Schlagwort: Grippe

  • Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Es ist Frühling und alles in uns schreit danach die Sonne und nicht zuletzt die frisch erwachte Natur zu genießen. Wenn der Schnee endgültig verschwindet, Schlitten und Ski ihr Sommerquartier in Garagen und Kellern einnehmen und wärmere Temperaturen zum Genießen der frischen Frühjahrsluft einladen, beginnt für eine nicht unwesentliche Gruppe Menschen auch die Zeit der triefenden Nasen, zugeschwollen Augen und der entzündeten Bindehäute. Die Beschwerden sind so facettenreich wie die Farbenpracht der Natur: Bis hin zu starken asthmatischen Problemen leiden Heuschnupfengeplagte mitunter an Symptomen, die den Alltag zur Qual machen können.

    Doch nicht nur mit dem Frühling und der ersten Blüten- und Gräserpracht des Jahres gehen die typischen Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis einher. Auch im Herbst quälen so manchen die Pollen der Saisongräser und –blüten.

    Die saisonale allergische Rhinitis – wenn die Blütenpracht zum Albtraum wird

    Die Medizin fasst unter der Bezeichnung Heuschnupfen (auch allergische Rhinitis) die überempfindliche Reaktion des Immunsystems zusammen, die durch die Eiweiße in verschiedenen Pflanzenpollen ausgelöst werden.

    Das empfindliche und komplexe System aus Zellen und Eiweißen des menschlichen Körpers ist in diesen Fällen gestört. Anstatt seiner eigentlichen Aufgabe, dem Bekämpfen schädlicher Krankheitserreger, nachzukommen, geht das Immunsystem bei Heuschnupfenpatienten auch gegen die Eiweiße der Blüten- und Gräserpollen vor. Diese sind zwar keineswegs als schädlich für den menschlichen Organismus einzustufen, doch durch eine Fehlfunktion des körpereigenen Abwehrsystems werden auch diese Eiweiße fälschlicherweise als gefährlich deklariert und dementsprechend bekämpft. Die Folge sind erkältungs- oder grippeartige Symptome.

    Einer von fünf Deutschen leidet unter einer derartigen Überempfindlichkeit. Damit zählt Heuschnupfen zu den statistisch gesehen häufigsten Allergien.

    Das Ausmaß der auftretenden Symptome ist dabei jedoch überaus unterschiedlich. Während mancher mit tränenden Augen und einer entzündeten Nasenschleimhaut zu kämpfen hat, müssen andere mit Medikamenten gegen asthmatische Anfälle vorgehen. Eine genauere Diagnose ist vor allem dann erforderlich, wenn der vermeintliche Heuschnupfen über das gesamte Jahr hinweg auftritt. Dann könnte statt der Allergie gegen Pollen beziehungsweise deren Eiweiße, auch eine allgemeinere Allergie, beispielsweise gegen Hausstaub oder Milben, die Ursache sein.

    Heuschnupfen – banales „Wehwehchen“ oder ernst zu nehmende Erkrankung?

    Der Heuschnupfen gehört zu den wohl am ehesten unterschätzten Erkrankungen unserer Zeit. Die Symptome jedoch können Betroffenen stark zusetzen, den Alltag enorm einschränken und sogar Depressionen auslösen. Hinzu kommt die wachsende Gefahr eines, wie er von Medizinern genannt wird, „Etagenwechsels“. Dabei klingen die typischen Symptome in den Nasennebenhöhlen und Schleimhäute meist ab – allerdings entwickelt sich in diesen Fällen häufig ein allergisches Asthma. Die Beschwerden verschwinden demnach nicht, sondern wechseln lediglich den Wirkungskreis, bis sie im schlimmsten Fall die Atemwege beeinträchtigen.

    Ursachen des Heuschnupfens – vererbt oder provoziert?

    Klare Fakten zur Ursache einer Heuschnupfenerkrankung gibt es bislang nicht. Allerdings werden anhand von Statistiken und medizinischen Beobachtungen Vermutungen angestellt.

    1. Theorie Vererbung:
    • Leidet kein Familienmitglied unter Heuschnupfen, wird eine 10 bis 15-prozentige Wahrscheinlichkeit angegeben, dass Kinder unter einer Pollen-Allergie leiden.
    • Sollte ein Elternteil oder eines der Geschwister unter Beschwerden leiden, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 25 bis 30 Prozent.
    • Sind beide Eltern allergisch, steht die 40 bis 60-prozentige Wahrscheinlichkeit im Raum, dass auch das Kind allergisch reagiert.

     

    1. Theorie Hygienewahn als Auslöser:

    Bereits längere Zeit ist in Fachkreisen der ausgeprägte Hang zur übermäßigen Hygiene bei Säuglingen und Kleinkindern ein kontrovers diskutiertes Thema. Insbesondere bezüglich allergischer Reaktionen wird hier vermutet, dass die fehlende Forderung des Immunsystems in jungen Jahren die Wahrscheinlichkeit später Allergien zu entwickeln fördert. Fehlende Abwehrkräfte oder auch die falsche Konditionierung des Immunsystems kann, so die Expertenmeinungen, Allergien begünstigen.

    In welchen Fällen einer dieser beiden Auslöser in Frage kommt, ist schwer zu sagen. Die Forschung arbeitet jedoch daran herauszufinden, welche Auslöser Allergien im Allgemeinen auslösen, um auf diesem Wege eine noch effektivere Behandlung finden zu können. Die Pharmazie sowie die Naturheilkunde bieten bereits eine Palette wirkungsvoller Mittel zur Bekämpfung der typischen Symptome, so dass auch Heuschnupfengeplagte dem Frühling mehr oder weniger entspannt entgegentreten können.

  • Vergleich Grippostad oder BoxaGrippal

    Vergleich Grippostad oder BoxaGrippal

    Grippostad oder BoxaGrippal – welches Mittel ist zu empfehlen?

    Die Grippewelle rollt durch Deutschland und immer mehr Menschen müssen sich mit Fieber, Halsschmerzen, Schnupfen und Husten ins Bett legen. Allerdings handelt es sich nicht in jedem Fall um eine echte Grippe, vielfach sind es grippale Infekte, die aber ebenso zu schaffen machen wie eine Grippe. Während die echte Influenza von einem Virus ausgelöst wird und der Besuch beim Arzt zwingend notwendig ist, gibt es gegen den vergleichsweise harmlosen grippalen Infekt eine Menge Mittel, die man frei in der Apotheke kaufen kann. Wie gut sind diese Mittel und können sie wirklich helfen? Schauen wir uns zwei Mittel, Grippostad und BoxaGrippal einmal näher an.

    Neu auf dem Markt – BoxaGrippal

    BoxaGrippal aus dem Hause Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG ist neu auf dem Markt der Medikamente, die gegen einen grippalen Infekt helfen sollen. Verkauft wird das Mittel in einer 200 mg Packung mit jeweils 30 Tabletten für Patienten über 15 Jahre. BoxaGrippal enthält Ibuprofen und Pseudoephedrinhydrochlorid, zwei Wirkstoffe, die sich bei Erkältungen und auch bei grippalen Infekten bewährt haben.

    Laut Hersteller soll BoxaGrippal die schlimmsten Erkältungsbeschwerden wie eine verstopfte Nase, Reizhusten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber bekämpfen. Das Ibuprofen ist fiebersenkend und entzündungshemmend, was bei alle Erkältungen und grippalen Infekten von großem Vorteil ist, denn in beiden Fällen handelt es sich um eine Entzündung. Der zweite Wirkstoff PSE sorgt dafür, dass die Schleimhäute in Nase und Rachen wieder abschwellen, um das Atmen zu erleichtern und die Belüftung im Nasenrachenraum zu verbessern. Im Grunde wirkt PSE in dieser Kombination wie eine Art Nasenspray, nur von innen, und der Wirkstoff kann in dieser Form auch die Nebenhöhlen der Nase erreichen, etwas, das ein normales Nasenspray nicht kann.

    Grippostad – ein bewährtes Mittel

    Grippostad ist das am meisten verkaufte Erkältungsmittel in Deutschland und wird von Stada hergestellt. Bei den Wirkstoffen setzt Grippostad auf Chlorphenamin hydrogenmaleat, das bekannte Paracetamol, auf Vitamin C und auf Coffein. Grippostad wird in einer Packung mit 20 Hartkapseln in jeder Apotheke frei verkauft und hat sich als „Erkältungskiller“ einen sehr guten Namen gemacht.

    Es ist die Kombination an gut verträglichen Wirkstoffen, die Grippostad so beliebt macht. Das Paracetamol lindert zum einen die Schmerzen im Kopf und in den Gliedern und senkt zudem auch das Fieber. Chlorphenamin, das zur Familie der Antihistaminika gehört, lässt die angeschwollenen Schleimhäute in der Nase und im Rachenraum wieder abschwellen und erleichtert so das Durchatmen. Gleichzeitig wird auch der Hustenreiz gemindert und die Muskulatur in den Bronchien entspannt sich. Das Vitamin C stärkt das Immunsystem, mobilisiert die Selbstheilungskräfte und das Coffein wirkt belebend.

    Was ist besser?

    Beide, sowohl Grippostad und auch BoxaGrippal sind bei grippalen Infekten und auch bei Erkältungen eine gute Wahl. Sie lindern die am häufigsten vorkommenden Symptome und werden durch ihre Zusammensetzung von den meisten auch sehr gut vertragen. Wer allerdings auf den Wirkstoff Paracetamol allergisch reagiert, der sollte kein Grippostad einnehmen, sondern besser zu BoxaGrippal greifen, das Ibuprofen enthält.

    Für Kinder unter 15 Jahren sowie für Schwangere und Frauen, die stillen, sind beide Mittel nicht geeignet, hier ist es eine bessere Wahl zum Arzt zu gehen und sich etwas verschreiben zu lassen. Auch gegen die echte Grippe sind Grippostad und BoxaGrippal nicht die richtigen Medikamente, die beiden Mittel können bestenfalls als zusätzliche Hilfe eingenommen werden, aber auch hier sollte im Vorfeld der Arzt gefragt werden.

    Alle, die sich erkältet oder einen grippalen Infekt zugezogen haben, sollten das Bett hüten, die Grippemittel nach Vorschrift einnehmen, viel ruhen und nach Möglichkeit jede Menge trinken. In den meisten Fällen macht sich schon nach wenigen Tagen eine Besserung bemerkbar. Ist das nicht der Fall, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

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  • Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Über Deutschland rollt die Grippewelle hinweg und immer mehr Menschen liegen mit Fieber und Schüttelfrost im Bett. Auch die Krankenhäuser bekommen die Auswirkungen der Grippewelle zu spüren, denn viele kommen in die Notfallambulanzen und müssen dann stationär aufgenommen werden. Einige Kliniken stoßen schon jetzt an ihre Kapazitäten, und dabei ist der Höhepunkt der Grippewelle nach Ansicht von Experten noch nicht einmal erreicht. Bei welchen Symptomen sollte man zum Arzt gehen und was kann man tun, um erst gar nicht von der Grippewelle mitgerissen zu werden?

    Welche Symptome deuten auf eine Grippe hin?

    Eine Grippe ist nicht mit einem grippalen Infekt, also einer Erkältung zu vergleichen, eine Grippe ist eine Virusinfektion, die man immer ernst nehmen sollte. Eine Grippe hat keine Vorlaufzeit, sie tritt plötzlich und unvermittelt auf. Wer folgende Symptome verspürt, der sollte nicht zögern, sondern den Arzt aufsuchen:

    • Ein starkes Krankheitsgefühl, das sich plötzlich einstellt
    • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
    • Hohes Fieber
    • Erkältungsähnliche Symptome wie Halsschmerzen
    • Schüttelfrost
    • Atemnot

    Vor allem wenn es zu Luftnot kommt, ist es wichtig, sofort zum Arzt zu gehen, denn das kann ein Hinweis auf eine Lungenentzündung sein. Besonders ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke sind von der Grippewelle stark betroffen und sie schweben bei einer Grippe unter Umständen sogar in Lebensgefahr.

    Wie schützt man sich vor der Grippewelle?

    Der beste Schutz vor der Grippewelle ist die Grippe erst gar nicht zu bekommen. Es gibt viele effektive Schutzmaßnahmen, die jeder beachten sollte, der nicht von der Grippe erwischt werden will. Es sind die einfachen Maßnahmen, die vor der Grippe schützen. Oftmals am Tag die Hände waschen ist ein effektives Mittel, und das Waschen mit Wasser und Seife sollte mindestens 20 Sekunden dauern. Da sich Grippeviren sehr gerne an den Händen aufhalten, sollten die Hände nicht in die Nähe von Schleimhäuten an Mund oder Nase kommen.

    Jemandem die Hand zu schütteln, ist zwar ein Zeichen von Höflichkeit, aber wenn es um die Grippewelle geht, dann sollte auf das Händeschütteln verzichtet werden, ein Kopfnicken und ein freundliches Lächeln reicht auch aus. Auch große Menschenansammlungen sollten nach Möglichkeit gemieden werden, denn in großem Gedränge fühlen sich die Viren zu Hause, und es ist kein Wunder, wenn man sich ansteckt. Auch wenn Stofftaschentücher stilvoll sind, wenn die Grippewelle rollt, dann sollten es Papiertaschentücher sein, die nach dem Nase putzen schnell wieder entsorgt werden können.

    Wie sinnvoll ist eine Grippeimpfung?

    Ein Schutz vor der Grippewelle ist die Grippeschutzimpfung, aber viele Menschen stehen dieser Impfung eher skeptisch gegenüber. Um einen wirksamen Schutz vor den Influenzaviren aufbauen zu können, sollte man sich schon im Herbst impfen lassen, da eine Grippewelle meist zwischen Januar und März zu erwarten ist. Das Problem besteht aber darin, dass der Wirkstoff, der im letzten Jahr noch zum Einsatz gekommen ist, bei der diesjährigen Grippewelle nicht mehr zum Einsatz kommen kann, weil es sich um einen anderen Virusstamm handelt.

    Eine Grippeimpfung bietet auch keinen hundertprozentigen Schutz. Es kann sein, dass die Impfung zu spät kommt oder dass der Schutz nicht vollständig aufgebaut werden kann. Für die Risikogruppen wie Schwangere oder ältere Menschen sollte eine Grippeschutzimpfung aber Pflicht sein, denn in diesem Fall kann sie Leben retten.

    Bildquelle: Depositphotos.com // poznyakov
  • Fernsehen kann vor Grippe schützen

    Fernsehen kann vor Grippe schützen

    Winterzeit ist Grippezeit und es gibt viele Mittel gegen Grippe, die versprechen, dass man sich nicht mit dieser so unangenehmen und auch gefährlichen Infektionskrankheit ansteckt. Ein Mittel gegen Grippe ist sich häufiger die Hände zu waschen, und viele, die auf Nummer sicher gehen wollen, empfehlen sogar einen Mundschutz als wirksames Mittel gegen Grippe. Alle, die es sich noch einfacher machen wollen, die müssen nur den Fernseher einschalten.

    Der Fernseher als Mittel gegen Grippe?

    Nur zu Hause vor dem Fernseher sitzen und schon ist die saisonale Grippe kein Thema mehr? Das klingt zu schön um wahr zu sein, ist aber, wenn es nach einer neuen Studie geht, ein sehr wirksames Mittel gegen Grippe. Allerdings muss man dazu sagen, dass nicht unbedingt der Fernseher laufen muss, man kann auch ein interessantes Buch lesen oder ein wenig im Internet surfen. Die Studie ist zu der bahnbrechenden Erkenntnis gekommen, dass nicht Fernsehen ein effektives Mittel gegen Grippe ist, sondern alleine die Tatsache, dass man zu Hause bleibt und nicht unter Menschen geht.

    Die Forscher der Universität von Kalifornien gehen in ihrer Studie sogar noch einen Schritt weiter und fordern, dass während einer Grippe keine Großveranstaltungen stattfinden sollten, und auch die Schulen und Universitäten sollten ihre Pforten schließen, wenn sich abzeichnet, dass eine Grippe eine Stadt fest im Griff hat.

    Das Beispiel Schweinegrippe

    Eine Grippe kann sehr schnell zu einer echten Epidemie werden, wie es zuletzt bei der Schweinegrippe der Fall war. Auch wenn diese spezifische Form der Grippe in Europa kein so großes Thema war, in Süd- und Mittelamerika waren sehr viele Menschen an der Schweinegrippe erkrankt. Das brachte die Wissenschaftler aus dem sonnigen Kalifornien auf die Idee, das Verhalten der Menschen während einer Grippewelle genau zu studieren. Die Studie der amerikanischen Wissenschaftler wurde während einer Grippewelle in Mexiko-Stadt durchgeführt und es wurde das Verhalten der Menschen beobachtet, die in dieser Zeit mehr zu Hause waren als andere Einwohner der Stadt.

    Die Studie kam zu der Erkenntnis, dass der Ausbruch der Grippe deutlich heftiger gewesen wäre, wenn mehr Einwohner unterwegs gewesen wären, als das zum Zeitpunkt der Studie der Fall war. Das Virus hätte sich schneller verbreiten und mehr Menschen infizieren können, aber da sich viele distanziert haben, war die Grippe schneller wieder vorbei als in den vergangenen Jahren. Wer also nach einem wirksamen Mittel gegen Grippe sucht, der hat es gefunden, denn wer in der heißen Phase zu Hause bleibt und fernsieht, der steckt sich nicht so schnell an.

  • Grippevirus H3N2 – Was Sie wissen sollten!

    Grippevirus H3N2 – Was Sie wissen sollten!

    Immer wieder hört und liest man in den Medien davon, dass eine Grippewelle ausgebrochen ist. Dabei sind sich viele nicht bewusst, dass es sich hierbei um einen klar definierten Vorfall handelt. Stecken sich innerhalb einer Woche mehr als 10.000 Personen in einer bestimmten Region, zum Beispiel dem Großraum Berlin, mit dem Virus H3N2 an, wird offiziell von einer Grippewelle gesprochen. Aktuell ist in Niederbayern ein Anstieg von Patienten zu beobachten, es gibt allerdings noch keine bedenklich hohen Neuinfektionen. Eine Grippe ist nicht gleichzusetzen mit einem Husten oder Schnupfen, auch wenn sie ähnliche Symptome aufweist, ist sie wesentlich aggressiver und langwieriger als eine normale Erkältung. Finden Sie hier alle wichtigen Fakten zum Thema in der Übersicht.

    Was ist H3N2?

    Es handelt sich um eine Gruppe von drei verschiedenen Erregern. Dabei werden die Influenza-Viren in die Typen A, B und C unterteilt. Typ A verursacht Grippe-Epidemien am häufigsten. In Kindern und Jugendlichen ist der B Typ meistens zu finden. Die eigentliche Namensgebung der Gruppe bezieht sich auf die Eiweißstoffe Hämagglutininin (H) und Neuraminidasen (N), welche die Substanz der Viren ausmachen.

    Verändert sich das Virus im Laufe der Zeit

    In jedem Jahr wird eine neue Grippe-Impfung angeboten, und das nicht ohne Grund. Viren verändern sich mit der Zeit. Sie sind nicht mehr in ihrer eigentlichen Grundform im Umlauf sonder in Form von Driftvarianten. Die Impfungen werden anhand von Voraussagen erstellt. Die aktuelle Virusform entspricht leider nicht der Voraussage für die letzte Grippeimpfung. Daher können geimpfte Personen trotzdem vom Virus befallen werden.

    Diese Mutationen sind allerdings kein Grund zur Besorgnis. Viren verändern sich permanent, um so ihr Überleben zu sichern. Würde es nicht zu einer Mutation kommen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis die Weltbevölkerung komplett immun wäre. Was zum Aussterben des Virus führen würde.

    Wie stecke ich mich an?

    Die Influenza-Viren werden über die sogenannte Tröpfcheninfektion verbreitet. Die Viren befinden sich in Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Speichel. Werden Tropfen dieser Flüssigkeiten aufgenommen, kommt es zu einer Übertragung. Dabei reichen kleinste Mengen bereits aus. Das Virus kann über einen gewissen Zeitraum auch außerhalb seines Wirtes überleben. Befinden sich die Viren also auf einer Oberfläche wie dem Telefon oder an einer Türklinke, kann eine direkte Übertragung stattfinden. Die Viren setzen sich in den Bronchien fest und breiten sich von dort aus.

    Welche Symptome sind typisch?

    Ist es nun eine Grippe oder doch nur ein milder Husten? Ist es eine Grippe, stellt man schnell fest, dass der Körper sehr geschwächt ist. Im Gegensatz zu einem Husten ist diese Erkrankung sehr aggressiv und die Symptome sind recht schwerwiegend. Es ist eine akute Infektion der Atemwege. Dabei treten die Zeichen zumeist plötzlich und ohne Vorwarnung auf. Ein trockener Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Schüttelfrost sind nahezu immer im Krankheitsverlauf eingeschlossen. Sind Kinder betroffen, kann die Krankheit häufig nicht so einfach diagnostiziert werden. Aufgrund eines schwächeren Immunsystems verläuft sie oft untypisch. Kinder haben aber in den meisten Fällen Fieber, das über mehrere Tage anhält.

    In schweren Fällen der Influenza-Grippe ist man bis zu 14 Tage ans Bett gebunden. Darüber hinaus ist es nicht selten, dass der Körper mehrerer Wochen brauch, um wieder voll zu Kräften zu kommen. Ist die Krankheit ausgebrochen, so ist der Patient für eine Woche ansteckend. Innerhalb dieser Phase sollte er Kontakt zu anderen vermeiden. Vor allem Kinder sollten auf keinen Fall in die Schule oder den Kindergarten gebracht werden.

    Wie gefährlich sind die Grippewellen?

    Die Grippewellen fallen in jedem Jahr unterschiedlich aus. So wurde zum Beispiel im Jahr 2013/2014 eine vergleichbar geringe Anzahl von Patienten in ganz Europa gezählt. Dies macht sich momentan bemerkbar, da der aktuelle Virenstamm es recht leicht hat sich durchzusetzen. Die geringe Infektionsrate des letzten Jahres hat weniger Menschen immunisiert. Grundsätzlich haben sich die Grippewellen der vergangenen 30 Jahre aber immer als harmlos herausgestellt.

    Sollte ich mich Impfen lassen?

    Wie bereits beschrieben, ist die Wirksamkeit der Impfung nicht immer sehr gut. In diesem Jahr ist sie eher gering, im vergangenen Jahr war die Impfung äußerst erfolgreich. Dennoch kann die Impfung keinen Schaden anrichten und macht vor allem dann Sinn, wenn man regelmäßig mit vielen Personen in Kontakt ist. Denn dann hat man sowohl ein höheres Risiko sich anzustecken, als auch das Virus zu verbreiten.

  • Wie solidarisch ist das deutsche Gesundheitswesen?

    Wie solidarisch ist das deutsche Gesundheitswesen?

    Das Gesundheitswesen nach dem Solidaritätsprinzip ist einfach strukturiert: Alle Bürger zahlen in einen Topf ein und wenn einer dieser Bürger krank wird oder eine ärztliche Versorgung benötigt, dann wird das Geld für diese Leistungen aus dem Topf genommen. Einer für alle könnte man dieses Prinzip auch beschreiben, aber was so einfach klingt, lässt sich in der Realität leider nicht immer so einfach umsetzen. Welche Krankheit und welche Medikamente sind der Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten zuzumuten und welche eher nicht? Es gibt einen Katalog, in dem alle Leistungen aufgelistet sind, die von der Gemeinschaft entweder übernommen, oder nicht gezahlt werden.

    Wer diesen Katalog zusammengestellt hat, der hat sich wahrscheinlich keine Gedanken darüber gemacht, dass jeder, der betroffen ist, sein Leiden für so wichtig hält, dass es von der Solidargemeinschaft getragen werden muss. Der Mann mit Potenzstörungen möchte, dass die Krankenkasse seine Tabletten bezahlt, die diese Störung beseitigen und auch die Frau, die unter ihren zu kleinen Brüsten leidet, möchte dass eine Operation, die ihr eine füllige Oberweite beschert, von den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen mitgetragen wird.

    Der Leistungskatalog und die Solidarität

    Viele Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Wer diese Leistungen trotzdem in Anspruch nehmen will, der muss sie entweder aus der eigenen Tasche bezahlen oder es eben lassen. So einfach sehen das die Krankenkassen, wenn sie eine Anfrage zum Beispiel für einen Eingriff auf dem Tisch haben, bei dem es sich um plastische Chirurgie dreht. Eine Frau, die ihre Brüste vergrößern lassen will, leidet nicht, zumindest nicht, wenn es nach dem Leistungskatalog der Krankenkassen geht. Der Eingriff ist nicht zwingend notwendig, denn weder die Gesundheit noch das Leben der Dame ist gefährdet, wenn sie den größeren Busen nicht bekommt.

    Die ästhetische Chirurgie ist aber nur ein Beispiel, es gibt noch andere Leistungen, die von der Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten nicht bezahlt werden müssen, auch für andere Leistungen müssen die Versicherten selbst aufkommen:

    • Die Entfernung einer Tätowierung
    • Das Facelifting
    • Die Fettabsaugung
    • Bestimmte Früherkennungsuntersuchungen
    • Die Haartransplantation
    • Potenzmittel, wie zum Beispiel das Medikament „Viagra“
    • Bestimmte Impfungen, wie die Grippeimpfung oder die Impfung im Rahmen einer Reise
    • Die Leistungen von Heilpraktikern

    Diese Liste enthält noch viele andere Punkte, die zwar die Gesundheit betreffen, aber die nicht von der Kasse bezahlt werden, da es alternative, deutlich günstigere Behandlungsmethoden gibt, die von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden.

    Der Leistungskatalog wird auch ständig erweitert, weil immer neue Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten auf den Markt kommen. Ein Grundsatz des Leistungskatalogs lautet daher: Zwar ist eine bestimmte Leistung grundsätzlich wirksam, aber die kostet zu viel, weil es eine gleichwertige Leistung gibt, die weniger Kosten verursacht. Wer sich zum Beispiel eine Warze im Gesicht mittels eines Lasers entfernen lassen möchte, der sollte sich im Vorfeld bei seiner Krankenkasse informieren, ob die Kasse diesen Eingriff bezahlt. In der Regel wird die Kasse den Eingriff nicht finanzieren, denn es gibt alternative Behandlungsmethoden wie beispielsweise die Vereisung, mit der die Warze ebenso sicher entfernt werden kann.

    Das Kriterium der Verhältnismäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit wird in der Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, besonders deutlich wird das heute schon bei der Zahnbehandlung.

    Teure Zähne

    Zahnbehandlungen zählen zu den teuersten Leistungen, die das deutsche Gesundheitswesen kennt. Wer schöne Zähne haben will, der muss dafür sehr tief in die Geldbörse greifen, denn vieles wird nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Wenn es zum Beispiel um den Zahnersatz geht, dann sind Implantate eine tolle Sache. Diese Implantate werden anstelle der echten Zähne fest im Kiefer verankert und halten ein Leben lang. Implantate sind aber auch sehr teuer und sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Die Kassen argumentieren, dass es auch noch andere Alternativen zu den teuren Implantaten gibt, die weniger aufwendig sind und die nur einen Bruchteil kosten. Für denjenigen, der gerne schöne Zähne haben möchte, ist das ein Grund sich zu ärgern, denn schließlich zahlt auch er in die Gemeinschaftskasse ein. Für die Krankenkassen ist es aus ihrer Sicht aber nicht zumutbar, dass die Solidargemeinschaft für diese teure Leistung aufkommen soll, wenn es auch günstiger geht.

    Heute sieht es so aus, dass die Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten nur noch für eine medizinische Grundversorgung aufkommen muss. Alles, was darüber hinaus geht, muss jeder Einzelne selbst bezahlen, es sei denn, es gibt keine Alternative zu einem bestimmten Medikament oder zu einer Behandlungsmethode. Es ist daher immer zu empfehlen, vor einer Behandlung die Kasse oder den Arzt zu fragen, wer für die Kosten aufkommt.