Schlagwort: Krankheiten

  • Social Freezing – ein neuer Trend?

    Social Freezing – ein neuer Trend?

    Viele Frauen wünschen sich ein Baby, doch oftmals ist der richtige Zeitpunkt noch nicht erreicht. Sei es aus persönlichen oder beruflichen Gründen – daher schieben einige Frauen ihren Kinderwunsch bisweilen auf unbestimmte Zeit nach hinten. Wer hier jedoch nicht aufpasst, kann den „richtigen Zeitpunkt“ ganz einfach verpassen und hat mit Anfang 40 schließlich kein Glück, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Denn mit zunehmendem Alter nimmt einerseits die Fruchtbarkeit bei Frauen rapide ab und andererseits die Häufigkeit von Fehlern im Erbgut, die zu Krankheiten und Behinderungen des Kindes oder aber einem natürlichen Abgang zu Beginn einer Schwangerschaft führen können, zu.

    Als neuer Trend scheint daher Social Freezing für Frauen, die entweder zunächst Karriere machen möchten oder die einfach nicht den passenden Partner gefunden haben, eine optimale Lösung zu sein, um trotzdem nicht auf Nachwuchs verzichten zu müssen. Erst kürzlich sorgten sowohl Facebook als auch Apple für Aufsehen, als sie verkündeten, ihren Mitarbeiterinnen eine solche Behandlung zu finanzieren. Doch wie genau funktioniert Social Freezing eigentlich und wer ist die Zielgruppe dieser Methode?

    Auf Eis gelegt – die moderne Familienplanung?

    Das sogenannte Social Freezing bietet vor allem Frauen zwischen 35 und 40 Jahren mittlerweile auch in Deutschland die Möglichkeit, unbefruchtete Eizellen für einen späteren Kinderwunsch einfrieren zu lassen. Jedoch ist die Entnahme reifer Eizellen bei Weitem nicht so einfach wie die Samenspende für Männer.

    Beim Social Freezing wird zunächst ähnlich wie bei der künstlichen Befruchtung vorgegangen. Über zehn Tage hinweg werden der Frau Hormone gespritzt, die die Eizellreifung anregen – im Anschluss daran findet die Entnahme der gebildeten Eizellen über die Vagina statt. Durch die vorangehende Hormonbehandlung kann es bei den Frauen in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen wie starken Stimmungsschwankungen oder auch Übelkeit kommen.

    Nun findet im Anschluss an die Entnahme der Eizellen allerdings keine Befruchtung dieser Zellen statt (wie bei der künstlichen Befruchtung), stattdessen werden die Eizellen bei minus 180 Grad Celsius schockgefroren und in speziellen Kyrotanks durch den Einsatz von flüssigem Stickstoff gelagert. Hierfür gibt es in Deutschland private Anbieter, wie z.B. die Eizellbank Seracell Freezing aus Rostock, die die Zellen gegen eine monatliche Gebühr beliebig lange lagern. Die Spende von Eizellen ist hingegen zumindest in Deutschland gesetzlich verboten, aus diesem Grund haben Frauen lediglich die Möglichkeit, ihre Eizellen für den eigenen Gebrauch einfrieren zu lassen.

    Wer entscheidet sich für Social Freezing?

    Die Methode des Eizelleneinfrierens war zumindest in Deutschland zunächst Frauen vorbehalten, die sich aufgrund einer Krebserkrankung einer Chemotherapie unterziehen mussten – denn auf diese Weise konnten die entnommenen Zellen vor den zerstörenden Chemikalien geschützt werden, sodass ein Kinderwunsch nach überstandener Krankheit mit besseren Chancen erfüllt werden konnte. Doch mittlerweile ist das Einfrieren von Eizellen auch aus den bereits genannten sozialen Gründen möglich – damit steht es der modernen Frau vollkommen frei, sich für eine neue Art der Familienplanung zu entscheiden.

    Aktuell ist das Social Freezing in Deutschland allerdings noch wenig verbreitet; das liegt zum einen wohl daran, dass dieser Trend erst vor nicht allzu langer Zeit auch hier angekommen ist. Zum anderen fehlt bisher eine grundlegende Aufklärung über die Möglichkeiten dieser Art der Familienplanung. Generell scheint jedoch ein Großteil der deutschen Frauen dem Social Freezing gegenüber offen eingestellt zu sein.

    So äußerten sich laut einer Umfrage von Seracell über die Hälfte der 1400 befragten Mütter in der „Family & Life“ Studie positiv gegenüber Social Freezing. Nur etwa 14 Prozent der Frauen lehnten das Einfrieren von Eizellen generell ab, knapp drei Prozent würden sich ein Verbot wünschen.

    Bild: © Depositphotos.com / Rohappy

  • Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch

    Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch

    Syphilis – gibt es diese Krankheit überhaupt noch? Der Dichter Heinrich Heine, der Philosoph Friedrich Nietzsche oder auch der Komponist Franz Schubert starb an der Krankheit, die man früher die französische Krankheit nannte. Erst 1905 gelang es zwei Berliner Ärzten, der Lustseuche auf die Spur zu kommen, denn sie entdeckten den Erreger der Geschlechtskrankheit, die für die Dauer von fünf Jahrhunderten Europa fest im Griff hatte. Ihren Namen bekam die Syphilis allerdings schon 1530, als ein Arzt aus Italien ein Gedicht schrieb, in dem er von einem Hirten mit Namen Syphilus erzählte, der ein lasterhaftes Leben führte und dafür mit einer schrecklichen Krankheit bestraft wurde.

    Die Syphilis ist wieder da

    Lange Jahre war es ruhig um die Geschlechtskrankheit, die im Mittelalter den Charakter einer Seuche hatte. In den 1980er und 1990er Jahren bestimmte mit Aids eine andere Geschlechtskrankheit die Schlagzeilen und die Syphilis geriet ein wenig Vergessenheit. Jetzt ist sie wieder da, denn alleine im vergangenen Jahr zählte das Robert-Koch-Institut 5722 Neuerkrankungen. Seit fünf Jahren steigen die Zahlen kontinuierlich an und es sind vor allem Männer aus der Schwulenszene, die sich anstecken. In 85 % der registrierten Fälle ist der sexuelle Kontakt zwischen Männern der Auslöser für eine Infektion. Vor allem in den großen Städten wie zum Beispiel Berlin, stieg die Zahl der Neuerkrankungen auf 31 auf 100.000 Einwohner. Nach Berlin ist Hamburg eine neue Hochburg der Syphilis, denn dort gibt es seit 2014 knapp 20 neue Erkrankungen auf 100.000 Einwohner.

    Das Chamäleon unter den Geschlechtskrankheiten

    In der Medizin gilt die Syphilis als Chamäleon unter den Geschlechtskrankheiten, denn die typischen Symptome sind lange Zeit weder spürbar noch sichtbar. Da die Krankheit keinerlei Schmerzen verursacht, merken die Infizierten über einen sehr langen Zeitraum überhaupt nicht, dass sie schwer krank sind. Die Syphilis weiß sich geschickt zu tarnen, und genau das macht sie so gefährlich. Wenn sich die ersten Symptome zeigen, dann kann es für eine Behandlung schon zu spät sein. In nur etwa einem Drittel aller Fälle wird die Krankheit in einem frühen Stadium festgestellt und kann dann erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. Das Robert-Koch-Institut rät daher allen Personen, die gefährdet sind, einmal im Jahr zu einer Routineuntersuchung zu gehen, aber diese Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen nicht bezahlt, die Kassen bezahlen immer erst dann, wenn sich die ersten Symptome zeigen.

    Warum HIV-Infizierte besonders gefährdet sind

    Neue Studien zeigen, dass viele Infizierte auch unter HIV leiden und das hat seine Gründe. Viele homosexuelle Männer, die von ihrer Infektion mit Aids wissen, haben häufig ungeschützten Sex mit anderen Männern, die ebenfalls HIV-positiv sind. An eine Infektion mit Lues denken die wenigsten und wenn doch, dann wird die Syphilis als das „kleinere Übel“ betrachtet. Das ist ein großer Fehler, denn die Franzosenkrankheit ist wie gesagt, sehr tückisch und verläuft in Schüben. Drei bis fünf Jahre kann es dauern, bis die Krankheit ausbricht und dieser Zeit beginnt der Erreger damit, die Knochen, die Gelenke und schließlich auch lebenswichtigen Organe anzugreifen.

    Wie verläuft die Syphilis?

    Die ersten Anzeichen, dass es zu einer Ansteckung gekommen ist, sind eher harmlos. Im Genitalbereich sind kleine unscheinbare Geschwüre zu sehen, die nicht schmerzen und daher auch wenig beachtet werden. Im zweiten Schub, der bei vielen Infizierten neun bis zehn Wochen nach der Ansteckung erfolgt, zeigen sich dann rote Flecken, die sich auf dem ganzen Körper verteilen. Diese Flecken verschwinden aber wieder, und dann vergehen Jahre, bevor die Krankheit sich wieder bemerkbar macht. Im letzten Stadium kommt es dann zu Lähmungen und das Bakterium dringt bis ins Gehirn vor. Während die Kranken im 19. Jahrhundert mit hochgiftigem Quecksilber behandelt wurden, setzt die Medizin heute auf Antibiotika, um die Krankheit zu bekämpfen.

    Bild: © Depositphotos.com / DmytroKozak

  • Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Geburten und Schwangerschaften sind heute so sicher wie nie, trotzdem steigt die Zahl der Risikoschwangerschaften. Das passt irgendwie nicht zusammen, aber die Diagnosezahlen bestätigten diese These. So werden heute rund 75 % aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften eingestuft und die Zahlen steigen stetig weiter an. Rund Dreiviertel aller Schwangeren muss während der 40 Wochen intensiv medizinisch betreut werden und steht unter permanenter Beobachtung. Wenn es aber um Komplikationen während der Schwangerschaft geht, dann hat Deutschland einen historischen Tiefstand und das wirft die Frage auf, ob die reale Abnahme von Gefahren zu einer unverhältnismäßig hohen Wahrnehmung von rein theoretischen Risiken führt?

    Die Mütter werden älter

    Noch vor 30 Jahren wurden Frauen, die mit 30 Jahren ihr erstes Kind bekamen, als späte Erstgebärende bezeichnet, mittlerweile sind das alle Frauen, die 35 Jahre oder älter sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Je älter die Frau, umso wahrscheinlicher ist auch eine Risikoschwangerschaft und da immer mehr Frauen sich zunächst auf eine berufliche Karriere konzentrieren und erst spät ein Baby bekommen, steigt das Risiko, dass es während der Schwangerschaft zu Komplikationen kommt. Ein großes Problem, das eine Schwangerschaft zu einer Risikoschwangerschaft macht, ist Diabetes mellitus, denn diese besondere Form der Schwangerschaft birgt immer die Gefahr von Fehl- oder Frühgeburten.

    Wie wird eine Risikoschwangerschaft definiert?

    Ein Expertengremium hat jetzt die typischen Krankheiten und Gefahren, die zu einer Risikoschwangerschaft führen, zu einem Katalog zusammengefasst. So werden im Mutterpass die Risiken in die Kategorien A und B unterteilt. Unter die Kategorie A fallen Krankheiten wie Diabetes, und auch ein starkes Übergewicht der Mutter kann zu einer Risikoschwangerschaft führen. In der Kategorie B sind alle die Krankheiten und Probleme zusammengefasst, die während der Schwangerschaft entstehen. Dazu gehören unter anderem Blutungen, Plazentastörungen oder auch starke Wassereinlagerungen, zum Beispiel in den Beinen. Mehrlingsschwangerschaften sind immer riskant, aber auch wenn es schon eine Fehl- oder Frühgeburt gab, dann wird das als Risikoschwangerschaft eingestuft.

    Welche Gründe für eine Risikoschwangerschaft gibt es?

    Eine Risikoschwangerschaft kann viele verschiedene Gründe haben. Eines der größten Probleme ist die Frühgeburt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der weibliche Körper im Zuge der Evolution so angelegt wurde, eine Schwangerschaft immer dann zu beenden, wenn Gefahr droht. Zu einer Frühgeburt kann aber auch Bluthochdruck oder eine Infektion führen. Präeklampsie ist ein weiterer Grund für eine Frühgeburt, besonders bei älteren Frauen steigt das Risiko stark an, dass die Schwangerschaft weit vor dem errechneten Termin zu Ende geht. Fehlbildungen des Kindes können ein weiterer Grund für eine Fehl- oder Frühgeburt sein. Ärzte und Krankenkassen sind natürlich darum bemüht, dass das Kind gesund, munter und termingerecht auf die Welt kommt, denn je unreifer ein Kind geboren wird, umso schwerer sind die Folgeschäden, die auftreten können. Zwar können heute Frühchen, die 1000 Gramm wiegen, dank der modernen Intensivmedizin überleben, aber durch die Einstufung einer riskanten Schwangerschaft steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind pünktlich und mit Normalgewicht geboren wird.

    Gründliche Untersuchungen

    Wird eine Schwangerschaft als riskant eingestuft, dann heißt das für den Arzt, dass seine Untersuchungen mehr als gründlich sein müssen. Alle relevanten Befunde werden genaustens kontrolliert und protokolliert, Probleme werden früh behandelt und wenn der Arzt der Meinung ist, dass mehr als drei Ultraschalluntersuchungen notwendig ist, dann werden diese auch von den Krankenkassen bezahlt. Das Budget, das die Krankenkassen für die Schwangerschaftsuntersuchungen vorsieht, muss sich bei einer Risikoschwangerschaft aber nicht automatisch erhöhen, nur wenn besondere Untersuchungen wie beispielsweise eine Untersuchung des Fruchtwassers gemacht werden müssen, dann muss das von der Kasse bewilligt werden. Die Kassen achten allerdings darauf, dass für die Ärzte kein allzu großer wirtschaftlicher Anreiz entsteht, zudem bedarf es fundierter medizinischer Befunde, bevor eine solche Untersuchung auch bewilligt wird.

    Bild: © Depositphotos.com / poznyakov

  • Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Eine echte Herzensangelegenheit

    Arteriosklerose beziehungsweise die Verkalkung der Arterien birgt nicht nur ein hohes Risiko für Herzkrankheiten, sondern bleibt in den meisten Fällen auch lange unerkannt. Genau das ist das Tückische. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die Arterienverkalkung durch schwerwiegende Folgeerkrankungen erkannt wird. Man spricht hier auch von „der stillen Gefahr“, denn wer zu spät handelt, läuft Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Betroffene sind lange vollkommen beschwerdefrei. Vorsichtsmassnahmen zu treffen sollte eine echte Herzensangelegenheit sein.

    Auslöser für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten

    Das Herz des Menschen ist ein regelrechtes Hochleistungsorgan. Pro Jahr befördert es im Schnitt 2,6 Millionen Liter Blut durch den Körper und kümmert sich darum, dass alle Zellen und Organe ausreichend versorgt werden.

    Im Laufe der Jahre verlieren die Blutgefässe jedoch an Elastizität. Vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr sind besonders anfällig. Kommen Übergewicht, eine schlechte Ernährung oder ein ungesunder Lebensstil mit Zigarettenrauch und hohem Alkoholkonsum hinzu, verschlechtert sich der Zustand der Arterien massgeblich schneller. Ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und natürlich auch eine genetische Veranlagung können ebenfalls enorm zur Verkalkung selbiger beitragen. Es kommt zu einer Verengung der Blutgefässe und chronisch entzündlichen Prozessen, der sogenannten Arteriosklerose. Dabei können die Zellen nicht mehr optimal versorgt werden – weder mit Sauerstoff noch mit den benötigten Nährstoffen. Die Folgen sind Taubheitsgefühle und Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK), Bluthochdruck und im schlimmsten Fall – durch die Ablagerung von Kalk an den Wänden der Blutgefässe – Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch junge Menschen sind davor nicht gefeit.

    Symptome bei einer Arteriosklerose können sein:

    • Einschlafen / Kribbeln in Händen, Beinen und Füssen
    • Engegefühl / Beklemmung in der Brust (Angina pectoris)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzschmerzen
    • Schwindel
    • Temporäres Verlieren des Bewusstseins

    Methoden, um eine Arteriosklerose rechtzeitig zu erkennen:

    • Ultraschalluntersuchung an der Halsschlagader
    • Pulswellendiagnostik
    • regelmässige Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gesamtcholesterin (LDL-Cholesterin-Werte)

    Arteriosklerose vorbeugen als echte Herzensangelegenheit

    Präventionsmassnahmen zum Vorbeugen einer Arteriosklerose gibt es viele. Sie sind weitaus leichter umzusetzen und in den Alltag zu integrieren als dauerhafte Rehabilitationsmassnahmen nach einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer auf Rauchen und einen häufigen Alkoholkonsum verzichtet, der hat schon viel getan. Eine gesunde, Omega-3-Fettsäuren-reiche Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft gelten ohnehin als Eckpfeiler für einen gesunden Körper im Gleichgewicht. Wassertreten ist besonders hilfreich, um Venen und Arterien gesund zu halten.

    Auch das Vermeiden von Stress ist ein wichtiger Faktor um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Pflanzliche Präparate – zum Beispiel aus der Tibetischen Medizin – können ebenfalls eine wirksame Unterstützung bei Durchblutungsstörungen bieten. Entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antioxidative Eigenschaften der Ingredienzien aus der Tibetischen Medizin wirken sanft im Körper und sind meist gut verträglich.

    Noch ein Tipp: In Cranberrys befindet sich sogenanntes Vitamin P. Dieses soll eine Art Schutzfilm auf die Gefässwände legen können, um diese vor Verkalkung zu schützen.

    Fazit: Ob pflanzliche Arzneimittel, eine gesunde Ernährung oder regelmässige Checks beim Arzt: Das Vorbeugen von Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose sollte in jedem Fall eine echte Herzensangelegenheit für all diejenigen sein, die noch lange fit und gesund bleiben möchten.

    Bild: © Depositphotos.com / decade3d

  • Hypochonder – wie gesund sind die eingebildeten Kranken?

    Hypochonder – wie gesund sind die eingebildeten Kranken?

    Was ist der Unterschied zwischen einem Simulanten und einem Hypochonder? Während der Simulant eine Krankheit nur vortäuscht, ist der Hypochonder felsenfest davon überzeugt, tatsächlich krank zu sein. Wer unter Hypochondrie leidet, der lebt mit der ständigen Angst, todkrank zu sein, selbst dann, wenn der behandelnde Arzt dem Patienten versichert, dass er vollkommen gesund ist. Einen Hypochonder als einen Spinner und einen eingebildeten Kranken zu bezeichnen, wäre falsch, denn Hypochonder sind wirklich krank, wenn auch nicht körperlich.

    Die Angst vor der Krankheit

    In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit Hypochondrie. Diese Menschen leben in einem permanenten Angstzustand und 80 % sind sich sicher, an Krebs zu leiden. Besonders häufig glauben Hypochonder, dass sie einen Gehirntumor, Haut- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs haben. Die restlichen 20 % sind davon überzeugt, ein neurologisches Leiden wie zum Beispiel ALS zu haben. Herzinfarkte oder Schlaganfälle sind auf der Skala der eingebildeten Krankheiten erst sehr weit unten zu finden. Die Gedanken derjenigen, die an Hypochondrie leiden, kreisen Tag und Nacht um die Krankheit. Alles, was nicht „normal“ aussieht oder sich anders als sonst anfühlt, wird sofort als Symptom für eine schwere oder sogar tödliche Krankheit bewertet, es muss beobachtet und schließlich von einem Arzt abgeklärt werden.

    Hypochonder ticken anders

    Jeder Mensch kennt das Gefühl, dass körperlich irgendetwas nicht stimmt, man wacht am Morgen auf und der Hals oder der Kopf schmerzen ohne ersichtlichen Grund. Die meisten Menschen gehen mit diesen Schmerzen rational um, sie überlegen, ob eine Erkältung vielleicht der Grund sein kann und nehmen ein Mittel ein, wenn die Schmerzen unangenehm sind. Im Laufe des Tages verschwinden die Beschwerden entweder komplett oder es zeigt sich, dass tatsächlich eine Erkältung der Grund war. Die Erkältung wird dann entsprechend behandelt und nach einer Woche ist alles vergessen. Bei einem Hypochonder sieht das alles ein wenig anders aus, denn sein erster Gedanke ist nicht etwa eine harmlose Erkältung, er geht davon aus, dass Krebs an seinen Schmerzen schuld ist. Die belegte Zunge deutet auf Krebs in der Mundhöhle hin und hinter den Halsschmerzen steckt ein bösartiger Tumor im Kehlkopf. Kopfschmerzen werden mit Hirntumoren in Zusammenhang gebracht und ein Erkältungshusten ist für einen Menschen, der unter Hypochondrie leidet, ein Anzeichen für Lungenkrebs.

    Die Ursachen für Hypochondrie

    Wie werden Menschen zu Hypochondern? Die meisten Menschen, die an Hypochondrie leiden, hatten schon in der Kindheit diffuse Ängste vor Krankheiten. Häufig sind diese einbildenden Kranken in ihrem Elternhaus überbehütet und auch der Tod eines geliebten Menschen kann die Krankheit auslösen. Ausgelöst wird Hypochondrie dann in späteren Jahren durch einen sogenannten Trigger, wie zum Beispiel einen zu hohen Stresspegel. Bei einigen kann auch eine Routineuntersuchung beim Arzt die Krankheit Hypochondrie auslösen. Wenn der Arzt beispielsweise geschwollene Lymphdrüsen diagnostiziert, dann kann das ein Zeichen für Krebs sein, sich aber ebenso gut als vollkommen harmlos erweisen. Menschen, die unter Hypochondrie leiden, bekommen in dieser Situation Todesangst, denn für sie gibt es keine andere Diagnose als Krebs. Die Angst bleibt, selbst wenn das Untersuchungsergebnis etwas ganz anderes sagt und der Patient nachweislich völlig gesund ist.

    Hypochondrie ist heilbar

    Lange Zeit galten Menschen, die unter Hypochondrie leiden, als nicht behandelbar, heute gibt es die Konfrontationstherapie und die kognitive Verhaltenstherapie, mit denen gute Erfolge erzielt werden. Die meisten eingebildeten Kranken sprechen sehr gut auf diese Therapien an, aber es gibt natürlich auch hier sogenannte Non-Responder, Patienten, die auf die Therapien nicht ansprechen. Vor allem mit der Konfrontationstherapie, bei der sich die Patienten mit ihrer Angst und ihrem irrationalen Verhalten direkt auseinandersetzen müssen, werden große Erfolge erzielt. Sie lernen in der Therapie ihre Risiken besser einzuschätzen und die Signale, die ihr Körper aussendet, besser zu bewerten.

    Bild: © Depositphotos.com / andras_csontos

  • Holunder (Holler) – der Allrounder unter den Heilpflanzen

    Holunder (Holler) – der Allrounder unter den Heilpflanzen

    Im Mittelalter sagten die Leute: „Wenn du an einem Holunderstrauch vorbeigehst, dann zieh deinen Hut.“ Sambucus nigra – so heißt der Holunder (umgangssprachlich Holler) mit botanischem Namen, hat diese Ehrerbietung verdient, denn kaum eine andere Heilpflanze ist so vielseitig und gesund wie der Holunder. Vor allem bei Erkältungskrankheiten hat sich der Holunder einen guten Namen gemacht, denn er kann effektiv das Fieber senken, den Husten lindern und das Immunsystem stärken. Der Holunder ist aber nicht nur eine hervorragende Hilfe bei Erkältungen, er ist auch ergiebig, denn sowohl die Blüten als auch die Beeren können verwendet werden.

    Holunder – eine Heilpflanze mit Geschichte

    Schon die Germanen wussten, wie gesund der Holunder ist, aber er hatte auch eine mystische Bedeutung. Die Germanen glaubten, dass im Holunderstrauch eine Schutzgöttin mit Namen Holda wohnt, und diese Göttin sollte das Haus, den Stall und die Scheune vor Hexen und Zauberern schützen. Vor diese Gebäude wurde deshalb ein Holunderstrauch gepflanzt, der zudem auch vor Blitzeinschlägen schützen sollte. Die Gebrüder Grimm setzten dem Holler ebenfalls ein Denkmal, und zwar in Gestalt der bekannten Frau Holle. Wie gesund die Holunderbeeren sind, das wusste auch Hippokrates, der als Arzt im antiken Griechenland tätig war und seinen Patienten den Holler als wassertreibendes Medikament verordnete. Im 18. Jahrhundert wurde der Holunder dann richtig populär, er wurde als Heilmittel bei Infektionen der Atemwege eingesetzt, wie auch als Mittel, um hohes Fieber zu senken.

    Holler wächst überall

    Holunder ist eine genügsame Pflanze, die praktisch auf jedem Boden gedeiht, der Strauch wächst sehr schnell und kann eine beachtliche Höhe von sieben Metern erreichen. Ist der Stamm noch jung, dann hat er eine leicht bräunliche Farbe, später wechselt die Farbe von Braun zu Dunkelgrau. Wenn der Frühling kommt, dann zeigen sich kleine weiß-gelbliche Blüten in Doldenform, die einen betörenden Duft verströmen. Im Spätsommer und Herbst trägt der Strauch dann kleine Beeren, die dunkelviolett oder schwarz sind. Der Holunder gehört zur Familie der Geißblattgewächse und er kommt fast überall in Europa, aber auch in Kleinasien vorwiegend in lichten Auwäldern und in Gebüschen vor.

    Bei welchen Beschwerden kann der Holler helfen?

    Wer einen grippalen Infekt hat, muss nicht sofort zu Antibiotika greifen, eine Tasse mit Holunderblütentee kann auf ganz natürliche Art und Weise für Linderung der Beschwerden sorgen. Die Nasennebenhöhlen werden geöffnet, was das Atmen leichter macht, auch festsitzender Schleim in den Bronchien wird durch den Tee gelöst und das mildert den typischen Erkältungshusten. Holler ist zudem reich an Vitamin C und daher bestens geeignet, um das Immunsystem zu stärken. Auch wer unter einer Infektion der Harnwege leidet, sollte auf die kleinen Beeren in Form von Saft oder Tee vertrauen, denn Holler ist harntreibend, und so können die Keime den Körper schneller wieder verlassen.

    Eine Köstlichkeit an kalten Tagen

    Es muss nicht immer ein Glühwein oder ein Grog sein, um an kalten Tagen von innen warm zu werden, auch Holundersaft ist eine gute Alternative, um sich aufzuwärmen. Wie wäre es mit einem köstlichen Holunder-Kirsch-Punsch, ganz ohne Alkohol? Folgende Zutaten werden für diesen leckeren Punsch benötigt:

    • Ein Liter Kirschtee (gibt es im praktischen Aufgussbeutel)
    • 200 ml Holundersaft
    • Der Saft einer Zitrone
    • Kandiszucker oder wahlweise auch Süßstoff

    Der Kirschtee wird mit dem Holundersaft in einem Topf auf dem Herd erhitzt, die Mischung darf aber nicht kochen. Dann werden der Zitronensaft, der Kandiszucker oder der Süßstoff dazugegeben und das Ganze dann in Tassen oder hitzebeständige Gläser verteilt. Der Punsch wärmt nicht nur hervorragend, er ist auch vitaminreich und mit nur 14 kcal auch sehr kalorienarm. Kleiner Tipp, statt Kirschtee kann auch Traubensaft oder Hagebuttentee verwendet werden, und alle, die einen würzigen Punsch mögen, sollten ein paar Rosmarinzweige oder ein kleines Stück Ingwer dazugeben.

    Bild: © Depositphotos.com / Adam88xxx