Schlagwort: Körpergewicht

  • 177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    Die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen wird nach einem Bericht der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) bis zum Jahr 2025 auf weltweit 177 Millionen Menschen steigen, wenn keine Maßnahmen zur Verhinderung dieser Entwicklung in Angriff genommen werden. Insgesamt wird es in zehn Jahren insgesamt 2,7 Milliarden Menschen auf dem Globus geben, die übergewichtig sind und davon würden rund 177 Millionen, die an einem schweren Übergewicht leiden und eine Therapie erfordere. In Deutschland sind 33 Prozent der Männer und jede zweite Frau von Übergewicht betroffen.

    Übergewicht erhöht Risiko zahlreicher Krankheiten

    Als Übergewicht gilt ein Body-Mass-Index ab 25 und Fettleibigkeit besteht ab einem BMI-Wert von 30. Das Risiko eine Krankheit, wie Diabetes Typ 2, Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Krebs zu erleiden, steigt mit dem Körpergewicht. Je höher das Körpergewicht ist, desto stärker steigt das Risiko eine der genannten Krankheiten zu bekommen. Allein in Deutschland sind sechs Millionen Menschen von Diabetes Typ 2 betroffen. In einem Zeitraum von 35 Jahren kam es zu einer Verzweifachung der Prävalenz von Adipositas und ist dem Bericht zufolge eine erschreckende negative Tendenz auf unserem Planeten. Gegen diese Entwicklung müssen von Seiten der Regierungen entsprechende Maßnahmen erlassen werden.

    Politik ist gefragt

    Die Politik ist zur Lösung des Problems der weltweit wachsenden Adipositas und den damit verbundenen Risiken für die Gesundheit der Menschen aufgefordert. Die DAG empfiehlt wirksame Präventionsmaßnahmen. Als ersten Punkt ein Werbeverbot von Lebensmitteln mit einem hohen Fettanteil oder Zuckergehalt, deren Zielgruppe vor allem Kinder und Jugendliche sind. Das Werbeverbot sollte im Kinder- und Jugendschutzgesetz verankert werden. Besonders die Werbung der Fasfood-Ketten und Süßwarenhersteller verleiten junge Menschen dazu fettreiche oder zuckerhaltige Nahrung zu kaufen.

    Die zweite Präventionsmaßnahme sieht verpflichtende Qualitätskriterien in Kindergärten und Schulen aller Bundesländer in der Ernährung vor. Die dritte vorbeugende Maßnahme sieht die Vergünstigung gesunder Lebensmittel durch Subventionen vor, während ungesunde Nahrungsmittel per Zucker-Fett-Steuer verteuert werden sollten. Der vierte präventive Schritt beschäftigt sich mit der Bewegung. Mindestens einmal pro Tag sollten sich Schüler an jeder Schule bewegen und so dem herrschenden Bewegungsmangel entgegenwirken.

    Gesundheitsfördernde Kommunen und Lebenswelten sollten auf Empfehlung der DAG geschaffen werden. In den Regelleistungskatalogen der Krankenkassen sollten Gewichtsmanagementmaßnahmen aufgenommen werden, um übergewichtige Menschen dabei zu unterstützen gesünder zu leben.

    Gesunde Ernährung und Sport

    Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind der Schlüssel zu einer Reduzierung des Übergewichts. Das Übergewicht kann mittels einer Ernährungsumstellung und Sport langsam gesenkt werden. Das körperlich wie seelische Wohlbefinden steigt mit jedem verlorenen Kilogramm Körpergewicht. Wer sich gesund ernährt und sich sportlich betätigt, lebt nicht nur länger. sondern hat einfach mehr Lebensfreude.

    Die Krankenkassen bezuschussen die Teilnahme an Fitnesskursen und Diätprogrammen. Im Rahmen einer Ernährungsumstellung ist die Inanspruchnahme einer Ernährungsberatung sehr hilfreich. Der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke, fettreiche Nahrung und allgemein ungesunde Lebensmittel kann sich langfristig positiv auf das gesamte Lebens auswirken.

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  • Abnehmen beginnt im Kopf

    Abnehmen beginnt im Kopf

    Auf der ganzen Welt leiden Millionen Menschen an Übergewicht, besonders in den Industrieländern ist die Adipositas weit verbreitet und belastet die Gesundheitssysteme mit Zusatzkosten in Milliardenhöhe. Eine Diät zu beginnen bedeutet für die Mehrzahl der Übergewichtigen eine Qual und enorme Herausforderung. Der Gedanke an das Abnehmen bereitet zwar Freude, aber meistens bleibt es bei einem Versuch und die Diät wird abgebrochen. In der Folge bleibt das aktuelle Gewicht bestehen verbunden mit einem Risiko an Diabetes, Herzkrankheiten und Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken. Das Abnehmen beginnt im Kopf und sollte verinnerlicht werden, um erfolgreich eine Gewichtsreduktion zu erzielen.

    Denken und handeln

    Im Vorfeld einer geplanten Gewichtsabnahme empfiehlt sich die Konsultation beim Hausarzt, der einen dabei unterstützt das richtige Abnehmprogramm zu wählen. Die Krankenkassen bezuschussen Diäten und den Besuch von Fitnesskursen. Eine Anfrage bei der Krankenkasse gibt Klarheit darüber, ob ein Zuschuss zu einem Kurs gewährt werden oder eine Erstattung der Teilnahmegebühr möglich ist. Sind alle Fragen geklärt kann mit dem Abnehmen im Rahmen einer Diät begonnen werden.

    Eine Diät ist mit einer Ernährungsumstellung verbunden und hier kann ein Ernährungsberater behilflich sein die richtige Balance in der eigenen Ernährung zu finden. Der Ernährungsberater analysiert bei einem Gespräch die Essgewohnheiten und erstellt einen Ernährungsplan. Gesunde Nahrungsmittel sind die Grundlage für ein gesundes Körpergewicht und bereits beim Lebensmitteleinkauf gilt es darauf zu achten, welche der Lebensmittel in den Einkaufskorb gelegt werden.

    Folgende Regeln sollten beim Lebensmitteleinkauf eingehalten werden:

    • Nie mit leeren Magen einkaufen – Verleitet zum Kauf unnötiger Lebensmittel
    • Festes Budget für Einkauf
    • Regale mit Süßigkeiten ignorieren
    • Frische Lebensmittel einkaufen
    • Verzicht auf Fertiggerichte

    Die Wahl der Lebensmittel sind entscheidend für den Ernährungsplan und einer damit verbundenen gesünderen Lebensweise. Viel Obst und Gemüse gehören ebenso in den Einkaufskorb, wie alternative Lebensmittel.

    Alternative Lebensmittel und Bewegung

    Was sind alternative Lebensmittel? Alternative Lebensmittel ersetzen ungesunde Nahrungsmittel und der Einkauf könnte zum Beispiel so aussehen:

    • Dinkelmehl statt klassisches Mehl (Type 405, 450)
    • Stevia, Ahornsirup oder Honig statt normalen Haushaltszucker
    • Chia-Samen als Eiersatz
    • Leinsamen

    Die Kosten für diese und weitere alternative Lebensmittel sind zwar höher, aber im Gegenzug ernährt man sich gesünder. Vor allem die Chia-Samen tragen langfristig zu einer Gewichtsreduktion bei, weil sie ein Sättigungsgefühl von drei bis fünf Stunden erzeugen. Der Kauf eines Turbomixers, wie dem Personal Blender PB 350 XL, bereichert die Küche um ein wertvolles Gerät. Mit einem Turbomixer können Mehl gemahlen, Smoothies und Milchshakes hergestellt werden. Das eigene Mehl kann aus verschiedensten Quellen, wie Leinsamen, Dinkelkorn, Haferflocken oder Weizenkleie gemixt werden, um eine gesunde Alternative zum ungesunden industriell gefertigten Mehl aus der Tüte zu erhalten.

    Die Schwerpunkte einer Diät bzw. gesunden Lebensweise bilden eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung. Die Bewegung kann aus einem Spaziergang, Teilnahme an einem Zumba-Kurs, Radtour oder Schwimmen bestehen. Generell hat jeder Mensch andere Vorlieben beim Sport und Bewegung. Eine regelmäßige Bewegung, egal in welcher Form, führt zu zusammen mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung zu einer Gewichtsabnahme. Wer seine Sportart gefunden hat, der hat auch beim Abnehmen Spaß.

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  • Grüner Kaffee – der neue Schlankmacher?

    Grüner Kaffee – der neue Schlankmacher?

    Kaffee ist der beliebteste Muntermacher am Morgen und in vernünftigen Mengen genossen, ist Kaffee auch gesund. Aber kann Kaffee dabei helfen, überflüssige Pfunde loszuwerden? Ein neuer Trend aus den USA sagt ja, aber es sollte grüner Kaffee sein. Bekanntlich finden die Trends, die aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen, sehr schnell den Weg über den Ozean und es ist zu vermuten, dass auch der neue Diät Trend bald in Deutschland viele Fans findet. Was aber ist grüner Kaffee und was macht ihn zu einem Schlankmacher?

    Was ist grüner Kaffee?

    Die meisten werden Kaffee in Pulverform oder in Form von ganzen Bohnen kennen und beide Varianten haben eine tiefbraune Farbe. Wenn Kaffee aber noch roh, also noch nicht geröstet ist, dann ist er grün und schmeckt leider auch nicht so aromatisch wie gerösteter Kaffee. Grüner Kaffee ist eigentlich ungenießbar, denn er schmeckt sehr sauer und wird deshalb auch nicht als Heißgetränk genutzt. Erhältlich ist grüner Kaffee als Nahrungsergänzungsmittel, er kann wie Tee in Aufgussbeuteln gekauft werden, ist aber auch als kleiner Snack zum Knabbern sehr beliebt. In den USA wird grüner Kaffee in Kapseln gefüllt und gilt als der neue Geheimtipp, wenn es ums Abnehmen geht.

    Mit Vorsicht zu genießen

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    Unreifer Kaffee enthält Chlorogensäure und diese spezielle Säure soll effektiv dabei helfen, an Körperfett zu verlieren. Die Universität Scranton in Pennsylvania führte zusammen mit dem MVJ Medical College am Research Hospital im indischen Bangelore eine Studie mit jeweils acht übergewichtigen Männern und Frauen im Alter zwischen 22 und 46 Jahren durch. Die Studienteilnehmer bekamen sechs Wochen lang dreimal am Tag eine Dosis von 350 Millilitern Chlorogensäure in Kapselform, weitere sechs Wochen nur zweimal täglich die gleiche Dosis und noch einmal sechs Wochen lang ein Placebo. Die Reihenfolge, in der die Kapseln verabreicht wurden, war zufällig und zwei Wochen lang wurden gar keine Kapseln eingenommen. Das Ergebnis klingt nicht gerade vielversprechend, denn das durchschnittliche Körpergewicht von 72 Kilogramm verringerte sich nach sechs Wochen um nur zwei Kilogramm. In den sechs Wochen, in denen nur die geringe Dosis gegeben wurde, sank das Gewicht um magere anderthalb Kilogramm und in den Placebo Wochen nahmen die Probanden 300 Gramm zu.

    Wie schädlich ist grüner Kaffee?

    Mediziner zweifeln die Ergebnisse der Studie an, und als sich dann noch heraus stellte, dass die Daten manipuliert wurden, sahen sich die Kritiker bestätigt. Jetzt gibt es eine neue Studie, die allerdings mit Mäusen durchgeführt wurde und diese Studie zeigt, dass die Chlorogensäure schädlich für die Gesundheit ist. Die Mäuse, die ein Gramm Chlorogensäure in einem Kilogramm Futter aßen, hatten am Ende der Studie Symptome, die auf eine Fettleber und auf Diabetes hinwiesen. Damit steht fest, dass die Kapseln mit dem Pulver aus grünem Kaffee zum einen die Kilos nicht wie gewünscht purzeln lassen und zum anderen auch noch die Gesundheit angreifen. Die Chlorogensäure im grünen Kaffee entfaltet ihre Wirkung bereits im Darm und verhindert, dass Glucose ins Blut gelangt. Wird grüner Kaffee regelmäßig nach einer Mahlzeit getrunken, senkt das auf Dauer den Blutzucker-Spiegel, aber das Gewicht verringert sich kaum.

    Bild: © Depositphotos.com / levkro

  • Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Die Deutschen werden immer dicker, aktuell hat über die Hälfte der Bürger Übergewicht. Schuld an diesem Dilemma sind auch die sogenannten Light-Produkte, denn sie versprechen etwas, das sie nicht halten können. Weniger Zucker, weniger Fett und damit auch weniger Kalorien sollen Light-Produkte enthalten, aber in den meisten Fällen handelt es sich um Mogelpackungen. Es sind vor allen die Ersatzstoffe, die den Zucker und das Fett ersetzen sollen, die massiv dafür sorgen, dass die Zeiger auf der Waage steigen, anstatt zu sinken.

    Wie light sind Light-Produkte?

    Vor allem die vermeintlichen Dickmacher wie zum Beispiel Butter, Mayonnaise oder auch Getränke, stehen bei den Light-Produkten im Fokus. Die Hersteller gaukeln den Verbrauchern vor, dass sie auf nichts verzichten müssen, denn es gibt schließlich alles auch in Light. Voller Geschmack, aber weniger Kalorien, das verspricht die Lebensmittelindustrie und lügt dabei, dass sich die Balken biegen. Am Beispiel der Leichtmargarine lassen sich diese Light-Versprechen schnell als Lüge entlarven, denn wer meint, mit einer leichten Margarine abzunehmen, der wird enttäuscht werden. Die Hersteller ersetzen bei der vermeintlich schlanken Margarine das Fett einfach durch Wasser, da aber Wasser nicht bissfest ist, muss es mit Bindemittel vermischt werden. Das wäre nicht weiter schlimm, nur dass die Bindemittel aus dem Chemielabor stammen, und auf der Basis von reinen Kohlehydraten hergestellt werden, die bekanntlich dick machen.

    Die Zuckerlüge der Light-Produkte

    Neben Fett spielt der Zucker bei den meisten Light-Produkten eine wichtige Rolle. Wer abnehmen will, der darf nicht zu süß essen. Die Lebensmittelindustrie reagiert auch hier nach Wunsch und bringt Light-Produkte auf den Markt, in denen jede Menge Zusatzstoffe zu finden sind. So findet sich Stevia anstatt Zucker im Erfrischungsgetränk, denn Stevia hat keine Kalorien, ist aber schädlich für die Gesundheit, wenn es überdosiert wird. Mediziner raten dazu, nicht mehr als vier Milligramm Stevia pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen, alles, was darüber hinaus geht, ist bedenklich. Für die Gesundheit schädlich sind aber auch Zuckeralkohole wie Xylit, Lactit oder Maltit. Diese sind ebenfalls in großen Mengen vor allem in Getränken, Eis oder Süßspeisen zu finden, die als Light-Produkte angeboten werden. Zuckeralkohole können zu massiven Magen- und Darmproblemen führen und die Hersteller müssten eigentlich Warnhinweise auf diesen Light-Produkten anbringen.

    Das Problem mit den Gutachten

    Es gibt zahlreiche Gutachten zu vielen Light-Produkten, die meist den Tenor haben, dass diese Produkte dabei helfen, abzunehmen und dass sie in keinem Fall schädlich für die Gesundheit sind. Viele Verbraucher orientieren sich an diesen Gutachten und kaufen mit ruhigem Gewissen Light-Produkte und sind überzeugt, sich auf diese Weise gesund zu ernähren. Oftmals ist jedoch das Gegenteil der Fall, denn was die meisten Verbraucher nicht wissen, ist, dass nur wenige Gutachten wirklich neutral sind, die Mehrzahl wird von den jeweiligen Herstellern in Auftrag gegeben. Ein Gutachter, der von einem Lebensmittelhersteller beauftragt und auch bezahlt wird, kann also kaum objektiv sein und wird immer so bewerten, wie der Auftraggeber es gerne haben möchte.

    Alle, die erfolgreich abnehmen wollen, sollten mit einem Ernährungsberater sprechen und einen gezielten und individuellen Ernährungsplan aufstellen lassen. Abnehmen mit Light-Produkten funktioniert leider nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / Taden1

  • Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Reizblase – was wirklich Abhilfe schaffen kann

    Die Reizblase oder auch hyperaktive Blase kann per Ultraschall oder im Labor nachgewiesen werden. Typisch für die Reizblase ist es, pro Toilettengang nur geringe Harnmengen abzulassen. Auch ein gehäuftes Wasserlassen während der Nacht ist kennzeichnend für eine Reizblase. In der Regel leiden wesentlich mehr Frauen als Männer unter diesem Phänomen.

    Gründe für die Reizblase

    Die Gründe, weshalb es zur Reizblase kommen kann, sind sehr vielschichtig gelagert.

    Hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre

    Die hormonell bedingten Veränderungen im Laufe der Wechseljahre können zum Weichmachen des Bindegewebes beitragen, womit der Beckenboden stark geschwächt wird. Der Blasenschließmuskel verliert so seinen Halt. Senkt sich zusätzlich die Gebärmutter, übt diese Druck auf die Blase auf.

    Aber auch körperliche Veränderungen im Verlaufe einer Schwangerschaft und während der Geburt tragen zu einem Verlust der Straffheit der Blasenmuskulatur bei.

    Häufige Entzündungen der Blase und Stress

    Die Blasenschleimhaut von Personen, die gehäuft an einer Blasenentzündung leiden, reagiert in der Regel äußerst empfindlich. Darüber hinaus tragen stressbedingte nervliche Überreizungen zur Entwicklung einer Reizblase bei. Wird der menschliche Körper ständig überlastet, fällt stets die schwächste Stelle zuerst aus. Bei den meisten Menschen ist dies der Darm, bei vielen jedoch die Blase. Sofern keine baldige Entspannung erfolgt, kommt es zu einer Schließung des Teufelskreises. Jetzt genügt allein der bloße Gedanke an eine nicht vorhandene Toilette und die Katastrophe ist perfekt.

    Wirksame Maßnahmen bei Reizblase

    So umfangreich wie die Ursachen für die Entstehung der Reizblase sind, so vielschichtig kann auch Einfluss auf dieses Phänomen genommen werden. Zur Reduzierung stressbedingter Beschwerden und Entkrampfung der Reizblase können homöopathische Mittel beitragen. Eine zusätzliche Gabe von Vitaminen des B-Komplexes sowie des Schüssler Salzes Magnesium phosphoricum tragen zur Stärkung der Nerven und allgemeinen Entspannung bei. Magnesium wie auch Vitamine wirken sich positiv auf die Beeinflussung von Übermittlungsproblemen zwischen Blase und Gehirn aus. Eine natürliche Unterstützung erfährt die Blase dabei durch eine Ernährung, welche eine hohe Menge an

    • Bananen
    • Naturreis
    • Nüssen
    • Soja
    • Vollkornprodukten
    • Weizen

    enthält. Zwischendurch dürfen gern Kerbe des steierischen Öl Kürbis geknabbert werden. Die darin enthaltenen Wirkstoffe von zwei Esslöffeln am Tag haben eine stärkende und zugleich beruhigende Wirkung, insbesondere auf die weibliche Reizblase.

    Weitere hilfreiche Maßnahmen bei einer Reizblase

    Eine gereizte Blase lässt sich auch durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besänftigen. Viele von einer Reizblase betroffene Personen neigen dazu, weniger zu trinken und erliegen damit dem Irrglauben, dem Problem der Reizblase Abhilfe zu schaffen. Allerdings erreichen sie damit nur das Gegenteil. Die Blase muss durch die geringere Flüssigkeitszufuhr keine großen Mengen mehr fassen. Dadurch kommt es zur Schrumpfung der Muskelschicht der Blasenwand, woraus ein noch früherer Harndrang resultiert. Bedingt durch den Mangel an Flüssigkeit erfährt der Harn eine höhere Konzentration, die Blasenschleimhaut wird zusätzlich gereizt. Auch Personen, die bislang nicht mehr als 0,35 ml je Kilogramm Körpergewicht zu sich nahmen, sollten in Zukunft zur Stärkung ihrer Blasenmuskulatur ihre pro Tag Trinkmenge stetig steigern. Dass ausreichend getrunken wurde ist daran ersichtlich, wenn sich der Urin blass- bis goldgelb verfärbt.

    Getrunken werden sollten bestenfalls Wasser und Kräutertees. Letztere weisen eine heilende und entkrampfende Wirkung auf die Harnorgane auf. Besonders geeignet sind hier Kräuter wie
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    • Bärentraube
    • Hagebutte
    • Ackerschachtelhalm
    • Goldrute

    Wer sich für das Kraut Goldrute entscheidet, kann eine schnellere Wirksamkeit durch die Verwendung hochdosierter Brausetabletten erzielen. Damit wird der Harndrang vermindert und gleichzeitig die Blase trainiert.

    Gute Ergebnisse können auch durch die zusätzliche Wärmezufuhr erzielt werden. Hierfür wird wahlweise

    • ein feuchtwarmer Wickel
    • eine Wärmflasche
    • ein erhitztes Kirschkernkissen

    auf den Unterleib gelegt. Die Wärme hilft der überforderten Bauchmuskulatur dabei, sich leichter zu entspannen.

    Auf bestimmte Reizstoffe wie zum Beispiel Alkohol, Kaffee, Nikotin und schwarzem Tee sollte bei einer vorliegenden Neigung zur Reizblase unbedingt verzichtet werden. Diese tragen zur weiteren Irritation des ohnehin angeschlagenen Nervensystems bei und sind maßgeblich an der Gefährdung des verbesserten Informationsaustausches zwischen der Blase und dem Gehirn beteiligt.

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  • Babys Entwicklungsschritte in den Schwangerschaftswochen

    Babys Entwicklungsschritte in den Schwangerschaftswochen

    Grundsätzlich dauert eine Schwangerschaft 280 Tage bzw. 40 Schwangerschaftswochen, wobei der Rechnungsbeginn der erste Tag der letzten Periode ist. Im Bauch der Mutter entsteht ein neues Leben mit faszinierenden Entwicklungsschritten.

    Schwangerschaftswoche 1 bis 4: Schwangerschaft weitgehend unbemerkt

    Circa 14 Tage nach der letzten Monatsblutung erfolgt der Eisprung. Wird nicht verhütet, können ungefähr zwei Stunden nach dem Geschlechtsverkehr die Samenzelle die Eizelle erreichen und sie befruchten. Damit wird die Zellteilung ausgelöst und das Ei reift in den Eierstöcken heran. Nach knapp 5 Tagen nistet es sich in der Gebärmutter ein und der Mutterkuchen beginnt sich zu bilden. Zu diesem Zeitpunkt ist das befruchtete Ei knapp 2 Millimeter im Durchmesser groß.

    Schwangerschaftswochen 5 bis 8: Zeit für den Schwangerschaftstest

    Nun bleibt die Monatsblutung aus, womit es meist Zeit für einen Schwangerschaftstest wird. Beim Embryo im Mutterleib beginnen sich Lunge, Leber und Bauchspeicheldrüse bzw. Schilddrüse zu bilden. Auch das Darmsystem sowie die Mundöffnung und das innere Ohr entstehen. Erste Herzaktionen können wahrgenommen werden, wobei nun das Kleine eine Größe von 3 bis 5 Millimeter hat.

    Schwangerschaftswochen 9 bis 12: Erste wahrnehmbare Anzeichen

    Im dritten Monat einer Schwangerschaft setzt die morgendliche Übelkeit bei der zukünftigen Mutter ein, womit den meisten klar wird, dass sich Nachwuchs ankündigt. Beim Embryo beginnt sich das Gesicht zu entwickeln. Auch seine Finger und die Handgelenke bilden sich nun und die Augen werden als Vertiefung erkennbar. Der Embryo ist 2 bis 6 Zentimeter groß.

    Schwangerschaftswochen 13 bis 16: erstes kleines Bäuchlein

    In dieser Phase der Schwangerschaft bildet sich bei manchen Müttern bereits ein kleines Bäuchlein. Beim Nachwuchs werden Bauch und Rücken erkennbar, wobei auch die Bildung der Körpermuskeln abgeschlossen ist. Die unteren Extremitäten werden sichtbar, wobei sich auch die Kopf- und Körperregion genau erkennen lassen. Ab diesem Zeitpunkt heißt der Embryo Fötus und ist zwischen 8 und 12 Zentimeter groß.

    Schwangerschaftswochen 17 bis 20: Erste Bewegungen spürbar

    Nun wird die Untersuchung der Nackenfalte beim Fötus durchgeführt. Ohren, Nase sowie Augen und Mund sind komplett ausgeprägt, auch die Nieren und Harnwege sind ausgereift. Die Arme und Hände kann es bereits bewegen, was auch die werdende Mutter erstmals spüren kann. Der Fötus misst zwischen 14 und 18 Zentimeter.

    Schwangerschaftswochen 21 bis 24: Das Baby reagiert

    Das Baby ist im Mutterleib sehr beweglich und reagiert auf Geräusche. Zudem entwickelt es einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Geschlecht ist deutlich erkennbar und der Herzschlag auch hörbar. Augenbrauen und Augenlider haben sich ausgeprägt. Der Fötus misst nun zwischen 20 und 24 Zentimeter und hat ein Gewicht von knapp 460 Gramm.

    Schwangerschaftswochen 25 bis 28: Reaktion der Sinnesorgane nimmt zu

    Nun beginnt sich das Gehirn des Kleinen stark auszuprägen. Die Geschlechtsorgane sind bereits komplett entwickelt und das Baby kann die Augen öffnen und schließen. Es reagiert zunehmend auf Geräusche von außen. Die Körpergröße beträgt zwischen 25 und 30 Zentimeter bei einem Gewicht von knapp 850 Gramm

    Schwangerschaftswochen 29 bis 32: Organe reifen weiter heran

    Der Kopfdurchmesser des Babys beträgt fast 8 Zentimeter. Augenbrauen und Wimpern sind komplett ausgebildet, die Organe reifen weiter heran. Nun misst das Kleine zwischen 32 und 40 Zentimeter und wiegt mehr als 1,6 Kilogramm.

    Schwangerschaftswochen 33 bis 36: Vorbereitungen zur Geburt

    Mittlerweile hat die Mutter zwischen 10 und 13 Kilogramm zugenommen und kann mit ihrem Baby nun sprechen. Das Fruchtwasser geht zurück und der Platz in der Gebärmutter wird enger. Der Kopf des Babys, der mittlerweile einen Durchmesser von 8,5 Zentimeter hat, senkt sich ins das Becken der Mutter. Das Körpergewicht beträgt ca. 2,8 Kilogramm, die Größe misst zwischen 41 bis 45 Zentimeter.

    SSW 37 bis 40: Die Geburt steht bevor

    Nun kann es zu vorgeburtlichen Wehen kommen. Die Organe des Babys sind komplett entwickelt und an ihrem Platz, wobei es auch die endgültige Geburtslage einnimmt. Der Nachwuchs ist zwischen 46 und 50 Zentimeter groß und wiegt mehr als 3 Kilogramm.

    Bild: © Depositphotos.com / ngaga35