Schlagwort: Krankenhaus

  • Das WPW-Syndrom – wenn das Herz aus dem Takt gerät

    Das WPW-Syndrom – wenn das Herz aus dem Takt gerät

    Das WPW-Syndrom ist eine spezielle Form von Herzrhythmusstörungen, die wie aus heiterem Himmel auftreten und genauso schnell wieder verschwinden. Die Betroffenen registrieren zwar das plötzliche Herzrasen, aber die wenigsten machen sich deshalb auch Sorgen. Das kann ein gefährlicher Fehler sein, denn wenn das Syndrom nicht behandelt wird, kann es zu einem plötzlichen Herztod führen. Schuld am WPW-Syndrom ist ein zusätzliches Bündel an Leitungen im Herzen, das alle elektrischen Impulse zwischen dem Herzvorhof und den Herzkammern überträgt und so ein Herzrasen auslöst.

    Welche Anzeichen für ein WPW-Syndrom gibt es?

    Der vollständige Namen des WPW-Syndroms lautet Wolff-Parkinson-White-Syndrom und es beschreibt streng genommen eine Anomalie. Im Bereich des Vorhofs gibt es zusätzlich zum normalen Reizleitungssystem eine weitere Reizleitung und diese Leitung kann für Probleme sorgen. Ein typisches Zeichen für das WPW-Syndrom ist plötzlich auftretendes Herzrasen, das auch ohne körperliche Aktivitäten auftreten kann. Die Betroffenen haben das Gefühl, als würde ihnen das Herz buchstäblich im Hals klopfen und der Herzschlag steigt auf bis zu 240 Schläge pro Minute. Viele fühlen sich dabei unwohl, sie verspüren eine leichte Übelkeit oder Schwindel, in selten Fällen kommt es auch zu einer kurzzeitigen Ohnmacht. Ein weiteres typisches Anzeichen eines WPW-Syndroms ist, wie bei vielen anderen Herzrhythmusstörungen auch, ein starker Harndrang.

    Wie wird die Diagnose gestellt?

    Patienten, die mit einem WPW-Syndrom zum Arzt gehen oder in ein Krankenhaus eingeliefert werden, müssen zunächst an ein EKG angeschlossen werden. Das Elektrokardiogramm ist die wichtigste Untersuchung, denn so wird die elektrische Erregung durch Kurven sichtbar gemacht. Während eines Anfalls ist das EKG besonders aussagekräftig und um diese Messungen möglichst exakt festzustellen, müssen die Betroffenen ein Langzeit-EKG machen lassen. Eine weitere Möglichkeit, den Umfang eines WPW-Syndroms besser einschätzen zu können, ist die sogenannte elektrophysiologische Untersuchung. Der Arzt führt dabei eine Sonde durch die Vene, zum Beispiel in der Leiste ein und schiebt diese dann bis zum Herzen. Auf diese Weise gibt es sehr genaue Messdaten.

    Wie wird das Syndrom behandelt?

    Das Ziel jeder Behandlung ist es, zum einen das starke Herzrasen zu unterbrechen und zum anderen einen weiteren Anfall zu verhindern. Kommt es zu einem akuten Herzrasen, dann kann das Trinken von kaltem Wasser eine effektive Sofortmaßnahme sein. Auf diese Weise wird der Ruhenerv, der sogenannte Parasympathikus stimuliert und das kann unter Umständen das schnelle Schlagen des Herzens beenden. Beim Arzt oder im Krankenhaus wird dem Patienten ein Medikament gespritzt, zudem wird das Herz mit einer laufenden EKG-Kontrolle untersucht. Wer schon einmal unter einer anderen Form von Herzrhythmusstörungen gelitten hat und dem Medikamente wie Digitalis oder Verapamil verschrieben wurden, sollte diese Präparate während eines Anfalls mit dem WPW-Syndrom nicht einnehmen, denn das kann zu schwerwiegenden Problemen führen.

    Ist eine Katheterablation sinnvoll?

    Ein sehr effektives Mittel, um weitere Anfälle zu vermeiden, ist eine Katheterablation. Ähnlich wie bei einer elektrophysiologischen Untersuchung wird vom Arzt eine Art Schleuse mittels eines Plastikschlauchs durch die Vene in der Leiste gelegt. Durch den Schlauch werden dann verschiedene Sonden in den rechten Herzvorhof geschoben. Das Ziel dieser Behandlung ist es, das zusätzliche Leitungsbündel im linken Vorhof des Herzens, das die Anfälle auslöst, zu veröden. Um vom rechten in den linken Vorhof zu gelangen, durchbricht der Arzt die dazwischen liegende Scheidewand mit einer dünnen Nadel. Liegt die Sonde dann an der richtigen Stelle, beginnt die Verödung, die nur wenige Minuten dauert. Der Patient bekommt eine örtliche Betäubung und kann das Krankenhaus meist schon nach wenigen Tagen wieder verlassen. Das Risiko dieser Behandlung ist gering und die Beschwerden, die das WPW-Syndrom verursacht, verschwinden dauerhaft. Vor allem Patienten, die häufig unter den Anfällen des WPW-Syndroms leiden, können von dieser modernen Behandlungsmethode profitieren und wieder ein normales Leben führen.

    Bild: © Depositphotos.com / Serp77

  • Coolsculpting – mit Kälte zur schlanken Linie

    Coolsculpting – mit Kälte zur schlanken Linie

    Kaum jemand ist mit seiner Figur wirklich zufrieden. Die einen stören sich am  „Hüftgold“, die anderen möchten gerne ihr lästiges Bauchfett loswerden, wieder andere träumen von einer schlanken Taille. Während diese Probleme noch vor wenigen Jahren hauptsächlich die Damenwelt beschäftigt haben, sind es heute viele Männer, die von einer schlankeren Silhouette träumen. Aber so verlockend die schlanke Linie auch ist, nicht jedem behagt es, sich unters Messer zu legen. Mit Coolsculpting gibt es jetzt eine Möglichkeit, auch ohne Skalpell eine bessere Figur zu bekommen.

    Ohne Operation

    Wenn regelmäßige sportliche Aktivitäten und eine ausgewogene Ernährung nicht dabei behilflich sind, eine schlanke Taille zu bekommen, dann baut sich über kurz oder lang Frust auf, und das Selbstbewusstsein schwindet. Helfen kann in dieser Situation ein neues Verfahren, das in der Klinik am Pelikanpark in Niedersachsen angeboten wird. Die Klinik bietet mit Coolsculpting eine neue Methode zur effektiven Fettreduktion an und das ohne einen operativen Eingriff. In den USA entwickelt, wurde das Coolsculpting Verfahren schon 2010 von der Gesundheitsbehörde FDA zertifiziert und zugelassen. Die Klinik am Pelikanplatz ist eine der wenigen in Deutschland, die dieses Verfahren anbieten.

    Wie funktioniert Coolsculpting?

    Der Name Coolsculpting verrät es schon, bei der neuen Methode der Fettreduzierung werden die ungeliebten Fettzellen durch Kälte vernichtet. Behandelt werden können der Bauch, die Taille, die Hüften, aber auch die Innenseiten der Knie sowie die Oberschenkel und die Oberarme. Mit der speziellen Coolsculpting Applikation werden die betroffenen Körperbereiche angesaugt und anschließend heruntergekühlt. Während dieses Prozesses wird weder die Haut selbst, noch das umliegende Gewebe beschädigt. Ein Doppelkinn ist ebenso wenig attraktiv wie die Falten unter den Achseln, aber auch hier kann die neue Methode zum Einsatz kommen. Mithilfe des CoolMini Applikators verschwinden auch diese kleinen Fettdepots. Coolsculpting verursacht kaum Schmerzen und eine Narkose ist ebenso wenig notwendig wie ein stationärer Aufenthalt in der Klinik.

    Attraktiv bleiben

    Attraktivität war lange Zeit eine Domäne der Frauen, heute wollen aber auch immer mehr Männer gut aussehen und sich in ihrer Haut wohlfühlen. Viele Herren sind körperbewusst und legen großen Wert auf ein gepflegtes, einwandfreies Aussehen. Wenn sich Fettpölsterchen gebildet haben und der Sport daran nichts mehr ändern kann, dann bietet die Klinik am Pelikanplatz Coolsculpting speziell für den Mann an. Kein Mann möchte, dass man ihm sein Alter ansieht und die plastisch-ästhetische Chirurgie kann mit einem nicht-operativen Verfahren wie Coolsculpting, auch Männer im besten Alter zu einem attraktiven Äußeren verhelfen. Der große Vorteil der neuen Behandlungsmethode ist, dass die Natürlichkeit erhalten bleibt, aber die Zeichen des Alters nicht mehr im Vordergrund stehen.

    Welche Vorteile bietet die Methode?

    Normalerweise sind plastisch-ästhetische Eingriffe kompliziert und vor allem sehr aufwendig. Das ist bei Coolsculpting ganz anders. Keine Narkose, kein Aufenthalt im Krankenhaus und auch keine Kompressionsschwäche – die neue Methode zur Reduzierung des Fetts hat einige Vorteile gegenüber der klassischen Schönheitschirurgie. Die Behandlung dauert in der Regel nicht mehr als eine Stunde und sie kann nach Wunsch auch nach einigen Monaten wiederholt werden. Die ersten Ergebnisse der Behandlung sind schon nach acht Wochen sichtbar, denn dann hat der Körper die Fettzellen, die abgetötet wurden, vollständig abgebaut. Vor jeder Behandlung wird in der Klinik ein ausführliches Beratungsgespräch geführt, denn kein Patient ist wie der andere und jede Behandlung wird individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt.

    Wer unzufrieden mit seiner Figur ist, der ist eines Tages auch unzufrieden mit seinem Leben. Wenn Diäten und Sport nicht den gewünschten Effekt bringen, dann kann nur eine ärztliche Behandlung wie die neue Coolsculpting Methode dabei helfen, wieder, schlank, gesund und vor allem zufrieden durchs Leben zu gehen.

    Bild: © Depositphotos.com / LisaA85

  • Warum die Krankenzusatzversicherung immer beliebter wird

    Warum die Krankenzusatzversicherung immer beliebter wird

    Steigende Beiträge, aber immer weniger Leistungen – die gesetzliche Krankenversicherung verliert mehr und mehr an Zustimmung. Durch die neuste Anhebung der Beiträge, die die Arbeitnehmer alleine tragen müssen, gibt es immer mehr gesetzlich Versicherte, die über eine private Krankenzusatzversicherung nachdenken. Sie wollen die spärlichen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung durch eine private Zusatzversicherung ergänzen, ohne dabei die Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung aufgeben zu müssen. 22 Millionen Deutsche haben bereits eine zusätzliche private Krankenversicherung, neun Millionen sind komplett privat versichert.

    Welche Vorteile bietet die private Krankenzusatzversicherung?

    Bei einer privaten Krankenzusatzversicherung geht es primär nicht um das Einzelzimmer während eines Aufenthalts im Krankenhaus oder um den Besuch des Chefarztes, es geht vielmehr um schöne Zähne, die sich heute kaum noch jemand leisten kann, der sich mit den Basisleistungen der gesetzlichen Krankenkasse zufriedengeben muss. Bedingt durch die aktuelle Gesundheitsreform wird die Lücke zwischen den Basisleitungen der gesetzlichen Krankenversicherung und einer privaten Krankenzusatzversicherung besonders im Bereich der Zahnbehandlungen sehr deutlich. Gesetzlich Versicherte müssen mit Festbeträgen für den Zahnarztbesuch auskommen, wer sich bei der privaten Krankenzusatzversicherung für die Teil- oder Vollübernahme der Zahnarztkosten entscheidet, der kann einen qualitativ hochwertigen Zahnersatz wie zum Beispiel Implantate wählen, ohne dafür ein Vermögen zahlen zu müssen.

    Den passenden Tarif wählen

    Wer gesetzlich krankenversichert ist, der muss sich mit dem wenigen begnügen, was die Kasse anbietet, wer sich zusätzlich privat krankenversichert, der bekommt einen Tarif nach Maß. Jeder kann sich aussuchen, was ein Paket der privaten Krankenzusatzversicherung enthalten soll und sich individuell seinen Tarif ausrechnen lassen. Das Alter, das Geschlecht, aber auch der allgemeine gesundheitliche Zustand sind für die Berechnung des Tarifs relevant. Gab es in den vergangenen Jahren Krankheiten, Unfälle oder Krankenhausaufenthalte – auch das ist wichtig, um einen Tarif richtig zu berechnen. Wenn es zu viele Risiken, zum Beispiel durch bereits bestehende Krankheiten gibt, dann kann es passieren, dass ein Antrag abgelehnt wird, wenn aber alles stimmt, dann bietet die persönlich passende Tarifwahl eine Menge Vorteile.

    Der größere Leistungsumfang

    Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt im Ernstfall alle Kosten für die Behandlung beim Arzt oder in einem Krankenhaus, sowie diagnostische Maßnahmen, die notwendigen Medikamente und auch die Vor- und die Nachsorgeuntersuchungen. Aber das Ganze hat einen entscheidenden Nachteil, denn die Kassen zahlen immer nur das, was unbedingt notwendig ist und zweckmäßig ist. Der Grund für diese Sparsamkeit liegt im Wirtschaftlichkeitsgebot, denn die Kassen müssen mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung steht, genau haushalten. Eine private Krankenzusatzversicherung ist hier die perfekte Ergänzung für alle, die die gesetzliche Krankenkasse nicht verlassen wollen, aber trotzdem einen größeren Leistungsspielraum haben möchten. Mehr interessante Details zum Leistungsumfang der privaten Krankenzusatzversicherungen gibt es hier: http://www.krankenzusatzversicherung.com

    Das vielfältige Angebot der privaten Krankenzusatzversicherung

    Einzelzimmer und Behandlung durch den Chefarzt sind nur zwei Aspekte, die eine private Krankenzusatzversicherung attraktiv machen. Die Möglichkeit, sich medizinisch alternativ behandeln zu lassen, zum Beispiel bei einem Heilpraktiker, ist ein weiterer Vorteil, den diese zusätzliche Versicherung anbietet. Für die private Zusatzversicherung sprechen bessere stationäre und auch ambulante Behandlungen, die Versorgung mit Medikamenten und auch schnellere Termine bei einem Facharzt. Ein weiteres wichtiges Kriterium, das für die private Krankenzusatzversicherung spricht, ist die Hilfe bei der Pflege, denn die wird in der nahen Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

    Hilfe im Alter

    Jeder möchte im Alter qualitativ gut versorgt werden, nur leider wird das mit der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht mehr möglich sein, denn die gesetzliche Pflegeversicherung arbeitet umlagefinanziert. Das heißt, die jungen Menschen müssen für die Älteren aufkommen. Weiterführende Informationen befinden sich hier: http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gesundheitspolitik/72843/zukuenftige-finanzierungsmodelle?p=all. Bedingt durch den demografischen Wandel wird es zukünftig jedoch immer mehr ältere Menschen geben und immer weniger jüngere Menschen, die in die Pflegeversicherung einzahlen. Wer auch hier nichts dem Zufall überlassen will, der sollte sich schon heute für eine private Krankenzusatzversicherung entscheiden.

    Bild: © Depositphotos.com / valphoto

  • TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    Fast jedem Schlaganfall gehen Warnzeichen voraus und diese alarmierenden Zeichen werden als transitorische ischämische Attacken oder kurz TIA genannt. Die TIA Warnzeichen treten von einer Minute auf die andere auf und sie verschwinden in der Regel auch ebenso schnell wieder. Da die Attacken blitzschnell kommen und gehen, suchen nur die wenigsten einen Arzt auf, aber das kann fatale Folgen haben. Wenn dann der Schlaganfall kommt, wird die Zeit knapp, und es kann sehr schnell um Leben oder Tod gehen.

    Welche Vorzeichen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen sind vielfältig und individuell stark oder weniger stark ausgeprägt. Praktisch wie aus heiterem Himmel kann es zu Sehstörungen kommen, die Betroffenen sehen verschwommen oder wie durch eine Milchglasscheibe, aber auch eine plötzliche Blindheit ist möglich. Arme und Beine können sich taub und pelzig anfühlen, manche Menschen sind nicht mehr in der Lage, ganze Sätze zu sprechen oder es fehlen die richtigen Worte. Alle diese TIA Warnzeichen dauern meist nur wenige Sekunden oder Minuten, in einigen Fällen aber auch Stunden. Vor allem wenn es um Ausfälle geht, die nur Sekunden dauern, kommen nur die wenigsten auf den Gedanken, den Notruf zu wählen und betrachten das Ganze als ein vorübergehendes Phänomen.

    TIA Warnzeichen künden einen Schlaganfall an

    Nicht alle TIA Warnzeichen weisen auf einen kurz bevorstehenden Schlaganfall hin, aber bei 40 % der Schlaganfallpatienten ging eine transitorische ischämische Attacke voraus. Mediziner sprechen daher von einem kleinen Schlaganfall, den jeder ernst nehmen sollte. Was den „richtigen“ Schlaganfall von TIA unterscheidet, ist der zeitliche Ablauf, denn während bei den TIA Warnzeichen nur ein sehr kurzer Zeitraum vergeht, können die Symptome bei einem Schlaganfall bis zu 24 Stunden andauern.

    Welche Ursachen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen werden in den meisten Fällen durch einen Blutpfropfen verursacht, der für kurze Zeit ein kleines Gefäß im Gehirn verstopft. Die eigentliche Ursache ist in der Regel jedoch eine Verkalkung der Arterien, in deren Folge sich ein Pfropfen aus der Halsschlagader löst und dann eine sogenannte Karotisstenose auslöst. Auch ein Vorhofflimmern kann dafür verantwortlich sein, dass es zu einem Blutgerinnsel kommt. Da die Durchblutungsstörung nur vorübergehend ist, kann man sie nicht mit einem Schlaganfall gleichsetzen, trotzdem gilt TIA immer als medizinischer Notfall. Die TIA Warnzeichen erhöhen das Risiko, einen Hirninfarkt zu erleiden und dann geht es um jede Minute. Meist kommt es bei mehr als zehn Prozent der Betroffenen nach vier Wochen zu einem Schlaganfall und innerhalb von drei Monaten steigt die Zahl auf 17 %.

    Wie wird TIA behandelt?

    Wenn TIA Warnzeichen auftreten, dann sollte ohne zu zögern der Notruf 112 angerufen werden, selbst dann, wenn die Symptome bereits wieder nachlassen. Der Notarzt wird den Patienten ins Krankenhaus einweisen, wo er dann 24 Stunden lang auf der Intensivstation beobachtet wird. In weiteren Untersuchungen suchen die Ärzte nach anderen Erkrankungen, die die Symptome ausgelöst haben könnten, wie zum Beispiel Epilepsie oder auch Migräne. Wenn die Patienten wieder nach Hause entlassen werden, dann ist es wichtig, den Auslöser von TIA richtig zu behandeln. Wer unter zu hohem Blutdruck, unter Vorhofflimmern, unter Diabetes oder unter einer Arteriosklerose leidet, ist ein Risikopatient und muss diese Erkrankungen unter ärztlicher Aussicht in den Griff bekommen. Medikamente müssen regelmäßig und konsequent eingenommen werden und sollte die Halsschlagader schon verengt sein, dann ist eine Operation die einzige Option der Behandlung. Patienten, die unter einem Vorhofflimmern leiden, müssen Medikamente einnehmen, die das Blut verdünnen.

    Damit es erst gar nicht zu TIA oder zu einem Schlaganfall kommt, ist es hilfreich, den Lebenswandel zu ändern. Rauchen ist ebenso ein Risikofaktor wie Übergewicht und der Mangel an Bewegung, auch eine ungesunde Ernährung erhöht die Gefahr, einen kleinen oder klassischen Schlaganfall zu erleiden.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Warum eine Pankreatitis gefährlich ist

    Warum eine Pankreatitis gefährlich ist

    Sie kommt relativ selten vor, aber wer davon betroffen ist, der kann schnell in Lebensgefahr schweben – die Pankreatitis, besser bekannt unter dem Namen Bauchspeicheldrüsenentzündung. Eine Pankreatitis kann akut, aber auch chronisch auftreten, oftmals wird sie von Gallensteinen ausgelöst, und wenn andere Organe wie die Leber, der Darm, das Herz, die Lungen oder die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden, dann wird es sehr schnell sehr gefährlich. Aber was löst eine Bauchspeicheldrüsenentzündung aus und was macht eine Pankreatitis gefährlich?

    Die Bauchspeicheldrüse – ein erstaunliches Organ

    Die Bauchspeicheldrüse wiegt nur knapp 100 Gramm, sie ist 15 cm groß und liegt im oberen Bauchbereich gleich hinter der Bauchwand. Jeden Tag gibt die Bauchspeicheldrüse bis zu zwei Liter Verdauungssekret an den Dünndarm ab und in dieser Flüssigkeit sind Stoffe enthalten, die die Nahrung in ihre Bestandteile zerlegen, denn nur so können sie aus dem Dünndarm vom Blut aufgenommen werden. Um zu verhindern, dass sich die Bauchspeicheldrüse selbst verdaut, bilden einige Enzyme eine Art interaktive Vorstufe, sie werden erst dann richtig aktiv, wenn sie im Dünndarm gelandet sind. Die Bauchspeicheldrüse kann aber noch mehr, sie gibt wichtige Hormone wie zum Beispiel Insulin ins Blut ab, um den Blutzuckerspiegel zu senken, auch Glukagon wird abgegeben, was den Blutzuckerspiegel wieder steigen lässt.

    Was macht eine Pankreatitis gefährlich?

    Die Ursachen für eine Pankreatitis sind vielschichtig, in den meisten Fällen ist aber eine Erkrankung der Galle verantwortlich. Wenn ein Stein den Gallengang verstopft und damit einen Gallenstau auslöst, dann sammelt sich im Rückstau das Verdauungssekret in der Bauchspeicheldrüse, was wiederum eine Pankreatitis gefährlich macht. Das Gewebe wird gereizt, es wird geschädigt und schließlich entsteht eine Entzündung. Was eine Pankreatitis gefährlich macht, ist aber die nachfolgende Situation, denn die Drüse wird versuchen, sich selbst zu verdauen. Auch übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss machen eine Pankreatitis gefährlich, weil der Alkohol schnell zu einer Entzündung führen kann. Andere mögliche Ursachen für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüse, Störungen im Stoffwechsel und bestimmte Medikamente wie beispielsweise Betablocker und ACE-Hemmer, aber auch einige Antibiotika können eine Pankreatitis gefährlich machen.

    Welche Symptome gibt es?

    Eine Pankreatitis tritt plötzlich und ohne jede Vorwarnung auf. Die Betroffenen fühlen heftige Schmerzen im oberen Bauchbereich, die schnell in den Rücken oder in die Brust ausstrahlen. Zusammen mit den starken Schmerzen kommt es zu Übelkeit, Blähungen und Erbrechen, auch Fieber kann bei einer akuten Entzündung auftreten. Die Bauchdecke ist gespannt, aber sie ist nicht hart, der Arzt spricht dann von einem sogenannten Gummibauch und schon der kleinste Druck löst in dieser Situation heftige Schmerzen aus. Ist der Gallengang an der Pankreatitis beteiligt, dann entwickelt sich zudem eine Gelbsucht, der Urin färbt sich dunkel und die Bindehäute in den Augen sind gelb. Kommt es zu einem Kreislaufschock, dann wird die Pankreatitis gefährlich und wenn sich Eiter im Bauchraum sammelt, dann besteht die Gefahr einer Blutvergiftung, in deren Verlauf das Herz, die Lunge oder auch die Nieren versagen können.

    Wie wird eine Pankreatitis behandelt?

    Kommt es zu einer akuten Pankreatitis, dann muss der Betroffene sofort ins Krankenhaus und je nach Schweregrad auch intensivmedizinisch betreut werden. Gegen die starken Schmerzen bekommt der Patient ein Schmerzmittel, zusätzlich wird ein Tropf angehängt, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen und den Kreislauf aufrecht zu erhalten. Bei einer akuten Erkrankung darf nichts gegessen werden und selbstverständlich sind auch Nikotin und Alkohol tabu. Handelt es sich um eine besonders starke Entzündung, die lange andauert, dann muss der Patient über eine Magensonde mit flüssiger Nahrung versorgt werden. Klingt die Entzündung langsam ab, denn folgt ein vorsichtiger Aufbau mit Speisen, die leicht verdaulich sind.

    Auch wenn eine Pankreatitis gefährlich ist, wenn sie rechtzeitig behandelt wird, dann wird der Patient wieder vollständig gesund.

    Bild: © Depositphotos.com / Waldemarus

  • Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Die meisten Menschen kennen die Pneumonie unter ihrem populären Namen Lungenentzündung, aber nur wenig wissen, dass es eine Volkskrankheit Pneumonie gibt. Eine halbe Million Deutsche erkranken jedes Jahr an einer Lungenentzündung, knapp ein Drittel muss deswegen ins Krankenhaus. Es werden mehr Menschen mit einer Lungenentzündung stationär behandelt als mit einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall und dazu kommen noch die Patienten, die sich aus anderen Gründen im Krankenhaus befinden und erst dort eine Pneumonie bekommen.

    Was passiert bei einer Pneumonie?

    Kommt es zu einer Pneumonie, dann sind entweder die Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, oder das Lungengewebe beschädigt. Die Hohlräume, die für die Atmung sehr wichtig sind, werden bei einer infektiösen Pneumonie mit Eiter oder Wasser gefüllt, die das Gewebe verdichten und einen Austausch der Atemgase unmöglich machen. Unter der Volkskrankheit Pneumonie versteht man die häufig vorkommende infektiöse Lungenentzündung, die immer dort auftritt, wo Menschen eng zusammenleben. Wer unter einem Infekt der Atemwege leidet, der reicht die Krankheit durch Niesen und Husten an seine Mitmenschen weiter, diese Tröpfchen werden dann eingeatmet und der Erreger setzt sich schließlich in den Atemwegen fest und kann dann eine Lungenentzündung auslösen.

    Welchen Formen der Pneumonie gibt es?

    Die Volkskrankheit Pneumonie wird in der Regel von Bakterien ausgelöst, seltener ist eine Infektion mit Parasiten, Pilzen oder Viren. Die meisten Menschen stecken sich in ihrer unmittelbaren Umgebung an und diese Infektionen nennen die Ärzte eine ambulant erworbene Pneumonie. Nosokomiale Infektion wird die Lungenentzündung genannt, mit der sich Patienten im Krankenhaus, bevorzugt auf Intensivstationen anstecken. Der Grund für die recht häufigen Ansteckungen im Krankenhaus sind zum einen die Patienten selbst, denn ihr Immunsystem ist angeschlagen und kann die Keime nicht mehr abwehren. Zum anderen sind die Maschinen auf einer Intensivstation schuld, vor allem Beatmungsschläuche, die eine natürliche Reinigung der Luftröhre und der Bronchien durch Abhusten verhindern. Eher selten sind problematische Keime wie Staphylokokken oder Enterokokken die Ursache für eine Lungenentzündung, die im Krankenhaus entsteht.

    Die Volkskrankheit Pneumonie und ihre Symptome

    Wenn es um die Symptome einer Lungenentzündung geht, dann unterscheidet die Medizin zwischen typischen und atypischen Symptomen. Typisch für eine Pneumonie sind schnell ansteigendes Fieber mit Temperaturen von bis zu 40° Grad, heftiger Schüttelfrost und Beschwerden beim Atmen. Die Betroffenen fühlen sich schlapp, elend und krank. Da die Zufuhr mit Sauerstoff verringert ist, unternimmt der Körper alles, um die erhöhte Atemfrequenz wieder auszugleichen, was den Pulsschlag drastisch erhöhen kann. Schafft der Körper es nicht, den Sauerstoffmangel auszugleichen, dann kommt es zu einer Zyanose und die Lippen wie auch das Nagelbett färben sich blau. Eher untypisch ist ein rötlich-brauner Auswurf beim Husten und wenn das Brustfell betroffen ist, dann treten beim Atmen starke Schmerzen auf.

    Wie wird eine Pneumonie behandelt?

    Die möglichen Therapien der Volkskrankheit Pneumonie beziehen sich auf die infektiöse Form der Lungenentzündung, und für die Therapie ist entscheidend, ob die Betroffenen zu Hause oder im Krankenhaus behandelt werden. Nicht immer ist ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig, aber wenn die Symptome sehr stark sind, dann ist eine intensivmedizinische Behandlung die bessere Wahl. Antibiotika haben sich bei der Volkskrankheit Pneumonie bestens bewährt, vor allem dann, wenn die Krankheit von Keimen ausgelöst wurde. Durch die Gabe von Antibiotika sollten sich die Symptome innerhalb von zwei bis drei Tagen bessern, ist das nicht der Fall, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden, um eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Parasiten ausschließen zu können. Um den Schleim in den Bronchien zu lösen, ist eine Inhalation mit Kochsalz ein gutes Mittel, wenn das nicht gelingt, dann muss der Schleim abgesaugt werden, damit der Patient besser atmen kann.

    Eine Pneumonie muss vollständig auskuriert werden, passiert das nicht, dann fällt ein Rückfall um so schlimmer aus.

    Bild: © Depositphotos.com / AsierRomeroCarballo