Schlagwort: Haut

  • Sollten Kinder gegen Meningokokken geimpft werden?

    Sollten Kinder gegen Meningokokken geimpft werden?

    Es beginnt wie eine harmlose Erkältung und ist in Wirklichkeit eine Krankheit, die für kleine Kinder lebensgefährlich sein kann, wenn sie nicht rechtzeitig richtig behandelt wird – Meningitis, auch bekannt als Hirnhautentzündung. In Großbritannien ist jetzt ein heftiger Streit um eine Impfung gegen die Auslöser der Krankheit, die sogenannten Meningokokken entbrannt, der auch nach Deutschland schwappen kann.

    Das Parlament berät

    Eltern, die ihr Kind verlieren, wollen ihren unendlichen Schmerz selten mit fremden Menschen teilen, in Großbritannien ist das seit einigen Wochen anders. Verzweifelte Eltern veröffentlichen in den sozialen Netzwerken erschreckende Bilder ihrer schwer kranken und sterbenden Kinder. Sie wollen so auf eine Krankheit aufmerksam machen und sie haben damit Erfolg, denn das englische Parlament berät jetzt darüber, ob eine Meningokokken-Impfung für alle Kinder bis elf Jahre eine Pflichtimpfung werden soll. Zudem gibt es eine landesweite Petition, die bis jetzt 800.000 Menschen unterzeichnet haben.

    Eine Standard-Impfung

    Einen zuverlässigen Impfstoff gegen Meningokokken gibt es erst seit rund drei Jahren. Wenn das Parlament der Petition folgt und eine Pflichtimpfung einführt, dann wird England das einzige Land weltweit sein, was Babys und Kleinkindern kostenlos eine Standardimpfung anbietet. Die Kinder bekommen die erste Spritze, wenn sie zwei Monate alt sind und genau das ist es, was unter den Eltern zu einer heftigen Diskussion führt. Bei älteren Kindern wird die Impfung nicht mehr kostenlos angeboten und die Eltern müssen diese Impfung dann aus eigener Tasche bezahlen.

    Die Lage in Deutschland

    Deutschland ist von einer Pflichtimpfung gegen Meningokokken noch sehr weit entfernt, denn bisher rät die Ständige Impfkommission (STIKO) nur dann zu einer Impfung, wenn es ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung gibt. Das gilt zum Beispiel bei Menschen, die mit einer Immunschwäche auf die Welt gekommen sind, aber auch für alle, die mit Menschen Kontakt haben, die bereits an einer Meningitis erkrankt sind.

    Bild: © Depositphotos.com / ilona75

  • Sind Gesundheits-Apps wirklich sinnvoll?

    Sind Gesundheits-Apps wirklich sinnvoll?

    Sie zählen die Schritte, die man Tag geht, sie messen den Puls und den Blutdruck, sie verfolgen die Entwicklung des Gewichts – die Rede ist von den mehr als 100.000 Gesundheits-Apps, die es inzwischen gibt. Viele Menschen verlassen sich auf diese modernen Apps, aber wie sinnvoll sind die Apps und können sie wirklich einen Besuch beim Arzt ersetzen?

    Der moderne Patient

    Der Patient im digitalen Zeitalter muss nicht mehr unbedingt zu einem Arzt gehen, wenn er wissen will, ob mit dem Blutdruck alles in Ordnung ist, er schaut stattdessen auf sein Smartphone mit der entsprechenden Gesundheits-App. Nach Ansicht von vielen Medizinern ist der Trend mit der Gesundheits-App eher positiv zu bewerten, allerdings sollte auch die Qualität der App stimmen. Internisten sind regelrecht begeistert von den Apps, denn auch im Klinikalltag spielt die digitale Medizin eine immer wichtigere Rolle, und mithilfe der App stehen Patient und Arzt auf einfache Art und Weise in Verbindung.

    Per Gesetz verankert

    Auch für den Weg in die digitale Medizin gibt es Gesetze, denn im Dezember des vergangenen Jahres haben der Bundestag und der Bundesrat das „Gesetz für sichere, digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“, kurz auch das E-Health-Gesetz verabschiedet. Anfang 2016 trat das Gesetz dann in Kraft, und zwar mit dem Ziel, alle Krankenhäuser, Apotheken und Arztpraxen besser als bisher miteinander zu vernetzen. Auf diese Weise werden die relevanten Daten aller Patienten schnell abrufbar gemacht.

    Medikation elektronisch planen

    Viele Versicherte haben heute schon eine elektronische Gesundheitskarte und auf dem Chip, der sich in der Karte befindet, sind unter anderem auch die Blutgruppe, eventuelle Vorerkrankungen und auch eine Medikamentenliste gespeichert. Für Patienten, die mehr als drei Medikamente am Tag einnehmen müssen, soll es in Zukunft auch einen elektronischen Medikationsplan geben, um gefährliche Nebenwirkungen zu verhindern, denn noch immer sterben in Deutschland mehrere Tausend Menschen an einer falschen Medikation.

    Bild: © Depositphotos.com / Syda_Productions

  • Präzisionsmedizin – neue Hoffnung für Krebspatienten

    Präzisionsmedizin – neue Hoffnung für Krebspatienten

    In der Krebsbehandlung können die Ärzte heute nicht mehr länger nur auf Chemotherapie, Operation oder Strahlentherapie setzen, die genetische Forschung macht es heute möglich, dass jeder Patient eine individuelle Behandlung bekommt. Präzisionsmedizin nennen Forscher diese Art von Behandlung, und mithilfe dieser Medizin gehen die Krebsärzte und die Patienten neue Wege.

    Die Genetik in der Früherkennung

    Wenn es um die Früherkennung von Krebs geht, spielt die Genetik eine immer wichtigere Rolle. Aktuell sind 120 Gene bekannt, die Krebs verursachen können und die Forschung nimmt an, dass es zwischen drei und fünf Prozent aller Tumorerkrankungen sind, die vererbt werden. Liegt eine bestimmte Krebsart in der Familie vor, dann wird es in Zukunft möglich sein, das Gen zu eliminieren, was den Krebs auslöst. Brustkrebs ist nur ein Beispiel für die Veranlagung von Krebs und hier setzt die Präzisionsmedizin an.

    Der Tumor entscheidet

    In der Zukunft wird Krebs nach Ansicht von führenden Wissenschaftlern nicht mehr nach bestimmten Organen klassifiziert, vielmehr sind es die molekularen Mechanismen, die über die Bildung eines Tumors entscheiden. So gibt es bereits heute ein Medikament, das gezielt den schwarzen Hautkrebs bekämpfen kann und in Studien wurde nachgewiesen, dass bei den meisten Patienten der Tumor deutlich geschrumpft ist, wenn sie mit dem Medikament behandelt wurden. In diesem Fall sind keine Cocktails aus hochgiftigen Medikamenten mehr notwendig, um den Krebs zu besiegen, denn der genetische Code konnte erfolgreich geknackt werden.

    Die Entschlüsselung der Gene

    Wann Chemotherapie und Strahlentherapie der Vergangenheit angehören werden, das ist heute noch nicht abschätzbar. Experten wie der amerikanische Forscher Todd Golub sind aber davon überzeugt, dass die Entschlüsselung der Gene die Präzisionsmedizin voranbringen wird. Wenn die Gene bekannt sind, die den Krebs auslösen, dann kann diese Krebsart nicht nur rechtzeitig erkannt werden, es kann auch viele Menschen davor bewahren, überhaupt an dieser Krebsform zu erkranken.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Biofeedback – den Kopfschmerz einfach wegdenken

    Biofeedback – den Kopfschmerz einfach wegdenken

    Es klingt zu schön, um wahr zu sein – Kopfschmerzen und Migräne nur mit der Kraft der Gedanken einfach ausschalten. Das, was ein bisschen wie Hokuspokus klingt, ist tatsächlich möglich und nennt sich Biofeedback, eine Methode, die sich in der Verhaltenstherapie bereits bewährt hat. Was muss man sich unter Biofeedback vorstellen und was müssen die Betroffenen tun, um ihre Kopfschmerzen nur mit ihren Gedanken loszuwerden?

    Den Verstand steuern

    Schon der Gedanke an den Biss in eine Zitrone reicht aus, um das Wasser buchstäblich im Mund zusammenlaufen zu lassen, und nur die Vorstellung, in eiskaltes Wasser zu springen, sorgt für eine Gänsehaut am ganzen Körper. Die Zitrone und das kalte Wasser sind nur zwei Beispiele dafür, wie Biofeedback funktioniert. Ganz ähnlich ist es, wenn mithilfe von Biofeedback die Kopfschmerzen „weggedacht“ werden. Biofeedback ist eine Therapieform, die sehr gut erforscht ist und in deren Mittelpunkt die Fähigkeit steht, den Verstand in bestimmte Bahnen zu lenken. Als hilfreich hat sich die Therapie bisher vor allem bei Krankheiten wie Rücken- und Kopfschmerzen erwiesen, aber auch Muskelverspannungen, die chronisch geworden sind, können mit Biofeedback erfolgreich behandelt werden.

    Der Patient muss mitarbeiten

    Eine Erfolgsgarantie gibt es bei Biofeedback nicht, aber die Therapieform ist oftmals sehr erfolgreich, wenn die Patienten wenig Hoffnung auf Erfolg haben und entsprechend kritisch sind. Alle, die nicht damit rechnen, dass sie sich selbst helfen können, sind besonders motiviert, wenn ein Effekt erzielt wird, zum Beispiel, dass die Migräneanfälle seltener werden und an Intensität verlieren. In der Regel sind zwischen acht und elf Sitzungen notwendig, um mittels Biofeedback eine Strategie gegen die Schmerzen zu entwickeln. Zudem müssen die Patienten nicht nur mit dem Therapeuten, sondern auch zu Hause mit der Methode arbeiten, denn nur dann gibt es auch langfristig Erfolge. Um mit Biofeedback arbeiten zu können, muss es allerdings eine genaue Diagnose geben.

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  • Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Nicht immer sorgt ein Röntgenbild oder eine Blutuntersuchung für Klarheit und auch eine Ultraschalluntersuchung bringt nicht in jedem Fall eine zuverlässige Diagnose. Vor allem wenn es um Erkrankungen des Magens und des Darms geht, dann ist es für den Arzt nicht immer so einfach, die richtige Diagnose zu stellen. Mit einer Magenspieglung jedoch wird es dem Arzt möglich, sich den Magen, die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm anzusehen. Was passiert bei einer Gastroskopie? Ist die Untersuchung für den Patienten schmerzhaft und ist für eine Spiegelung ein Aufenthalt im Krankenhaus zwingend notwendig?

    Bei welchen Erkrankungen wird eine Magenspiegelung gemacht?

    Eine Gastroskopie ist hilfreich, wenn um die Ursachen für Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zu finden. Bei folgenden Erkrankungen kommt eine Spiegelung des Magens infrage:

    • Schmerzen im Oberbauch
    • Ständiges Sodbrennen
    • Blut im Stuhl
    • Beschwerden beim Schlucken
    • Bluterbrechen
    • Ungeklärte Gewichtsabnahme
    • Fortwährende Blähungen

    Auch wenn der Verdacht einer Magenschleimhautentzündung besteht, dann wird der Arzt den Magen mit dem Gastroskop untersuchen, ebenso wenn der Verdacht auf Divertikel oder Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre besteht. Mit einer Gastroskopie kann der Arzt aber nicht nur die richtige Diagnose stellen, er kann die Beschwerden auch gleich behandeln. So können unter anderem Gewebe entnommen und Blutungen im oberen Teil des Verdauungstraktes gestillt werden. Bei Blutungen wird ein bluthemmendes Mittel gespritzt oder ein Clip platziert.

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Viele Menschen haben Angst, „einen Schlauch zu schlucken“, aber diese Angst ist unberechtigt, denn eine Magenspiegelung dauern in der Regel nicht länger als wenige Minuten. Der Arzt schiebt dabei das Gastroskop, das einen Durchmesser von nur wenigen Zentimetern hat und knapp einen Meter lang ist, durch den Rachenraum in die Speiseröhre und dann weiter in den Magen und den Zwölffingerdarm. Der Rachen wird vorher mit einem Spray betäubt, um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu machen. Wenn das Gastroskop am tiefsten Punkt angekommen ist, dann wird Luft in den Darmbereich geleitet, damit eventuelle Veränderungen besser zu erkennen sind. Gewebeproben entnimmt der Arzt mithilfe einer Zange und da das Gastroskop mit einem Monitor verbunden ist, kann der Arzt genau sehen, ob es Wucherungen, Geschwüre oder Blutungen gibt. Nach der Untersuchung wird das Gastroskop vorsichtig wieder herausgezogen.

    Welche Vorbereitungen sind notwendig?

    Eine Magenspiegelung kann in einem Krankenhaus gemacht werden, aber auch ambulant bei einem Facharzt für innere Medizin. Die Vorbereitungen für diese speziellen Untersuchungen sind aber immer gleich. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, müssen der Magen und auch der Verdauungstrakt vollständig entleert sein. Für den Patienten heißt das: Sechs Stunden vor der Magenspiegelung darf weder etwas gegessen noch getrunken werden. Wer allzu großen Durst hat, der darf ein wenig Wasser ohne Kohlensäure zu sich nehmen. Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen, die sollten diese Mittel zwei Wochen vor der Magenspiegelung absetzen, um das Risiko einer inneren Blutung so gering wie möglich zu halten. Durch das Narkosespray vor der Gastroskopie kann ein taubes Gefühl im Rachen entstehen, das nach der Untersuchung noch einige Stunden anhalten kann. Bis das taube Gefühl abgeklungen ist, sollte ebenfalls nichts getrunken oder gegessen werden.

    Mit oder ohne Narkose?

    Eine Magenspiegelung verursacht zwar keine Schmerzen, aber wenn das Gastroskop in den Rachen eingeführt wird, dann entsteht ein unangenehmer Würgereflex. Wer sich das ersparen will, der kann sich eine sogenannte Schlafspritze geben lassen und so die Untersuchung in einer Art Dämmerschlaf erleben. Auch der Einsatz von Beruhigungsmitteln wie zum Beispiel Valium, ist bei einer Gastroskopie möglich und macht es dem Patienten leichter. Wer sich für eine leichte Narkose entscheidet, der muss anschließend noch ruhen und darf kein Auto mehr fahren. In diesem Fall ist es eine gute Idee, eine Begleitperson mitzubringen, die den Patienten nach Hause fahren kann.

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  • Das Zika-Virus – ein neuer Schrecken für die Welt?

    Das Zika-Virus – ein neuer Schrecken für die Welt?

    Reisen auch in die entferntesten Länder dieser Welt stellen kein Problem mehr da, aber mit den unbegrenzten Reisemöglichkeiten steigt auch die Gefahr, dass sich neue Krankheiten immer schneller ausbreiten können. Aktuell ist es das Zika-Virus, was die Welt in Atem hält, denn es werden auch in Europa die ersten Infektionen mit dem Virus gemeldet. Urlauber haben das Virus aus Brasilien mit nach Deutschland gebracht und das in Hamburg ansässige Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin hat bereits zehn Infektionen festgestellt.

    Noch nicht meldepflichtig

    Wie groß die Gefahr durch das Zika-Virus in Europa tatsächlich ist, das weiß momentan noch keiner so genau, denn die Infektionskrankheit, die das Virus auslösen kann, ist nicht meldepflichtig. Daher fällt es Medizinern schwer, sich ein genaues Bild der Lage zu machen. Bekannt sind bisher vier Fälle in Großbritannien sowie jeweils zwei Fälle in Spanien und Italien, in Dänemark gab es einen Infizierten. Aber nicht nur die fehlende Meldepflicht macht es schwer, konkrete Zahlen zu bekommen, es gibt auch zu wenige Referenzzentren, in denen die richtige Diagnose gestellt werden kann. In Deutschland kommt nur das Bernhard-Nocht-Institut infrage, in Paris ist es das Pasteur-Institut und auch zwei Zentren in Großbritannien und den Niederlanden sind in der Lage, das Zika-Virus einwandfrei nachweisen zu können.

    Das Zika-Virus – vor allem für Schwangere eine große Gefahr

    Wer von einer Mücke gestochen wird, die das Zika-Virus überträgt, der muss in der Regel nicht mit einer schweren Krankheit rechnen, bei schwangeren Frauen hingegen stellt ein Mückenstich eine sehr große Gefahr dar. Viele Kinder kommen mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt, sie haben Missbildungen im Gehirn und sind geistig behindert. In Brasilien wurden bereits 4000 Kinder mit der sogenannten Mikrozephalie geboren, und damit ist das südamerikanische Land das Land mit den meisten Infizierten. Bei Kindern, die kurz nach der Geburt gestorben sind, konnte das Zika-Virus ohne Zweifel im Fruchtwasser nachgewiesen werden, für fundierte Studien müssen aber noch weitaus mehr schwangere Frauen untersucht werden.

    Keine Infektion in Deutschland

    Es ist die asiatische Tigermücke, die das Zika-Virus mit einem Stich auf den Menschen übertragen kann. Diese Mückenart ist vor allem in Südostasien, in Südamerika und auch in Teilen von Afrika beheimatet, gesichtet wurde die Tigermücke aber auch schon in einigen Gebieten in Süddeutschland und im Süden von Europa. Bislang hat sich jedoch noch niemand mit dem Virus in Deutschland oder in Südeuropa infiziert, alle, die das Virus von einer Reise mitgebracht haben, waren in Südamerika oder auch auf einer der karibischen Inseln. Mediziner sprechen sich jetzt für eine Reisewarnung vor allem für schwangere Frauen aus, die in den nächsten Zeit zum Beispiel nach Brasilien reisen möchten. Die brasilianische Regierung ihrerseits hat bereits in Hinblick auf den Karneval und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro den Gesundheitsnotstand ausgerufen.

    Was sollten Reisende beachten?

    Alle, die eine Reise nach Brasilien, Kolumbien, nach Afrika, Südostasien oder in die Karibik planen, sollten sich während des Aufenthalts sowohl draußen als auch in geschlossenen Räumen vor Stechmücken schützen. Empfohlen werden Insektenschutzmittel, Moskitonetze und helle Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt. Menschen, die unter einen chronischen Krankheit oder an einer Störung des Immunsystems leiden, sollten sich vor Antritt der Reise von ihrem Arzt oder von einem erfahrenen Tropenmediziner untersuchen lassen. Die WHO rät Familien mit kleinen Kindern und besonders schwangeren Frauen von einer Reise in die gefährdeten Gebiete komplett ab. Wer trotzdem reist und innerhalb von drei Wochen nach der Rückkehr aus dem Urlaub Fieber und Kopfschmerzen bekommt sowie Rötungen auf der Haut feststellt, der ist gut beraten zu einem Arzt zu gehen und eine Blutuntersuchung machen zu lassen. Das Zika-Virus lässt sich im Blut einfach und schnell nachweisen.

    Bild: © Depositphotos.com / nickylarson