Schlagwort: Leben

  • Kommt bald die Teil-Krankschreibung für Arbeitnehmer?

    Kommt bald die Teil-Krankschreibung für Arbeitnehmer?

    Die Krankenkassen sind einmal mehr in Geldnot und müssen sich etwas einfallen lassen, um die seit Jahren kontinuierlich steigenden Ausgaben zu bremsen. Da sich die Lage der Kassen aufgrund der stetig steigenden Zahl an Asylanten in der Zukunft noch weiter verschärfen wird, ist guter Rat teuer. Jetzt gibt es erste Stimmen, die das Krankengeld von Grund auf reformieren wollen. Mit dieser Reform wird es dann möglich sein, dass Arbeitnehmer nicht mehr zu 100 %, sondern nur noch zu 75 % oder nur zu 50 % krankgeschrieben werden können.

    Welchen Kosten verursacht die Arbeitsunfähigkeit?

    Jeder, der arbeiten geht, wird auch irgendwann einmal krankgeschrieben. Eine Grippe, eine Erkältung oder auch ein verrenkter Wirbel sorgen dafür, dass das Bett gehütet werden muss und der Arzt schreibt seinen Patienten in diesen und vielen anderen Fällen für einen bestimmten Zeitraum krank. Bisher sieht es so aus, dass jeder Arbeitnehmer im Krankheitsfall für einen Zeitraum von sechs Wochen seinen Lohn oder sein Gehalt weiter bekommt. Ist der Arbeitnehmer länger als sechs Wochen krank, dann zahlen die Krankenkassen das Krankengeld. Die Ausgaben für dieses Krankengeld lagen im vergangenen Jahr bei fast elf Milliarden Euro. Diese Summe ist die höchste, die jemals an Krankengeld von den Kassen bezahlt wurde, aber das soll jetzt anders werden.

    Mit der Teil-Krankschreibung die Kosten senken

    Die Kosten müssen gesenkt werden – darüber sind sich alle Krankenkassen einig. Sie verweisen darauf, dass sowohl die Zahl der Beschäftigten, die Lebensarbeitszeit und auch die Löhne in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind und dass dies die Gründe für die immer weiter steigenden Ausgaben sind. Aber auch die Zunahme an psychischen Krankheiten ist stark gestiegen und auch das kostet die Krankenkassen immer mehr Geld. Nach dem Vorbild der skandinavischen Länder soll es jetzt auch in Deutschland eine Teil-Krankschreibung geben, denn auf diese Weise kann sehr viel Geld gespart werden.

    Wie funktioniert die Teil-Krankschreibung?

    In Deutschland gibt es bei der Krankschreibung das „Alles-oder-Nichts“ Prinzip, denn wer krank ist, der darf nicht arbeiten. Bei der Teil-Krankschreibung sieht das anders aus, denn wenn der Arbeitnehmer nur zum Teil krankgeschrieben wird, kann er seiner Arbeit zum Teil noch nachgehen. Je nach Art der Krankheit kann der Arbeitnehmer bei einer Teil-Krankschreibung entweder noch zu 50 % oder aber zu 75 % seiner Arbeit nachgehen. In der Praxis würde das bedeuten: Wer mit einer Erkältung oder mit einem verstauchten Fußknöchel liegen muss, der könnte für seine Firma noch am Telefon oder per Laptop arbeiten. Je nachdem, wie viele Stunden er am Tag arbeiten kann, schreibt ihn dann der Arzt bei einer Teil-Krankschreibung nur für einige Stunden des Tages krank.

    Bessere Präventionen anbieten

    Während der Gesundheitsminister Hermann Gröhe schon über die Teil-Krankschreibung nachdenkt, sind Kritiker der Meinung, es sollte auch nach Alternativen gesucht werden. So steht unter anderem eine bessere Prävention einmal mehr im Mittelpunkt. Wenn Krankheiten nämlich früher und besser erkrankt werden, müssen sie auch nicht mehr so intensiv behandelt werden und die Betroffenen feiern nicht mehr so lange krank. Das gilt im Speziellen für die steigende Zahl der Arbeitnehmer, die psychisch krank sind und zum Beispiel unter einem Burn-out-Syndrom leiden. Es sind besonders die psychischen Erkrankungen, die oft viel zu spät erkannt und dann behandelt werden, denn je länger es dauert, bis die Erkrankung erkannt wird, umso schwerer und langwieriger ist später eine adäquate Behandlung, die viel Geld kostet. Hier sehen die Gegner der Teil-Krankschreibung eine große Chance für die Krankenkassen, Geld einzusparen. Auch dass die Ausgaben für das gesetzliche Krankengeld im letzten Quartal erfahrungsgemäß immer wieder abflachen, gibt den Kritikern recht, wenn sie fordern, dass die Kassen zunächst einmal darüber nachdenken sollten, ob es nicht noch andere Alternativen zur teilweisen Krankschreibung gibt.

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  • Neue Studien zeigen, wie der Herpesvirus funktioniert

    Neue Studien zeigen, wie der Herpesvirus funktioniert

    Sie sind für die Betroffenen nicht nur schmerzhaft, sondern auch peinlich – Herpesbläschen, die sich wie aus dem Nichts auf der Oberlippe bilden. Bislang wurde die Entstehung dieser Bläschen mit einer Störung im Immunsystem in Zusammenhang gebracht, jetzt konnten Wissenschaftler aus den USA den Herpesvirus entschlüsseln und zum ersten Mal erklären, welcher Mechanismus sich dahinter verbirgt. Das macht es einfacher, ein effektives Medikament zu finden, was den Herpesvirus auf Dauer ausschalten kann.

    Der Herpesvirus und sein rätselhaftes Auftreten

    In Deutschland leiden mehr als 80 % der Erwachsenen unter Herpesbläschen. Sie sind mit dem Herpesvirus infiziert, aber nicht bei allen bilden sich die juckenden unangenehmen kleinen Blasen am Mund. Wer aber anfällig ist, der muss immer wieder mit Schüben leben, die besonders dann auftreten, wenn der Alltag mal wieder hektisch und stressig wird. Der Herpesvirus nistet sich an den feinen Enden der Nerven unter der Haut an und ist dort latent zu finden. Wenn die T-Zellen, die ein Teil des Immunsystems sind, den Herpesvirus in Schach halten, dann haben die Bläschen keine Chancen, aber wenn es zu Stress kommt, dann wird der Virus aufgeweckt, er beginnt sich zu vermehren und schon entstehen die unschönen kleinen Blasen auf der Lippe. Warum das Immunsystem plötzlich unaufmerksam wird, das war lange Zeit ein Rätsel, jetzt aber sind die Forscher der University of North Carolina dem Geheimnis auf die Spur gekommen.

    Warum das Herpesvirus sich bei Stress vermehrt

    Die Wissenschaftler der Uni in North Carolina konnten an Tests mit Mäusen nachweisen, dass Stresshormone den Herpesvirus „aufwecken“ und ihn zur Vermehrung anregen. Für das Immunsystem passiert das offenbar so überraschend, dass es keine Möglichkeit mehr hat, sich dagegen zu wehren. Die Mäuse wurden vor den Versuchsreihen mit Stresshormonen behandelt und dann massiv unter Stress gesetzt. Alle behandelten Tiere reagierten gleich, das Virus wurde geweckt und die Tiere bekamen die typischen Herpesbläschen. Die Studie konnte erstmals zeigen, was genau sich während einer Stressphase in einer Nervenzelle abspielt. Die Wissenschaftler haben das Geschehen mit dem Umlegen eines Schalters verglichen, denn wenn der Schalter durch die Stresshormone umgelegt wird, dann ist das ein Signal für den Virus, sich explosionsartig zu vermehren.

    Gibt es bald ein wirksames Medikament?

    Gegen Herpes ist bislang noch kein Kraut gewachsen. Es gibt zwar Salben und Cremes, die dabei helfen die Bläschen auszutrocknen, aller leider immer noch kein Mittel, um die Entstehung der Bläschen zu verhindern. Die US-Forscher haben bei ihren Versuchsreihen einen Hemmstoff erarbeitet, denn sie auf die Nervenfasern gegeben haben. Das Ergebnis war erstaunlich, denn als Stresshormone dazugegeben wurden, konnten sich die Herpesviren nicht mehr vermehren und sie fielen wieder in ihre Ruhephase. Auch wenn die Mäuse anschließend wieder unter Stress gesetzt wurden, kam es zu keinem Ausbruch des Virus. Das ist für die Wissenschaftler der Beweis, dass es eine Möglichkeit gibt, die Viren dauerhaft in Schach zu halten. Die weitere Forschung muss nun zeigen, ob sich die Erfolge nur auf Mäuse beschränken, oder ob sich beim Menschen der gleiche positive Effekt auslösen lässt. Bis es allerdings ein wirksames Medikament gibt, werden wohl noch einige Jahre vergehen.

    Nicht nur für Menschen gefährlich

    Der römische Kaiser Tiberius hatte es nicht gerne, wenn bei offiziellen Zeremonien oder anderen Anlässe geküsst wurde, denn er wollte Herpesbläschen auf jeden Fall vermeiden. Die Bläschen sind zwar relativ harmlos, aber wer sie einmal hat, der wird sie sein Leben lang nicht mehr los. Gefährlich ist der Herpesvirus hingegen für ungeborene und neugeborene Kinder sowie für einige Tierarten. So ist das Virus zum Beispiel für die europäische Auster eine Gefahr, und französische Austernzüchter mussten in den vergangenen Jahren um ihren Bestand fürchten, weil viele der Muscheln mit dem Virus infiziert waren.

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  • Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch

    Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch

    Syphilis – gibt es diese Krankheit überhaupt noch? Der Dichter Heinrich Heine, der Philosoph Friedrich Nietzsche oder auch der Komponist Franz Schubert starb an der Krankheit, die man früher die französische Krankheit nannte. Erst 1905 gelang es zwei Berliner Ärzten, der Lustseuche auf die Spur zu kommen, denn sie entdeckten den Erreger der Geschlechtskrankheit, die für die Dauer von fünf Jahrhunderten Europa fest im Griff hatte. Ihren Namen bekam die Syphilis allerdings schon 1530, als ein Arzt aus Italien ein Gedicht schrieb, in dem er von einem Hirten mit Namen Syphilus erzählte, der ein lasterhaftes Leben führte und dafür mit einer schrecklichen Krankheit bestraft wurde.

    Die Syphilis ist wieder da

    Lange Jahre war es ruhig um die Geschlechtskrankheit, die im Mittelalter den Charakter einer Seuche hatte. In den 1980er und 1990er Jahren bestimmte mit Aids eine andere Geschlechtskrankheit die Schlagzeilen und die Syphilis geriet ein wenig Vergessenheit. Jetzt ist sie wieder da, denn alleine im vergangenen Jahr zählte das Robert-Koch-Institut 5722 Neuerkrankungen. Seit fünf Jahren steigen die Zahlen kontinuierlich an und es sind vor allem Männer aus der Schwulenszene, die sich anstecken. In 85 % der registrierten Fälle ist der sexuelle Kontakt zwischen Männern der Auslöser für eine Infektion. Vor allem in den großen Städten wie zum Beispiel Berlin, stieg die Zahl der Neuerkrankungen auf 31 auf 100.000 Einwohner. Nach Berlin ist Hamburg eine neue Hochburg der Syphilis, denn dort gibt es seit 2014 knapp 20 neue Erkrankungen auf 100.000 Einwohner.

    Das Chamäleon unter den Geschlechtskrankheiten

    In der Medizin gilt die Syphilis als Chamäleon unter den Geschlechtskrankheiten, denn die typischen Symptome sind lange Zeit weder spürbar noch sichtbar. Da die Krankheit keinerlei Schmerzen verursacht, merken die Infizierten über einen sehr langen Zeitraum überhaupt nicht, dass sie schwer krank sind. Die Syphilis weiß sich geschickt zu tarnen, und genau das macht sie so gefährlich. Wenn sich die ersten Symptome zeigen, dann kann es für eine Behandlung schon zu spät sein. In nur etwa einem Drittel aller Fälle wird die Krankheit in einem frühen Stadium festgestellt und kann dann erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. Das Robert-Koch-Institut rät daher allen Personen, die gefährdet sind, einmal im Jahr zu einer Routineuntersuchung zu gehen, aber diese Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen nicht bezahlt, die Kassen bezahlen immer erst dann, wenn sich die ersten Symptome zeigen.

    Warum HIV-Infizierte besonders gefährdet sind

    Neue Studien zeigen, dass viele Infizierte auch unter HIV leiden und das hat seine Gründe. Viele homosexuelle Männer, die von ihrer Infektion mit Aids wissen, haben häufig ungeschützten Sex mit anderen Männern, die ebenfalls HIV-positiv sind. An eine Infektion mit Lues denken die wenigsten und wenn doch, dann wird die Syphilis als das „kleinere Übel“ betrachtet. Das ist ein großer Fehler, denn die Franzosenkrankheit ist wie gesagt, sehr tückisch und verläuft in Schüben. Drei bis fünf Jahre kann es dauern, bis die Krankheit ausbricht und dieser Zeit beginnt der Erreger damit, die Knochen, die Gelenke und schließlich auch lebenswichtigen Organe anzugreifen.

    Wie verläuft die Syphilis?

    Die ersten Anzeichen, dass es zu einer Ansteckung gekommen ist, sind eher harmlos. Im Genitalbereich sind kleine unscheinbare Geschwüre zu sehen, die nicht schmerzen und daher auch wenig beachtet werden. Im zweiten Schub, der bei vielen Infizierten neun bis zehn Wochen nach der Ansteckung erfolgt, zeigen sich dann rote Flecken, die sich auf dem ganzen Körper verteilen. Diese Flecken verschwinden aber wieder, und dann vergehen Jahre, bevor die Krankheit sich wieder bemerkbar macht. Im letzten Stadium kommt es dann zu Lähmungen und das Bakterium dringt bis ins Gehirn vor. Während die Kranken im 19. Jahrhundert mit hochgiftigem Quecksilber behandelt wurden, setzt die Medizin heute auf Antibiotika, um die Krankheit zu bekämpfen.

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  • Eine Stammzellenspende kann Leben retten

    Eine Stammzellenspende kann Leben retten

    Viele haben schon davon gehört, aber kaum jemand weiß, um was es sich dabei eigentlich handelt, erst die schwere Erkrankung eines Politikers hat die Stammzellenspende in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Der frühere Außenminister Guido Westerwelle erkrankte 2014 an Blutkrebs und er konnte die schwere Erkrankung nur überwinden, als er eine Knochenmarkspende bekam. Jetzt spricht der FDP-Politiker offen über seine Krankheit. Das motiviert immer mehr Menschen, ihr Knochenmark zu testen, um sich dann für eine Stammzellenspende zu registrieren. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) berichtet von einem starken Anstieg an Menschen, die ihr Knochenmark spenden möchten.

    Was genau ist eine Stammzellenspende?

    Eine Knochenmarkspende ist im Grunde nichts anderes als eine Transplantation, bei der aber kein Organ, sondern Gewebe aus dem Knochenmark vom Spender zum Empfänger verpflanzt wird. Stammzellen sind ein ganz besonderes Gewebe im menschlichen Körper, die sich durch zwei Merkmale auszeichnen. Zum einen können sich diese Zellen erneuern, also regenerieren und zum anderen sind sie in der Lage, sich zu anderen Zellen zu entwickeln. Die Besonderheiten dieser Stammzellen sind bis heute noch nicht komplett erforscht, denn über die Stammzellenspende hinaus gibt es bislang nur experimentelle Studien über eine andere Verwendungsform der Zellen. Die bekannteste Form der Stammzellenspende ist die Spende mit hämatopoetischen Stammzellen. Diese Zellen sind in unterschiedlichen Knochen zu finden, wie zum Beispiel in den langen Röhrenknochen, dem Beckenknochen und auch im Brustbein.

    Wie wichtig sind Stammzellen?

    Für den Körper sind Stammzellen wichtig, weil sie drei Zelltypen bilden können, die für den Organismus von größter Bedeutung sind. Diese Zellen kommen im menschlichen Blut vor:

    • Die Blutplättchen, die Thrombozyten, die die Blutgerinnung steuern.
    • Die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, die den Sauerstoff durch den Körper transportieren.
    • Die Leukozyten, die Zellen, die für das Immunsystem zuständig sind.

    Diese drei Zelltypen werden im Knochenmark gebildet und dann in die Blutbahn geschwemmt. Menschen, die unter Leukämie, also unter Blutkrebs leiden, haben einen Mangel an diesen drei Zelltypen und sie müssen die Zellen von einem Spender bekommen, um überleben zu können.

    Was passiert bei einer Knochenmarkspende?

    Kommt es zu einer Stammzellenspende, dann werden dem Spender Stammzellen entweder aus dem Knochenmark im Rücken oder aus dem Brustbein entnommen. Das passiert durch eine Punktion, der Arzt saugt praktisch die Flüssigkeit mit den Stammzellen aus dem Knochenmark. Der Spender bekommt vor dem Eingriff eine lokale Anästhesie und hat keine Schmerzen. Anschließend erhält der Spender das konzentrierte Knochenmark mittels einer Infusion. Wenn alles wie geplant funktioniert, dann helfen die gespendeten Stammzellen dabei, das Immunsystem des Kranken wieder aufzubauen und neues, gesundes Blut zu produzieren. Die Stammzellenspende hat aber einen großen Nachteil, es ist nämlich sehr schwer, einen geeigneten Spender zu finden. Wer Stammzellen aus seinem Knochenmark spenden will, der muss sich typisieren lassen, denn Spender und Empfänger müssen möglichst identische HLA-Merkmale (Human Leukocyte Antigen) haben. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann es passieren, dass der Organismus des Empfängers die ihm fremden Zellen wieder abstößt. Die besten Chancen bestehen, wenn Spender und Empfänger enge Blutsverwandte sind, wie das bei Guido Westerwelle der Fall war, denn er bekam die Stammzellen seines Bruders. Für den Spender besteht bei einer Stammzellenspende keinerlei Gefahr, er kann nach der Spende ganz normal und ohne Einschränkungen leben.

    Der Verlauf einer Stammzellenspende

    Bevor der Empfänger die Stammzellen bekommen kann, müssen die Krebszellen mittels einer aggressiven Chemotherapie zerstört werden, was zwischen zwei und zehn Tagen dauern kann. Zwei Tage später werden dem Empfänger dann die neuen Stammzellen transplantiert, was nicht länger als zwei Stunden dauert. Dann dauert es noch einmal zehn Tage, bis sich aus der Stammzellenspende neue Blutzellen bilden. Dieser Zeit muss der Patient auf jeden Fall vor Infektionen geschützt werden, denn die könnten für ihn lebensgefährlich werden.

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  • Bruststraffung – für ein neues, besseres Lebensgefühl

    Bruststraffung – für ein neues, besseres Lebensgefühl

    Kaum eine Frau ist zu 100 % mit ihrem Busen zufrieden. Für die einen ist er zu klein, für die anderen zu groß und wieder andere klagen über zu schlaffe Brüste. Frauen, die viel Gewicht verloren haben, sehen sich oft mit einem erschlafften Busen konfrontiert, und auch nach einer Geburt sieht die Brust oftmals nicht mehr aus wie früher. Wenn der Busen aus der Form gerät, dann ist das für die meisten Frauen eine Katastrophe, denn ein schöner Busen definiert die Weiblichkeit und stärkt das Selbstvertrauen. Um dem Busen wieder die gewohnte Form zu geben, bietet eine Bruststraffung die Möglichkeit für ein neues und verbessertes Lebensgefühl.

    Eine große Belastung

    Frauen, die mit ihren Brüsten nicht zufrieden sind, leiden sowohl psychisch als aus physisch. Sie verbergen ihren Busen unter weiter Kleidung und sie haben Hemmungen, sich im Badeanzug oder im Bikini zu zeigen. Auch das Liebesleben mit dem Partner bleibt nicht selten auf der Strecke. Der Körper leidet ebenfalls unter einer zu großen oder erschlafften Brust und viele betroffene Frauen klagen über permanente Rückenschmerzen. Selbst Haltungsschäden sind in der Folge keine Seltenheit, was letztendlich zu schmerzhaften Verspannungen der Muskeln im Rücken- und Nackenbereich führt. Keine Frau sollte sich diesen Leiden aussetzen, zumal es heute die medizinische Möglichkeit gibt, die Brüste problemlos im Rahmen einer Operation zu korrigieren.

    Was passiert bei einer Bruststraffung?

    Wer sich für eine Bruststraffung entscheidet, der entscheidet sich auch für ein besseres Lebensgefühl. Zur Vorbereitung der Operation gehört in erster Linie ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt, der die Patientin über die unterschiedlichen Operationsmethoden, aber auch über die möglichen Risiken aufklärt. Dann folgt in der Regel eine Mammografie und wenn alles in Ordnung ist, wird der Termin für die Bruststraffung gemacht. Bei einer sogenannten kleinen Straffung erfolgt die Schnittführung rund um den Brustwarzenhof, während der Arzt bei der klassischen Methode einen T-Schnitt macht. Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert in der Regel nicht länger als drei Stunden.

    Nach der Operation

    Wird die Brust gestrafft, dann muss die Patientin ein bis zwei Tage in der Klinik bleiben, wird die Brust während der Operation auch verkleinert, dann sind es zwei bis drei Tage Krankenhausaufenthalt. Da die Fäden sich selbst auflösen und nicht wie früher gezogen werden müssen, sollte die Patientin zwei Wochen nach dem Eingriff ihren Hausarzt für eine Kontrolluntersuchung aufsuchen. Für acht bis maximal zehn Wochen muss nach der OP ein Stütz-BH getragen werden, und da die Narben minimal sind, sind sie nach sechs bis acht Monaten verblasst. Vier bis sechs Wochen nach der Operation darf dann wieder Sport getrieben werden, und nach rund vier Monaten wird das endgültige Ergebnis sichtbar.

    Auf Qualität achten

    Da eine solche Operation hohe Kosten verursachen kann, ist es verlockend, ein möglichst günstiges Angebot zu finden, doch hierbei sollte auf keinen Fall die Qualität außer Acht gelassen werden.  Eine gute und seriöse Klinik legt sehr großen Wert darauf, alle Patienten sehr ausführlich über den bevorstehenden Eingriff zu informieren. Der Fragenkatalog ist besonders bei Eingriffen in der plastischen Chirurgie sehr umfangreich. So wird beispielsweise immer wieder gefragt, ob eine Bruststraffung oder eine Brustverkleinerung altersabhängig ist und auch die Fragen, ob die Brustwarzen nach einer Operation ihre Sensibilität behalten und nach der Operation noch gestillt werden kann, werden immer wieder gestellt. Und auch auf eine angemessene Nachsorge sollte geachtet werden.

    Ein Beispiel für einen Anbieter, der günstige Preise, fachliches Wissen und professionelle Begleitung verbindet, ist CZ-Wellmed. Der Dienstleister ist Partner von zehn modernen Fachkliniken in Tschechien, wo die Operationen durchgeführt werden und bietet Patienten nicht nur ein informatives Vorgespräch und eine professionelle Nachsorge, sondern auch hochqualifizierte Fachärzte für plastische und ästhetische Chirurgie, die über große Erfahrung verfügen. Frauen, die sich für eine Bruststraffung oder für eine Verkleinerung der Brust interessieren und gleichzeitig die Kosten für den Eingriff möglichst gering halten möchten, sollten immer darauf achten, dass alle diese Voraussetzungen beim Anbieter ihrer Wahl erfüllt sind, damit ein niedriger Preis keine schlechten Ergebnisse oder sogar gesundheitliche Probleme nach sich zieht.

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  • Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Geburten und Schwangerschaften sind heute so sicher wie nie, trotzdem steigt die Zahl der Risikoschwangerschaften. Das passt irgendwie nicht zusammen, aber die Diagnosezahlen bestätigten diese These. So werden heute rund 75 % aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften eingestuft und die Zahlen steigen stetig weiter an. Rund Dreiviertel aller Schwangeren muss während der 40 Wochen intensiv medizinisch betreut werden und steht unter permanenter Beobachtung. Wenn es aber um Komplikationen während der Schwangerschaft geht, dann hat Deutschland einen historischen Tiefstand und das wirft die Frage auf, ob die reale Abnahme von Gefahren zu einer unverhältnismäßig hohen Wahrnehmung von rein theoretischen Risiken führt?

    Die Mütter werden älter

    Noch vor 30 Jahren wurden Frauen, die mit 30 Jahren ihr erstes Kind bekamen, als späte Erstgebärende bezeichnet, mittlerweile sind das alle Frauen, die 35 Jahre oder älter sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Je älter die Frau, umso wahrscheinlicher ist auch eine Risikoschwangerschaft und da immer mehr Frauen sich zunächst auf eine berufliche Karriere konzentrieren und erst spät ein Baby bekommen, steigt das Risiko, dass es während der Schwangerschaft zu Komplikationen kommt. Ein großes Problem, das eine Schwangerschaft zu einer Risikoschwangerschaft macht, ist Diabetes mellitus, denn diese besondere Form der Schwangerschaft birgt immer die Gefahr von Fehl- oder Frühgeburten.

    Wie wird eine Risikoschwangerschaft definiert?

    Ein Expertengremium hat jetzt die typischen Krankheiten und Gefahren, die zu einer Risikoschwangerschaft führen, zu einem Katalog zusammengefasst. So werden im Mutterpass die Risiken in die Kategorien A und B unterteilt. Unter die Kategorie A fallen Krankheiten wie Diabetes, und auch ein starkes Übergewicht der Mutter kann zu einer Risikoschwangerschaft führen. In der Kategorie B sind alle die Krankheiten und Probleme zusammengefasst, die während der Schwangerschaft entstehen. Dazu gehören unter anderem Blutungen, Plazentastörungen oder auch starke Wassereinlagerungen, zum Beispiel in den Beinen. Mehrlingsschwangerschaften sind immer riskant, aber auch wenn es schon eine Fehl- oder Frühgeburt gab, dann wird das als Risikoschwangerschaft eingestuft.

    Welche Gründe für eine Risikoschwangerschaft gibt es?

    Eine Risikoschwangerschaft kann viele verschiedene Gründe haben. Eines der größten Probleme ist die Frühgeburt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der weibliche Körper im Zuge der Evolution so angelegt wurde, eine Schwangerschaft immer dann zu beenden, wenn Gefahr droht. Zu einer Frühgeburt kann aber auch Bluthochdruck oder eine Infektion führen. Präeklampsie ist ein weiterer Grund für eine Frühgeburt, besonders bei älteren Frauen steigt das Risiko stark an, dass die Schwangerschaft weit vor dem errechneten Termin zu Ende geht. Fehlbildungen des Kindes können ein weiterer Grund für eine Fehl- oder Frühgeburt sein. Ärzte und Krankenkassen sind natürlich darum bemüht, dass das Kind gesund, munter und termingerecht auf die Welt kommt, denn je unreifer ein Kind geboren wird, umso schwerer sind die Folgeschäden, die auftreten können. Zwar können heute Frühchen, die 1000 Gramm wiegen, dank der modernen Intensivmedizin überleben, aber durch die Einstufung einer riskanten Schwangerschaft steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind pünktlich und mit Normalgewicht geboren wird.

    Gründliche Untersuchungen

    Wird eine Schwangerschaft als riskant eingestuft, dann heißt das für den Arzt, dass seine Untersuchungen mehr als gründlich sein müssen. Alle relevanten Befunde werden genaustens kontrolliert und protokolliert, Probleme werden früh behandelt und wenn der Arzt der Meinung ist, dass mehr als drei Ultraschalluntersuchungen notwendig ist, dann werden diese auch von den Krankenkassen bezahlt. Das Budget, das die Krankenkassen für die Schwangerschaftsuntersuchungen vorsieht, muss sich bei einer Risikoschwangerschaft aber nicht automatisch erhöhen, nur wenn besondere Untersuchungen wie beispielsweise eine Untersuchung des Fruchtwassers gemacht werden müssen, dann muss das von der Kasse bewilligt werden. Die Kassen achten allerdings darauf, dass für die Ärzte kein allzu großer wirtschaftlicher Anreiz entsteht, zudem bedarf es fundierter medizinischer Befunde, bevor eine solche Untersuchung auch bewilligt wird.

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