Schlagwort: Hirn

  • Bei Schlaganfall Musiktherapie

    Bei Schlaganfall Musiktherapie

    Wenn das Gehirn nicht mehr richtig durchblutet wird, dann ist ein Schlaganfall die Folge. Dieser kann von einer Sekunde auf die andere entstehen und ist sowohl für den Betroffenen als auch für die Angehörigen ein Schock. Aufgrund der modernen Medizin überleben zwar die meisten Menschen, doch die Auswirkungen können nach wie vor umfangreich und vor allem gravierend sein. Einen Einfluss hat auch die Erstversorgung, die so schnell wie nur möglich eintreten muss. Typische Folgen eines Schlaganfalls sind Schwierigkeiten beim Sprechen, Denken und beim Sehen. Auch Lähmungen sind in vielen Fällen nicht ausgeschlossen. Besonders schlimm sind Trauer und Niedergeschlagenheit, denn dadurch ist es Schritt zurück in den Alltag besonders schwer.

    Die verschiedenen Therapien

    Schlaganfall-Patienten bekommen Therapien und Rehabilitationsprogramme verschrieben. Sie sollen Betroffenen nicht nur Linderung verschaffen, sondern sie auch wieder bestmöglich zurück in den Alltag bringen. Die Möglichkeiten sind dabei äußerst vielfältig und reichen von Fitnessprogrammen über Physiotherapie bis hin zu Sprachtrainings. Es gibt aber noch ein weiteres Verfahren, nämlich die Musiktherapie.

    Wie Musik helfen kann

    Studien belegen, dass eine Musiktherapie in erster Linie bei Gehproblemen hilfreich ist. Wichtig ist ein kräftiger Takt, der den Betroffenen beim Lernen unterstützt. Und dies funktioniert tatsächlich, wie eine Untersuchung beweist. So wurden spezielle Musikrhythmen verwendet, die den Schlaganfall-Patienten zu größeren und zu mehr Schritten verholfen hat. Vor der Musiktherapie sahen die Schritte noch wesentlich kleiner aus. Das A und O für den Erfolg ist die richtige Wahl aus Musik und Rhythmus. Ein Ton aus einem Metronom beispielsweise (welches ein regelmäßiges Tick-Tack erzeugt) ist nicht sehr effektiv.

    Weitere Erfolge möglich

    Kliniken bieten nicht nur bei einem Schlaganfall die Musiktherapie an, auch andere Beeinträchtigungen werden berücksichtigt. Singen soll zum Beispiel das Sprechen verbessern, die Beweglichkeit wiederum soll durch das Musizieren steigen (auf einem Instrument). Belegbare Beweise gibt es dafür aber leider nicht, man weiß also aufgrund fehlender Studien nicht, ob es wirklich funktioniert. Dies müsse man in Zukunft anhand von Untersuchungen herausfinden, der positive Einfluss auf die Gesundheit des Menschen ist jedoch unumstritten. Vor allem bei Trauer oder schlechter Stimmung kann Musik helfen.

  • Zwölf Stunden Arbeit – das passiert im Gehirn

    Zwölf Stunden Arbeit – das passiert im Gehirn

    Ein österreichischer Schriftsteller (Robert Musil) sagte, dass man nur mit einem freien Kopf und freien Gedanken gute Ideen entwickeln kann. Er selbst arbeitete deshalb nur vier Stunden am Tag, die restliche Zeit hat er unter anderem mit Briefe schreiben und mit Spaziergängen verbracht. Und es ist wahr, viele Studien bestätigen dies. Natürlich gilt das aber nicht nur für Schriftsteller, Konzentration hat immer seine Grenzen. Die kritische Phase beginnt mit der zehnten Tagesarbeitsstunde, dann nämlich entsteht ein deutlicher Leistungsknick. Dazu kommt automatisch eine erhöhte Unfallgefahr. Was aber passiert in unserem Gehirn, wenn wir doch zwölf Stunden arbeiten?

    Das sagen Neurowissenschaftler

    Aus medizinischer Sicht läuft es so ab: Verrichten wir Arbeit, dann entstehen im Gehirn Gedanken. Diese werden sortiert und in „Gut“ beziehungsweise „Schlecht“ unterteilt. Der dafür eingesetzte Filter wird jedoch immer unzuverlässiger, je länger beziehungsweise wenn wir zu lange arbeiten. Dadurch rutschen Fehler durch und es kommt zu Unfällen.

    Es sei einfach falsch zu denken, dass ein Mensch sich über viele Stunden voll konzentrieren kann. Diese Beschränkung trifft in erster Linie auf kognitive Fähigkeiten zu, sie werden für qualitatives Arbeiten benötigt. Doch auch monotone Tätigkeiten (wie der Job als Kassier im Supermarkt) erfordern regelmäßige Pausen, auch wenn man diese länger durchführen kann.

    Weniger ist mehr

    Produktiv zu sein auf Zeit zu beschränken ist nicht einfach. Studien sind ebenfalls nicht immer identisch, so sind manche der Meinung, dass das Unfallrisiko bereits nach sieben oder acht Arbeitsstunden steigt. Fakt ist nur, dass das Gehirn keine Maschine ist und man sich nicht zehn Stunden voll konzentrieren kann. Unser Denkapparat hält sich nämlich beim Konzentrieren die Informationen im Arbeitsgedächtnis fest, dies erreicht aber irgendwann seine volle Kapazität. Um Abhilfe zu schaffen, entsorgt das Gehirn Dinge und es fängt an zu vergessen. Somit sind kürzere Arbeitstage stets produktiver.

    Geht man von einem Zwölf-Stunden-Tag aus, dann reicht auch die „Freizeit“ nicht mehr aus, um sich zu erholen. Viele haben Familie, ein Haus oder ein bestimmtes Hobby. Alles zusammen schränkt nicht nur die Lebensqualität ein, es steigt auch die Gefahr von Erkrankungen.

    Fazit

    Zwölf Stunden volle Konzentration schafft kein Gehirn. Nach einer bestimmten Zeit lässt die Qualität nach und es steigt das Risiko von Fehlern. Pausen und eine Begrenzung an Arbeitsstunden sind also Pflicht, egal, in welcher Branche man tätig ist.

  • Hirnschädigung auf Grund Herzinfarkt möglich

    Hirnschädigung auf Grund Herzinfarkt möglich

    Aktuellen Forschungen zufolge kann ein Herzinfarkt auch eine Hirnschädigung hervorrufen. Denn nicht ausschließlich der Herzmuskel erfährt dadurch eine Entzündungsreaktion.

     

    Keine isolierte Herzinfarktbetrachtung

    In jedem Jahr aufs Neue trifft rund 300.000 Menschen ein Herzinfarkt. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die sich auf den gesamten Körper auswirkt. Demzufolge sind auch Organe, wie die Milz und Leber, betroffen. Zu diesem Resultat kamen Wissenschaftler aus Österreich. Aber auch Forscher von der Medizinischen Hochschule in Hannover kamen zu dem gleichen Ergebnis. Demnach muss unbedingt ein Umdenken stattfinden. Denn ein Herzinfarkt kann zu einer Hirnschädigung führen. Veröffentlicht finden Sie die Resultate im „Journal of the American College of Cardiology“.

     

    Weitere Organe offenbar durch Herzinfarkt nicht betroffen

    Die nach einem Herzinfarkt stattfindende Herzmuskelentzündung ruft bei überschießender Reaktion eine weitere Verschlimmerung der Funktionalität des Herzens hervor. Fälschlicherweise reduzierten sich bislang Erkenntnisse dahingehend, dass nach einem Herzinfarkt ausschließlich das Herz von Beeinträchtigungen betroffen sei. Mithilfe aktueller Forschungen konnte dies revidiert werden. Auch das Hirn erfährt Schädigungen. Denn Gehirn und Herz sind unmittelbar miteinander verbunden. Hier vermittelt unser Immunsystem zwischen beiden Organen.

     

    So können sich Herzerkrankungen auf unser Gehirn auswirken

    Entzündungen im Bereich des Gehirns können unter anderem eine Demenzentwicklung begünstigen. Ferner lassen sich Gedächtnisstörungen als Folge eines Herzinfarkts ansehen. Aus diesem Grund macht sich eine weitere gründliche Forschung weiterer Auswirkungen vorliegender Herzerkrankungen auf das menschliche Gehirn erforderlich. Diese ist auch dienlich bei der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden.

     

    Die Professoren Dr. Kai Wollert und Dr. Johann Bauersachs der MHH-Klinik für Angiologie und Kardiologie trugen maßgeblich zur Projektunterstützung bei. Denn beide Professoren gehen davon aus, dass in naher Zukunft neben der Heilung eines Herzinfarkts auch eine günstige Beeinflussung von Hirnschädigungen machbar ist.

     

    Zeitgleiche Analyse von Entzündungen im gesamten Organismus

    Mithilfe nicht-invasiver molekularer Bildgebung war die Studiendurchführung seitens der MHH-Klinik erst machbar. Dank der modernen Technik kann eine zeitgleiche Analyse vorliegenden Entzündungsherde im ganzen Organismus durchgeführt werden. Weiterhin lassen sich Hirn- und Herztätigkeit genauestens messen und überprüfen.

     

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  • Darum ist unterdrücktes Niesen so gefährlich

    Darum ist unterdrücktes Niesen so gefährlich

    Erkältungen sind zu Beginn eines neuen Jahres die Regel. Der Körper kündigt einem dies sogar an, sei es durch einen schmerzenden Hals, einer zugeschwollenen Nase oder durch Niesanfälle. Letzteres ist für die Nase ein Befreiungsschlag, so werden unter anderem ungewollte Bakterien aus dem Körper geschleudert. Der Niesvorgang ist dabei äußerst komplex und baut auf einem hohen Druck auf. Auch gibt es Gewohnheiten, welche wir uns mit der Zeit angewöhnt haben. Besonders beliebt ist das gleichzeitige Zuhalten von Nase und Mund, so wird die Lautstärke beim Niesen verringert und es kommt einem hygienischer vor. Doch selbst wenn es stimmt, für unsere Gesundheit kann diese Maßnahme sehr gefährlich sein. Dies bestätigen nicht nur Ärzte, ein Mann musste dies jetzt an seinem eigenen Leib erfahren. Es war sogar eine Behandlung im Krankenhaus nötig.

    Innere Verletzungen erlitten

    Die Folgen von unterdrücktem Niesen können schwere, innere Verletzungen sein. Diese Erfahrung musste auch der 34-jährige Mann machen, er verletzte durch das Zuhalten seine Kehle. Es führte anschließend zu Schwellungen im Halsbereich und zu Schmerzen beim Schlucken. Laut Ärzten sind Verletzungen in der Halsregion eher die Ausnahme, und wenn, dann kommen diese in erster Linie durch starkes Erbrechen, Husten, Würgen oder durch Gewalteinwirkung zustande. Der Betroffene erklärte den Medizinern nach der Aufnahme, dass sein Hals ein pochendes Gefühl ausgibt, seine Stimme nach und nach verschwindet und es beim Schlucken zu Beschwerden kommt. Die Ärzte nahmen diese Informationen auf und leiteten eine Untersuchung ein. Sie ergab, dass der Hals bis hin zum Brustkorb knisternde Geräusche von sich gab. Eine solche Analyse bedeutet: In den Brustmuskeln und im Gewebeinneren haben sich Luftblasen angesammelt. Eine später durchgeführte Computertomografie bestätigte dies.

    Der Mann musste danach für eine stationäre Behandlung im Krankenhaus bleiben, es stand das Risiko ernsthafter Komplikationen im Raum. Er hat zudem intravenöses Antibiotikum erhalten und die Nahrungszufuhr erfolgte mittels Sonde. Durch die erste Maßnahme hat man die Schmerzen und die Schwellung gestoppt, nach sieben Tagen war der Spuk vorbei und er hat das Krankenhaus verlassen können.

    Hand vorhalten – ja oder nein?

    Die medizinische Sicht ist eindeutig: Beim Niesen sollte man keinesfalls die Nase und den Mund zuhalten. Es kann im schlimmsten Fall (wie oben beschrieben) dazu führen, dass es zu einer Luftansammlung im Brustkorbraum kommt (Pneumomediastinum). Des Weiteren kann ein Gehirnaneurysmas platzen oder das Trommelfell erleidet eine Perforation. Sich die Hand vorzuhalten ist wiederum in Ordnung, ansonsten könnte man unter Umständen umstehende Menschen anstecken.

  • Schwangerschaftsdemenz – gibt es diese Diagnose?

    Schwangerschaftsdemenz – gibt es diese Diagnose?

    Die Diagnose einer Schwangerschaftsdemenz lässt sich mit der eines Männerschnupfens gleichsetzen. Trotzdem konnten Forscher nachlassende kognitive Fähigkeiten bei werdenden Müttern feststellen. Allerdings kann dies durchaus daran liegen, dass Schwangere mit ihren Gedanken beim Wesentlichen sind.

     

    Daran erkennen Sie die so genannte Schwangerschaftsdemenz

    Schwangere streicheln sich ihren Bauch und erscheinen dadurch ein wenig der Welt entrückt. Zudem sind sie kaum bei der Sache, vergessen mehr als bisher. Im Englischen ist von Baby Brain die Rede. Zu Deutsch ist oftmals die Rede von Schwangerendemenz. Doch in der Tat lassen die kognitiven Fähigkeiten schwangerer Frauen in ihrem Zustand nach. Australische Wissenschaftler weisen im Fachmagazin „Medical Journal of Australia“ eine messbare Beeinträchtigung der Hirnleistung Schwangerer nach.

     

    Resultate der Forscher nicht überschätzen

    Da Schwangere jedoch nach wie vor alltagstauglich bleiben, warnen die Forscher vor einer Überschätzung ihrer Resultate. Obwohl die merklichen Beeinträchtigungen nicht ausschließlich statistischer Natur sind. Dennoch leidet das Leben in der Realität hierunter kaum. Unter Umständen lässt sich davon ausgehen, dass sich des Öfteren kleinere Vergesslichkeiten einstellen können. Beispielsweise kann ein Termin vergessen werden zu vereinbaren oder denselben wahrzunehmen. Am größten seien die Auswirkungen im dritten Schwangerschaftsdrittel zu beobachten. Rund 28 Prozent der Gedächtnisleistung können eingeschränkt sein.

     

    Gedanken der Schwangeren drehen sich weniger um den Beruf

    Auf keinen Fall sollten sich Schwangere einreden lassen, während der Schwangerschaft an Problemen in den Bereichen Konzentration und Gedächtnis zu leiden. So manche kleinere Unaufmerksamkeit kann durchaus auf die Umstellung des Organismus im Zusammenspiel mit der Erschöpfung und einem möglichen Schlafmangel zurückgeführt werden.

     

    Darüber hinaus sollten eventuelle Veränderungen kognitiver Art nicht ausschließlich als Defizit angesehen werden. Dahingegen gibt es zahlreiche Hinweise, dass sich die Frauen während der Schwangerschaft öfters auf ihre Schwangerschaft, die Vorbereitung der Geburt und die Zeit mit dem Baby konzentrieren. Somit kann das geringere Denken an den Partner oder den Beruf damit zusammenhängen, dass sich die Frauen auf das Wesentliche konzentrieren. Von einer beginnenden Demenz muss deshalb nicht sofort ausgegangen werden.

  • Schlaganfall – dank Hirnschrittmacher wieder gehen können

    Schlaganfall – dank Hirnschrittmacher wieder gehen können

    Einen Schlaganfall zu erleiden kann im schlimmsten Fall das ganze Leben verändern. Dabei spielt es eine große Rolle, wie schnell der Patient eine medizinische Versorgung erhält. Ist es in einer Frühphase, dann haben sich die Möglichkeiten der Behandlungen drastisch verbessert. Man hat also keine oder nur minimale Folgen. Etwa ein Drittel hat jedoch weniger Glück, sie können selbst nach 12 Monaten noch nicht ohne Hilfe gehen. Der Heilungsprozess nimmt bei ihnen wesentlich mehr Zeit ein, auch stehen bislang keine entsprechenden Medikamente für eine Beschleunigung zur Verfügung. Dafür aber könnte es schon bald einen neuen Ansatz in Form eines Hirnschrittmachers geben. Während diese Methode bei Parkinsonerkrankten gängig ist, könnte das Verfahren in Zukunft auch bei Schlaganfallpatienten angewendet werden. Die bisherigen Ergebnisse sind erstaunlich und greifen im besten Fall bei Mensch und Tier gleich.

    So soll es funktionieren

    Bei Tierversuchen konnte man bereits beweisen, dass sich mithilfe eines Hirnschrittmachers Lähmungen rückgängig machen lassen. Gelähmte Glieder waren also wieder beweglich. Verantwortlich dafür ist eine implantierte Elektrode, die elektrische Impulse abgibt. Genauer gesagt ist das Gewebe das Ziel, welches für die Bewegung verantwortlich ist. Im Hirn gibt es nämlich eine eigene Region, die diesen Prozess steuert. Wurde diese also durch den Impuls angeregt, so konnten die behandelten Tiere zum größten Teil wieder normal gehen. Die Schritte waren fast so schnell und lang wie bei gesunden Tieren. Erstaunlich ist auch, dass sie bei komplexen Gehtests weniger Fehler machten.

    Die Zukunft verspricht großes

    Bleiben auch weitere Untersuchungen positiv, dann könnte es bald zu einem realen Einsatz des Hirnschrittmachers für Schlaganfallpatienten kommen. Dazu zählt auch herauszufinden, welche speziellen Nervenzellen eigentlich zu stimulieren sind. Auch ist es wichtig zu erforschen, wie die Langzeitwirkung ausfällt und ob der Erfolg dauerhaft bleibt. Die Versuche mit den Tieren geben aber zumindest Hoffnung und machen Betroffenen Mut. Zu früh sollte man sich aber nicht darauf stürzen, schließlich soll die implantierte Elektrode eine Hilfe und keine Last sein.

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