Schlagwort: Kühlschrank

  • Mit einer Joghurtmaschine immer frischen Joghurt zubereiten

    Mit einer Joghurtmaschine immer frischen Joghurt zubereiten

    Joghurt ist lecker und vor allem gesund und gehört daher zu den Lebensmitteln, die sich einer besonders großen Beliebtheit erfreuen. Die Auswahl an Joghurt in den Supermärkten und bei den Discountern ist entsprechend groß, aber viele Verbraucher haben Vorbehalte bei industriell hergestellten Joghurts. Zu viele Konservierungsstoffe, zu viele künstliche Aromastoffe und auch zu viel Chemie machen den Joghurt aus dem Supermarkt nicht eben attraktiv. Wer einen wirklich natürlichen Joghurt essen möchte, der sollte seinen Lieblingsjoghurt einfach selbst herstellen, und das funktioniert ohne Probleme mit einer Joghurtmaschine oder einem Joghurtzubereiter.

    Zwei Methoden

    Um Joghurt selbst herzustellen, braucht es nicht mehr als eine Joghurtmaschine und die entsprechenden Zutaten wie Milch, Joghurtkulturen und natürlich Obst, ganz nach Geschmack. Es gibt zwei Möglichkeiten, um mit einer Joghurtmaschine selbst Joghurt herzustellen, entweder wird die Milch kalt mit den Joghurtkulturen „geimpft“, oder die Milch wird in warmem Zustand mit den Joghurtkulturen versetzt. Beide Methoden haben ihre Vorteile, aber auch Nachteile, denn während die eine Methode aufwendig, dafür aber sehr zuverlässig ist, ist die zweite Möglichkeit weniger zeitaufwendig, leider garantiert sie aber nicht den perfekten Joghurt.

    Joghurtmaschine – Die Milch warm impfen

    Die erste Möglichkeit, um mit einer Joghurtmaschine selbst Joghurt herzustellen, ist, die Joghurtkulturen in die warme Milch zu geben. Für diese Methode werden die Gläser in die Joghurtmaschine gesetzt und auf 45° Grad erhitzt, dann wird die Milch in die Gläser gefüllt. Da die Gläser bereits vorgeheizt sind, kühlt die Milch nicht aus, was für die Kulturen nicht von Vorteil wäre. Wird die Milch in kalte Gläser gefüllt, dann kann es passieren, dass die Joghurtkulturen absterben, und ohne diese Kulturen entsteht kein schmackhafter Joghurt. Wichtig ist es, dass die Temperatur in der Joghurtmaschine exakt eingehalten wird, denn die Joghurtkulturen sind sehr empfindlich. Moderne Joghurtmaschinen haben ein automatisches Thermostat, das die Gläser auf die richtige Temperatur bringt, wenn die Milch hingegen auf dem Herd erwärmt wird, dann kann ein Thermometer gute Dienste leisten. Diese Methode ist ein wenig zeitaufwendiger, dafür aber sehr zuverlässig.

    Die Milch kalt impfen – Joghurtmaschine

    Bei der zweiten Möglichkeit wird die Milch kalt geimpft, was weniger aufwendig ist, aber es kann passieren, dass der Joghurt nicht so gut gelingt. Die Milch aus dem Kühlschrank wird mit 150 Gramm natürlichem Joghurt oder mit Joghurtkulturen (gibt es im Reformhaus in Beutelform) mit dem Schneebesen gut verrührt. Anschließend werden die Joghurtgläser befüllt und dann für acht bis zehn Stunden in die Joghurtmaschine gestellt. Da die Milch kalt ist, dauert es deutlich länger, bis der Reifeprozess der Kulturen abgeschlossen ist, als das bei vorgewärmter Milch der Fall ist. Ist die Fermentation abgeschlossen, dann werden die Gläser aus der Joghurtmaschine genommen und in den Kühlschrank gestellt. Joghurt, der kalt zubereitet wird, ist bis zu sieben Tage im Kühlschrank haltbar.

    Worauf muss bei der Zubereitung geachtet werden?

    Wer noch nie mit einer Joghurtmaschine sein Joghurt selbst hergestellt hat, der kann unter Umständen eine Enttäuschung erleben, denn es braucht ein wenig Übung, bis der perfekte Joghurt gelingt. Wenn der Joghurt zum Beispiel zu flüssig ist, dann war vielleicht die Milch zu heiß oder die Joghurtkulturen waren beschädigt. Damit der Joghurt die optimale Konsistenz bekommt, ist es vor allen Dingen wichtig, die Temperatur- und Zeitangaben genau zu beachten. Ein kleiner Tipp: Wenn die Joghurtgläser vor dem Einsatz gründlich mit heißem Wasser ausgespült werden, dann kann das einen zu flüssigen Joghurt verhindern. Werden die Kulturen nicht sorgfältig in der Milch verteilt, dann kann es passieren, dass der Joghurt zu körnig wird und an Hüttenkäse erinnert. Wer das verhindern möchte, der sollte den Naturjoghurt oder die Kulturen in Pulverform sehr langsam in die Milch einrühren und so lange rühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

    Bild: © Depositphotos.com / urban_light

  • Noroviren – hochansteckend, hartnäckig und gefährlich

    Noroviren – hochansteckend, hartnäckig und gefährlich

    Viren sind immer unangenehm, aber Noroviren sind eine ganz spezielle Sorte. Sie sind nicht nur extrem ansteckend, sie sind auch extrem zäh: Noroviren lassen sich nicht von Kälte bis zu minus 20° Grad oder Hitze bis zu plus 60° Grad aufhalten. Wenn die Viren einmal da sind, dann lassen sie sich nicht so schnell wieder vertreiben, sie haften an Möbeln, an Tiefkühlkost, an der Kleidung und sogar an Kinderspielzeug und das monatelang. Was Noroviren vertreiben kann? Nur wirklich starke, chemische Desinfektionsmittel oder aber einfache Zitronensäure, denn die können Noroviren nicht leiden.

    Noroviren zwingen alle in die Knie

    Kitas werden geschlossen, die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen müssen in Quarantäne, in Krankenhäusern und Altenheimen wird der Notstand ausgerufen – schuld sind Noroviren. Die kleinen unscheinbaren Viren verlieren keine Zeit, sie überfallen Menschen ohne Vorwarnung und von einer Minute zur anderen. Übelkeit, Bauchschmerzen, gefolgt von Erbrechen und Durchfall sind Anzeichen einer Magen- und Darmgrippe, die durch Noroviren ausgelöst wird. In der Folge verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit und Salz, es kann zu massiven Kreislaufproblemen bis hin zum Schock mit Kreislaufversagen führen. Vor allem Kinder, ältere Menschen und alle, die ein schwaches Immunsystem haben, sind gefährdet, wenn sie mit Noroviren infiziert werden. Anstecken kann sich jeder, denn es reicht schon ein Händedruck, und da sich die Viren auch über die Luft übertragen, sind sie besonders gefährlich. Weil Noroviren auch vor Tiefkühlkost nicht halt machen, kann man sich sogar an Tiefkühlgemüse anstecken, das schon länger im Gefrierfach des Kühlschranks lag.

    Wie lange dauern die Beschwerden an?

    Noroviren sind zwar hochansteckend, aber sie bleiben nicht allzu lange. Meist ist nach drei bis fünf Tagen das Schlimmste überstanden, nur bei kleinen Kindern und älteren Menschen kann die Infektion auch mal länger als eine Woche dauern. Kommt es zu Schwierigkeiten mit dem Kreislauf, dann kann auch ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig werden. Die Betroffenen fühlen sich oftmals noch Tage nach der akuten Phase krank und schwach. Wichtig ist es viel zu trinken, um den Verlust an Flüssigkeit wieder auszugleichen. Ideal sind Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, ungesüßte Tees und auch dünne Suppen mit wenig Fett. Hilfreich kann auch Elektrolytpulver sein, das es in der Apotheke zu kaufen gibt. Besonders bei Kindern ist dieses Pulver eine gute Wahl, denn es hilft ihnen schneller wieder gesund zu werden.

    Noroviren aktiv vorbeugen

    Gänzlich lässt sich eine mögliche Infektion mit Noroviren leider nicht vermeiden, es gibt aber einige wirksame Mittel, um die Viren abzuschrecken. So haben Forscher zum Beispiel herausgefunden, dass Zitronensäure die Viren vertreiben kann. Die Säure, die in Zitronen zu finden ist, das sogenannte Citrat, setzt sich genau an den Stellen fest, an denen die Noroviren sind, es legt sie praktisch lahm und verhindert so effektiv eine Ansteckung. Röntgenuntersuchungen haben diesen Vorgang sichtbar gemacht und bewiesen, dass das Händewaschen mit Zitronensäure dabei helfen kann, Noroviren in Schach zu halten. Leider gibt es kein wirksames Medikament, um die Noroviren aufzuhalten und es ist bislang auch nicht gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln, der gegen die Viren immun macht.

    Noroviren sind meldepflichtig

    Das Norovirus trat 1968 zum ersten Mal in der amerikanischen Stadt Norwalk auf und wird deshalb in den USA auch noch bis heute Norwalk-Virus genannt. Die Viren nahmen sehr schnell den Weg über den Atlantischen Ozean nach Europa und sind heute weltweit verbreitet. Da Noroviren hochansteckend sind und ein einziger Mensch viele andere in einem relativ kurzen Zeitraum anstecken kann, ist jede Infektion immer meldepflichtig. Gibt es einen Krankheitsfall, dann müssen die zuständigen Gesundheitsämter informiert werden. Kommt es in Altenheimen, in Schulen, in Kindergärten oder auch in Krankenhäusern zu einer Infektion mit Noroviren, dann werden die Patienten, aber auch die Räumlichkeiten unter Quarantäne gestellt.

    Bild: © Depositphotos.com / designer491

  • Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Fast jeder war mit diesem Problem schon einmal konfrontiert: Tränensäcke, die die Augen verquollen und müde wirken lassen. Es gibt verschiedene Gründe warum sie auftreten und viele kleine Tipps, um sie zu kaschieren oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nicht immer ist es im Übrigen ein unsteter Lebenswandel, der zu dieser beeinträchtigenden Optik führt, manchmal ist es auch einfach Veranlagung.

    Die Haut um die Augenpartie ist sehr dünn, ja fast durchscheinend. Damit ist sie besonders empfindlich und auch nicht fest mit der Unterhaut verwachsen. So kann sich gerade hier gut sichtbar Flüssigkeit ansammeln. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum sich Tränensäcke bilden. Eines ist jedoch klar, mit ungeweinten Tränen haben die Ausbuchtungen unter dem Auge nichts zu tun.

    Ursachen für Tränensäcke sind vielfältig

    Vor allem, wenn der Lymphfluss nicht richtig funktioniert oder einfach aus seinem normalen Rhythmus kommt, entstehen Tränensäcke. Die Flüssigkeit sammelt sich unter dem Auge, wobei sich quasi im Laufe des Tages die dabei entstandene Schwellung wieder zurück bildet. Auslöser können zum Beispiel Allergien oder zu wenig Schlaf sein, aber auch individuelle Entzündungen am Auge oder aber Flüssigkeitsmangel und in der Folge trockene Augen, Es spielt aber auch das Alter eine Rolle, vor allem dann, wenn etwa die Schwellung nicht mehr ganz so leicht und rasch verschwindet. Liegt zudem eine erbliche Belastung vor, verliert das Bindegewebe an Straffheit und das Fettgewebe rund um das Auge sackt ab. Diese „hängenden Unterlider“ werden ebenfalls oft als Tränensäcke bezeichnet.

    Auf der Liste der gewünschten Schönheitsoperationen steht das Entfernen dieser Augenfalten für viele Betroffene ganz oben. Doch eigentlich muss man nicht gleich das Skalpell zum Einsatz kommen lassen, mit einfachen Tricks und einem gesunden Lebensstil lassen sich die Schwellungen unter dem Auge, die erhebliche optische Auswirkungen haben und damit auch das Selbstwertgefühl des Betroffenen beeinträchtigen, korrigieren.

    Tränensäcke können auch auf Krankheiten hinweisen. Wer also bemerkt, dass sich die Schwellungen, die meist prall und voll mit Flüssigkeit sind, nicht zurück bilden, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn eine mögliche Ursache könnte in diesem Fall dann eine Herz- oder Nierenschwäche sein.

    Tränensäcke und Augenringe beeinträchtigen das Lebensgefühl

    Neben den Tränensäcken sind es aber auch Augenringe, die so manchen alt und gestresst aussehen lassen. Bläuliche Schatten bilden sich dann an und um die Augen, diese können entweder durch eine starke Pigmentierung der Haut entstehen. In diesem Fall wäre es schlicht und einfach Veranlagung. Doch die Ursache dafür kann auch anatomisch bedingt sein. Denn es ist eigentlich klar und bestens bekannt, dass Nikotin, Alkohol sowie Schlaf- und Flüssigkeitsmangel die Konsistenz des Blutes verändern können. Damit kann die Region um die Augen dunkler erscheinen, wogegen am besten ein im Hautton abgestimmter Concealer, also ein Abdeckstift, helfen kann.

    Tipps, die noch helfen oder vorbeugend wirken:

    • ausgiebige Nachtruhe von knapp 6 Stunden in einem nicht zu warm temperierten Raum
    • richtige Liegeposition, bei der der Kopf nicht zu hoch auf einem Polster gebettet ist; eine waagrechte Lage verhindert den Lymphfluss
    • bei Frauen, die Make-up nutzen: immer abschminken
    • aufs Rauchen verzichten, denn Nikotin schwächt die Kollagenbildung in der Haut
    • ausgiebige Feuchtigkeitspflege mit einer entsprechenden Creme, die morgens und abends aufgetragen wird. Inhaltsstoffe wie Koffein, grüner Tee oder chinesische Süßholzwurzel sind perfekt geeignet
    • eine leichte Massage der Augen regt die Mikrozirkulation an und sorgt für Entschlackung
    • Gurkenmasken hin und wieder auflegen, denn die verschaffen den Augen Kühlung und wirken entzündungshemmend
    • wer gerade keine Gurken im Kühlschrank hat, kann auch kleine kalte Metalllöffel oder eine Kühlbrille aus der Apotheke auf die Augen legen
    • Lauwarme Teebeutel mit Schwarztee wirken beruhigend auf geschwollene Augen

    Wer diese Tipps beherzigt, und zugleich darauf achtet, dass er gerade an heißen Tagen genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, der tut genau das Richtige für schön glänzende Augen und einen klaren Blick.

    Bild: © Depositphotos.com / nelka7812

  • Auch bei Hitze gesund und gut schlafen

    Auch bei Hitze gesund und gut schlafen

    Draußen ist es heiß wie in einem Backofen und auch nachts sinkt das Thermometer nur um wenige Grade. Die sommerliche Hitze macht vielen Menschen schwer zu schaffen und vor allem die schweißtreibenden Nächte sind ein Problem. Wenn die Hitze den Schlaf raubt, dann zerrt das gewaltig an den Nerven, und besonders diejenigen, die am Tag arbeiten müssen, leiden darunter, keinen Schlaf zu finden. Aber es gibt einige Tipps, wie der Schlaf auch in tropischen Nächten möglich wird.

    • Die richtige Kleidung

    Viele schlafen nackt, wenn die Temperaturen auch in der Nacht zu hoch sind, aber Experten raten davon ab. Kühlt der Körper im Schlaf ab, dann kann das Erkältungen zur Folge haben, besser ist es einen leichten Schlafanzug oder ein Nachthemd aus reiner Baumwolle zu tragen. Es ist auch keine allzu gute Idee, den Schlafanzug oder das Nachthemd vor dem zu Bett gehen ins Gefrierfach des Kühlschranks oder in die Tiefkühltruhe zu legen. Der Körper reagiert auf die Kälte und beginnt damit, Wärme zu produzieren, was zur Folge hat, dass noch mehr geschwitzt wird. Da auch der Effekt nicht allzu lange anhält, ist der Kühlschrank keine gute Idee für die Nachtwäsche.

    • Mit oder ohne Decke schlafen?

    Ganz ohne Oberbett zu schlafen, ist für die meisten Menschen im Sommer eine Wohltat, aber leider nicht ganz ungefährlich. Ideal ist ein leichtes Tuch aus Leinen, zum Beispiel ein Betttuch, denn das schützt vor Zugluft und hält den Körper nicht allzu warm. Es bringt nach Expertenmeinung wenig, sich mit einem nassen Handtuch zuzudecken, denn wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, dann wird der Körper wieder versuchen, seine Temperatur zu regulieren und im Endeffekt wird wieder geschwitzt. Das Gleiche gilt auch, wenn ein nasses Handtuch im Schlafzimmer aufgehängt wird.

    • Richtig duschen

    Je heißer der Sommer, umso beliebter sind eiskalte Duschen, die aber leider keinen langfristigen Erfolg erzielen. Das Gegenteil ist der Fall, denn auf die Kälte reagiert der Körper wieder mit der Produktion von Wärme und das Schwitzen geht weiter. Perfekt ist eine lauwarme Dusche, und wer vor dem Schlafengehen duscht, der sollte sich nicht abtrocknen. Lauwarme Duschen können auch nachts dabei helfen, endlich Schlaf zu finden.

    • Einfach umziehen

    Vor allem unter dem Dach kann die Sommerhitze auch in der Nacht zur Qual werden. Alle, die eine kühle Alternative im Haus haben, sollten umziehen und ihr Nachtlager im Keller oder im Flur aufschlagen. Auch draußen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten zu schlafen, ist eine gute Idee, denn die Nachtluft ist sehr angenehm und wenn dann noch ein leichter Wind weht, dann kühlt das die Haut natürlich ab. Im Zelt oder auf einer Liege unter freiem Himmel sorgt für einen gesunden Schlaf und damit die Nachtruhe auch ungestört bleibt, ist ein Netz, das vor Insekten schützt, eine gute Sache.

    • Ein kleiner Trost

    Anders als im Winter braucht der menschliche Körper im Sommer weniger Schlaf. In den Sommermonaten ist es lange hell und es müssen nicht mehr so große Mengen des Schlafhormons Melatonin produziert werden, wie im dunklen und kalten Winter.

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  • Ingwer – scharfe Knolle mit großem Potential

    Ingwer – scharfe Knolle mit großem Potential

    Wer es schon einmal versucht hat, weiß von der Schärfe zu berichten. Gemeint ist, auf ein Stückchen Ingwer zu beißen – das hat weitreichende Konsequenzen, denn nicht nur die Zunge brennt, sondern auch die Wangen röten sich oder die Nase beginnt zu laufen. Die gesunde Wurzel steckt nämlich voller Scharfstoffe, die im menschlichen Körper Wärmerezeptoren aktivieren und noch viel mehr Gutes bewirken können.

    Ingwer hilft bei Schmerzen

    Die Inhaltsstoffe der beigen Wurzel hemmen im menschlichen Körper das gleiche Enzym wie Acetylsalicylsäure. Es heißt Cyclooxygenase. Der Wirkstoff lindert Schmerzen und hilft bei Entzündungen, dabei verzögert er aber auch die Blutgerinnung. Damit kann Ingwer gut bei Muskelschmerzen, aber auch bei Rheuma eingesetzt werden.

    Erprobtes Mittel bei Übelkeit und Brechreiz

    Allgemein bekannt ist die Wirkung der Knolle gegen Reiseübelkeit. Die Wirkung der Inhaltsstoffe aus dem Ingwer sind vergleichbar mit dem chemischen Mittel Dimenhyerinat, das etwa die Wirkstoffe an den Serotonin-Rezeptoren-Ionenkanälen angreift, die für das Erbrechen zuständig sind. Helfen kann Ingwer allerdings nur denjenigen Personen, denen im Auto, Zug oder im Flugzeug übel wird. Wer über Übelkeit an Bord eines Schiffes klagt, dem hilft Ingwer nicht. Studien zeigen allerdings, dass Extrakte der Wurzel auch während einer Chemotherapie helfen. Eine diesbezügliche Studie an der US-amerikanischen Universität von Rochester hat ergeben, dass die betroffenen Patienten über 40 Prozent geringere Beschwerden in Sachen Übelkeit klagen.

    Ingwer hilft beim Abnehmen

    Die Wurzel enthält viele Bioaktivstoffe, wobei vor allem das Oleoresin medizinisch wirksam ist. Es ist ein zähflüssiger Balsam, der aus den Gingerolen und den Shoagolen besteht. Dank der antioxidativen Wirkung stärkt Ingwer das Immunsystem und kann auch bei Husten und Halsschmerzen lindernd wirken. Ein wichtiger Aspekt ist die Wirkung als Kalorienkiller, die aufgrund der Anregung des Speichelflusses und der Magensäfte entsteht. Denn der Verdauungsprozess wird damit eindeutig beschleunigt, was sich positiv beim Abnehmen und beim Entschlacken des Körpers auswirkt.

    Ingwer – das Aspirin der Natur

    Dank der ähnlichen Wirkung wie Acetylsalicylsäure wird Ingwer oft auch als Aspirin der Natur bezeichnet. Er kann in unterschiedlichsten Formen angewandt werden, neben der Zubereitung als Tee, können Ingwerwickel dank der wärmenden Wirkung vor allem beim Hexenschuss und bei Muskelverspannungen lindernd zum Einsatz kommen. Wer nicht unbedingt gleich Ingwer als ganze Stücke oder als Tee konsumieren möchte, kann damit einfach seinen Mahlzeiten einen exotischen Touch verleihen. Die reichlich vorhandenen Vitamine und Mineralstoffe entfalten trotzdem ihre Wirkung und der scharfe Geschmack belebt jede Mahlzeit. Dabei sollten empfindliche Menschen jedoch darauf achten, dass der Ingwer eine feine zarte Note entwickelt, wenn er gleich zu Beginn der Garzeit zur zubereiteten Speise gegeben wird. Wer ihn am Ende der Garzeit zufügt, muss mit einer stärkeren Aromaentfaltung rechnen. Vor Überdosierung ist absolut zu warnen, denn zu scharfes Essen schmeckt nicht greift die empfindlichen Magenschleimhäute an.

    Ingwer kaufen und lagern

    Das Gute an diesem Naturheil- und Lebensmittel ist die Tatsache, dass es praktisch in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft erhältlich ist. Spannender ist da schon die Frage, wie man die Wurzel richtig lagert. Ingwer lässt sich ungeschält und in Küchenpapier eingewickelt bis zu drei Wochen im Kühlschrank unbedenklich lagern. Wer seinen Ingwer angeschnitten hat, sollte die Schnittstelle erst trocknen lassen, ehe er in den Kühlschrank kommt. Für alle, die Ingwer am liebsten gerieben oder gehackt verwenden, gilt die Devise, dass sie die Wurzel so vorbereitet sogar einfrieren können. Wichtig ist die Tatsache, dass man Ingwer immer erst unmittelbar beim Kochvorgang zubereiten sollte und niemals bereits im Vorfeld.

    Kein Ingwer für schwangere Frauen

    Grundsätzlich kann jeder, der Lust auf Schärfe hat oder um die wohltuende Wirkung der Wurzel weiß, Ingwer konsumieren. Vorsichtig sollten nur Frauen sein, die schwanger sind. Bestimmte Inhaltsstoffe können nämlich vorzeitig Wehen auslösen. So gut die Wirkstoffe des Naturproduktes sonst bei Übelkeit helfen, sollten Schwangere deshalb hier auf andere Produkte setzen.

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  • Alzheimer – das langsame Vergessen

    Alzheimer – das langsame Vergessen

    Alzheimer – kaum eine andere Krankheit löst so viel Schrecken aus wie diese besondere Form der Demenz. Weltweit leiden 35 Millionen Menschen unter Alzheimer, alleine 1,5 Millionen davon in Deutschland. Experten haben ausgerechnet, dass die Zahl der Alzheimer-Kranken in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, was damit zusammenhängt, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben. Morbus Alzheimer, wie die Demenz mit medizinischem Namen heißt, ist keine Krankheit, die nur ältere Menschen betrifft, zunehmend erkranken daran auch immer mehr jüngere Menschen. Die Diagnose Alzheimer wird aber erst dann zu einem klassischen Krankheitsbild, wenn die Orientierungsprobleme und die Gedächtnisstörungen länger als sechs Monate beobachtet werden.

    Die Arbeit des Doktor Alzheimer

    Ihren Namen verdankt die Krankheit ihrem Entdecker, dem bayrischen Nervenarzt Alois Alzheimer, der Anfang des 20. Jahrhunderts Patienten behandelte, die ihm durch ihr Verhalten und durch die stetige Abnahme ihrer geistigen Fähigkeiten aufgefallen waren. Alzheimer behandelte nicht nur diese Patienten, er untersuchte und studierte auch die Gehirne der Verstorbenen. 1906 veröffentlichte der Arzt seine für die damalige Zeit bahnbrechenden Erkenntnisse und es gelang ihm, ein völlig neuartiges Krankheitsbild zu beschreiben. Bis heute orientieren sich Ärzte an der Arbeit von Alois Alzheimer, wenn es um die Diagnose Alzheimer geht.

    An welchen Symptomen lässt sich Alzheimer erkennen?

    Auch wenn die Symptome vielseitig sind, durch ein genaues Beobachten lassen sich die klassischen Anzeichen doch sehr genau bestimmen. Die Betroffenen sind vergesslich, zuerst lässt das Kurzzeitgedächtnis nach, später auch das Langzeitgedächtnis. Es gibt Schwierigkeiten, alltägliche Dinge zu erledigen, erfahrene Hausfrauen wissen plötzlich nicht mehr, wie man eine Waschmaschine bedient oder wie man ein bestimmtes Essen zubereitet. Die Patienten verlieren mehr und mehr die Fähigkeiten zu kommunizieren, ihnen fallen viele Worte nicht mehr ein oder sie verwenden vermehrt Ersatzwörter. Zudem geht die Orientierung für Ort, Zeit und Raum verloren, die Patienten wissen nicht mehr, wann ihr Geburtstag ist, sie finden sich in ihrer vertrauten Umgebung nicht mehr zurecht und laufen weg.

    Das Urteilsvermögen lässt nach, es gibt Probleme mit der Konzentration und auch abstraktes Denken ist nicht mehr möglich. Gegenstände und Gegebenheiten werden falsch zugeordnet, beispielsweise wird das Handy in den Kühlschrank gelegt und die Betroffenen wollen im Schlafanzug einkaufen gehen. Viele Alzheimer-Patienten werden auch plötzlich misstrauisch oder sie leiden unter starken Stimmungsschwankungen, und Menschen, die früher ausgeglichen waren, sind auf einmal aggressiv oder sie zeigen Angstzustände. Alzheimer kann aber auch antriebslos machen, die Patienten verlieren das Interesse an ihrem Hobby und sie ziehen sich immer mehr aus ihrer Umwelt zurück.

    Die drei Stadien

    Einen exakten Verlauf der Krankheit gibt es nicht, denn jede Erkrankung ist individuell. Aber Alzheimer ist ein chronisch verlaufender Prozess, der zwar durch die Gabe von Medikamenten verzögert werden kann, aufhalten lässt sich Alzheimer aber bis heute nicht.

    In einem frühen Stadium verlieren die Betroffenen ihr Gedächtnis und ihre Merkfähigkeit, sie leiden unter Stimmungsschwankungen und können sich nicht mehr präzise ausdrücken. Ihre Leistungsfähigkeit lässt nach und sie reduzieren ihre sozialen Kontakte.

    Im mittleren Stadium verändern sich die Psyche und auch die Persönlichkeit. Die Patienten können zwar in bestimmten Bereichen noch ein autonomes Leben führen, brauchen aber bei vielen Dingen Hilfe und Unterstützung.

    Im späten Stadium sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, ihren Alltag ohne fremde Hilfe zu bewältigen, sie achten nicht mehr auf ihre Kleidung und auf ihre Körperhygiene, ihr Kurzzeitgedächtnis ist vollkommen erloschen. Es kann zu Krampfanfällen kommen und durch den Verlust der Körperhaltung kommt es vermehrt zu Stürzen. Die Patienten können in diesem letzten Stadium nicht mehr schlucken und müssen nicht selten künstlich ernährt werden. Auch die Kontrolle über die Blase und den Darm gehen verloren. Der Tod kommt in der Regel dann durch eine Infektion.

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