Schlagwort: Kühlschrank

  • Darf man Spinat aufwärmen oder nicht?

    Darf man Spinat aufwärmen oder nicht?

    Viele Hausfrauen haben von ihren Müttern gelernt, dass Spinat und Pilze nicht aufgewärmt werden dürfen, denn dann sind sie giftig. So alt wie diese Weisheit, ist auch die Frage: Stimmt es, dass man Spinat nicht aufwärmen soll, oder ist es völlig ungefährlich, wenn das Gemüse am nächsten Tag noch mal aufgewärmt wird? Schuld an dieser kontroversen Diskussion ist das im Spinat enthaltene Nitrat, denn das soll richtig giftig sein, wenn der Spinat aufgewärmt wird.

    Auf die Lagerung kommt es an

    Im Spinat wie auch in vielen anderen Blattgemüsesorten, ist Nitrat enthalten. Nitrat ist eine harmlose Stickstoffverbindung, die die Pflanzen brauchen, um zu wachsen. Wird der Spinat falsch oder auch zu lange gelagert, dann verwandelt sich das an sich harmlose Nitrat in giftiges Nitrat und das kann unter Umständen gefährlich werden. Nur den Spinat aufwärmen und die falsche Lagerung reichen jedoch nicht aus, um aus Nitrat gefährliches Nitrat zu machen. Trotzdem heißt das nicht, dass man niemals Spinat aufwärmen sollte, für Erwachsene besteht nämlich keine Gefahr, sich am aufgewärmten Gemüse zu vergiften. Was man allerdings nicht tun sollte, ist, den Spinat nicht zu lange warm halten, er sollte schnell abkühlen und dann nicht länger als einen Tag und dann auch nur im Kühlschrank aufbewahrt werden.

    Spinat aufwärmen – eine Gefahr für den Magen?

    Spinat aufwärmen kann eine Gefahr für den Magen darstellen, denn wenn das Nitrat auf Magensäure oder auf durch den Mund aufgenommene Bakterien trifft, dann verwandelt sich die harmlose Stickstoffverbindung in Nitrosamine, die nicht ganz ungefährlich sind. Um diese Gefahr zu bannen, ist Vitamin C ein bewährtes Mittel, denn Vitamin C hilft dabei, diesen Prozess der Umwandlung von Nitrat in Nitrosamine zu stoppen. Es kann also hilfreich sein, zu einem Teller aufgewärmten Spinat ein Glas Orangensaft zu trinken oder vielleicht auch einen Salat mit einem Zitronensaftdressing zu essen.

    Gefährlich für Kinder

    Wenn man Spinat aufwärmen will, dann sollte das Gemüse nur von erwachsenen Menschen gegessen werden, denn bei Kindern ist Vorsicht geboten. Besonders kleine Kinder sollten keinen Spinat essen, der aufgewärmt wurde, denn Kindermägen reagieren sehr empfindlich auf Nitrat. Für Säuglinge kann das Nitrat im aufgewärmten Spinat sogar lebensgefährlich werden, denn das Nitrat kann den Sauerstofftransport im Blut blockieren, was dann letztendlich zur Blausucht führt. Kinder, die unter drei Jahren sind, sollten nur Spinat essen, der frisch zubereitet wurde oder der aus einem Gläschen kommt. Außerdem ist es wichtig, den Spinat vor dem Kochen sehr gründlich zu waschen und dann zu blanchieren, denn diese Maßnahmen helfen dabei, den Nitratgehalt deutlich zu senken.

    Warum Nitrat nicht nur gefährlich ist

    Spinat aufwärmen ist gefährlich – diese alte Küchenregel ist bis heute aktuell und noch immer wird das Nitrat als gefährlich eingestuft. Ernährungswissenschaftler sehen das aber ein bisschen anders, denn sie sehen Nitrat weniger kritisch und zeigen die Vorteile auf, die die Stickstoffverbindung hat. Es gibt einige Studien, die belegen, dass Nitrat die Blutgefäße weitet und damit für einen niedrigen Blutdruck sorgt, zudem wirkt sich das Nitrat positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Nahrungsmittel, die Nitrat enthalten, sind bei vielen Sportlern sehr beliebt, denn sie liefern viel Energie und fördern außerdem das Wachstum der Muskeln.

    Früher riskant

    Pilze und Spinat aufwärmen war in früheren Zeiten vielleicht ein Risiko, weil die hygienischen Zustände damals nicht perfekt waren. So wurden Lebensmittel vielfach auf der Kellertreppe gelagert, da es noch keine Kühlschränke gab. Auch der Spinat wurde so aufbewahrt und war entsprechend mit Bakterien belastet, die im Zusammenhang mit Nitrat sehr gefährlich werden konnten. Heute gibt es Kühlketten, die verhindern, dass das Blattgemüse bakteriell belastet wird. Wer also Spinat aufwärmen möchte, der kann das tun, frisch zubereitet schmeckt er aber wesentlich besser.

    Bild: © Depositphotos.com / pitrs10

  • Mit der richtigen Küchenmaschine die besten Torten zaubern

    Mit der richtigen Küchenmaschine die besten Torten zaubern

    Nicht nur Leckermäulchen können zu einer Torte sehr schwer nein sagen, denn eine Torte ist immer etwas ganz Besonderes. Es gibt unendlich viele Rezepte und für jeden Geschmack ist die richtige Torte dabei. Eine Schokotorte kann einen Kaffeetisch ebenso zieren wie auch eine fruchtig-frische Obsttorte oder eine klassische Sahnetorte. Mit der richtigen Küchenmaschine zum Beispiel aus dem Traditionshaus Bosch, lassen sich alle Tortenträume verwirklichen und für jeden Anlass kommt die richtige Torte auf den Tisch. Aber nicht nur die Sahne und der Teig für die Torte bekommt mit einer leistungsstarken Küchenmaschine die richtige Konsistenz, auch für Brote aller Art ist sie perfekt.

    Die Schokokusstorte – perfekt für den Kindergeburtstag

    Kinder mögen süße, reich verzierte Torten wie die Schokokusstorte mit Mandarinen, die garantiert der Hit bei jedem Kindergeburtstag wird. Folgende Zutaten werden gebraucht:

    Für den Biskuitteig:

    • Vier Eier
    • Vier Esslöffel heißes Wasser
    • 175 Gramm Zucker
    • Ein Päckchen Vanillezucker
    • 150 Gramm Mehl
    • 50 Gramm Speisestärke
    • Zwei Teelöffel Backpulver

    Die Eier und das heiße Wasser werden mit der Küchenmaschine schaumig geschlagen. Den Zucker mit dem Vanillezucker einrieseln lassen und zwei Minuten rühren. Das Mehl wird mit der Speisestärke und dem Backpulver vermischt, die Hälfte zur Eiermischung geben und kurz unterrühren. Die andere Hälfte dazu geben und unterheben. Der Teig wird in eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Springform gegeben und bei Ober/Unterhitze bei 180° Grad (Gas Stufe 2-3) gebacken. Nach dem Backen den Tortenboden auf ein Gitter stürzen, das Backpapier abziehen und den Boden einmal waagerecht durchschneiden.

    Die Füllung:

    • Zwei Dosen Mandarinen à 175 Gramm
    • Zwölf Schokoküsse
    • 250 Gramm Sahnequark
    • Ein Teelöffel Zitronensaft
    • 25 Gramm Zucker
    • 150 Gramm saure Sahne
    • 500 Milliliter Schlagsahne
    • Drei Päckchen Sahnesteif
    • Zitronenmelisse zum Verzieren

    Die Mandarinen in einem Sieb gut abtropfen lassen, 18 Mandarinenspalten für die Verzierung zur Seite stellen und die restlichen auf dem unteren Tortenboden verteilen. Die Waffeln sehr vorsichtig von den Schokoküssen trennen und für die Garnitur beiseite legen. Die Schokoküsse mit dem Quark, dem Zitronensaft, dem Zucker und der sauren Sahne in der Bosch Küchenmaschine verrühren. Dann die süße Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen und löffelweise unter die Quarkmasse heben. Ungefähr zwei Drittel der Masse auf die Mandarinen streichen, den oberen Boden daraufsetzen und die restliche Masse auf der Oberfläche und an den Seiten verstreichen. Die Torte anschließend eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit den geviertelten Waffelstücken, den Mandarinen und der Zitronenmelisse verzieren.

    Ganz nach Geschmack können statt der Mandarinen auch Sauerkirchen, Pfirsiche oder Bananen verwendet werden.

    Brot einfach selber backen

    Eigenbrötler nannte man früher diejenigen, die ihr eigenes Brot gebacken haben, heute sind diese Eigenbrötler wieder im Trend. Immer mehr Menschen entdecken das Brotbacken für sich, und vom kernigen Vollkornbrot bis zum luftig-knusprigen Partybrot wird alles im eigenen Backofen gebacken. Wenn es schnell gehen soll, dann sind Brotbackmischungen eine sehr gute Wahl, denn dank dieser vielfältigen Backmischungen muss sich niemand mehr mit dem oftmals komplizierten Umgang mit Hefe abmühen.

    Immer die richtige Rührgeschwindigkeit

    Einen Biskuitteig oder eine Quark-Sahnemasse lässt sich mit einer modernen Küchenmaschine einfach und schnell herstellen, schwieriger wird es bei sogenannten schweren Teigarten, wie zum Beispiel einem Hefeteig. Mit der MUM 5 Küchenmaschine von Bosch, die es übrigens in vielen tollen Farben gibt, wird auch ein Brotteig immer perfekt gemischt. Diese Küchenmaschine hat einen Teigsensor, der die Konsistenz des Teiges erkennt und dann entsprechend rührt. So werden die Zutaten immer mit der optimalen Geschwindigkeit verrührt und niemand muss sich mehr die Mühe machen, einen schweren Brotteig mit der Hand zu kneten. Soll nach dem Brot ein Kuchen gebacken werden, dann stellt sich der Sensor auch hier auf die passende Rührgeschwindigkeit ein.

    Bild: © Depositphotos.com / alan64

  • Histamin-Intoleranz – echte Allergie oder eine Unverträglichkeit?

    Histamin-Intoleranz – echte Allergie oder eine Unverträglichkeit?

    „Es tut mir leid, aber das kann ich leider nicht essen, ich reagiere darauf allergisch“ – dieser Satz kann jedes noch so romantische Dinner für zwei komplett ruinieren. Aber nicht nur ein Dinner bei Kerzenschein ist mit einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Lebensmittel unangenehm, die Betroffenen stehen auch ständig unter Druck und müssen permanent entscheiden: Was kann ich essen und was nicht? Vielfach wird die vermeintliche Lebensmittelallergie mit einer Histamin-Intoleranz begründet, eine Begründung, die unter Medizinern umstritten ist, denn Nahrungsmittel sind nur sehr selten für eine echte Allergie verantwortlich.

    Unverträglichkeit oder Allergie – wo ist der Unterschied?

    Wer eine Histamin-Intoleranz hat, der muss bei der Wahl der Lebensmittel sehr vorsichtig sein, denn ist zu viel Histamin im Spiel, dann kann das zu Durchfall und juckendem Hautausschlag führen. Aber sind diejenigen, die gegenüber Histamin intolerant sind, auch tatsächlich Allergiker oder haben sie nur eine Unverträglichkeit gegen das Histamin im Essen? In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Histamin-Intoleranz um eine Lebensmittelunverträglichkeit. Im Unterschied zur echten Allergie fehlt bei einer Lebensmittelunverträglichkeit nur eine ausreichende Menge an ganz bestimmten Enzymen. Bei kleinen Mengen Histamin macht der Körper keine Schwierigkeiten, werden aber große Mengen Histamin gegessen oder getrunken, dann wird das Stoffwechselsystem überfordert. Handelt es sich um eine echte Allergie, dann reichen schon kleinste Mengen aus und beim Immunsystem schrillen alle Alarmglocken.

    Was ist Histamin eigentlich?

    Histamin spielt bei Allergikern keine ganz so unerhebliche Rolle, denn wenn es zu einer allergischen Reaktion kommt, dann wird vom Körper Histamin in großer Anzahl produziert. Wenn die Menge an Histamin sehr hoch ist, dann bilden sich auf der Haut unter anderem rote unschöne Quaddeln, die unangenehm jucken. Auch wenn es vielleicht paradox klingt, aber auf der einen Seite produziert der Körper selbst Histamin, auf der anderen Seite stellt er aber auch spezielle Schutzstoffe her, die sogenannten Diaminoxidase, kurz DAO, um gegen die Histamine anzugehen. Kommt der Organismus mit der Produktion der Schutzstoffe nicht mehr nach, weil dem Körper einfach zu viel Histamin zugeführt wird, dann kommt es zu einer Histamin-Intoleranz und damit auch zu Hautausschlägen, plötzlichen Hitzewallungen und starken Kopfschmerzen. Bei einer starken Histamin-Intoleranz sind dann auch massive Herzbeschwerden und Atemnot keine Seltenheit. Menschen, die gesund und fit sind, vertragen ohne Probleme ca. 75 Milligramm Histamin, bei denjenigen, die unter einer Histamin-Intoleranz leiden, reichen von 15 Milligramm aus, um eine Reaktion auszulösen.

    Histamin-Intoleranz – worauf sollte Betroffene achten?

    Menschen, die unter einer Histamin-Intoleranz leiden, müssen sich das, was sie essen und trinken, sehr genau aussuchen. Wichtig ist es zu wissen, wie viel Histamin bestimmte Lebensmittel enthalten, denn selbst wenn Histamine in einem Nahrungsmittel vorhanden sind, heißt das nicht, dass es auch zu einer Reaktion des Körpers kommt. Wer gerne Wein trinkt, der muss auf Weißweine umsteigen, um Reaktionen zu vermeiden, denn Rotwein enthält 2,2 Milligramm Histamin pro Liter, Weißwein aber nur 0,02 Milligramm. Auch beim Bier gibt es Unterschiede, denn ein frisch gezapftes Pils hat wie Weißwein nur 0,02 Milligramm Histamin, ein bayrisches Weißbier aber 0,3 Milligramm. Wer mit Histamin Probleme hat, der sollte auch auf Vollmilch verzichten und stattdessen besser fettarme Milch trinken, denn die enthält nur einen Bruchteil der Histamine. Käse ist für Menschen, die auf Histamin reagieren, nicht unproblematisch und hier gilt eine einfache Faustregel: Je länger ein Käse gereift ist, umso höher ist das Histamin. Grundsätzlich gilt, je älter ein Nahrungsmittel ist, je mehr Histamine sind darin auch zu finden. Besonders extrem ist es bei Fisch, denn ein Tag mehr Liegezeit im Kühlschrank kann den Histamingehalt in die Höhe schnellen lassen.

    Wer auf Histamine reagiert, der ist gut beraten, sich anhand von Lebensmittellisten über den jeweiligen Gehalt an Histamin zu informieren.

    Bild: © Depositphotos.com / roobcio

  • Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Wie in den vorangegangen Wochen, so steht auch in der 7. SSW die Entwicklung des Kindes im Vordergrund, denn in dieser Phase der Schwangerschaft wird aus dem sogenannten Zell-Cluster langsam aber sicher ein Embryo, der menschliche Züge bekommt. Es geschieht einiges in der 7. SSW, denn das Baby ist schon recht weit in seiner Entwicklung, und wenn der Arzt ein Ultraschallbild in der 7. SSW macht, dann kann er einen winzig kleinen Menschen sehen, der sich zum Beispiel erstmals eigenständig bewegen kann. Die SSW 7. Woche ist für die Mutter allerdings eine anstrengende Woche, denn durch die verstärkte Wirkung des Schwangerschaftshormons Progesteron hat sie mit allerlei Beschwerden zu kämpfen.

    Wie entwickelt sich der Embryo in der 7. SSW?

    Wenn der Arzt die Größe des Embryos in der 7. SSW bestimmt, dann misst er zum ersten Mal die Scheitel-Steiß-Länge. In der 7. SSW beträgt diese Länge rund fünf Millimeter und ab der 7. SSW wird das Baby jeden Tag um einen weiteren Millimeter wachsen. Die ersten Muskelstränge werden in dieser Schwangerschaftswoche ausgebildet und wenn in der 7. SSW ein Video gemacht wird, dann sind die ersten Bewegungen sichtbar, die aber noch eher an ein Zucken erinnern.

    Das Herz des Embryos pumpt in der 7. SSW mit ungefähr 150 Schlägen pro Minute Sauerstoff und vor allem Blut durch den winzigen Körper. Interessant ist in diesem Stadium der Schwangerschaft aber auch, dass die Anlagen für das Gehirn, die Augen, die Nasenlöcher und die Extremitäten schon sehr deutlich und klar zu erkennen sind. Die Wirbelsäule des Embryos stabilisiert schon den Körper und die Ausbildung des Nervensystems schreitet kontinuierlich voran. Die Auswüchse zwischen der Öffnung des Mundes und des Herzsackes erinnern noch an die Kiemen eines Fisches, erst zu einem späteren Zeitpunkt werden sich an dieser Stelle das Gesicht, der Unterkiefer und der Hals des Kindes bilden.

    Die Augen des Embryos liegen in der 7. SSW noch an den Schläfen und das verleiht dem Baby in dieser Phase das Aussehen eines Fisches. Die kleinen Füße erinnern an Paddel und sind von den Beinen noch nicht zu unterscheiden.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 7. SSW?

    In der 7. SSW ist noch keine Bauchwölbung zu sehen, aber die Mutter hat mit einigen Beschwerden zu tun. Die meisten Frauen werden schnell müde und möchten am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Schuld an dieser großen Müdigkeit ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das sich beruhigend auf den Organismus auswirkt, aber eben auch schläfrig macht. Schwangere sollte daher öfter mal eine kleine Pause einlegen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

    Es ist ein wenig paradox, denn auch wenn sich die werdenden Mütter müde fühlen, können dennoch Probleme auftreten, wenn es ums Durchschlafen geht. Das liegt unter anderem an den Mutterbändern, die Bänder, an denen die Gebärmutter hängt, denn diese dehnen sich, was wiederum ein unangenehmes Ziehen zur Folge hat. Da die Gebärmutter stetig wächst, drückt sie immer mehr auf die Blase und der Harndrang treibt die Schwangeren auch in der Nacht auf die Toilette.

    Ob Heißhungerattacken in der 7. SSW eine Last sind, das sieht jede schwangere Frau anders, aber in dieser Phase der Schwangerschaft wünschen sich einige Frauen, dass der Kühlschrank neben dem Bett stehen würde. Der plötzliche Heißhunger tritt auch gerne in der Nacht auf und sorgt damit ebenfalls für eine gestörte Nachtruhe. Einige Frauen haben in der 7. SSW mit Blutdruckproblemen zu kämpfen, der entweder zu hoch oder aber zu niedrig ist. Ist der Blutdruck zu niedrig, dann führt das zu Schwierigkeiten mit dem Kreislauf, ist er aber zu hoch, dann löst das bei vielen Frauen ungewohnte Hitzewellen aus. Die Ursache für diese Kreislaufprobleme liegt beim Blutvolumen, was in der Schwangerschaft um bis zu 50 % zunimmt. Dazu kommt, dass das Blut immer dünner wird, damit es problemlos zur Gebärmutter gelangen kann. Das Herz muss in der Folge mehr leisten und Schwierigkeiten mit dem Kreislauf sind somit vorprogrammiert.

    Sind Zwillinge schon in der 7. SSW sichtbar?

    Frauen, die den Verdacht haben, dass sie in anderen Umständen sind, sollten so schnell wie möglich einen Gynäkologen aufsuchen. Der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen um festzustellen, ob in der 7. SSW nur eine Fruchthöhle oder aber schon ein winziger Embryo zu sehen ist. Eine leere Fruchthöhle ist keine Seltenheit, aber wenn eine Frucht vorhanden ist, dann kann der Arzt das in der Regel schon ab der 5. Schwangerschaftswoche erkennen.

    Wenn der Bauch in der 7. SSW schon deutlich zu sehen ist und die werdende Mutter sehr deutlich an Gewicht zulegt, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich vielleicht um mehr als ein Kind handelt. Der Arzt kann in der 7. SSW Zwillinge auf dem Ultraschall erkennen und auch zwei Herztöne können in dieser Schwangerschaftswoche nicht überhört werden. Wenn sich die Zwillinge eine Fruchtblase teilen, nennt der Arzt das monoamnial, hat jedes Kind eine eigene Fruchtblase, dann spricht der Arzt von diamnial. Er achtet zudem darauf, ob sich die Babys eine Plazenta teilen oder ob jeder der Embryos einen Mutterkuchen für sich alleine hat.

    Die meisten Eltern wollen so früh wie möglich wissen, ob es eineiige oder zweieiige Zwillinge werden. Der Ultraschall gibt darüber schon in der 7. SSW Auskunft. Werden die Babys von ein und derselben Plazenta ernährt, dann sind sie eindeutig eineiig, sieht der Arzt aber zwei Fruchtblasen, dann werden die Prognosen wage, denn dann kann es sich sowohl um eineiige als auch um zweieiige Zwillinge handeln.

    Die erste Untersuchung in der 7. SSW

    Zeigt der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis, dann wird der Arzt die erste Vorsorgeuntersuchung vornehmen. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen und es wird ein Urintest gemacht, zudem testet der Frauenarzt auf eine eventuelle Rhesusunverträglichkeit. Außerdem wird Arzt die Patientin über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und über die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen informieren.

    Alle Testergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen, den die Mutter in den folgenden Monaten immer bei sich tragen muss. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche bezahlen die Krankenkassen alle vier Wochen eine Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW muss die Mutter dann alle zwei Wochen zum Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / ginosphotos1

  • 36. SSW – Die 36. Schwangerschaftswoche

    36. SSW – Die 36. Schwangerschaftswoche

    In der 36. SSW wiegt ein Baby etwa 2.750 Gramm und ist zirka 47 Zentimeter lang (Durchschnittswerte). Viele Schwangere, vor allem Erstgebärende, verspüren jetzt schon die ersten Senkwehen. Vermutlich liegt das Baby bereits in der 36. SSW in der richtigen Position und der Bauch der werdenden Mutter beginnt sich langsam abzusenken. Wenn dies aber in der 36. SSW noch nicht der Fall ist, besteht kein Grund zur Sorge. Bei einigen Müttern senken sich die Babys erst unmittelbar vor der Geburt tiefer in das Becken ab (das „Einstellen“) oder drehen sich erst kurz vorher in die richtige Ausgangsposition. Arzt und Hebamme drehen das Baby bei Bedarf. Es ist jedoch auch möglich, ein Kind in Steißlage normal zu gebären.

    Das Alter des Babys

    Zwischen dem Alter eines Babys und der Schwangerschaftswoche gibt es eine Differenz. Eine Schwangerschaft umfasst insgesamt zehn Monate oder 40 Wochen. Zirka zwei Wochen vor der Befruchtung beginnt die Berechnung (erster Tag der letzten Regelblutung). Da sich der Termin des Eisprungs nicht bei jeder Frau rückwirkend genau bestimmen lässt, hat sich diese Art der Berechnung bewährt. Das Kind ist in der 36. SSW deshalb ungefähr 34 Wochen alt.

    Deutliche Bewegungen des Babys

    Das Baby hat in der 36. SSW in der Gebärmutter nicht mehr so viel Platz. Auch das Fruchtwasser wird weniger. Die Folge: Die Mutter nimmt die Bewegungen des Kindes oft anders wahr als vorher. Einzelne Körperteile wie Ellbogen oder Fersen lassen sich in der 36. SSW unter der Bauchhaut manchmal schon ausmachen. Vielen werdenden Eltern bereitet es Freude, nach dem Baby zu fühlen. Sie gönnen sich und dem Kind die gemeinsamen Streicheleinheiten.

    Das „Einstellen“

    In der 36. SSW kann sich ein Baby jederzeit „einstellen“. Die meisten Kinder liegen jetzt mit dem Kopf bereits nach unten. Im günstigsten Fall senkt es sich in der 36. SSW langsam in das Becken der Mutter hinunter, das Köpfchen tritt in das kleine Becken ein. Für eine „normale“ Geburt ist dies sehr wichtig. Unter einer problemlosen Geburt versteht man, wenn sich das Baby mit dem Kopf nach unten (Hinterhauptslage) sowie mit Blick zur Wirbelsäule der Mutter zur Welt kommt. Aus dieser Position heraus kann es sich gut durch das Becken drehen.

    In der 36. SSW die ersten Senkwehen

    Die Gebärmutter hat in der 36. SSW ihre vollständige Größe erreicht. Der obere Rand befindet sich nunmehr auf Höhe des untersten Rippenbogens. Einige Schwangere verspüren in der 36. SSW die ersten Senkwehen, durch die das Baby tiefer in das Becken gedrückt wird. Die Senkwehen gehen häufig mit einem allgemeinen Unwohlsein und einem Ziehen im Rücken einher. Dies ist jedoch von Frau zu Frau verschieden. Die eine bemerkt die Wehen kaum oder gar nicht, die andere empfindet sie als sehr unangenehm und schmerzhaft.

    Hat der Kopf des Kindes in der 36. SSW die richtige Position erreicht, gelangt seine Nabelschnur nicht mehr davor. Die Versorgung mit Sauerstoff ist gesichert. Durch die neue Lage des Babys fällt der werdenden Mutter das Atmen (das Zwerchfell wird entlastet) und Essen in der 36. SSW wieder leichter. Langes Sitzen und Laufen werden dafür häufig schwieriger.

    Babys in Steißlage und Sternengucker

    Kommt ein Baby in der Steißlage, also mit dem Hintern zuerst zur Welt, wird nicht selten ein Kaiserschnitt notwendig. Wie bereits erwähnt, ist es aber auch möglich, dass Babys in Steißlage auf normalem Wege in der 36. SSW geboren werden. Blickt das Kind auf den Bauch der Mutter („Sternengucker“), liegt es mit dem Gesicht nach vorn. Auch hier kann die Geburt problematischer vonstatten gehen, selbst wenn der Kopf nach unten liegt. Aus dieser Lage gelangt das Baby schlechter ins Becken, die Drehung verläuft nicht so perfekt wie aus der Hinterhauptslage. Doch sowohl bei den „Sternenguckern“ als auch bei Kindern in Steißlage versuchen Ärzte und Hebammen oft, diese durch gezielte Griffe in bessere Positionen zu bringen und so die Geburt zu erleichtern.

    36. SSW – Die Angst vor der Geburt

    Alle Schwangeren kennen die Angst vor der Geburt. Diese ist vollkommen normal. Wer gerade das erste Kind bekommt, hat wahrscheinlich Furcht vor der Hilflosigkeit und einem möglichen Kontrollverlust, die mit der Geburt einhergehen. Aber auch vor dem Geburtsschmerz haben viele werdende Mütter in der 36. SSW Angst. Andere fürchten sich vor der Situation ohne Kind im Bauch.

    Doch es gibt diverse Möglichkeiten, mit den Ängsten umzugehen:

    • sich Ängste eingestehen und mit Arzt oder Hebamme darüber sprechen
    • sich über die Vorgänge und den Ablauf der Geburt genau aufklären lassen
    • sich über den eventuellen Einsatz von Schmerzmitteln während der Geburt informieren
    • an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen, um Zutrauen zum eigenen Körper zu finden
    • bewusst entspannen, zum Beispiel bei Autogenem Training oder Yoga

    Neben den genannten Punkten ist es für angehende Mütter in der 36. SSW empfehlenswert, sich gedanklich auf das Leben mit dem Baby vorzubereiten: „Wie wird es sich anfühlen, wenn sich das Kind nicht mehr in meinem Bauch befindet und ich es in den Armen halten kann?“ Wer sich rechtzeitig, am besten schon in der 36. SSW, mit der neuen Situation beschäftigt, wird später mit ungewohnten Gedanken und Gefühlen leichter umgehen können.

    Vorbereitungen auf die Geburt treffen

    Um sich noch intensiver mit der bevorstehenden Geburt auseinanderzusetzen, ist es empfehlenswert, sich bereits in der 36. SSW mit den Vorbereitungen für das Wochenbett zu beschäftigen. Das Baby kann sich mit der Geburt noch Zeit lassen, aber auch schon einige Wochen früher auf die Welt kommen. Ist es erst einmal da, wird die frischgebackene Mutter weder Zeit noch Lust haben, im Supermarkt an der Kasse anzustehen oder komplizierte Mahlzeiten zuzubereiten. Es ist daher sinnvoll, sich zunächst mit einem Vorrat an Lebensmitteln einzudecken und Mahlzeiten gegebenenfalls einzufrieren. Dies wird die erste Zeit mit dem Kind für die Mutter beziehungsweise für die Eltern erleichtern.

    Zu einer guten Vorbereitung in der 36. SSW gehört daneben auch das Packen der Kliniktasche. Denn vor der Entbindung kann es unter Umständen sehr hektisch zugehen. Leben weitere Kinder im Haushalt, muss frühzeitig eine Betreuung organisiert werden, die die Kleinen während der Abwesenheit der Mutter oder beider Elternteile beaufsichtigt. Gleiches gilt für Haustiere, die täglich versorgt werden müssen. Vertrauenspersonen können die Eltern, Geschwister, Freunde und Nachbarn sein.

    Wichtige Telefonnummern und Adressen sollten schon in der 36. SSW gut sichtbar an den Kühlschrank oder eine Pinnwand geheftet werden, damit die Betreuer jederzeit darauf zurückgreifen können. Wichtige Papiere, die in der Klinik gebraucht werden, sind die Krankenversicherungskarte, die Geburtsurkunde, der Mutterpass, eine Heiratsurkunde (falls vorhanden) sowie die Vaterschaftsanerkennung (falls die Mutter und der Vater des Kindes nicht verheiratet sind).

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  • Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz klingt auf den ersten Blick schlimmer als es eigentlich ist, trotzdem ranken sich um die Schwangerschaftsdemenz viele Mythen. Viele Frauen sind von diesem Phänomen in den ersten Wochen und Monaten der Schwangerschaft betroffen, und es ist nicht immer einfach, damit umzugehen, wenn plötzlich die richtigen Worte fehlen und Vergesslichkeit zum Alltag gehört. Schwangerschaftsdemenz heißt, in den Supermarkt zu gehen und dann nicht mehr zu wissen, was man eigentlich kaufen wollte, aber Schwangerschaftsdemenz heißt auch, nicht mehr in die eigene Wohnung zu können, weil man vergessen hat, wo der Schlüssel ist.

    Welche Ursachen hat eine Schwangerschaftsdemenz?

    Während einer Schwangerschaft spielen die Hormone bekanntlich ein bisschen verrückt und in der Zusammenstellung der Hormone sind auch die Ursachen für eine Schwangerschaftsdemenz zu finden. In früheren Zeiten war eine Schwangerschaftsdemenz ein sicheres Zeichen dafür, dass die Frau ein kleines Mädchen erwartet, denn Mädchen machen vergesslich. Jetzt haben Studien bewiesen, dass an dieser Aussage tatsächlich etwas dran ist, denn bei Frauen, die ein Mädchen erwarten, sind die Symptome der Schwangerschaftsdemenz deutlich stärker ausgeprägt wie bei den Frauen, die mit einem Sohn schwanger sind. Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang mit den unterschiedlichen Botenstoffen gibt, die ungeborene Kinder aussenden, und diese Botenstoffe beeinflussen unter anderem auch das Gedächtnis. In Versuchen wurde festgestellt, dass Frauen, die einen Sohn erwarten, eine bessere Gedächtnisleistung als diejenigen haben, die eine Tochter erwarten.

    Unangenehm und oft peinlich

    Frauen, die unter einer Schwangerschaftsdemenz leiden, stoßen im alltäglichen Leben oft an ihre Grenzen. So ist es zum Beispiel peinlich, wenn die beste Freundin aus dem Restaurant anruft und der Schwangeren dann erst einfällt, dass sie dort schon vor einer Stunde verabredet war. Auch Termine beim Arzt werden einfach vergessen, ebenso Besuche bei den Schwiegereltern oder ein Treffen mit Freunden im Café. Mit einer echten Demenz, wie sie im Alter auftritt, hat eine Schwangerschaftsdemenz allerdings nichts zu tun, denn eine Schwangerschaftsdemenz ist nur vorübergehend und in den allermeisten Fällen schon wenige Wochen nach der Geburt des Kindes wieder verschwunden und kommt auch nicht wieder.

    Tipps gegen die Schwangerschaftsdemenz

    Frauen, die unter Schwangerschaftsdemenz leiden, fühlen sich oftmals verunsichert, wie sie mit der veränderten Situation umgehen sollen. Viele wollen einfach nicht akzeptieren, dass sie unter Vergesslichkeit leiden und fürchten, als „blöd“ abgestempelt zu werden. Ein Mittel gegen Schwangerschaftsdemenz gibt es nicht und es ist auch nicht notwendig, denn es gibt einige sehr effektive Tricks, wie man mit der Schwangerschaftsdemenz umgehen kann. Zu diesen Tipps und Tricks gehören unter anderem:

    • Wichtige Termine aufschreiben und die Liste gut sichtbar, zum Beispiel an den Kühlschrank oder an den Badezimmerspiegel kleben
    • Die Memory-Funktion des Smartphones nutzen und sich einfach automatisch an wichtige Dinge erinnern lassen
    • Nicht zu viele Termine auf einmal machen. Besser ist es, alle Termine auf die ganze Woche zu verteilen

    Um mit der Schwangerschaftsdemenz zurechtzukommen, sollte sich die Schwangere viel Ruhe gönnen. Einfach mal hinlegen und ein Buch lesen oder Musik hören, ist sehr entspannend und macht den Kopf frei. Viel trinken kann auch hilfreich sein, zum Beispiel Mineralwasser und ungesüßten Tee, am Tag dürfen es ruhig anderthalb Liter sein. Eine ausgewogene Ernährung mildert nicht nur die Symptome einer Schwangerschaftsdemenz, sie hilft auch dabei, dass sich in der Schwangerschaft nicht allzu viele Kilos ansammeln. Ausgiebige Spaziergänge können ebenfalls dabei helfen, das Gehirn wieder in Schwung zu bringen, außerdem sind sie sehr gesund für Mutter und Kind. Frauen, die noch arbeiten, sollten immer mal wieder eine kleine Pause einlegen und versuchen zur Ruhe zu kommen, denn auch zu langes konzentriertes Arbeiten ist für eine Schwangerschaftsdemenz nicht gerade von Vorteil.

    Wen die Schwangerschaftsdemenz erwischt, der muss sich in Geduld üben und warten, bis das Baby geboren ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Astroid