Schlagwort: Krankenhaus

  • Kind überlebt 41 Minuten unter Wasser – Wunder von Mortezza M.

    Kind überlebt 41 Minuten unter Wasser – Wunder von Mortezza M.

    Mortezza M. hat ein echtes Wunder erlebt. Der 13-jährige Bub hielt sich im Juni beim Neufelder See (liegt in Burgenland in Österreich) auf, da er dort mit seiner Schule einen Schwimmausflug machte. Dann passierte das Unglück, der Bursche ging unter und war 41 Minuten unter Wasser. Ohne Sauerstoff und ohne irgendwelche rettenden Maßnahmen. Erst nach dieser langen Zeit haben Taucher den Jungen aus dem See ziehen und mit Wiederbelebungsaktionen starten können. Die Hoffnung auf einen positiven Ausgang war selbstverständlich gering, trotzdem wurde Mortezza ärztlich versorgt und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte konnten die Dauer von 41 Minuten zuerst gar nicht glauben, aufgrund von Protokollen und Zeugenaussagen gibt es aber keine Zweifel daran. Es klingt auch tatsächlich unglaublich, entspricht aber der Realität.

    Künstlicher Tiefschlaf bei 33 Grad Körpertemperatur

    Das zuständige Ärzteteam (bestehend aus Lothar Mayerhofer und Alexander Rokitansky) gab die Hoffnung nicht auf und versetzte das Kind in einen künstlichen Tiefschlaf. Das Besondere war jedoch, dass der Körper dabei auf 33 Grad heruntergekühlt wurde. Dieser Zustand ging über ca. acht Tage hinaus. Aus Erfahrung weiß man nämlich, dass so die Erfolgschancen, nachdem jemand einen Kreislaufstillstand ohne Sauerstoff erlitten hat, wesentlich höher sind. Und tatsächlich, Mortezza M. überlebte den Unfall nicht nur, sondern es konnten auch keine bleibenden Folgeschäden festgestellt werden. Selbst die kritische beziehungsweise gefährliche Aufwachphase wurde ohne größere Schwierigkeiten gemeistert. Der Bub spielt heute wieder mit voller Leidenschaft Fußball und lernt auch brav für die Schule. Seine Lieblingsfächer sind Deutsch und Mathematik.

    Der Bub war rund einen Monat auf der Kinderintensivstation, danach erfolgte der Wechsel ins Kaiser-Franz-Josef-Spital. Über das nur schwer zu glaubende Ende sind besonders seine Eltern Sami und Mustafa glücklich, aber auch er selbst und alle Beteiligten können es nach wie vor kaum fassen. Es ist aber ein weiterer Beweis, wie leistungsfähig der menschliche Körper eigentlich ist.

  • Die WHO spricht Empfehlungen für Operationen aus

    Die WHO spricht Empfehlungen für Operationen aus

    Nicht selten kommt es nach operativen Eingriffen zu Infektionen an offenen Wunden. Bakterien können eintreten und den Körper enorm belasten. Eine etwaige Infektion kann sogar zu einer weiteren Operation führen. Aus diesem Grund setzt sich die Who nun für einen verbesserten Infektionsschutz ein. Mit den empfohlenen Maßnahmen, die nicht nur für Operationssäle gelten, sondern ebenso on chirurgischen Praxen angewendet werden soll, stellt die WHO Forderungen zum Schutz der Patienten.

     

    Was fordert die WHO?

    Mit den neuen Maßnahmen gehen seitens der WHO Forderungen zur Vorbereitung der Patienten einher. Beispielsweise sollen Patienten vor einer Operation nicht mehr rasiert, sondern gebadet oder geduscht werden. Darüber hinaus sollen Antibiotika nur noch vor bzw. während eines Eingriffes verabreicht werden. Nach einer Operation fordert die WHO den Verzicht auf das Medikament. Das Ziel solcher Maßnahme besteht darin, lebensbedrohliche Infektionen im Krankenhaus nach einer Operation zu vermeiden. Ebenso solle die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen vermieden werden, so die WHO.

     

    Maßnahmen gegen Infektionen

    Um mehr Sicherheit vor lebensbedrohlichen Infektionen zu bieten, entwickelte die WHO einen Katalog mit 29 Maßnahmen zur Vorkehrung. Nachdem die Chirurgie diesen erhalten hatte, wurde der Katalog im Magazin „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht. Während der Entwicklung hat die WHO 26 Fallstudien herangezogen, um beispielsweise Hinweise auf gewisse Desinfektionsmittel zu geben. 20 von diesen Studien wurden letztlich von Experten ausgewertet. Werden die Hinweise befolgt, könnten nicht nur Menschenleben gerettet werden. Ebenso sollen sich damit die Behandlungskosten senken lassen und eine Eindämmung von Antibiotikaresistenzen erfolgen, so Marie-Paule Kieny, welche stellvertretende Direktorin bei der WHO ist. Im Fokus steht also die Verringerung des Infektionsrisikos nach einer Operation. Damit sollen unnötige Medikamentenvergaben wie Antibiotika und nachfolgende Behandlungen vermieden werden. Nicht zuletzt werden dadurch auch die Krankheitskosten gesenkt werden.

  • Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Warum ist es wichtig, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kopfverletzungen zu kennen? Diese Kenntnisse können bei Bedarf lebensrettend sein. Generell gilt für Kopfverletzungen, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus überwacht werden sollten, um eine genaue Diagnose zu erstellen und entsprechende Behandlungen einzuleiten.

     

    Wie kann es zu Kopfverletzungen kommen?

    Ob Betroffene einen Unfall erleiden, Stürzen oder geschlagen werden, es handelt sich immer um eine Gewalteinwirkung von außen auf den sensiblen Bereich des Kopfes. Die Verletzungen sind unterschiedlicher Art. So können Babys vom Wickeltisch, aus dem Stühlchen oder ihrem Bettchen fallen. Als Erwachsene sind eher Stoßverletzungen häufig, das heißt man stößt seinen Kopf z. B. am Türrahmen, an einem Baugerüst oder einem Verkehrsschild. Auf den Kopf fallende Heckklappen von Autos sind eine häufige Verletzungsursache. Fährt jemand mit einem Pkw gegen ein Hindernis, so kann er sich ebenfalls am Kopf verletzen.

     

    Im Krankenhaus wird dann ausführlich geröntgt, ein MRT oder CT angefertigt, d. h. eine bildgebende Diagnostik durchgeführt. Während ein Bruch des Schädelknochens im Röntgen entdeckt wird, können Wasser- oder Blutansammlungen im Inneren des Schädels besser mittels Computer- oder Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie) nachgewiesen werden.

     

    Die Gehirnerschütterung (Commotio cerebri)

    Sie ist vergleichsweise leicht und recht häufig: die Gehirnerschütterung. Unter anderem ist sie durch eine Bewusstlosigkeit gekennzeichnet, die kurz auftreten oder mehrere Minuten andauern kann. Sie wird vom Helfer manchmal gar nicht bemerkt. Erbrechen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind weitere Symptome. Gelegentlich treten Erinnerungslücken auf. Selbst nach einer Stunde kann der Patient noch müde, verlangsamt oder benommen wirken. Bewusstlose Menschen kommen in die stabile Seitenlage, weil so die Gefahr geringer ist, an seiner Zunge, Erbrochenem oder Schleim zu ersticken. Menschen, die bei Bewusstsein sind, fragen die Helfer nach dem Namen, der Anschrift oder dem Wochentag.

     

    Der Knochenbruch (Fraktur)

    Ist der Schädelknochen gebrochen, hat der Betroffene kaum Anzeichen. Grundsätzlich sollte bei einem heftigen Sturz oder Schlag sicherheitshalber ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis aufgesucht werden. Im Röntgen werden feine Haarrisse gefunden. Obwohl diese Verletzung relativ selten auftritt, sollte eine Diagnostik erfolgen, damit Folgen, wie Migräne oder häufige Kopfschmerzen verhindert werden.

     

    Beim Schädelbasisbruch tritt Blut oder Nervenwasser (wässrig) aus den Körperöffnungen am Kopf aus, also an Ohr, Nase und/oder Mund. Typische Blutergüsse an beiden Augen stellen sich später ein, das sognannte Brillenhämatom. Betroffene sind oft bewusstlos und können krampfen. Bei einer Verletzung von Innenohr-Organen sind Schwindel, Erbrechen und Übelkeit möglich. Ein Arzt- bzw. Notfallambulanzbesuch ist unumgänglich. Im Krankenhaus oder in der Röntgenpraxis können notwendige bildgebende Untersuchungen erfolgen. Offene Wunden werden mittels Binde und Kompresse versorgt, um die Blutung zu stoppen, bei kleineren Verletzungen reicht ein Pflaster aus. Manche Wunde muss auch genäht oder geklammert werden, was der Arzt entscheidet.

     

    Gehirnprellung (Contusio cerebri) und –quetschung (Compressio cerebri)

    Bei einer Prellung bzw. Quetschung des Gehirns ist es möglich, dass die knapp unter der Schädeldecke gelegenen Blutgefäße platzen. Dadurch entstehen Blutergüsse, die das Gehirn unter Druck setzen können. Es kommt sofort oder kurz nach dem Unfallereignis zu einer Bewusstlosigkeit.

     

    Manche Patienten beklagen auch zuerst einen zunehmenden Kopfschmerz, wobei es später zu Schluckauf, Erbrechen, Übelkeit und Lähmungen kommen kann. Zeigt der Betroffene psychische Veränderungen, wie Unruhe, Desinteresse, Abwesenheit, Verlangsamung oder eine Beeinträchtigung der Merkfähigkeit und des Erinnerungsvermögens, kann dies ebenfalls auf eine Prellung oder Quetschung des Gehirns hindeuten.

     

    Hier gilt: Sofort ab ins nächste Krankenhaus! Die nächstgelegene Klinik sorgt mittels Medikamenten für eine Entlastung des Gehirns und eine Minderung des Hirndrucks. Sonst kommt es zu Bewusstseinseintrübungen und später zum Koma. Eine dringende intensivmedizinische Behandlung muss schnellstmöglich erfolgen. Es herrscht sonst akute Lebensgefahr!

  • Norovirus – erste Anzeichen erkennen und handeln

    Norovirus – erste Anzeichen erkennen und handeln

    Eines der gefährlichsten und extremen Viren im Zusammenhang mit der menschlichen Verdauung ist das Norovirus. Es kommt aus heiterem Himmel, dauert nur ein paar Stunden oder wenige Tage an und verschwindet dann wieder auf hoffentlich „Nimmer-Wiedersehen“. Was die Betroffenen jedoch in dieser Zwischenzeit erleiden müssen, ist äußerst unangenehm. Durchfall und Erbrechen in extremer Form gehören zu den gängigen Symptomen in Bezug auf das Norovirus. In diesem Beitrag helfen wir Ihnen, die ersten Anzeichen folgerichtig zu erkennen, um schnellstmöglich zu handeln und sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Die meisten erkennen das Virus erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

     

    Woran das Norovirus erkennen?

    In den meisten Fällen sind vor allen Dingen ältere Menschen und Kinder besonders betroffen. Das Norovirus nimmt keine lebensbedrohlichen Auswirkungen an. Die eigentliche Gefahr geht von einem übermäßigen Flüssigkeitsverlust aus. So ist es wichtig, dass Sie jede Menge trinken und auch den Salzmangel ausgleichen. Im Zusammenhang mit dem Norovirus ist auch von der Magen-Darm-Grippe oder von der Gastroenteritis die Rede.

     

    Nur wenige Stunden nach der Infektion mit diesem Virus kommt es schon zu den ersten

    • Magenschmerzen,
    • Bauchschmerzen,
    • zu auftretender Übelkeit, die sich immer weiter steigert,
    • bis Durchfall und Erbrechen einsetzen.

    Die Mediziner bezeichnen den Zustand als Brechdurchfall, der nur schwerlich kontrolliert werden kann. In eher seltenen Fällen treten die beiden Symptome isoliert voneinander auf.

     

    Was sind die Anzeichen und Symptome des Norovirus?

    Bei den Patienten und Betroffenen können die einzelnen Symptome und Krankheitsanzeichen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie werden im Zuge dieses Virus Flüssigkeit und Salze verlieren, die unbedingt wieder zugeführt werden müssen. Gerade bei Kindern, Babys und älteren Menschen sollte der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Zu einer Verbesserung der Situation führen oftmals

    • sehr dünne Suppen,
    • Kräutertee (ungesüßt) und
    • Mineralwasser.

    Der Körper erhält seine Flüssigkeit zurück und die Elektrolyte werden ausgeglichen. Nehmen Sie auf keinen Fall Saft oder Fetthaltiges während des Brechdurchfalls zu sich, denn das wird den Magen zu sehr reizen und sehr schnell wieder an die Oberfläche gelangen.

     

    Hier die häufigsten Symptome für das Norovirus auf einem Blick:

    • plötzlich einsetzende Übelkeit und Bauchschmerzen,
    • leichtes Fieber,
    • Abgeschlagenheit und Lustlosigkeit,
    • Gliederschmerzen,
    • einsetzende Kopfschmerzen.

     

    Eines der häufigsten Unterscheidungskriterien zwischen der Magen-Darm-Grippe und dem Norovirus ist zum einen die Dauer und zum anderen eine eher leicht erhöhte Temperatur, aber kein Fieber.

     

    Wie lange dauert das Norovirus?

    Tatsächlich treten diese ersten, oben erwähnten Symptome maximal 50 Stunden nach der Infektion auf. Betroffene haben sich eigentlich Stunden zuvor noch vollkommen gesund und fit gefühlt, auf einmal setzen die ersten Anzeichen ein und schon bald finden sie sich in einem Strudel aus Erbrechen und Durchfall wieder. So schnell und unverhofft wie das Norovirus eintrifft, so schnell kann es auch wieder verschwinden.

     

    Er dauert in den meisten Fällen nicht länger als 3-5 Tage. Nach mindestens 24 Stunden wiederholtem Erbrechen und Durchfall werden Sie sich äußerst schlapp und krank fühlen. Gönnen Sie sich jede Menge Ruhe und bleiben Sie bei Schonkost. Nur bei extremen Symptomen und Beschwerden ist es notwendig, sich aus Sicherheitsbedenken in die Hände von Ärzten oder ins Krankenhaus zu begeben. In den meisten Fällen wird dies jedoch nicht notwendig sein.

     

    Fazit: Was tun beim Norovirus?

    Eine folgerichtige Behandlung des Virus ist nicht bekannt. Eine ausreichende Wasserzufuhr und Salz-Versorgung geben dem Körper die Inhaltsstoffe zurück, die er massiv verliert. Verschreiben Sie sich selbst eine Zwangsdiät und halten Sie mindestens fünf Tage Schonkost. Hören Sie auf die Reaktionen des Körpers. Sie werden dann schnell die aufgenommenen Nahrungsmittel ins Verhältnis zur Verträglichkeit setzen. An dieser Stelle verweisen wir noch auf eine gute Nachricht: Das Norovirus dauert nur ein paar Tage, dann ist der üble Spuk wieder vorbei!

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Impfung gegen Schnupfen

    Impfung gegen Schnupfen

    Insbesondere im Winter plagt eine triefende, verstopfte Nase viele Menschen. Als besonders lästig wird die laufende Nase empfunden. Doch diese kann unter Umständen auch eine das Leben bedrohende Lungenentzündung als Folge haben. Wissenschaftlern ist es nun gelungen, einen speziellen Impfstoff gegen die Schnupfenviren zu entwickeln.

     

    Rhinoviren verantwortlich für Schnupfen

    Für eine laufende Nase zeichnen im Allgemeinen die Rhinoviren verantwortlich. Diese Erreger sind jedoch des Öfteren auch ein Grund, dass betroffene Personen wegen dem Auftreten einer Lungenentzündung das Krankenhaus aufsuchen müssen. Bedingt durch den Erkältungsinfekt werden die empfindlichen Schleimhäute in Mitleidenschaft gezogen.

    Dadurch können die Keime, die charakteristisch für eine Lungenentzündung sind, problemlos eindringen. Je Saison kursieren bis zu drei Haupttypen von Influenza-Erregern. Dies bedeutet, dass von Dauer rund 170 verschiedene Rhinovirus-Typen existieren.

     

    Impfschutz gegen 50 Virentypen

    Nachdem es sehr lange Zeit als nahezu unmöglich galt, einen wirksamen Impfstoff gegen Rhinoviren zu produzieren, ist dies nun gelungen. Zu verdanken haben wir dies dem technischen Fortschritt. Forscher der Emory School of Medicine aus Atlanta haben jetzt den Durchbruch geschafft. Sie konnten einen Impfstoff entwickeln, der gleichzeitig 50 unterschiedliche Schnupfen Viren bekämpft.

     

    Erste Tests an Rhesus-Affen brachten bereits nach einer ersten Impfung die Bildung von Antikörpern gegen nahezu 90 Prozent aller Schnupfenviren an den Tag. Bei der zweiten Impfung konnten immerhin noch 82 Prozent bekämpft werden. Nach Auffrischung der Impfung war ein Schutz zu 98 Prozent gegen 49 der insgesamt 50 Virentypen vorhanden.

     

    Keine Wirkung gegen Typ-C-Viren

    Bislang lässt allerdings ausschließlich eine Wirkung gegen Typ-A-Viren erreichen. In Verbindung mit Typ-C-Viren zeichnen diese als häufigste Auslöser für einen gefährlichen Verlauf der Erkrankung verantwortlich. Keine Berücksichtigung im Impfstoff fanden bisher Typ-C-Viren, da diese erst vor rund zehn Jahren entdeckt worden sind.

     

    Ob wir in naher Zukunft dem Schnupfen bald von Dauer dem Kampf ansagen können, können die Forscher noch nicht genau sagen. Dazu sind weitere klinische Studien am Menschen sowie Weiterentwicklungen des Impfstoffs erforderlich.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Wie Fruchtfliegen bei der Ergründung von Krebs-Tumoren helfen

    Wie Fruchtfliegen bei der Ergründung von Krebs-Tumoren helfen

    Durch Untersuchungen an Fruchtfliegen waren Krebsforscher in der Lage, neueste Erkenntnisse über die Entstehung von Krebs-Tumoren zu gewinnen. Diese lassen sich auf den Menschen übertragen. Derzeit wird auf einem Heidelberger Symposium über Krebs, Krebsstammzellen sowie Stammzellen berichtet.

     

    Neuigkeiten zur Entstehung von Tumoren

    Fruchtfliegen werden von Menschen oftmals als sommerliche Plage empfunden. Das Düsseldorfer St.-Vinzenz-Krankenhaus war 2014 besonders schlimm betroffen. Zwei Operationssäle mussten geschlossen werden. Dahingegen erweisen sich die Plagegeister in anderen gesundheitlichen Bereichen als durchaus nützlich. So konnten Krebsforscher neueste Erkenntnisse über die Tumor-Entstehung anhand Forschungen an Fruchtfliegen gewinnen.

     

    Internationales Symposium in Heidelberg

    Jürgen Knoblich, Molekularbiologe aus Wien, vermeldete kürzlich erste Erfolge. In seiner Meldung hieß es, dass es gelungen sei, aus einer einfachen Stammzelle in einer Fruchtfliege die Ausbildung von Tumorstammzellen nachzubilden.

     

    Knoblich ist Teilnehmer des derzeit in Heidelberg stattfindenden internationalen Symposiums. Hier treffen sich in regelmäßigen Abständen hochkarätige Fachkräfte an Stammzell-, Krebs- und Tumorstammzellforschern.

     

    Forschungsergebnisse auf den Menschen übertragbar

    Wie die Forschung des Experten des Wiener Instituts für Molekulare Biotechnologie zeigte, haben Defekte im Bereich der Zellteilung bei Fruchtfliegen zur Tumorentstehung beigetragen. Mutiert ein bestimmtes Gen und wird das entsprechende Protein aus der Fruchtfliege entnommen, so entsteht der Gehirntumor. Wie Knoblich zu berichten weiß, besitzen diese Gehirntumore Eigenschaften, die für menschliche Tumore typisch sind.

     

    So würden sich zum Beispiel die Zellen darin erheblich stärker teilen, als dies in gesundem Gewebe der Fall ist. Der Experte erklärt, dass eine normale Stammzelle irgendwann sich nicht mehr teilt. Die Tumorstammzellen sterben jedoch nicht.

     

    Fruchtfliegen riechen Krebszellen

    Bereits vor einigen Jahren haben Wissenschaftler der Universität La Sapienza in Rom und der Universität Konstanz darauf aufmerksam gemacht, dass Fruchtfliegen die Krebszellen riechen könnten. Basierend auf deren Duftrezeptoren seien sie nicht nur in der Lage, kranke und gesunde Zellen zu unterscheiden. Fruchtfliegen können ferner einordnen, zu welcher Krebsgruppe ein Geschwür zählt.