Schlagwort: Haut

  • Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Wenn es um einen verrückten Speiseplan geht, dann sind die Stars aus Hollywood immer vorne mit dabei. So trank Marilyn Monroe jeden Morgen ein Glas warme Milch mit zwei rohen Eiern, das eigentliche Frühstück beschränkte sich auf zwei Vitaminpillen. Jetzt sorgt die Diät von Topmodell Gisele Bündchen für Schlagzeilen, denn die schöne Brasilianerin tut einiges, um die Figur in Topform zu halten. Wer sich jedoch den Speiseplan von Gisele anschaut, der wird sich mit Sicherheit fragen, wie gesund diese Form der Ernährung ist.

    Ein Koch packt aus

    In der US-Zeitschrift Vanity Fair hat der Koch von Gisele Bündchen verraten, was bei dem Modell, ihrem Mann, dem Footballstar Tom Brady und den gemeinsamen Kindern so alles auf den Tisch kommt. Die Reaktionen der Leserinnen reichen von miserabel über unmöglich und jämmerlich bis zu total verrückt, denn die Familie verzichtet unter anderem auf:

    • Kaffee und alle Lebensmittel, die Koffein enthalten
    • Weißes Mehl
    • Zucker in jeglicher Form
    • Milch und alle Milchprodukte
    • Pilze

    Auch Nachtschattengewächse wie zum Beispiel Tomaten, Kartoffeln oder Auberginen kommen im Haushalt Bündchen/Brady nicht auf den Speiseplan. Tom Brady ist davon überzeugt, dass Tomaten Entzündungen auslösen können, das Gleiche gilt auch für eine der gesündesten Gemüsesorten: Paprika.

    Was darf laut Speiseplan gegessen werden?

    Viel bleibt nicht übrig, was bei Gisele Bündchen und ihrer Familie auf den Tisch kommt. Zu 80 % besteht die Nahrung aus Gemüse wie Kohlrabi, Möhren und Brokkoli, die restlichen 20 % bestehen aus weißem, magerem Fleisch von Huhn und Fisch. Gewürzt wird das Ganze mit Salz aus dem Himalaja, denn nach Ansicht von Gisele Bündchen ist Jodsalz aus dem Supermarkt kaufen sehr schädlich. Auch wenn es ums Öl geht, haben Gisele Bündchen und ihr Ehemann spezielle Vorlieben, denn der Koch darf ausschließlich mit Kokosnussöl kochen. Auch die Kinder des Paares müssen den Speiseplan der Eltern einhalten, Nutella aufs Brot oder mal ein paar Gummibärchen sind streng verboten. Wenn der Nachwuchs mal Appetit auf etwas Süßes hat, dann gibt es lediglich eine Fruchtrolle, die aus getrockneten Algen besteht. Wenn Gisele Bündchen Lust auf etwas Besonderes hat, dann stehen Quinoa mit Grünkohl, gerösteten Mandeln und Knoblauch auf dem Speiseplan, das klingt zwar nahrhafter als das, was Marilyn Monroe aß, aber nicht wirklich gesund.

    Der verrückte Speiseplan der Gwyneth Paltrow

    Gisele Bündchen ist nicht die Einzige, die sich etwas verrückt ernährt, auch andere Stars haben skurril anmutende Speisepläne. So hat die Schauspielerin Gwyneth Paltrow sogar ein Kochbuch über ihre bizarren Essgewohnheiten geschrieben, die von Ernährungswissenschaftlern auch gerne die Armuts-Diät genannt wird. Reis steht bei der Oscar-Preisträgerin ebenso auf dem Speiseplan wie schwarze Bohnen und Erbsen. In Maßen sind Süßkartoffeln, Eier, Auberginen, Tomaten und Avocado erlaubt, und da diese Diät nach Ansicht von Gwyneth Paltrow günstig ist, können sich auch die Bezieher von Lebensmittelkarten diese Ernährung leisten. Experten haben allerdings ausgerechnet, dass die Zutaten zu dieser Diät bei nur einem Einkauf rund 450,- Dollar kosten, und Paltrow musste mit einem gewaltigen Shitstorm in den sozialen Netzwerken leben.

    Massive Essstörungen

    Jennifer Aniston verzichtet auf die wichtigste Mahlzeit des Tages, das Frühstück und trinkt stattdessen lieber Zitronensaft pur, und wenn sich Victoria Beckham mal was Gutes gönnen will, dann isst sie fünf Hände voll ungesalzene und eiweißreiche Kost. Wird das langweilig, dann steigt Frau Beckham auf die Basen-Diät um und nimmt nur Nahrung zu sich, die nicht sauer ist. Auch Jackie Kennedy hatte ihre spezielle Diät und sie aß, wenn sie abnehmen wollte, nur eine mit Beluga-Kaviar gefüllte Kartoffel am Tag. Alle diese verrückten Diäten sind nach Meinung von Ernährungsexperten die Auslöser von massiven Essstörungen, denn wer wie Liz Hurley sechsmal am Tag Suppen aus Brunnenkresse auf dem Speiseplan stehen hat, der wird garantiert krank.

    Bild: © Depositphotos.com / silatip

  • Reitferien – nicht nur für Pferdefreunde ein besonderes Erlebnis

    Reitferien – nicht nur für Pferdefreunde ein besonderes Erlebnis

    Bekanntlich liegt das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde und laut William Shakespeare wollte König Richard III. sein Königreich für ein Pferd hergeben. Reiten ist ein beliebter Sport, auf den viele auch in den Ferien nicht verzichten möchten und Reitferien machen nicht nur Kindern Spaß. In vielen Urlaubsregionen in ganz Europa werden Reitkurse und Stellplätze für Pferde angeboten, etwas Besonderes sind aber Reitferien am Meer, zum Beispiel in Dänemark.

    Vom Ackergaul zum Reittier

    Menschen und Pferde – das ist eine besondere Affinität. Schon immer haben Mensch und Tier eine enge Beziehung gehabt, schließlich gehört das Pferd zu den ältesten Nutztieren. Zunächst wurde das Pferd nur für die Arbeit auf dem Feld oder als Transporttier genutzt, später entdeckten die Menschen, dass Pferde auch als Reittiere gute Dienste leisten. Heute haben moderne Maschinen die Pferde bei der Landarbeit abgelöst, geblieben ist nur das Reittier und ein vierbeiniger Freund. Ob Islandpony oder Vollblüter, Pferde sind aus der Welt der Menschen nicht mehr wegzudenken. Wer einen besonderen Urlaub erleben möchte, der sollte Reitferien am Strand machen. Am Wasser entlang zu galoppieren, das hat was von Freiheit und Abenteuer, ein wunderbares Gefühl, das immer mehr Urlauber hautnah erleben wollen.

    Wie ein Besuch im Fitnessstudio

    Reiten ist ein Sport und wie bei jeder Sportart, so stellt sich auch hier die Frage: Wie gesund ist das Reiten? Für die Gesundheit lohnt es sich auf jeden Fall, den Pferderücken zu erklimmen, denn Reiten kann Rückenschmerzen vorbeugen, die Bauchmuskulatur stärken, die Fähigkeit zur Koordination fördern und beim Reiten lässt sich Stress abbauen. Ähnlich wie beim Schwimmen, werden beim Reiten alle Muskeln beansprucht, denn der Reiter muss sich permanent den Bewegungen des Pferdes anpassen. Bei jeder der drei Gangarten werden andere Muskeln gefordert, langfristig wird die Wirbelsäule entlastet und das beugt Problemen mit dem Rücken effektiv vor. Das rhythmische Auf und Ab löst zudem Verspannungen und auch für eine gerade Körperhaltung ist Reiten der optimale Sport. Reiten kann man noch bis ins hohe Alter, und deshalb verlieren auch Reitferien nie ihren Reiz.

    Reitferien in Dänemark

    Warum bietet sich Dänemark für Reitferien an? Ganz einfach, weil die dänische Küste an der Nordsee 400 km lang ist. Die wunderschöne Küste erstreckt sich von den Inseln im Wattenmeer im Süden, über die Haffküste bis hin zur wilden Brandung im Norden. Entlang dieser Küste gibt es Ferienhäuser, Campingplätze und auch Reiterhöfe für alle, die gerne mit dem Pferd die Umgebung erkunden möchten oder das Reiten erlernen wollen. Auch die westliche Küste von Jütland ist perfekt für Pferdefreunde und Reitsportler. Zwischen Nymindegab und Søndervig können Reiter am Strand entlang traben und wer noch Anfänger ist, kann sich auf verschiedenen Reitbahnen mit dem Pferd vertraut machen.

    Auf dem Pferderücken die Region erkunden

    Reitferien bieten eine gute Gelegenheit, um die Umgebung des Urlaubsortes einmal auf andere Art und Weise zu erkunden. In vielen Orten an der dänischen Küste werden geführte Reittouren angeboten und die Teilnehmer einer solchen Tour lernen dabei die Schönheit der Küstenlandschaft kennen. Wer möchte nicht mit seinem Pferd in einen malerischen Sonnenuntergang reiten? Die Heide von Jütland ist hier ein ebenso schönes Ziel wie auch die zahlreichen Fjorde, die endlosen Strände und die weiten Dünenlandschaften.

    Das Pferd einfach mitbringen

    Auch wer sein Pferd von zu Hause mitbringen möchte, der wird in Dänemark viele Reiterhöfe finden, in denen das Pferd einen Platz findet. Die Reitschulen in Westjütland haben viel Erfahrung im Umgang mit Pferden und das Tier ist dort immer bestens aufgehoben. In der ganzen Region sind zudem viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen zu finden, sodass kein Reiter einen langen Weg hat, wenn er mit seinem Pferd ausreiten möchte.

    Bild: © Depositphotos.com / Alexia

  • Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Viele kennen Hepatitis unter dem Namen Gelbsucht oder auch Gilb, aber gemeint ist eine Erkrankung der Leber, genauer gesagt, eine chronische Entzündung der Leber. Den Namen Gelbsucht bekam die Krankheit durch ihre auffälligen äußeren Symptome wie eine gelbliche Haut und eine Gelbfärbung des weißen Teils der Augäpfel. Hepatitis ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und eben so vielen möglichen Ursachen. Da es kaum Symptome gibt, bleibt die Krankheit oft lange unerkannt, was unter Umständen sehr gefährlich werden kann.

    Welche Ursachen gibt es für Hepatitis?

    Die Palette der Ursachen für eine Hepatitis ist breit gefächert. Eine Virusinfektion kann ein Auslöser sein, aber auch Alkoholmissbrauch kann die Leber schädigen und eine Gelbsucht auslösen. Eine Fettleber ist ebenfalls eine der möglichen Verursacher, möglich sind zudem Autoimmunerkrankungen oder eine Störung im Immunsystem. Die häufigste Ursache ist aber eine virale Infektion, die sowohl Hepatitis A wie auch B, C, D und E auslöst. Wissenschaftler vermuten auch, dass die zunehmende Anzahl von Umweltgiften für eine Leberentzündung sorgen können, eher selten sind Pilze, Parasiten oder Bakterien die Ursache.

    Gibt es typische Symptome?

    Was die Diagnose Hepatitis so schwierig macht, ist das Fehlen von Symptomen. Die Betroffenen fühlen sich müde, sie haben wenig Appetit und verspüren einen leichten Schmerz im Bereich des Oberbauches, der sich aber nicht genau lokalisieren lässt. Nicht immer kommt es zu den für Gelbsucht typischen Symptomen wie einer Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel oder einem dunkel gefärbten Urin. Da bei Hepatitis die Funktion der Leber gestört ist, kommt es zu einem Stau der Gallenflüssigkeit, die für einen unangenehmen Juckreiz, aber auch für Verdauungsstörungen sorgen kann. Durchfall, Erbrechen und Übelkeit sind daher ebenfalls Symptome, die auf eine Hepatitis hinweisen.

    Die Diagnose Hepatitis

    Besteht der Verdacht auf Hepatitis, dann wird der Arzt zunächst einmal Blut abnehmen und den Wert der Leberenzyme bestimmen, die immer erhöht sind, wenn die Leber entzündet ist. Zudem wird der Wert des gelben Gallenfarbstoffs, des Bilirubins bestimmt. Wenn auch dieser Wert erhöht ist, dann spricht das ebenfalls für einen Leberschaden. Um die spezifische Form erkennen zu können, werden Antikörpertests gemacht. Komplettiert wird die Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung, denn durch eine gezielte Sonografie kann der Arzt mehr über die Struktur, die Größe und die Kontur der Leber erfahren. Leider lässt sich die eigentliche Ursache der Leberentzündung anhand einer Ultraschalluntersuchung nicht erkennen. Um den Schweregrad der Entzündung bestimmen zu können, muss deshalb im Rahmen einer Leberpunktion Gewebe entnommen werden.

    Wie sieht die Therapie aus?

    Welche Therapie infrage kommt, das richtet sich immer nach der Schwere der Entzündung. Bei den chronischen Formen wie B und C, ist eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich, die nicht nur eine Besserung einleiten, sondern auch eine komplette Ausheilung möglich machen. Neue Präparate, die in den letzten Jahren zugelassen worden sind, ermöglichen eine kurze Therapie und auch weniger Nebenwirkungen. Besonders bei Patienten, die bereits eine Leberzirrhose haben, zeigen sich schnelle und auch nachhaltige Erfolge. Eine Behandlung mit Interferon, die noch vor wenigen Jahren zur Standarttherapie gehörte, ist dann nicht mehr notwendig. Handelt es sich um eine Alkoholhepatitis, dann ist eine sofortige Abstinenz ein Muss, die eigentliche Behandlung richtet sich aber auch hier nach dem Schweregrad der Leberschädigung. Bei einer Autoimmunhepatitis kommt es immer dann zu einem chronischen Verlauf, wenn die Erkrankung zu spät festgestellt wurde, helfen können in diesem Fall spezielle Immunsuppressiva, wie zum Beispiel Cortison. Zwar verbessern sich dann die Symptome und die Laborwerte sind wieder in einem normalen Bereich, allerdings müssen die Betroffenen über einen sehr langen Zeitraum, wenn nicht sogar lebenslänglich behandelt werden, was zu starken Nebenwirkungen führen kann. Handelt es sich um eine Fettleber, dann hilft nur Abnehmen, um das Körperfett auf Dauer deutlich zu reduzieren.

    Bild: © Depositphotos.com / ivelin

  • Cortison – Segen oder Fluch?

    Cortison – Segen oder Fluch?

    Wenn der Arzt Cortison verschreibt, dann haben viele Patienten Angst vor den Nebenwirkungen des Wirkstoffs. Auf der anderen Seite stehen aber die großen Erfolge, die mit Cortison erzielt werden, vor allem, wenn es um entzündliche Erkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Arthritis oder auch Allergien geht. Trotz der wissenschaftlich bewiesenen Erfolge steht kaum ein anderes Medikament so in der Kritik, Cortison aber komplett abzulehnen, wäre falsch, denn es kann vielen Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, das Leben deutlich leichter machen.

    Nebenwirkungen können vermieden werden

    Cortison ist kein Gift, es ist vielmehr ein Stoff, den der Körper in der Nebenniere selbst produziert. Wie Insulin, so kann Cortison heute künstlich hergestellt werden, und es hat sich besonders als Mittel gegen Entzündungen aller Art einen guten Namen gemacht. Trotzdem reagieren die meisten Menschen sehr vorsichtig, wenn der Arzt ihnen Hydrocortison verordnet und oft weigern sie sich sogar, das Mittel zu nehmen. Die Bedenken sind nicht falsch, denn wenn das Mittel zu lange oder in der falschen Dosis eingenommen wird, dann kommt es nicht selten zu den gefürchteten Nebenwirkungen. Auf der anderen Seite können die Schäden aber noch größer sein, wenn eine Behandlung mit Hydrocortison abgelehnt wird, denn besonders Schmerzpatienten können von dem umstrittenen Wirkstoff profitieren.

    Wie wird Cortison verabreicht?

    Wie gut oder weniger gut verträglich Cortison ist, das hängt auch immer von der Form der Darreichung ab. In den 1970er Jahren, als die berechtigte Kritik an dem noch neuen Medikament besonders groß war, wurden die Patienten überwiegend mit Spritzen und Tabletten behandelt, die Behandlungen waren zu lang und die Dosen viel zu hoch. Dazu kam, dass der körpereigene Wirkstoff nicht ausreichend erforscht war. In der Folge kam es zu gravierenden Nebenwirkungen, die Auswirkungen auf den ganzen Organismus hatten. Heute wird Hydrocortison nur noch in Ausnahmefällen gespritzt, die meisten Patienten werden mit einer cortisonhaltigen Salbe oder mit niedrig dosierten Tabletten behandelt.

    Ein Mittel gegen Hautkrankheiten

    Auch wenn es um entzündliche Erkrankungen der Haut geht, werden mit Hydrocortison große Erfolge erzielt. Bei Schuppenflechte kommt das Mittel ebenso zur Anwendung wie auch bei Ekzemen, der große Vorteil liegt hier bei der lokalen Anwendung. Die Cortisonsalbe wird direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen, das Mittel kann auf diese Weise nicht in den Blutkreislauf gelangen und es gibt keine starken Nebenwirkungen. Auch Nasensprays und Augentropfen, die Hydrocortison enthalten, sind vor allem für Menschen eine große Hilfe, die unter Allergien leiden, und auch hier kommt es nur zu einer lokalen Anwendung, die von den meisten Betroffenen gut vertragen wird. Die meisten Mediziner setzen heute noch bei akuten und starken Beschwerden auf Spritzen und halten die Behandlungsdauer so kurz wie eben möglich.

    Wann wird Cortison gefährlich?

    Wie gefährlich kann Hydrocortison werden und was ist bei der Einnahme zu beachten? Wer bei einem Allergieschub das entsprechende Nasenspray verwendet, setzt sich nach Ansicht von Medizinern keiner allzu großen Gefahr aus, gefährlich wird es aber immer dann, wenn Hydrocortison über einen längeren Zeitraum in Form von Tabletten eingenommen wird. Damit sich die Nebenniere erholen kann, muss bei einer Therapie eine Pause von mindestens vier Wochen eingelegt werden, und das Medikament muss in diesem Fall ausgeschlichen werden. Wird es abrupt abgesetzt, dann drohen massive Nebenwirkungen wie Kreislaufversagen und sogar ein lebensgefährlicher Schock. Wird Hydrocortison über einen langen Zeitraum eingenommen, dann stellt der Körper die eigene Produktion ein, wird dann aber das Medikament abgesetzt, dann kommt es zu einer Unterversorgung des Hormons. Für Patienten gilt, sie sollten sich unbedingt an die vom Arzt verordneten Einnahmezeiten und Dosen halten, denn diese sind so abgestimmt, dass es weder zu einer Unterversorgung noch zu einer Überversorgung kommt. Geschieht das nicht, dann kommt es zu Nebenwirkungen und zu Störungen im Immunsystem.

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  • Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Die meisten Menschen beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn es um Operationen geht. Sie haben Angst vor der Narkose, Angst davor die Kontrolle zu verlieren und ihr Leben komplett in die Hände der Ärzte zu legen. Der Verlust vor Kontrolle ist eine Urangst, denn dieser Verlust bedeutete für unsere Vorfahren den sicheren Tod. Wer sich aber über die einzelnen Vorgänge vor, während und nach einer Operation informiert, der verliert diese Angst sehr schnell, denn kaum ein anderer Vorgang wird so akribisch geplant und ausgeführt wie ein operativer Eingriff.

    Die Vorbereitungen einer Operation

    Während die OP-Pfleger den Operationssaal für den Eingriff vorbereiten, bekommt der Patient noch in seinem Zimmer ein leichtes Beruhigungsmittel. Dann wird er in den sogenannten Vorbereitungsraum gebracht, wo ein Pfleger den Puls, die Herztöne, den Blutdruck und die Sauerstoffsättigung im Blut misst. Anschließend injiziert der Narkosearzt über eine Vene im Unterarm oder in der Hand das Narkosemittel und führt dann, wenn der Patient tief schläft, einen Schlauch in die Luftröhre ein. Erst wenn der Patient auf dem OP-Tisch die richtige Position hat und alles bereit liegt, was während der Operation gebraucht wird, kommen die Chirurgen in den Operationssaal. So nehmen zum Beispiel an einer Blinddarmoperation bis zu vier Chirurgen, ein Anästhesist, ein Narkosepfleger, eine OP-Schwester und ein Springer teil. Der Springer ist der Mann im Hintergrund, der das benötigte Material holt, die OP dokumentiert und die verschiedenen Geräte wie das Ultraschallgerät bedient.

    Die Aufgaben der Chirurgen und Narkoseärzte

    Um beispielsweise den Blinddarm zu entfernen, öffnet der Chirurg zunächst die Bauchdecke und der Assistenzarzt hält mithilfe von Haken die Muskulatur und die Haut auseinander, damit der ausführende Operateur eine gute Sicht hat. Mit dem Skalpell und einer sehr feinen Zange wird dann der Blinddarm vorsichtig entfernt, ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen. Während des Eingriffs sitzt der Narkosearzt am Kopfende des OP-Tischs und überwacht auf einem Monitor den Blutdruck, den Puls, die Sauerstoffsättigung des Blutes und den Kreislauf des Patienten. Der Anästhesist informiert sich aber immer über den jeweiligen Stand der Operation, um die Narkose perfekt steuern zu können.

    Nach der Operation

    Nach dem Gesetz muss bei jedem operativen Eingriff mindestens ein erfahrener Chirurg anwesend sein, meist ist es aber die Aufgabe des Assistenzarztes, die Wunde wieder zu schließen. Zuvor haben sich der Chirurg, die OP-Schwester und auch der Springer davon überzeugt, dass alles, was während des Eingriffs gebraucht wurde, auch wieder an seinem Platz ist und nichts in der OP-Wunde vergessen wurde. Der Chirurg gibt dem Narkosearzt dann das Zeichen, die Schlaf- und Schmerzmittel langsam zurückzufahren. Wenn alles nach Wunsch verläuft, dann wacht der Patient nach wenigen Minuten auf und der Narkosearzt entfernt den Tubus aus der Luftröhre, er spricht den Patienten an und überzeugt sich, dass alles in Ordnung ist. Die meisten Patienten können sich später nicht mehr daran erinnern, dass sie im OP-Saal wach geworden sind, die Erinnerung setzt meist erst im Aufwachraum wieder ein. Nicht selten wird dann die Frage gestellt, wann es endlich losgeht. Für diese Erinnerungslücken sorgen spezielle Medikamente, wie zum Beispiel das Mittel Midazolam. Wenn der Patient wieder komplett bei sich ist, dann wird er wieder in sein Zimmer verlegt und kann dann den Rest der Narkose in aller Ruhe ausschlafen.

    Ein eingespieltes Team

    Jeder operative Eingriff ist so etwas wie ein Gesamtpaket, bei dem jeder auch noch so kleine Handgriff perfekt sitzen muss. Die Teams, die jeden Tag im OP miteinander arbeiten, sind aufeinander eingespielt, und oftmals muss der Chirurg nicht einmal mehr ein bestimmtes Instrument verlangen, es wird ihm unaufgefordert von der OP-Schwester gereicht. Bei jeder OP gilt: Der Patient muss optimal versorgt werden, er darf aber nie übermäßig belastet werden.

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  • Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Jeder möchte so gesund wie eben möglich leben, und zu einem gesunden Leben gehört auch eine gesunde Ernährung. Noch nie war es so einfach, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, und das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum immer mehr Menschen an Orthorexie erkranken. Orthorexie ist mehr als der Wunsch nach einer gesunden Ernährung, es ist vielmehr der Zwang, nur das zu essen, was vermeintlich für den Körper nicht schädlich ist. Aber wo hört gesunde Ernährung auf und wo beginnt der Zwang? Die Grenzen sind fließend und das macht die Behandlung dieser Krankheit so schwierig.

    Orthorexie – eine Definition

    Wer unter Orthorexie leidet, der leidet unter einer Fixierung, die sich ausschließlich auf eine gesunde Ernährung beschränkt. Allerdings gibt es dabei ein großes Problem, denn die Definition, was gesund ist und was nicht, ist immer individuell verschieden. Daher besteht oft die Gefahr, dass die Ernährung nicht nur gesund, sondern irgendwann auch sehr einseitig ist. Veganer sind besonders gefährdet, an Orthorexie zu erkranken, aber auch Menschen, die sich ausschließlich von Lebensmitteln ernähren, die ohne Zusätze hergestellt werden. Die Paleo-Diät birgt die Gefahren der zwanghaft gesunden Ernährung, denn wer sich wie die Menschen in der Steinzeit ernährt, der wird früher oder später schwere Mangelerscheinungen bekommen.

    Ein Blog, der Angst macht

    Essstörungen bei jungen Frauen sind heute keine Seltenheit mehr, aber eine Essstörung, wie sie die US-Amerikanerin Jordan Younger auf ihrem Blog „The Balanced Blonde“ beschreibt, ist erschreckend. Jordan Younger war von einer veganen Lebensweise überzeugt und ernährte sich rein pflanzlich, später dann noch glutenfrei, zuckerfrei und mehlfrei. Sie nahm kaum noch Fett zu sich und verzichtete letztendlich auch darauf. Das komplette Leben war schließlich nur noch darauf ausgerichtet, was sie essen durfte und was nicht. Die bittere Erkenntnis der jungen Frau lautet heute, sie habe in einer „Blase aus Verzicht“ gelebt und ein Leben geführt, was eigentlich überhaupt nicht mehr lebenswert war. Jordan Younger ist nicht alleine, es gibt immer mehr Menschen, die sich zwanghaft gesund ernähren und dabei nicht nur ihr körperliches Wohlbefinden aufs Spiel setzen.

    Die Krankheit dominiert den Alltag

    Menschen, die unter Orthorexie leiden, verlieren immer mehr den sozialen Kontakt zu Freunden, Bekannten und Verwandten. Sie können kein Restaurant mehr besuchen, denn dort können sie nicht sicher sein, dass das Essen auch wirklich ihren Essgewohnheiten entspricht. Einkaufen wird zur Schwerstarbeit, weil auf jeder Packung zunächst einmal die Zutaten studiert werden müssen. Die psychische Störung dominiert schließlich den Alltag und lässt den Betroffenen keine Pause mehr. Neben den mentalen Problemen sorgt Orthorexie aber auch für schwerwiegende körperliche Probleme. Die einseitige Ernährung führt in den meisten Fällen zu Untergewicht, der Hormonhaushalt stellt sich komplett um und es kommt zu massiven Mangelerscheinungen und die Haut leidet ebenso wie die Haare, die Zähne und die inneren Organe.

    Orthorexie – Keine anerkannte Krankheit

    Noch ist Orthorexie keine anerkannte Krankheit, aber nach Ansicht von Experten kann diese Erkrankung der Anorexie zugeordnet werden. In beiden Fällen sind die Betroffenen nur noch damit beschäftigt, ihr Essen wieder und wieder zu selektieren. Sie streichen immer mehr Lebensmittel von ihrer Speisekarte und der Wunsch nach stetiger Kontrolle und Gesundheit bestimmt mehr und mehr das tägliche Leben. Psychologen sind der Meinung, dass der Wunsch nach dem perfekten Essen auch mit den zahlreichen Lebensmittelskandalen zusammenhängt. Aktuell sind ca. drei Prozent der Deutschen von Orthorexie betroffen, es sind vor allem junge Frauen, die mit dieser speziellen psychischen Erkrankung zu kämpfen haben. Rund ein Prozent verhält sich extrem und sollte daher psychologisch intensiv behandelt werden.

    Der überwiegende Teil der Deutschen nennt nach einer neuen Befragung die Gesundheit als das höchste Gut, und das gibt Auskunft darüber, wie wichtig vielen Menschen das Essen geworden ist.

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