Schlagwort: Lebensjahr

  • Asperger-Syndrom bei Erwachsenen

    Asperger-Syndrom bei Erwachsenen

    Unter dem Asperger-Syndrom wird eine eher milde Variation des Autismus-Spektrums verstanden. Charakteristisch für das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen sind insbesondere Schwächen in den Bereichen der Kommunikation wie der sozialen Interaktion. Ergänzend macht sich das auch als tiefgreifende Entwicklungsstörung bekannte Phänomen durch stereotype Verhaltensweisen und eingeschränkte Spezialinteressen bemerkbar.

     

    Hauptsächliche Beeinträchtigungen beim Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter

    Asperger-Autismus gilt als eine angeborene Störung, die bislang nicht heilbar ist. Erste Anzeichen machen sich ab dem dritten Lebensjahr bemerkbar.

     

    Zu den sich im Vordergrund der Entwicklungsstörung drängenden Beeinträchtigungen zählen insbesondere Schwierigkeiten in den Bereichen der Mimik, Gestik und des Blickkontakts. So haben Erwachsene mit Asperger-Syndrom Schwierigkeiten diese nonverbalen Signale ihrer Mitmenschen zu deuten und selbst einzusetzen. So erscheinen erwachsene Personen mit dem Asperger-Syndrom im Kontakt mit ihrer Umwelt anderen Menschen gegenüber als merkwürdig und tollpatschig.

     

    Da Asperger-Autisten jedoch im Großen und Ganzen mit einer normalen bis sehr hohen Intelligenz ausgestattet sind, nimmt ihre Umwelt sie zumeist eher als etwas wunderlich wahr. Verschiedentlich fallen Menschen mit dem Asperger-Syndrom durch eine Hoch- oder auch Inselbegabung auf.

     

    Hieraus wird bereits ersichtlich, dass das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen nicht ausschließlich von negativen Aspekten geprägt ist. Häufig ist das Syndrom mit gewissen Stärken verbunden, die sich unter anderem auf den Gebieten der

    • Aufmerksamkeit
    • Gedächtnisleistung
    • Selbstbeobachtung
    • Wahrnehmung

    bemerkbar machen.

     

    Diagnosestellung des Asperger-Syndroms bei Erwachsenen

    Maßgeblich für die Diagnosestellung ist das Alter. So ist es von Bedeutung, dass die Diagnostik möglichst frühzeitig im Kindesalter erfolgt. Die Diagnostik bei Erwachsenen mit Asperger-Syndrom gestaltet sich äußerst schwierig.

     

    Dies liegt einerseits an dem teilweise lückenhaften Erinnerungsvermögen an die zurückliegende Kindheit, in der die Symptome stärker ausgeprägt sind als im Erwachsenenalter. Andererseits können sich schwierige Verhaltensweisen im Laufe des Lebens ändern. Dies liegt an dem Bemühen der vom Asperger-Autismus Betroffenen, sich möglichst an die Gesellschaft anzupassen, um nicht stärker aufzufallen.

     

    Zahlreiche Erwachsene mit Asperger-Autismus führen ein nahezu unauffälliges Leben. Sie haben eine Arbeit und mitunter sogar einen Partner und eigene Kinder. Einen Arzt suchen Erwachsene mit Asperger-Syndrom in der Regel nur dann auf, wenn sich Folgeerkrankungen bemerkbar machen. Dies können unter anderem

    • Ängste
    • Depressionen
    • Essstörungen
    • Zwänge

     

    sein. Verfügt der aufgesuchte Arzt über die notwendige Kompetenz, ist dieser durchaus in der Lage, das Asperger-Syndrom bei erwachsenen Personen zu diagnostizieren.

     

    Auffällig ist in solchen Fällen zumeist, dass Betroffene ärztlichen Anweisungen nicht Folge leisten. Sie erscheinen unbeholfen und können sich kaum orientieren. Darüber hinaus kann sich das Asperger-Syndrom auch bei Erwachsenen ähnlich wie bei Kindern äußern. So fällt nicht selten eine monotone Sprache – sofern vorhanden – sowie eine Erzählweise auf, die bis ins kleinste Detail geht.

     

    Der Gesichtsausdruck ist bei Erwachsenen mit Asperger-Syndrom ebenso wie beim Kind starr, Blickkontakt wird zumeist vermieden. Ein Lächeln kann nicht erwidert werden. Die Fähigkeit zu einer humorvollen Bemerkung fehlt.

     

    Probleme im beruflichen und sozialen Umwelt

    Erwachsene mit Asperger-Syndrom leben zumeist sehr zurückgezogen und verfügen über wenig echte Sozialkontakte. Dieser Personenkreis tauscht sich sehr gerne mit anderen Betroffenen in Asperger-Foren online aus.

     

    Die Thematik Partnerschaft wird beim Asperger-Syndrom maßgeblich durch den Mangel an Empathie beeinflusst. Asperger-Autisten strahlen oftmals Egoismus und Distanziertheit aus. Das Knüpfen von Kontakten zu eventuellen Partnern fällt vielen von ihnen schwer. Sofern es mit einer Beziehung klappt, entstehen oftmals weitere Probleme in Bezug stetiger Anteilnahme und Kommunikation mit dem Partner.

     

    Ebenfalls zeigt das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen Auswirkungen auf das Sexualleben. Manche haben kaum ein Bedürfnis nach körperlicher Nähe, andere hingegen hegen den Wunsch nach sexueller Aktivität. Letztere sind meistens unsicher, da zu einer sexuellen Intimität auch gegenseitige Empathie gehört. Trotzdem bedeutet dies nicht, dass erwachsene Asperger-Autisten keine stabile Partnerschaft und eigene Familie gründen können.

     

    Im Berufsleben äußert sich das Asperger-Syndrom einerseits in einer schnellen Überforderung beim Umgang mit Kunden oder den Kollegen. Erwachsene mit Asperger-Syndrom haben Probleme, flexibel zu reagieren. Sie ecken oftmals mit ihrer überaus ehrlichen Art an und wirken teilweise unhöflich.

     

    Auf der anderen Seite können Erwachsene von ihrem Asperger-Syndrom im beruflichen Alltag aber auch profitieren. Spezialinteressen – beispielsweise im Informatikbereich – lassen diesen Personenkreis beachtliche Leistungen erbringen.

     

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  • Blasenprobleme – Ursachen und was dagegen unternommen werden kann

    Blasenprobleme – Ursachen und was dagegen unternommen werden kann

    Blasenprobleme treten zumeist immer dann auf, wenn dem Organismus zu wenig Flüssigkeit zugeführt wird. Die Blase kann allein oder im Zusammenhang mit der Niere zu Problemen führen.

     

    Zu wenig Flüssigkeitsaufnahme führt zu Blasenproblemen

    Personen, die wenig trinken, werden früher oder später Blasenprobleme entwickeln. Durch die geringe Flüssigkeitszufuhr bildet sich weniger Urin. Dies führt zwar selten zu einer Blasenschwäche. Allerdings hat dies nicht zu bedeuten, dass sich Blasenprobleme durch wenig trinken verhindern lassen. Wer zu wenig Flüssigkeit aufnimmt läuft hingegen Gefahr seiner Gesundheit zu schaden. Das Risiko an Harnwegsinfekten, Blasen- und Nierensteinen zu erkranken wird somit noch erhöht.

     

    Steht zur Bildung von Urin zu wenig Flüssigkeit zur Verfügung, müssen die Nieren der reduzierten Urinmenge auszuscheidende Stoffe hinzufügen. Diese Tätigkeit bedeutet für die lebensnotwendigen Nieren eine extreme Belastung. Der hochkonzentrierte Urin kann zusätzlich zur Reizung der Blase beitragen.

     

    Trinkgewohnheiten überdenken

    Menschen mit Blasenproblemen wird empfohlen, ihre bisherigen Trinkgewohnheiten zu überdenken und diese an ihren Tagesablauf anzupassen. So empfiehlt es sich, vor dem Verlassen des Hauses nicht zu viel zu trinken. Die Flüssigkeitsmenge sollte nach dem Heimkehren wieder aufgefüllt werden.

     

    Wer nachts häufig aufwacht, weil er die Toilette aufsuchen muss, kann etwa drei Stunden vor dem Zubettgehen seinen Konsum an Getränken einschränken. Allerdings sollte keine gravierende Einschränkung der täglichen Trinkmenge vorgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt wenigstens zwei Liter Flüssigkeitsaufnahme pro Tag.

     

    Anstehende Blasenprobleme machen sich auch an der Farbe des Urins bemerkbar. Hat dieser eine dunkle Färbung, ist zu wenig Flüssigkeit aufgenommen worden. Bei einer sehr hellen Farbgebung wurde ausreichend getrunken. Neben dem Auftreten von Harnwegsinfektionen und Blasenproblemen führt ein Flüssigkeitsmangel ferner zu Kreislaufproblemen.

     

    Blasenprobleme während der Wechseljahre

    Eines der bekanntesten Blasenprobleme ist die Harninkontinenz. Diese kann gelegentlich bereits bei jüngeren Frauen auftreten. Insbesondere sind Frauen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr betroffen. Begründet liegt dies im Hormonmangel während der Wechseljahre.

     

    Bedingt durch die fernbleibende Östrogenwirkung kommt es zur Rückbildung der Schleimhäute von Harnröhre und Blase. Die Elastizität des Beckenbodens lässt nach, wodurch sich der Blasenverschluss schwer kontrollieren lässt. Nahezu jede fünfte Frau leidet während der Wechseljahre unter Blasenproblemen wie einer Harzinkontinenz. Dabei geht während des

    • Anhebens schwerer Gegenstände
    • Hustens
    • Lachens
    • Niesens

    plötzlich völlig unbeabsichtigt Harn ab.

     

    Was kann gegen Blasenprobleme unternommen werden?

    Personen, die unter Blasenproblemen leiden, sollten sich nicht scheuen, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen. Nach dem Hausarzt ist dies für gewöhnlich ein Facharzt für Urologie. Nach Ursachenklärung leitet der Arzt Maßnahmen zur Linderung der Blasenprobleme ein. Unter Umständen könnten sich auch operative Eingriffe erforderlich machen.

     

    Frauen in jedem Alter haben zudem die Möglichkeit, selbst gegen eine bestehende Harninkontinenz vorzugehen. So bessert sich eine Blasenschwäche beispielsweise entscheidend durch die Beckenbodengymnastik. Ferner macht es durchaus Sinn das Körpergewicht zu reduzieren, um den Beckenboden zu entlasten.

    Das richtige Getränk wählen

    Bedeutsam für die Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs ist auch die Wahl der richtigen Getränke. Als beste Durstlöscher haben sich

    • Kräutertees
    • Wasser
    • Stilles Mineralwasser

     

    herauskristallisiert. Dahingegen ist auf Getränke wie Bier, Kaffee und schwarzem Tee zu verzichten. Diese Getränke tragen maßgeblich zu Blasenproblemen bei. Bei geplanten Aktivitäten außer Haus sollten am besten nur geringe Mengen davon getrunken werden.

     

    Natürliche Behandlung von Blasenproblemen

    Blasenprobleme können am besten mit pflanzlichen Antibiotika und einer Vielzahl von Heilkräutern erfolgreich behandelt werden. Für ihre herausragende Wirkung ist die Brennnessel bekannt. Ein Brennnessel-Tee kann bei Blasenproblemen behilflich sein. Dieser eignet sich hervorragend zur Vorbeugung gegen die Bildung von Nieren- und Blasensteinen.

     

    Brennnesselsaft verfügt über eine harntreibende Wirkung. Der hohe Kaliumgehalt in Kombination mit entzündungshemmender Chlorogen- und Kaffeoyläpfelsäure blockiert die Wasserausscheidung. Dadurch ist Brennnessel-Tee oder -Saft ideal zum Spülen der Harnwege geeignet. Ferner findet die Brennnessel Anwendung als vorbeugende Maßnahme sowie zur Therapie gegen Nierengrieß.

     

    In dem Heilkraut sind zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Es punktet mit einem Proteingehalt von 9 %.

     

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  • Tennisarm – was ist es und was kann man tun?

    Tennisarm – was ist es und was kann man tun?

    Der Tennisarm ist eine Sehnenentzündung am äußeren Ellenbogen. Ausgelöst wird dieser durch eine Überlastung im Bereich der Muskulatur des Handgelenks sowie des Unterarms. Am Tennisarm erkranken im Großen und Ganzen eher Männer als Frauen in den Altersklassen zwischen dem 35. und dem 50. Lebensjahr. Tennisspieler erkranken im Allgemeinen in einem Alter zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

     

    Tennisarm – was genau ist das?

    In der Medizin ist vom Tennisarm im Zusammenhang mit einem Schmerzsyndrom die Rede. Dieser hat seinen Ursprung in der Finger- und Handmuskulatur. Ferner sind die äußeren Anfänge des Oberarmknochens vom Ellenbogen betroffen.

    Bedingt wird das Syndrom des Tennisarms durch Überlastungen im

    • Freizeitbereich, beispielsweise beim Handwerken
    • Sportlichen Bereich, unter anderem beim Tennisspiel
    • Beruf, Arbeiten am Computer mit der Maus oder vielen Schreibarbeiten

    An einem Tennisarm zu erkranken insbesondere Personen, die starken hohen Belastungen ausgesetzt sind. So wird beispielsweise ein erfahrener Tennisspieler kaum an einem Tennisarm erkranken.

     

    Worin die Ursachen für den Tennisarm begründet liegen

    Die Bezeichnung Tennisarm ist ein wenig irreführend. Denn sie bedeutet nicht zwingend, dass ausschließlich Tennisspieler zu dieser Erkrankung neigen. In der Realität tritt der Tennisarm bei sportlich aktiven Menschen eher selten auf. Im Grunde genommen ausnahmslos bei Anwendung einer falschen Technik.

    Hervorgerufen wird der Tennisarm durch eine chronisch verlaufende mechanische Überbeanspruchung. Aus diesem Grunde sind in aller Regel wesentlich häufiger

    • Bauarbeiter
    • Handwerker
    • Mechaniker
    • Sekretärinnen

     

    von einem Tennisarm betroffen. Aber auch andere Berufsgruppen, die vermehrt am Computer tätig sind, erkranken vermehrt am Tennisarm. Häufig arbeiten diese viel mit Maus und Co. Des Öfteren wird daher auch von einem Mausarm gesprochen.

    Der Tennisarm äußert sich in dem Auftreten von schmerzhaften Verschleißerkrankungen im Bereich der Streckmuskulatur. Nicht selten neigen auch zahlreiche ältere Personen zum Tennisarm. Bei diesem Personenkreis sind die Schmerzen oftmals arthrotischer Natur. Diese liegen im Bereich des Gelenks des Ellenbogens.

    Liegt bei einer Person eine Veranlagung hierzu vor, kann es zu einer chronischen Erkrankung kommen. Dies bedeutet, dass die Überlastung stets wiederkehrt.

     

    Behandlungsmöglichkeiten des Tennisarms

    Für die Therapie des Tennisarms stehen traditionelle wie operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

    Behandelt wird überwiegend mithilfe

    • von Kortison Injektionen
    • der Stoßwellentherapie
    • von Salbenverbänden
    • der elektromechanischen Stimulation

     

    Bewährt hat sich auch eine spezielle Krankengymnastik, die sich beim Tennisarm sehr umfassend darstellt. So können unter anderem Dehnübungen Erleichterung bringen.

    Sehr oft wird zur Therapie des Tennisarms auch das Tapen eingesetzt. Hierbei übernimmt das Tape die Stimulation des Gewebes. Es trägt zur Förderung der Heilung bei und kann gleichzeitig weiteren Beschwerden vorbeugen.

    Große Erfolge bei der Behandlung des Tennisarms werden auch mittels Akupunktur erreicht. Akupunktur kann auch während der Schmerz auslösenden Tätigkeit angewendet werden und hierbei den Prozess der Entzündung stoppen. Zählen jedoch die Tätigkeiten unmittelbar zum Alltag, kann Akupunktur nicht immer hilfreich sein.

     

    Homöopathische Anwendungen beim Tennisarm

    Auch die Homöopathie hält einige wirksame Mittel für die symptomatische Behandlung des Tennisarms bereit.

     

    Homöopathisches Mittel Wirkung Bemerkungen
    Arnica D6 Schmerzlinderung
    Formica rufa Schmerzlinderung Substanz der roten Waldameise; wird in Potenz D30 unter die Haut gespritzt
    Hypericum D4 Erholung der Schmerzen
    Ruta D200 Reduzierung der Schmerzen Anwendung alle 2 Tage oder dreimal je Tag in D3 Potenz

     

    Arnica D6, Hypericum D4 und Ruta D3 können auch als Kombination gemischt werden. Als Mixtur wird diese dreimal am Tag bei Schmerzen eingenommen.

     

    Als ergänzende Maßnahme hat sich eine Schonung des Arms erwiesen. Damit lässt die Überbeanspruchung der Sehnen des Tennisarms nach. Substanzen der Homöopathie sollten ausschließlich unter Beratung eines Fachmanns eingenommen werden.

     

    Bestehen die Schmerzen weiterhin oder tritt sogar eine Verschlechterung des Tennisarms auf, empfiehlt sich ein Wechsel des Verbands und eine Konsultation des behandelnden Arztes.

     

    Ist nach einem halben Jahr immer noch keine wesentliche Besserung des Tennisarms eingetreten oder sogar eine Verschlechterung, kann eine Operation Abhilfe schaffen.

     

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  • Stottern woher kommt das und was kann man dagegen tun.

    Stottern woher kommt das und was kann man dagegen tun.

    Von Stottern ist immer dann die Rede, wenn der Redefluss ins Stocken gerät. Menschen, die stottern, bleiben wiederholt an einem Wort hängen. Das Problem des Stotterns tritt in den meisten Fällen erstmalig im frühen Kindesalter auf. Bei den meisten Personen, die als Kind gestottert haben, verliert sich dieses Phänomen im Erwachsenenalter wieder. Männer sind häufiger von Stottern betroffen als Frauen.

     

    Wie sich Stottern äußert

    Stottern kann sich auf vielfältige Weise äußern. Während eine Person stets Laute, Wörter oder einzelne Silben wiederholt – beispielsweise „w-w-w-wieso?“ – pressen andere Betroffene die Anfangsbuchstaben eines Wortes lautlos – zum Beispiel „Ich heiße J——ochen“. Wiederum andere Stotterer ziehen einzelne Laute extrem in die Länge, Beispiel: „Laaaass mich bloß iiiiiin Frieden.“

     

    Stottern ist als ganz individuelles Phänomen zu sehen. Jede vom Stottern betroffene Person stottert anders und dies in ganz unterschiedlichen Situationen.

     

    Dabei kann die Sprachbehinderung zusammen mit weiteren Auffälligkeiten in Verbindung stehen, die zusätzlich eine Störung der Kommunikation hervorrufen. Hierzu können unter anderem das Einsetzen von Füllwörtern gehören. Aber auch nicht sprachliche Phänomene wie

     

    • gleichzeitiges Mitbewegen von Kopf- und Gesichtsmuskulatur
    • Atemveränderungen
    • zitternde Lippen
    • starkes Schwitzen
    • Blinzeln

     

    können zusätzlich auftreten.

     

    Ursachen für das Phänomen Stottern

    Sprechen ist eine komplizierte Kooperation von unterschiedlichen Aktionen, für deren Steuerung das menschliche Gehirn verantwortlich zeichnet. Eine zeitgleiche Koordinierung von

     

    • Artikulation in Sekundenschnelle
    • Stimmgebung
    • Atmung

     

    ist unabdingbar. Personen, die zum Stottern neigen, leiden unter einer Störung dieses Zusammenspiels.

     

    Eine eindeutige Ursache, die das Stottern hervorruft, konnte bisher nicht herausgefunden werden. Eine Vermutung geht in die Richtung, dass die Basis für das Stottern auf den zu verarbeitenden Nervensignalen des Sprechens zurückzuführen ist. Auch könnten die am Sprechen beteiligten Organe hieran maßgeblich eine motorische Störung hervorrufen.

     

    Stottern liegt zumeist in der Familie, so kann von einer genetischen Veranlagung ausgegangen werden. Insbesondere der männliche Part ist häufiger betroffen als der weibliche. Eine direkte Vererbung des Stotterns ist jedoch nicht nachgewiesen, lediglich die entsprechende Veranlagung hierzu.

     

    Ferner kann Stottern auch eine posttraumatische Ursache haben. Dies bedeutet, dass diese funktionelle Störung nach einem folgenschweren Lebensereignis eintreten kann. Darüber hinaus können auch

     

    • Ängstlichkeit
    • Furcht
    • Nervosität

     

    Stottern auslösen. Wird die stotternde Person gehänselt, verstärkt sich die Störung meistens noch.

     

    Abschließend kann gesagt werden, dass es sich beim Stottern um keine Störung psychischen Ursprungs handelt, sondern um eine rein motorische Sprechbehinderung. Diese steht weder mit der kulturellen oder sozialen Herkunft des Betroffenen in Zusammenhang, noch hängt sie vom Bildungsrad oder dem familiären Umgang miteinander ab.

     

    Hilfreiche Therapien bei Stottern

    Sofern das Stottern beim Kind nach dem vollendeten vierten Lebensjahr auftritt, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden. Jedoch können auch Erwachsene, die stottern, immer noch von einer Sprachtherapie profitieren.

     

    Sprachtherapien werden von Sprachtherapeuten und Logopäden angeboten. Zusätzlich führen diese Behandlungen auch Sprachheilpädagogen, Stimm-, Atem- und Sprechlehrer durch.

     

    Sprachtherapeuten sind während der Untersuchung zum Teil auf die Beobachtungen der vom Stottern betroffenen Person respektive beim Kind dessen Eltern angewiesen. Im Rahmen der Therapie geht im Speziellen um die nachfolgenden Zielsetzungen:

     

    • der stotternden Person Ängste nehmen
    • dem Stotternden lehren, wie dieser weniger belastbare Sprechweisen in seinen Alltag integrieren kann
    • trainieren flüssigen Sprechens
    • vermitteln des Gefühls für den Atem- und Sprechrhythmus

     

    Behandlung im Kindesalter

    Bei der Therapie des Stotterns im Kindesalter wird zwischen dem direkten und dem indirekten Ansatz unterschieden. Beim direkten Ansatz wird das Sprechproblem direkt angepackt. Die Kinder erlernen die Kontrolle des Stotterns und wie sie sich bei vorhandenen Blockaden besser entspannen können.

     

    Beim indirekten Ansatz wird das Sprechproblem außer Acht gelassen. Vorrang hat die Förderung der Lust am Sprechen und das Abbauen von Ängsten.

     

    Behandlung für Erwachsene

    Für erwachsene Personen, die unter Stottern leiden, findet das Fluency Shaping Einsatz. Diese Therapie zielt auf eine veränderte Sprechweise ab und soll zum Verhindern des Stotterns an sich beitragen.

     

     

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  • Woher kommt der Nachtschreck und was können Sie dagegen tun?

    Woher kommt der Nachtschreck und was können Sie dagegen tun?

    Wacht ihr Kind mitten in der Nacht auf? Sie können sich nicht erklären, was dazu geführt hat? In vielen Fällen ist der so genannte Nachtschreck die Ursache. Was auf den ersten Blick wie eine Gruselgeschichte klingt ist eine symptomatische Begleiterscheinung, mit der viele Kleinkinder in den ersten Lebensjahren zu kämpfen haben. Wir werden Sie in diesem Beitrag über die Ursachen und die möglichen Behandlungen aufklären, um das Phänomen mit Leichtigkeit zu überstehen.

     

    Woher kommt der Nachtschreck?

    Nicht nur Eltern, auch Ärzte und Hebammen finden für dieses Phänomen ursächliche Bezeichnungen – zum Beispiel Nachtterror – unter dem ca. 15 % der Kinder von 4-6 Jahren leiden. Es handelt sich nicht um eine Begleiterscheinung in den ersten Lebensmonaten, wohl aber in den ersten Lebensjahren. Die Kleinen wachen in der Nacht auf und scheinen vollkommen verloren zu sein. Die wenigsten Eltern haben bis dato geahnt, dass solch ein Phänomen dahinter steckt.

     

    Interessant! Das plötzliche Hochfahren ist nur aus der Nicht-Traumphase, d.h. aus dem Nicht-Tiefschlaf möglich.

     

    • Viele Kleinkinder wimmern, schreien oder weinen.
    • Die Meisten zeigen nicht einen verängstigten, wohl aber einen äußerst verwirrten Gesichtsausdruck, da sie durch den Nachtschreck aus dem Schlaf gerissen worden.

     

    Nachtschreck versus Alpträume

    Nun hat aber dieses Phänomen nichts mit den geläufigen Albträumen zu tun. Der nächtliche Schreck kann 2 Minuten bis 30 Minuten andauern. Sie werden nicht in der Lage sein, Ihr Kind wirklich beruhigen zu können – es bleibt verängstigt. Albträume treten direkt in der Traumphase, kurz REM, auf. In der Nicht-Traumphase hingegen tritt dieses Phänomen auf. Zudem können sich die Kleinen am nächsten Morgen nicht mehr die Situation erinnern, im Gegenzug dazu aber über ihre Albträume erzählen.

     

    Was Eltern beim Nachtschreck tun können?

    Ihnen bleiben nur wenige Möglichkeiten zu reagieren. So sollten Sie Ihrem Kind Sicherheit und Vertrauen geben. Stellen Sie sich die Situation so vor:

     

    Ihr Baby hängt zwischen zwei Schlafphasen. Versuchen Sie mit allen Mitteln und Tricks, die Kleinen wieder zurück in die Tiefschlafphase zu bringen. Zumeist ist eine Flasche oder ein Glas warme Milch hilfreich. Nehmen Sie den Säugling mit in einen anderen Raum. Bedenken Sie, die Kinder sind eigentlich nicht wirklich wach. So werden die meisten Beruhigungsversuche verhallen, da die Kleinen Ihre Anwesenheit kaum bemerken.

     

    Ihnen bleibt nichts weiter übrig, als die Beobachterrolle einzunehmen. Setzen Sie sich ruhig neben Ihr Kind und warten die Zeit ab. Tragen Sie die Kleinen in einen anderen Raum mit einer anderen Temperatur oder nach draußen. Das kann dazu führen, dass Ihr Kind in eine andere Schlafphase wechselt. Achten Sie darauf, dass sich eine Beruhigung nach den nächsten 20 Minuten einstellt. Sie werden tatsächlich feststellen, am nächsten Tag wird Ihr Kind von dieser Situation nichts mehr wissen.

     

    Was Sie langfristig gegen Nachtschreck tun können

    Das Risiko ist besonders bei aufgekratzten oder übermüdeten Kindern hoch. Beachten Sie das Schlafbedürfnis der Kleinen:

    • Babys sollen am Tag zwischen 13 und 14 Stunden schlafen – wobei der Nachtschlaf mit zwei Tagesschläfchen kombiniert wird.
    • Später reichen 9-10 Stunden aus. Verzichten Sie auf keinen Fall auf den Mittagsschlaf. So gehen Sie auf Nummer sicher und Ihr Kind bekommt ausreichend Schlaf.

     

    Bringen Sie es lieber früher ins Bett oder lassen es morgens ein paar Minuten länger schlafen. Hier helfen vor allen Dingen Kuscheleinheiten und Vorlese-Geschichten. Manchmal können ganz einfache Situationen den Auslöser geben, sodass Mamas berichten, der Wechsel der Trinkgewohnheiten habe schon eine erhebliche Verbesserung mit sich gebracht.

     

    Werfen Sie in diesem Zusammenhang einen Blick auf den Ernährungsplan. Einfache Unverträglichkeiten oder sensible Reaktionen sind bei diesem Synonym keine Seltenheit. Sorgen Sie für eine beruhigende Atmosphäre mithilfe ätherischer Öle und Kräuter und schaffen Sie einen sanften Übergang in den Nachtschlaf, um auf Dauer dem nervenden und anstrengenden Nachtschreck in der ersten Hälfte der Schlafphase aus dem Weg zu gehen.

     

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  • Kleintierhaltung für Kinder – Dinge, die Sie bedenken müssen

    Kleintierhaltung für Kinder – Dinge, die Sie bedenken müssen

    Sie sind klein, niedlich, kuschelig und begeistern Kinder genauso wie Erwachsene. Mit ihren süßen Blicken und ihren schnuppernden Nasen kann man sie nur sofort in sein Herz schließen: Meerschweinchen, Hamster, Zwergkaninchen & Co gehören, neben Hunden und Katzen, zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen.

    Kinder lieben Streicheltiere

    Kaum ein Kind gibt es in Deutschland, das sich nicht mindestens eines dieser niedlichen, zahmen Streicheltiere wünscht. Man sollte Kindern diesen Wunsch nicht pauschal verwehren – sie aber im Vorfeld informieren und ggf. auf ihre Reife prüfen, denn Haltung und Pflege erfordern ein gewisses Maß an geistiger Reife. Kindern muss klar sein, dass es sich bei derartigen Haustieren nicht um gewöhnliches Spielzeug, sondern um empfindsame Lebewesen handelt, die täglich Pflege und Aufmerksamkeit benötigen, um sich wohl zu fühlen. Kinder müssen sich verinnerlichen, dass man die Tiere auch dann nicht einfach so in eine Ecke stellen kann, wenn spontan keine Lust mehr auf das Tier bzw. die Tiere vorhanden ist. Sie müssen lernen, dass ein Haustier einen ähnlichen oder sogar gleichen Stellenwert im Haushalt hat wie alle anderen Familienmitglieder.

    Der Umgang mit den und Pflege der künftigen Haustiere

    Eltern müssen ihren Kindern auch erklären, dass Hasen, Hamster und auch Meerschweinchen nicht nur unterschiedlich aussehen, sondern komplett andere Ernährungsgewohnheiten haben und jeweils unterschiedliche Anforderungen an ihre direkte Umgebung stellen. Dadurch kommen Kinder in einen gewissen „Zugzwang“, denn bevor sie sich für eines der Tiere entscheiden können sind sie gezwungen, die entsprechenden Unterschiede kennenlernen. Nur so können sie eine Entscheidung treffen, die sie selbst auch längerfristig tragen können. Wenn Kinder ihre Tiere gerne ständig knuddeln und streicheln wollen, sind Hamster beispielsweise nicht die richtige Wahl – Hamster mögen es nicht, gestreichelt zu werden. Andere Tiere, speziell Meerschweinchen und auch Hasen, sind Gruppentiere und mögen die Einsamkeit nicht. Sie brauchen die Nähe mindestens eines oder zwei Artgenossen, um ein glückliches Leben zu führen.

    Auch der Streichelzoo will gepflegt und gefüttert werden

    Neben den allgemeinen Dingen, die bei der Haustierhaltung berücksichtigt werden sollen muss jedes Kind auch verstehen, das ein Haustier jeden Tag Pflege, Zeit und Aufmerksamkeit braucht. Regelmäßiges Füttern gehört genauso dazu wie die täglich frische Wassergabe und das regelmäßige Ausmisten des Käfigs. Unliebsame Aufgaben, die einem Kind meist schnell lästig werden, aber dennoch nicht unerledigt bleiben dürfen. Das Wohl des Tieres geht über die Lust oder Unlust des Nachwuchses. (Das ist übrigens eine sehr wichtige Lektion für das Leben: Verantwortung zu übernehmen bedeutet auch dann viel Aufwand, wenn man keine Lust mehr hat). Diese Verantwortung muss mindestens so lange aufrechterhalten werden, wie das Tier am Leben ist. Das bedeutet, dass man bei einem Hamster im Mittel ca. 2 Jahre, bei Kaninchen aber bis zu 12 Jahre lang Verantwortung trägt. Wenn Kinder ein Haustier bekommen sollen, müssen diese Punkte wohl durchdacht und mit dem Kind, gerne auch in mehreren „Sitzungen“ explizit geklärt werden. Dem Kind muss bewusst sein, dass es eine Verantwortung eingeht, die es nicht einfach so wieder loswerden kann.

     

    Für Kinder und auch Eltern durchaus hilfreich ist die Abarbeitung der nachfolgenden Checkliste zur Haustierhaltung. Idealerweise müssen Kinder und Eltern gemeinsam zu einem Konsens finden, der zu allen Punkten dann ein JA als Antwort zur Folge hat.

     

    Hat das Kind täglich mindestens eine Stunde Zeit, um sich um das Haustier zu kümmern?   Ja   Nein
    Sind Eltern und Geschwister ebenfalls dafür, dass das Kind ein Haustier bekommen soll?   Ja   Nein
    Sind Allergien gegen Tierhaare im Haushalt bekannt, die gegen ein Haustier sprechen?   Ja   Nein
    Sind Sie als Elternteile bereit, bei der Versorgung der Tiere zu helfen, wenn das Kind das Interesse am Tier verliert?   Ja   Nein
    Sind Tiersitter greifbar, die sich im Urlaubs- oder Krankheitsfall um das Tier kümmern können?   Ja   Nein
    Sind die Eltern damit einverstanden, dass das Haustier auch in Teilbereichen der Wohnung / des Hauses frei herumläuft, um genügend Auslauf zu bekommen?   Ja   Nein

     

    Information für Eltern

    Bitte seien Sie sich darüber im Klaren, dass Kinder vor dem 10. Lebensjahr in der Regel die Verantwortung für ein Haustier noch nicht komplett allein übernehmen können. Man geht davon aus, dass ab dem 7. Lebensjahr die Pflege eines Haustiers, unter Kontrolle der Eltern, durchaus in Ordnung geht. Als Elternteil sind Sie dafür verantwortlich, dem Kind in der ersten Zeit explizit zu zeigen, wie mit dem Tier umgegangen werden muss. Auch die Pflege muss dem Kind gezeigt werden. Bitte kontrollieren Sie immer wieder, ob es dem Tier gut geht und die Versorgung sichergestellt ist.