoff Dexpanthenol sind empfehlenswert, denn sie halten die Schleimhäute der Nase immer feucht und stärken die Abwehrkräfte.
    • Gegen Fieber und Schmerzen sind Paracetamol und Ibuprofen eine gute Wahl. Sie helfen dabei, Kopf- und Gliederschmerzen zu lindern und das Fieber optimal zu senken. Beide Wirkstoffe dürfen allerdings nur zeitlich begrenzt eingenommen werden.
    • Um einen trockenen Husten effektiv zu bekämpfen, ist der Wirkstoff Dextromethorphan eine gute Wahl, aber auch hier gilt: Ein Hustensaft mit diesen Wirkstoff darf nur kurze Zeit eingenommen werden. Ist der Husten verschleimt, dann sind die Wirkstoffe Ambroxol und Azetylzystein ideal, um die Verschleimung zu lösen. Wer seinen Husten mit natürlichen Mitteln bekämpfen will, der sollte einen Hustensaft einnehmen, der Eibisch, Spitzwegerich, Efeu, Thymian oder auch isländisches Moos enthält. Auch hier gilt wie bei den anderen Erkältungsbeschwerden, ein sogenanntes Monopräparat ist besser als ein Kombipräparat.

    Kombipräparate sind mit Sicherheit praktisch in der Handhabung, aber sie haben ihre Nachteile. Eine Erkältung sollte nach Möglichkeit mit natürlichen Mitteln gelindert werden, denn natürliche Mittel sind gut verträglich und sie haben keine Nebenwirkungen.

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  • 34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    In der 34. SSW sind es nur noch sechs Wochen bis zur Geburt, wenn alles nach Plan läuft und das Kind zum errechneten Geburtstermin zur Welt kommt. Für die Mutter beginnt jetzt eine ganz besondere Phase, denn sie kann in den Mutterschutz gehen, wenn sie möchte und die verbleibenden sechs Wochen dazu nutzen, Kraft für die bevorstehende Geburt zu tanken. Sie hat Zeit für sich, kann das Kinderzimmer fertig einrichten und alles das kaufen, was das Baby noch benötigt. Auch für das Baby ist die 34. SSW eine entscheidende Woche, denn es bereitet sich auf seine Art vor, das Licht der Welt zu erblicken.

    Das Baby in der 34. SSW

    45 cm groß und etwa 2.250 Gramm schwer ist das Baby in der 34. SSW. Es wird nur noch in den kommenden zwei Wochen weiter wachsen und an Gewicht zulegen, danach ist das Wachstum abgeschlossen. Wie die Mutter, so sammelt auch das Kind in der 34. SSW Kraft und Energie für die Geburt. Das Baby hat in der 34. SSW alle wichtigen Phasen seiner Entwicklung bereits durchlaufen, die es braucht, um auch außerhalb des schützenden Mutterleibs zurechtzukommen. Seine Lungen haben sich weitgehend entfaltet und sind ausgereift, auch das Gehör ist jetzt feiner. Das Baby lauscht der Mutter, die ihm etwas vorliest, es mag Musik und auch die Babygespräche, die die meisten Mütter mit ihrem ungeborenen Kind führen, werden jetzt deutlicher wahrgenommen. Das Baby hört aber nicht nur besser, Studien haben nachgewiesen, dass das Kind auch auf bestimmte akustische Reize reagiert.

    In der 34. SSW werden noch einige Feinarbeiten vorgenommen und die Entwicklung des Gehirns ist fast abgeschlossen. Der Bedarf an Kalzium ist in der 34. SSW besonders hoch und das Kind nimmt davon so viel wie eben möglich, aus dem Blut der Mutter auf. Es ist wichtig, dass sich die Mutter in der 34. SSW besonders kalziumreich ernährt, denn das ist für den Aufbau des kindlichen Skeletts unabdingbar. Optimal ist es, wenn in der 34. SSW der Gehalt an Kalzium beim Baby höher ist als bei der Mutter.

    In der 34. SSW wird es eng

    Langsam wird der Platz für das Baby in der Gebärmutter eng. In der 34. SSW kann es sich nur noch nach links oder rechts drehen, Purzelbäume sind nicht mehr möglich. Aber es kann noch seine Dehnübungen machen und die nehmen die endgültige Beckenendlage 34. SSW ein. Zum ersten Mal kann das Kind in der 34. SSW die Wände der Gebärmutter direkt berühren und die Mutter kann deutlich sehen, ob gerade ein Fuß, der Po oder eine Hand oben oder unten ist. In der 34. SSW sind Kinder zum Leidwesen der werdenden Mutter besonders in der Nacht aktiv und verschlafen gerne den Tag.

    Ist das ungeborene Kind ein kleiner Junge, dann befinden sich in der 34. SSW die Hoden bereits im Hodensack und auf den Ultraschallbildern, die in der 34. SSW gemacht werden, erscheinen die Hoden überproportional groß. Das Bild täuscht allerdings, denn es handelt sich dabei lediglich um eine Ansammlung von Flüssigkeit, die von selbst wieder verschwindet.

    Die körperlichen Veränderungen in der 34. SSW

    Nicht nur das Baby verändert sich in der 34. SSW, auch die Mutter spürt viele körperliche Veränderungen. Ist in der 34. SSW Druck nach unten zu spüren, ist es vollkommen normal und besonders zierlich gebaute Frauen merken in der 34. SSW Größe und Gewicht des Babys sehr deutlich. Auch der obere Rand der Gebärmutter macht der Mutter in der 34. SSW zu schaffen, denn er erreicht seinen höchsten Stand und drückt unangenehm gegen die Rippen, den Magen und auf das Zwerchfell. Viele Frauen haben in dieser Phase der Schwangerschaft nur noch wenig Appetit und sollten auf kleine leckere Mahlzeiten und gesunde Snacks umsteigen. Nicht selten spannt sich in der 34. SSW der Bauch so sehr, dass der Nabel sich nach außen wölbt oder abflacht, und in der Mitte des Bauchs zeigt sich eine dunkle Linie, die sogenannte Linea Negra. Immer wenn in der 34. SSW das Gewicht des Baby auf den Beckennerv drückt, dann ist auch ein taubes Gefühl oder ein leichtes Kribbeln in der Beckenregion keine Seltenheit.

    Wenn die Belastung für die Mutter zu groß wird, dann können lauwarme Bäder, Massagen oder auch eine sanfte Form des Yoga für Erleichterung sorgen. In der 34. SSW wird es langsam aber sicher Zeit, nach einem geeigneten Krankenhaus oder Geburtshaus zu suchen. Frauen, die zu Hause entbinden wollen, sollten mit der Hebamme alle wichtigen und relevanten Dinge besprechen. Selbst wenn es bis zur Geburt noch sechs Wochen sind, kann es nicht schaden, die Tasche für die Klinik schon mal zu packen, denn es gibt Babys, die halten sich nicht an vereinbarte Termine.

    Welche Vorbereitungen kann die Mutter noch treffen?

    Um zu verhindern, dass der Damm während der Geburt geschnitten werden muss oder reißt, sollte in der 34. Schwangerschaftswoche mit der Massage des Damms begonnen werden, um ihn elastisch zu machen. Möglich sind eine äußere oder eine innere vaginale Massage, deren Wirkung sich mit einem milden, naturbelassenen Öl noch verstärken lässt. Täglich fünf bis maximal zehn Minuten Dammmassage reichen aus, um die Durchblutung anzuregen. Vor der 34. SSW sollte mit der Massage des Damms allerdings nicht begonnen werden, dann das kann im schlimmsten Fall Wehen auslösen.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 34. Schwangerschaftswoche?

    Sind in der 34. SSW Senkwehen zu spüren, dann ist das kein Grund zur Panik, denn wenn das Kind bereits in der Beckenendlage liegt, dann drückt das Köpfchen nach unten. Eine Frühgeburt in der 34. SSW ist keine Seltenheit, aber wenn das Kind die durchschnittlichen Werte beim Gewicht und der Größe mitbringt, dann gilt es zwar offiziell als 34. SSW Frühchen, aber es hat alle Chancen, gesund auf die Welt zu kommen. Nicht selten kommen Zwillinge in der 34. SSW auf die Welt und da in diesem Fall beide Kinder meist recht leicht sind, müssen sie für einige Zeit in den Brutkasten.

    Die körperliche Entwicklung des Kindes ist in der 34. Schwangerschaftswoche beinahe abgeschlossen und da die Lungen bereits gut entwickelt sind, überlebt der überwiegende Teil der Kinder die frühe Geburt.

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  • 35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    Wenn der neunte Monat in seine zweite Hälfte geht, dann beginnt die 35. SSW und das heißt für Mutter und Kind, bald ist es so weit. Es ist die 35. SSW, die viele Frauen besonders belastet, die meisten sehnen sich danach, dass es endlich losgeht und das Kind geboren wird. In der 35. Schwangerschaftswoche beginnt auch der gesetzliche Mutterschutz und die meisten werdenden Mütter nutzen die verbleibende Zeit vor der Entbindung, um das zu Hause in ein behagliches Heim für den Nachwuchs zu verwandeln. Körperlich ist diese Phase der Schwangerschaft eher belastend, denn in der 35. SSW nimmt der Druck nach unten immer weiter zu und das macht vielen Schwangeren zu schaffen.

    Was macht das Baby in der 35. SSW?

    In der 35. SSW misst das Baby durchschnittlich 46 cm und ist im Schnitt 2.550 Gramm schwer. Bis zu seiner Geburt wird das Kind noch kräftig an Gewicht zulegen, denn die Gewichtszunahme in der 35. SSW ist sehr wichtig, da das Baby viele Energiereserven für die anstehende Geburt und die ersten Lebenstage dringend braucht. Die Bewegungen des Kindes werden in der 35. SSW immer koordinierter, allerdings fehlt jetzt langsam der Platz, um sich bewegen zu können. Die 35. SSW Kindsbewegungen werden von der Mutter daher nicht mehr so stark wahrgenommen, wie das in den vergangenen Monaten der Fall war.

    Die Sinneswahrnehmungen sind in der 35. SSW ausgeprägter und auch die Reflexe werden immer besser. So wendet sich das Kind einer Lichtquelle automatisch zu und dieser natürliche Reflex gilt als eine sehr wichtige Vorbereitung für das eigenständige Leben außerhalb des Mutterleibs. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Babys in der 35. SSW intensiv träumen und dass bereits REM-Schlafphasen vorhanden sind, die sich mit den Träumen abwechseln.

    Die eigene Körpertemperatur kann das Kind in der 35. SSW immer besser regulieren und das kindliche Immunsystem funktioniert jetzt auch unabhängig vom Immunsystem der Mutter. Trotzdem ist das Immunsystem immer noch sehr sensibel und empfindlich. Um ausreichend Abwehrstoffe für die ersten Lebenswochen zu bekommen, ist das Kind nach wie vor von der Mutter abhängig, denn die eigentlichen Antikörper gegen ganz unterschiedliche Krankheitserreger werden erst in den ersten Lebensjahren ausgebildet.

    Wie arbeiten die kindlichen Organe in der 35. SSW?

    Die Organe des Babys sind in der 35. SSW schon vollständig entwickelt. Die Nieren und die Leber arbeiten und auch der Darm funktioniert bereits und lagert immer stärker das sogenannte Mekonium, das Kindspech ab. Dieses Kindspech ist eine zähe, dunkle Masse, die in der Hauptsache aus Hautzellen, aus Schleim, Haaren, Käseschmiere und auch aus eingedickter Gallenflüssigkeit besteht. Der erste richtige Stuhlgang wird aber erst 24 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Da das Baby ständig vom Fruchtwasser trinkt, ist sein Magen immer gut gefüllt und die Verdauungsorgane werden auf diese Weise optimal trainiert.

    Die Mutter in der 35. SSW

    Da in der 35. SSW der Mutterschutz beginnt, hat die Mutter endlich genug Zeit, um ihre Kraftreserven zu bündeln und sich auf die Geburt zu konzentrieren. Da die Gebärmutter in den 35. SSW stark gegen den Rippenbogen drückt, haben viele werdende Mütter das unangenehme Gefühl, aus allen Nähten zu platzen. In dieser Phase der Schwangerschaft hat die Mutter bereits zwischen elf und 13 Kilogramm zugenommen, alleine die Gebärmutter bringt in der 35. SSW 1.500 Gramm auf die Waage. Aber auch das Gewicht des Kindes sorgt dafür, dass der Bauch immer schwerer wird.

    Herz und Kreislauf müssen in der 35. SSW wahre Schwerstarbeit leisten, denn das Blutvolumen hat mit 5,5 Litern sein Maximum erreicht, und ist damit um das anderthalbfache größer als noch zu Beginn der Schwangerschaft. Bei vielen Frauen macht sich der eigene Herzschlag in der 35. SSW immer mehr bemerkbar und sie spüren, dass ihr Kreislauf nicht mehr allzu stabil ist. Die stärkste Belastung geht aber vom Beckenboden aus und nicht selten stellt sich in der 35. SSW eine Blasenschwäche ein, jedes Niesen, Husten oder auch Lachen kann Folgen haben. Um solche peinlichen Situationen zu vermeiden, ist es ratsam, eine Slipeinlage oder eine dünne Binde zu tragen. Um das Becken zu stärken und gleichzeitig für die Geburt zu trainieren, ist eine gezielte Beckenbodengymnastik in der 35. SSW eine sinnvolle Sache.

    Ist eine Geburt in der 35. SSW eine Frühgeburt?

    Vor allem bei Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, sind in der 35. SSW Senkwehen keine Seltenheit. Die meisten Frauen fürchten sich vor einer Geburt in der 35. SSW, aber wenn es zu einer Frühgeburt in der 35. SSW kommt, dann sind die Chancen für das Kind gut. Vorwehen müssen aber nicht zwingend auf eine Geburt in der 35. SSW hinweisen, denn die Gebärmutter fängt langsam aber sicher an, sich auf die Entbindung vorzubereiten. Möglich sind aber auch Senkwehen, die die Aufgabe haben, den Kopf des Kindes in das kleine Becken zu schieben. Beide Wehenformen, sowohl Vorwehen als auch Senkwehen werden von den meisten Schwangeren nicht als eine eigentliche Wehentätigkeit wahrgenommen, sie erinnert eher an die Beschwerden während der Menstruation.

    Stärker sind da schon die Leisten- und Rückenschmerzen in der 35. SSW, die von einem immer härter werdenden Bauch begleitet werden. Diese Schmerzen treten anders als echte Geburtswehen, in unregelmäßigen Abständen auf, sie werden aber immer schwächer und verschwinden dann ganz wieder.

    Wenn ein Kind in der 35. SSW geboren wird, dann ist das für die Ärzte keine Frühgeburt im eigentlichen Sinne, denn das Kind ist voll lebensfähig, die restlichen Wochen werden lediglich zum Sammeln von Energiereserven genutzt. Dazu kommt, dass sich eine Geburt in der 35. Schwangerschaftswoche nicht mehr aufhalten lässt, deshalb werden wehenhemmende Mittel auch nur in Ausnahmefällen gegeben. Wenn das Baby beim Gewicht und bei der Größe im Plan ist, dann steht einer Geburt nichts mehr im Weg und das Kind kann ohne Probleme zur Welt kommen.

    Kinder, die in der 35. SSW geboren werden und die weniger als 2.400 wiegen, müssen für einige Tage ins Wärmebettchen oder in den Brutkasten. Ist das Kind aber gesund und munter, dann wird es keine Probleme geben und die Eltern können ihren Sohn oder ihre Tochter nach einer Woche in der Klinik wie geplant mit nach Hause nehmen.

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  • Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Gesunde Ernährung steht für viele Menschen immer mehr im Vordergrund. Besonders beliebt ist dabei das sogenannte Superfood aus exotischen Früchten und Pflanzen, wie Chia-Samen, Goji-Beeren, Quinoa oder auch Acai-Beeren. Dieses Superfood soll besonders gesund und nahrhaft sein, es soll das Herz schützen und die Verdauung in geregelte Bahnen lenken. Vielfach ist exotisches Superfood allerdings sehr teuer und so stellt sich die Frage, ob der gleiche Effekt nicht mit heimischem Superfood erzielt werden kann. Tatsächlich wachsen praktisch vor der Haustür viele gesunde Alternativen zum exotischen Superfood, die wenig kosten und sehr gesund sind.

    Superfood mit exotischem Flair

    Chia-Samen – das klingt besser als Weißkohl, und das, obwohl beide in die Rubrik Superfood gehören. Der Unterschied besteht darin, dass Chia-Samen aus Lateinamerika kommen und ziemlich teuer sind und der Weißkohl, der in Deutschland wächst, immer frisch zu haben ist und deutlich weniger kostet. Chia-Samen oder auch Acai-Beeren sind ohne Zweifel sehr gesund, aber sie verdanken ihre Beliebtheit vor allem ihrem exotischen Flair. Viele sind der Ansicht, dass alles, was vom anderen Ende der Welt importiert wird, zwangsläufig auch gut sein muss. Dabei wird gerne vergessen, dass auch in Deutschland viele Nahrungsmittel wachsen, die nicht weniger gesund sind. Exotisches Superfood ist im Trend, aber wer sich gesund ernähren will, der muss dazu nicht in die Ferne schweifen.

    Kohl – das lokale Superfood

    Jeder hat schon mal Weißkohl, Rotkohl oder Grünkohl gegessen, aber nur die wenigsten wissen, wie gesund sie in diesem Moment gegessen haben. Wissenschaftler haben sich jetzt mit dem Grünkohl und dem Weißkohl beschäftigt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Ein heimlicher Star unter dem deutschen Superfood ist der Kohl. Grünkohl, Rotkohl und auch Weißkohl sind reich an Omega-3-Fettsäuren und hat jede Menge Vitamin K. Da Kohl auch viel Kalzium enthält, kann er für viele, die eine Laktoseintoleranz haben, eine Alternative zur Milch sein. Wenn der Weißkohl gerieben, gesalzen und dann gestampft wird, dann wird daraus Sauerkraut, ebenfalls ein Superfood aus deutschen Landen. Sauerkraut ist fermentiert und daher ein guter Lieferant für probiotische Kulturen, die die Verdauung unterstützen und die Fähigkeit haben, die Darmflora zu regenerieren. Auch der Rotkohl ist ein Superfood, das mit einem hohen Gehalt an Anthocyanen der Acai-Beere in nichts nachsteht.

    Nüsse und Maronen – gesund und lecker

    Wem auf dem Weihnachtsmarkt der verführerische Duft von frisch gerösteten Maronen in die Nase steigt, der sollte nicht zögern, sondern eine Portion kaufen. Die Edelkastanie enthält viel Vitamin B und da Maronen auch Tryptophan enthalten, einen Baustein für das Glückshormon Serotonin, haben sie eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung. Auch Walnüsse sind ein echtes Superfood, denn die Nüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Kalium und Magnesium, die das Herz, die Muskeln und den Kreislauf stärken und schützen. Die ebenfalls enthaltenen Vitamine C und K schützen die Haut vor vorzeitiger Alterung und sie senken den Blutdruck.

    Die gesunde Hagebutte

    Hagebutten sind die Scheinfrüchte der Heckenrose, und neben dem Sanddorn gibt es kein anderes heimisches Superfood, das so viel Vitamin C enthält. Auf 100 g Hagebutten kommen 1500 mg Vitamin, im Vergleich dazu bringt es die Zitrone nur auf 50 mg auf 100 g Früchte. Hagebutten stärken das Immunsystem, sie sind bei der Wundheilung sehr hilfreich und sie enthalten Gerbstoffe, die die Verdauung regulieren. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Hagebutten auch bei Arthrose und der Behandlung von Rückenschmerzen eine gute Wahl sind, denn die kleinen roten Früchte enthalten wertvolle Galaktolipide. Bei Erkältungen, Darmbeschwerden und auch bei einer Entzündung der Harnwege haben sich Hagebutten bestens bewährt. Damit die Hagebutten ihre ganze Kraft und ihren aromatischen Geschmack entfalten können, müssen sie einmal dem Frost ausgesetzt sein, erst dann können die Früchte zu leckerem Mus oder auch zu Marmelade verarbeitet werden.

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  • Gefährliche Cocktails – wie Diät-Pillen das Leben gefährden können

    Gefährliche Cocktails – wie Diät-Pillen das Leben gefährden können

    Wenn es mit dem Abnehmen nicht so klappt wie gewünscht, dann greifen immer mehr Menschen zu Diät-Pillen, die teilweise auch aus illegalen und gefährlichen Substanzen bestehen. So gibt es Diät-Pillen, die aufputschen und den Stoffwechsel ankurbeln und auch von Schilddrüsenhormonen versprechen sich viele eine bessere Figur. Vor allem die Präparate, die eigentlich für die Behandlung der Schilddrüse gedacht sind, erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das geht zumindest aus einem neuen Gesundheitsbericht der Techniker Krankenkasse hervor.

    Diät-Pillen – der neue Renner in Fitnessstudios

    Vor allem die TK in Niedersachsen schreibt im hauseigenen Gesundheitsbericht darüber, dass immer mehr verschreibungspflichtige Hormonpräparate auftauchen und dass es vor allem junge Frauen sind, die diese Medikamente einnehmen. Es ist der stoffwechselsteigernde Effekt, der zur Gewichtsabnahme führt, und immer mehr Frauen hoffen mithilfe dieser Diät-Pillen innerhalb kurzer Zeit, viel an Gewicht zu verlieren. Schon seit längerer Zeit werden diese Hormone als Diät-Pillen in einigen Fitnessstudios unter der Hand verkauft, und auf zahlreichen Internetportalen gibt es die passenden Tipps und Tricks, wie das Abnehmen mit diesen fragwürdigen Mitteln funktionieren soll. Ebenfalls sehr beliebt sind Pillencocktails aus Ephedrin, Aspirin, Koffein und Levothyroxin, die genauso schnell schlank machen sollen wie Hormone.

    Diät-Pillen als Fatburner?

    Auch wenn Pillencocktails und Hormonpräparate gefährlich sind und viele Nebenwirkungen haben, sie sind auch echte Fatburner. Bei einigen Wirkstoffen zeigt sich aber nur in der ersten Woche der gewünschte Effekt, denn die Diät-Pillen steigern die Leistung und putschen zudem stark auf. Wer sich von diesen Diät-Pillen allerdings die allumfassende Lösung für seine Gewichtsprobleme erwartet, der sollte sich im Vorfeld die gravierenden Nebenwirkungen ansehen, denn diese massiven Nebenwirkungen können im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich werden.

    Mit Koffein abnehmen

    Viele Frauen, die nicht zu Hormonen greifen wollen, vertrauen lieber einem nicht ungefährlichen Tablettencocktail. Einer der Bestandteile dieses Cocktails ist Koffein, ein Wirkstoff, der tatsächlich in der Lage ist, Fett abzubauen. Leider gewöhnt sich der Körper sehr schnell an das Koffein und um den gleichen Effekt immer wieder zu erzielen, muss die Dosis ständig gesteigert werden. Wer aber zu viel Koffein zu sich nimmt, der reagiert relativ schnell mit innerer Unruhe und Zittern, sogar Krämpfe sind nicht selten. Dazu kommt, dass das Koffein dem Körper Kalzium entzieht, und wer einen zu hohen Blutdruck oder eine Herzschwäche hat, der überlastet sein Herz und das ist auf Dauer gefährlich.

    Aspirin als Schlankmacher?

    Mit Aspirin alleine kann keiner abnehmen, denn der Wirkstoff Acetylsalicylsäure lindert lediglich die Schmerzen, senkt das Fieber und verdünnt das Blut. Viele Frauen, die schnell abnehmen wollen, setzen Aspirin daher zusammen mit Koffein ein, denn auf diese Weise kann das Koffein schneller wirken, es macht wach und hat einen aufputschenden Effekt. Wer die Kombination aus Aspirin und Koffein als Diät-Pillen einnimmt, ist streng genommen High und in einem euphorischen Zustand. Dieser Zustand belastet das Herz gleich doppelt und das macht diesen Pillencocktail umso gefährlicher.

    Der Dritte im Bunde – Ephedrin

    Ephedrin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff, der munter macht, er treibt den Blutdruck in die Höhe, er lässt die Herzfrequenz ansteigen und die Nasenschleimhaut abschwellen. Aber Ephedrin kann noch mehr, denn der Wirkstoff sorgt dafür, dass der Appetit gebremst wird und er ist mit dieser Eigenschaft als dritter Wirkstoff im Tablettencocktail sehr willkommen. Ephedrin ist hochgefährlich, denn es versetzt den Organismus in eine Art Dauerstress und kann sehr schnell süchtig machen. Unruhe, Angstzustände und Herzrasen bis hin zum Herzstillstand können die Folgen sein, wenn Ephedrin zusammen mit Aspirin und Koffein eingenommen wird.

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