Schlagwort: Krankheitsbild

  • Entzündungen dürfen keinesfalls unterschätzt werden

    Entzündungen dürfen keinesfalls unterschätzt werden

    Typische Merkmale wie Rötungen, Schwellungen oder auch Eiterbildung – das ist das, was die meisten im Kopf haben, wenn es um Entzündungen geht. Diese sind gut behandelbar und auch schnell wieder abgeklungen. Dennoch ist das Krankheitsbild nicht zu unterschätzen.

    Wie kommt es zu einer Entzündung?

    Fast jedes Organ bzw. jeder Körperbereich kann eine Entzündung ausprägen. Sogenannte akute Entzündungen sind etwa die Blinddarmentzündung, die Nasennebenhöhlenentzündung oder aber die Sehnenscheidenentzündung. Zu einer Entzündung kommt es immer dann im Körper, wenn eine Gewebeverletzung oder Reizung entsteht. Egal wo diese entsteht, löst sie eine Entzündungsreaktion im Körper aus. Die Auslöser der Entzündung können vielfältig sein, immer liegt aber eine Schädigung oder Reizung des Gewebes vor. Ob nun Prellung oder Zerrung nach einem Sturz, Fremdkörper wie ein Holzsplitter, Stoffwechselabbauprodukte wie Harnsäurekristalle oder pathogene Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze, sie alle können die Ursache für die Erkrankung sein.

    Symptome sind gut erkennbar

    Wer an einer Entzündung leidet, der tut dies unter den charakteristischen Symptomen wie einer Rötung der betroffenen Hautstelle, Schwellung und Schmerzen. Meist kommt auch noch Fieber dazu. Klar ist, dass bei einer Entzündung eines Organs diese nicht unmittelbar in oder unter der Haut auftritt und damit nicht sichtbar ist. Entzündungen sind selbst keine Krankheiten, lösen aber eine Abwehrreaktion des Körpers aus und setzen damit den Heilprozess in Gang.

    Was passiert bei einer Entzündung im Körper?

    Der Körper wird sofort aktiv, wenn ein Gewebe verletzt oder gereizt ist. Ist zusätzlich ein Blutgefäß beschädigt, wird der Blutklebestoff Fibrin eingesetzt um die Wunde abzudichten. Dies funktioniert so, dass an der betroffenen Stelle ein Netz quasi aufgezogen wird, in dem Blutplättchen und rote Blutkörperchen hängen bleiben. So gerinnt das Blut, wobei unmittelbar nach Blutungsstopp ein Enzym im Körper frei gesetzt wird, um die Gerinnung wieder zu stoppen. Sind Bakterien eingedrungen und muss verletztes und damit abgestorbenes Gewebe entfernt werden, kommen sogenannte Makrophage oder Fresszellen im Körper zum Einsatz. Da zugleich die Durchlässigkeit der Blutgefäße erhöht wird, kommt es in der Umgebung der verletzten Stelle zu einer Rötung und meist auch zu einer Schwellung. Zeitgleich wie die Makrophagen ihre Tätigkeit verrichten, beginnt bereits der neue Zellaufbau an der betroffenen Stelle.

    Warum sind Entzündungen schmerzhaft?

    Jeder, der schon einmal an einer Entzündung gelitten hat, weiß, dass dies eine äußerst schmerzhafte Erfahrung ist. Und genau das kann zwei Ursachen haben. Denn entweder die Nervenzelle an der betroffenen Stelle selbst ist verletzt oder die entstandene Schwellung drückt auf naheliegende Nerven. Hauptursache ist jedoch die Ausschüttung ganz bestimmter Schmerzbotenstoffe, die auch Prostaglandine, Histamin oder Bradykinin genannt werden. So weh diese auch tun, erfüllen sie dennoch eine wichtige Aufgabe. Denn sie sorgen für Aufmerksamkeit, dass im oder am Körper etwas nicht stimmt, etwa ein Gewebe verletzt wurde. Sobald die Entzündung abnimmt, werden auch die Botenstoffe abgelöst, und zwar durch Enzyme, womit auch der Schmerz wieder vorbei ist.

    Akute Entzündungen sofort behandeln

    Einige Entzündungsvarianten müssen sofort ärztlich bzw. therapeutisch behandelt werden. Dies wären etwa eine akute Lungenentzündung, eine Blinddarmentzündung. Bei weniger schwer wiegenden Ausprägungen genügt es meist, wenn der Körper während des selbstständigen Heilungsprozesses entsprechend unterstützt wird. Eine Kühlung der betroffenen Stelle hilft hier ebenso wie eine Entlastung des Verdauungssystems und viel Ruhe. Zusätzlich sollte der Betroffene viel trinken und zwar am besten Wasser. Um die Ausscheidung entzündungsbedingter Abfallprodukte im Körper zu beschleunigen, hilft es wenn viel basischer Tee getrunken wird.

    Schwerwiegende Entzündungen medikamentös behandeln

    Um zu verhindern, dass Entzündungen chronisch werden oder aber einfach dann, wenn der Körper mit der Abwehr nicht alleine fertig wird, kann der Betroffene mit Antibiotika behandelt werden. Dies ist vor allem dann entscheidend, wenn Bakterien Auslöser für die Erkrankung sind. Bei Verletzungen, die eine Entzündung der betroffenen Stelle nach sich ziehen, ist auch immer auf die Wirkung der Tetanusimpfung zu achten.

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  • Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Magenschmerzen, die sich vor allem auf den Oberbauch konzentrieren und andauernd sind, Übelkeit und Sodbrennen. Jedes dieser Symptome ist für den Betroffenen schlimm genug, doch wenn sich alle auf einmal zeigen, wird es richtig ungut. Und wer sich dann vom Arzt eine entsprechende Diagnose und Hilfe erwartet, wird oft enttäuscht. Denn so real und präsent die genannten Beschwerden auch sind, es gibt dafür keine organische Ursache. Also helfen nur die richtige Ernährung und Akutlösungen.

    Nicht nur physisch wahrnehmbare Krankheit

    Wer an chronischem Reizmagen, in der medizinischen Fachsprache auch funktionelle Dyspepsie genannt, leidet, der tut dies nicht nur körperlich, sondern meist auch psychisch. Denn gerade in dieser Form steht der Betroffene extrem unter Druck und muss Einschnitte in seinem alltäglichen Leben in Kauf nehmen. Fragen wie „Wo finde ich die nächste Toilette wenn ich in der Stadt bin“ oder „Was soll ich tun wenn mir im Meeting plötzlich übel wird“ belasten hochgradig und setzen unter Druck. Doch wer sich mit dem Krankheitsbild des Reizmagens näher beschäftigt, wird sich auch mit diesen Fragen und noch anderen unangenehmen auseinander setzen müssen. Es gilt als erwiesen, dass Frauen häufiger vom Reizmagen betroffen sind als Männer – und zwar genau doppelt so oft. Laut einer Statistik der Techniker Krankenkasse sind Reizmagen und das Reizmagensyndrom eine der häufigsten Verdauungsstörungen der Bevölkerung, die immerhin bis zu 20 Prozent betroffen ist. Viele leiden neben dem Reizmagen auch noch an einer Gastritis, einer Magenschleimhautentzündung.

    Genaue Ursache des Krankheitsbildes ist unbekannt

    Auch wenn Betroffene früher oder später von ihrem behandelnden Arzt die Diagnose Reizdarm erhalten, so ist dies meist ein langer und steiniger Weg. Das Tückische an der Krankheit ist nämlich, dass es keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursachen und Auslöser gibt. Der organische Befund der Patienten ist meist komplett unauffällig. Ärzte vermuten daher eher, dass gestörte Bewegungsabläufe, die im Verdauungstrakt stattfinden, die Symptome der Erkrankung auslösen. Wenn dann noch ein überempfindliches Nervensystem in der oberen Magen-Darm-Region dazu kommt, kann die Krankheit ausgelöst werden. Auch eine intensive Schmerzwahrnehmung sowie ein geschwächtes oder gestörtes Immunsystem tun ihr Übriges, um das Reizmagen-Syndrom auszulösen. Es können aber auch psychische Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, denn Stress, Angst und Depressionen belasten erwiesenermaßen den Magen-Darm-Trakt.

    Heilung ist nicht möglich

    Neben der schlechten Nachricht, dass ein langer Weg bis zur richtigen Diagnose bevor steht, kommt noch die Tatsache, dass Reizmagen als nicht heilbar eingeschätzt wird. Nach derzeitigem Stand der Forschung ist dies bis dato nicht möglich, weshalb ein Therapieansatz darauf abzielt, zumindest die Beschwerden zu lindern. Im Akutfall können Medikamente wie Säurehemmer oder Krampflöser verabreicht werden. Da dies keine langfristige Lösung ist, wird Betroffenen empfohlen, ihren Lebensstil entsprechend anzupassen. Autogenes Training oder Yoga und progressive Muskelentspannung, aber auch Ausdauersportarten wie Rad fahren, Joggen und Schwimmen helfen, indem sie den Stresspegel entsprechend absenken.

    Essverhalten ändern

    Natürlich hilft auch eine Änderung der Essgewohnheiten, dass sich die Symptome verbessern. Da es keine spezielle Diät zur Linderung der Beschwerden gibt, sollte der Patient einfach ein Ernährungsprotokoll führen. Dies kann dazu beitragen, kritische Lebensmittel, die die Symptome auslösen, zu finden. Experten raten, mehrere kleine Portionen am Tag zu essen und diese ausreichend zu kauen, denn die Verdauung beginnt bekanntermaßen bereits im Mund. Auch beim Trinken kann ein Betroffener des Reizmagens viel richtig machen. Etwa wenn er vorwiegend stilles Wasser trinkt oder aber zu Kräutertee greift, die explizit den Magen schonen. Alles, was Kohlensäure und Säure enthält, ist hingegen schlecht für den Magen. Auch Alkohol, Kaffee und Nikotin setzen dem empfindlichen Organ zu und können die Symptome des Reizmagens verstärken. Zu heiße Getränke oder Mahlzeiten ebenso wie zu scharf gewürztes setzen der Magenschleimhaut stark zu und verstärkt die Symptome des Reizmagens. Damit ist klar, dass eine ausgewogene, durchschnittlich temperierte Ernährung die Lebensqualität der Erkrankten weitgehend stabilisieren kann.

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  • Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Den schwarz-gelben Insekten wird im Sommer vor allem negatives nachgesagt; Bienenstiche sind schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich, das entspannte Picknick im Grünen kann durch sie ebenfalls erheblich gestört werden. Doch ein zweiter Blick auf die Bienen lohnt sich – denn die sogenannte Apitherapie, die aufgrund der Anwendung von grünem brasilianisches Propolis entwickelt wurde, ist in vielen Bereichen der modernen Medizin mehr als effektiv und heilend.

    Bienenprodukte helfen heilen

    Funde von Archäologen beweisen, dass Menschen bereits seit mehr als 6000 Jahren Bienenprodukte nicht nur zum Genuss, sondern auch zum Heilen einsetzen. Die Apitherapie gilt in Südamerika, in China, aber auch den ehemaligen Ostblockstaaten traditionell als Heilkraft. Dabei wird Honig, Gelee Royal, die Pollen und Propolis, aber auch das Bienengift verwendet. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überzeugt dabei in jeglicher Hinsicht, denn während bei winterlichen Verkühlungen vor allem Propolistropfen helfen, ist etwa in der Gynäkologie der antimykotische Effekt bekannt. Auch bei chronischen Leiden wie Diabetes, Rheuma und sogar Hepatitis soll auf die Heilkraft der Bienenprodukte vertraut werden können.

    Gelee Royale hilft bei Bluthochdruck, Pollen bei Allergien

    Propolis wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei unterschiedlichen Erkrankungen sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Vor allem der Wirkstoff Artepillin C, der aus grünem Propolis gewonnen wird, wurde beispielsweise in Japan als Medizin für Krebsbehandlungen sogar patentiert. Bienengift wird hierzulande häufig bei Erkrankungen wie Fibromyalgie eingesetzt, denn diese Schmerzerkrankung kann mithilfe von Bienengiftinjektionen, die in der Dosis langsam gesteigert werden, sehr erfolgreich behandelt werden.

    Apis mellifera, die europäische Honigbiene

    Die hierzulande beheimatete Biene trägt den Namen Apis mellifera und ist damit Namensgeberin der Api-Therapie. Der Lebensbereich des Insekts ist im Umbruch begriffen, stärker werdende Monokulturen und der Schwund natürlich gewachsener Wiesen sowie der Einsatz vermehrter Insektenschutzmittel, macht ihr das Leben schwer. Dabei ist sowohl Honig, als auch die Pollen nicht nur ein leckerer Brotaufstrich und ein gesundes Süßungsmittel, sondern auch äußerst gesund. Wissenschaftlich erwiesen ist eine keimhemmende und keimabtötende Wirkung sämtlicher Bienenprodukte.

    Honig – schmeckt lecker und ist gesund

    Honig enthält neben den gesunden Kohlehydraten weitere sehr wirksame Stoffe wie etwa Enzyme, Acetylcholin, das für die Reizleitung im Nervensystem gebraucht wird, und Inhibine, das sind antimikrobiell wirksame Stoffe, quasi Hemmstoffe für Krankheitserreger. Gleichzeitig beinhaltet Honig Wuchshormon für die Hämoglobinproduktion im Blut. Nach Krankheiten und Operationen wird Honig häufig zur Stärkung bei Schwächezuständen und zur Rekonvaleszenz verwendet. Ebenso bei schlechter Wundheilung und vielen inneren Leiden.

    Bienengift – schmerzhaft, aber heilsam

    Wer heutzutage von einer Biene gestochen wird und nicht gerade an einer Allergie leidet, der empfindet Schmerz und die Schwellung der betroffenen Körperstelle tut weh. Da mag man es kaum glauben, dass tatsächlich provozierte und gewollte Insektenstiche einigen kranken Personen tatsächlich auch gut tun und Linderung verschaffen. Wer an Arthritis und Multiple Sklerose leidet, kann durch das Bienengift tatsächlich Besserung seiner Schmerzen verbuchen. Studien haben hier belegt, dass gezielte Injektionen des Giftes, deren Dosis nach und nach gesteigert wird, sich tatsächlich positiv auf betroffene Personen und deren Krankheitsbild auswirken.

    Apitherapie – weitgehend unbekannt, aber wirksam

    Bis vor knapp 70 Jahren war Apitherapie nicht nur wenig bekannt, sondern auch wenig erforscht. Erst danach haben viele Länder die gesundheitliche Bedeutung der Bienenprodukte als hochqualifiziert Medizin- und Nahrungsmittel erkannt. Inzwischen haben viele Wissenschaftler erfolgreich geforscht und die unterschiedlichen Eigenschaften in Verbindung mit Gegenanzeigen und Dosieranleitungen erforscht und studiert. Rein wissenschaftlich wird die Apitherapie in den Bereich der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin eingeordnet, womit sie außerhalb der Schulmedizin steht. Komplementärmedizin bedeutet eine Kombination aus konventionellen Methoden in Verbindung mit alternativen Anwendungen.

    Die Apitherapie ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch dank des Imkers Wilhelm Hemme wird sie seit 1986 vermehrt erforscht und in ersten Testreihen angewandt. Und der durchschnittliche Bürger in Deutschland? Sollte beim Frühstück noch genussvoller sein Honigbrötchen genießen und dabei ruhig etwas dicker auftragen.

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  • So halten Sie Ihre Augen gesund

    So halten Sie Ihre Augen gesund

    Gefahren für den perfekten Durchblick

    Dass die Augen unser wichtigstes Sinnesorgan sind, ist unbestritten. Laut Schätzungen werden 70 Prozent aller Informationen über das Sehen wahr genommen. Damit die Sehkraft im wahrsten Sinn des Wortes auch noch im Alter erhalten bleibt, muss den Augen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bekannte Risikofaktoren wie im nachfolgenden Text aufgelistet, sollten hingegen vermieden werden.

    Grauer Star ist Risiko im Alter

    Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind gefährdet an der Volkskrankheit Grauer Star zu leiden. Diese setzen dem Sehvermögen erheblich zu, unter anderem das Anfangsstadium, der sogenannte Katarakt. Beim Grauen Star kristallisiert sich das Eiweiß, das sich in der Augenlinse befindet, aus und trübt den Block. Betroffene klagen, dass sie wie durch Milchglas sehen. Wer hingegen unter Grünem Star leidet, der im Fachjargon auch Glaukom genannt wird, muss sich damit auseinander setzen, dass aufgrund eines erhöhten Augeninnendruckes der Sehnerv langsam zerstört wird. Wird diese Krankheit nicht behandelt, droht die komplette Erblindung.

    Risiko UV-Licht wird oftmals unterschätzt

    Die Sonne tut Körper und Seele ja gut, wie allgemein bekannt ist. Doch zu viel UV-Licht kann Schäden an der Linse und der Netzhaut des Auges führen. Gefährlich ist dabei, dass der Betroffene erstmal gar nichts davon bemerkt, sondern erst Jahre später unter Grauem Star oder einer Makuladegeneration leidet. Besonders wenn Sonne in Kombination mit Schnee auftritt, sind die Augen entsprechend zu schützen, sonst droht Schneeblindheit. Denn die obersten Zelllagen der Hornhaut können hier beschädigt werden, was nicht nur erhebliche Schmerzen, sondern auch kurzzeitige Sehprobleme verursacht. Abhilfe schafft hier eine gute Sonnenbrille, die sowohl im Fachhandel als auch beim Optiker erhältlich ist. Wichtig ist, dass sie über ausreichend hohen UV-Schutz verfügt und ausreichend groß ist, um bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand zu reichen.

    Rauchen schädigt auch die Augen

    Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Doch dass der blaue Dunst auch für die Augen kritisch werden kann, wissen weniger. Doch es gilt als erwiesen, dass Rauchen zu einer früheren Entwicklung der Makuladegeneration führt. Diese ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Abgesehen davon hemmen die Schadstoffe in den Zigaretten die Durchblutung im Auge, was wiederum zu einer Verschlechterung der Sehkraft führt.

    Bluthochdruck und Diabetes sind Gefahr für die Augen

    Unbehandelter Bluthochdruck oder auch schlecht eingestellte Diabetes setzen den Augen ebenfalls langfristig zu. Denn durch beide Krankheitsbilder können die feinen Gefäße, die für die Blutversorgung in der Netzhaut zuständig sind, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört demnach zu den häufigsten Komplikationen und Begleiterscheinungen von Zuckerkrankheit im Alter. Zudem sind Diabetiker verstärkt gefährdet, an Grauem Star zu erkranken. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist unbedingt erforderlich.

    Kontaktlinsen nicht zu lange tragen

    Viele schaffen bei Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen Abhilfe. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu lange getragene Linsen können die Sauerstoffzufuhr zum Auge hemmen. Vor allem die Hornhaut, die besonders empfindlich ist, kann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen reagieren. Das heißt, Blutäderchen wachsen in Richtung Hornhaut und sind über kurz oder lang deutlich sichtbar. Haben sie sich einmal gebildet, gehen sie auch nicht mehr weg.

    Sicca-Syndrom aufgrund von Alkoholgenuss

    Auch Alkohol kann negative Wirkungen auf die Augengesundheit haben. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca- Syndrom, also dem trockenen Auge, und dem Konsum von Alkohol nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Zusammensetzung so beeinträchtigt, dass die Augen mit Brennen, Rötungen und vermehrtem Tränenfluss reagiert. Letztendlich ist dadurch auch das Sehvermögen beeinträchtigt.

    Damit die Augen lange gesund und die Sehkraft erhalten bleibt, sollte ein regelmäßiger Check beim Augenarzt erfolgen. Klar ist, dass bei Beschwerden oder gar Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen, unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden muss. Vor allem wessen Sehvermögen durch Punkte, Schatten oder Blitze gestört wird, sollte hierbei Eile an den Tag legen, um Schlimmeres zu vermeiden.

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  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

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  • Parkinson – die Schüttellähmung

    Parkinson – die Schüttellähmung

    Es war der Arzt und Apotheker James Parkinson, der im Jahre 1817 einen ersten ausführlichen Bericht über eine Krankheit schrieb, die er Schüttellähmung nannte und die heute seinen Namen trägt. Als James Parkinson lebte, konnte den Menschen, die unter Schüttellähmung litten, nicht geholfen werden, heute ist es dank der richtigen Medikamente möglich, den Betroffenen ein halbwegs normales Leben ohne große Beschwerden zu ermöglichen. Aber bis heute ist Parkinson eine chronische Krankheit, für die es noch keine Heilung gibt. Was genau ist Morbus Parkinson und wie kann die Krankheit heute behandelt werden? Gibt es vielleicht schon ein Medikament, das die Betroffenen heilen kann?

    Was genau ist Parkinson?

    Parkinson ist eine neurologische Krankheit, bei der langsam aber sicher bestimmte Zellen im Gehirn nach und nach absterben. Diese Zellen haben eigentlich die Aufgabe, als eine Art Bote zu fungieren, um Dopamin zu transportieren, denn nur wenn das Dopamin an die richtigen Stellen kommt, kann es die Bewegungen steuern. Wenn jedoch die Zellen absterben, die das Dopamin produzieren, dann kommt es zwangsläufig zu einem Mangel an Dopamin und die Patienten zeigen die typischen Symptome wie ein unkontrolliertes Zittern der Hände, den sogenannten Tremor, eine Verlangsamung der Bewegungen und eine Versteifung der Muskeln.

    Wen betrifft Parkinson?

    Es sind überwiegend ältere Menschen, die von Parkinson betroffen sind, denn die Krankheit trifft überwiegend bei Menschen auf, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. Nur ungefähr zehn Prozent der Patienten ist unter 40 Jahre alt und Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Die Deutsche Parkinsongesellschaft schätzt, dass in Deutschland ca. 250.000 bis 300.000 Menschen unter Parkinson leiden. Bedingt durch die steigende Lebenserwartung in den nächsten Jahren muss damit gerechnet werden, dass sich die Zahl der Parkinson Patienten bis 2030 mehr als verdoppelt hat.

    Unterschiedliche Krankheitsbilder

    Auch wenn die Symptome bei Parkinson signifikant sind, die Krankheit wird von jedem Patienten anders wahrgenommen. Das mag daran liegen, dass es unterschiedliche Störungen, bewusste und auch unbewusste Abläufe der einzelnen Bewegungen gibt. Kompliziert wird es aber erst dann, wenn es sich nicht um echtes Parkinson handelt, denn es gibt noch eine Reihe von Unterarten. Vom Idiopathischen Parkinson-Syndrom spricht der Arzt, wenn die Untersuchungen keine logische Ursache zulassen, der Patient aber gleichzeitig viele Symptome aufweist, die zu Morbus Parkinson passen.

    Ein symptomatisches Parkinson-Syndrom liegt immer dann vor, wenn die Ursache für die Symptome feststeht. Das ist immer dann der Fall, wenn der Patient zum Beispiel Medikamente eingenommen hat, die für ein Parkinson-ähnliches Krankheitsbild sorgen. Werden die Medikamente abgesetzt, dann verschwinden auch die Symptome. Atypisch ist Parkinson, wenn der Patient zwar die typischen Symptome hat, es sich aber um eine andere, sehr ähnliche neurologische Krankheit handelt.

    Wie wird Parkinson behandelt?

    Bislang gibt es nur die Möglichkeit, Parkinson mit verschiedenen Medikamenten zu behandeln, die alle eines gemeinsam haben: Sie können die Krankheit nicht stoppen, aber sie können die Beschwerden immerhin mildern. Da jede Erkrankung anders verläuft, muss die Behandlung immer auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden. Die meisten Betroffenen werden mit einem Medikament behandelt, was den Mangel an Dopamin ausgleicht, und mit diesen Medikamenten werden heute auch die größten Erfolge erzielt. Bei Patienten über 70 wird gerne L-Dopa eingesetzt, ein Medikament, das in den meisten Fällen gut wirkt und das von allen Parkinson Medikamenten die wenigsten Nebenwirkungen hat.

    In einigen Fällen bietet sich auch eine tiefe Hirnstimulation an, die von einer medikamentösen Therapie begleitet wird. Ob diese Stimulanz infrage kommen kann, das richtet sich zum einen nach dem Alter und zum anderen nach dem Stadium der Krankheit. Auch Logopädie und eine Ergotherapie können den Patienten helfen, mit den Symptomen besser umzugehen. Sinnvoll ist es aber immer, in einer speziellen Parkinson Klinik behandelt zu werden.

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