Schlagwort: Krebsart

  • Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Verbesserte Therapien – Hautkrebs Patienten leben länger

    Die Diagnose schwarzer und weißer Hautkrebs galt lange Zeit als Todesurteil, und für die Betroffenen gab es noch vor wenigen Jahren kaum eine Hoffnung auf Heilung. Heute sieht es anders aus, denn beide Hautkrebsarten können nicht nur besser und effektiver behandelt werden, die Patienten haben mittlerweile auch eine höhere Lebenserwartung, die je nach Hautkrebsart bis zu fünf Jahre betragen kann. Vor allem die weiße Krebsvariante ist sehr gut therapierbar, und beim schwarzen Hautkrebs haben sich die Therapiemöglichkeiten sogar verbessert, selbst wenn der Krebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist.

    Wie gefährlich ist Hautkrebs?

    In Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen unter Hautkrebs, und in den meisten Fällen ist die Sonne an der tückischen Krebserkrankung schuld. Die UV-Strahlung der Sonne beschädigt die Hautzellen und schließlich bilden sich bösartige Wucherungen. Dieser Prozess kann viele Jahre dauern, besonders Menschen mit einem hellen Teint und blonden Haaren sind gefährdet. Unterschieden wird der Krebs in eine weiße und eine schwarze Form, beide sind gefährlich, weil sie zunächst keine Beschwerden verursachen. Der weiße Krebs zeigt sich zunächst nur mit leichten Rötungen der Haut, erst später wird die Haut schuppig oder es bilden sich verhornte Stellen. Die schwarze Form macht durch dunkle Pigmentflecken auf sich aufmerksam, die an ein Muttermal erinnern, und auch wenn ein bereits bestehendes Muttermal größer oder dunkler wird, dann kann das ein Zeichen für schwarzen Hautkrebs sein.

    Früh erkannt ist Hautkrebs heilbar

    Jedes Jahr bekommen in Deutschland rund 230.000 Menschen die Diagnose Hautkrebs. 80 % der Wucherungen und Karzinome treten im Gesicht auf, nicht selten gleich an mehreren Stellen. Die gute Nachricht ist, dass vor allem die weiße Variante sehr selten streut und damit die Gefahr für andere Organe gering ist. In der Regel reicht ein kleiner operativer Eingriff aus, um die bösartigen Tumore zu entfernen. Wird der Krebs erst später erkannt und ist bereits tief in die Haut eingewachsen, dann ist eine größere Operation notwendig. Gehen die Betroffenen in einem frühen Stadium zu einem Hautarzt, dann können oftmals schon spezielle Cremes oder auch eine Lichttherapie verhindern, dass der Krebs fortschreitet.

    Der schwarze Hautkrebs

    Zwar lässt sich der schwarze Hautkrebs besser erkennen, dafür ist er um einiges aggressiver als die weiße Krebsvariante. In Deutschland erkranken jedes Jahr 22.000 Menschen an einem Melanom und bei rund 3.000 Patienten bilden sich sehr schnell gefährliche Metastasen. Wenn sich bereits Tochtergeschwüre gebildet haben, dann ist der Krebs nur noch sehr schwer heilbar. Auch hier spielt es eine wichtige Rolle, wie tief der Krebs bereits in die Haut eingedrungen ist. In Deutschland wird der Krebs in 70 % aller Fälle meist dann entdeckt, wenn er schon mehr als einen Millimeter tief in der Haut ist. In diesem Fall ist das Risiko, dass sich Metastasen bilden, sehr gering, es reicht oft schon aus, wenn die Haut rund um den Krebsherd großräumig entfernt wird. Der Arzt vermisst anschließend das Melanom unter dem Mikroskop und an der Größe orientiert sich dann die weitere Therapie.

    Große Fortschritte

    Immer wenn ein Melanom gestreut hat, zum Beispiel in das Lymphsystem, dann galt noch vor einigen Jahren, dass für den Patienten keine Hoffnung auf Heilung besteht. Noch vor fünf Jahren hatten Patienten eine Lebenserwartung von zehn Monaten, heute gibt es neue Immuntherapien, die die Lebenserwartungen deutlich erhöhen. Schon 2012 wurde ein neues Medikament auf den Markt gebracht, zwei weitere Präparate sollen noch in diesem Jahr folgen. Neue Forschungen, die sich mit der Funktionalität der Krebszellen befassen, machen heute eine verbesserte und zielgerichtete Therapie möglich, die unter anderem das bislang unkontrollierte Wachstum der Krebszellen stoppen können. Auf dem Gebiet der Gene wird ebenfalls an neuen Therapien gearbeitet, denn vielfach ist der Krebs auch vererbbar.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs gehört zu den eher selten auftretenden Krebsarten, trotzdem erkranken in Deutschland jedes Jahr 4.700 Männer an dieser Krebsart. Auch wenn die Zahl der Erkrankungen auf den ersten Blick im Vergleich zu anderen Krebsarten niedrig erscheint, es sind hauptsächlich junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die an Hodenkrebs erkranken. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann bestehen sehr gute Heilungschancen, aber viele Männer ignorieren die Symptome und scheuen sich, zu einem Arzt zu gehen.

    Hodenkrebs tritt meist nur einseitig auf

    Die Hoden setzen sich aus mehreren unterschiedlichen Zelltypen zusammen und in einem dieser Zelltypen können sich bösartige Tumore entwickeln. In rund 90 % der Fälle bilden sich diese Tumore auf dem Keimzellgewebe, das in zwei Arten unterschieden wird. Zum einen gibt es die eigentlichen Keimzellen, die sogenannten Seminome und zum anderen gibt es die Nichtseminome, die aus mehreren Gewebearten bestehen. Mutieren diese Zellen, dann bilden sich bösartige Tumore, aber in den meisten Fällen sind nicht beide Hoden, sondern es ist nur einer der Hoden davon betroffen.

    Wie entsteht Hodenkrebs?

    Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Hodenkrebs Erkrankungen mehr als verdoppelt. Mediziner machen unter anderem eine Umstellung der Ernährung für diesen Anstieg verantwortlich, die eigentliche Ursache, warum es zu Hodenkrebs kommt, wurde bislang jedoch noch nicht gefunden. Es gibt allerdings einige Risikofaktoren, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen können. Zu diesen Risiken gehört eine genetische Veranlagung und auch angeborene Fehlstellungen der Hoden, wie zum Beispiel der Hodenhochstand, wenn sich einer der Hoden nicht im Hodensack befindet.

    Symptome selbst erkennen

    Ob mit den Hoden alles in Ordnung ist, das kann jeder Mann selbst relativ einfach feststellen. Wenn die Hoden abgetastet werden und sich Schwellungen oder Verhärtungen ertasten lassen, dann kann das ein erstes Alarmsignal für Hodenkrebs sein. Auch wenn die Hoden beim Abtasten schmerzen, dann ist das ein Symptom, dass Etwas nicht in Ordnung ist. Das Gleiche gilt, wenn sich die Hoden schwer anfühlen oder wenn sich ein ziehender Schmerz einstellt, der bis in die Leiste ausstrahlt, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Im späteren Verlauf kommen dann nicht selten Schmerzen im Rücken und in den Brustdrüsen dazu.

    Heilbar bei Früherkennung

    Hodenkrebs hat nur dann eine sehr gute Chance komplett auszuheilen, wenn er so früh wie möglich erkannt wird. Ärzte raten deshalb allen Männern ab dem 27. Lebensjahr dazu, sich jedes halbe Jahr von einem Urologen untersuchen zu lassen. Männer, die bereits Hodenkrebs in der Familie hatten, sollen ihre Hoden zudem in regelmäßigen Abständen abtasten. Wenn sich Hodenkrebs ausbreitet, dann befällt er sehr schnell andere Organe und die Symptome, besonders die Schmerzen im unteren Bauchbereich, nehmen zu. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann ist er in den meisten Fällen heilbar, selbst im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen nicht schlecht, aber die Behandlung ist deutlich aufwendiger.

    Keine Gefahr für die Potenz

    Der Arzt tastet bei einer Untersuchung zuerst die Hoden ab und verschafft sich dann durch eine Ultraschall- und eine Blutuntersuchung ein genaueres Bild. Besteht der Verdacht, dass es sich um Hodenkrebs handeln könnte, dann wird im Rahmen einer Biopsie eine Gewebeuntersuchung gemacht. Handelt es sich tatsächlich um einen Tumor, dann folgen in der Regel entweder eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie. Viele Männer haben Angst, dass der befallene Hoden operativ entfernt werden muss und sie in der Folge ihre Potenz verlieren oder unfruchtbar werden. In dem meisten Fällen ist diese Angst aber unbegründet, denn eine vorübergehende Impotenz tritt nur während der akuten Therapie auf. Wenn die Therapie beendet ist, dann können die betroffenen Männer wieder ein ganz normales Sexualleben führen und sie sind auch in der Lage, Vater zu werden.

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  • Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Leberkrebs – der lautlose Krebs

    Krebs ist eine schreckliche und vor allem auch eine tückische Krankheit, denn viele Krebsarten werden erst dann erkannt, wenn sie bereits weit fortgeschritten sind. Der Leberkrebs gehört zu diesen sogenannten lautlosen Krebsarten, die Betroffenen merken erst viel zu spät, das etwas nicht stimmt. Wird die Diagnose Leberkrebs gestellt, dann ist es für viele bereits zu spät, um entsprechende Therapien einleiten zu können, nicht umsonst gehört der Leberkrebs zu den Krebsformen mit einer sehr hohen Todesrate. Mediziner unterscheiden zwei unterschiedliche Formen von Leberkrebs, von denen eine sehr selten, die andere aber leider immer häufiger vorkommt.

    Leberkrebs – Kaum Hinweise

    Die meisten Menschen gehen zum Arzt, wenn sie Schmerzen verspüren, die sie nicht zuordnen können. Da Leberkrebs kaum Schmerzen verursacht, sondern lediglich für unbestimmte Symptome sorgt, gehen viele Menschen erst dann zu einem Arzt, wenn der Krebs bereits ein spätes Stadium erreicht hat. Oftmals sind es leichte Schmerzen im oberen Bauchbereich, die auch auf eine einfache Magenverstimmung hindeuten könnten. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Müdigkeit und ein nicht zu erklärender Leistungsabfall. Erst wenn es zu einer starken Gewichtsabnahme kommt, dann schrillen bei den meisten Betroffenen die Alarmglocken und sie gehen zu einem Arzt. Fällt dann nach einer Blutuntersuchung oder nach einem Screening die Diagnose Leberkrebs, dann hängt die Frage, wie hoch die Chancen auf Heilung sind, immer davon ab, um welche Form von Leberkrebs es sich handelt.

    Zwei Formen von Leberkrebs

    Leberkrebs kann in zwei unterschiedlichen Formen auftreten, zum einen die eher seltene Form, bei der die Leberzellen befallen werden und die häufiger vorkommende Form, bei der sich Metastasen an der Leber bilden. In der seltenen Form ist der Ursprung des Krebses die Leber selbst, in der sich Krebszellen bilden, die schließlich zu Tumoren an der Leber führen. Laut Robert-Koch Institut erkranken in Deutschland an dieser Form jedes Jahr rund 8.400 Menschen. Deutlich häufiger sind Lebermetastasen, die durch gestreute Krebszellen verursacht werden. Das heißt, ein anderes Organ im Bauchraum, beispielsweise die Bauchspeicheldrüse oder der Magen, sind von Krebs befallen und die mutierten Zellen greifen auch die Leber an. Bei drei bis vier von zehn Leberkrebsfällen ist die Ursache bei einem anderen Organ zu finden, der Leberkrebs wird mehr oder weniger nur zufällig entdeckt.

    Welche Risikogruppen gibt es?

    Die Leber ist normalerweise ein gesundes und auch recht stabiles Organ, das selten von einer schweren Krankheit betroffen ist, es gibt jedoch Risikogruppen, bei denen Leberkrebs häufig auftritt. Wer ein Alkoholproblem hat oder wer unter Hepatitis B oder C leidet, der sollte seine Leber in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen, am besten alle sechs Monate. Einen flächendeckenden Check, wie es ihn zum Beispiel für Darm- oder Brustkrebs gibt, halten Mediziner allerdings nicht für notwendig. Vielfach geht dem Leberkrebs eine Leberzirrhose voraus, und wenn es in dieser Richtung bereits Verdachtsmomente gab, dann muss die Leber alle drei Monate anhand von Bluttests und Ultraschall untersucht werden. Aufpassen müssen zudem auch alle, die Diabetes oder eine andere Erkrankung des Stoffwechsels haben, denn sie sind gefährdet und sollten sich untersuchen lassen.

    Tests für Zuhause bringen nichts

    Ärzte warnen davor, einen Selbst-Test über die Gesundheit der Leber zu machen, der in der Apotheke gekauft werden kann. Diese Tests sind zwar als medizinische Produkte zugelassen und sie müssen auch strenge Qualitätskontrollen durchlaufen, aber diese Tests sind nicht sicher. Das eigene Zuhause erfüllt keine Laborkriterien und wer selbst testet, kann viele Fehler machen. Dazu kommt, dass Laien die Werte nicht richtig einschätzen und bewerten können, das kann nur ein erfahrener Arzt. Wenn das Testergebnis positiv ausfällt, dann ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.

    Wer zu einer Risikogruppe gehört, der sollte sich regelmäßig untersuchen lassen und viel Kaffee trinken, denn Studien zeigen, dass Kaffee das Risiko an Leberkrebs zu erkranken, deutlich senken kann.

    Bild: © Depositphotos.com / tanatat

  • Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs Früherkennung – Urintest bringt Gewissheit

    Gallengangkrebs ist eine sehr seltene Krankheit, deshalb ist sie auch wenig erforscht und es stehen kaum Screenings für die Früherkennung zur Verfügung. Es gibt zwar die technischen Möglichkeiten für die Früherkennung, aber leider eben nicht flächendeckend. Jetzt gibt es allerdings eine weitere Methode, um Gallengangkrebs frühzeitig erkennen zu können, und zwar einen einfachen und schnellen Urintest.

    Kaum Symptome bei Gallengangkrebs

    Hellmuth Karasek, der bekannte Journalist und Literaturkritiker, verstarb in der letzten Woche an Gallengangkrebs und auch bei ihm, wie bei den meisten anderen Patienten, wurde die Krankheit zu spät erkannt. Das heimtückische am Gallengangkrebs ist, dass er sich nicht bemerkbar macht, denn es gibt so gut wie keine Symptome. Die Tumore, die im Gallengang entstehen, beschränken sich nicht nur auf die Galle, sie streuen in den Organen, die in der Nachbarschaft liegen. Die Leber ist ebenso oft betroffen wie auch der Zwölffingerdarm und die Bauchspeicheldrüse. Wird die Leber geschädigt, dann kommt es in der Regel zu einer Gelbsucht, die aber auch keine Schmerzen verursacht, nur die Augen und die Haut färben sich kaum merklich leicht gelblich. Wird die Gelbsucht erkannt, dann ist es vielfach aber schon zu spät und bei einem operativen Eingriff können bestenfalls nur Teile der Leber entfernt werden.

    Nur noch Palliativmaßnahmen

    Wenn der Arzt die Diagnose Gallengangkrebs stellt, dann offenbart sich meist die große Hilflosigkeit der modernen Medizin. Alles, was die Ärzte ihren Patienten noch anbieten können, sind Palliativmaßnahmen, die dem Patienten den verbleibenden Rest des Lebens so angenehm wie eben möglich machen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem auch die Gabe von Morphium, denn wenn der Gallengangkrebs im letzten Stadium ist, dann bereiten starke Tumorschmerzen den Patienten große Probleme.

    Eine einfache Maßnahme

    Weltweit erkranken von 100.000 Menschen nur ein bis zwei Menschen im Jahr an Gallengangkrebs, und daher sind flächendeckende Screenings, wie es sie zum Beispiel bei Brust- und Darmkrebs bereits gibt, nicht möglich. Allerdings gibt es eine andere Möglichkeit, und zwar durch einen Urintest. Diese Methode macht eine Früherkennung möglich, um Gallengangkrebs sicher zu erkennen. Der Test konzentriert sich auf verräterische Proteine im Urin und auch im Gallensaft und wenn diese Proteine ansteigen, dann besteht die Gefahr, dass es sich um Gallengangkrebs handeln könnte. Die Kosten für diese Früherkennungsmethode werden jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

    Eine Veranlagung

    Wie viele Krebsarten, so muss auch für den Gallengangkrebs eine Veranlagung vorliegen. Das heißt, Menschen, die in der Familie bereits Fälle dieser seltenen Krebsart haben, sind gut beraten, sich ab dem 50. Lebensjahr auf Gallengangkrebs untersuchen zu lassen. Es gibt Ärzte und Pharmaunternehmen, die sich jetzt an den gemeinsamen Bundesausschuss gewandt haben, um zu erreichen, dass die Kosten für den neuen Test, der die Früherkennung von Gallengangkrebs möglich macht, von den Krankenkassen übernommen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / angellodeco

  • Vorsicht vor Lebensmitteln in Kunststoffverpackungen

    Vorsicht vor Lebensmitteln in Kunststoffverpackungen

    Der Einkauf im Supermarkt kann ein Risiko für die Gesundheit bedeuten, zumindest dann, wenn abgepackte frische Lebensmittel wie Salat, Eier oder Fleisch in Plastikverpackungen erworben werden. Die Kunststoffverpackung enthalten Chemikalien wie Bisphenol A, Pestizide und Weichmacher.

    Es handelt sich dabei um hormonell wirksame Stoffe, die neben Plastikverpackungen auch in Kassenbons und Konservendosen enthalten sind. Befinden sich diese Stoffe im Körper, so beeinflussen sie das Hormonsystem und damit verbunden den gesamten Stoffwechsel. Schon jahrelang gibt es Warnungen seitens der Forschung bezüglich des Zusammenhangs zwischen hormonellen Schadstoffen und dem verstärkten Auftreten zahlreicher Krankheiten.

    Die amerikanische Gesellschaft für Endokrinologie analysierte 1300 Studien und konnte diesen Zusammenhang untermauern. Die künstlichen Chemiekalien sollen sich dem Ergebnis zufolge für Krankheiten wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, Fettleibigkeit und gewisse Krebsarten verantwortlich zeichnen. Einen hohen Bekanntheitsgrad haben die hormonell wirksamen Stoffe Weichmacher, Bisphenol A und Pestizide. In den Körper können sie über die Haut oder Nahrung eindringen. Bei Tierversuchen führte eine Belastung mit Chemikalien wie Bisphenol A im späteren Verlauf zu einer Steigerung des Gewichts und einer gestiegenen Insulinresistenz. Dies sind beides Risikofaktoren für Diabetes Typ 2.

    Auf Grund der Ergebnisse der untersuchten Studien empfehlen Experten auf gefährliche Chemikalien zu verzichten. Sie raten Plastikflaschen durch Glasflaschen zu ersetzen, den Verbrauch plastikverpackter Lebensmittel zu reduzieren und Verbraucher sollten auf Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte achten. Auf keinen Fall sollte Geschirr aus Kunststoff weder in der Spülmaschine noch Mikrowelle erwärmt werden. Denn durch die Hitze würden Schadstoffe austreten und die Nahrung infizieren.

    Im Rahmen des wöchentlichen Lebensmitteleinkaufs sollten vorwiegend frische unverpackte Nahrungsmittel gekauft werden. Der Verzicht auf Kunststoffverpackungen und Plastiktüten hat auch positive Auswirkungen auf die Umwelt. Die Anzahl der Supermärkte, die auf Plastiktüten verzichten und stattdessen Tüten aus Recyclingpapier anbieten, nimmt immer weiter zu. Frische Lebensmittel können gekauft und in Rücksprache mit Mitarbeitern des Supermarktes auch in eigene Behältnisse, wie Metalldosen untergebracht werden.

    Der Anbau eigener Lebensmittel ist eine Alternative zum Einkauf im Supermarkt, aber nicht immer ist die Möglichkeit eines Gartens gegeben. Für diesen Fall gibt es Lieferdienste, die sich auf die Lieferung frischer Lebensmittel innerhalb eines bestimmten Umkreises spezialisiert haben. Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Frischelieferdienstes sind gegenüber dem Lebensmitteleinkauf im Supermarkt nur minimal höher oder sogar gleich. Die Nahrungsmittel werden online oder telefonisch bestellt und anschließend direkt nach Hause geliefert.

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  • Schwarzkümmelöl – gesund und immer noch geheimnisvoll

    Schwarzkümmelöl – gesund und immer noch geheimnisvoll

    Schwarzkümmel eilt der Ruf voraus, dass er alle Krankheiten besiegen kann, außer den Tod. Das scheint ein wenig übertrieben, aber selbst wenn es unwahrscheinlich klingt, Schwarzkümmelöl hat sehr viele sehr gute Eigenschaften. So soll Schwarzkümmelöl unter anderem gegen Geschwüre und gegen Diabetes, gegen Krebs und chronische Entzündungen sowie gegen Bakterien und Viren der unterschiedlichsten Art helfen. Der gute Ruf des Schwarzkümmels ist im Laufe der Zeit gewachsen, denn die kleinen schwarzen Körner, die dem Sesam sehr ähnlich sind, sind schon seit mehr als 2000 Jahren als Heilmittel populär.

    Ein guter Helfer seit langer Zeit

    Die wunderwirksamen Eigenschaften des Schwarzkümmels waren schon vor der neuen Zeitrechnung bekannt, aber nur in bestimmten Teilen dieser Welt. In Asien, in Afrika, in Nordamerika und auch im Vorderen Orient hat Schwarzkümmel schon immer einen guten Ruf gehabt, in der westlichen Welt ist der echte Schwarzkümmel, Nigella sativa, bis heute noch relativ unbekannt. Heute wenden sich immer mehr Menschen von Mitteln ab, die in den Labors der großen Pharmahersteller zusammen gemixt werden, sie vertrauen vielmehr der Heilkraft der Natur und damit auch dem Schwarzkümmel und dem Schwarzkümmelöl. Seit 1964 gibt es immer wieder Studien, die sich intensiv mit dem Thema Schwarzkümmelöl befassen und alle diese mittlerweile über hundert wissenschaftlichen Studien kommen zu dem Schluss, dass Schwarzkümmel sehr wirksam sein kann, wenn es um die Gesundheit geht.

    Welche Eigenschaften hat Schwarzkümmelöl?

    Die guten Eigenschaften, die dem Schwarzkümmel zugeschrieben werden, konnten in Studien nachgewiesen werden und diese Eigenschaften sind:

    • Entzündungshemmend
    • Antiviral
    • Antibakteriell
    • Blutdrucksenkend
    • Schmerzstillend
    • Entkrampfend
    • Antifungal
    • Antidiabetisch

    Darüber hinaus schützt Schwarzkümmelöl die Nieren und die Leber und es hilft bei Geschwüren. Schwarzkümmelöl wird bei der Langzeitbehandlung von Menschen eingesetzt, die vom Opium abhängig sind und es wird mit Erfolg gegen allergische Reaktionen eingesetzt, wie der Rhinitis, der Entzündung der Nasenschleimhaut. Schwarzkümmelöl lindert die schlimmsten Symptome bei Asthmaanfällen und kann den Blutdruck nicht nur senken, sondern auch dauerhaft regulieren. Nachgewiesen ist auch, dass Schwarzkümmel epileptischen Anfällen vorbeugen kann und auch bei Pilzbefall auf der Haut hat es sich auch bewährt.

    Hilft Schwarzkümmelöl auch gegen Krebs?

    Im Nahen Osten hat sich Schwarzkümmelöl im Laufe der Jahrhunderte einen guten Namen als natürliches Mittel gegen den Krebs gemacht. Moderne Untersuchungen haben jetzt den Beweis erbracht, dass bei Krebspatienten, die regelmäßig Schwarzkümmelöl eingenommen haben, das Wachstum der Tumore deutlich zurückgegangen ist. Besonders beim gefürchteten Darmkrebs kann Schwarzkümmelöl verhindern, dass sich die Krebszellen ausbreiten. Aber es gibt noch eine weitere Eigenschaft, die Schwarzkümmelöl als Mittel gegen Krebs so effektiv macht, denn das Öl aus dem echten Schwarzkümmel ist in der Lage, das Wachstum des Knochenmarks zu stimulieren. Bei anderen Krebsarten zerstört Schwarzkümmelöl die Tumorzellen und steigert dazu die Produktion der sogenannten B-Zellen, die für die Herstellung von Antikörpern zuständig sind.

    Wie kann Schwarzkümmelöl verwendet werden?

    Schwarzkümmel-Öl hat ein sehr würziges Aroma und einen angenehm leicht nussigen Geschmack. Schwarzkümmel wird aber nicht nur in Form von Öl, sondern auch gemahlen oder als ganzes Korn angeboten. In Salaten und auch vielen Fleischgerichten hat es einen verfeinernden Geschmack. Aber Schwarzkümmelöl kann auch mit Wasser verrührt und dann getrunken werden. Wer das Pulver verwenden möchte, der rührt den Schwarzkümmel ähnlich wie Chia-Samen an. Der Kümmel verwandelt sich dann in eine leicht klebrige Substanz, die ebenfalls getrunken werden kann. Alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, die können Schwarzkümmel als Ersatz für Eier zum Backen verwenden. Krebspatienten, die auf natürliche Mittel setzen, sollten dreimal am Tag einen Teelöffel Schwarzkümmelöl nehmen. Wer den Geschmack nicht mag, der darf einen Teelöffel Honig dazu geben, was das Ganze angenehm süß macht.

    Qualitativ besonders hochwertig ist wie beim Olivenöl auch, ein kalt gepresstes Schwarzkümmelöl das aus biologischen Anbau stammt, denn dieses Öl ist besonders wertvoll und gesund. Schwarzkümmelöl können Sie bequem online kaufen, zum Beispiel bei www.natrea.de.

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