Schlagwort: Krebsart

  • Ist Aspirin die neue Wunderwaffe gegen Krebs?

    Ist Aspirin die neue Wunderwaffe gegen Krebs?

    Fast jeder hat in seinem Leben schon einmal eine Aspirin genommen. Aspirin ist längst nicht mehr nur ein Mittel gegen Kopfschmerzen, viele nehmen das Mittel unter anderem auch, wenn es um Rücken- oder Gelenkschmerzen geht. Jetzt haben britische Forscher herausgefunden, dass Aspirin auch ein einfaches Mittel gegen Krebs sein kann. Die Forscher aus England sind davon überzeugt, dass Aspirin in Zukunft eine Präventivmaßnahme gegen Krebs darstellt, denn die kleine Tablette hat bislang unbekannte Fähigkeiten.

    Für alle über 50

    Muss man in Zukunft nur eine Aspirin am Tag nehmen und der Krebs ist dann kein Thema mehr? Was wie ein Wunschdenken klingt, ist so weit nicht von der Wirklichkeit entfernt. Die neue Studie aus Großbritannien zeigt, dass Aspirin vor allem bei einer Krebsart sehr effektiv sein kann, nämlich bei Dickdarmkrebs. Eine andere Studie aus den USA ist zu dem Ergebnis gekommen, dass vor allem Menschen zwischen 50 und 59 Jahren von Aspirin profitieren können, denn in dieser Altersgruppe sank die Zahl der Todesfälle um 33 % und die Zahl der Erkrankungen sank sogar um 40 %. Für diese Studie hatten die Probanden über einen Zeitraum von zehn Jahren regelmäßig eine Tablette Aspirin am Tag eingenommen.

    Positive Wirkung schon länger bekannt

    Dass Aspirin ein wirksames Vorsorgemittel gegen Krebs sein kann, das belegen auch frühere Studien. Eine Studie des University College London hat nachgewiesen, dass jeder, der zwischen 50 und 65 Jahre alt ist und zehn Jahre lang jeden Tag 75 Milligramm Aspirin zu sich nimmt, das Risiko an Krebs zu erkranken, deutlich senken kann.  Dieses Risiko sinkt bei Frauen, die regelmäßig Aspirin nehmen, um sieben Prozent und bei Männern um neun Prozent. Aber nicht nur gegen Krebs ist Aspirin ein effektives Mittel, auch die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle kann durch das Medikament gesenkt werden.

    Was macht Aspirin so wirkungsvoll?

    Es ist die im Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure, die Aspirin so wirkungsvoll macht, denn dieser Wirkstoff hat die gute Eigenschaft, Entzündungen entgegenzuwirken, denn Entzündungen im Körper fördern die Bildung von Krebsgeschwüren. Das gilt nicht nur für den Dickdarm, sondern auch für andere gefährliche Krebsarten wie Magen- und Speiseröhrenkrebs. Leider ist die Vorsorge durch Aspirin nicht für alle Menschen geeignet, denn vor allem viele ältere Menschen leiden unter den Nebenwirkungen von Aspirin. Das Medikament kann unter anderem Magenprobleme verursachen, wie zum Beispiel für Magenblutungen sorgen, und das kann in der Folge Magengeschwüre oder eine chronisch entzündete Magenschleimhaut verursachen. Allerdings sind von diesen Nebenwirkungen in der Regel nur Menschen über 70 Jahre betroffen, die Altersgruppe unter 70 Jahre hat kaum unter Nebenwirkungen zu leiden.

    Aspirin alleine kann das Risiko an Krebs zu erkranken, nicht senken, dazu gehört auch neben einem gesunden Lebensstil auch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

    Bild: © Depositphotos.com / kalinovsky

  • Lebermetastasen – neue Therapien versprechen Hoffnung

    Lebermetastasen – neue Therapien versprechen Hoffnung

    Viele Patienten, die an Krebs im fortgeschrittenen Stadium leiden, müssen auch mit der Diagnose Lebermetastasen leben. Wird die Diagnose Lebermetastasen gestellt, dann war bislang die Prognose für eine Heilung sehr schlecht, denn noch Mitte der 1990er Jahre bedeuteten Tochtergeschwülste in der Leber, dass die Betroffenen nur noch wenige Monate zu leben hatten. Heute sehen die Prognosen bei Lebermetastasen deutlich besser aus, denn es gibt neue sehr effektive Therapien, die das Risiko minimieren.

    Welchen Weg nehmen die Krebszellen?

    Auch wenn der Krebs schon weit fortgeschritten ist, machen es moderne Therapieformen möglich, dass die Patienten eine längere Überlebenszeit haben und ihre Lebensqualität steigern können. Vor allem bei Darmkrebs kommen Metastasen sehr häufig vor, denn die Krebszellen müssen keinen weiten Weg durch den Körper nehmen. Bei Krebsarten wie Lungen- und Brustkrebs sieht es etwas anders aus, denn hier müssen die Zellen zunächst durch den gesamten Körperkreislauf wandern, bis sie in der Leber ankommen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass sich bei diesen Krebsarten Lebermetastasen bilden. Wenn es außer dem ursprünglichen Tumor in anderen Organen keine weiteren Tumore gibt, dann können sich auch Lebermetastasen nicht so schnell bilden.

    Die Fortschritte in der Chirurgie

    Bei allem Krebsarten kommt es darauf an, dass ein Team aus Radiologen, Chirurgen und Onkologen eng zusammenarbeitet, denn dem Patienten kann nur dann geholfen werden, wenn diese Fachärzte vernetzt sind, den Patienten beraten und zusammen die passenden Therapien einleiten. Die größte Aufgabe haben aber die Chirurgen, die in den letzten Jahren sehr große Fortschritte bei der Behandlung von Lebermetastasen machen konnten. In günstigen Fällen werden heute die Ursprungstumore, zum Beispiel im Dickdarm, zusammen mit dem Lebertumor entfernt. Ist noch ausreichend gesundes Lebergewebe vorhanden, dann können Lebermetastasen sicher entfernt werden und die Leber kann sich problemlos wieder regenerieren.

    Wirkungsvolle Chemotherapien bei Lebermetastasen

    Sind die Lebermetastasen für einen operativen Eingriff zu groß, dann kann eine chemotherapeutische Vorbehandlung mit Antikörpern den Tumor schrumpfen lassen, sodass nach der Therapie ein Eingriff ohne Probleme durchgeführt werden kann. Aber auch wenn die Metastasen in der Leber zu nah an den Gallenwegen oder den großen wichtigen Blutgefäßen liegen, dann sind die neuen systematischen Chemotherapien ein sehr wirkungsvolles Verfahren. So ermöglichen es lokale Chemotherapien, dass die Medikamente über die Leberarterie direkt zu den Metastasen geleitet werden.

    Die intraarterielle Radiotherapie

    Ein anderes Beispiel für eine effektive lokale Therapie bei Lebermetastasen ist die intraarterielle Radiotherapie, kurz SIRT genannt. Die neue Therapie gehört nicht zu den Standartverfahren und kommt in der Regel vor allem bei Krebs im fortgeschrittenen Stadium zum Einsatz. Bei dieser Therapieform wird ein Katheter in die Schlagader der Leiste eingeführt, und auf diesem Weg werden dann winzige radioaktive Kügelchen aus Glas ins Gewebe eingebracht. Diese Kügelchen verstopfen die sehr kleinen Blutgefäße und sorgen so dafür, dass die Metastasen in der Leber nicht mehr mit frischem Blut und damit auch nicht mehr mit „Nahrung“ versorgt werden. Leider kommt die intraarterielle Radiotherapie nicht für alle Patienten mit Lebermetastasen infrage. Da die Versorgung der Blutgefäße bei jedem Patienten anders ist, müssen zuvor immer umfangreiche Tests gemacht werden.

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  • Brustkrebs Früherkennung – ein Tropfen Blut reicht aus

    Brustkrebs Früherkennung – ein Tropfen Blut reicht aus

    Wie groß die Chancen auf Heilung bei einer Krebsdiagnose sind, das hängt immer davon ab, in welchem Stadium der Krebs erkannt wird. Je früher die Tumorzellen erkannt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs besiegt werden kann. Bei einigen Krebsarten wie zum Beispiel beim Brustkrebs, ist die Diagnose aber schwierig, denn wenn ein Knoten ertastet wird, dann kann es schon zu spät sein. Jetzt macht eine neue Form der Brustkrebs Früherkennung vielen Frauen Hoffnung, denn schon wenig Tropfen Blut oder Urin reichen aus, um den Krebs sicher diagnostizieren zu können.

    Der genetische Fingerabdruck

    Es gibt mehr als 300 verschiedene Arten von Krebs, manche befallen das Gewebe, andere das Blut und wieder andere bestimmte Organe. Aber so verschiedenen die Krebsarten auch sind, sie haben eines gemeinsam: Sie zeichnen sich durch charakteristische Veränderungen im genetischen Material aus. Vereinfacht gesagt, jeder Krebs hat einen bestimmten genetischen Fingerabdruck. Dieser Fingerabdruck im Erbmaterial kann vieles verraten, unter anderem, um welchen Krebs es sich handelt, wie weit er fortgeschritten ist und in welcher Geschwindigkeit er wächst. Bisher war eine Operation notwendig, um Gewebe zu entnehmen, das dann analysiert wurde, mit der neuen Technik sind operative Eingriffe für die Brustkrebs Früherkennung nicht mehr nötig.

    Eine hohe Treffsicherheit bei der Brustkrebs Früherkennung

    Eine erste klinische Studie zum neuen Testverfahren wurde in der Universitätsklinik in Freiburg durchgeführt. 48 Frauen haben an dieser Studie teilgenommen, die Hälfte der Probandinnen war an Brustkrebs in unterschiedlichen Stadien erkrankt, die andere Hälfte war gesund. Die Wissenschaftler und Ärzte der Uni Freiburg führten bei allen Frauen die neuen Tests zur Brustkrebs Früherkennung durch und bei 91 % der Frauen zeigten die Urin- und Blutproben an, ob eine Krebserkrankung vorlag oder nicht. Das ist gemessen an den üblichen Testmethoden eine sehr hohe Trefferquote, die vor allem die klassische Mammografie in den Schatten stellt, an der Kritiker immer wieder bemängeln, dass ihre Fehlerquote zu hoch ist.

    Brustkrebs Früherkennung – Wie funktioniert der neue Test?

    Die neue Brustkrebs Früherkennung nutzt die sogenannten mikroRNA-Moleküle, die im Urin zu finden sind. Hierbei handelt es sich um Steuermoleküle, die jede Aktivität der Gene registrieren und regulieren. In Studien wurde nachgewiesen, dass die in den Krebszellen vorkommenden mikroRNA-Moleküle nicht mehr richtig funktionieren und dabei ein Muster bilden. Die Aktivitäten der Gene zeichnet dieses Muster auf, das dann in der Blut- oder in der Urinprobe sichtbar wird. Die Wissenschaftler in Freiburg konnten nachweisen, dass sich vor allem beim Brustkrebs der Urin charakteristisch verändert. Um den Krebs durch diese revolutionäre Brustkrebs Früherkennung zweifelsfrei diagnostizieren zu können, werden nur wenige Milliliter Urin benötigt.

    Jede achte Frau

    In Deutschland wird jede achte Frau in ihrem Leben einmal mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert und mehr als 17.000 Frauen sterben in jedem Jahr an dieser Krankheit. Die Diagnose ist aber nicht nur beim Brustkrebs schwierig, auch Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig zu spät erkannt, und auch hier kann ein Urintest früh Gewissheit bringen. Den 16.000 Menschen, die in Deutschland jedes Jahr an diesem tückischen Krebs erkranken, kann in Zukunft durch einen einfachen Urintest schneller und deutlich effektiver geholfen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / OtnaYdur

  • Die Symptome von Darmkrebs

    Die Symptome von Darmkrebs

    Darmkrebs wird sehr häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Das liegt daran, dass ein Tumor im Dick- oder Enddarm sehr lange Zeit keinerlei Symptome mit sich bringt. Um Darmkrebs dennoch frühzeitig zu erkennen, können sich Menschen über 50 regelmäßig untersuchen lassen. Auf diese Weise werden die Behandlungschancen von Darmkrebs stark erhöht.

    Eine spät einsetzende Symptomatik bei Darmkrebs

    Darmkrebs gilt vor allem unter Männern als sehr gefürchtete Form der Tumor-Erkrankung. Vor allem der Fakt, dass der Krebsbefall im Darm häufig erst sehr spät festgestellt wird, sorgt für Verunsicherung und Furcht. Dass der Tumor so lange Zeit unbemerkt bleibt, liegt vor allem daran, dass er sehr lange Zeit keine Symptome mit sich bringt.

    Symptome, die im Zusammenhang mit Darmkrebs häufig auftreten, sind:

    • Veränderungen des Stuhlgangs: Ein Anzeichen für Darmkrebs ist der häufige Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung. Auch ein vermehrter Stuhldran kann als Hinweis auf Darmkrebs gedeutet werden.
    • Auffälligkeiten des Stuhlgangs: Vor allem Blut im Stuhl kann ein Symptom von Darmkrebs sein. Wichtig zu wissen ist, dass der Stuhl nicht zwangsweise immer rot gefärbt sein muss. Ist das Blut im Stuhl schon älter, färbt es diesen eher schwarz. Auch Schleim im Stuhl und besonders übelriechender Stuhl können Anzeichen für einen Tumor sein. Ist dieser schon weit entwickelt, kann er den Enddarm stark verengen. Das führt wiederum dazu, dass der Stuhl oft sehr dünn geformt austritt.
    • Verdauungsbeschwerden: Hierbei ist ausdrücklich zwischen natürlichen Beschwerden und Beschwerden im Zusammenhang mit Darmkrebs zu unterscheiden. Es ist vollkommen normal, gelegentlich unter Blähungen, Durchfall und Darmgeräuschen zu leiden. Treten diese Beschwerden jedoch vermehrt oder durchgängig aus, kann dies unter Umständen ein Hinweis auf Darmkrebs sein.
    • Schmerzen: Tumore lösen sehr lange Zeit keine Schmerzen aus. Auch das ist einer der Gründe, warum Krebs häufig erst spät entdeckt wird. Wenn Sie beim Stuhlgang heftige Schmerzen verspüren, könnte dies ein Anzeichen für Darmkrebs sein.

    Im fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor auch zu einer Blutarmut führen, weil er dann häufig blutet. Patienten sehen dann sehr blass und ausgemergelt aus. Ein besonders großer Tumor kann außerdem mit den Händen ertastet werden und einen gefährliche Darmverschluss hervorrufen.

    Andere Symptome, die ganz allgemein auf einen Tumor hinweisen können, sind Kraftlosigkeit, Fieber und Schweißausbrüche in der Nacht.

    An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich betont werden, dass all die aufgezählten Symptome Anzeichen von Darmkrebs sein könnten – aber nicht sein müssen. Sie können auch Boten von ganz anderen Krankheiten und Beschwerden sein.

    Gute Behandlungschancen dank Darmkrebs Früherkennung

    Wenn Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten feststellen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird eine Stuhlprobe untersuchen lassen und gegebenenfalls eine Darmspieglung anordnen. Auf diese Weise erhalten Sie schnell Gewissheit darüber, was mit Ihrem Körper nicht stimmt.

    Dadurch, dass Darmkrebs, wie bereits erwähnt, lange Zeit gar keine Symptome mit sich bringt, spielt die Früherkennung hierbei eine besonders große Rolle. Wie bei allen Krebsarten gilt auch beim Darm: Je eher der Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Einige Patienten haben Glück, dass der Tumor gefunden wird, noch bevor es zu den oben genannten Symptomen kommt. Meist sind ganz andere Untersuchungen der Grund für die Entdeckung von Darmkrebs.

    Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren ein spezielles Früherkennungsprogramm für alle Menschen ab einem Alter von 50 Jahren. Sowohl Privat- als auch Kassenpatienten können sich beim Arzt untersuchen lassen, um eine Darmkrebserkrankung ausschließen zu können.

    Patienten mit einer Vorbelastung oder einem erhöhten Risiko an Darmkrebs zu erkranken haben auch schon früher die Möglichkeit, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

    Darmkrebs ist wie jede Tumorerkrankung eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung. Wenn Sie Auffälligkeiten Ihres Stuhlgangs feststellen oder anhaltende Probleme mit der Verdauung haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie zur Risikogruppe über 50 gehören, sollten Sie unbedingt auch die Möglichkeiten der Früherkennung in Anspruch nehmen.

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  • Darmkrebs – Erkrankung an Dickdarm oder Mastdarm

    Darmkrebs – Erkrankung an Dickdarm oder Mastdarm

    Definition und Beschreibung

    unter Darmkrebs werden im allgemeinen alle Erkrankungen an Krebs des Dickdarms und des so genannten Mastdarms bezeichnet. Der Begriff Darmkrebs kennzeichnet somit alle Krebserkrankungen, die von der Schleimhaut oder vom Deckgewebe der jeweiligen Haut ausgehen. Im Falle der Schleimhaut des Dickdarms spricht man von einem Dickdarmkrebs.

    Ursachen und Symptome

    Der Darmkrebs entwickelt sich vor allem in den Abschnitten des Dickdarms und des Mastdarms. Schwerpunktmäßig findet sich der Krebs in den untersten Zentimetern des Dickdarms. Dieser entsteht, wie jeder andere bösartige Tumor, durch Zellbefall. Dabei wird die Zelle von dem jeweiligen Bakterium befallen. Dieses Bakterium lässt die entsprechende Zelle mutieren. Durch die Veränderung der Zelle, kann diese nicht mehr wie gewohnt arbeiten. Stattdessen vernichtet sie sich durch die vom Bakterium verursachten Vorgänge selbst.

    Die tatsächlichen Ursachen für den Darmkrebs sind bis heute noch nicht vollständig erforscht. Inzwischen weiß man jedoch, dass verschiedene Ursachen für den Darmkrebs verantwortlich sind. Wenn das Wachstum der Zellen durch Mutation außer Kontrolle gerät, entsteht Krebs. Pilzähnliche Vorwölbungen der Darmschleimhaut, lassen den Krebs sichtbar werden. Normale, gesunde Zellen werden auf diese Weise beschädigt.

    In seltenen Fällen kann der Darmkrebs auf die bereits bei Geburt vorhandenen Erbgutveränderungen zurückgeführt werden. Diese Ursache für die Entstehung des Darmkrebs ist nur bei etwa 10 % aller Betroffenen der Fall.

    Vor allem Menschen die an einer chronischen Entzündung der Schleimhaut des Darms leiden, sind häufig von dem Darmkrebs betroffen. Aber auch Menschen, welche Fälle von Darmkrebs in der Familie haben, erkranken öfter an Darmkrebs. Das bedeutet, dass diese Krebsart vererbt werden kann.

    Allgemeine Behandlungsmethoden

    Aufgrund der intensiven Forschung bei Krebsarten, stehen heute mittlerweile sehr viele Behandlungsmethoden zur Verfügung. Sehr bedeutend sind vor allem die Operation, die  Chemotherapie, die Strahlentherapie, aber auch diverse Kombinationen verschiedener Therapiearten. So existiert zum Beispiel die so genannte Radio-Chemotherapie. Diese stellt auf dem Fundament der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse eine sehr zielgerichtete Therapie mit hoher Erfolgsquote dar. Aber auch die Immuntherapie ist in den letzten Jahren weiterentwickelt geworden. Letztlich gibt es auch einige physikalische Verfahren zur Behandlung von bösartigen Tumoren, speziell des Darmkrebses.

    Trotz jeglicher Behandlungsmethoden kann es passieren, dass sich so genannte Tochtergeschwülste bilden. Diese können an anderen Organen auftreten. Vor allem bei Patienten, bei welchem das Tumorgewebe genetisch bedingt ist, ist eine wiederholte Behandlung des Tumors zu einem späteren Zeitpunkt notwendig. D.h., auch wenn alle sichtbaren Tumorgewebe entfernt wurden, kann es durchaus sein, dass auch noch nach Jahren sich ein Tumor fortbildet. Deshalb sind nach der Darmkrebserkrankung regelmäßige Kontrolluntersuchungen in Form einer Koloskopie oder Rektoskopie notwendig. In diesem Zusammenhang wird auch meistens eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs angefertigt. So kann zum Beispiel beurteilt werden, ob in der Lunge Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, entstanden sind. Je nachdem, wie die Ausgangsdiagnose bei der Kontrolle lautet, können auch noch weitere diagnostische Untersuchungen notwendig sein.

    Manchmal muss ein Stück Darm entfernt werden. Dann wird ein künstlicher Darmausgang gelegt. Meist müssen die Menschen dann nach der Uhr auf Toilette gehen. Um Passagehindernisse im Magen-Darm-Trakt zu umgehen, kann es notwendig sein, einen Bypass zu legen. Diese Operation wird in der Fachsprache Gastroenterostomie genannt.

    Wie geht eine Gastroenterostomie vonstatten?

    Zunächst wird dem Patienten eine Intubationsnarkose verabreicht. Ein zusätzlicher Rückenmarkskatheter spart Schmerzmittel während des Eingriffs und erleichtert die Behandlung nach der Bypass-Operation. Anschließend wird beim Patienten mittels Bauchschnitt (Laparotomie) oder Bauchspiegelung (Laparoskopie) der Bauch eröffnet bzw. bei der Laparoskopie ein winziger Schnitt am Bauchnabel gesetzt. Der Operateur führt ein optisches Gerät mit Videokamera (Laparoskop) in den Bauchraum ein.

    Das Bauchgewölbe wird mithilfe von CO2-Gas aufgespannt, der Operateur setzt weitere Schnitte und führt die Instrumente in den Bauchraum ein. Das Operationsgebiet wird durch Monitoring überwacht. Zwischen dem Magen und dem Leerdarm (Jejunum) legt der Arzt eine Anastomose, indem er die oberste Jejunumschlinge seitlich an den Magen näht oder klammert. Magensaft und Nahrung fließen nun an der Engstelle vorbei und gelangen vom Magen unmittelbar in den Dünndarm. Den Pylorus (Magenpförtner) sowie den Zwölffingerdarm umgeht der Bypass.

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  • Die Brust für die Krebsfrüherkennung richtig abtasten

    Die Brust für die Krebsfrüherkennung richtig abtasten

    Brustkrebs ist die am häufigsten vorkommende Krebsart bei Frauen und es gibt wohl kaum eine Frau, die die Diagnose Brustkrebs nicht fürchtet. Vor allem Frauen, die in der Familie schon Fälle von Brustkrebserkrankungen hatten, sollten sich regelmäßig untersuchen lassen und auch die Brust alle vier Wochen selbst abtasten. Nur wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird, dann sind auch die Chancen auf Heilung groß, und deshalb sollte das Abtasten der Brust eine Selbstverständlichkeit sein.

    Wie erkennt man eine Verhärtung in der Brust?brust-richtig-abtasten-brustkrebs

    Frauenärzte raten besonders Frauen zwischen 25 und 30 Jahren, ihre Brust alle vier Wochen selbst abzutasten, um nach möglichen Verhärtungen zu suchen. Unter einer Verhärtung verstehen Mediziner eine harte Stelle, die sich wie eine Kirsche oder wie die Oberfläche eines Golfballs anfühlt und die sich nicht bewegen lässt. Um diese Verhärtungen zu ertasten, gibt es eine besondere Technik, die schnell zu erlernen ist.

    Richtig abtasten

    Wird die linke Brust untersucht, dann sollte man dazu die rechte Hand benutzen und für die rechte Brust die linke Hand. Zunächst tastet die Hand den oberen äußeren Bereich der Brust ab. Mit mehreren Fingern und mit leicht kreisenden Bewegungen geht es dann langsam in Richtung der Brustwarze. Diese Untersuchung sollte nach Möglichkeit im Stehen gemacht werden, wenn der untere Teil der Brust abgetastet wird, dann sollte man sich allerdings entspannt hinlegen.

    Auch der untere Teil der Brust wird mit leicht kreisenden Bewegungen und sanftem Tasten mit mehreren Fingern untersucht. Hier ist es aber auch sehr wichtig, dass auch die Achselhöhlen mit untersucht werden, denn wenn es nach der Statistik geht, dann sind die meisten sogenannten Mammakarzinome in den Achselhöhlen zu finden. Werden die Achselhöhlen abgetastet, dann ist es wichtig, dass man darauf achtet, ob eventuell die Lymphknoten größer sind oder sich hart anfühlen.

    brust-richtig-abtasten-brustkrebsWoman examining her breastWoman examining her breast

    Woman placing her arms on her head while standing in front of a machine in an examination roomWann sollte die Brust abgetastet werden?

    Die Brust kann natürlich zu jeder beliebigen Zeit abgetastet werden, aber am besten eignet sich die Zeit kurz nach der Menstruation, denn dann ist die Brust besonders weich. Viele Frauen benutzen nach dem Baden eine Körperlotion und das macht das Abtasten noch einfacher. Wenn eine Verhärtung ertastet wird, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. Viele Frauen zögern in dieser Situation, weil sie panische Angst davor haben, dass sie an Brustkrebs erkrankt sind. Diese Haltung ist gefährlich, denn wenn die Behandlung früh beginnen kann, dann steigen die Chancen, dass der Krebs auch erfolgreich behandelt werden kann.

    Welche Untersuchungsmethoden gibt es?

    Der Frauenarzt wird zunächst die Brust gründlich und fachkundig abtasten und dann vielleicht auch einen ersten Ultraschall machen. Für weitere Untersuchungen geht es dann in die Klinik oder in ein Mammografiezentrum, wo ein Scan der betroffenen Brust gemacht wird. Ist das Ergebnis einer Mammografie nicht eindeutig, dann wird in den meisten Fällen eine Kernspintomografie gemacht und um ganz sicher zu gehen, kann die Klinik auch eine Biopsie durchführen.

    Bei dieser Untersuchung werden der Patientin unter Narkose Gewebeproben aus der Brust entnommen, die dann sofort untersucht werden. An diesen Gewebeproben können die Ärzte sehen, wie groß der Tumor ist und wie weit er sich schon ausgebreitet hat. In seltenen Fällen wird dann direkt operiert und die befallene Brust wird abgenommen.

    Woman undergoing mammography scan assisted by male doctor

    Keine Panik

    Ein Knoten in der Brust muss nicht zwangsläufig auch Krebs sein, in den meisten Fällen haben die Verhärtungen eine harmlose Ursache. So können zum Beispiel verhärtete Milchdrüsen schuld daran sein, dass eine Verhärtung in der Brust tastbar ist. Frauen, die eine harte Stelle an ihrer Brust ertasten, sollten deshalb auch nicht gleich panisch werden, sondern ihren Arzt anrufen, die Situation schildern und dann sofort in die Praxis fahren, um sich ausführlich untersuchen zu lassen.

    Bildquelle © jovannig, malyuginphoto, Wavebreakmedia, gbh007, malyuginphoto