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  • Glutenunverträglichkeit – was ist das?

    Glutenunverträglichkeit – was ist das?

    Immer mehr Menschen, so scheint es, vertragen keine Gluten. Aber was sind überhaupt Gluten und warum reagieren so viele darauf allergisch? Vereinfacht ausgedrückt sind Gluten eine Art Kleber aus Eiweiß, der in sehr vielen Lebensmitteln enthalten ist, die wir jeden Tag essen. Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, der wird in seinen alltäglichen Essgewohnheiten stark eingeschränkt, denn wer keine Gluten verträgt, der muss auf Brot ebenso verzichten wie auch auf Kuchen und auf viele andere Dinge, in denen bestimmte Getreidesorten enthalten sind. Aber es gibt Alternativen, die es ein wenig einfacher machen, ohne Gluten leben zu können.

    Was genau sind Gluten?

    Damit sich Getreide überhaupt zum Backen eignet, braucht es Gluten, denn Gluten haben die Fähigkeit dem Teig die richtige Konsistenz zu verleihen, in dem sie den Teig klebrig machen. Gluten sind in Weizen ebenso enthalten wie auch im Roggen, in der Gerste, im Grünkern und auch im Hafer. Auch alte Getreidesorten wie Emmer und Einkorn, die heute wieder angebaut werden, enthalten Gluten und sind damit keine Alternative für alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden.

    Die Speisekarte ist für alle die keine Gluten vertragen können, sehr eingeschränkt, denn Gluten finden sich in Nudeln, Brot, allen Arten von Kuchen, in Pommes frites, in Pizza, in Keksen und Plätzchen, in Bier, aber auch in Chips, Ketchup, Paniermehl und in Gewürzmischungen. Suppen und die meisten Fertiggerichte enthalten Gluten, ebenso wie Soße und einige Milchprodukte wie Joghurt und Frischkäse. Da Gluten ein guter Träger für zahlreiche Aromastoffe sind, werden sie besonders gerne in Fertigprodukten verwendet. Wenn ein Fertiggericht oder ein Lebensmittel Weizenstärke enthält, dann kann man davon ausgehen, dass es auch Gluten enthält, in diesem Fall muss es aber auf der Packung gekennzeichnet sein.

    Welche Lebensmittel enthalten keine Gluten?

    Wer sich die lange Liste der Lebensmittel anschaut, in denen Gluten enthalten sind, der wird sich vielleicht fragen, was keine Gluten enthält und was diejenigen, die eine Glutenintoleranz haben, noch essen dürfen. In Hirse und Mais sind keine Gluten enthalten und auch Wildreis und Reis kann jeder ohne Bedenken essen, der eine Glutenunverträglichkeit hat. Auch die sogenannten Pseudogetreidearten wie Buchweizen, Amarant und Quinoa sind frei von Gluten, ebenso wie Tofu, Mozzarella und Sojamilch, auch reine Fruchtsäfte und Sekt enthalten keine Gluten.

    Wer keine Gluten vertragen kann, der darf Obst und Gemüse essen und auch Kartoffeln und Milch sind im unverarbeiteten Zustand ebenso verträglich wie natürliches Joghurt, Naturkäse, Buttermilch, Fisch, Fleisch, alle Hülsenfrüchte, Reisnudeln, Honig und Johannisbrotmehl oder Mehl aus Traubenkernen.

    Wie macht sich die Glutenunverträglichkeit bemerkbar?

    Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft schätzt, dass in Deutschland jeder 250. Bürger keine Gluten verträgt, aber nur etwa 10 % bis 20 % zeigen auch die typischen Symptome. Dazu gehören unter anderem Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und ein allgemeines Unwohlsein. Viele, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, verlieren rapide an Gewicht, sie fühlen sich abgeschlagen und haben nicht selten einen Mangel an Eisen. Auch eine starke Migräne kann darauf hindeuten, dass es sich um eine Intoleranz gegenüber Gluten handelt.

    Seit 2005 müssen die Lebensmittel die Gluten enthalten, entsprechend gekennzeichnet sein. Das macht es den Betroffenen einfacher, für sich die passenden Lebensmittel zu finden. Wer wissen will, ob sich Gluten in einem bestimmen Lebensmittel befinden, der sollte sich die Inhaltsliste ansehen und auf eine Ähre achten, die durchgestrichen ist, denn das ist das Symbol für Lebensmittel, die keine Gluten enthalten. Allerdings ist man damit nicht immer auf der sicheren Seite, denn laut Gesetz darf sich ein Lebensmittel immer dann als glutenfrei bezeichnen, wenn weniger als 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm Gesamtgewicht enthalten sind. Der Zusatz „Kann Gluten enthalten“, weist auf den Verpackungen darauf hin. Der Zusatz „sehr geringer Glutengehalt“ zeigt, dass nur maximal 100 Milligramm pro Kilogramm enthalten sind.

    Bild: © Depositphotos.com / triocean2011

  • Turnschuhe und ihre Zukunft

    Turnschuhe und ihre Zukunft

    Wie weit wird die Mode noch gehen? Sie wird immer ausgefallener und kreativer, immer lustiger und immer schräger. Zu der Kleidung, die gut oder auch einfach nur lässig aussieht, gehören natürlich auch die richtigen Schuhe. Beim Sport wird die Kleidung zwar nicht gerade ausgefallener, jedoch werden die Turnschuhe immer besser. Damit ist gemeint, dass sie immer mehr Komfort bieten und immer besser aussehen.

    Zeiten ändern jeden Schuh und jede Marke

    Jede Marke muss sich auch daran halten, der Konkurrenz zu zeigen, was sie drauf haben und das auch sie tolle, luxuriöse Schuhe herstellen kann. Wie die Marken das schaffen, ist eine Frage des guten Anfangs, das heißt der guten Idee dahinter. Wer die besten Ideen hat, hat auch meist den meisten Erfolg. Damit ist gemeint, dass auch in den letzten zehn Jahren deutlich mehr unbekannte Marken publiker geworden sind. So zum Beispiel ist Saucony jetzt eines der bekanntesten Marken auf der ganzen Welt. Auch Adidas oder Nike sowie Lacoste wollen sich natürlich steigern, sind aber teilweise viel zu überteuert und somit fast unbezahlbar, wenn man gute Schuhe haben möchte.

    Welche sind zur Zeit die besten Turnschuhe?

    Ganz oben auf der Liste der besten Turnschuhe stehen natürlich immer noch Nike oder auch Adidas. Aber auch weniger prominente Marken, wie zum Beispiel Ecco, New Balance, Asics oder auch Brooks verzeichnen wachsende Beliebtheit. Das interessante daran ist jedoch, dass die noch unbekannten Namen zum Teil viel teurer sind als die schon bekannten. Das liegt zum Teil daran, sich einen Namen machen zu wollen und durch eine Preissteigerung Aufsehen auf sich ziehen wollen, zum anderen ist es aber auch so, dass die Marken dann auch eine deutlich bessere Qualität haben und der Preis meist dann gesenkt wird, wenn schon wieder ein neueres Modell auf dem Markt ist.

    Egal, welches Modell man genau tragen möchte, in letzter Zeit wechselt die Modewelt so oft die Modelle, dass es sowieso fast unmöglich ist, da noch im Trend zu bleiben. Das heißt, man sollte sich einfach auf seine Lieblingsmarke verlassen, möglichst auf den Preis achten oder auch mal was neues ausprobieren. Meistens ist es nämlich so, dass die Mode sich so ändert, dass alte Sachen, in diesem Fall Turnschuhe, auf einmal wieder aktuell sind und voll im Trend liegen.

    Was können moderne Turnschuhe besser?

    Moderne Sportschuhe können beispielsweise das Gewicht des ganzen Körpers so verlagern, dass es einfach sehr gemütlich ist zu gehen. Außerdem können sie heutzutage das ganze Laufverhalten eines Athleten deutlich verbessern, also sehr beeinflussen. Durch die verschiedenen Sohlen im Schuh oder auch die total neuen Schuhformen kann zum Beispiel der Schuh sehr viel Stabilität bringen. Er lässt sich heutzutage vom Wind sozusagen tragen. Die Schuhforscher oder Wissenschaftler experimentieren heutzutage solange mit einem Schuh, bis er sich vollkommen dem passenden Untergrund angepasst hat und für den dazugehörigen Untergrund geeignet ist. Wie man solche Schuhe für sich selber findet, kann das Gefühl entscheiden oder auch ein Fachmann, der wichtige Informationen geben kann. So machen es auch die Extremsportler, die aufgrund ihrer Schuhe besondere Aktionen durchführen können.

    Im Endeffekt bedeutet es, dass die Mode viel zu sagen hat, man sich aber dennoch auf sein Gefühl und seine Lieblingsmarke verlassen kann. Marken ändern sich und ihr Modell, jedoch ändert sich nicht so schnell die Einstellung zu jeder einzelnen Marke.

    Bild: © Depositphotos.com / paulgrecaud

  • Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein

    Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein

    Auch wenn es vielleicht ein wenig komisch klingt, aber wenn es ums Sparen geht, dann sparen immer mehr Deutsche bei der Ernährung. Viele sparen sehr bewusst, andere machen sich aber nicht mehr die Mühe, die Preise von Lebensmitteln zu vergleichen, sie greifen im Supermarkt ohne zu zögern zu preiswerten Fertigprodukten und meinen, damit den Geldbeutel zu schonen und sich auch noch gesund zu ernähren. Diese Ansicht ist falsch und das in jeder Hinsicht. Fertiggerichte kosten auf die Dauer eine Menge Geld und gesund ist diese Form der Ernährung dank künstlicher Aromastoffe und Geschmacksverstärker auch nicht. Gibt es eine Möglichkeit, sich gesund und ausgewogen zu ernähren und das auch noch zu günstigen Preisen?

    Günstiger als gedacht

    Die Deutschen sparen beim Essen, sie werfen aber auf der anderen Seite rund 25 % ihrer gekauften Lebensmittel auf den Müll. Wer ernsthaft sparen möchte, der sollte zunächst einmal sein Essverhalten unter die Lupe nehmen. Ein gut durchdachter Speiseplan verhindert, dass Lebensmittel in der Biotonne landen und er schon auch den Geldbeutel. Viele Grundnahrungsmittel wie zum Beispiel Brot, Milch, Teigwaren, Hülsenfrüchte und auch Reis und Getreideprodukte kosten kein Vermögen, und mit den richtigen Rezepten kann daraus ein gutes gesundes Essen zubereitet werden.

    Obst und Gemüse sollten nach Möglichkeit immer nur dann gekauft werden, wenn sie Saison haben. Wer im Winter Erdbeeren kauft, der muss sich nicht wundern, wenn dieser Einkauf ein Loch in die Haushaltskasse reißt. Im letzten Jahr sorgte Pferdefleisch in der Fertiglasagne für Schlagzeilen und war für viele Verbraucher ein Zeichen, mehr vegetarisch zu essen, und dieser Trend ist bis heute aktuell. Wer sich gesund ernähren möchte, der muss nicht komplett auf Fleisch und Wurst verzichten, aber in regelmäßigen Abständen ist vegetarische Kost eine sehr gute Idee.

    Ernährungsberatung – der Weg zum gesunden Essen

    Vor allem junge Menschen wissen oftmals gar nicht, wie lecker frisch zubereitetes Gemüse schmecken kann und wie viele wertvolle Nährstoffe darin enthalten sind. Wer mehr über eine gesunde und ausgewogene Ernährung erfahren möchte, der kann das bei einer Ernährungsberatung. Auch wenn das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung in den letzten Jahren mehr und mehr gestiegen ist, es gibt immer noch viele, die Gesundheit und Ernährung nicht in einen Zusammenhang bringen können. Gesundes Essen hat etwas mit Lebensfreude und Lebensqualität zu tun, denn wer sich richtig ernährt, der fühlt sich körperlich und geistig fit.

    Aber der Weg zur ausgewogenen Ernährung ist lang und mitunter auch kompliziert. Alle, die ihre Essgewohnheiten dauerhaft verbessern wollen, sollten sich beraten lassen, denn es gibt viel Wissenswertes zum Thema Ernährung und Nahrungsmittel. Zur Ernährungsberatung gehört eine fundierte Lebensmittelkunde, ebenso wie das Wissen um eine gesunde Verdauung. Wie sollten Kinder von Anfang richtig ernährt werden und welche Diäten sind sinnvoll oder schädlich? Auch das sind Themen, die im Rahmen einer Ernährungsberatung besprochen werden.

    Die Ernährung umstellen

    Kaum jemand kann von heute auf morgen seine komplette Ernährungsgewohnheiten umstellen, dieser Schritt erfordert ein wenig Geduld und auch ein bestimmtes Maß an Selbstdisziplin. Keiner, der sich gesund ernähren will, sollte das von einem Tag zum anderen tun, sondern schrittweise vorgehen. Zunächst ist es wichtig zu erkennen, welche Lebensmittel nichts mit gesundem Essen zu tun haben und dann nach Alternativen zu suchen. Statt der beliebten Chips zum abendlichen fernsehen kann rohes Gemüse mit einem leckeren Joghurtdip eine Lösung sein, und wer Tofu eine Chance gibt, der wird feststellen, dass es nicht immer Fleisch sein muss. Eine Kartoffelsuppe mit Gemüse ist ebenso schnell gekocht wie das Erwärmen eines Fertiggerichts im Ofen dauert, und wer weniger auf die Mikrowelle und mehr auf Frische setzt, der wird sich wundern, wie lecker gesunde und frische Lebensmittel schmecken können.

    Bild: © Depositphotos.com / yekophotostudio

  • Künstliche Befruchtung – Zuschuss auch für unverheiratete Paare

    Künstliche Befruchtung – Zuschuss auch für unverheiratete Paare

    Eine neue Idee der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wird viele unverheiratete Paare freuen, die sich ein Kind wünschen. Die Ministerin will, dass auch Paare, die nicht verheiratet sind und die über den Weg der künstlichen Befruchtung ein Kind möchten, so bezuschusst werden, wie das auch bei Ehepaaren der Fall ist. Bisher beteiligt sich der Staat mit rund 50 % an den Kosten für eine künstliche Befruchtung, und da immer mehr Paare ohne Trauschein zusammenleben und auch eine Familie gründen wollen, ist der Schritt der Ministerin nur logisch.

    Zu wenig Kinder

    In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren und das ist mit ein Grund, warum die Familienministerin die künstliche Befruchtung auch bei Paaren bezuschussen möchte, die keinen Trauschein haben. Bislang bekamen nur verheiratete Paare einen Zuschuss von bis zu 4.500 Euro und um die Geburtenrate zu steigern und eine zeitgemäße Regelung zu erreichen, sollten auch Paare, die in wilder Ehe leben, von einem Zuschuss profitieren. Aber nicht nur die Ministerin, sondern auch die Krankenkassen befürworten den Zuschuss und sind der Meinung, dass dieser Schritt schon lange überflüssig war.

    Durch die freiwillige Zusatzleistung haben sich die Krankenkassen am Kostenzuschuss für eine Zeugung im Reagenzglas bislang mit bis zu 75 % beteiligt, und den Zuschuss in dieser Höhe wollen die Kassen jetzt auch den unverheirateten Paaren zukommen lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind einige Kassen sogar bis vor das Bundessozialgericht gezogen, aber mit Blick auf die gültige Rechtslage haben die Richter den Vorstoß bisher abgelehnt. Die Kassen finden das diskriminierend, denn so bleibt die künstliche Befruchtung die einzige Leistung der Krankenkasse, für die ein Trauschein verlangt wird.

    So sieht die Realität aus

    Es ist eine lange überholte Ansicht, dass es für die Kinder besser ist, wenn ihre Eltern miteinander verheiratet sind. Das Statistische Bundesamt hat den Anteil der Kinder, die nicht ehelich geboren wurden, mit einem Anstieg auf über 34 % gegenüber dem Jahr 1970 beziffert, und die Tendenz steigt weiter nach oben. Ein weiteres Problem gibt es auch in der unterschiedlichen Handhabung der einzelnen Bundesländer, denn nur in fünf Bundesländern gibt es überhaupt einen Zuschuss.

    Paare, die im falschen Bundesland leben und dazu auch nicht verheiratet sind, die werden doppelt bestraft, denn sie müssen die künstliche Befruchtung komplett aus der eigenen Tasche bezahlen. Rund 500 ledige Paare bitten die Krankenkassen jedes Jahr um einen Zuschuss, aber noch Antragsteller müssen die Kassen mit Hinweis auf die bestehende Gesetzeslage ablehnen. Kritik kommt von Monika Bachmann, der Gesundheitsministerin des Saarlands, sie ist der Meinung, der Bund solle die Paare mit Trauschein stärker unterstützen, um die Geburtenrate zu erhöhen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bislang nur drei notwendige Behandlungen, müssen noch weitere Versuche unternommen werden, dann muss das Paar diese selbst bezahlen. Nach Meinung von Monika Bachmann sollten auch Paare, die wenige finanzielle Mittel zur Verfügung haben, die Chance bekommen, sich ihren Wunsch nach einem Kind zu erfüllen.

    Auch die CDU/CSU Fraktion im Bundestag ist gegen den Vorstoß von Manuela Schwesig, die nur den Paaren, die miteinander verheiratet sind, die Verantwortung zutraut, ein Kind zu erziehen.

    Bild: © Depositphotos.com / frenta

  • Warum krankhaftes Übergewicht auf dem Vormarsch ist

    Warum krankhaftes Übergewicht auf dem Vormarsch ist

    Die deutschen Krankenhäuser schlagen Alarm: Immer mehr Menschen müssen aufgrund ihres starken Übergewichts behandelt werden. Die Zahlen steigen sprunghaft an, denn in Deutschland leiden aktuell 60 % der Männer und 43 % der Frauen an Übergewicht. 15 % sind krankhaft fettleibig und das macht den Ärzten große Sorgen, denn in den letzten fünf Jahren haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt. Verbraucherschützer haben auch einen Schuldigen für diese Entwicklung gefunden, und zwar die zunehmend ungesunde Ernährung. Auch das zu geringe sportliche Angebot an den Schulen ist ein wichtiger Faktor, denn Kinder, die sich nicht mehr ausreichend bewegen, werden früher oder später zu fettleibigen Erwachsenen.

    Zu viel Fastfood

    Nach Ansicht von Experten beginnt der Weg in die krankhafte Fettleibigkeit und dem Übergewicht schon im Kindesalter. Die Kinder von heute ernähren sich nur noch selten, so wie es für Kinder angemessen wäre, ein großer Teil ernährt sich von Fastfood und Fertigprodukten, ungesunden Snacks und bekommt zu viel Zucker. Die Konsequenz aus dieser falschen Ernährung ist, dass die Zahl der übergewichtigen Kinder seit den 1980er Jahren um rund 50 % zugenommen hat. Schuld ist das Lebensmittelangebot, das sich in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert hat. Ungesunde Lebensmittel sind günstig und man kann sie überall kaufen, der Weg in die krankhafte Fettleibigkeit ist damit vorprogrammiert.

    Über die Folgen der Fettleibigkeit bzw. Übergewicht in der Kindheit machen sich nur wenige Eltern Gedanken, im Gegenteil, sie leben ihren Kindern vor, wie man sich kalorienreich und mit zu viel Zucker ernährt. Experten plädieren jetzt dafür, schon in den Schulen und Kindergärten über die ungesunde Wirkung von Fastfood, Fertignahrung und überzuckerte Getränken aufzuklären und dabei die Eltern mit ins Boot zu holen, denn schließlich haben die Eltern eine Vorbildfunktion, auch wenn es ums Essen geht.

    Politik und Nahrungsmittelindustrie

    Die Bundesregierung hat jetzt auf die Sorgen der Ärzte reagiert und den Entwurf für ein Präventionsgesetz vorgelegt. Ernährungswissenschaftler und Ärzte sind allerdings der Meinung, dass dieser Gesetzentwurf vollkommen ungeeignet ist, um das Problem der zunehmenden Fettleibigkeit in den Griff zu bekommen. Gesundheitsexperten gehen sogar noch einen Schritt weiter, denn sie werfen der Politik vor, auf der Seite der Ernährungsindustrie zu stehen. So ist die Organisation Foodwatch der Ansicht, dass die Lobbyarbeit der Industrie hervorragend funktioniert und die Hersteller dank lascher Gesetze immer mehr Lebensmittel auf den Markt bringen, die Kinder ansprechen sollen, die in Wirklichkeit jedoch wahre Bomben aus Zucker und Kalorien sind.

    Zwar gibt es beim Marketing Beschränkungen für sogenannte unausgewogene Kinderprodukte, aber das geht Foodwatch nicht weit genug. Gesunde Ernährung sollte zu einem Standard in den Schulen und Kindergärten werden, und wenn die Kindertagesstätten und die Schulkantinen mit Fertigprodukten beliefert werden, dann sollten diese Produkte sowohl zucker- als auch salzreduziert sein.

    Weniger Werbung

    Was Foodwatch aber besonders moniert, das sind die aggressiven Werbekampagnen, die von der Lebensmittelindustrie für Kinderprodukte geschaltet werden. Dazu kommt, dass das Angebot für sogenanntes Junkfood, also Lebensmittel, die übermäßig Zucker und Kohlehydrate enthalten, immer größer wird und zu jedem dieser ungesunden Produkte gibt es dann wieder eine neue Werbung.

    Bild: © Depositphotos.com / Kokhanchikov

  • B12-Injektionen – der Beauty Trend aus Hollywood

    B12-Injektionen – der Beauty Trend aus Hollywood

    Die Damen aus Hollywood waren schon immer sehr einfallsreich, wenn es um eine schlanke Figur und ein makelloses Äußeres geht. Der neuste Trend heißt B12-Injektionen. Cindy Crawford schwört auf die Vitaminspritze ebenso wie Miley Cyrus und auch die Sängerin Rihanna lässt sich die hoch dosierten Spritzen mit dem B12 Vitamin setzen, um besser auszusehen und vor allem, um nicht zuzunehmen. Was in Hollywood längst zur Tagesordnung gehört, ist in Deutschland heiß umstritten, denn hier warnen die Ärzte bereits davor, sich Vitamin B12 in hohen Dosen spritzen zu lassen, denn auch wenn Vitamine gesund sind, in großer Menge können sie schädlich sein.

    Den Stoffwechsel beschleunigen

    Vitamine sind gesund, das gilt vor allem für Vitamin C, das das Immunsystem effektiv unterstützt. Auch das Vitamin B12 ist grundsätzlich gesund, weil es den Stoffwechselprozess beschleunigen kann. Genau aus diesem Grund lassen sich immer mehr Stars und Sternchen in Hollywood eine B12-Injektion geben. Wird der Stoffwechsel angekurbelt, dann schmelzen auch die Pfunde und der Kalorienumsatz wird gesteigert. Dass konzentriertes Vitamin B12 zudem Heißhungerattacken verhindern kann, ist ein schöner Nebeneffekt und auch dass es die Verdauung anregt, ist hilfreich, wenn man abnehmen möchte. Wissenschaftliche Beweise, die diese Thesen untermauern können, gibt es allerdings nicht und das ist auch der Grund, warum deutsche Ärzte dem Trend aus den USA skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen.

    Nicht ohne Rezept

    Amerika ist bekanntlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und wer genug Kleingeld hat, der muss nur zum Arzt gehen und sich dort einmal in der Woche eine B12-Injektion verpassen lassen. Was in den USA so einfach ist, das ist in Deutschland nicht möglich. Vitamin B12 Spritzen gibt es in Hollywood gegen Bargeld und ein Rezept ist nicht notwendig. In Deutschland darf der Arzt die Spritzen nur dann geben, wenn beim Patienten nachweislich ein Mangel an Vitamin B12 vorliegt.

    Ein Grund für den Mangel des Vitamins kann eine Störung im Magen-Darm-Trakt sein und auch Magenschleimhautentzündungen und entzündliche Prozesse im Darm können dafür sorgen, dass es zu einer Unterversorgung mit Vitamin B12 kommt. Wenn es eine medizinische Begründung gibt, dann wird Vitamin B12 vom Arzt gespritzt und auch nur in eher geringen Mengen und nicht in so hohen Dosen, wie das in den USA der Fall ist.

    Mit der richtigen Ernährung

    Alle, die davon träumen, mit viel Vitamin B12 noch mehr abzunehmen, werden kaum einen Arzt finden, der das gezielt unterstützt. Wer aber nicht auf die Extraportion Vitamin B12 verzichten will, der muss nur auf eine gesunde Ernährung achten. Leber und Rindfleisch, aber auch Heringe sowie Räucherlachs und Seelachs haben einen sehr hohen Vitamin B12 Gehalt. Auch wer regelmäßig Käse und Eier isst, versorgt seinen Körper mit Vitamin B12, und wer dazu dann noch regelmäßig frische Vollmilch trinkt, der braucht keine Vitamin B12-Injektionen.

    Wer ausschließlich vegetarisch oder vegan lebt, der lebt was das Vitamin B12 angeht, gefährlich, denn es gibt keine pflanzlichen Lebensmittel, die den Organismus ausreichend mit Vitamin B12 versorgen. In der Folge kann es zu schweren Mangelerscheinungen kommen, und wer das verhindern will, der sollte Vitamin B12 in Form von Brausetabletten zu sich nehmen.

    Kann man Vitamin B12 überdosieren?

    Dass eine Unterversorgung mit Vitamin B12 gefährlich werden kann, ist bekannt, aber wie sieht es mit einer Überdosierung aus? Eine Überdosierung ist nur dann möglich, wenn das Vitamin wie in den USA hoch dosiert gespritzt wird. In der Folge kann es zu unangenehmen Problemen mit der Haut kommen, denn zu viel Vitamin B12 kann zu Akne führen, auch allergische Reaktionen sind nicht selten. Deshalb sollte jeder, der gesund bleiben will, auf zu viel Vitamin B12 verzichten, auch wenn die Stars aus Hollywood vielleicht anderer Meinung sind.

    Bild: © Depositphotos.com / Seprimoris