Schlagwort: Krankheitsbild

  • Cialis – Das bessere Potenzmittel?

    Cialis – Das bessere Potenzmittel?

    Mit der Einführung des Medikaments Viagra änderte sich für Millionen Männer weltweit das Liebesleben. Denn mit dem in Viagra verwendetem Wirkstoff Sildenafil lassen sich Erektionsstörungen (fachmedizinisch erektile Dysfunktion genannt) behandeln.

    Doch Viagra ist nicht das einzige Mittel, welches Männern, die unter Potenzstörungen leiden, helfen kann. Pharmakonzerne wie Lilly oder Bayer entwickelten weitere PDE-5-Hemmer wie Tadalafil, Avanafil und Vardenafil. Auch diese fördern, wie Sildenafil, die Durchblutung der Gefäße, indem sie ein Enzym hemmen, das diese steuert.

    Neben Viagra gibt es heute also auch Medikamente wie Cialis (Tadalafil) oder Levitra (Vardenafil) mit denen Erektions- und Potenzstörungen behandelt werden können. Doch für viele Männer vergrößert sich hiermit nicht nur die Auswahl an verfügbaren Medikamenten, sondern sie fühlen sich auch vor die sprichwörtliche Qual der Wahl gestellt.

    Vorab: jeder Wirkstoff hat seine ganz eigene Beschaffenheit und eignet sich somit je nach Anwendungsfall mehr oder mal weniger für einen Patienten. Umso wichtiger hier einmal etwas genauer hinzuschauen.

    Die Potenzmittel Viagra, Cialis und Levitra im direkten Vergleich

    Das Krankheitsbild der erektilen Dysfunktion ist nur auf den ersten Blick eines, das sich schnell eingrenzen lässt. Denn auch wenn die meisten Betroffenen übergreifend unter Potenz- und Erektionsstörungen leiden, können sich diese …

    • sowohl in ihren Ausmaßen als auch in ihren Ursachen enorm voneinander unterscheiden;
    • von Mann zu Mann grundverschieden äußern, denn Männer in verschiedensten Altersklassen und unterschiedlichsten gesundheitlichen sowie körperlichen Verfassungen können betroffen sein;
    • hinsichtlich Auslöser stark unterscheiden – differenziert wird hier in körperliche und psychische Ursachen.

    Aus diesem Grund ist es nach wie vor unverzichtbar, bei Erektionsstörungen erst einmal einen Facharzt wie einen Urologen aufzusuchen. Dieser kann die Ursachen abklären. Nur dann kann eine gezielte Behandlung erfolgen, die optimal auf den Patienten und auf dessen Krankheitsbild abgestimmt werden kann. Meistens besteht diese Behandlung allerdings heute daraus, die richtige Pille oder auch den richtigen Wirkstoff für den vorliegenden Fall und den betroffenen Mann zu finden. Und genau hier zeigt sich die größere Auswahl an potenzsteigernden Mitteln wie Viagra, Cialis und Levitra als sehr vorteilhaft.

    Pillen wie Cialis, Levitra und Viagra sind nur auf den ersten Blick „gleich“, dabei verfolgen alle das selbe Wirkungsziel und unterscheiden sich auch in puncto Erfolgsquote (rund 80 bis 82 Prozent) nicht stark voneinander.

    Sie unterscheiden sich jedoch durch den verwendeten Wirkstoff, sowie in Sachen Einnahme und Wirkungsweise voneinander. Cialis weist mit einer durchschnittlichen Wirkungsdauer von bis zu 36 Stunden beispielsweise im Vergleich zu Viagra und Levitra, die beide nur fünf bis sechs Stunden wirken, die längste Wirkungsweise auf.

    Zudem gibt es von Cialis recht niedrig dosierte Tabletten, die täglich eingenommen werden können und so dauerhaft wirken. Levitra weist hingegen mit rund 30 Minuten, bis nach der Einnahme die Wirkung eintritt, den schnellsten Wirkungseintritt auf. Cialis und Viagra beginnen beide erst nach rund einer Stunde zu wirken.

    Aufgrund der langen Wirkungszeit treten die verzeichneten Nebenwirkungen (etwa Kopfschmerzen und Muskelschmerzen) bei Cialis im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten zwar unter Umständen länger, aber auch weniger drastisch und seltener auf. Ähnlich verhält es sich mit Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten.

    Deutlich heftiger fallen die Nebenwirkungen (etwa Schwindel und Übelkeit) jedoch beim Mittel Levitra und dem darin verwendeten Wirkstoff Vardenafil aus. Trotzdem ist Viagra der Spitzenreiter, wenn es um die Häufigkeit der verzeichneten Nebenwirkungen geht. Zudem kann Viagra nicht gemeinsam mit nitrathaltigen Medikamenten (diese werden oft bei Bluthochdruck verschrieben) verwendet werden, da das zu einem zu starken Abfall des Blutdrucks führen würde.

    Fazit: Welches Medikament ist das Beste?

    Wie bereits angedeutet, weist jedes der drei bekanntesten und am häufigsten verwendeten Mittel seine ganz individuellen Vor- und Nachteile auf. Welche der drei Pillen also im jeweiligen Fall die Richtige ist, sollte im besten Fall vom behandelnden Arzt entschieden werden.

    Übergreifend lässt sich jedoch sagen, dass sich Cialis aufgrund der niedrigen Wirkstoffdosis und den verhältnismäßig geringen Nebenwirkungen etwas hervorhebt. Auch Hinsichtlich Flexibilität ist das Präparat sowohl aufgrund der längeren Wirkungsdauer als auch der Option der täglichen Einnahme wesentlich praktischer. Der Auflistung der Auftrittswahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen lässt sich darüber hinaus entnehmen, dass Cialis (vermutlich auch wegen der geringeren Wirkstoffkonzentration) als relativ nebenwirkungsarm eingestuft werden kann.

    Als Vergleich: Bei Cialis verspürten nur 11 Prozent der befragten Probanden von klinischen Studien die häufigsten Nebenwirkungen der Potenzmittel: Kopfschmerzen. Levitra verursachte bei 15 Prozent und Viagra sogar bei 21 Prozent Kopfweh, während weitere Nebenwirkungen wie Sehstörungen, Schwindel, Übelkeit und Ausschlag bei Cialis gar nicht gemeldet wurden.

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    Quellen: Packungsbeilage Tadalafil | Packungsbeilage Sildenafil | Packungsbeilage Vardenafil | Vergleich der drei Potenzmittel

  • Legales Cannabis – was hat sich seit der Einführung getan?

    Legales Cannabis – was hat sich seit der Einführung getan?

    Patienten, denen ausschließlich Cannabis hilft, mussten bislang eine große Hürde nehmen. Das betraf nicht nur bürokratische Wege, auch finanziell stand ihnen keine Unterstützung zu. Berücksichtigt man Kosten von rund 1.800 Euro im Monat, dann kann man völlig zurecht von einem belastbaren Polster sprechen. Es verwundert auch nicht, dass bislang „nur“ 1.000 Patienten eine entsprechende Ausnahmegenehmigung bekommen haben. Seit März 2017 ist es aber anders, die Droge ist für medizinische Zwecke legal. Das Ganze darf man allerdings nicht mit einem Freifahrtsschein für Cannabis verwechseln, man darf es wirklich nur gegen die Schmerzen einsetzen. Weniger übersichtlich ist das Krankheitsbild, es fehlen nämlich genaue Definitionen. Für Borreliose oder Epilepsie gab es zum Beispiel schon Ausnahmegenehmigungen. Was aber hat sich seit diesem Tag genau geändert?

    Cannabis als Rezept

    Seit dem neuen Gesetz kann man sich die Droge per Rezept verschreiben lassen. Das heißt, man geht zum Arzt und schildert zunächst seine Beschwerden. Dieser wird anschließend alternative Therapien vorschlagen, die in der Regel gemacht werden müssen. Dies soll verhindern, dass „falsche“ Menschen Cannabis verschrieben bekommen. Hilft jedoch tatsächlich nichts davon, dann kann der Mediziner seinen Rezeptblock nehmen und die Droge verschreiben. Der Patient geht danach in die Apotheke und holt sich diese ab. Kein umständlicher Weg und keine komplizierten Schritte, es läuft wie bei einem handelsüblichen Rezept ab. Eine nicht so schöne Sache gibt es aber dann doch noch und wird vor allem Datenschützern ein Dorn im Auge sein.

    Pflichtteilnahme an Studie

    Bevor wir zu diesem Thema kommen: Vor dem März 2017 haben nicht nur Betroffene einen Beschluss und eine Ausnahmegenehmigung benötigt, auch die entsprechenden Apotheken wurden dazu verdonnert. Außerdem musste man sich registrieren lassen. Nun aber zur Sache mit der Studie: Damit eine Krankenkasse die Kosten übernimmt, muss der Patient seine Daten zu anonymisierten Forschungszwecken freigeben. Kritiker sagen, dass es gegen das Gesetz verstößt. Die Idee dahinter ist aber nachvollziehbar, denn so sollen bessere Erkenntnisse von Cannabis in Bezug auf Krankheitsbilder entstehen. Eine Ausweichmöglichkeit besteht derzeit nicht, wer die Droge haben möchte, der muss seine Daten zur Auswertung preisgeben.

     

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  • Flohsamenschalen – Anwendung und Wirkungsweise

    Flohsamenschalen – Anwendung und Wirkungsweise

    Flohsamenschalen sind klein und unscheinbar. Trotzdem zählen sie zu den Superfoods mit der größten Wirkung. Zahlreiche Menschen profitieren von den Schalen als praktische Nahrungsergänzung.

     

    Positive Wirkungen von Flohsamenschalen auf den Darm

    Größtenteils bestehen Flohsamen aus Ballast- und Schleimstoffen, die nicht verdaulich sind. Durch den enormen Gehalt an Polysacchariden sind die Schalen in der Lage, erhebliche Mengen Wasser aufzunehmen. Dadurch können Flohsamenschalen ihr Volumen um zehn bis 15 Prozent vergrößern.

     

    Menschen, die unter Durchfall leiden, wissen diese Eigenschaft sehr zu schätzen. So binden Flohsamenschalen den größten Flüssigkeitsanteil im Darm. Damit tragen sie zur Stuhlverfestigung bei. Ferner weisen die kleinen Schalen eine entzündungshemmende wie auch antibakterielle Wirkung auf. Gerade bei bakteriell bedingten, entzündlichen Darmerkrankungen hilft das Superfood bei der Bindung und Unschädlichmachung der Bakterien. Infolgedessen erfahren der entzündete Darm Linderung, die Darmflora einen Schutz gegen weitere Schäden.

     

    Aber auch bei Verstopfungen haben sich Flohsamenschalen bestens bewährt. Durch den Verzehr der aufgequollenen Samen erhöht sich im Darm das Volumen. Dies regt die Darmtätigkeit an. Darüber hinaus kommt es zur Verdünnung des Stuhls, was sich hilfreich bei Verstopfungen auswirkt.

     

    Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten

    Neben Durchfallerkrankungen und Verstopfungen finden Flohsamenschalen auch Anwendung bei

    • anal-rektalen Eingriffen
    • Ausstülpungen im Bereich der Darmwand
    • Hämorrhoiden
    • Heilfasten zur Darmreinigung
    • Personen mit künstlichem Darmausgang
    • Reizdarm

     

    sowie zur unterstützenden Behandlung bei Patienten mit Morbus Crohn. In verschiedenen Studien konnte ferner nachgewiesen werden, dass die kleinen Schalen weitaus mehr können. Weitere informative Ausführungen können Sie bei iNutro: Flohsamenschalen Wirkung und Anwendung nachlesen.

     

    Abnehmen mithilfe von Flohsamenschalen

    Sie möchten gesund abnehmen? Dann sind Flohsamenschalen genau das Richtige für Sie. Dank ihrer Quelleigenschaften stellt sich bei ihrem Verzehr ein schnelleres Sättigungsgefühl ein. Dadurch essen Sie automatisch weniger. Ferner enthalten die kleinen Schalen kaum Kalorien.

     

    Wirksame Hilfe gegen das metabolische Syndrom

    Auch beim metabolischem Syndrom haben sich Flohsamenschalen bewährt. Hierbei treffen vier unterschiedliche Krankheitsbilder zusammen:

    • Bluthochdruck
    • hohe Blutzuckerwerte
    • starkes Übergewicht
    • Störungen im Fettstoffwechsel

     

    Unterschiedliche klinische Studien zeigen, dass Flohsamenschalen hierbei eine wirksame Hilfe leisten können. Blutzucker und Cholesterin können von den, aus den Samen herrührenden, Polysacchariden gebunden werden. Daraus resultiert eine Senkung des Blutzuckerspiegels sowie des Cholesterinwerts. Selbst eine Regulierung des Blutdrucks ist mit Flohsamenschalen möglich.

     

    Ersten Studien zufolge sollen Flohsamenschalen auch vorbeugend gegen Krebserkrankungen wirken.

     

    Zeigen Flohsamenschalen Nebenwirkungen?

    Im Allgemeinen zeigen die kleinen Körner keine Nebenwirkungen. Allerdings kann es gelegentlich vorkommen, dass sie Appetitlosigkeit, Blähungen oder ein Völlegefühl verursachen. Beobachten Sie diese Effekte bei sich, genügt es, die zu verzehrende Menge der Schalen zu reduzieren. Seltener treten allergische Reaktionen auf. Beispielsweise bei nicht gereinigten Flohsamenschalen.

     

    Sofern Sie schon einmal einen Darmverschluss hatten, sollten Sie keine Flohsamenschalen einnehmen. Ferner sollten Menschen, die an einer

    • Erkrankung der Speiseröhre
    • Krankhaft bedingten Verengung der Speiseröhre
    • Schädigung des Magen-Darm-Traktes

     

    leiden, auf die Einnahme der Schalen verzichten. Bei der Medikamenteneinnahme ist vor dem Verzehr unbedingt der Arzt zu konsultieren. Ebenfalls bei Kindern empfiehlt es sich, zuvor einen Arzt zu befragen.

     

    Einnahme und Dosierung von Flohsamenschalen

    Zur Vermeidung von Nebenwirkungen und Entfaltung der vollen positiven Eigenschaften sollte der Verzehr der Flohsamenschalen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Empfehlenswert ist eine Einnahme zwischen zehn bis 30 g je Tag, bestenfalls über den gesamten Tag verteilt. Also ein- bis dreimal am Tag. Damit der Stuhl geschmeidig wird, hat sich eine Einnahme von einem bis zwei Teelöffel je Tag bewährt. Das Beachten der Packungsbeilage ist essentiell.

     

    Wie Sie die Flohsamenschalen einnehmen, ist dabei Ihnen überlassen. Wahlweise können diese unter ein Müsli gerührt oder über einen Salat gestreut werden. Aber auch in selbst gebackenem Brot bieten sie sich als ballaststoffreiche Ergänzung an. Eine Vielzahl von Personen rührt die Schalen jedoch einfach in ein Glas Saft oder Wasser ein. Dabei quillt das Superfood vor dem Verzehr auf. Liegt eine chronische Verstopfung vor, ist jedoch von einem Vorquellen der Samen abzusehen.

     

    Im Grunde genommen werden Flohsamenschalen in etwa 150 ml Flüssigkeit – Saft, Tee oder Wasser – eingeführt. Allerdings sollte keine Milch Verwendung finden, da diese das Aufquellen der Samen verhindert. Nach dem Verzehr müssen zwingend weitere 200 ml Flüssigkeit nachgetrunken werden. Ausschließlich durch das ausreichende Trinken in Verbindung mit der Einnahme der Schalen kann sich die positive Wirkung positiv entfalten.

  • Das steckt hinter der Nesselsucht

    Das steckt hinter der Nesselsucht

    Viele von uns kennen die Wirkung der Brennnessel aus ihrer Kindheit. Kommt die Haut damit in Berührung, dann brennt es und kleine Bläschen erheben sich. Besonders gemein ist der Juckreiz, der erst nach einiger Zeit nachlässt. Geht man nun zur Nesselsucht über, dann fallen viele Gemeinsamkeiten auf. Bei diesem Typ Hautausschlag brennt es nämlich ebenfalls, juckende Quaddeln runden die Folgen ab. Die gute Nachricht ist, dass der Ausschlag in den meisten Fällen keine Lebensgefahr darstellt. Der Juckreiz schränkt aber natürlich den Alltag ein. Die Therapiemöglichkeiten sind leider noch nicht so weit, um das Krankheitsbild heilen zu können. Lediglich eine symptomatische Behandlung ist möglich.

    Die Entstehung ist unklar

    Leidet jemand an der Nesselsucht, dann handelt es sich um eine bislang nicht definierbare Körperreaktion. Aus mehreren Gründen aktivieren sich sogenannte Mastzellen, die wiederum den Botenstoff Histamin freisetzen. Das führt zu durchlässigen Hautzellen und einem Wasseraustritt aus den Zellen. Es sammelt sich anschließend als Ödem und lässt die Haut rötlich erscheinen. Das Problem ist, dass die Gründe bislang noch nicht erforscht werden konnten. Man weiß also nicht, wieso Mastzellen aktiviert werden beziehungsweise Histamin freigesetzt wird. Genauso fraglich sind die Ursachen, die von Kälte bis hin zu einem vorhergegangenen Infekt reichen können.

    Symptomatische Therapie

    Mediziner unterscheiden zwischen einer akuten und einer chronischen Nesselsucht. Bei einer Dauer von maximal sechs Wochen tritt der erste Fall ein, alles darüber fällt in den zweiten Fall. Wichtig für die Therapie sind Untersuchungen wie eine Blutanalyse, denn dadurch können unter anderem Allergien nachgewiesen werden. Nach der Diagnose werden einem in der Regel Antihistaminika und Kortison verschrieben. Das kann die Krankheit nicht heilen, aber zumindest lindert es die Auswirkungen. Psychischer Stress ist übrigens auch ein Faktor. In so einer Situation hilft dann ein autogenes Training oder ein Entspannungsverfahren.

    In extremen und sehr seltenen Fällen breitet sich Nesselsucht im Hals- und Rachenbereich aus. Das ist dann tatsächlich lebensbedrohlich, da die Atemwege aufgrund der Schwellung verschlossen werden könnten.

     

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  • Der Schambereich – besonders anfällig für Infektionen

    Der Schambereich – besonders anfällig für Infektionen

    Es gibt zahlreiche Krankheiten, die den Schambereich der Frau betreffen. Dabei können die Symptome dieser Krankheiten plötzlich auftauchen, aber sich auch über einen langen Zeitraum hinweg entwickeln.

     

    Entzündungen im Schambereich

    Viele Frauen sind von Entzündungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide betroffen. Diese Entzündungen entstehen häufig durch Reizungen. Dabei kann es sich um ein übermäßiges Waschen ebenso handeln wie die Verwendung von aggressiver Seife zur Reinigung. Ferner kommt ein krankhafter Bakterienbefall der Scheide infrage.

     

    Die Beschwerden bei Entzündungen im Schambereich ähneln sich oftmals. Meistens gehen sie mit Juckreiz im Intimbereich einher. Folglich können als Ursachen für Entzündungen im Schambereich durch

    • Autoimmunerkrankung Lichen sclerosus (entzündliche, chronische Veränderung von Scheide und Schambereich)
    • Bartholinitis (Entzündungen der Drüsen am Scheideneingang – meistens hervorgerufen durch Bakterien)
    • Adnexitis (Entzündungen von Eileiter und Eierstock durch Bakterien)
    • Sterilität (durch Eierstock- und Eileiterentzündungen hervorgerufene Unfruchtbarkeit)
    • toxisches Schocksyndrom (oft hervorgerufen durch Besiedlung des Tampons durch Bakterien)

    in Erscheinung treten.

     

    Infektionen im Schambereich

    Eines der häufigsten Krankheitsbilder in frauenärztlichen Praxen ist die Scheideninfektion. Dabei können die Symptome dieser Infektionen unterschiedlicher Natur sein. Denn die Bandbreite der möglichen Erreger ist riesig. Folgende Symptome können bei Infektionen im Genitalbereich auftreten:

    • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
    • Rötungen der vaginalen Schleimhaut
    • unangenehm riechender vaginaler Ausfluss
    • Ausbildung von Feigwarzen
    • Fieber
    • Müdigkeit
    • Muskelschmerzen
    • Bläschen im Genitalbereich, Herpesbläschen
    • Juckreiz im Schambereich
    • Schwellung der lokalen Lymphknoten
    • Kitzeln oder Missempfindungen.

     

    Mögliche Ursachen einer Scheideninfektion

    Die Ursachen einer Scheideninfektion können oftmals in einer Veränderung und Störung der gesunden Scheidenflora gefunden werden. Normalerweise ist die Vagina mit einer Vielzahl von Keimen besiedelt, die zur Abwehr von Krankheitserregern notwendig sind. Beispielsweise gehören die Milchsäurebakterien zu einem normalen, sauren Milieu der Scheide.

     

    Kommt es zur Veränderung des Scheiden-Milieus durch äußere und innere Einflüsse, können sich die schädlichen Keime vermehren und zu Infektionen führen. Besonders wichtig ist die Entdeckung einer Scheideninfektion bei schwangeren Frauen. Denn unbehandelt kann diese Krankheit zu Frühgeburten oder Infektionen des Neugeborenen führen. Verantwortlich können folgende Erreger für eine Infektion im Genitalbereich zeichnen:

    • Bakterien
    • Viren
    • Pilze
    • Einzeller (Protozoen)

     

    Die Bakterieninfektion der Scheide kommt am häufigsten vor. Dabei können unter anderem Bakterien wie Streptokokken, Staphylokokken oder Enterokokken als Erreger gefunden werden.

     

    Pilzinfektion im Schambereich

    Nicht selten tritt eine Pilzinfektion im Schambereich auf. Damit es überhaupt zur Pilzinfektion kommen kann, muss die Milchsäurebakterien-Flora gestört sein. Somit kann eine derartige Infektion sich aus der Therapie mit Antibiotika, Diabetes mellitus, einer Schwäche des Immunsystems oder Hautpilzen herausbilden.

     

    Neben humanen Papilloma-Viren rufen auch Herpes simplex-Viren Infektionen im Schambereich hervor. Während erstere für die Entstehung von Feigwarzen oder Gebärmutterkrebs verantwortlich sind, können die zweitgenannten Viren bereits Neugeborene infizieren. Dadurch entstehen schwere Schäden des Nervensystems. Schlimmstenfalls können diese sogar zum Tod des Kindes führen.

     

    Allerdings gibt es auch virale Infektionen mit sehr schwerwiegenden Krankheitsverläufen. Am bekanntesten sind AIDS, Hepatitis und Herpes.

     

    Einzeller sind parasitäre Organismen, die die Scheide befallen und Infektionen auslösen können. Der bekannteste Einzeller ist Trichomonas vaginalis. Dabei wird dieser Einzeller praktisch nur über Geschlechtsverkehr übertragen. Er kann ohne Behandlung lange Zeit in der Scheide verbleiben und zu chronischen Infektionen führen.

     

    Erfolgreiche Behandlung von Infektionen im Schambereich

    Übrigens lassen sich viele Infektionen im Schambereich erfolgreich behandeln. Voraussetzung dafür ist allerdings die genaue Abklärung der Erreger und der Symptome durch einen Gynäkologen. Somit nimmt beispielsweise der Arzt eine Analyse des Scheidensekrets vor.

     

    Nur wenn genau feststeht, welche Erreger die Infektion im Schambereich ausgelöst haben, kann der Einsatz mit Medikamenten erfolgen. Dabei handelt es sich unter anderem um

    • Antibiotika gegen Bakterien
    • Antimykotika gegen Pilze
    • Virostatika gegen Viren.

     

    Doch durch den Gebrauch von Kondomen lassen sich zahlreiche Infektionen der Scheide vermeiden. Ebenso bieten Kondome den besten Schutz vor Geschlechtskrankheiten, wie zum Beispiel Syphilis, Tripper oder Weicher Schanker.

     

    Auch parasitäre Erkrankungen, wie beispielsweise Filzläuse und Krätze, sind durch die Nutzung von Kondomen vermeidbar.

     

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  • Krebs zukünftig durch Blutproben erkennen

    Krebs zukünftig durch Blutproben erkennen

    Es gibt unzählige Krankheiten auf der Welt, manche sind weniger schlimm und manche mehr. Zu den gefährlichsten Erkrankungen gehört aber auf jeden Fall der Krebs. Obwohl sich die Therapiemöglichkeiten bedeutend verbessert haben, gibt es auch heute noch viele Todesfälle. Vor allem dann, wenn die Diagnose zu spät gestellt wurde. Eines bleibt jedoch immer gleich, der Verlauf einer Krebserkrankung wird mithilfe einer Biopsie beobachtet. Das bedeutet, dass der Arzt vermeintlich betroffenes Gewebe entnimmt und es anschließend zur Untersuchung weitergibt. Der Fokus liegt darin, ob sich die Zellen bösartig verändert haben oder nicht. Abhängig vom genauen Krankheitsbild muss dieses Szenario mehrmals wiederholt werden. Das „Problem“ dabei ist, dass eine Biopsie für den Körper eine starke Belastung ist. Der Prozess kann nämlich nicht einfach so durchgeführt werden, sondern es ist eine Betäubung nötig. Je nach Fall kommt entweder eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose zum Einsatz. Auch für ältere Menschen und für Personen mit einer aktiven Chemotherapie ist es eine große Herausforderung. In Zukunft könnte diese Prozedur aber von der Blutabnahme abgelöst werden. Die Ärzte sehen also im Blut, ob Krebs im frühen Stadium ausgebrochen ist oder nicht.

     

    Die Idee gab es bereits

    Krebs im Blut nachzuweisen wollte man schon in den 70er Jahren. Damals scheiterte es jedoch in der Praxis, denn für dieses Verfahren sind präzise Analysevorgänge nötig. Diese gab es damals aber noch nicht, zukünftig betrachtet wird sich das aber wohl ändern. Heute gibt es nicht nur die Technik, sondern es werden auch schon erste Tests bei Lungenkrebs-Patienten durchgeführt. Die sogenannte Untersuchungsmethode Liquid Biopsy könnte allerdings trotzdem noch eine Weile auf sich warten lassen, bislang wird das Verfahren ausschließlich als begleitende Methode eingesetzt. Grund ist die Zuverlässigkeit, die noch erprobt werden muss. Es wäre fatal, wenn das neue Standardverfahren eine Fehlerquote aufweist und mehr schadet als hilft. Letztendlich ist es wohl eher eine Frage der Zeit, wann die Blutprobe die Biopsie ablöst.

     

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