Schlagwort: Infektion

  • Was sind Mikroorganismen?

    Was sind Mikroorganismen?

    Wenn wir über Mikroorganismen sprechen, meinen wir eine Gruppe von nicht immer gleichartigen kleinen Lebewesen, die für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind. Zu den Gruppen dieser kleinsten Organismen gehören, Bakterien (zum Beispiel Milchsäurebakterien); Archaea; Pilze (beispielsweise Backhefe); Mikroalgen (zum Beispiel Chlorellen); Protozoen (wie Pantoffeltierchenund und auch der Malaria Erreger) sowie die Viren gehören ebenfalls hinzu.

    Doch welche Bedeutung haben diese Kleinen Lebewesen?

    Mikroorganismen sind die allerersten und auch die ältesten Lebewesen auf unserer Erde. Sie traten etwa vor rund 3,8 Millionen Jahren auf. Die kleinen Lebewesen beeinflussen das Klima der Globalisierung. Der mikroelle Stoffwechsel sorgt mit seinen chemischen Elementen wie Kohlenstoff und auch den Stickstoff die Erde für alle Lebewesen bewohnbarer zu machen und zu erhalten. Denn Mikroorganismen erzeugen circa die Hälfte des notwendigen Sauerstoffes für alle Lebewesen, ohne Sie wäre ein Leben auf der Erde also um einiges komplexer. Mikroorganismen können an Orten leben, wo niemand sonst leben oder gar existieren kann. Durch das gemeinschaftliche Zusammenleben dieser Kleinen Organismen kann sogar vorhergesagt werden, ob eine Veränderung in einem Ökosystem bevorsteht.

    Die kleinen Lebewesen ergänzen ihre Ansprüche des Stoffwechsels gegenseitig. Das heiß so viel wie, die Einen benötigen nur die Ausscheidungsprodukte der Anderen Organismen für ihre Vermehrung und ihr Wachstum; dasselbe gilt für die anderen Mikroorganismen ebenfalls.

    Mikroorganismen können nützlich für den Menschen sein

    Es werden sehr viele dieser kleinen Organismen als nützlich angesehen, da sie eine sehr große Rolle in dem Kreislauf von chemischen Elementen spielen. Beispiele hierfür sind: der Stickstoffkreislauf; die Abwasserreinigung und die Fixierung des Stickstoffes – auch N2-Fixierung genannt –. Selbst in der Lebensmittel Branche können Mikroorganismen verwendet werden, denn sie helfen uns bestimmte Lebensmittel anzufertigen. Oder in der „Biotechnologie“ dienen sie als Erzeuger um verschiedene Arzneimittel anzufertigen, dazu zählen zum Beispiel Antibiotika oder auch das Insulin. Selbst zur Bekämpfung von Schädlingen können uns diese kleinen Lebewesen behilflich sein. Und wer weiß wie sich das Wissen und die Technologie in der Zukunft weiterentwickeln wird, vielleicht können Mikroorganismen sogar irgendwann bei der Gewinnung von Energie, oder dem biologischen Abbau des Abfalles sowie auch den Abbau von Schadstoffen behilflich sein.

    Der menschliche Körper beherbergt Mikroorganismen

    Die Anzahl der Mikroorganismen die auf dem menschlichen Körper existieren ist sehr hoch, allem vor ran der Anteil der Bakterien. Sie leben auf der Haut; in der Nase; im Mund eines Jeden Lebewesen; sowie auch im Darm. Doch die Anzahl der Bakterien ist etwa 10 bis 100 Mal höher als die Menge der Zellen, die der Mensch zum Leben braucht. Man kann es sich in etwa so vorstellen, circa 1 Billiarde Mikroorganismen stehen einer Anzahl von etwa 10-100 Billionen den menschlichen Körper Zellen gegenüber.
    Auf einen Quadratzentimeter der Haut werden rein theoretisch 200 Millionen Bakterien ihren Platz geboten. Allerdings leben nur 100 bis 10.000 Bakterien tatsächlich pro Quadratzentimeter der Hautfläche auf ihr, unsere Haut ist also den Umständen entsprechen Keim arm.
    In einem einzigen Gramm des menschlichen Kots befinden sich circa 100 Milliarden der Mikroorganismen. Sogenannte Milchsäurebakterien sorgen in der Scheide der Frau dafür, dass eine bakterielle Infektion vorgebeugt und somit verhindert wird.

    Mikroorganismen können auch als Krankheitserreger dienen

    Zur Beruhigung, viele der kleinsten Organismen die sich in und auf unseren Körper befinden verursachen keine Krankheiten. Nur ein kleiner Teil dieser Lebewesen besitzt die Fähigkeit Erkrankungen zu verbreiten, egal ob bei Mensch oder den Tieren.
    Alle Infektionskrankheiten lassen sich in eine Gruppe einordnen, es gibt beispielsweise die bakterielle Infektion; eine Pilzinfektion oder die Protozoeninfektion.

    Mikroorganismen die der Nutzung des Menschen dienen

    Effektive Mikroorganismen für Menschen sind hauptsächlich die Milchsäurebakterien (Hemmung der Krankheitserregenden Keimen, Herstellung von Jogurt), Hefen (Herstellung von Brot, Bier und Wein), Photosynthese-Bakterien, Aktinomyzeten und Ferment-aktive Pilzarten (Herstellung von Alkohol, Unterdrückung von schlechten Gerüchen).

    Bild: © Depositphotos.com / angellodeco

  • Heilerde – trendige Alltagshelfer für Gesundheit und Schönheit

    Heilerde – trendige Alltagshelfer für Gesundheit und Schönheit

    In unserem Leben, das geprägt ist von High-tech und ständigem Fortschritt, werden in der Medizin natürliche Heilmittel immer stärker gefragt. Unter anderem erlebt dabei Heilerde ein Revival in Sachen Ernährung und Beauty. Doch was kann sie wirklich?

    Bei Darminfekten und Durchfall ist Heilerde als bewährtes Hausmittel schon längst bekannt und hat quasi Tradition. Denn es ist in der Lage Giftstoffe zu binden, die anschließend einfach ausgeschieden werden. Damit kann sich der Darmtrakt wieder beruhigen und die Infektion sogar verkürzt werden.

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    Bei Beschwerden ist Heilerde tatsächlich hilfreich

    Das erdige Gebräu aus Heilerde und Wasser legt sich wie ein schützendes Pflaster auf die Magenschleimhaut und entspannt diese. Dadurch erfolgt sogar eine bessere Regeneration, was den Krankheitsverlauf deutlich minimiert. Auch bei Sodbrennen und Blähungen ist das Naturheilmittel eine gute Wahl. Doch eines ist klar: Es macht keinen Sinn, Heilerde quasi vorsorglich einzunehmen, denn das kann zu einer Verstopfung führen. Das Produkt ist ein Akutmittel und soll deshalb nur bei Bedarf bzw. bei Beschwerden zum Einsatz kommen. Wer zusätzlich vom Arzt Medikamente gegen seine Erkrankung verschrieben bekommt, sollte im übrigen darauf achten, dass das Naturprodukt im zeitlichen Abstand von bis zu zwei Stunden vor oder nach Einnahme der Arzneien erfolgt. Auch bei eingeschränkter Blasen- und Nierenfunktion sollte man die heilsame Erde nur mit Vorsicht einnehmen und besser vorher einen Arzt um Rat fragen.

    Wer offene Wunden hat, die schlecht heilen, sollte ebenfalls zu Heilerde greifen. Denn diese bindet Wundflüssigkeiten wie Eiter oder Blut. Dazu wird am besten das Produkt trocken auf die betroffene Stelle aufgetragen, diese wird automatisch desinfiziert und das Entzündungsrisiko deutlich gehemmt. Auch bei Problemen mit dem Zahnfleisch kann die heilsame Erde sehr gute Dienste leisten. Dank ihrer entzündungshemmenden Eigenschaft ist sie perfekt zur Wiederherstellung des gesunden Zustandes geeignet. Wer mag, kann sich mit dem trendigen Naturprodukt sogar eine Art Zahnpasta zusammenstellen. Dazu einfach

    • 40 Gramm Heilerde
    • 100 Milliliter Wasser
    • 100 Milliliter Salbeitee
    • ein paar Tropfen ätherische Öle

    mischen und wie gewohnt Zähne putzen. Dank der natürlichen Zahnpasta sind nicht nur saubere, sondern richtig schön gepflegte Beißerchen das Resultat.

    Heilerde unterliegt dem Lebensmittelrecht

    Immer wieder sehen sich Hersteller von Heilerde mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Schwermetalle in ihrem Produkt enthalten sein könnten. Doch Experten geben hier Entwarnung, denn es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung nach dem Lebensmittelrecht. Werden Grenzwerte überschritten, kommt die gesunde Erde gar nicht erst in den Verkauf.

    Wer das erste Mal das alternative Heilmittel trinkt, wird dies als ungewöhnlich empfinden. Denn es knirscht zwischen den Zähnen und kann sich irgendwie anfühlen, als ob man Sand konsumieren würde. Nicht nur deshalb ist es wichtig, dass man das Getränk zügig trinkt, denn sonst setzt sich zudem die Erde am Glasboden ab und man nimmt nur Schlamm zu sich.

    Dosierung ist einfach zu merken

    Egal aus welchen Gründen man Heilerde zu sich nimmt, die Dosierung ist einfach. Denn in ein halbes Glas Wasser rührt man einfach ein bis zwei Teelöffel ein. Wer es weniger erdig im Geschmack mag, der kann zum Mischen auch Tee verwenden. Klar ist aber, dass man das Getränk durchaus mehrmals am Tag trinken kann.

    Für alle, die sich eine Beautymaske mit Heilerde gönnen möchten, braucht es eine Mischung mit weniger Flüssigkeitsgehalt. Die breiige Konsistenz wird dann einfach auf die gereinigte Gesichtshaut und das Decollete aufgetragen und eine gewisse Zeit auf der Haut belassen, bis die Erde angetrocknet ist. Anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen und mit reichlich klarem Wasser nachspülen. Die Haut wirkt strahlend schön und rein, denn überschüssiger Talg und Fett ist restlos entfernt und der Schmutz durch die Heilerde perfekt aus den Porengelöst. Wem die Maske mit dem gesunden Lehm zu lange dauert, der kann auch ein Peeling mit Heilerde machen. Dadurch werden abgestorbene Hautschuppen komplett entfernt und das Hautbild ist klar und ebenmäßig schön.

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    Bild: © Depositphotos.com / elbepictures

  • Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Die Nesselsucht, man nennt sie auch Urtikaria, ist eine in Deutschland weitverbreitete Erkrankung der Haut. Mehr als 800.000 Menschen sind in unserem Land an einer chronischen Nesselsucht erkrankt. Ihre Leitsymptome sind Hautrötungen, Quaddeln und ein starker Juckreiz. Ausgelöst werden kann sie zum Beispiel durch bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente, aber auch durch physikalische Reize wie Kälte, Wärme oder Reibung. Die Suche nach einer Ursache steht immer an erster Stelle einer Nesselsuchtbehandlung – bis diese bekannt ist, geht es dabei um die Linderung der Symptome.

    Ein Leiden und viele mögliche Auslöser

    Ihren Namen hat die Nesselsucht vom lateinischen Wort für Brennnessel (Urtica) – tatsächlich ähneln ihre Symptome den Hautreaktionen, die sich nach einem Kontakt mit der Pflanze zeigen. Diese werden durch den körpereigenen Botenstoff Histamin verursacht, der als fehlerhafte Reaktion des Immunsystems in großen Mengen freigesetzt wird. Histamin sorgt dafür, dass die Blutgefäße durchlässiger werden und es so zu Wassereinlagerungen in der Lederhaut, den Quaddeln, kommt. Bei etwa zehn Prozent aller Betroffenen ist eine Allergie die Ursache des Leidens – diese kann zum Beispiel gegen bestimmte Medikamente oder Lebensmittel bestehen. Häufig sind jedoch auch Infektionen, Viruserkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder äußere Reize wie Hitze, Kälte, Reibung oder Licht die Auslöser einer Urtikaria. Psychische Faktoren können bei der Entstehung der Nesselsucht ebenfalls eine Rolle spielen. Als sicher gilt, dass sich Stress negativ auf den Verlauf einer Urtikaria auswirken kann. Weitere Informationen über die möglichen Ursachen einer Nesselsucht finden sich auf www.nesselsuchtinfo.de.

    Unverwechselbar: die Symptome

    Plötzliche Entstehung von Quaddeln und ein Juckreiz, der sich vor allem nachts bis ins Unerträgliche steigern kann: Eine Nesselsucht erzeugt echten Leidensdruck. Die Quaddeln können sowohl am gesamten Körper als auch nur an bestimmten Stellen auftreten – ein besonders typisches Zeichen einer Urtikaria ist es auch, dass die Quaddeln an einer Stelle plötzlich verschwinden, um an einer anderen wieder aufzutauchen. Häufig kommt es zusätzlich zu sogenannten Angioödemen, Schwellungen im Unterhautgewebe, die auch Mund, Rachen und Kehlkopf betreffen können. In diesem Fall können lebensbedrohliche Situationen eintreten, die umgehend den Einsatz eines Notarztes erforderlich machen. Nesselsuchtsymptome klingen in der Regel nach spätestens 24 Stunden wieder ab, manchmal sind sie auch nur eine halbe Stunde lang vorhanden, können aber immer wieder auftreten. Ein ganzer Nesselsucht-Schub kann sich über mehrere Tage oder sogar Wochen erstrecken.

    Verschiedene Unterformen der Erkrankung

    Man unterscheidet verschiedene Unterformen der Nesselsucht:

    • Die spontane Nesselsucht, deren Symptome ganz plötzlich und ohne einen erkennbaren Auslöser auftauchen.
    • Die cholinergische Nesselsucht, die durch einen Anstieg der Körpertemperatur ausgelöst wird und vor allem bei jüngeren Menschen auftritt.
    • Die physikalische Nesselsucht, die durch äußere Reize wie Wärme, Druck, Kälte, Licht oder Reibung ausgelöst wird.
    • Kontakt-Nesselsucht, die ihre Symptome genau an der Stelle zeigt, die mit dem Auslöser direkt in Berührung gekommen ist.

    Nesselsucht behandeln – die Ursache ist entscheidend

    Als erster Schritt zur Behandlung einer Urtikaria sollte versucht werden, ihre Auslöser zu vermeiden. Sind diese nicht zu ermitteln, werden bei chronischen Verlaufsformen Antihistaminika oder Glucocorticoide wie Cortison verabreicht. Beide unterdrücken vorübergehend die Nesselsucht-Symptome, sollten aber wegen ihrer Nebenwirkungen nur über kürzere Zeiträume eingenommen werden. Eine sehr gute Wirkung zeigt auch der Wirkstoff Omalizumab, der normalerweise in der Asthma-Therapie eingesetzt wird.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Nagelpilz – eine Pilzerkrankung die nicht unterschätzt werden darf

    Nagelpilz – eine Pilzerkrankung die nicht unterschätzt werden darf

    Im Sommer sind viele barfuß oder in offenen Schuhen unterwegs. Da fallen Erkrankungen im Bereich der Nägel auf. Tatsache ist, dass der Nagelpilz, der in der Sprache der Mediziner auch Onychomykose genannt wird, unbedingt behandelt werden muss.

    Kommt vorwiegend an feuchten Stellen vor

    Grundsätzlich ist Nagelpilz eine Pilzinfektion der Nägel, die in den meisten Fällen durch Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten ausgelöst wird. Da sich diese vorwiegend an feuchten Stellen aufhalten, ist die Erkrankung häufiger an den Fuß- als an den Fingernägeln zu finden. Wird der kranke Nagel nicht richtig behandelt, besteht das Risiko, dass der Pilz ihn komplett zerstört und meist auch noch die benachbarten Nägel befällt. Das ist nicht nur optisch wenig überzeugend, sondern kann auch erhebliche Schmerzen auslösen und sogar das Gehen beeinträchtigen.

    Risikogruppe für Nagelpilz

    Die Fadenpilze, die meist Auslöser des Nagelpilzes sind, bevorzugen als Lebensraum feuchte und warme Regionen am Körper. Deshalb sind Zehenzwischenräume, Leistenbeugen oder aber Achseln und Hautfalten ideal für sie. Oft ist der Nagelpilz eine Folgeerkrankung von Personen, die bereits an Fußpilz leiden. Es ist aber auch eine direkte Infektion der Nägel möglich, etwa in öffentlichen Bädern, Saunen oder Fitness-Studios in den Duschen oder Umkleidekabinen. Grundsätzlich ist fest zu halten, dass ältere Menschen anfälliger sind für diese Form der Erkrankungen. Die Durchblutung ist meist bereits schlechter, da die Gefäße verkalkt sind, oder aber sie leiden an einem geschwächten Immunsystem, ausgelöst durch mehrere Krankheiten oder der Einnahme von vielen Medikamenten. Auch Diabetiker gehören zur Risikogruppe, da sie in fortgeschrittenem Stadium an Sensibilitätsstörungen leiden können, die Verletzungen am Fuß, die durchaus Eintrittsbereich für Erreger sein können, nicht mehr richtig wahrnehmen. Grundsätzlich gilt, dass alle Personen, die an Durchblutungsstörungen leiden, ein erhöhtes Risiko haben, an Fuß- oder Nagelpilz zu erkranken. Auch Sportler gehören zur gefährdeten Gruppe, da sie vermehrt Gemeinschaftsduschen oder Umkleidekabinen nutzen, in denen besonders häufig Pilze vorkommen. Aufgrund der vermehrten Schweißabsonderung beim Sport finden diese eine aufgeweichte Haut vor, in die sie leicht eindringen können.

    Vorbeugen ist besser als Behandeln

    Eine wichtige Grundregel, um eine Erkrankung an Nagelpilz zu vermeiden, ist natürlich in öffentlichen Einrichtungen wie Saunen, Schwimmbädern oder Hotelbädern nicht barfuß zu laufen. Handtücher, Socken und Badematten, aber auch Bettwäsche sollte immer bei Temperaturen über 60 Grad gewaschen werden. Auch den Schuhen kommt eine wichtige Rolle zu, denn sie sollten perfekt passen und natürlich aus einem atmungsaktiven Material sein. Damit wird die Fußfeuchte rasch wieder abgeleitet.

    Richtiges Verhalten bei Erkrankung und Therapie

    Wer sich bereits mit einem Nagelpilz angesteckt hat, sollte ein eigenes Handtuch für die Fuße benutzen und dieses täglich wechseln. Bei der Nagelpflege müssen Nagelschere oder Feile nach jeder Anwendung – ebenso wie die Hände – nach jedem Kontakt mit dem kranken Nagel gereinigt werden. Abgesehen davon sollte aus Rücksicht auf andere Personen in der unmittelbaren Umgebung darauf verzichtet werden, barfuß zu laufen – dies gilt sowohl für Zuhause als auch für öffentliche Einrichtungen.

    Dazu passend muss der Nagelpilz natürlich entsprechend behandelt werden. Dazu gibt es bestimmte Mittel, die der Mediziner auch Antimykotika nennt. Diese sind auf Basis von bestimmten Wirkstoffen zusammen gesetzt, die die Pilze gezielt abtöten oder aber einfach ihr Wachstum entsprechend hemmen. Ist nur die oberflächliche Nagelschicht vom Pilz befallen, so kann der Betroffene mit Tinkturen und entsprechenden Nagellacken der Infektion zu Leibe rücken. Sind die Pilzsporen aber bereits in den Nagel bzw. den Nagelfalz vorgedrungen, kann es passieren, dass auch der nachwachsende Nagel immer wieder infiziert wird. Damit ist klar, dass auch eine innerliche Behandlung in Form von Tabletten oder Kapseln notwendig wird. Die genaue Auswahl des Medikaments trifft der behandelnde Arzt nach der genauen Diagnose, die er anhand der Ergebnisse der Pilzkultur trifft. Ist diese nicht genau eruierbar, so kommt meist ein Breitspektrum-Antimykotika zur Anwendung, die gegen mehrere verschiedene Pilzsorten optimal wirkt.

    Bild: © Depositphotos.com / agephotography

  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

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  • Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Viele Patienten mit Morbus Crohn, die einen Tumor im Darm haben oder deren Darm nur unzureichend durchblutet wird, leiden nicht selten unter dem sogenannten Kurzdarmsyndrom. Auch wer eine Thrombose hatte oder mit der Verengung eines Blutgefäßes lebt, der muss damit rechnen, dass dieses unangenehme Syndrom auftritt. Wer ein Kurzdarmsyndrom hat, der geht unter Umständen einen langen Leidensweg, denn das Kurzdarmsyndrom kann das Leben komplett auf den Kopf stellen. Aber nicht nur für Erwachsene kann das Syndrom sehr gefährlich werden, auch Kinder, die mit dem Defekt geboren werden, können nicht so aufwachsen wie gesunde Kinder.

    Was ist ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn die Diagnose Kurzdarmsyndrom fällt, dann handelt es sich immer um einen Verlust eines Darmabschnitts, und das hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernährung, sondern auch auf den normalen Alltag. Patienten mit einem Kurzdarmsyndrom leiden unter schweren Durchfällen, unter einem drastischen Verlust ihres Gewichts und auch Mangelerscheinungen sind bei diesem Syndrom keine Seltenheit. Bei einem strukturellen Kurzdarmsyndrom wurden Teile des Darms durch eine Operation entfernt, was bei Tumoren und auch bei Morbus Crohn der Fall ist.

    Handelt es sich aber um ein funktionelles Kurzdarmsyndrom, dann ist der Darm geschädigt und kann nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Das ist häufig der Fall, wenn es zuvor zu einer Bestrahlung gekommen ist, wie zum Beispiel bei einer Krebserkrankung.

    Welche Folgen hat ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn der Darm nicht mehr richtig arbeiten kann, dann führt das zu einer verminderten Nahrungsaufnahme und in der Folge auch zu Mangelerscheinungen. So bekommt der Körper nicht mehr genügend Mineralstoffe und wichtige Nährstoffe, es fehlt an Eisen, an Folsäure und auch an Kalzium, Magnesium und an Vitamin B12. Außerdem wird bei einem Kurzdarmsyndrom vermehrt Gallensäure produziert, was wiederum für Gallensteine sorgt und die Fettverdauung beeinträchtigt.

    Die Nahrung bleibt nicht mehr so lange im Darm und es wird nicht mehr ausreichend Wasser resorbiert, was wieder für einen flüssigen Stuhlgang sorgt. Wenn es zur teilweisen Entfernung des Dickdarms kommt, dann werden vermehrt Wasser und Salze ausgeschieden, was wieder zu schweren Durchfällen führt.

    Wie wird das Kurzdarmsyndrom behandelt?

    Darmverluste von nicht mehr als 50 cm in der Länge werden von den Betroffenen in der Regel gut kompensiert, erst wenn mehr als die Hälfte des Dünndarms fehlt, dann werden die Beschwerden massiv. Je nachdem, wie stark der Darm beschädigt ist oder wie viel von ihm fehlt, müssen die Patienten in regelmäßigen Abständen mit Infusionen behandelt werden, die den Mangel an Nährstoffen und Mineralstoffen wieder ausgleichen und eine Austrocknung des Körpers verhindern. Eine wichtige Rolle spielt die Umstellung der Ernährung, denn die Patienten müssen sich, was die tägliche Ernährung angeht, auf die verminderte Funktion des Darms einstellen.

    In schweren Fällen erfolgt die Ernährung auch über einen parenteralen Katheter, wie zum Beispiel einen Port oder auch einen Hickman-Katheter. Diese beiden Katheterformen bergen aber immer das große Risiko einer Infektion, und deshalb sollte die parenterale Ernährung nur so lange wie es wirklich nötig ist, aber so kurz wie möglich durchgeführt werden. Es gibt auch einige Medikamente, die die Symptome lindern können, wie beispielsweise Omeprazol oder auch Pantoprazol. Helfen kann auch das künstlich hergestellte Hormon Teduglutid, das die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen im Darm fördert. Das Hormon gibt es allerdings nicht in Tablettenform, es muss vielmehr jeden Tag durch das Unterfettgewebe der Haut gespritzt werden. Patienten, denen mehr als die Hälfte des Darms fehlt und die unter schweren Beschwerden leiden, müssen nach einem gewissen Zeitraum künstlich ernährt werden.

    Das Kurzdarmsyndrom ist sehr individuell und die Schwere der Erkrankung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Junge Menschen und vor allem auch Kinder kommen mit der Verkürzung des Darms im Allgemeinen sehr viel besser zurecht als ältere Menschen, denn sie passen sich der veränderten Situation schneller an.

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