Schlagwort: Körper

  • Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Ein kleiner, scheinbar harmloser Auffahrunfall reicht aus, damit es zu einem Schleudertrauma kommt. Viele Autofahrer die in einen Auffahrunfall verwickelt waren, erleiden ein solches Trauma, das die Ärzte als HWS-Syndrom, also als eine Verletzung der Halswirbelsäule bezeichnen. In der Regel müssen die Betroffenen nach einem Unfall und der Diagnose Schleudertrauma eine Art Halskrause tragen, die den oberen Halswirbelsäulenbereich schützen und stützen soll. Für die meisten Unfallopfer ist nach ein paar Wochen alles vergessen, einige leiden aber deutlich länger unter einem Schleudertrauma, und auch ein chronischer Verlauf ist bei dieser Art von Verletzung nicht auszuschließen.

    Die Schweregrade des Schleudertraumas

    Der Arzt teilt ein Schleudertrauma in verschiedene Schweregrade ein. Bei einem Auffahrunfall mit einer eher geringen Geschwindigkeit handelt es sich meist um ein Schleudertrauma mit dem Schweregrad eins oder zwei. Bei diesem Schweregrad verschwinden die Symptome meist nach einer Woche und die Patienten sind wieder komplett beschwerdefrei.

    Anders sieht es bei einem Schweregrad drei aus, denn hier zeigen sich verminderte Reflexe der Muskeln und die Halswirbelsäule ist in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Es kann zu Fehlstellungen und auch zu Frakturen kommen und die Betroffenen sind nicht selten für einen kurzen Zeitraum ohne Bewusstsein. Bei einem Schwergrad vier kommt es zu Frakturen, die nach dem Unfall zum Tod führen können, aber auch Querschnittslähmungen vom Hals abwärts können die Folgen dieses sehr schweren Schleudertraumas sein.

    Die Symptome eines Schleudertraumas

    Wer nach einem Autounfall Kopf- oder Nackenschmerzen bekommt und das Gefühl hat, den Hals nicht mehr richtig drehen zu können, der kann davon ausgehen, ein Schleudertrauma erlitten zu haben. Übelkeit und Schwindel unmittelbar nach einem Unfall gehören ebenfalls zu den Symptomen eines Schleudertraumas. Aber nicht immer macht sich ein Schleudertrauma direkt nach einem Unfall bemerkbar, einige Symptome treten erst Stunden oder sogar Tage nach dem Unfall auf. Es kann zu Konzentrationsstörungen kommen, aber auch zu Problemen mit der Gedächtnisleistung. Schlafstörungen gehören zu den Spätfolgen und auch wenn es zu Beeinträchtigungen beim Seh- und Hörvermögen kommt, dann kann das zu den Symptomen eines erlittenen Schleudertraumas gehören.

    Aber nicht nur körperlich kann sich ein Schleudertrauma bemerkbar machen, die Verletzung zieht auch seelische Folgen wie zum Beispiel Depressionen nach sich.

    Wie wird ein Schleudertrauma behandelt?

    Die berühmte Halskrause ist nur eine Sofortmaßnahme, wenn es zu einem Schleudertrauma gekommen ist. Besteht der Verdacht Schleudertrauma, dann werden die Betroffenen im Krankenhaus zunächst einmal geröntgt. Wenn die Aufnahme keine eindeutige Diagnose zulässt, dann wird entweder ein CT, also eine Computertomografie oder ein MRT, eine Magnetresonanztomographie angeordnet, um schwerere Verletzungen ausschließen zu können. Handelt es sich um ein Schleudertrauma ersten oder zweiten Grades, dann wird die Halswirbelsäule stabilisiert und der Patient bekommt Schmerzmittel verordnet.

    Sind die Beschwerden aber hartnäckig, dann kann der Arzt Krankengymnastik verordnen und auch Chiropraktik ist in diesem Fall sinnvoll. Wenn die Verletzungen ernst sind, die Zerrung stärker ausfällt oder wenn es vielleicht sogar zu einer Fraktur gekommen ist, dann muss eine spezielle Stütze für die Halswirbelsäule getragen werden. So wird der Nacken ruhig gestellt und die Verletzung kann komplett ausheilen. Im schlimmsten Fall muss der Patient aber operiert werden, um die Schäden beheben zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem solch schweren Schleudertrauma kommt, ist jedoch sehr gering.

    Kann es zu Spätfolgen kommen?

    Spätfolgen sind bei einem Schleudertrauma nicht auszuschließen, aber sie sind eher selten. Laut einer Statistik ist das nur bei knapp 3 % der Betroffenen der Fall, die zwei Jahre nach dem Unfall immer noch unter den Folgen des Schleudertraumas zu leiden haben. Einige Unfallopfer klagen auch längere Zeit über Kopfschmerzen und steife Muskeln, selten kommt es aber zu chronischen Kopfschmerzen oder Verspannungen, die länger als ein Jahr nach der Diagnose Schleudertrauma andauern.

    Bild: © Depositphotos.com / HighwayStarz

  • Kinderlähmung – die fast vergessene Krankheit

    Kinderlähmung – die fast vergessene Krankheit

    Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam – mit diesem eindringlichen Slogan wurde in den 1960er und 1970er Jahren für die Polio Impfung geworben. Die Werbung hatte Erfolg, denn zumindest in Deutschland ging die Zahl der Polioinfektionen drastisch zurück. Leider ist das nicht überall so, denn trotz einer effektiven Impfung gibt es heute immer noch weltweit viele Fälle von Kinderlähmung, einer Krankheit, die vielfach unterschätzt wird und die doch so gefährlich ist. Besonders in den Entwicklungsländern und den Ländern der Dritten Welt kommt es immer noch zu Massenerkrankungen und die Weltgesundheitsorganisation WHO hat es sich zum Ziel gesetzt, auch diese Länder gänzlich poliofrei zu machen.

    Was ist Kinderlähmung?

    Kinderlähmung oder Polio ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, bei der die Viren vor allem Teile des Rückenmarks und damit den Bewegungsapparat befallen. Das führt in ungünstigen Fällen zu einer Lähmung oder sogar zum Tod. Übertragen wird Kinderlähmung entweder durch Fäkalien oder oral, also durch die Nahrung. Die Infizierten scheiden die Krankheitserreger durch den Kot aus und die Viren wandern dann bedingt durch mangelnde Hygiene ins Wasser oder aber in die Nahrung, wo sie aufgenommen werden, was dann zur Erkrankung führt.

    Aber nicht jede Infektion mit dem Erreger führt auch zu einer klassischen Kinderlähmung, in 95 % aller Fälle verläuft die Infektion unbemerkt und ohne Folgen. In den restlichen 5 % entwickelt sich aber eine Erkrankung und es hängt immer vom Verlauf der Erkrankung ab, wie heftig der Ausbruch ist. Zu Beginn einer Polio-Infektion gibt es kaum Beschwerden und auch keine nennenswerten Symptome, der Infizierte fühlt sich nach zwei Wochen wieder gesund. Ärzte sprechen von einer abortiven Phase. Wenn aber das zentrale Nervensystem von den Viren befallen wird, dann entsteht eine sogenannte aseptische Kinderlähmung und hier zeigen sich dann die ersten typischen Symptome.

    Welche Symptome gibt es?

    Plötzlich auftretendes sehr hohes Fieber kann ein erstes Anzeichen für eine Polio-Infektion sein. Rückenschmerzen kommen dazu, aber auch Muskelschmerzen und eine hohe Sensibilität gegenüber äußeren Reizen wie zum Beispiel grellem Licht, das in den Augen schmerzt, gehören ebenfalls zu den klassischen Symptomen einer Kinderlähmung. Ein besonders markantes Zeichen ist aber die Nackensteifigkeit, denn der Betroffene kann seinen Nacken nicht mehr bewegen.

    Ist das zentrale Nervensystem betroffen und haben die Viren das Gehirn und das Rückenmark erreicht, dann hinterlässt die Krankheit in den allermeisten Fällen auch bleibende Schäden wie eine schwere Lähmung und nicht selten führt die Kinderlähmung dann auch zum Tod.

    Welche Therapien gegen Kinderlähmung gibt es?

    Die Kinderlähmung kann im klassischen Sinne nicht behandelt werden, alles was getan werden kann, ist den Krankheitsverlauf und die Krankheit selbst zu lindern. Es gibt keine Medikamente gegen Polio und keine Möglichkeit, den Erreger direkt zu bekämpfen. Für die Betroffenen ist es aber wichtig, dass sie das Bett hüten, auch dann, wenn nur ein Verdacht besteht, dass es sich um eine Polio-Infektion handeln könnte. Die Lagerung spielt eine wichtige Rolle, denn die Kranken sollten möglichst so gelagert werden, dass sich die Muskeln entspannen können, um das Risiko einer Lähmung zu minimieren. Krankengymnastik ist hilfreich, um den Körper beweglich zu halten, in schweren Fällen ist auch eine maschinelle Beatmung und damit eine intensive medizinische Behandlung notwendig.

    Kinderlähmung vorbeugen

    Der beste Schutz gegen die Kinderlähmung ist die Impfung, denn nur die Impfung kann verhindern, dass die Krankheit, die bis heute überwiegend Kinder betrifft, nicht ausbrechen kann. Konsequente Massenimpfungen haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass Polio weitgehend ausgerottet werden konnte. Aber es gibt bis heute Risikogebiete wie zum Beispiel Nigeria, Pakistan und auch Afghanistan, in denen die Kinderlähmung in regelmäßigen Abständen immer wieder auftritt. Wer in diese Länder reisen will und nicht gegen Polio geimpft ist, der sollte die Impfung unbedingt nachholen.

    Bild: © Depositphotos.com / creative_eyes

  • Krätze – eine fast vergessene Krankheit

    Krätze – eine fast vergessene Krankheit

    Krätze ist eine Krankheit, die die meisten Menschen mit Armut und Schmutz in Verbindung bringen, also etwas, was es in der heutigen Zeit eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Krätze gibt es aber noch und sogar häufiger, als viele vielleicht annehmen. Scabies, wie die Krätze mit medizinischen Namen heißt, gehört zu den Geschlechtskrankheiten, da sie auch durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Aber auch in Alten- und Pflegeheimen ist die Krätze keine Seltenheit. Überall wo Menschen in engem Kontakt zueinander leben, kann auch Krätze auftreten, denn die Krankheit ist ansteckend, aber sie kann relativ einfach bekämpft werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Bei der Krätze treten die typischen Symptome auf, die man von vielen anderen entzündlichen Hautkrankheiten kennt. Da die Milben die die Krätze auslösen, sich auf der Haut ansiedeln und dort Gänge bohren, wird immer die obere Hautschicht in Mitleidenschaft gezogen. Es sind die weiblichen Milben, die millimeterlange Gänge bohren, um dort ihre Eier abzulegen, die männlichen Tiere bleiben auf der Hautoberfläche. Die Milben bevorzugen Körperstellen, an denen es angenehm warm und wo die Haut besonders dünn ist, und deshalb treten die ersten Symptome auch an den Handgelenken, zwischen den Zehen und Fingern, am Bauchnabel, im Brustbereich, unter den Achseln und im Genitalbereich auf. Nur bei Kindern ist die Krätze auch im Gesicht und an den Handflächen zu sehen.

    Sind die Symptome sichtbar, dann kommt es zu einem starken Juckreiz, vor allen Dingen in der Nacht, wenn der Körper im warmen Bett liegt. Die Haut beginnt schuppig zu werden und es bilden sich kleine Knötchen und Krusten, besonders dort, wo gekratzt wird. In der Folge ist die Haut mit Kratzspuren übersät und es zeigen sich die sogenannten Milbenhügel, die eine rötliche Farbe haben. Die ersten Symptome zeigen sich erst drei bis sechs Wochen nach der Ansteckung.

    Welche Ursachen hat die Krätze?

    Krätze entsteht nur bei engem Körperkontakt und es reicht schon ein trächtiges Weibchen aus, um die Krankheit auszulösen. Auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet, wenn es um eine Ansteckung mit Krätze geht. Menschen, deren Säure-Basenhaushalt nicht im Gleichgewicht ist, gehören ebenso zu den Risikopatienten und wer es mit der Hygiene nicht so genau nimmt, der riskiert einen Milbenbefall, denn Schmutz und Wärme ziehen die Milben praktisch magisch an. Deshalb wird Krätze auch die Krankheit der Armen genannt, denn in früheren Zeiten lebten die Armen eng zusammen und Körperhygiene spielte keine große Rolle.

    Wie wird Krätze behandelt?

    Um die Krätze erfolgreich zu behandeln, kommen spezielle Medikamente zum Einsatz. Zum einen müssen die Milben, die auf und unter der Haut leben, komplett vernichtet werden und zum anderen soll der Juckreiz verschwinden. Ein bewährtes Mittel ist Permethrin, ein künstlich hergestelltes Insektizid, das auf die Haut aufgetragen wird. Es gibt das Mittel in Form von Cremes und Lotionen, und wer die Krätze wieder loswerden möchte, der muss die Creme auf die Haut auftragen und dann acht bis zwölf Stunden einwirken lassen, anschließend wird die Creme gründlich abgewaschen.

    Sollten sich zwei Wochen nach der Behandlung keine Verbesserungen des Hautbildes einstellen oder wenn der Juckreiz in diesem Zeitraum nicht nachlässt, dann muss die Behandlung wiederholt werden. Bei Kindern und schwangeren Frauen darf das Mittel nur in einer begrenzten Dosis zum Einsatz kommen. Eine Alternative stellen Mittel mit den Wirkstoffen Allethrin und Benzylbenzoat dar. Cremes mit diesen Wirkstoffen werden meist dann eingesetzt, wenn eine Behandlung mit Permethrin nicht angeschlagen hat. Die Lotionen mit Allethrin und Benzylbenzoat müssen an drei Tagen nacheinander aufgetragen werden und die Behandlung muss nach einigen Tagen wiederholt werden. Da es zu starken Nebenwirkungen kommen kann, verschreiben die Ärzte Mittel mit den beiden Wirkstoffen nur ungern und auch nur dann, wenn es sich um einen starken Milbenbefall handelt.

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  • Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Noch vor 50 Jahren galt Scharlach als eine sehr gefährliche Infektionskrankheit und wer an Scharlach erkrankte, der musste auf die Isolierstation eines Krankenhauses. Heute ist Scharlach eine Kinderkrankheit, die dank entsprechender Medikamente sehr gut behandelt werden kann, trotzdem haftet Scharlach noch immer der Ruf einer gefährlichen Krankheit an. Scharlach betrifft vor allem Kinder zwischen vier und sieben Jahren, und da die Krankheitserreger per Tröpfchen übertragen werden, also durch anhusten oder niesen, ist eine Ansteckung sehr einfach. Was Scharlach von anderen typischen Kinderkrankheiten unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nach einer Erkrankung keine Immunität gibt, denn wer bereits Scharlach gehabt hat, kann im Laufe seines Lebens immer wieder an Scharlach erkranken.

    Woran erkennt man Scharlach?

    Hat ein Kind sich mit Scharlach infiziert, dann sind die Symptome unverkennbar. Scharlach hat eine relativ kurze Inkubationszeit, denn schon zwei bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen und auch Schluckbeschwerden stellen sich ein. Ein typisches Anzeichen ist ein weißer pelziger Belag auf der Zunge. Nach ca. vier Tagen kommt dann der für Scharlach charakteristische Ausschlag dazu, der sich zuerst in den Achselhöhlen zeigt. Die Lymphdrüsen am Hals schwellen an und an den Kuppen der Finger bilden sich Schuppen, im Verlauf der Krankheit löst sich dann an den Fingern die Haut ab.

    Wie wird Scharlach behandelt?

    Im Unterschied zu vielen anderen Kinderkrankheiten gibt es gegen Scharlach keine Schutzimpfung. Ist die Krankheit ausgebrochen, dann kann sie allerdings sehr schnell und auch effektiv mit Antibiotika wie Penicillin behandelt werden. In der Regel müssen die Betroffenen eine Penicillin Kur für die Dauer von zehn Tagen machen. Diese Kur sollte konsequent eingehalten werden, denn sonst kann es passieren, dass es zu Komplikationen kommt. Nach der Antibiotika Kur sollten sich die Betroffenen ausruhen und dem Körper Zeit geben, das Penicillin wieder abzubauen.

    Scharlach bei Erwachsenen

    Auch wenn Scharlach eine klassische Kinderkrankheit ist, können sich auch Erwachsene anstecken. Wenn Erwachsene sich mit Scharlach infizieren, dann sind immer Streptokokken-Bakterien daran schuld, die sich bevorzugt im Rachenraum einnisten. Einer Studie zufolge können bei jedem zehnten Erwachsenen diese Bakterien nachgewiesen werden, aber ohne dass die Krankheit auch tatsächlich zum Ausbruch kommt. Bricht der Scharlach aber aus, dann kann das für erwachsene Menschen schwerwiegende Folgen haben.

    Auch bei Erwachsenen zeigen sich Symptome, die sich aber von den Symptomen bei Kindern unterscheiden. Auf der Zunge zeigt sich zunächst ein weißer Belag, der sich dann aber himbeerrot färbt. Der Ausschlag im Gesicht ist deutlich ausgeprägter als bei Kindern und da das Dreieck zwischen Mund und Kinn nicht vom Ausschlag befallen ist, spricht man von einem sogenannten Milchbart. Fieber, starke Kopfschmerzen und auch Schüttelfrost und Erbrechen gehören bei Erwachsenen die an Scharlach erkranken, ebenfalls zum Krankheitsbild.

    Welche Komplikationen und mögliche Spätfolgen gibt es?

    Erkranken Erwachsene an Scharlach, dann ist das Risiko für Komplikationen und Spätfolgen besonders groß. So kann unter anderem nach vier bis fünf Wochen ein rheumatisches Fieber auftreten und es besteht die Gefahr einer Nierenentzündung. Besonders riskant wird es, wenn schwangere Frauen an Scharlach erkranken, denn dann besteht Gefahr für Mutter und Kind. Gegen Scharlach gibt es auch Hausmittel, die allerdings nicht helfen, sondern im Gegenteil, die Krankheit noch gefährlicher machen. Wenn sich die ersten eindeutigen Symptome zeigen, dann sollte man sofort zu einem Arzt gehen, der einen Schnelltest macht und dann Antibiotika verschreiben wird.

    Theoretisch sind Erwachsene nach einer überstandenen Scharlachinfektion immun gegen die Krankheit, aber das ist immer nur dann der Fall, wenn es sich um den Streptokokken Erreger handelt, der den Scharlach ausgelöst hat. Kommt ein anderer Bakterienstamm ins Spiel, dann ist die Immunität hinfällig und es kann passieren, dass man ein zweites oder sogar ein drittes Mal an Scharlach erkrankt.

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  • Was hilft gegen Mücken?

    Was hilft gegen Mücken?

    Immer wenn das Thermometer steigt, dann kommen sie, um ihre wehrlosen Opfer zu plagen – Mücken. Mücken gehören zum Sommer wie der Sonnenschein und das Eis, und wer anfällig für die Stiche der kleinen Blutsauger ist, der denkt jetzt schon mit Schrecken an den Sommer und die Mücken, die er mit sich bringt. Mücken sind einfach nur lästig. Sie brummen und surren durchs Schlafzimmer und am Abend auch über die Terrasse und ihre Stiche jucken sehr, sehr lange. Nur mit Schlagen und Fuchteln ist Mücken leider nicht beizukommen, es müssen schon schwerere Geschütze aufgefahren werden. Aber was hilft effektiv gegen die Plagegeister aus der Insektenwelt?

    Auf den Duft kommt es an

    Um Mücken zu vertreiben, kommt es auf den passenden Duft an, denn Mücken haben ihre Eigenheiten und können nicht alles gut riechen. Sprays, Lotionen und auch Cremes können sehr hilfreich sein, wenn sie den richtigen Duft haben. Wer zum Beispiel auf der Terrasse den lauen Sommerabend genießen will, der ist gut beraten, eine Duftkerze mit ätherischen Ölen wie Zitrone oder Eukalyptus anzuzünden, und bevor es ins Bett geht, sollte man den Körper einreiben. Mittel mit dem Duftstoff DEET können Mücken überhaupt nicht leiden. Mittel, die zu 30 % DEET enthalten, schützen bis zu fünf Stunden vor den Stichen der Mücke und es werden bis zu 95 % der Mückenstiche effektiv verhindert.

    Die richtige Kleidung kann gegen Mücken helfen

    Mücken stehen aber nicht nur auf den richtigen Duft, sie lassen sich auch von der Farbe der Kleidung beeindrucken. Es gibt Mücken, die mögen Kleidung in Dunkelblau oder Schwarz, aber die meisten dieser lästigen Insekten können mit heller Kleidung wenig anfangen. Auch wer zu eng anliegende Kleidung trägt, der spielt mit der Gefahr, von einer Mücke gestochen zu werden. Liegen die Bluse und das Hemd nicht so eng am Körper, dann stechen die Mücken ins Leere, aber auch weil man in lockerer Kleidung weniger schwitzt, ist sie empfehlenswert, denn der Geruch von Schweiß zieht Mücken magisch an.

    Hilft es, Netze aufzuspannen?

    Wer schon mal in den Tropen war, der weiß, wie gefräßig die Mücken dort sind und wie effektiv Netze über dem Bett sein können. Es gibt heute Moskitonetze in allen Größen, die man mit wenigen Handgriffen über das Bett spannen kann. Auch Netze vor den Fenstern sind eine gute Idee, damit die Mücken erst gar nicht mehr den Weg ins Haus finden. Auch wenn die Mücken in Deutschland keine gefährlichen Krankheiten wie zum Beispiel das Denguefieber oder Malaria übertragen können, es ist keine schlechte Idee Netze zu kaufen, die mit einem Insektizid wie beispielsweise Pyrethroiden imprägniert sind, denn dann verirren sich garantiert keine Mücken mehr ins Schlafzimmer. Wer in der freien Natur übernachtet, der sollte auf diese speziellen Netze nie verzichten, denn sie schützen nicht nur vor Mücken, sie sind auch ein sehr wirksames Mittel gegen Zecken, die bekanntlich sehr gefährlich werden können.

    Wie wirksam sind elektrische Mückenvernichter?

    Viele, die jeden Sommer von Mücken gepeinigt werden, versuchen ihr Glück mit UV-Lampen oder ähnlichen Geräten, die die Mücken vertreiben sollen. Die Wirksamkeit dieser Mittel ist allerdings sehr begrenzt und sie hilft nicht dabei, die Mückenpopulation zu verringern, und auch das Stechen lassen die Mücken nicht, nur weil im Schlafzimmer oder im Garten eine Lampe mit blauem Licht steht.

    Wenn es an dieser Stelle vielleicht für einige sehr komisch klingt, aber die Population der Mücken sollte gar nicht verringert werden. Die Eier und die Larven der kleinen schwirrenden und so lästigen Insekten sind für viele andere Tiere nämlich eine gute Nahrungsquelle und somit ein sehr wichtiges Glied in der Nahrungskette. Wer gestochen wird, der kann nur eines tun, und zwar den Mückenstich gut kühlen.

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  • Wie gefährlich ist Eisenmangel?

    Wie gefährlich ist Eisenmangel?

    Immer müde, schlecht konzentriert und ohne Appetit? Alle, die diese Symptome haben, sollten durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie vielleicht unter Eisenmangel leiden. Der Mangel an Eisen hat vielfältige Symptome und gehört zu den am häufigsten auftretenden Mangelerscheinungen weltweit, denn von Eisenmangel sind rund zwei Milliarden Menschen überall auf der Welt betroffen. Wer unter Eisenmangel leidet, der sollte damit nicht allzu unbesorgt umgehen, denn wenn eine unzureichende Versorgung mit Eisen nicht behandelt wird, dann kann das unter Umständen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben.

    Der Körper braucht Eisen

    Damit der Stoffwechsel in Schwung bleibt, braucht der Körper Eisen, denn das Eisen ist dafür zuständig, den Sauerstoff aus den Lungen in die einzelnen Zellen zu transportieren. Auch wenn es darum geht, dass mit der Bildung des roten Farbstoffs Hämoglobin alles klappt, dann ist Eisen unerlässlich. Ohne Eisen können die sogenannten Erythrozyten, also die roten Blutkörperchen den Sauerstoff nicht dorthin bringen, wo er gebraucht wird. Der Körper braucht ständig Eisen, und weil jeden Tag Nachschub gebraucht wird, muss die tägliche Ernährung ausreichend Eisen enthalten.

    Wie viel Eisen braucht der Körper?

    Wie viel Eisen der Körper braucht, das ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Das Alter spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle, denn ältere Menschen brauchen ebenso wie Kinder deutlich mehr Eisen, um gesund zu bleiben. Aber auch Leistungssportler benötigen eine Menge Eisen, da sie durch ihren Sport stark schwitzen und dabei wertvolle Mineralstoffe verlieren. Frauen, die im gebärfähigen Alter sind, brauchen ebenfalls mehr Eisen, da sie durch die monatliche Periode Eisen verlieren, das durch die Nahrung wieder aufgefüllt werden muss. Männer haben einen geringeren Eisenbedarf und leiden daher auch weniger unter Eisenmangel als das bei Frauen der Fall ist. Durchschnittlich braucht ein erwachsener Mensch rund 1,5 Milligramm Eisen, um gesund zu bleiben.

    Welche Ursachen kann Eisenmangel haben?

    Es gibt viele Gründe, warum es zu einem Mangel an Eisen kommt. Hoher Blutverlust ist ein Grund, aber auch Geschwüre und chronische Entzündungen sind dafür verantwortlich, dass der Körper nicht genug Eisen bekommt. Viele Menschen, die unter Hämorrhoiden leiden, haben nicht selten einen Eisenmangel und auch bei Magengeschwüren oder bei Geschwüren des Darmtrakts kommt es häufig zu Eisenmangel. Der Mangel an Eisen kann aber auch erblich bedingt sein und wenn Kinder zu Jugendlichen werden, dann kommt es zu einem Eisenmangel in der Pubertät. Das Gleiche gilt auch für schwangere Frauen, denn auch ihr Organismus muss sich umstellen und das führt dann zu einem Mangel an Eisen.

    Welche Symptome bei Eisenmangel?

    Herrscht im Körper Eisenmangel, dann wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Diese Mangelerscheinung macht sich unter anderem durch eine beständige Müdigkeit bemerkbar, aber auch eine blasse oftmals auch sehr trockene Haut und starke Kopfschmerzen können ein Zeichen für Eisenmangel sein. Wer oft ohne Antrieb ist, wem öfter schwindelig wird und wer beim Treppensteigen schnell aus der Puste kommt, der sollte sein Blut untersuchen lassen und sich dann nicht wundern, wenn der Arzt Eisenmangel feststellt. Rein äußerlich ist der Mangel an Eisen durch rissige Fingernägel und durch häufig eingerissene Mundwinkel zu erkennen. Bei einigen Menschen kommt es aber auch zu Muskelzuckungen und Muskelkrämpfen.

    Was hilft bei Eisenmangel?

    Zu Eisenmangel kommt es nur, weil der Körper nicht in der Lage ist, selbst Eisen zu produzieren. Den Eisenmangel zu beheben, ist nicht allzu schwer, denn der Eisenvorrat kann einfach durch die Nahrung wieder aufgefüllt werden. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Körper nur ein Zehntel des zugeführten Eisens verarbeiten kann, außer das Eisen wird zusammen mit Vitamin C dem Körper zugeführt, denn das Vitamin unterstützt das Eisen. Wer unter einem Mangel an Eisen leidet, der sollte daher immer auf seine Ernährung achten.

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