Schlagwort: Leben

  • Die 2. SSW – eine spannende Reise beginnt

    Die 2. SSW – eine spannende Reise beginnt

    Schwanger in der 2. Woche – das ist aus rein biologischer Sicht nicht möglich, denn in der 2. Woche ist der Körper erst einmal damit beschäftigt, die Vorbereitung für eine mögliche Schwangerschaft zu schaffen. Der Körper beginnt mit dem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und bereitet zudem den Eisprung, die sogenannte Ovulation vor. Der Eisprung und die Schleimhaut der Gebärmutter spielen im weiblichen Zyklus die Hauptrollen, wenn ein neues Leben entstehen soll. Ungefähr zur Mitte des Zyklus platzt ein reifes Eizellbläschen, das Follikel und katapultiert dann mit großer Geschwindigkeit eine bereits reife Eizelle in den Trichter des Eileiters.

    Die 2. SSW – eine aufregende Woche

    Wenn die Eizelle ihren Weg in den Eileitertrichter gefunden hat, dann bekommt sie tatkräftige Unterstützung durch eine Vielzahl von feinen Flimmerhärchen. Sie sorgen dafür, dass die Eizelle ohne Schwierigkeiten durch den Eileiter zum Uterus wandern kann. Diese „Transporthilfe“ muss reibungslos funktionieren, denn die Eizelle hat es eilig, da die Zelle nach dem Eisprung nur zwölf bis 24 Stunden lebensfähig ist.

    Jetzt heißt es für die Eizelle, sie muss warten und sich in Geduld üben, denn entweder wird befruchtet oder nicht. Bleibt die Befruchtung aus, dann kommt es zur monatlichen Blutung, kommt aber eine Samenzelle vorbei und befruchtet die Eizelle, dann entsteht neues Leben. Schwanger wird eine Frau zwei Wochen nach der Befruchtung, erst dann beginnt die Zellteilung und damit auch das Leben eines neuen Menschen.

    Die Rolle der Samenzellen in der 2. SSW

    Nachdem der Mann zum Orgasmus gekommen ist, beginnen rund 500 Millionen Samenzellen eine Art Wettrennen, bei dem es am Ende wie bei jedem anderen Wettrennen auch, nur einen einzigen Sieger geben kann. Nur ein Spermium wird siegen, aber der Weg zum Sieg ist sehr beschwerlich. Um die Eizelle befruchten zu können, muss die Samenzelle in den Eileiter gelangen, aber da sind die schon erwähnten Flimmerhärchen, die es der Samenzelle schwer machen. Die Zelle muss nämlich gegen die Bewegungen der Flimmerhärchen schwimmen und das kostet richtig Kraft.

    Unter den Samenzellen gibt es gute und weniger gute Schwimmer. Rekordverdächtig sind die Samenzellen, die eine Distanz von 15 bis 18 cm in einer halben Stunden schaffen. Andere Zellen sind weniger gute Schwimmer, sie brauchen für den gleichen Weg einige Tage, einige Zellen machen auf halbem Weg schlapp und kommen gar nicht ans Ziel.

    Kurz vor der Ziellinie wartet dann die äußere Eihülle, die von den Samenzellen durchbohrt werden muss. Zwar schaffen es mehrere Zellen, dieses Hindernis zu überwinden, aber am Ende ist es nur eine Samenzelle, die tatsächlich auch in die innere Membran der Eizelle vordringen kann. Welche der Samenzellen der Sieger ist, der es bis hierher geschafft hat, das entscheidet allein die Eizelle, die biochemische Signale aussendet. Kommt die Samenzelle endlich an ihr ersehntes Ziel, also in das Innere der Eizelle, dann verändert die Eizelle ihre Struktur. Die elektrische Spannung der Zellmembran ändert sich und damit fällt bildlich gesprochen eine Tür zu und bleibt für alle anderen Samenzellen, die vielleicht noch hineinwollen, für immer verschlossen.

    Eizelle und Samenzelle sind jetzt allein und können in aller Ruhe miteinander verschmelzen. Mit dieser Verschmelzung machen sie den ersten Schritt und bereiten so den Weg zu einem neuen Leben.

    Wenn es mit dem Baby nicht klappen will

    Paare, die sich sehnlichst ein Baby wünschen, warten in der 2. Schwangerschaftswoche auf die ersten Anzeichen. Aber selbst Frauen, die eine 2. Schwangerschaft erleben, können zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, ob es mit der Befruchtung geklappt hat oder nicht. Schwanger zu werden, das ist eigentlich ganz einfach, denn die biologischen Abläufe sind nicht allzu kompliziert, trotzdem warten viele Paare vergeblich auf den Nachwuchs. Eine ungewollte Kinderlosigkeit hat jedoch verschiedene Ursachen.

    Kinderlosigkeit kann medizinische Gründe, aber auch seelische Ursachen haben. Defekte oder Veränderungen der Eierstöcke, des Gebärmutterhalses und auch der Eileiter können eine Schwangerschaft verhindern. Aber auch frühere Eileiterschwangerschaften, Operationen oder Entzündungen gehören zu den Ursachen, die verhindern, dass es zu einer Befruchtung kommt.

    Unfruchtbarkeit bei Männern ist meist auf die Spermien zurückzuführen. Die Samenzellen sind entweder nicht beweglich, sie sind nicht schnell genug oder es gibt zu wenig davon. Wie gut die Qualität der Samenzellen ist, das hängt zum einen mit der Lebensweise zusammen, aber auch Schadstoffe und Krankheiten können die Qualität der Spermien negativ beeinflussen.

    In 10 bis 15 % aller Fälle von Unfruchtbarkeit ist die Seele schuld, wenn es mit dem Baby nicht wie gewünscht klappt. Erschöpfung, Stress, seelische Belastungen oder auch Nervosität verhindern, dass es zu einer erfolgreichen Befruchtung kommt. Nikotin und Alkohol verringern ebenfalls die Chance auf ein Baby, vor allem Nikotin ist gefährlich, denn es verhindert, dass die Geschlechtsorgane ausreichend durchblutet werden.

    Die künstliche Befruchtung

    Wenn es auf natürlichem Weg mit dem Wunschkind nicht so recht klappen will, dann bleibt als Alternative noch die künstliche Befruchtung. Der Prozess der Befruchtung bleibt streng genommen der Gleiche, wenn auch in einem etwas anderen Rahmen. Die Eizelle und die Samenzellen treffen sich bei der künstlichen Befruchtung in einer sogenannten Petrischale und um die Erfolgsaussichten zu erhöhen, werden meist mehrere Eizellen befruchtet. Die Zellen werden der Frau dann eingesetzt, und mit der Hilfe von Hormonen sollen die befruchteten Zellen dann zum Reifen animiert werden.

    Nicht alle eingesetzten Embryonen überleben, aber nicht selten kommt es bei einer künstlichen Befruchtung auch zu einer Mehrlingsschwangerschaft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn es um die künstliche Befruchtung geht, besonders erfolgreich ist aber die In-Vitro-Fertilisation, kurz IVF genannt. Bei dieser Methode muss die Frau zunächst Hormone einnehmen, um möglichst viele Eizellen zum Reifen zu bringen. Die Zellen werden anschließend abgesaugt und mit den männlichen Spermien zusammengeführt. Wenn alles klappt, dann findet eine Befruchtung statt, und wenn sich die Zellen wie geplant teilen, dann steht fest, dass sich ein Embryo gebildet hat. Auch bei der IVF gilt, es gibt in der 2. SSW keine Anzeichen, aber die Eltern erfahren früher als andere Eltern, dass ein Baby unterwegs ist, denn die werdende Mutter wird früher auf eine mögliche Schwangerschaft getestet.

    Die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernimmt bei maximal drei Versuchen zur Hälfte die Krankenkasse, ab dem vierten Versuch müssen die Paare die Befruchtung in der Petrischale aus der eigenen Tasche bezahlen.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    420.000 – so hoch ist die Zahl der Toten, die weltweit und jedes Jahr an Lebensmittelvergiftungen sterben. Das Erschreckende ist aber nicht die hohe Zahl der Opfer, es ist vielmehr die Tatsache, dass es überwiegend Kinder sind, die an Lebensmittelvergiftungen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die die neuen Zahlen vorgelegt hat, fordert jetzt eine größere Sicherheit für Lebensmittel, denn in der heutigen Zeit ist es laut WHO eine Schande, dass bis zu 600 Millionen Menschen krank werden, nur weil ihre Lebensmittel entweder durch Chemikalien, durch Pestizide oder durch Bakterien verseucht sind.

    Lebensmittelvergiftungen – vor allem in der Dritten Welt

    125.000 Kinder sind nach einer neuen Langzeitstudie der WHO von Lebensmittelvergiftungen betroffen, und ein Drittel der Kinder, die an kontaminierten Lebensmitteln sterben, sind unter fünf Jahre alt. Besonders häufig treten Lebensmittelvergiftungen in den Ländern der Dritten Welt auf, wie in Afrika und in Südostasien. Alleine in Afrika erkranken pro Jahr 91 Millionen Menschen an Lebensmittelvergiftungen und für 137.000 Menschen kommt jede Hilfe zu spät. In Südostasien sind es 150 Millionen Kranke und 175.000 Todesfälle jedes Jahr. Vor allem Pestizide und Insektizide sorgen in diesen Regionen der Welt dafür, dass die Menschen durch das, was sie täglich essen, so schwer krank werden, dass sie entweder daran sterben oder langfristige gesundheitliche Schäden befürchten müssen.

    Lebensmittelvergiftungen in Europa

    Nicht nur in den Ländern der Dritten Welt stellen verseuchte und verunreinigte Lebensmittel eine große Gefahr für Leib und Leben dar, auch in Europa gibt es jedes Jahr rund 5000 Tote durch Lebensmittelvergiftungen. 23 Millionen Krankheitsfälle wurde alleine in diesem Jahr gemeldet, das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass 53 Menschen an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind. 200.000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen wurden den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, aber anders als in Afrika und Südostasien sind in Deutschland keine Pestizide und Insektizide schuld, in erster Linie sind Salmonellen die Verursacher.

    Welche Symptome hat eine Lebensmittelvergiftung?

    Eine Lebensmittelvergiftung hat typische Symptome, zu denen unter anderem Durchfall, Erbrechen, Krampfanfälle und Fieber gehören. Kommt es zu einer Vergiftung durch Fisch oder Pilze, dann können zudem auch Halluzinationen dazukommen. Nach Ansicht der WHO ist es nicht immer die Vergiftung selbst, die bei den Betroffenen zum Tod führt, es sind vielmehr die Symptome wie schwere Durchfälle, die einen gefährlichen Flüssigkeitsmangel zur Folge haben und letztendlich zum Tod führen. 550.000 Menschen erkranken weltweit an Durchfall infolge von Lebensmittelvergiftungen und 230.000 Menschen sterben laut der Langzeitstudie der WHO daran.

    Welche Lebensmittel können gefährlich werden?

    Es gibt einige Lebensmittel, die ein sehr hohes Gefahrenpotenzial haben, wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht. Dazu gehören Fleisch, Eier, viele Milchprodukte und auch Gemüse sowie Salate und Obst. Hauptsächlich kommt es zu Lebensmittelvergiftungen, wenn die Speisen wie zum Beispiel Fleisch, entweder roh oder nur unzureichend gegart werden. Im Prinzip kann ein Brötchen mit Mett dafür sorgen, dass es zu einer gefährlichen Vergiftung kommt. Eier bergen die Gefahr von Salmonellen, Gemüse ist laut der Gesundheitsämter nicht selten mit Kolibakterien verseucht und in der Milch sowie in Milchprodukten lauern Noroviren oder Campylobacter-Bakterien. Auch Fisch, der fertig verpackt im Kühlregal der Supermärkte liegt, kann eine potenzielle Gefahr darstellen. Im vergangenen Jahr wurde stichprobenartig abgepackter Lachs in verschiedenen Supermärkten und Discountern auf Kolibakterien getestet und jede zweite Probe war belastet. In den Drittweltländern sind viele Lebensmittel mit Hepatitis A, Typhus, Bandwürmern und Schimmelpilzen verseucht, und die WHO ruft aus diesem Grund die Staaten, in denen besonders viele Menschen an Lebensmittelvergiftungen sterben, zu mehr Sicherheit auf. Die WHO will jetzt mit zielgerichteten Aktionen auf die oftmals verkannte Gefahr durch vergiftete Lebensmittel aufmerksam machen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Die WHO hofft auf diese Weise mehr Menschen retten zu können und die tägliche Nahrung sicherer und gesünder zu machen.

    Bild: © Depositphotos.com / GeorgeRudy

  • Die 3. SSW – jetzt beginnt die Schwangerschaft

    Die 3. SSW – jetzt beginnt die Schwangerschaft

    Aus medizinischer Sicht beginnt in der 3. SSW die eigentliche Schwangerschaft, und der Anfang dieses neuen Lebens ist alles andere als romantisch. Erste Anzeichen einer Befruchtung sind nur unter einem Elektronenmikroskop zu sehen, das Kind besteht zu diesem Zeitpunkt nur aus Zellen, erst wenn sich die ersten Ansätze der inneren Organe ausbilden, dann heißt der Zell-Cluster offiziell Embryo. Auch Übelkeit, eine der typischen Schwangerschaftsbeschwerden, ist in der 3. SSW noch kein Thema. Die meisten Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht, dass sie in anderen Umständen sind, die biologischen Vorgänge nehmen jedoch in der 3. SSW unaufhaltsam ihren Lauf.

    In der 3. SSW teilen sich die Zellen

    Wenn es zu einer Befruchtung gekommen ist, dann sind im Inneren des Eis zwei Zellkerne zu finden. Im Kern der weiblichen Eizelle befinden sich alle Erbanlagen der Mutter, im Kopf der männlichen Zelle sind alle Erbinformationen des Vaters zu finden. Diese beiden Zellen verschmelzen in der 3. SSW miteinander, und auf diese Weise entsteht ein einmaliger genetischer Code und damit ein neuer einzigartiger Mensch.

    Es dauert jetzt nicht mehr allzu lange, dann wird sich die Urzelle, die sogenannte Zygote, zum ersten Mal teilen und damit fällt sozusagen der Startschuss für Milliarden neuer Zellen. Aber bleiben wir bei der Befruchtung. Zwei Tage nachdem es zur Befruchtung gekommen ist, gibt es schon vier Zellen, wieder einen Tag später sind es bereits acht Zellen.

    In der 3. SSW hat der neue Mensch das Aussehen einer Maulbeere, und da in der lateinischen Sprache die Maulbeere Morula heißt, sprechen Mediziner vom Morula-Stadium, wenn sie die Zeit bis zur Entwicklung des Embryos meinen. Spannend wird es am dritten Tag der 3. SSW, denn an diesem Tag bildet sich innen im Zell-Cluster ein Hohlraum. In diesen Hohlraum zieht die Morula ein und sie wird sich dort zu einer Keimblase der Blastozyste entwickeln, die dann aus zwei unterschiedlichen Zelltypen besteht.

    So entsteht der Embryo in der 3. SSW

    Eine der Zellen nennt sich Embryoblast, aus dieser Zelle wird sich im Verlauf der Schwangerschaft der Embryo entwickeln. Das Kind trägt bis zum Ende des ersten Drittels der Schwangerschaft den Namen Embryo, erst wenn die wichtigen Organe wie das Herz, die Nieren und die Lungen ausgebildet sind, dann wird aus dem Embryo ein Fötus.

    Die zweite Zelle trägt den Namen Trophoblast und diese Zelle ist dafür zuständig, dass sich die Plazenta, also der Mutterkuchen entwickeln kann. Später wird der Mutterkuchen mit der Nabelschnur verbunden, die während der gesamten Schwangerschaft die Aufgabe hat, das Baby mit allen notwendigen Nährstoffen und auch mit Sauerstoff zu versorgen. Über die Nabelschnur wird auch der „Abfall“ entsorgt, der später durch den kindlichen Stoffwechsel entsteht.

    In der 3. SSW ist der Embryo pausenlos auf Wanderschaft. Zunächst wandert er aus dem Eileiter der Mutter bis zum Uterus, den er zu Beginn der nächsten Schwangerschaftswoche erreichen wird. Kommt der Embryo dort an, dann besteht er aus 70 bis 100 Zellen, und jede dieser Zellen wird eine ganz bestimmte Aufgabe übernehmen.

    Die werdende Mutter in der 3. SSW

    Da die Dritte SSW für die werdende Mutter ohne Probleme bleibt, wissen die meisten Frauen nicht, dass sie schwanger sind. Frauen, die schon Kinder haben, spüren eher, dass sich etwas tut und gehen bei den ersten Anzeichen zu einem Gynäkologen. Der Arzt wird zunächst versuchen, den sogenannten HCG-Wert zu ermitteln, denn nur wenn das Schwangerschaftshormon eindeutig nachgewiesen werden kann, dann ist es tatsächlich auch zu einer Schwangerschaft gekommen. Oft ist in der SSW 3+5 der HCG-Wert noch recht niedrig und der Arzt kann noch nicht zu 100 % sagen, ob es zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Meist wird die Messung eine Woche später noch einmal wiederholt und wenn der HCG-Wert dann deutlich gestiegen ist, dann steht es eindeutig fest, dass ein Kind unterwegs ist.

    Frauen, die in der 3. SSW selbst einen Schwangerschaftstest machen und ein negatives Ergebnis bekommen, sollten nicht verzweifeln, denn auch hier kann der HCG-Wert noch so niedrig sein, dass eine Schwangerschaft nicht angezeigt wird. Auch hier gilt, den Test einfach eine Woche später zu wiederholen und wenn der positiv ist, dann wird es Zeit zum Arzt zu gehen, der die ersten Untersuchungen machen wird.

    In der 3. SSW sollte der HCG-Wert zwischen 50 und 500 liegen, aber er verdoppelt sich alle zwei bis drei Tage und das bedeutet, dass sich spätestens in der vierten Schwangerschaftswoche eine Schwangerschaft ohne einen Zweifel nachweisen lässt.

    Welche Beschwerden gibt es in der 3. SSW?

    Kommt es zur Befruchtung, dann beginnt der Körper umgehend damit, Hormone zu produzieren. Die Hormone haben in der 3. SSW ganz unterschiedliche Aufgaben. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Schwangerschaft zu erhalten und die weitere Entwicklung des Embryos voranzutreiben. So hat zum Beispiel das Eizellbläschen direkt nach dem Eisprung eine völlig neue Aufgabe übernommen, denn jetzt ist es dafür zuständig, das Gelbkörperhormon Progesteron zu produzieren. Dieses spezielle Hormon regt den Aufbau der Schleimhaut in der Gebärmutter an, und das Hormon ist auch dafür zuständig, dass sich die Einzelle buchstäblich ins gemachte Nest setzen kann.

    In der 3. SSW spürt die Mutter die Veränderungen in ihrem Körper kaum, alles spielt sich im wahrsten Sinne des Wortes unter der Oberfläche ab. Einige Frauen verspürten in der 3. SSW leichte Unterleibsschmerzen, wie sie für den Beginn der monatlichen Blutung normal sind. Bleibt die Periode aus, dann besteht der berechtigte Verdacht, dass es zu einer Einnistung gekommen ist. Setzt die Monatsblutung aber ganz normal ein, dann hat es zumindest in diesem Monat mit dem Familienzuwachs leider nicht geklappt.

    Wann kommt das Baby zur Welt?

    Die meisten Frauen gehen zu ihrem Arzt, wenn die Monatsblutung ausbleibt. Der Arzt wird eine Blutuntersuchung machen, um die Schwangerschaft nachweisen zu können. Auch eine Untersuchung mittels Ultraschall kann in der 3. SSW schon Auskunft darüber geben, ob sich eine Zelle fest eingenistet hat. Anhand der gesammelten Daten bestimmt der Arzt dann den genauen Geburtstermin. Errechnet wird der wahrscheinliche Entbindungstermin immer ab dem ersten Tag der letzten Periode. Wenn also die werdende Mutter in der 3. SSW zur Untersuchung kommt, dann haben sie und der Embryo noch 37 gemeinsame Wochen vor sich.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Zweimal am Tag die Zähne gründlich putzen, regelmäßig Zahnseide benutzen und alle halbe Jahre zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt – reicht das alles wirklich aus, um vor Karies und Zahnfleischentzündungen geschützt zu sein? Der Zahnarzt wird Nein antworten und umgehend eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. Aber eine Zahnreinigung wird von der Krankenkasse nicht bezahlt und viele fragen sich daher, ob sie das Geld ausgeben sollen oder lieber doch weiterhin auf Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseite vertrauen sollen. Lohnt sie sich, die professionelle Zahnreinigung oder will der Zahnarzt damit nur Geld verdienen?

    Normale Zahnreinigung reicht nicht aus

    Wer zum Zahnarzt geht, um sich professionell die Zähne reinigen zu lassen, der wird mit ziemlicher Sicherheit von seinem Arzt hören, dass die Zähne nicht ausreichend gepflegt sind. Bei einigen Menschen scheint es mit der Mundhygiene nicht so zu klappen, wie es eigentlich sein sollte und es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Ursachen, warum die normale Zahnpflege nicht immer ausreicht. Die Zähne können zum Beispiel falsch im Kiefer stehen, die Putztechnik ist nicht richtig, die Zahnbürste passt nicht oder der Konsum von zu vielen Süßigkeiten sorgt dafür, dass Karies entstehen kann. So entstehen sehr hartnäckige Zahnbeläge, die mit normalem Putzen einfach nicht zu entfernen sind. Auf dem Zahnarztstuhl schlägt dann die Stunde der Wahrheit, denn dem Zahnarzt entgeht nichts, und um all diese Probleme zu beseitigen, müssen die Zähne vom Fachmann gründlich gereinigt werden.

    Was passiert bei einer professionellen Zahnreinigung?

    Wenn die Zähne nicht gründlich gereinigt werden, dann kann das unangenehme Folgen haben. Auf den Zahnbelägen leben Bakterien aller Art, die dafür sorgen, dass Plaque, Karies und Zahnstein entstehen können. Auch Mundgeruch und eine Entzündung des Zahnbettes können die Folge einer falschen Zahnreinigung sein. Eine Zahnreinigung beim Zahnarzt kann diesen möglichen Probleme gegensteuern, denn bei einer professionellen Zahnreinigung passiert mehr als einfach nur gründliches Zähneputzen. Der Dentalhygieniker analysiert zunächst die Zähne und entfernt dann mit einer spezielle Bürste die oberflächlichen Beläge. Mit Zahnseide, Zahnschleifpapier oder einem hakenähnlichen Instrument werden anschließend die Zahnzwischenräume gereinigt und die dunklen Verfärbungen mit einem Wasser-Pulver-Strahlgerät entfernt.

    Die Zahnreinigung als Profilaxe

    Sind die Zähne von den gröbsten Verunreinigungen befreit, dann kommen rotierende Bürsten zum Einsatz, die die Zähne mit einer fluoridreichen Zahnpaste polieren. Die fluoridhaltige Paste oder ein spezielles Gel bilden auf den Zähnen eine Art Schutzschicht, und auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich neue Bakterien ansiedeln können. Nach dieser Profilaxe bekommt der Patient einige Tipps und Tricks mit auf den Weg, um die Zahnreinigung zu Hause effektiver und gründlicher zu machen. So verrät der Dentalhygieniker, wie man die richtige Zahnbürste findet, wie man Zahnseide korrekt benutzt und welche Ernährung für gesunde Zähne besonders wichtig ist. Eine professionelle Zahnreinigung kann nur kurz- bis mittelfristig gegen Karies und Zahnfleischentzündungen helfen, wer langfristig gesunde Zähne möchte, der muss auch zu Hause auf eine gute Mundhygiene achten.

    Warum im Alter die Zahnhygiene nachlässt

    Eine neue Studie hat herausgefunden, warum besonders ältere Menschen zunehmend Probleme mit den Zähnen haben. Im Alter lässt unter anderem auch die Feinmotorik immer mehr nach, das Zahnfleisch wird schlaffer und weicher, dazu kommen unterschiedliche Krankheiten und auch Medikamente tragen dazu bei, dass die Mundhygiene zu wünschen übrig lässt. Zahnärzte empfehlen ihren älteren Patienten, öfter in die Praxis zu kommen und zuhause eine elektrische Zahnbürste zu benutzen, um die Zähne gesund zu erhalten. Wer viel raucht, Tee, Kaffee und Rotwein trinkt, muss auch mit dunklen Verfärbungen auf den Zähnen rechnen, die durch gründliches Zähneputzen allein nicht mehr verschwinden. Wer raucht, setzt sich zudem der Gefahr von Zahnfleischentzündungen aus, denn das Nikotin und auch die schädlichen Zusatzstoffe in Zigaretten setzen den Zähnen und vor allem dem Zahnfleisch auf Dauer sehr zu.

    Bild: © Depositphotos.com / MilanMarkovic

  • Die 4. SSW – die Eizelle nistet sich ein

    Die 4. SSW – die Eizelle nistet sich ein

    In der SSW4 ist die Schwangerschaft ein rein biologischer Vorgang, und alles läuft praktisch nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip ab. Eine Woche nach der Befruchtung, zum Anfang der 4. SSW, findet die Eizelle ihren Platz in der Gebärmutter. Dann entscheidet sich, ob es zu einer Schwangerschaft kommt oder nicht, denn unmittelbar, nachdem sich die Eizelle eingenistet hat, kann es passieren, dass der Embryo von außen beschädigt wird. Zwar wird der Organismus der Mutter versuchen, diese Schädigung irgendwie zu kompensieren, aber wenn das nicht gelingt, dann stoppt der Körper die Entwicklung und die Keimblase wird bei der nächsten Monatsblutung einfach ausgespült.

    In der 4. SSW „schlüpft“ das Baby

    Kurz bevor es zur Einnistung der Eizelle kommt, „schlüpft“ der Embryo aus der Hülle, die ihn umgibt und bohrt sich dann energisch in die Schleimhaut des Uterus ein, bis er komplett von dieser schützenden Hülle überzogen ist. Im nächsten Schritt bildet sich zwischen dem Embryoblasten und dem Trophoblasten nicht nur die sogenannte Fruchthöhle, sondern auch der Dottersack, der in den nächsten Wochen die Versorgung des Embryos mit allen nötigen Nährstoffen übernimmt. Rund um das Ei entsteht die Plazenta.

    Der Embryo ist in der 4. SSW ungefähr einen halben Millimeter groß, und wenn in der 4. SSW ein Ultraschallbild gemacht wird, dann ist lediglich ein winziger schwarzer Punkt zu sehen. In den nächsten 36 Wochen wird aus dem winzigen schwarzen Punkt ein kleiner Mensch, der bei seiner Geburt durchschnittlich 52 cm groß und 3.200 Gramm schwer sein wird.

    Die Rolle der Keimblätter in der 4. SSW

    In den ersten drei Wochen der Schwangerschaft sind die Eizellen pluripotent, das heißt, aus jeder der Zellen kann sich ein beliebiges Organ entwickeln, erst in der SSW 4+1 kommt es zur sogenannten zellulären Spezialisierung. Aus dem Embryoblasten entsteht jetzt die Keimscheibe, aus der sich wiederum zunächst zwei und dann schließlich drei Keimblätter entwickeln werden. Aus jedem dieser drei Keimblätter bilden sich dann die einzelnen Organe aus.

    Die meisten Organe wie die Lunge, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Harnröhre, die Harnblase und auch der Verdauungstrakt entstehen aus dem inneren Keimblatt, dem Entoderm. Das Herz, die Blutgefäße, das Bindegewebe, das Skelett sowie die Muskulatur der Organe, die Milz, das Lymphsystem, die Nieren, die Keimdrüsen, die Blutkörperchen und auch die Geschlechtsorgane werden aus dem mittleren Keimblatt, dem Mesoderm gebildet.

    Das äußere Keimblatt, dass Ektoderm, ist schließlich für die Haut, die Sinnesorgane und für das komplette Nervensystem zuständig.

    Die ersten Anzeichen der Schwangerschaft in der 4. SSW

    Gibt es schon Schwangerschaftssymptome in der 4. Woche? Die gibt es, vor allem Frauen, die bereits ein Kind zur Welt gebracht haben, fühlen in der 4. SSW typische Symptome. Wenn sich der Embryo in der Gebärmutter eingenistet hat, dann kann es zu sogenannten Nidationsblutungen, zu Einnistungsblutungen kommen. Die Schwangerschaftsanzeichen in der 4. SSW sind leichte, harmlose Schmierblutungen, die viele Frauen mit einer Periodenblutung verwechseln, und dann oft enttäuscht sind, dass es mit einer erwünschten Schwangerschaft doch nicht geklappt hat.

    Wenn es aber in der 4. SSW zu einem Ziehen im Unterleib kommt, sich die Haut der Brustwarzenhöfe dunkel färbt oder die Brüste unangenehm spannen, dann wird es Zeit, einen Frauenarzt aufzusuchen. Der Arzt wird dann einen Urintest machen, um einen HCG-Wert in der 4. SSW zu bekommen. Wenn das der Fall ist, dann steht die Schwangerschaft definitiv fest.

    Neben dem HCG-Wert wird ab der 4. SSW auch das Schwangerschaftshormon Progesteron produziert, was die Aufgabe hat, alle Vorgänge im Körper zu verlangsamen. Die werdende Mutter ist durch diese Verlangsamung ständig müde und sie fühlt sich schnell erschöpft. Viele haben in dieser frühen Phase der Schwangerschaft auch mit Verstopfung zu kämpfen und auch andere Beschwerden stellen sich jetzt langsam ein. Frauen erleben in der 4. SSW eine emotionale Berg-und-Talfahrt, sie sind in der einen Minute himmelhochjauchzend und in der nächsten Minute buchstäblich zu Tode betrübt, auch die morgendliche Übelkeit gehört dazu, sowie ein vermehrter Speichelfluss.

    Ist Sport in der 4. SSW erlaubt?

    Wenn sich die ersten Anzeichen der Schwangerschaft in der 4. SSW zeigen, dann starten viele Frauen ein Sport- und Fitnessprogramm, um sich von den Beschwerden abzulenken. Ärzte befürworten dieses Fitnessprogramm, denn das erste Trimester der Schwangerschaft ist hervorragend für sportliche Aktivitäten geeignet. Der Sport hilft dabei, Muskeln aufzubauen, die Ausdauer zu steigern und Kraft für die nächsten anstrengenden Monate zu sammeln. Sport macht es einfacher, das zusätzliche Gewicht zu kompensieren und verhindert, dass die Waage allzu steil nach oben zeigt.

    Auch Sport und regelmäßige Bewegung bereiten die Mutter optimal auf die bevorstehende Geburt vor. Frauen, die schon zu Beginn der Schwangerschaft Sport treiben, haben nach der Entbindung weniger Probleme damit, die zusätzlichen Kilos wieder loszuwerden. Zu anstrengend sollte die Sportart aber nicht sein, denn das Risiko einer Fehlgeburt ist besonders zwischen der vierten und der siebten Schwangerschaftswoche relativ hoch. Wenn jedoch der Arzt nichts dagegen hat und wenn die werdende Mutter sich gesund und wohlfühlt, dann steht den sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege.

    Welche Sportarten sind besonders geeignet?

    Nordic Walking und Schwimmen – diese beiden Sportarten machen nicht nur viel Spaß, sie sind auch ideal für schwangere Frauen in der 4. SSW. Wer es ruhiger mag, der sollte einen Yogakurs besuchen, denn einfache Yogaübungen sind perfekt für die Fitness der Mutter. Wichtig ist aber, dass der Yogalehrer spezielle Kurse für Schwangere anbietet. Yoga hilft dabei, gelenkig zu bleiben und ist besonders für den Beckenboden eine tolle Sache. Übungen, die sich ganz gezielt mit dem Beckenboden beschäftigen, können so verhindern, dass es zu einer Inkontinenz während der Schwangerschaft kommt.

    Zudem können Frauen mit Yoga auch für die Geburt trainieren und die richtige Atemtechnik lernen, die vor allem wichtig ist, wenn es in die Presswehen geht. Wer Sport treiben will, der sollte an die richtige Bekleidung denken. Shirts und Hosen sollten weit und damit bequem geschnitten sein und ein Sport-BH ist sehr angenehm, wenn die Brüste in der 4. SSW schon spannen sollten.

    Körperlich anstrengende Sportarten, wie zum Beispiel Tennis spielen, lange Radtouren und auch Reiten, sind in der 4. SSW keine geeigneten Sportarten, denn sie können im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt auslösen.

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  • Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    War früher nicht alles besser? Der Gesundheitsbericht 2015, den das Robert-Koch-Institut jetzt herausgegeben hat, sagt eindeutig ja. Die Menschen in Deutschland fühlen sich heute besser und gesünder als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Drei Viertel der Deutschen gab für den Gesundheitsbericht 2015 an, sie fühlen sich gut oder sogar sehr gut und das hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist. Aber das ist nicht die einzige positive Nachricht aus dem Gesundheitsbericht 2015, auch die Zahl der Neuerkrankungen an Krebs ist weniger geworden.

    Gesundheitsbericht 2015 – die häufigste Todesursache

    Auch im Gesundheitsbericht 2015 stehen Herzinfarkte und Schlaganfälle an erster Stelle, wenn es um die Todesursachen geht. Rund 40 % der Deutschen sterben an einer Herzerkrankung oder an einem Schlaganfall, seit 1998 hat sich die Zahl jedoch erheblich reduziert. Eine bessere Früherkennung und moderne Möglichkeiten der Therapie sorgen dafür, so der Gesundheitsbericht 2015, dass immer mehr Menschen einen Infarkt oder einen Schlaganfall überleben.

    Der Kampf gegen den Krebs

    Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Krebsneuerkrankungen ist in einem Zeitraum von 20 Jahren immer weiter zurückgegangen. Die schlechte Nachricht: Da die Gesellschaft immer älter wird, ist die Zahl derjenigen, die unter Krebs leiden, weiter gestiegen. Im Jahr 2011 war eine halbe Million Menschen in Deutschland an Krebs erkrankt, 65.000 mehr als noch zur Jahrtausendwende. Sehr deutlich zugenommen hat die Zahl der Brustkrebserkrankungen, in nur zehn Jahren wurden neun Prozent mehr Erkrankungen diagnostiziert. Beim Lungenkrebs sind die Zahlen vor allem bei den Frauen nicht rückläufig, hier gab es einen Anstieg von 38 %. Die Männer liegen beim Lungenkrebs zwar leicht vorn, aber die Erkrankungsrate sank um 15 %. Der Grund ist einfach, denn in Deutschland rauchen mehr Frauen als Männer. Die Zahl der Kinder, die an Krebs erkranken, lag laut Gesundheitsbericht 2015 bei 1.800 Fällen, aber die Sterblichkeit hat in den letzten 30 Jahren stark abgenommen.

    Diabetes – laut Gesundheitsbericht 2015 die neue Volkskrankheit

    Der Gesundheitsbericht 2015 schlägt beim Thema Diabetes Alarm, denn in Deutschland leben mittlerweile 4,6 Millionen Menschen mit der Zuckerkrankheit. Das sind 7,2 % der erwachsenen Menschen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Was Diabetes aber zunehmend zu einer großen Gefahr macht, ist die Tatsache, dass die Zahl der Neuerkrankungen jedes Jahr weiter ansteigt. Schuld daran ist unter anderem auch der demografische Wandel. Bei 30 % der Erkrankten ist eine falsche Ernährung schuld an Diabetes, denn ein Viertel der Deutschen ist zu dick, bei Kindern liegt die Quote schon bei sechs Prozent. Vor allem bei Menschen mit einem schlechten sozialen Hintergrund ist Übergewicht ein immer größer werdendes Problem.

    Die sozialen Unterschiede

    Der Gesundheitsbericht 2015 hat sich auch mit den sozialen Unterschieden in Deutschland in Hinsicht auf Gesundheit und Krankheit in Deutschland beschäftigt. Menschen, die einen schlechten sozialen Stand haben, werden häufiger krank und haben zudem eine niedrigere Lebenserwartung. Frauen sterben nach dem Gesundheitsbericht acht Jahre und Männer sogar elf Jahre früher als diejenigen, die einen hohen sozialen Standard haben. Die Ursache führt der Gesundheitsbericht vor allem auf mangelnde Bildung zurück. Menschen, die nur eine geringe Bildung haben, interessieren sich weniger für präventive medizinische Maßnahmen und sie haben deutliche Defizite bei der gesundheitlichen Aufklärung. Auch die finanzielle Lage spielt in diesen Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Immer mehr Menschen können sich Untersuchungen nicht mehr leisten, deren Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen werden. So wird zum Beispiel die lokale Narkose bei der Zahnbehandlung von Kindern, wenn die älter als zwölf Jahre sind, nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Viele Familien schicken ihre Kinder deswegen nicht mehr zum Zahnarzt, als Folge werden die Zähne krank und das kann sich auf Dauer auf die Gesundheit auswirken.

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