Schlagwort: Krankheiten

  • Impfen gefährlich? Die gefährlichen Argumente der Impfgegner

    Impfen gefährlich? Die gefährlichen Argumente der Impfgegner

    Es versteht sich von selbst, dass der Gründer von Facebook in seinem eigenen sozialen Netzwerk aktiv ist. Dass Mark Zuckerberg aber einen Shitstorm auslösen würde, damit hat er wahrscheinlich nicht gerechnet. Alles begann ganz harmlos mit einem Post von Zuckerberg, in dem er die Facebook Gemeinde über Neuigkeiten seiner kleinen Tochter Max informieren wollte. Mark Zuckerberg schrieb über einen Besuch beim Arzt und dass seine Tochter die ersten Impfungen bekommen hat. Der Facebook Gründer bekam für seinen Eintrag eine Menge Likes, aber auch eine Menge Kritik von Impfgegnern, die Zuckerberg sogar beschimpften, denn für sie ist Impfen gefährlich.

    Ist Impfen gefährlich? Das sagen die Impfgegner

    Die Zahl der Impfgegner wird immer größer und absurder werden die Argumente, die gegen das Impfen ins Feld geführt werden. Es sind die Impfgegner, die Masernpartys veranstalten, obwohl sie wissen sollten, dass Masern weltweit immer noch nicht ausgerottet sind. Sie bezeichnen Impfen als eine „widerwärtige Wissenschaft“, die Kinder mit Krankheiten infiziert, die jedes Jahr Millionen von Menschen krank machen. Impfgegner verleugnen einfach die Wahrheit über das Impfen und sorgen auf diese Weise dafür, dass vermeintlich harmlose Kinderkrankheiten wie die Masern nicht aussterben. Haben die Impfgegner recht und ist Impfen gefährlich? Zwei Krankheiten spielen bei den Gegnern des Impfens eine große Rolle und anhand dieser Krankheiten lässt sich sehr schnell wissenschaftlich belegen, wie falsch die Argumente der Impfgegner sind.

    Impfen kann Kinder autistisch machen

    Schon in den 1990er Jahren war die Aussage populär, dass Impfen gefährlich ist, und es war ausgerechnet ein Arzt, der diese These vertreten hat. Nach Ansicht von Andrew Wakefield begünstigt die kombinierte Standard-Impfung für Masern, Mumps und Röteln die Entwicklung von Autismus. Die Studie von Andrew Wakefield zu diesem Thema wurde zwar in der britischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht, aber inzwischen wieder zurückgezogen, da sie falsch ist. Die Studie beruht auf einer Untersuchung von nur zwölf Kindern und ist damit zu klein, um wirklich relevant zu sein.

    Mittlerweile gibt es größere Studien, die übereinstimmend zu dem Ergebnis kommen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Autismus und der Kombiimpfung nicht existiert. Zu diesem Ergebnis kamen unter anderem das Robert-Koch-Institut und auch das Paul-Ehrlich-Institut. Als sich dann auch noch herausstellte, dass Wakefield Geld bekommen hat, um nach einer Verbindung zwischen Impfung und Autismus zu suchen, verlor der Arzt 2010 wegen unethischen Verhaltens seine Zulassung.

    Impfungen können Multiple Sklerose auslösen

    Dass Impfen gefährlich ist, machen Impfgegner auch gerne an der These fest, dass eine Impfung gegen Masern Multiple Sklerose auslösen kann. Ihr Argument ist, dass Menschen, die in ihrem Blut die Antikörper der Masern haben, aber selbst nicht daran erkranken, zu einem späteren Zeitpunkt eine Autoimmunerkrankung wie eben Multiple Sklerose bekommen. Ebenso wenig wie es einen Zusammenhang zwischen Impfen und Autismus gibt, so wenig gibt es auch einen Zusammenhang zwischen einer Impfung und Multipler Sklerose.

    Die Krankheit ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig

    Impfen ist gefährlich, die Krankheit aber ist für den Reifeprozess eines Kindes wichtig – auch dieser Satz stammt von Impfgegnern. Es sind Anthroposophische Ärzte, die nicht nur meinen, dass Impfen gefährlich ist, sie sind auch der Ansicht, dass Masern für die seelische Reifung eines Kindes eine wichtige Rolle spielen. So kann das Kind unter anderem durch das hohe Fieber im Rahmen einer Masernerkrankung den Organismus individualisieren. Auf diese Weise reift das Immunsystem und reguliert sich zudem auch noch. Die Wahrheit ist jedoch: Masern sind keine harmlose Krankheit, die das Immunsystem ohne Hilfe bekämpfen kann. Wer die Ansicht vertritt, das Impfen gefährlich ist, der muss auch die Komplikationen wie eine Meningitis oder eine postinfektiöse Enzephalitis in Kauf nehmen und riskieren, dass sein Kind durch die Masern bleibende und damit lebenslange Schäden davonträgt.

    Bild: © Depositphotos.com / csakisti

  • Nabelschnurblut aufbewahren kann Leben retten

    Nabelschnurblut aufbewahren kann Leben retten

    Jedes Paar, das ein Kind erwartet, wird mit unendlich vielen Informationen überflutet, die verarbeitet werden müssen. Soll man das Nabelschnurblut aufbewahren oder eher nicht? Auch mit dieser Frage müssen sich die zukünftigen Eltern auseinandersetzen. Im Nabelschnurblut sind einzigartige und kostbare Stammzellen enthalten, daher ist dieses Blut viel zu schade, um es einfach zu entsorgen. Aber was genau kann mit diesem besonderen Blut geschehen und welche Vorteile hat das Kind, wenn das Blut aus der Nabelschnur aufbewahrt wird?

    Ein Geschenk fürs Leben

    Wenn ein Kind geboren wird, dann bekommt es von der Natur ein einzigartiges und sehr wertvolles Geschenk – vitale, junge Stammzellen, die in millionenfacher Anzahl im Blut der Nabelschnur schwimmen. Aus diesen Basiszellen entsteht das Leben, sie machen aus einem Fötus ein Kind und aus dem Kind einen erwachsenen Menschen. Stammzellen helfen dabei, gesund zu bleiben, denn sie arbeiten als eine Art Reparaturtrupp, die verbrauchtes oder verletztes Gewebe wieder regenerieren. Je jünger die Zellen sind, umso größer ist ihre Fähigkeit, das menschliche Gewebe zu reparieren und es zu erneuern. Nabelschnurblut aufbewahren heißt, es stehen Millionen von gesunden und sehr jungen Stammzellen zur Verfügung, die auf einfachem Weg und immer unbedenklich gewonnen werden können. Das Nabelschnurblut aufbewahren bedeutet immer eine Quelle zu haben, wenn Stammzellen gebraucht werden.

    Wie kann man Nabelschnurblut aufbewahren?

    Wenn Eltern das Nabelschnurblut aufbewahren wollen, dann können Sie nicht nur ihrem eigenen Kind, sondern auch engen Verwandten wie den Geschwistern, aber auch einem nicht verwandten Menschen helfen und unter Umständen sogar das Leben retten. Folgende Aufbewahrungsmöglichkeiten stehen den Eltern dabei zur Verfügung:

    • Aufbewahrung in einer öffentlichen Bank für Stammzellen
    • Aufbewahrung in einer privaten Nabelschnurbank
    • Die Kombination aus einer Eigenspende und Fremdspende

    Wird das Nabelschnurblut bei einer privaten Nabelschnurbank aufbewahrt, dann müssen die Eltern selbst für die Lagerung und die spätere Aufbereitung aufkommen. Dafür stehen die Stammzellen nur dem Kind oder einem Mitglied der Verwandtschaft zur Verfügung und es kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt abgerufen werden. Eltern, die Nabelschnurblut aufbewahren lassen wollen und sich für eine öffentliche Spende entscheiden, müssen für die Aufbewahrung und Aufbereitung nichts zahlen, aber sie haben auch keinen Einfluss mehr darauf, wer die Stammzellen bekommt. Die rund 400 Kliniken, die die Aufbewahrung anbieten, geben eine Gewähr, dass die Stammzellen auch bei eigenem Bedarf zur Verfügung stehen.

    Warum sind Stammzellen so wichtig?

    Nabelschnurblut aufbewahren kann nicht nur einem Kind das Leben retten, denn auch 47 % der erwachsenen Menschen bekommen Stammzellenspenden. Allerdings werden für einen Erwachsenen mehr Stammzellen benötigt, denn er hat das höhere Körpergewicht. Stammzellen aus Nabelschnurblut können aber nicht nur schwere Krankheiten wie zum Beispiel Leukämie bekämpfen, sie werden auch benötigt, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, beispielsweise nach einem Herzinfarkt. Eigene Stammzellen sind für eine entsprechende Therapie natürlich die beste Lösung, denn der Körper erkennt die Zellen und wird sie nicht abstoßen. Bei einigen Krankheiten müssen allerdings fremde Stammzellen zum Einsatz kommen, denn nur so kann vermieden werden, dass eine Krankheit erneut ausbricht. Das gilt unter anderem auch für die Leukämie, denn die fremden Zellen sind in der Lage, die Leukämiezellen effektiver angreifen.

    Wie lange kann Nabelschnurblut gelagert werden?

    Viele Eltern stellen sich vielleicht die Frage, wie lange man Nabelschnurblut aufbewahren kann. Rein theoretisch kann das Blut aus der kindlichen Nabelschnur über einen Zeitraum von Jahrhunderten gelagert werden kann. Dazu muss das Blut mit den Stammzellen aber sehr sorgfältig aufbereitet und ebenso sorgfältig gelagert werden. Aufbewahrt wird Nabelschnurblut bei minus 200° Grad, denn nur bei dieser Temperatur kommt der Stoffwechselprozess fast komplett zum Erliegen: Die Stammzellen fallen in einen Dornröschenschlaf, wenn sie aber wieder „aufgeweckt“ werden, dann sind sie wieder wie neu, fit und jung wie unmittelbar nach der Geburt.

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  • HPV-Impfung – ein sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?

    HPV-Impfung – ein sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?

    Normalerweise ist eine Impfung ein sicherer Schutz vor bestimmten Krankheiten, bei der HPV-Impfung sieht das ein wenig anders aus. Die humanen Papillomviren können Gebärmutterhalskrebs auslösen und die Impfung kann die Gefahr an Krebs zu erkranken, lediglich verringern, verhindern kann sie es aber nicht. Wie effektiv ist diese Impfung und wann ist ihr Nutzen besonders groß? Wer sollte sich impfen lassen und wer trägt die Kosten für eine vorbeugende HPV-Impfung?

    Mit einer HPV-Impfung das Risiko verringern

    Kann man gegen Krebs impfen? Bisher leider noch nicht, aber man kann mit einer entsprechenden Impfung das Risiko verringern, an Krebs zu erkranken, und genau das passiert mit einer HPV-Impfung. Die Impfung gibt es seit 2006 und sie bietet einen Schutz vor den humanen Papillomviren, die den tückischen Krebs am Gebärmutterhals auslösen können. Mädchen, die sich gegen die Viren impfen lassen, senken das Risiko, an einer Infektion durch die HP Viren von Typ 16 und 18 zu erkranken, die in 70 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs die Krankheit auslösen. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 4.700 Frauen an dieser Krebsart und rund 1.500 sterben daran. Nach Ansicht von führenden Frauenärzten könnte sich durch HPV-Impfung die Zahl der Neuerkrankungen und damit auch die Zahl der Todesfälle stark verringern.

    Vor allem für junge Frauen wichtig

    Es wird geschätzt, dass rund 80 % der Frauen, die sexuell aktiv sind, sich mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV infizieren. In der Gruppe der jungen Frauen bis 25 Jahre ist die Infektionsgefahr besonders hoch, denn diese Gruppe ist erfahrungsgemäß in sexueller Hinsicht sehr aktiv. Je älter eine Frau wird, umso mehr sinkt das Risiko einer Infektion, bei Frauen, die über 26 Jahre alt sind, besteht nur ein Risiko von 23 %, und in der Gruppe der Frauen zwischen 30 und 39 Jahren sinkt die Gefahr der Infektion auf nur noch 6,2 %. Junge Frauen, die sich nicht gegen HPV impfen lassen, können sich immer wieder neu infizieren, und auch Kondome sind kein wirksamer Schutz vor einer Infektion mit den humanen Papillomviren.

    Wie gefährlich ist eine Infektion?

    Auch wenn eine Infektion mit HPV Gebärmutterhalskrebs auslösen kann, in den meisten Fällen erkennt das Immunsystem die Gefahr frühzeitig und bekämpft sie mit Erfolg. Aber in rund 20 % der Infektionen kommt es zu einem langwierigen Verlauf, die dann zu einer Vorstufe zum Krebs und zur Krebserkrankung selbst führen können. Die Übertragung der Viren geschieht in der Regel durch Sexualkontakte, allerdings ist eine Schmierinfektion im Genitalbereich nicht ganz auszuschließen. Frauen, die häufig wechselnde Sexualpartner haben, sind hier besonders gefährdet.

    Ab wann sollte geimpft werden?

    Die ständige Impfkommission rät zu dieser Impfung bei Mädchen zwischen neun und 14 Jahren, spätestens sollte die Impfung aber bis zum 18. Lebensjahr erfolgen. Wichtig ist es, dass die HPV-Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegeben wird, denn nur dann kann sie als Präventivmaßnahme ihre Wirkung entfalten. In Deutschland stehen für die HPV-Impfung zwei verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Mädchen zwischen neun und 14 Jahren werden entweder mit dem Impfstoff Gardasil oder mit Cervarix geimpft. Eine HPV-Impfung erfolgt im Abstand von sechs Monaten. Wird die Zeit zwischen der ersten und zweiten Dosis unterschritten, aber auch für den Fall, dass Mädchen nachgeimpft werden müssen, die älter als 13 Jahre sind, wird eine dritte Dosis empfohlen. Durchgeführt wird die Impfung von Frauenärzten oder dem Hausarzt, aber auch von einem Kinderarzt. Ein sicherer Schutz kann jedoch immer nur dann aufgebaut werden, wenn alle Einzeldosen geimpft wurden.

    Wer bezahlt die Impfung?

    Bei Mädchen, die zwischen dem neunten und 17. Lebensjahr gegen die Viren geimpft werden, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Einige Kassen übernehmen die Kosten sogar noch, wenn die Frau 26 Jahre alt ist.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Die vielfältigen Ursachen für Schlafstörungen

    Die vielfältigen Ursachen für Schlafstörungen

    Jeder hat schon einmal eine unruhige Nacht erlebt oder konnte schlecht einschlafen und hat sich dann schlaflos im Bett herum gewälzt. Auch mitten der Nacht oder viel zu früh am Morgen aufzuwachen, ist vielen nicht unbekannt. Wer nach den Ursachen für Schlafstörungen sucht, der muss Geduld mitbringen, denn es gibt sehr viele verschiedene Ursachen für schlechten Schlaf. Einige dieser Ursachen lassen sich mit einfachen Hausmitteln wirkungsvoll bekämpfen, einige Ursachen sind aber so schwerwiegend, dass sie von einem Arzt behandelt werden müssen.

    So wichtig ist ein gesunder Schlaf

    Wer schläft, der sündigt nicht, sagt der Volksmund, aber wer gut schläft, der tut auch sehr viel Gutes für seine Gesundheit. Wenn wir schlafen, dann räumt das Gehirn auf und schafft wieder Ordnung, zudem verarbeitet es das am Tag erlebte und sortiert alle frischen Eindrücke in die richtigen Bereiche. Schlafen ist aber auch ein bewährtes Schönheitsmittel, und wer ausreichend und tief schläft, der kann sogar leichter abnehmen. Das Immunsystem wird im Schlaf bestärkt, wir werden seelisch ausgeglichener, und die Organe sowie der Stoffwechsel funktionieren nach einer geruhsamen Nacht noch mal so gut. Ein Drittel der Deutschen sucht nach Ursachen für diese Schlafstörungen, denn sie kommen in der Nacht einfach nicht zur Ruhe.

    Schlechter Schlaf – wann sollte man zum Arzt gehen?

    Wer nicht nur gelegentlich, sondern permanent schlecht schläft, der sollte einen Arzt damit beauftragen, nach den Ursachen für Schlafstörungen zu suchen. Das gilt immer dann, wenn die Schlafstörungen über einen Monat anhalten und man eine Woche lang nicht mehr richtig durchschlafen konnte. Wer sich dann tagsüber schlecht fühlt, schnell gereizt ist und nervös wird, der muss der mit der Diagnose chronische Schlafstörung rechnen. Wer den Eindruck hat, in der Nacht tief und fest zu schlafen, sich aber am Morgen wie gerädert fühlt und ständig müde ist, der muss davon ausgehen, dass die Nacht doch nicht so entspannt war.

    Welche Ursachen für Schlafstörungen gibt es?

    Welche Ursachen für Schlafstörungen gibt es? Um das herauszufinden, wird der Arzt seinen Patienten zu dessen Schlafgewohnheiten befragen. Stress und Ärger können Ursachen für Schlafstörungen sein, auch ein zu hoher Blutdruck und depressive Verstimmungen sorgen für unruhige Nächte. Die Ursachen für Schlafstörungen können auch ernste gesundheitliche Probleme sein, wie Nierenerkrankungen, Krankheiten der Schilddrüse oder ein Burn-out-Syndrom. Menschen, die schnarchen, leiden nicht selten unter Schlafstörungen und auch das Restless-Legs-Syndrom ist eine der Ursachen, die den Schlaf in der Nacht dezimieren können.

    Narkolepsie und Hypersomnie

    Zwei Ursachen für Schlafstörungen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, sind Narkolepsie und Hypersomnie. Anders als bei den klassischen Schlafstörungen, sind die Betroffenen bei diesen beiden Krankheiten ständig müde. Menschen, die unter Narkolepsie leiden, haben ein extrem großes Bedürfnis zu schlafen und müssen tagsüber mit unerwarteten Schlafattacken rechnen. Sie schlafen unterwegs und im Büro einfach ein und sind mitunter nur sehr schwer wieder aufzuwecken. Zur Narkolepsie gehört auch ein plötzliches Erschlaffen der Muskeln, und wenn die Krankheit besonders stark ausgeprägt ist, dann kann es sogar zu Halluzinationen kommen. Unter Hypersomnie versteht die Medizin ein erhöhtes Bedürfnis an Schlaf am Tag, in der Nacht schlafen die Patienten oft sehr schlecht und werden immer wieder wach.

    Tipps für einen besseren Schlaf

    Wer schlecht schläft, der muss nicht zwangsläufig zu einem Arzt gehen, manchmal helfen einfache, aber sehr effektive Hausmittel. So sollte das Schlafzimmer immer gut gelüftet und nicht zu warm sein. Schwere Bettdecken können ebenso für unruhige Nächte sorgen, wie auch zu viel Alkohol am Abend. Ein Glas warme Milch kann den Schlaf fördern, und wer vor dem Zubettgehen einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft macht, der wird tief und fest schlafen. Baldrian und Hopfen sind ebenfalls gute und sehr natürliche Einschlafhilfen.

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  • Cortison – Segen oder Fluch?

    Cortison – Segen oder Fluch?

    Wenn der Arzt Cortison verschreibt, dann haben viele Patienten Angst vor den Nebenwirkungen des Wirkstoffs. Auf der anderen Seite stehen aber die großen Erfolge, die mit Cortison erzielt werden, vor allem, wenn es um entzündliche Erkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Arthritis oder auch Allergien geht. Trotz der wissenschaftlich bewiesenen Erfolge steht kaum ein anderes Medikament so in der Kritik, Cortison aber komplett abzulehnen, wäre falsch, denn es kann vielen Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, das Leben deutlich leichter machen.

    Nebenwirkungen können vermieden werden

    Cortison ist kein Gift, es ist vielmehr ein Stoff, den der Körper in der Nebenniere selbst produziert. Wie Insulin, so kann Cortison heute künstlich hergestellt werden, und es hat sich besonders als Mittel gegen Entzündungen aller Art einen guten Namen gemacht. Trotzdem reagieren die meisten Menschen sehr vorsichtig, wenn der Arzt ihnen Hydrocortison verordnet und oft weigern sie sich sogar, das Mittel zu nehmen. Die Bedenken sind nicht falsch, denn wenn das Mittel zu lange oder in der falschen Dosis eingenommen wird, dann kommt es nicht selten zu den gefürchteten Nebenwirkungen. Auf der anderen Seite können die Schäden aber noch größer sein, wenn eine Behandlung mit Hydrocortison abgelehnt wird, denn besonders Schmerzpatienten können von dem umstrittenen Wirkstoff profitieren.

    Wie wird Cortison verabreicht?

    Wie gut oder weniger gut verträglich Cortison ist, das hängt auch immer von der Form der Darreichung ab. In den 1970er Jahren, als die berechtigte Kritik an dem noch neuen Medikament besonders groß war, wurden die Patienten überwiegend mit Spritzen und Tabletten behandelt, die Behandlungen waren zu lang und die Dosen viel zu hoch. Dazu kam, dass der körpereigene Wirkstoff nicht ausreichend erforscht war. In der Folge kam es zu gravierenden Nebenwirkungen, die Auswirkungen auf den ganzen Organismus hatten. Heute wird Hydrocortison nur noch in Ausnahmefällen gespritzt, die meisten Patienten werden mit einer cortisonhaltigen Salbe oder mit niedrig dosierten Tabletten behandelt.

    Ein Mittel gegen Hautkrankheiten

    Auch wenn es um entzündliche Erkrankungen der Haut geht, werden mit Hydrocortison große Erfolge erzielt. Bei Schuppenflechte kommt das Mittel ebenso zur Anwendung wie auch bei Ekzemen, der große Vorteil liegt hier bei der lokalen Anwendung. Die Cortisonsalbe wird direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen, das Mittel kann auf diese Weise nicht in den Blutkreislauf gelangen und es gibt keine starken Nebenwirkungen. Auch Nasensprays und Augentropfen, die Hydrocortison enthalten, sind vor allem für Menschen eine große Hilfe, die unter Allergien leiden, und auch hier kommt es nur zu einer lokalen Anwendung, die von den meisten Betroffenen gut vertragen wird. Die meisten Mediziner setzen heute noch bei akuten und starken Beschwerden auf Spritzen und halten die Behandlungsdauer so kurz wie eben möglich.

    Wann wird Cortison gefährlich?

    Wie gefährlich kann Hydrocortison werden und was ist bei der Einnahme zu beachten? Wer bei einem Allergieschub das entsprechende Nasenspray verwendet, setzt sich nach Ansicht von Medizinern keiner allzu großen Gefahr aus, gefährlich wird es aber immer dann, wenn Hydrocortison über einen längeren Zeitraum in Form von Tabletten eingenommen wird. Damit sich die Nebenniere erholen kann, muss bei einer Therapie eine Pause von mindestens vier Wochen eingelegt werden, und das Medikament muss in diesem Fall ausgeschlichen werden. Wird es abrupt abgesetzt, dann drohen massive Nebenwirkungen wie Kreislaufversagen und sogar ein lebensgefährlicher Schock. Wird Hydrocortison über einen langen Zeitraum eingenommen, dann stellt der Körper die eigene Produktion ein, wird dann aber das Medikament abgesetzt, dann kommt es zu einer Unterversorgung des Hormons. Für Patienten gilt, sie sollten sich unbedingt an die vom Arzt verordneten Einnahmezeiten und Dosen halten, denn diese sind so abgestimmt, dass es weder zu einer Unterversorgung noch zu einer Überversorgung kommt. Geschieht das nicht, dann kommt es zu Nebenwirkungen und zu Störungen im Immunsystem.

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  • Fieber – Alles über Fieber

    Fieber – Alles über Fieber

    Fieber- eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers

    Der Ursprung des Begriffs Fieber ist im Lateinischen zu suchen. Dort steht „febris“ für Hitze. Fieber entwickeln die meisten lebenden Organismen als Mechanismus zur Abwehr von eingedrungenen Keimen. Es ist also ein Hilfsmittel des Immunsystems.

    Welcher Temperaturbereich als Fieber bezeichnet wird, hängt direkt von der normalen Basaltemperatur der einzelnen Organismen ab. Beim Menschen spricht man dann von Fieber, wenn die Kerntemperatur des Körpers höher als 38 Grad Celsius oder nach dem angloamerikanischen Maßsystem von 100,4 Grad Fahrenheit ist. Beim Schwein beispielsweise liegt die normale Körpertemperatur zwischen 39 und knapp 40 Grad Celsius. Deshalb beginnt dort das Fieber erst ab 40,5 Grad Celsius.

    Durch Fieber wird die Aktivität einiger Neuronen im Hypothalamus gesteigert, von denen ein knappes Drittel empfänglich für Wärme ist. Sie steuern dann die Wärmeabgabe des Körpers, über die eine Regulation der Körpertemperatur erzielt wird. Sie werden in ihrer Tätigkeit durch Pyrogene gehemmt. Zur Zirkulation von Pyrogenen im Körper kommt es dann, wenn an irgendeiner Stelle entzündliche Prozesse ablaufen. Dabei werden so genannte Akute-Phase-Proteine frei gesetzt, die zur Gruppe der Pyrogene gehören.

    Bleibt die Frage, wie es der menschliche Körper schafft, das Fieber auf einen Wert zu begrenzen, der ihm selbst nicht gefährlich werden kann. Diese Reaktion erfolgt üblicherweise, wenn eine Kerntemperatur von 41 Grad Celsius oder 105,8 Grad Fahrenheit erreicht ist. Dafür sind einerseits zwei Interleukine und andererseits Prostaglandin-Derivate sowie Epoxyeicosatriensäuren verantwortlich. Ein Zusammenspiel mit Hormonen wie Vasopressin, Melanocortin und Glukokortoide mit diversen Neurotransmittern ist bei der natürlichen Begrenzung von Fieber ebenfalls zu beobachten.

    Klinische Studien haben belegt, dass es nicht immer Sinn macht, das Fieber rigoros zu bekämpfen. Vor allem bei Infektionen mit Viren, Bakterien und anderen Parasiten ist das Phänomen zu beobachten, dass die Krankheitsverläufe unter Fieber verkürzt und abgeschwächt werden können. Auch die Überlebensrate kann durch einen Verzicht auf die künstliche Senkung von Fieber beispielsweise bei einer von Bakterien oder Pilzen verursachten Sepsis erhöht werden.

    Wichtiges über Fieber:

    Fieber ist kein Symptom, vor dem man sich fürchten müsste. Es ist eine ganz normale Abwehrreaktion des Körpers, die dazu dient, die Aktionsfähigkeit des Immunsystems zu steigern. Bevor lebensgefährliche Kerntemperaturen erreicht werden, setzen normalerweise körpereigene Regelprozesse ein, die eine Selbstschädigung verhindern. Damit kann Fieber nicht zu den Ursachen von Krankheiten gerechnet werden, sondern stellt immer ein Begleitsymptom dar, das von den Abwehrmechanismen des Körpers verursacht und deshalb auch nicht unterdrückt werden sollte. Doch dazu ist eine umfangreiche Aufklärung wichtig, da vor allem von den Angehörigen kranker Menschen Fieber als zusätzliche Gefahr betrachtet wird. Wir geben Ihnen ein paar nützliche Informationen, die es Ihnen leichter machen, das Symptom Fieber als natürliche Antwort des Körpers auf Eindringlinge zu betrachten.

    Kinder und Fieber – Was ist zu beachten?

    Vor allem kleine Kinder sind noch nicht in der Lage, genau angeben zu können, wo ihnen etwas weh tut. Ihnen fehlen auch noch die sprachlichen Fähigkeiten, um andere Begleitsymptome zu schildern. Deshalb gehören Kinder mit Fieber immer zur Kontrolle zum Arzt. Hinzu kommt, dass Kinder mit Fieber bis zum sechsten Lebensjahr auch zu Fieberkrämpfen neigen, die sogar lebensbedrohliche Zustände auslösen können. Deshalb ist hier seitens der Eltern eine engmaschige Überwachung der Kinder selbst und der Entwicklung ihrer Körpertemperatur notwendig.

    Oftmals tritt das Fieber bei Kindern auch unterwegs auf, wenn man gerade kein Thermometer zur Hand hat. Dann hat man einerseits die Möglichkeit, sich an die nächste Apotheke zu wenden. Andererseits sollte man die Begleitsymptome von Fieber bei Kindern kennen. Die Stirn und der Nacken können schon heiß sein, während das Kind noch kalte Hände und Füße hat. Auch ein Anstieg der Atemfrequenz und der Pulsfrequenz deuten auf Fieber bei Kindern hin. Nach der „Liebermeister-Regel“ kann man davon ausgehen, dass die einem um zehn Schläge pro Minute erhöhtem Puls eine Erhöhung der Körpertemperatur um etwa ein Grad Celsius vorliegt.

    Spröde Lippen, eine trockene Zunge und eine rapide Gewichtsabnahme zeigen an, dass dem Körper der Kinder bei Fieber zu wenig Flüssigkeit zugeführt wird. Das ist insbesondere dann gefährlich, wenn das Fieber bei Kindern im Zusammenhang mit Durchfall auftritt, da dieser zu einer zusätzlichen Austrocknung des Körpers führt. Das kann man auch mit einem einfachen Test heraus finden, indem man kurz auf den Handrücken drückt oder die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zusammen kneift. Bleiben die Delle auf dem Handrücken oder die Falte länger als zwei Sekunden, hat die Austrocknung bereits begonnen.

    Schüttelfrost als Begleiterscheinung bei Fieber

    Der Schüttelfrost wird vom Mediziner als Febris undularis bezeichnet und kann sowohl bei Zuständen mit als auch ohne Fieber auftreten. Beim Schüttelfrost findet eine kurztaktige Anspannung und Erschlaffung der Muskeln statt. In der Hauptsache sind davon die Rückenmuskulatur, die Oberschenkenmuskulatur oder die Kaumuskeln betroffen.

    Der Schüttelfrost ist ein Bestandteil der möglichen Reaktionen des menschlichen Immunsystems auf diverse Infektionen und Entzündungen. Durch die in kurzen Intervallen stattfindende Muskelkontraktion werden der Stoffwechsel des Körpers und dort insbesondere die Energiegewinnung angeregt. Dabei besteht die Zielstellung des Immunsystems darin, die Körpertemperatur zu steigern. Die stattfindenden Abläufe sind mit denen vergleichbar, die dann auftreten, wenn es zu einem Muskelzittern bei einer beginnenden Unterkühlung kommt.

    Ausgelöst wird der Schüttelfrost durch die Pyrogene. Im menschlichen Körper sind gramnegative und grampositive Pyrogene zu finden, die durch bakterielle Infektionen dorthin gelangen. Myxoviren dagegen sorgen für die Zirkulation von Viruspyrogenen. Eine dritte Gruppe stellen die Pyrogene dar, die durch Infektionen mit Pilzen in den Körper gelangen. Über Laboruntersuchungen muss zuerst einmal abgeklärt werden, um welche Art von Pyrogenen es sich handelt, bevor gegen den Schüttelfrost eine Therapie gestartet werden kann.

    Doch für Schüttelfrost kann es auch andere Ursachen geben. Er kann durch Entzugserscheinungen bei einer stofflichen Abhängigkeit begründet sein. Auch auf Erregungszustände reagiert der Körper häufig mit Schüttelfrost. Hinzu kommen Fehlfunktionen der Schilddrüse, die für das Auftreten von Schüttelfrost verantwortlich sein können. Die Zufuhr von Wärme ist das einfachste Mittel, einen Anfall von Schüttelfrost zu beenden. Ist er besonders stark, kann unter klinischen Bedingungen auch ein schnell wirkendes Muskelrelaxan verabreicht werden.

    Richtig Fieber messen

    Zum Fieber Messen können verschiedene Stellen des menschlichen Körpers verwendet werden. Bevorzugt erfolgt die Messung in Körperhöhlen und –zugängen wie dem Ohr, dem Mund, dem After oder bei den Mädchen in der Scheide. Dort können die genauesten Messwerte erreicht werden. Aber auch die Leistenbeuge und die Achselhöhle werden zum Fieber Messen genutzt, weil sie am leichtesten zugänglich sind.

    Je nach dem Ort der Messung müssen auf die ermittelten Werte unterschiedliche Differenzen aufgeschlagen werden. So beträgt die Differenz zwischen dem Messwert in der Achselhöhle und der tatsächlichen Kerntemperatur etwa ein halbes Grad Celsius, was zum Messwert hinzu gerechnet werden muss. Erfolgt die Messung von Fieber unter der Zunge, sollte man von Minus-Differenzen zwischen 0,3 und 0,5 Grad Celsius ausgehen. Bei der Messung im Ohr sind es in der Regel Fehler in der Handhabung, die zu Differenzen führen.

    Beim Fieber Messen gibt es mehrere Techniken. Das gläserne Thermometer mit Quecksilberfüllung hat auf Grund der davon ausgehenden Gefahren inzwischen ausgedient. Sie dürfen auf Grund der aktuellen Gesetzgebung in Europa nur noch für wissenschaftliche und medizinische Zwecke verkauft werden. Statt des Quecksilbers verwenden moderne Thermometer das als nicht giftig eingestufte Gallium oder eingefärbten Alkohol. Gallium-Thermometer haben dabei den Vorteil, dass der Höchstwert bis zum Herunterschütteln erhalten bleibt.

    Auf dem Vormarsch ist das Fieber Messen mit digitalen Thermometern. Hier schlägt der Vorteil zu Buche, dass die Messwerte schneller zur Verfügung stehen. Sie sind bruchfest und signalisieren das Ende des Messvorgangs. Außerdem bieten viele Modelle die Möglichkeit, Messergebnisse zum Verfolgen des Verlaufs auch speichern zu können. Die neueste Errungenschaft beim Fieber Messen sind Infrarotthermometer, die vor allem für die Messung der Körpertemperatur im Ohr zur Anwendung kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness