Schlagwort: Krankheiten

  • So gesund ist die Mittelmeerküche

    So gesund ist die Mittelmeerküche

    Es gibt eine neue internationale Studie, die sich mit den Lebensmitteln befasst hat, die effektiv das Herz schützen. Das Ergebnis der Untersuchungen ist wenig überraschend, denn die Küche rund um das Mittelmeer hat sich als besonders gesund erwiesen. Diese spezielle Küche hat alles, was gesund, nahrhaft und lecker ist: Gemüse, frisches Obst, Fisch und auch Alkohol.

    Eine gesunde Lebensweise

    Es klingt ein wenig komisch, dass sich Alkohol in einer Ernährungsstudie wiederfindet, aber für die Wissenschaftler ging es nicht nur ums gesunde Essen, es geht um eine gesunde Lebensweise und dazu gehört auch Alkohol. 15.500 Menschen aus 39 Ländern haben an der Studie teilgenommen und alle hatten entweder bereits einen Herzinfarkt oder eine andere Herz-/Kreislauferkrankung hinter sich. Zum Zeitpunkt der Studie lag das durchschnittliche Alter der Studienteilnehmer bei 67 Jahren und sie waren in einem gesundheitlich stabilen Zustand.

    Interessante Ergebnisse

    Die Studie hat die Essgewohnheiten der Studienteilnehmer in die „Westliche Diät“ und die „Mittelmeer Diät“ unterteilt und kam, was die Ernährungsgewohnheiten angeht, zu einem sehr interessanten Ergebnis. Die Menschen in Asien und Nordeuropa sind der „Mittelmeer Diät“ zuzuordnen, denn sie ernähren sich überwiegend von Nudeln, Gemüse, Vollkornbrot, Obst und Hülsenfrüchten. Die Menschen in Osteuropa und in Lateinamerika sind hingegen der „Westlichen Diät“ zuzuordnen, sie essen mehr Frittiertes, süße Speisen und Weißbrot.

    Das Fazit der Studie

    Vier Jahre nach der Befragung waren 623 Studienteilnehmer an einem Herzleiden gestorben, 698 erlitten einen weiteren Herzinfarkt und 267 einen Schlaganfall. Erstaunlich war, dass die Zahl der Todesfälle und auch der Herzinfarkte gleichmäßig auf die Studienteilnehmer beider Ernährungsweisen verteilt war, trotzdem bescheinigen die Wissenschaftler der „Mittelmeer Diät“ ein deutlich niedrigeres Risiko für Herzkrankheiten als der „Westlichen Diät“. Wer sich wie die Menschen in Spanien, Italien oder Griechenland ernährt, der ernährt sich auf jeden Fall sehr gesund und auch Alkohol in moderaten Mengen ist bei dieser Ernährung erlaubt.

    Bild: © Depositphotos.com / Piccia

  • Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Allergien im Kindesalter sind keine Seltenheit. Zu den häufigsten Formen gehören Allergien gegen Hühnereier und Erdnüsse oder gegen das Eiweiß in der Kuhmilch. Eine Kuhmilcheiweißallergie kann schon neugeborene Säuglinge treffen, jedoch nehmen die Kinder bei 80 % aller Fälle diese Allergie nicht mit ins Erwachsenenleben. Wenn die Allergie nicht schon in der Klinik festgestellt wird, dann trifft sie die Eltern zu Hause völlig unvorbereitet und löst Panik aus. Das Kind schreit, es lässt sich nicht mehr beruhigen, und auf den ersten Blick ist keine Ursache zu erkennen. Die Bandbreite der Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie ist groß, und ob es sich wirklich um diese Form der kindlichen Allergie handelt, kann nur ein Arzt feststellen.

    Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie auf der Haut

    Es gibt wie schon erwähnt, viele unterschiedliche Symptome für diese Allergie, sehr häufig ist die allergische Reaktion aber an der Haut des Kindes sichtbar. Es kommt zu einer Urtikaria, einer Nesselsucht, die am Körper und im Gesicht zu sehen ist. Je nach Ausprägung der Nesselsucht kann zum Beispiel das Gesicht anschwellen, es ist aber auch ein Hautausschlag mit kleinen rötlichen Blasen möglich. Zudem schwellen die Lippen und die Augenlider deutlich an, die Haut wird schuppig, sehr trocken und juckt, auch eine Neurodermitis ist bei einer Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch keine Seltenheit.

    Probleme im Magen-Darm-Trakt

    In 50 % bis 60 % aller Fälle von kindlicher Kuhmilcheiweißallergie haben die kleinen Allergiepatienten Probleme mit dem Magen- und Darmbereich. Sie erbrechen sich häufig, haben ein auffallendes und auch schmerzhaftes Aufstoßen sowie Sodbrennen, was kleinen Kindern große Schmerzen verursacht. Dazu kommen Koliken und Durchfall, der auch blutig sein kann, sowie Verstopfung und Bauchkrämpfe, ebenfalls gehören Schwierigkeiten beim Schlucken zu den Symptomen bei kleinen Kindern, die unter einer Kuhmilcheiweißallergie leiden.

    Wie erkennen Eltern eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß?

    Es sind nicht nur die deutlich sichtbaren Symptome wie eine Nesselsucht oder Magen-Darm-Probleme, die auf eine Kuhmilcheiweißallergie hindeuten, es treten auch andere, allgemeine Symptome auf, die darauf hinweisen. So sind die betroffenen Kinder schnell müde, sie wirken abgeschlagen, sie sind sehr unruhig und leiden nicht selten auch unter Schlafstörungen. Angst kann ein weiteres Symptom sein, und auch anhaltendes Schreien deutet darauf hin, dass es zu einer allergischen Reaktion gekommen ist. Bei einigen Kindern schlägt die Allergie außerdem auf die Atemwege. Die Nase läuft ständig, es kann zu einem anhaltenden quälenden Husten und auch zu einer schweren, pfeifenden Atmung kommen.

    Eine schwierige Diagnose

    Die Diagnose Milcheiweißallergie zu stellen, kann schwierig sein, denn viele der Symptome deuten auch auf andere Krankheiten hin. Falls die Kinder sich erbrechen müssen und Durchfall haben, dann denken die meisten Eltern spontan an einen Infekt. Wenn die Symptome, die für eine Milcheiweißallergie typisch sind, jedoch in Kombination auftreten, dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn es bei den Kindern, nachdem sie die Flasche bekommen oder einen Milchbrei gegessen haben, zu Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall kommt, dann liegt immer der Verdacht nahe, dass eine Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch die Ursache ist.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Handelt es sich tatsächlich um eine Milcheiweißallergie, dann dürfen die Kinder keine Kuhmilch mehr bekommen. Die speziellen Produkte von Nestlé sind hier eine sehr gute Alternative, denn auf diese Weise bekommen die Kinder alle wichtigen Nährstoffe, die sie benötigen, um gesund zu bleiben. Da auch Muttermilch keine Allergien auslöst, sollten die Kinder, die allergisch auf Kuhmilcheiweiß reagieren, so lange wie möglich gestillt werden. Auch wenn es um Nachfolgeprodukte wie zum Beispiel Brei in vielen Geschmacksrichtungen geht, dann bietet Nestlé hierzu ein großes Angebot. Nicht zu empfehlen sind hingegen Schaf- oder Ziegenmilch, da das Milcheiweiß mit dem der Kuhmilch zu 90 % übereinstimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / Juan_G_Aunion

  • Infektionen mit Geschlechtskrankheiten nehmen drastisch zu

    Infektionen mit Geschlechtskrankheiten nehmen drastisch zu

    Immer mehr Menschen in Deutschland infizieren sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit und die Bundesregierung meint, auch die Gründe dafür zu kennen: Partydrogen und die steigende Zahl der Dating-Portale im Internet. Die Möglichkeit über eines der vielen Portale einen Sexualpartner zu finden, ist denkbar einfach und das hat nach Ansicht der Regierung zu einem veränderten Sexualverhalten der Deutschen geführt.

    Die Syphilis ist wieder da

    Lange Jahre stand die Infektion mit dem HIV-Virus im Vordergrund und eine Geschlechtskrankheit rückte etwas in den Hintergrund – die Syphilis. Alleine zwischen 2009 und 2014 hat sich die Zahl der Neuinfektionen mit 5700 Fällen mehr als verdoppelt, 2014 stieg auch die Zahl der Neuinfektionen mit dem HIV-Virus auf 3200 Fälle und es gab im selben Jahr 5800 neue Fälle von Hepatitis C. Wie in Großbritannien und in China, so stieg die Zahl vor allem bei Männern besonders stark an, und betroffen sind nicht nur homosexuelle, sondern vermehrt auch heterosexuelle Männer.

    Problem Partydroge

    Die sogenannten neuen Drogen wie Crystal Meth haben den „alten“ Drogen wie Kokain und Heroin den Rang abgelaufen, und auch sie sind schuld an der veränderten sexuellen Moral der Deutschen. Drogen wie Crystal Meth oder Speed sind günstig, sie machen sofort abhängig und sie verändern auch das Schutzverhalten, wenn es um sexuelle Kontakte geht. Ein anderes Problem stellen die vielen Dating-Portale dar.

    Schnelle Kontakte

    Das Angebot der Dating-Portale im Internet reicht von der seriösen Partnerschaftsvermittlung für Akademiker mit Niveau bis hin zur Seitensprungagentur für schnelle anonyme Sexualkontakte. Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen diese Portale zum einen, um die Einsamkeit zu überwinden und zum anderen, um vielleicht für eine kurze Zeit aus einer Ehe oder einer Beziehung auszubrechen. Auch die sozialen Netzwerke machen die Kontaktaufnahme leichter und auch in diesem Bereich sieht die Regierung einen Grund für die steigenden Infektionen.

    Bild: © Depositphotos.com / tuja66

  • Warum es auch weiterhin Tierversuche geben wird

    Warum es auch weiterhin Tierversuche geben wird

    Immer mehr Menschen lehnen Tierversuche ab, trotzdem werden jedes Jahr Millionen von Tieren für unterschiedliche Experimente eingesetzt. Es sind vor allem Mäuse, Ratten und Fische, aber auch Affen, die im Labor der Forschung dienen, und in absehbarer Zeit wird sich daran auch nichts ändern. Warum Giftstoffe und Medikamente immer noch an Tieren getestet werden, hat seine Gründe, aber es gibt mittlerweile auch Alternativen, die Tierversuche überflüssig machen.

    Für Kosmetik verboten

    Tierversuche sind heute nur in der Kosmetikindustrie verboten, für Medikamente allerdings werden noch 2,8 Millionen Tiere eingesetzt. Diese Zahl ist seit Jahren konstant, aber die Tierarten haben sich geändert. In erster Linie sind Mäuse für Versuchsreihen sehr beliebt, dicht gefolgt von Ratten, dann folgen Zebrafische, denn diese Tiere haben einen besonders komplexen Organismus. Mäuse sind besonders gut geeignet, wenn es um die Genforschung geht, Zebrafische hingegen besitzen viele Eigenschaften, die in der Entwicklungsbiologie von Nutzen sind. Die Fische sind durchsichtig, ihre Gene lassen sich einfach verändern und sie sind im Vergleich zu anderen Tieren in der Anschaffung und im Unterhalt sehr kostengünstig. Was den Fisch jedoch interessant macht, ist, dass seine biologischen Funktionen in den Gefäßen und auch im Herz-/Kreislaufsystem dem der Menschen ähneln.

    Gibt es Alternativen?

    Viele Verbraucher fragen sich, warum im hochmodernen Computerzeitalter noch immer Tierversuche notwendig sind. Es sind die biologischen Prozesse, die es einfacher machen, Krankheiten zu verstehen oder die Unbedenklichkeit von Chemikalien zu testen. Die meisten Tierversuche dienen heute jedoch der Grundlagenforschung, denn nicht in allen Bereichen der Medizin kann die Wissenschaft auf Tierversuche verzichten. Zudem können die Tests in diesem Bereich vielfach schon am Computer simuliert werden, um die gewünschten Daten zu bekommen. Hautmodelle bieten ebenfalls eine Alternative und da es heute möglich ist, mit menschlichen Stammzellen zu arbeiten, werden auch auf diesem Gebiet weniger Versuche mit Tieren gemacht.

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  • Pflanzenmargarine oder Butter – was ist gesünder?

    Pflanzenmargarine oder Butter – was ist gesünder?

    Die Butter hat ihr gutes Renommee verloren, denn Butter ist Gift fürs Herz. Pflanzenmargarine und Pflanzenöl sind dagegen viel gesünder, denn sie sind viel besser für die Gesundheit und greifen das Herz nicht an. Millionen Menschen glauben diese These und haben die Butter aus ihrem Kühlschrank verbannt und sie durch pflanzliche Fette ersetzt. Eine neue Studie aus den USA ging jetzt der Frage nach, ob Butter tatsächlich so schlecht ist wie ihr Ruf.

    Ein ernüchterndes Ergebnis

    Wer Butter gegen Pflanzenmargarine austauscht, der kann das Risiko von Herzkrankheiten nicht lindern – das sagt die aktuelle Studie der University of North Carolina. Das Ergebnis der Studie deckt sich mit den Erkenntnissen einer älteren Studie aus Minnesota, die schon vor Jahren darauf hinwies, dass Pflanzenfette, die reich an Linolsäuren sind, zwar den Cholesterinspiegel senken können, aber die Gefahr von Herzkrankheiten nicht sonderlich verringern. Die Forscher in North Carolina fanden zudem heraus, dass pflanzliche Fette keinen Einfluss auf die Herzgesundheit haben.

    Vielfach überschätzt

    Pflanzenöle aus Sonnenblumen, Disteln oder Soja werden vielfach überschätzt und können den hohen Anspruch, der an sie gestellt wird, nicht erfüllen. Zwar sind diese Öle für die Gesundheit nicht schädlich, aber sehr viel gesünder kann man damit auch nicht leben. Warum pflanzliche Fette wie die beliebte Pflanzenmargarine das Cholesterin senken, aber einen Herzinfarkt nicht verhindern können, das ist noch nicht restlos geklärt. Es gibt Studien, die vermuten, dass Pflanzenöle unter bestimmten Umständen eine Entzündung hervorrufen können, die dann als Risikofaktor für das Herz werden.

    Wer gerne Butter isst, der sollte sich nicht allzu viele Sorgen machen, denn das tierische Fett hat zu Unrecht einen so schlechten Ruf. Die viel gepriesene Pflanzenmargarine hingegen schützt die Gesundheit nicht unbedingt, wer aber auf die schlanke Linie achten will, der ist nach wie vor besser beraten, die Butter auf Brot und Brötchen durch Margarine zu ersetzen.

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  • Zuzahlungen für Medikamente steigen weiter an

    Zuzahlungen für Medikamente steigen weiter an

    Immer tiefer müssen die Versicherten für Medikamente in die Tasche greifen, alleine im vergangenen Jahr waren es 2,1 Milliarden Euro. Das sind fast 300 Millionen Euro mehr als noch vor vier Jahren und der Trend geht weiter nach oben. Gleichzeitig sank die Zahl der Medikamente, die zuzahlungsfrei in der Apotheke erhältlich sind, von 7116 auf 3889. Die Grünen fordern jetzt die Krankenkassen auf, nicht mehr länger auf Kosten der Ärmsten zu sparen.

    Wie setzen sich die Zuzahlungen für Medikamente zusammen?

    Wer Medikamente vom Arzt verschrieben bekommt, der muss in der Apotheke mindestens fünf und höchstens zehn Euro zuzahlen. Diese Zuzahlungen für Tabletten, Salben oder Dragees belaufen sich auf zwei Prozent des eigentlichen Preises und wenn ein Medikament weniger als fünf Euro kostet, dann muss der Patient die Kosten selbst tragen. Allerdings gibt es Belastungsgrenzen, wenn es um die Zuzahlungen geht. Diese Grenzen liegen bei zwei Prozent des Bruttoeinkommens, für Menschen mit chronischen Krankheiten, die ständig auf Medikamente angewiesen sind, liegt die Grenze bei nur einem Prozent. Ein Teil der Medikamente ist gänzlich von Zuzahlungen befreit.

    Das plant der Gesundheitsminister

    Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe plant, die Krankenkassen und vor allem auch die Beitragszahler bei der Markteinführung von neuen Medikamenten besser zu schützen. So soll unter anderem der Umsatz begrenzt werden, den die Hersteller in einem Jahr mit einem neuen Medikament verdienen. Aktuell können die Pharmaunternehmen bei der Einführung neuer Arzneimittel jeden Preis verlangen, und erst nach einem Jahr greift dann der mit den Krankenkassen verhandelte Erstattungsbetrag.

    Darüber klagen die Kassen

    Nach Ansicht der Krankenkassen verlangen die Hersteller „Mondpreise“, wenn es um neue Mittel geht und sie fordern den Gesundheitsminister auf, einen sogenannten Schwellwert in das Arzneimittelrecht aufzunehmen. Immer wenn dieser Wert erreicht wird, dann würden die Krankenkassen nur den verhandelten und damit den niedrigen Preis erstatten. So sollen horrende Preise verhindert werden.

    Bild: © Depositphotos.com / KatarinaGondova