Schlagwort: Hirn

  • Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Wenn der Arzt einen bösartigen Tumor im Lymphsystem diagnostiziert, dann handelt es sich um Morbus Hodgkin, eine sehr seltene Krebsart, die vor allem Männer zwischen 30 und 60 Jahren betrifft. Obwohl dieser Krebs selten ist, bleibt er gefährlich und ob eine Therapie erfolgreich verläuft, das hängt immer vom Stadium der Krankheit ab. Was diesen speziellen Tumor so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass es zwar typische Symptome gibt, aber die Betroffenen sie nicht spüren.

    Was genau ist Morbus Hodgkin?

    Vereinfacht gesagt ist Morbus Hodgkin Krebs im Lymphsystem. Das Lymphsystem hat im Körper eine sehr wichtige Aufgabe, denn es bildet die weißen Blutkörperchen. Zudem transportieren die Lymphgefäße die Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe wieder zurück ins venöse System und auf diesem Weg wird die Flüssigkeit in den Lymphknoten gefiltert. In den Lymphknoten werden alle Zellen gesammelt, die nicht in Ordnung sind und daher zeigen sich auch in den Lymphknoten die ersten Morbus Hodgkin Symptome. Für die Diagnose ist eine sogenannte Biopsie erforderlich, um die Krebszellen in den Lymphknoten nachzuweisen, bei einem gesunden Menschen sind keine entarteten Zellen zu finden.

    Welche Symptome gibt es?

    Morbus Hodgkin zeigt sich in der Regel an den geschwollenen Lymphknoten meist im Halsbereich, die allerdings keine Schmerzen verursachen. Es können aber auch Lymphknoten in anderen Körperbereichen wie an der Leiste oder unter den Achseln betroffen sein. Schwierig wird es, wenn die Knoten im Brustbereich sind, denn sie kann der Arzt nicht ertasten, es muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Anders als bei einer Erkältung, sind die Lymphknoten bei Morbus Hodgkin dauerhaft vergrößert und sie werden im Verlauf der Krankheit immer mehr an Umfang zunehmen. Ein weiteres typisches Symptom ist, dass sich die vergrößerten Knoten nur sehr schwer verschieben lassen. Ist die Krankheit schon weiter fortgeschritten, dann verlieren die Betroffenen deutlich an Gewicht, es kommt zu extremem nächtlichem Schweiß und auch plötzliche Fieberschübe über 38° Grad können zu den Symptomen gehören.

    Risikofaktoren und Ursachen

    Warum es zu Morbus Hodgkin kommt, ist noch nicht eindeutig geklärt, eine Verbindung mit Virusinfektionen ist aber sehr wahrscheinlich. So gilt zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus, welches das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst, als ein möglicher Verursacher von Morbus Hodgkin. Bei rund 50 % der Patienten, die am Krebs des Lymphsystems leiden, gab es einen Zusammenhang mit dem Drüsenfieber. Auch eine HIV-Infektion kann die seltene Krebsform auslösen, denn die Viren erhöhen die Anfälligkeit der Zellen und es kommt schneller zu einer Entartung. Bestrahlungen sowie eine Chemotherapie erhöhen das Risiko, dass sich ein Tumor in den Lymphknoten bilden kann, ebenso wie verändertes Erbmaterial in den Zellen.

    Die Stadien der Krankheit

    Der Lymphdrüsenkrebs ist in vier Stadien aufgeteilt. Im ersten Stadium ist nur ein Bereich der Lymphknoten befallen, im zweiten Stadium sind es bereits zwei Bereiche, meist im Bauchraum oder im Brustbereich. Beide Seiten des Zwerchfells sowie Bauchraum und Brustkorb sind beim dritten Stadium betroffen und im vierten Stadium können die Knochen und auch das Gehirn betroffen sein. Je höher das Stadium, umso schlechter ist die Prognose, dass der Krebs geheilt werden kann.

    Die Behandlung

    Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten, die aggressive Chemotherapie und die gezielte Bestrahlung. Beide Möglichkeiten haben die komplette Heilung zum Ziel. Wenn es sich um einen lokal begrenzten Tumor handelt, dann ist eine Bestrahlung die beste Wahl, ist die Krankheit aber schon weiter fortgeschritten, dann hilft nur noch eine Chemotherapie. Die Heilungschancen haben sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen, trotzdem ist es wichtig, dass der Krebs schon in einem sehr frühen Stadium erkannt wird. Handelt es sich um Non-Hodgkin-Lymphome, dann besteht eine gute Heilungschance von 60 %, beim lymphozytenarmen Typus liegt die Rate allerdings leider nur bei einem Prozent.

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  • Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Heinrich Heine war der Ansicht, dass „Schlaf eine köstliche Erfindung“ ist, ein deutsches Sprichwort hält den Schlaf aber für den größten Dieb, denn er raubt uns das halbe Leben. Beide, der Dichter und der deutsche Volksmund haben recht, denn Schlafen ist erholsam und gesund, aber gut die Hälfte des Lebens wird tatsächlich verschlafen. Gesunder Schlaf ist wichtig, um gesund leben zu können, denn im Schlaf regenerieren sich Körper und Geist, die Batterien werden wieder aufgetankt, um für den nächsten Tag fit zu sein.

    Mythen rund um den Schlaf

    Schläft man bei Vollmond schlechter? Kann man mit Schlafentzug Depressionen heilen und ist es möglich, im Schlaf zu lernen? Es gibt viele Schlafmythen, aber entsprechen sie auch der Realität? Wenn der Mond rund und voll am Himmel steht, dann haben 40 % der Deutschen das Gefühl, schlechter zu schlafen, vor allem Frauen fällt es schwerer, in Vollmondphasen in den Schlaf zu finden und durchzuschlafen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Erdtrabant den Schlaf nicht stört, was vielen Probleme macht, ist die Helligkeit des vollen Mondes. Viele Menschen, die unter Depressionen leiden, haben Schlafstörungen, die sogenannte Wachtherapie soll dabei helfen, dass sich die Stimmung bessert und gesunder Schlaf wieder möglich ist. Tatsächlich ist diese unterstützende Therapie erfolgreich, denn bei den Patienten, die während der Therapie eine ganze Nacht lang wach bleiben, verändert sich die Konzentration der Botenstoffe im Gehirn, was die Stimmung positiv beeinflusst.

    Was macht das Gehirn in der Nacht?

    Gesunder Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig, auch das Gehirn erholt sich in der Nacht. So werden unter anderem auch Informationen abgespeichert, die das Gehirn am Tag bekommen hat. Das wirft die Frage auf, ob man in der Nacht lernen kann. Das Mathebuch unters Kopfkissen zu legen ist allerdings weniger hilfreich, aber das, was am Tag erlernt wird, das geht in der Nacht nicht verloren. Je tiefer der Schlaf ist, umso mehr Daten werden gespeichert, eine schlaflose Nacht vor einer Prüfung ist daher nicht zu empfehlen. Wenn gesunder Schlaf sehr tief ist, dann wandern Teile der Daten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis und das am Tag gelernte bleibt über einen Zeitraum von mehreren Tagen fest im Gedächtnis verankert.

    Powernapping – das gesunde Nickerchen

    Gesunder Schlaf ist nicht nur in den Nachtstunden effektiv, auch beim sogenannten Powernapping können Energievorräte getankt werden. Albert Einstein und Karl der Große schätzten die kleine Schlafpause nach dem Essen, heute ist der Mittagsschlaf leider etwas aus der Mode gekommen. Viele Menschen überkommt um die Mittagszeit Müdigkeit, aber sie arbeiten trotzdem weiter. Dabei ist es gesünder dem Schlafbedürfnis nachzugeben, denn gesunder Schlaf, der nur zehn oder 15 Minuten dauert, ist besser als krampfhaftes Wachbleiben. Die Japaner haben die Kunst des Nickerchens kultiviert und auch in Südeuropa hat die Siesta einen hohen Stellenwert. Powernapping ist mit natürlichem Doping zu vergleichen, denn nach der kurzen Schlafpause steigen Wohlbefinden und auch Konzentration.

    Schlafstörungen – wenn gesunder Schlaf nicht möglich ist

    Die Gedanken drehen sich im Kreis, man wälzt sich von einer Seite auf die andere und der Schlaf will einfach nicht kommen. Geschätzt leiden 20 von 100 Deutschen unter Schlafstörungen und wenn gesunder Schlaf auf Dauer gestört wird, dann leiden Körper und Geist. Schlaf dient nicht nur der Erholung vom Tag, er ist auch wichtig für das Immunsystem und das Gedächtnis. Nicht immer sind Schlafstörungen problematisch, wenn der Schlaf aber anhaltend und regelmäßig gestört ist, dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Schlafmittel sind nur eine Möglichkeit, um die Störungen in den Griff zu bekommen, Tabletten sind auf lange Sicht aber keine Lösung. Autogenes Training, verschiedene Entspannungstechniken und auch progressive Muskelentspannung können effektiv dabei helfen, wieder gesund und tief zu schlafen.

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  • Ist eine Atrophie gefährlich?

    Ist eine Atrophie gefährlich?

    Atrophie ist streng genommen keine Krankheit, sondern vielmehr eine Ansammlung von Beschwerden und Symptomen, die den ganzen Körper betreffen können. Atrophie lässt Gewebe oder auch Organe schrumpfen, die Zellen verkleinern sich und die Ursachen für diesen Vorgang sind sehr vielschichtig. Ist Atrophie gefährlich? Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten, denn es kommt immer auf den jeweiligen Körperteil an, der von den Symptomen betroffen ist.

    Was genau versteht man unter Atrophie?

    Im Grund ist Atrophie nichts anderes als Gewebeschwund, der durch eine Verkleinerung der Zellen in den Organen oder im Gewebe verursacht wird. Durch die verminderten Zellen kommt es dann zu einer Verkleinerung der Gewebeteile oder der Organe. Dieser Vorgang nennt sich Apoptose, was so viel wie Zelltod bedeutet. Dieser Zelltod macht eine Atrophie gefährlich, wenn zum Beispiel ein lebenswichtiges Organ wie die Niere betroffen ist. Eine Atrophie kann sowohl pathologischer als auch physiologischer Natur sein, jedoch ist eine Atrophie nicht in jedem Fall gefährlich. Der menschliche Organismus unterliegt im Laufe eines Lebens vielen Veränderungen und in einigen Phasen ist ein Gewebeschwund sogar erforderlich.

    Die Ursachen einer Atrophie

    Ob eine Atrophie gefährlich ist, das hängt immer von der Ursache ab. Handelt es sich um eine Ursache mit pathologischem und damit einem krankhaften Hintergrund, dann liegt das an einem Ungleichgewicht zwischen dem Aufbau und dem Abbau in der Struktur einer Zelle. Bei einer Altersatrophie sind es genetische Ursachen, die die Zellen im Gewebe oder in den Organen schrumpfen lassen. In diesem Fall haben die Organe und das Gewebe vereinfacht gesagt, ihren Dienst erfüllt und werden nicht mehr in vollem Umfang gebraucht. Andere Organe haben ihren Dienst schon früher getan und können abgebaut werden. Das ist zum Beispiel beim Thymus der Fall, der nach der Geschlechtsreife atrophiert und dann durch Fettgewebe ersetzt wird. Atrophie in den Eierstöcken leitet die Wechseljahre ein und auch die Produktion des Spermas wird mit zunehmendem Alter reduziert, bleibt aber erhalten.

    Wann ist Atrophie gefährlich?

    Kommt es zu einer sogenannten Hungeratrophie, dann wird eine Atrophie gefährlich, denn in diesem Fall wird nicht nur das lebenswichtige Fettgewebe verkleinert, auch die Muskulatur des Skeletts und des Herzens sind vom Schwund betroffen. Bei alten Menschen, die nur noch liegen können, wird ist eine Atrophie gefährlich, weil hier die Muskeln atrophieren und damit das Stehen oder Gehen unmöglich wird. Auch bei einer Inaktivitätsatrophie ist eine Atrophie gefährlich, denn wenn es zu einer verminderten Blut- und Nervenzufuhr kommt, dann sterben die Zellen ab und der Körper verliert die Energie, die er zum Leben braucht. Parkinson, Alzheimer und Demenz sind auf eine Atrophie zurückzuführen, denn mit zunehmendem Alter beginnt das Gehirn damit, Strukturen abzubauen.

    Wie kann eine Atrophie therapiert werden?

    Eine Behandlung oder Therapie ist nicht bei allen Varianten einer Atrophie möglich, in einigen Fällen, wie zum Beispiel bei einer Hirnatrophie, kann der Verlauf nur verlangsamt, aber nicht vollständig gestoppt werden. Es kommt auf die Form und die Ursache der Atrophie an, ob ein Abbau des Gewebes verhindert und der Stoffwechsel angeregt werden kann, sind beispielsweise die Muskeln betroffen, dann ist es möglich, die betroffenen Stellen physiotherapeutisch behandeln zu lassen. Helfen kann auch eine gezielte Bewegungstherapie, oftmals auch eine richtige Lagerung und Kühlung der betroffenen Körperpartien. Bei einer medikamentösen Therapie kommen in der Hauptsache schmerzstillende oder blutfördernde Medikamente zum Einsatz, denn vielfach ist auch eine schlechte Durchblutung der Auslöser für eine Atrophie. Bei Patienten, die unter Parkinson leiden, kommen sogenannte Dopaminergika zum Einsatz, denn diese Medikamente verhindern den Abbau von Dopamin im Gehirn. Aber auch in diesem Fall kann der Verlauf der Krankheit lediglich verlangsamt werden, ein vollständiges Verschwinden der Symptome oder eine Heilung gibt es bis heute leider noch nicht.

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  • Metabolisches Syndrom – eine Kombination aus vielen Risiken

    Metabolisches Syndrom – eine Kombination aus vielen Risiken

    Zu viel Fett am Bauch, zu hoher Blutdruck, erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte, kurz alles, was man unter der Rubrik Wohlstandskrankheit zusammenfassen könnte, hat einen Namen – metabolisches Syndrom. Übergewicht und zu wenig Bewegung machen immer mehr Menschen krank und das bleibt auf Dauer nicht ohne Folgen, denn das metabolische Syndrom ist nur der Wegweiser, der Weg selbst führt zu Krankheiten wie Diabetes oder Beschwerden, die das Herz und den Kreislauf belasten.

    Metabolisches Syndrom – die Ursachen

    Nahrung gibt es im Überfluss, es gibt Technik, die das Arbeiten immer einfacher macht und natürlich auch Autos, mit denen man sein Ziel deutlich schneller erreicht, als zu Fuß. Diese Faktoren können ein metabolisches Syndrom auslösen und wer einmal in diesem Teufelskreis gefangen ist, der findet nur sehr schwer wieder heraus. Das metabolische Syndrom nimmt meist mit zu viel Bauchfett seinen Anfang, Mediziner sprechen dann von stammbetonter Adipositas und dieses Fett am Bauch führt dann zu vielen krankhaften Veränderungen, zum Beispiel beim Zucker- und auch beim Fettstoffwechsel. Die Hauptrolle spielt ein ganz besonderes Hormon, das Insulin, denn wenn das Insulin nicht mehr im Gewebe wirken kann, dann wird eine Resistenz aufgebaut und es kommt zum sogenannten Wohlstandssyndrom, auch metabolisches Syndrom genannt.

    Wie gefährlich ist das metabolische Syndrom?

    Menschen, bei denen ein metabolisches Syndrom diagnostiziert wird, haben erhöhte Blutfettwerte, einen viel zu hohen Blutzuckerspiegel und auch der Blutdruck bewegt sich in gefährlichen Höhen. Alle diese schlechten Werte sorgen für ein Verkalken der Arterien, aber auch Durchblutungsstörungen können die Folgen des metabolischen Syndroms sein. Wenn es schlimm kommt, dann gibt es bleibende Schäden für das Herz, ebenso wie für das Gehirn oder für die Nieren. Inwiefern sich die einzelnen Faktoren auf das Gesamtrisiko auswirken, das ist bis heute noch nicht restlos geklärt, es steht aber fest, dass besonders die Gefahr für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt deutlich ansteigt. Wer ein metabolisches Syndrom hat, der büßt auf jeden Fall an Lebensqualität ein und spielt unter Umständen sogar mit seinem Leben.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Um ein metabolisches Syndrom in den Griff zu bekommen, muss das Leben von Grund auf geändert werden, dazu gehört sowohl eine Nahrungsumstellung wie auch ein Sportprogramm. Je nachdem, wie schwer das metabolische Syndrom ausgeprägt ist, kann auch eine Behandlung mit Medikamenten notwendig werden, um beispielsweise den Blutdruck und den Zuckerspiegel zu senken. Die Ursachen für ein metabolisches Syndrom sind bei vielen Menschen schon in der Kindheit zu finden, umso wichtiger ist es daher, schon Kinder ausgewogen zu ernähren und sie für Sport und Bewegung zu begeistern.

    Vorbeugen ist besser als heilen

    Da das metabolische Syndrom in der Hauptsache in einer ungesunden Lebensweise zu finden ist, muss das Leben komplett umgekrempelt werden. Das ist aber leider leichter gesagt als getan, denn um das Syndrom zu bekämpfen, müssten Industrie und Politik an einem Strang ziehen. So sollte zum Beispiel das Essen in gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen, aber auch in Kantinen ausgewogen und damit gesund sein. Da viele Gemeindekassen leer sind, kann der Plan, ein gesundes und abwechslungsreiches Essen anzubieten, leider nicht immer in die Tat umgesetzt werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass in weiten Teilen der Bevölkerung die Notwendigkeit des Umdenkens noch nicht angekommen ist. Viele wissen zwar, dass sie zu dick sind, was sie aber nicht wissen, ist, wie gefährlich das Übergewicht sein. Noch heute sind viele Menschen der Ansicht, dass dicke Kinder gesunde und vor allem niedliche Kinder sind, dass aus diesen Kindern später aber kranke Erwachsene werden können, wird hingegen erfolgreich verdrängt.

    Wenn der Grundstein für ein gesundes Leben nicht schon in der Kindheit gelegt wird, dann wird das metabolische Syndrom weiter auf dem Vormarsch sein.

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  • Ginseng – eine Wohltat für Körper und Geist

    Ginseng – eine Wohltat für Körper und Geist

    Ginseng gehört zu den ältesten und wohl auch bekanntesten Heilpflanzen weltweit. Die Pflanze wächst bevorzugt in den gebirgigen und stark bewaldeten Regionen Sibiriens, Chinas und Südkoreas, kultiviert wird die Pflanze mittlerweile aber auch in Europa. Die Geschichte des Ginseng reicht sehr weit zurück, denn schon 40 vor Christus wird die außergewöhnliche Heilkraft des Ginseng in alten Schriften erwähnt. In der traditionellen chinesischen Medizin hat Ginseng schon lange einen festen Platz und als niederländische Seeleute die Pflanze im 17. Jahrhundert nach Europa brachten, dauerte es nicht lange, bis die Heilpflanze auch hier bekannt wurde.

    Was macht Ginseng so besonders?

    Nicht alle Bestandteile der Ginsengpflanze werden als Heilmittel genutzt, meist ist es die Wurzel, die Verwendung findet. Im 20. Jahrhundert gab es die ersten Studien zur Ginsengwurzel, die nachweislich die gesunde Wirkung beschrieben haben und bis heute genießt die Pflanze einen ausgezeichneten Ruf. Es sind vor allem die sogenannten Ginsenoside und die ätherischen Öle, die die Ginsengwurzel so gesund machen, aber auch Peptidoglycane und Phytosterole, die in der Pflanze enthalten sind, haben eine heilende Wirkung. Je älter und kleiner die Wurzeln sind, umso höher die Konzentration der Wirkstoffe, zu denen Aminosäuren ebenso zählen wie auch Vitamine, Spurenelemente, ätherische Öle, Fettsäuren und verschiedene Spurenelemente wie Selen, Magnesium, Kalzium und Kalium.

    Wie wirkt Ginseng?

    Durch die vielfältigen Inhaltsstoffe kann die Ginsengwurzel auch eine vielfältige Wirkung entfalten. So sorgt die Wurzel unter anderem dafür, dass die für das Gehirn so wichtigen Botenstoffe Serotonin und Dopamin verstärkt produziert werden, was die Gedächtnisleistung, aber auch die Funktion von Nieren und Herz stärkt. Das Immunsystem wird stimuliert und da Ginseng auch die Energie des Gehirns steigert, stellt sich ein allgemeines Wohlbefinden ein. Der Körper ist in der Lage, körperliche aber auch seelische Anstrengungen und Belastungen leichter und schneller zu verkraften. Studien aus der traditionellen chinesischen Medizin belegen, dass der Körper durch die Inhaltsstoffe der Ginsengwurzel gestärkt wird, Müdigkeit und Abgeschlagenheit lassen schnell nach und auch die Konzentration wird gesteigert. Zu den positiven Effekten gehört auch die Fähigkeit in psychischer Hinsicht, denn die Wurzel kommt bei nervlich bedingten Erkrankungen wie beispielsweise bei Angstzuständen ebenfalls zum Einsatz.

    Wie wird die Ginsengwurzel angewendet?

    Ginseng ist nicht nur ein Heilmittel, er kann auch ein ganz normaler Bestandteil der Nahrung sein. So werden heute Suppen und Getränke mit dem Extrakt der asiatischen Wurzel angeboten, in ihrer Heimat wird mit der Wurzel sogar gekocht. Die Wurzeln werden gedünstet, frittiert oder auch gebraten und sind so ein Teil der Speisekarte. Besonders beliebt ist Tee, der aus der Ginsengpflanze gekocht wird, der als sehr aromatisch und lecker gilt. Ähnlich wie beim Ingwertee, so wird auch der Ginsengtee entweder als Pulver oder als Granulat angeboten und muss dann nur noch mit heißen Wasser aufgegossen werden. Möglich ist es aber auch, aus der Wurzel selbst einen Tee zu kochen. Dafür wird die Wurzel in dünne Scheiben geschnitten, dann mit heißem Wasser übergossen und anschließend kann mit Honig gesund gesüßt werden. Als Heilpflanze wird die Ginsengwurzel in Form von Kapseln und als Pulver zum Anrühren mit Wasser in Apotheken, Reformhäusern und Bioläden angeboten.

    Ginseng in der Kosmetik

    Die Heilpflanze hat sich zudem als Zutat für verschiedene Kosmetika einen guten Namen gemacht und wird zum Beispiel für Shampoos, Hautcremes und Körperöle verwendet. Zusammen mit ätherischen Ölen, Jojobaöl und anderen Zutaten kann man Ginseng auch selbst zu einer Creme oder einer Körperlotion verarbeiten und hat dann ein gutes und vor allem ein natürliches Hautpflegemittel.

    Die Ginsengwurzel ist ein Allrounder, der für Körper und Geist gleichermaßen zum Einsatz kommen kann und der aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe seit langer Zeit sehr geschätzt wird.

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  • Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Das griechische Wort Ataxia bedeutet Unordnung und das trifft das Krankheitsbild, das bei Ataxie entsteht, recht gut, denn die Betroffenen leiden unter Bewegungsstörungen, die alle Körperteile betreffen können. So sind zum Beispiel normale Bewegungsabläufe nicht mehr möglich, aber auch das Sehen und das Sprechen kann betroffen sein. Bewegungsstörungen durch Ataxie sind vielfältig und für die Betroffenen immer mehr als nur unangenehm. Aber wie kommt es zu einer Ataxie und welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?

    Die unterschiedlichen Formen der Ataxie

    Das Wort Ataxie ist ein Überbegriff für Bewegungsstörungen, die auch die kleinsten Muskelpartien betreffen kann. Bewegungsstörungen durch Ataxie, die nur das Gehen betreffen, werden Gangataxie genannt, die Betroffenen haben Probleme damit, aufrecht zu gehen und fallen entweder durch einen kleinschrittigen Gang oder durch einen sehr unsicheren, breitbeinigen Gang auf. Wenn das Stehen oder Sitzen betroffen ist, dann spricht die Medizin von einer Rumpfataxie, hier können die Betroffenen nur schlecht ohne Hilfe stehen und neigen dazu, zu fallen. Eine Gliedmaßenataxie liegt dann vor, wenn das Schreiben nicht mehr möglich ist und bei einer Dysarthrie ist es nicht mehr möglich, sich zu artikulieren, die Sprache wird undeutlich, die Sätze sind abgehakt und die Stimme klingt verschwommen. Bewegungsstörungen durch Ataxie können aber auch die Augen und die Hände betreffen. In diesem Fall spricht man von einer optischen Ataxie, denn die Betroffenen sind unfähig, mit Kontrolle durch die Augen, bestimmte Handbewegungen zu machen.

    Welche Ursachen haben die Bewegungsstörungen durch Ataxie?

    Wenn es zu Bewegungsstörungen durch Ataxie kommt, dann sind keine Feinabstimmungen der einzelnen Bewegungen mehr möglich, die vom Kleinhirn und dem Rückenmark gesteuert werden. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Kooperation zwischen den verantwortlichen Zentren verhindern können. Einige werden im Laufe des Lebens erworben, bei anderen Formen sind genetische Ursachen schuld. Besonders häufig werden die Bewegungsstörungen durch Ataxie im Laufe des Lebens erworben, aber auch entzündliche Erkrankungen können das Kleinhirn so schädigen, dass es die Koordination und das Zusammenspiel der Bewegungen nicht mehr planen und durchführen kann. Das ist beispielsweise bei der Nervenkrankheit Multiple Sklerose der Fall, aber auch ein Tumor kann Bewegungsstörungen durch Ataxie auslösen.

    Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie sind ein Symptom für viele neurologische Krankheiten, und immer wenn es zu solchen Störungen kommt, dann muss ein Arzt aufgesucht werden, der den möglichen Hintergrund abklärt. Wer sich im Sitzen oder beim Stehen unsicher fühlt oder merkt, dass der Gang nicht mehr sicher ist oder taumelnd wird, der muss zum Arzt. Auch wenn es plötzlich nicht mehr möglich ist, die Handfläche nach oben zu drehen oder wenn die Hände stark zittern, ist ein Arztbesuch unumgänglich, denn dann kann es sich um Ataxie handeln. Treten die Probleme urplötzlich auf, sind das möglicherweise erste Anzeichen für einen Schlaganfall.

    Wie wird Ataxie behandelt?

    Der richtige Ansprechpartner ist ein Neurologe, der sich zunächst mit gezielten Fragen einen ersten Überblick verschafft, was als Ursache infrage kommen kann. Anschließend werden die Funktionen des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks, aber auch die Reflexe überprüft. Ein MRT, also eine Magnetresonanztomografie kann für Klarheit sorgen, aber auch Blutuntersuchungen und eine Nervenwasseruntersuchung können Auskunft über die Ursache der Ataxie geben. In der Regel ist es schwierig, eine Ataxie zu behandeln, und es gibt auch sehr wenige spezielle Therapieformen. Eine regelmäßige Physiotherapie verspricht vielfach Erfolge, denn zusammen mit einem Therapeuten lernen die Betroffenen wieder, ihre Bewegungen zu steuern. Die Übungen können auch zu Hause gemacht werden, in besonders schweren Fällen ist eine Kur ebenfalls eine sehr gute Idee. Wichtig ist ein völliger Verzicht auf Alkohol, denn der Genuss von Alkohol kann die Bewegungsstörungen noch verstärken. Ein Ansprechpartner ist hier die Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft-Bundesverband e. V.

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