Schlagwort: Herz

  • Nächtliche Albträume – der Horrorfilm im Kopfkino

    Nächtliche Albträume – der Horrorfilm im Kopfkino

    Jeder Mensch träumt und die meisten hatten schon einmal einen Albtraum. Die einen waren auf der Flucht vor einem Verfolger, die anderen stürzten von meterhohen Klippen ins Leere und wieder andere standen im Traum nackt in einer Menschenmenge. Nächtliche Albträume dauern nur wenige Sekunden und am nächsten Morgen haben die meisten Menschen diese angsteinflößenden Träume wieder vergessen, aber nächtliche Albträume können zu einer starken Belastung werden, nämlich dann, wenn sie immer wiederkehren.

    Was sind Träume?

    Träume sind immer eine Art Nachbearbeitung des vergangenen Tages. Sie sind das Gegenteil von bewussten und konzentriertem Überlegungen, Träume dienen vielmehr dazu, Vorstellungen und Eindrücke oder auch bestimmte Ideen zu verarbeiten, die am Tag gesammelt wurden. Warum wir träumen, das ist bis heute nicht restlos geklärt, Wissenschaftler vermuten aber, dass Träume alle Fragen beantworten, die man sich tagsüber gestellt hat, Träume sind demnach so etwas wie Problemlöser. Besonders intensiv träumen wir in der sogenannten REM-Phase, dann bewegen sich die geschlossenen Augen sehr heftig und im Gehirn kommt es zu einem Feuerwerk der Neuronen. Während des Traums steigt die Atem- und Herzfrequenz und wer in dieser Phase des Schlafes aufwacht, der wird sich an seinen Traum zumindest für kurze Zeit erinnern können.

    Nächtliche Albträume, die immer wieder kommen

    Schöne Träume stellen kein Problem dar, sie belasten nicht und viele Menschen stehen nach einem schönen Traum gut gelaunt auf. Ganz anders sieht es aus, wenn aus den schönen Träumen nächtliche Albträume werden, und besonders schlimm ist es, wenn diese Albträume immer wiederkehren. Geschätzt leiden fünf Prozent der Deutschen darunter, dass nächtliche Albträume jede Nacht wiederkommen, sie werden chronisch und damit auch eine große Belastung für die Psyche. Immer dann, wenn die Albträume in einem Zeitraum von mehreren Monaten mindestens einmal pro Woche auftreten, dann sprechen Mediziner von chronischen Albträumen und in diesem Fall wird das Leben der Betroffenen nachhaltig beeinflusst.

    Gegen die Albträume kämpfen

    Wenn nächtliche Albträume jede Nacht wiederkommen, dann ist das meist ein Zeichen für eine große psychische Belastung. Beruflicher oder auch privater Stress, eine Lebenskrise, aber auch wenn starke Medikamente eingenommen werden müssen, dann kann das für nächtliche Albträume sorgen, die sich einfach nicht abstellen lassen. In der Folge haben die Betroffenen irgendwann Angst davor einzuschlafen, da sie sich fürchten, wieder aus einem Albtraum aufzuschrecken. Wenn die schrecklichen Träume nicht verschwinden wollen, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der den Albträumen auf den Grund geht. Vielfach hilft eine sehr einfache Selbsthilfemethode, die aus drei wichtigen Punkten besteht: Konfrontation, Bewältigung und schließlich das Training. Was bei Albträumen jedoch nicht hilft, das sind Schlaftabletten, denn sie intensivieren vielleicht den Schlaf, eine Garantie, dass die Albträume verschwinden, gibt es aber nicht.

    Träumen kann trainiert werden

    Nächtliche Albträume können wieder verschwinden, und zwar durch sogenannte luzide oder bewusste Träume. Bei diesem klaren Traum ist sich der Träumende bewusst, dass das, was passiert, nicht real ist, er weiß, dass es sich nur um einen Traum handelt. Allerdings gibt es bei diesen bewussten Träumen ein großes Problem, denn die meisten träumen nur sehr selten bewusst oder luzide, aber man kann diese Träume trainieren. Das Training ist einfach, denn der Träumende muss sich nur eine einzige Frage stellen: Träume ich gerade? Wer sich diese Frage bewusst stellt, der wird sie irgendwann verinnerlichen und sich schließlich auch während eines Traumes fragen, ob es sich um einen Traum handelt oder nicht. Es dauert allerdings seine Zeit, bis dieser Prozess der Verinnerlichung abgeschlossen ist, mitunter vergehen sogar Monate, bis die Albträume tatsächlich verschwunden sind. Betroffene, die mit schweren Albträumen zu kämpfen haben, werden mit diesem Training kurzfristig keine Erfolge erzielen, in diesen Fällen kann eine gezielte Therapie bei einem Psychologen helfen.

    Bild: © Depositphotos.com / ruigsantos

  • Die Techniker Krankenkasse will Fitnessarmbänder nutzen

    Die Techniker Krankenkasse will Fitnessarmbänder nutzen

    Fitnessarmbänder sind im Trend und nicht nur Sportler binden sich die bunten kleinen Datenträger ums Handgelenk. Mit dem Fitnessarmband werden unter anderem die Schritte gezählt, der Puls und die Herzfrequenz gemessen, was die Armbänder natürlich auch für die Krankenkassen interessant macht. Die Techniker Krankenkasse will diese Daten jetzt effektiv nutzen.

    Auskunft über die Versicherten

    Normalerweise erfahren die Krankenkassen von den Krankenhäusern und den Ärzten, wie gesund oder krank ihre Mitglieder sind, die TK will sich diese Daten jetzt einfach und bequem über die beliebten Fitnessarmbänder holen. Wie oft bewegt sich das Mitglied in der Woche und wie steht es mit der Fitness? Lebt das Mitglied auch gesund und steht regelmäßig Sport auf dem Programm? Diese Fragen sind für Krankenkassen von Interesse und die Techniker Krankenkasse will nach Auskunft des Chefs Jens Baas diese Informationen vermehrt nutzen.

    Die elektronische Akte

    Die TK will zukünftig die Daten aus Fitnessarmbändern sammeln und sie in einer Art elektronischer Patientenakte zusammenfassen, die dann von der Kasse verwaltet wird. So bekommen nach Meinung der Techniker Krankenkasse nicht nur Ärzte, sondern auch die Kassen die Möglichkeit, das Risiko einer Erkrankung schon in einem frühen Stadium zu erkennen. Allerdings soll das Kassenmitglied selbst bestimmen, welche Informationen eingesehen werden können und welche nicht. Die TK betont in diesem Zusammenhang auch, dass es keine Pläne gibt, die Tarife mit einem gesundheitsbewussten Leben zu verknüpfen, ein Bonusprogramm kann man sich hingegen vorstellen.

    Der Minister ist dagegen

    Nicht nur Datenschützer sehen den Plänen der TK skeptisch entgegen, denn sie befürchten, dass irgendwann Menschen, die nach Meinung der Kassen nicht so gesundheitsbewusst leben, nicht mehr versichert werden. Das ist bei privaten Krankenkassen schon heute möglich, bei den gesetzlichen Kassen wird das durch das sogenannte Solidarprinzip verhindert. Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ist dagegen, dass die Krankenkassen die Fitnessarmbänder nutzen, denn Puls- und Herzfrequenz sollen Privatsache bleiben.

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  • Dicke Menschen sind krank – Wahrheit oder Hysterie?

    Dicke Menschen sind krank – Wahrheit oder Hysterie?

    Dick ist nicht schick, dick macht krank – so lautet eine weitverbreitete Meinung. Dicke Menschen sind krank, sie kosten die Krankenkassen viele Millionen Euro und sie werden nicht alt – auch das sind Vorurteile, mit denen diejenigen leben müssen, deren Body-Mass-Index nicht stimmt. Aber stimmt das tatsächlich? Sind alle, die zu dick sind, auch krank? Nein, sagt eine Studie, dicke Menschen sind nicht krank, im Gegenteil, die meisten sind erstaunlich gesund und fühlen sich mit ihrer Körperfülle sehr wohl.

    Die Pläne der Krankenkassen

    Dicke Menschen sind krank und sollen entsprechend mehr in die Krankenkassen einzahlen – was in Deutschland noch kein Thema ist, wird in den USA in naher Zukunft Realität. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist man offenbar der Ansicht, dass alle, die nicht zu 100 % gesund sind, höhere Prämien zahlen sollen, um das Gesundheitswesen gerechter zu machen. Um den „Gesundheitsgrad“ der Versicherten bestimmen zu können, bekommt jeder Versicherte ein Fitnessarmband, das alle Daten speichert und anhand dieser Daten berechnen die Krankenkassen dann den Versicherungstarif. Das klingt ein bisschen wie Science-Fiction, könnte aber bald schon Wirklichkeit werden. Allerdings hat dieser Plan einen Haken, denn wer übergewichtig ist, der muss nicht zwangsläufig auch krank sein und der Body-Mass-Index kann und darf nicht das Maß aller Dinge sein.

    Dicke Menschen sind krank – lügt der BMI?

    Alle Menschen, die einen hohen Body-Mass-Index haben, sind nicht krank, sie sind lediglich übergewichtig. Der BMI wird berechnet, indem man das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße teilt, und laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt der ideale BMI zwischen 18,5 und 25. Ein Mann, der 1,80 m groß ist, sollte nach dem WHO Maß zwischen 60 und maximal 80 Kilogramm wiegen. Diesen perfekten Wert erreichen in Deutschland allerdings nur 39 % aller Männer, die restlichen 61 % sind damit über- oder untergewichtig. Bei den Frauen sieht es etwas besser aus, denn hier haben 53 % den richtigen BMI. Experten warnen jetzt aber davor, den Body-Mass-Index zu einer Art „Heiliger Gral“ zu machen, denn Untersuchungen in den USA haben bewiesen, dass zwar 54 Millionen Amerikaner einen zu hohen BMI haben, aber ansonsten kerngesund sind. Die Annahme, dicke Menschen sind krank, kann aufgrund dieser Studien nicht mehr aufrecht gehalten werden.

    Fettsüchtig und gesund

    Dicke Menschen sind krank – das sollte vor allem für diejenigen gelten, die adipös, also fettsüchtig sind, aber auch das straft die neue Studie aus den USA die Kritiker Lügen. Bei knapp 20 Millionen Amerikanern, die einen Body-Mass-Index von über 30 haben und die damit als fettsüchtig eingestuft werden, fanden sich bei Untersuchungen weder Erkrankungen des Herzens noch des Kreislaufs. Interessanterweise waren bei diesen Menschen auch der Blutdruck und die Blutfettwerte im grünen Bereich, und selbst bei den Körperfettwerten fanden sich keine Auffälligkeiten. Wie es aber um die Belastung der Knochen infolge des starken Übergewichts aussieht, darüber sagt die Studie leider nichts aus.

    Höhere Prämien sind unfair

    Zu sagen, dicke Menschen sind krank und sie damit zu einer Risikogruppe zu erklären, die höhere Beiträge für die Krankenversicherung zahlen soll, ist unfair, besonders dann, wenn man sich den zweiten Teil der Studie ansieht. Für die amerikanische Studie wurden auch die Daten von Menschen erfasst, die einen normalen BMI haben, und bei 20,7 Millionen Menschen wurden die typischen Krankheiten festgestellt, die man übergewichtigen Menschen zurechnen würde. Wenn es einen Plan gibt, die Kosten für die Krankenversicherung an die Gesundheit zu koppeln, dann ist das kein so schlechter Plan, es wird aber nicht funktionieren, die Kosten für die vermeintlichen Risikogruppen wie Übergewichtige, pauschal nach oben zu setzen. Nur zu sagen, dicke Menschen sind krank, reicht nicht aus, um einen höheren Beitrag zu verlangen, dazu müssen schon Fakten geschaffen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / pejo

  • Lässt sich eine Sterilisation rückgängig machen?

    Lässt sich eine Sterilisation rückgängig machen?

    Rund 50.000 Männer in Deutschland lassen sich jedes Jahr sterilisieren. Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist oder die Partnerin keine klassischen Verhütungsmittel wie die Pille vertragen kann, dann bleibt als einziger Ausweg oft nur die Vasektomie, die aber für die meisten Männer einen schweren Schritt bedeutet. Sie fühlen sich oftmals nicht mehr als „richtiger Mann“ und haben die Angst, ihre Erektionsfähigkeit zu verlieren. Selbst wenn das nicht der Fall ist, eine Sterilisation hat nach wie vor einen faden Beigeschmack. Aber dieser Schritt muss nicht endgültig sein, denn man kann heute eine Sterilisation rückgängig machen.

    Wunschkinder trotz Sterilisation

    Die Familienplanung wurde durch eine Vasektomie abgeschlossen, aber plötzlich gibt es eine neue Liebe und damit vielleicht auch den Wunsch nach einem weiteren Kind. Tatsächlich sind bei 97 % der Männer, die sterilisiert wurden, eine neue Partnerin und damit auch der Kinderwunsch die Gründe, die eine erneute Operation notwendig machen. Diese Männer wollen die Sterilisation rückgängig machen, um wieder Vater werden zu können. Da die OP aber sehr aufwendig ist, sind nur rund 15 % der Männer bereit, die sogenannte Refertilisation auch tatsächlich machen zu lassen, um so die Fruchtbarkeit wieder herzustellen.

    Die Sterilisation rückgängig machen – wie funktioniert das?

    Bei einer Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt. Um diese Samenleiter wieder zusammenzufügen und durchgängig zu machen, ist eine aufwendige Operation notwendig. Der Eingriff dauert in der Regel nicht länger als zwei Stunden, er wird immer unter Vollnarkose durchgeführt und der Chirurg arbeitet dabei unter anderem auch mit einem OP-Mikroskop. Das Nahtmaterial ist extrem dünn, denn der Samenleiter hat einen Durchmesser von gerade einmal drei Millimetern. Um den Samenkanal wieder durchlässig zu machen, ist zudem Präzision gefordert, denn auch hier liegt der Durchmesser bei 0,3 bis maximal 0,5 Millimetern. Der Arzt kann die Sterilisation nur dann rückgängig machen, wenn eine neue Verbindung die beiden durchtrennten Enden der Samenleiter wieder zusammenführt. Noch während der Operation wird überprüft, ob ein ausreichender Gehalt an Samen nachgewiesen werden kann, das gelingt heute auch dank der modernen Chirurgie, in 80 % aller operierten Männer.

    Wie hoch ist die Erfolgsquote?

    Wenn ein Mann eine Sterilisation rückgängig machen lassen möchte, dann gelingt das nicht immer. Wie erfolgreich die OP ist, das hängt vor allem davon ab, wie lange die Samenleiter durchtrennt waren. Grundsätzlich gilt, je länger die Vasektomie zurückliegt, umso schwieriger wird es, die Samenleiter wieder miteinander zu verbinden. Wer eine Sterilisation rückgängig machen lassen will, der sollte sich in jedem Fall an einen Spezialisten wenden, der den Eingriff schon mindestens 50 Mal durchgeführt hat. In Deutschland gibt es nur ungefähr zehn Urologen, die eine solche Erfahrung haben, um diese sehr filigrane Arbeit mit modernen Instrumenten, einer sehr ruhigen Hand und einem guten Auge durchzuführen.

    Wie wahrscheinlich ist eine Schwangerschaft?

    Männer, die eine Sterilisation rückgängig machen, bekommen keine Garantie, dass sie noch einmal Vater werden. Daher sollte drei Monate nach der Refertilisierung ein Spermiogramm gemacht werden, um zu überprüfen, ob im Ejakulat auch Samenzellen nachgewiesen werden können. Je nach Verfahren ist das erfreulicherweise bei 70 % bis 90 % der Patienten der Fall. Aber nicht nur die Kunst des Arztes ist dafür verantwortlich, ob es zu einer Schwangerschaft kommt oder nicht, auch das Alter der Frau spielt eine entscheidende Rolle. Wenn ein Mann acht Jahre eine Vasektomie hatte und mit einer Frau ein Kind zeugen möchte, die 32 Jahre alt ist, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es mit dem Wunschkind klappt, bei rund 70 %. Ist die Frau aber schon 40 Jahre alt, dann liegt die Wahrscheinlichkeit bei den gleichen Voraussetzungen beim Mann bei nur rund 20 %. Wenn jedoch alles stimmt, dann kann der Schwangerschaftstest nach nur acht Wochen positiv sein.

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  • Wie sich das Krebsrisiko senken lässt

    Wie sich das Krebsrisiko senken lässt

    Jedes Jahr erhalten über eine halbe Million Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs, und damit ist der Krebs nach den Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache. Beinahe jeder zweite Mann und jede zweite Frau erkranken im Laufe ihres Lebens einmal an Krebs. Vor kaum einer anderen Krankheit haben die meisten Menschen deshalb auch so viel Angst wie vor Krebs, aber nur wenige machen sich wirklich Gedanken darüber, wie sie das persönliche Krebsrisiko senken können. Experten haben jetzt anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar eine Art Katalog zusammengestellt und geben wertvolle Tipps, wie man das Risiko an Krebs zu erkranken, senken kann.

    Das Krebsrisiko senken – es kommt auf die Krebsart an

    Wenn man das Krebsrisiko senken will, kann man sich leider nicht auf Studien verlassen, denn fast jede Studie kommt zu einem anderen Ergebnis. Der Grund für diese Abweichungen erklärt sich aus den vielen unterschiedlichen Krebsarten. Worüber sich die Experten aber einig sind, ist die Tatsache, dass sich rund die Hälfte aller bösartigen Tumore vermeiden lassen. Natürlich spielt auch das persönliche Schicksal eine entscheidende Rolle und auch die Gene können schuld daran sein, dass die Diagnose Krebs gestellt wird. Wer das Krebsrisiko senken will, der sollte einige grundsätzliche Regeln beachten.

    Der Risikofaktor Ernährung

    Wer das Krebsrisiko senken will, der sollte auf seine Ernährung achten, denn bei bis zu zehn Prozent aller Krebsfälle ist die falsche Ernährung schuld an der Erkrankung. Rotes Fleisch ist besonders schädlich, das ist wissenschaftlich belegt, nicht belegt ist allerdings, dass Gemüse und Obst das Krebsrisiko senken können. Vor einigen Monaten warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO vor dem übermäßigen Verzehr von verarbeiteten Fleischprodukten, wie zum Beispiel Schinken, die das Darmkrebsrisiko erhöhen. Ernährungsexperten sind hingegen der Meinung, dass Fleisch ohne Bedenken gegessen werden kann, es kommt dabei aber immer auf die Menge an.

    Der Risikofaktor Alkohol

    In vier bis fünf Prozent ist der Alkohol schuld am Krebs. Ein Glas Bier oder Wein reichen schon aus, um bestimmte Krebsarten, wie zum Beispiel den Magenkrebs, den Speiseröhrenkrebs oder den Leberkrebs zu forcieren. Alkohol wird im Zusammenhang mit Krebs wie ein Gift angesehen und wie bei allen anderen Giften, so entscheidet auch hier die Dosis das Risiko. Wer viel und regelmäßig trinkt, der wird irgendwann an eine Grenze kommen, wo der Organismus nicht mehr mit dem Alkohol umgehen kann und Krebs entsteht. Wie hoch diese Schwelle ist, das ist jedoch von Mensch zu Mensch verschieden.

    Der Risikofaktor Rauchen

    Für jede fünfte Krebserkrankung ist mittlerweile das Rauchen verantwortlich, und wer sein Krebsrisiko senken will, der sollte auf Zigaretten verzichten. Lungenkrebs, Krebs der die Bauchspeicheldrüse betrifft, Speiseröhren- und auch Blasenkrebs werden vom Rauchen ausgelöst, wobei Lungenkrebs in den meisten Fällen tödlich endet. Es gibt nur wenig Mittel, dem Krebs zu begegnen, nicht mehr zu rauchen, ist eines davon. Der Raucher schadet aber nicht nur sich selbst, sondern auch den Menschen, die in seiner Umgebung leben, denn in Deutschland sterben jedes Jahr rund 3000 Menschen alleine durch passives Rauchen.

    Risikofaktor Übergewicht

    Auch wenn viele Menschen den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs nicht erkennen, viele Studien sprechen eine deutliche Sprache. Geschätzt wird, dass Übergewicht für fünf bis sechs Prozent der Krebserkrankungen verantwortlich ist, und die Liste der Krebsarten, die durch Übergewicht entstehen können, wird immer länger. Nicht nur die Fettleibigkeit ist eine Gefahr, auch schlanke Menschen, die Bauchfett haben, sind gefährdet. Ob mit jedem Kilogramm die Krebsgefahr ansteigt, darüber sind sich die Experten allerdings noch nicht einig. Wer sein Krebsrisiko senken will, der sollte daher auf sein Gewicht achten.

    Nicht rauchen, nur mäßig trinken, auf die Ernährung achten und schlank bleiben – wer diese Regeln umsetzt, der ist zwar nicht vor Krebs gefeit, minimiert jedoch das Risiko.

    Bild: © Depositphotos.com / Devon

  • Elektroschocks – schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Elektroschocks – schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Wenn das Herz rast, das Atmen immer schwerer fällt und der Schwindel den Boden unter den Füßen wegzieht, dann sind das Anzeichen dafür, dass das Herz aus dem Takt geraten ist. Herzrhythmusstörungen lautet die Diagnose, und wenn es um eine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen geht, dann sind Elektroschocks eine effektive Maßnahme. Mit einem Defibrillator wird das Herz wieder in den richtigen Takt gebracht, und da sich diese modernen Geräte sehr einfach bedienen lassen, kann jeder zum Lebensretter werden.

    Nicht immer lebensgefährlich

    Das Herz ist mit einem gut funktionierenden Motor zu vergleichen, der läuft und läuft und läuft. Das Herz macht nie eine Pause, immer wieder zieht es sich zusammen, erschlafft wieder und pumpt auf diese Weise Tag für Tag rund 7000 Liter Blut durch den Körper. Normalerweise schlägt das Herz in einem immer gleichbleibenden Rhythmus mit einer Frequenz von 60 bis 100 Schlägen in der Minute. Wenn das Herz aber aus dem Rhythmus gerät, dann liegt die Zahl entweder unter 60 oder über 100, aber nicht immer ist eine Abweichung der Norm auch gefährlich. Zu schnelle, zu langsame oder zu unregelmäßige Herzschläge werden zwar auch als Herzrhythmusstörungen bezeichnet, aber sie führen nur sehr selten zu einer lebensgefährlichen Situation. Das Gleiche gilt auch, wenn das Herz plötzlich stolpert, denn das ist bis zu einem bestimmten Grad sogar normal.

    Gezielte Stromschläge – die schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Jeder weiß wahrscheinlich, was ein Defibrillator ist, aber kaum jemand weiß, wie dieser Elektroschocker eigentlich funktioniert. Defibrillatoren, die schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen, waren vor ein paar Jahren nur in den Notaufnahmen der Krankenhäuser und in Rettungswagen zu finden. Heute gibt es in jedem großen Einkaufszentrum mindestens einen dieser Elektroschockgeräte, in kleineren Ortschaften sind sie in der Bank oder im Gemeindehaus zu finden. Bei schweren Herzrhythmusstörungen verlieren die Betroffenen meist sofort das Bewusstsein und haben keinen Puls mehr. In dieser Situation kommt es auf jede Minute an, denn innerhalb von nur zehn Minuten sinkt die Chance zu überleben, um 50 %, auch Schädigungen des Gehirns aufgrund des hohen Sauerstoffmangels sind möglich.

    Effektive Erste Hilfe

    Wenn die Betroffenen ohne Bewusstsein sind und schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen gefragt ist, dann sollten die Helfer vor Ort zunächst die Atmung prüfen und dann mit der Herzdruckmassage beginnen. Perfekt sind 100 Druckbewegungen pro Minute, denn nur so kann der Blutfluss durch den Körper aufrechterhalten werden. Wenn das Herz flimmert, dann kann dieses lebensgefährliche Flimmern nur mit einem gezielten Elektroschock unterbrochen werden. Nach dem Stromstoß steht das Herz zwar kurz still, findet aber dann sofort wieder in den richtigen Rhythmus. Moderne Defibrillatoren, diese schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen, sind einfach zu bedienen und haben meist eine akustische Bedienungsanweisung. So wird es auch medizinische Laien möglich, im Ernstfall Leben zu retten.

    Große Hilfe durch kleine Elektroschocks

    Eine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen ist auch der Defibrillator, der in die Brust eingepflanzt wird. Menschen, die häufig mit Rhythmusstörungen zu kämpfen haben, bekommen einen kleinen Defibrillator implantiert. Das kleine Gerät ist mit einem Kabel direkt mit dem Herzen verbunden und ist in der Lage, jeden einzelnen Herzschlag zu analysieren. Kommt es zu einem Herzflimmern, dann sendet diese kleine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen einen elektrischen Impuls und das Herz schlägt sofort wieder im normalen Rhythmus. Wenn die Betroffenen wach sind, dann ist das zwar ein schmerzhafter Vorgang, aber er rettet das Leben. Eine andere Möglichkeit, das Herz wieder im normalen Rhythmus schlagen zu lassen, sind Medikamente, die das Blut verdünnen oder sogenannte Antiarrythmika, wie zum Beispiel Betablocker. Geeignet sind diese Medikamente besonders für Patienten mit nur geringen Beschwerden. Der Herzrhythmus wird auf diese Weise ständig kontrolliert und eine zu hohe oder zu niedrige Herzfrequenz wird vermieden.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1