Schlagwort: Körper

  • Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Nach einer neuen Studie sind immer mehr Frauen, die die 50 hinter sich gelassen haben, bereit, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Sie haben erkannt, dass jedes Kilo mehr auf den Hüften das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen kann und dass Zähneputzen die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, deutlich senken kann. Woher kommt dieser neue Gesundheitstrend? Vielleicht, weil Frauen mit 50 sich heute fühlen wie mit 30, vielleicht aber auch, weil sie im Schnitt rund fünf Jahre länger leben als die Herren der Schöpfung. Frauen achten mehr auf ihre Gesundheit und sie sind auch bereit, in eine gesunde Lebensform zu investieren.

    Die Zahlen steigen

    In Deutschland werden Frauen im Durchschnitt 83 Jahre alt, Männer sterben hingegen schon mit 78 Jahren. Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Frauen, die über 50 Jahre alt sind, immer weiter an. In diesem Alter fangen besonders Frauen an, auf ihren Körper zu hören, denn die Menopause setzt ein und im Bekanntenkreis gibt die eine oder andere Freundin, die schon mit Krebs zu tun hatte. Frauen wird in der Mitte des Lebens bewusst, dass es Zeit wird, sich nicht mehr nur um die Familie und den Mann zu kümmern, sie möchten mehr an sich und ihre Gesundheit denken.

    Können wir 200 Jahre alt werden?

    Nicht nur Frauen können heute sehr alt werden. Forscher sind sich einig, dass es aus medizinischer Sicht kein Problem mehr darstellt, 200 Jahre alt zu werden. In Indonesien soll eine Frau gestorben sein, die angeblich 157 Jahre alt war, und in diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage: Warum ist das Leben immer noch limitiert? Das Leben birgt viele Risiken und das gilt besonders für Frauen um die 50. Sie leiden öfter unter Herz-/Kreislauferkrankungen, sie haben nicht selten Übergewicht und zu wenig Bewegung. Dazu kommen die großen Risikofaktoren wie Nikotin und Alkohol, aber auch Tabletten stellen für Frauen eine größere Suchtgefahr dar als für Männer. Zu wenig Schlaf und eine schlechte Bildung sorgen ebenfalls dafür, dass Frauen zumindest heute noch nicht in der Lage sind, ihren 200. Geburtstag zu feiern.

    Warum lohnt es sich, in die Gesundheit zu investieren?

    Frauen, die mit über 50 Jahren noch gesund, fit und begehrenswert sein wollen, müssen ein wenig investieren, aber die Geldanlage lohnt sich auf jeden Fall. Experten raten Frauen mit 50, sich mehr zu bewegen und mindestens vier Stunden pro Woche vielleicht in einem Fitnessstudio sportlich aktiv zu sein. Wer möchte, der sollte sich ruhig ein wenig Luxus gönnen, zum Beispiel durch einen persönlichen Trainer. Der Body-Mass-Index sollte nach Möglichkeit nicht über die magische Grenze von 25 steigen, denn ist der BMI über 30, dann wird es für die Gesundheit gefährlich.

    Auch die richtige Ernährung ist eine gute Basis, um ein hohes Alter zu erreichen. Besonders für Frauen um die 50 gilt: Sie sollten sich so gesund wie eben möglich ernähren, ideal ist eine Ernährung, die auf der mediterranen Küche basiert. Viel Fisch, wenig Fleisch, viel Gemüse, frisches Obst und nur erstklassiges Olivenöl sollten bei den Damen im mittleren Alter auf der Speisekarte stehen. Auch Geflügel sollte unbedingt ein fester Bestandteil der Ernährung sein, denn Geflügel ist eine hervorragende Quelle, wenn es um natürliches Eiweiß geht. Wöchentlich sollten zudem 30 Gramm Nüsse gegessen werden, denn Nüsse sind mehr als nur ein leckerer Snack, sie sind sehr gesund. Die aktuelle Studie aus Spanien hat ergeben, dass Frauen, die sich gesund ernähren, ihre Lebenserwartung um satte 30 % steigern können. Auch ausreichend Schlaf ist für Frauen, die die 50 überschritten haben, mehr als wichtig, denn neun Stunden Schlaf sind gesund und ein bewährtes Mittel gegen Falten.

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  • TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    Immer mehr Menschen suchen nach einer Alternative zur modernen, technisch hochgerüsteten Apparatemedizin und immer öfter fällt dabei die Wahl auf die traditionelle chinesische Medizin, kurz auch TCM genannt. Auch wenn es den Begriff traditionelle chinesische Medizin erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, die Verfahren, Behandlungen und Therapien gibt es bereits seit Jahrhunderten. Die Chinesen nennen die TCM auch die Fünf-Elemente-Lehre und sie begründet sich auf die Lehren des Konfuzius. Heute ist TCM auch im Westen sehr populär, zu den bekanntesten Behandlungsformen gehört die Akupunktur. Die traditionelle chinesische Medizin hat aber noch mehr zu bieten.

    Was beinhaltet die traditionelle chinesische Medizin?

    TCM ist ein eigenständiges und sehr komplexes medizinisches System mit Diagnose- und mit Therapieverfahren. Die klassische Schulmedizin und TCM müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen, sie können sich vielmehr ergänzen. Schwere chronische Erkrankungen und auch Krankheiten wie Krebs müssen mithilfe der modernen Schulmedizin behandelt werden, aber wenn es zum Beispiel darum geht, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu minimieren, dann ist die traditionelle chinesische Medizin eine große Hilfe. Auch von vielen Ärzten wird TCM heute als eine sinnvolle Ergänzung betrachtet, die bei vielen Leiden helfen kann. Zum Einsatz kommt TCM unter anderem bei:

    • Rheumatischen Beschwerden
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • Schmerzen nach Amputationen
    • Ischias und Hexenschuss
    • Muskelverspannungen
    • Erkältungen, Bronchitis und Asthma
    • Magenschleimhautentzündung
    • Niedrigem Blutdruck
    • Menstruationsbeschwerden
    • Allergien wie Heuschnupfen
    • Schlafstörungen
    • Blasenentzündungen

    Selbst Unfruchtbarkeit, Schuppenflechte oder Neurodermitis können mit den Methoden der traditionellen chinesischen Medizin erfolgreich behandelt werden.

    Wie funktioniert TCM?

    Die traditionelle chinesische Medizin funktioniert im Grunde nach einem sehr einfachen Prinzip: Sie hilft dem Körper dabei, sich selbst zu heilen. Durch gezielte Reize werden die natürlichen Heilkräfte praktisch geweckt und dann gestärkt. Von der klassischen Schulmedizin unterschiedet sich TCM in einigen Punkten. So wird immer der Körper als Ganzes gesehen und die Therapien zielen darauf ab, Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das passiert zum Beispiel durch Yin und Yang, aber auch durch Qi, die Lebensenergie. Wenn eine der Kräfte ungleich stärker oder schwächer wird, dann kann durch TCM das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

    Die Diagnose wird in der traditionellen chinesischen Medizin mit der Hilfe von vier Methoden gestellt.

    1. Die Befragung
    2. Die Betrachtung
    3. Das Hören und Riechen
    4. Das Betasten

    Wie in der Schulmedizin, so beruht auch die traditionelle chinesische Medizin auf einer gründlichen Anamnese und wenn es sich nicht um schwerwiegende Erkrankungen handelt, dann kann auch die Behandlung mit TCM durchgeführt werden.

    Die Medizin der Gegensätze

    Balance und Ausgeglichenheit sind die Eckpfeiler der traditionellen chinesischen Medizin. Wer friert, der wird mit Wärme behandelt, wer schwitzt, mit Kälte. Ist der Körper schwach, dann wird er angeregt, ist er aber überaktiv, dann wird er beruhigt. Eine wichtige Rolle nimmt die Therapie mit traditionellen Arzneimittel ein. Die Grundlagen dieser Arzneimittel sind immer natürlichen Ursprungs und können sowohl tierisch als auch pflanzlich sein. Verschiedene Stoffe, die sich aber ergänzen, werden gemischt und dann zum Beispiel als Tee aufgebrüht und getrunken. Alle Tees, die Verwendung finden, werden zunächst in kaltes klares Wasser gegeben, dann zweimal aufgekocht und schließlich abgegossen.

    Auch die äußere Anwendung von Hilfsmitteln ist in der TCM ein wichtiger Bestandteil. Akupunktur ist eine der bekanntesten Therapieformen, die auch in der Schulmedizin ihren Platz gefunden hat. Jeder Mensch hat bestimmte Akupunkturpunkte und über diese Punkte können mit der Hilfe von Nadeln der Organismus, aber auch einzelne Organe beeinflusst werden. Verstärkt wird die Akupunktur durch das Abbrennen der sogenannten Moxa-Wolle, die an den Nadeln abgebrannt wird. Die erhitzten Nadeln werden unter anderem bei kalten Füßen oder Händen eingesetzt. Auch wenn es um eine Narkose geht, dann ist Akupunktur heute ein bewährtes Mittel und macht so manches Narkotikum überflüssig.

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  • Tinnitus – wenn der Stress auf die Ohren schlägt

    Tinnitus – wenn der Stress auf die Ohren schlägt

    Ein Piepen, Summen oder auch ein permanentes Rauschen im Ohr ist nicht nur störend, es kann für die Betroffenen auch zur Qual werden. Tinnitus heißen diese Symptome, die auch unter dem Oberbegriff Ohrensausen zusammen gefasst werden. Ein Tinnitus ist wie ein Schmerz, er tritt plötzlich und wie aus dem Nichts auf und er kann viele verschiedene Ursachen haben. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom, aber es kann sehr schnell sehr lästig werden und ist in den meisten Fällen das erste Anzeichen für eine Erkrankung.

    Immer wieder anders

    Ein Tinnitus wird von jedem Betroffenen auf eine andere Art wahrgenommen. Für die einen klingt es wie das stetige Surren einer Mücke, andere vergleichen ihre Ohrgeräusche mit dem Rattern eines Zuges und wieder andere fühlen sich an das Kreischen eines Zahnarztbohrers erinnert. Ein Tinnitus kann gleichmäßig und intensiv sein, aber auch in einem bestimmten Rhythmus an- wieder abschwellen. Nervig ist ein Tinnitus aber immer und fast jeder hat diese Geräusche, die aus dem Inneren des Ohres kommen, schon einmal vernommen. Meist bleibt das Ohrensausen nicht lange und verschwindet wieder, bei einigen Betroffenen wird es aber zum Dauerzustand. Immer wenn das der Fall ist, dann kann sich hinter dem an sich harmlosen Tinnitus eine Krankheit verbergen.

    Wenn das Hörvermögen gestört ist

    Der Ohrenarzt versteht unter einem Tinnitus ein gestörtes Hörvermögen und spricht in diesem Zusammenhang von einem subjektiven Tinnitus. Das Piepen und Surren im Ohr ist keine Einbildung, aber das man die Töne hören kann, das liegt an einer Täuschung des Ohrs. Anders sieht das bei einem objektiven Tinnitus aus, denn in diesem Fall lassen sich die Geräusche im Ohr mit einem speziellen Untersuchungsgerät feststellen. Bei einem subjektiven Tinnitus ist das Innenohr für die Geräusche verantwortlich, und die Ursache kann unter anderem eine Gefäßveränderung sein.

    Neben dem subjektiven und dem objektiven Tinnitus gibt es noch zwei weitere Formen, den akuten und den chronischen Tinnitus. Akut ist der Tinnitus immer dann, wenn er weniger als drei Monate anhält, in der chronischen Form ist er länger als drei Monate vorhanden. Ein akuter Tinnitus verschwindet meistens spontan wieder, was bei einem chronischen Verlauf gar nicht oder nur sehr selten der Fall ist.

    Die Schweregrade des Tinnitus

    Ohrenärzte teilen den Tinnitus in unterschiedliche Schweregrade ein. Beim ersten Grad ist der Tinnitus gut kompensiert und wird vom Betroffenen nicht als Störung wahrgenommen. Beim zweiten Grad ist der Tinnitus weitgehend kompensiert und wird nur bei Stille wahrgenommen. Kommt der Betroffene unter Stress oder befindet sich in einer belastenden Situation, dann ist der Tinnitus störend. Ein Tinnitus des dritten Grades stellt eine Belastung dar, und zwar im beruflichen wie auch im privaten Leben und das Ohrgeräusch hat emotionale wie auch körperliche Beschwerden zur Folge. Die Patienten leiden zum Beispiel unter massiven Schlafstörungen, sie haben Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und sie fühlen sich hilflos. In der Folge kann es zu Ängsten und auch zu Depressionen kommen.

    Die Lebensqualität ist gestört

    Betroffene, die unter einem Grad drei oder vier des Tinnitus leiden, haben nicht selten einen hohen Leidensdruck und fühlen sich in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Wenn das der Fall ist, dann wird aus den Symptomen des Tinnitus eine Krankheit, mit Folgen für den Körper und auch für die Seele. Zu den körperlichen Beschwerden gehören eine latente Müdigkeit, Herz- und Kreislaufbeschwerden, sexuelle Störungen, Beschwerden im Magen- und Darmbereich, auch Schmerzen und Erschöpfungszustände sind keine Seltenheit.

    Dazu kommen emotionale Störungen wie Konzentrationsschwäche und das Gefühl, langsam aber sicher die Kontrolle zu verlieren sowie ein Gefühl der Hilflosigkeit, und auch depressive Stimmungen und der Verlust des Selbstwertgefühls können die Folgen eines Tinnitus sein. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Hilfe, aber eine Psychotherapie kann Linderung bringen.

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  • Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Alkohol ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Getrunken wird überall und zu jedem erdenklichen Anlass, aber viele haben sich auch daran gewöhnt, am Abend das eine oder andere Glas Wein oder Glas Bier zu trinken. Die Grenzen zwischen dem reinen Genusstrinken und der Sucht nach Alkohol ist fließend, denn es gibt keinen Punkt an dem feststeht, dass jemand zum Alkoholiker geworden ist. Wenn die Sucht nach Alkohol aber die Oberhand gewinnt, dann steht den Betroffenen ein sehr langer Leidensweg bevor, denn vom Alkohol loszukommen ist ein langer schmerzhafter Prozess, der nicht selten mit einem Rückschlag endet. Jetzt gibt es ein Medikament, was das Bedürfnis nach Alkohol vermindern soll und dieses Mittel wurde vor wenigen Tagen im Rahmen eines Vortrags offiziell vorgestellt.

    Neue Hoffnung

    In Deutschland sind geschätzt 1,3 Millionen Menschen vom Alkohol abhängig. Auch wenn jeder Alkoholkranke weiß, dass seine Sucht lebensgefährlich sein kann, die Hürde, ganz auf Alkohol zu verzichten, ist nicht so leicht zu nehmen. Eine neue Hoffnung wurde jetzt an der medizinischen Fakultät der Universität Marburg vorgestellt und diese Hoffnung trägt den Namen Nalmefen. Nalmefen ist ein neues Medikament, das einem Alkoholkranken effektiv dabei helfen kann, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken, um so eine Chance zu bekommen, ganz mit dem Trinken aufzuhören.

    Gedacht ist das Medikament für alle diejenigen, die einen starken Alkoholkonsum haben, denn mit der Einnahme von Nalmefen wird das Bedürfnis Alkohol zu trinken, deutlich gesenkt. Nalmefen hat aber keine berauschende Wirkung und darin sehen Kritiker das größte Problem. Eingenommen werden soll das Mittel immer dann, wenn die Betroffenen das starke Bedürfnis haben zu trinken, idealerweise zwei Stunden vor dem Alkoholkonsum. Wurde bereits getrunken, dann sollte das Mittel so schnell wie möglich eingenommen werden. Allerdings liegt die höchste Dosierung bei nur einer Tablette pro Tag und es ist wichtig, dass ein Arzt die Behandlung begleitet und den Patienten regelmäßig untersucht.

    Erfolgreiche Studien

    Auch wenn die Studien vor der Zulassung von Nalmefen sehr erfolgreich waren, sie haben trotzdem gezeigt, dass es nicht ausreicht, eine Tablette zu nehmen, die Betroffenen müssen auch die entsprechende Motivation mitbringen, ihre Alkoholsucht besiegen zu wollen. Deutlich wurde das vor allem, weil bei der entsprechenden Studie neben dem neuen Medikament auch Placebos verabreicht wurden. Alle diejenigen, die im Rahmen der Studie Placebos bekommen haben, verspürten ebenfalls keine Lust mehr darauf zu trinken, einfach nur, weil sie bereit waren, keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen.

    Eine andere Studie, in der ausschließlich Nalmefen gegeben wurde, zeigte schon deutlich erfolgreichere Ergebnisse. Bei den 2.000 Probanden, die an der Studie teilgenommen haben und die im Durchschnitt jeden Tag bis zu anderthalb Flaschen Wein konsumiert haben, wurde der Alkoholkonsum unter der Einnahme von Nalmefen in sechs Monaten um 60 % gesenkt. Die Probanden haben also nur noch eine halbe Flasche pro Tag getrunken.

    Der Kopf entscheidet

    Wie alle Süchte, so ist auch die Sucht nach Alkohol eine Kopfsache. Wer mental bereit ist, keinen Alkohol mehr zu trinken, der wird seine Sucht schneller besiegen können. Viele, die über einen langen Zeitraum viel Alkohol trinken, wollen nicht von einer zur anderen Minute aufhören, denn sie fürchten sich vor den körperlichen Entzugserscheinungen. Experten empfehlen diesen Patienten, unbedingt unter ärztlicher Aufsicht einen körperlichen Entzug zu machen, bevor eine Therapie mit Nalmefen beginnen kann.

    Ob das neue Medikament schwere Alkoholiker heilen kann, das darf bezweifelt werden, aber es kann auf dem Weg zum trockenen Alkoholiker eine Art Stütze sein, denn mit jeder Tablette sinkt die Lust, Alkohol zu trinken. Alkoholsucht ist eine Krankheit und Nalmefen ein Medikament, das den Kranken Hoffnung gibt und sie in ihrem Vorhaben unterstützt, dem Alkohol eines Tages komplett und für immer zu entsagen.

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  • Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Mit einem Gürtel und einer Rose hat die Gürtelrose nur sehr entfernt zu tun. Ihren Namen verdankt die Virusinfektion den Anzeichen auf der Haut, und zwar auf der Körperpartie, wo normalerweise der Gürtel sitzt, und weil der Ausschlag mit ein wenig Fantasie an eine Rose erinnert. Eine Gürtelrose wird durch ein Virus, das sogenannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, sie ist sehr schmerzhaft, aber sie lässt sich heute gut behandeln. Es gibt einige Therapien, die dafür sorgen, dass die Beschwerden gelindert werden und die Heilung beschleunigt wird.

    Welche Symptome hat eine Gürtelrose?

    Ärzte nennen die Gürtelrose etwas salopp auch Herpes Zoster. Zu den ersten Symptomen gehört ein Hautausschlag, auf dem sich kleine Bläschen bilden und der sich zunächst streifenförmig in Höhe der Hüfte zeigt. Der Grund für den Ausschlag ist in den Nervenbahnen zu finden, in die sich der Virus einnistet, und nicht selten ist es der gleiche Virus, der auch die Windpocken auslöst. Wer als Kind die Windpocken hatte, der wird die äußeren Symptome schnell wieder los, aber der Virus bleibt im Körper. Im Alter, wenn das Immunsystem nicht mehr so sicher und gut funktioniert, dann kann es ein, dass der Virus wieder zum Leben erwacht und dann eine Gürtelrose auslöst.

    Trifft die Gürtelrose einen älteren Menschen, dann löst sie in der Regel starke Schmerzen aus und die Beschwerden können lange andauern. Für die Heilung ist es von entscheidender Bedeutung, wie früh die Gürtelrose erkannt wird. Wird sie früh diagnostiziert, dann kann die entsprechende Behandlung schnell eingeleitet werden und die Krankheit ebenso schnell auch ausheilen.

    Welche Therapien gibt es?

    Treten die typischen Symptome auf, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen bekommen die Patienten dann Medikamente, die die Schmerzen lindern und eine Creme, die verhindert, dass sich die Viren weiter ausbreiten können. Mit der richtigen Therapie verschwinden die Bläschen, die die Schmerzen verursachen, recht schnell wieder und der Ausbruch der Gürtelrose wird abgebremst.

    Wichtig ist aber, dass die Betroffenen spätestens zwei bis maximal drei Tage, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, zu einem Arzt gehen. Patienten, die noch keine 50 Jahre alt sind, bekommen in der Regel eine leichte Form der Gürtelrose, die sehr gut mit einer antiviralen Therapie behandelt werden kann. Bei älteren Menschen reicht diese Therapie oftmals nicht aus, und der Arzt wird versuchen, mit Infusionen zu helfen.

    Wie gefährlich ist eine Gürtelrose?

    In sehr seltenen Fällen entwickelt sich eine Gürtelrose zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Immer dann, wenn die Nerven im Gehirn betroffen sind, dann kann es passieren, dass das Auge oder das Ohr betroffen sind. Wenn die Regenbogenhaut oder die Hornhaut des Auges betroffen sind, dann kann es zu Sehstörung und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung kommen. Eine Gürtelrose, die aufs Ohr schlägt, kann eine Gesichtslähmung zur Folge haben.

    Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Immunschwäche leiden, wie das zum Beispiel bei HIV Patienten der Fall ist, betrifft die Gürtelrose nicht nur die Haut, sie kann auch die inneren Organe angreifen und dann wird die Krankheit lebensbedrohlich. Sehr selten kann sich aus einer Gürtelrose auch eine Hirnhautentzündung entwickeln. Eine Gürtelrose tritt meist nur einmalig auf und ist, wenn die Behandlung anschlägt, nach vier Wochen ausgeheilt.

    Kann man vorbeugen?

    Um erst gar nicht an einer Gürtelrose zu erkranken, gibt es einige präventive Maßnahmen. Dazu gehört das Vermeiden von Stress und auch zu viele Sonnenbäder sind schädlich, denn die Wärme auf der Haut kann den Virus aktivieren und die Gürtelrose bricht aus. Wer als Kind gegen die Windpocken geimpft wurde, ist leider nicht immun, aber wenn es zu einer Gürtelrose kommt, dann ist ein Ausbruch seltener und weniger schwer als bei denjenigen, die nicht geimpft wurden.

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  • Müssen Babys unbedingt gestillt werden?

    Müssen Babys unbedingt gestillt werden?

    Rund 90 % der werdenden Mütter haben die Absicht nach der Geburt zu stillen, denn schließlich ist Stillen die gesündeste, einfachste, preiswerteste und bequemste Art, um das Baby sattzubekommen. Kinderärzte und Hebammen unterstützen das Ziel der Mütter die Kinder zu stillen und empfehlen eine Stillzeit von mindestens einem halben Jahr. Aber nicht immer klappt es auch mit dem Stillen und nicht jede Mutter ist bereit, ihrem Kind die Brust zu geben. Diese Mütter werden schnell als Rabenmütter bezeichnet, aber das wäre zu voreilig, denn es gibt Gründe, die gegen das Stillen sprechen.

    Eine interessante Studie

    Eine neue Studie zum Thema Stillen bringt interessante Zahlen. Von 28.000 befragten Frauen war knapp ein Viertel, rund 23 % der Meinung, dass eine gute Mutter ihr Kind stillt, so lange es eben geht. Über die Hälfte (50,5 %) der werdenden Mütter, die für die Studie befragt wurden, waren der Ansicht, dass jede frisch gebackene Mutter es wenigstens mal versuchen sollte und 5 % möchten ihren Nachwuchs sogar ein ganzes Jahr lang stillen. 6 % lehnen das Stillen komplett ab.

    Diese 6 % der werdenden Mütter, die sich gegen das Stillen entschieden haben, gelten als Rabenmütter, als kalte und gefühllose Mütter, die ihre Kinder nicht lieben. Viele Frauen, die ihren Kindern statt der Brust die Flasche geben, müssen mit Vorurteilen, bösen Kommentaren und abschätzigen Blicken rechnen, besonders von den Müttern, die Stillen zur Weltanschauung erklärt haben. Schnell wird auf diese Weise Druck aufgebaut, besonders bei den Müttern, die sich noch nicht sicher sind, ob sie stillen sollen oder nicht. Dabei hat jede Frau das Recht selbst zu entscheiden, ob sie ihrem Kind die Brust geben soll. Alle Frauen, die der Meinung sind, dass das Stillen nicht gut für sie ist, sollten es lassen, denn wenn es der Mutter nicht gut geht, dann fühlt sich auch das Kind nicht wohl.

    Warum wollen Frauen nicht stillen?

    Die meisten Frauen, die sich gegen das Stillen entscheiden, begründen das mit dem Wunsch, körperlich unabhängig zu bleiben. Sie fürchten nur noch für das Kind da sein zu müssen und haben nicht selten Angst, dass eine zu tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht, und der Vater dabei zu kurz kommt. Auch Änderungen im Essverhalten möchten viele Frauen nicht, denn sie haben bereits in den vergangenen neun Monaten auf vieles verzichten müssen und möchten jetzt wieder tun und lassen können, was sie gerne möchten.

    Aber auch Frauen, die so schnell wie möglich wieder in den Beruf einsteigen wollen, entscheiden sich häufig gegen das Stillen, denn sie sind durch den Beruf nicht mehr ständig verfügbar. Auch der Aspekt sexuell nicht mehr attraktiv zu sein, ist ein Grund, warum Frauen darauf verzichten, ihre Kinder zu stillen. Diese Argumente klingen auf den ersten Blick egoistisch, aber wie alle anderen Menschen, so haben auch frisch gebackene Mütter das Recht, Prioritäten zu setzen.

    Stillen oder Flasche – was ist gesünder?

    Es gibt vieles was für die Muttermilch spricht, aber die Ersatzmilch, die heute angeboten wird, enthält ebenso viele Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente wie die Muttermilch. Keine Frau muss also ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihrem Kind die Flasche gibt. Trotzdem gibt es Vorteile, die die Muttermilch hat, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Kinder, die gestillt werden, im ersten Lebensjahr nicht so häufig krank werden. Auch dass Kinder, die die Brust bekommen haben, später weniger häufig zu Herz- und Kreislauferkrankungen neigen, ist eine Tatsache und auf Allergien hat das Stillen ebenfalls einen positiven Einfluss. Muttermilch schützt die noch unreife Schleimhaut des Darms und Krankheitserreger haben so keine Chance mehr. Auch für die Mütter hat das Stillen Vorteile, denn es kostet Energie und das hilft dabei, überflüssige Pfunde loszuwerden.

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