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  • Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Die meisten Menschen kennen die Pneumonie unter ihrem populären Namen Lungenentzündung, aber nur wenig wissen, dass es eine Volkskrankheit Pneumonie gibt. Eine halbe Million Deutsche erkranken jedes Jahr an einer Lungenentzündung, knapp ein Drittel muss deswegen ins Krankenhaus. Es werden mehr Menschen mit einer Lungenentzündung stationär behandelt als mit einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall und dazu kommen noch die Patienten, die sich aus anderen Gründen im Krankenhaus befinden und erst dort eine Pneumonie bekommen.

    Was passiert bei einer Pneumonie?

    Kommt es zu einer Pneumonie, dann sind entweder die Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, oder das Lungengewebe beschädigt. Die Hohlräume, die für die Atmung sehr wichtig sind, werden bei einer infektiösen Pneumonie mit Eiter oder Wasser gefüllt, die das Gewebe verdichten und einen Austausch der Atemgase unmöglich machen. Unter der Volkskrankheit Pneumonie versteht man die häufig vorkommende infektiöse Lungenentzündung, die immer dort auftritt, wo Menschen eng zusammenleben. Wer unter einem Infekt der Atemwege leidet, der reicht die Krankheit durch Niesen und Husten an seine Mitmenschen weiter, diese Tröpfchen werden dann eingeatmet und der Erreger setzt sich schließlich in den Atemwegen fest und kann dann eine Lungenentzündung auslösen.

    Welchen Formen der Pneumonie gibt es?

    Die Volkskrankheit Pneumonie wird in der Regel von Bakterien ausgelöst, seltener ist eine Infektion mit Parasiten, Pilzen oder Viren. Die meisten Menschen stecken sich in ihrer unmittelbaren Umgebung an und diese Infektionen nennen die Ärzte eine ambulant erworbene Pneumonie. Nosokomiale Infektion wird die Lungenentzündung genannt, mit der sich Patienten im Krankenhaus, bevorzugt auf Intensivstationen anstecken. Der Grund für die recht häufigen Ansteckungen im Krankenhaus sind zum einen die Patienten selbst, denn ihr Immunsystem ist angeschlagen und kann die Keime nicht mehr abwehren. Zum anderen sind die Maschinen auf einer Intensivstation schuld, vor allem Beatmungsschläuche, die eine natürliche Reinigung der Luftröhre und der Bronchien durch Abhusten verhindern. Eher selten sind problematische Keime wie Staphylokokken oder Enterokokken die Ursache für eine Lungenentzündung, die im Krankenhaus entsteht.

    Die Volkskrankheit Pneumonie und ihre Symptome

    Wenn es um die Symptome einer Lungenentzündung geht, dann unterscheidet die Medizin zwischen typischen und atypischen Symptomen. Typisch für eine Pneumonie sind schnell ansteigendes Fieber mit Temperaturen von bis zu 40° Grad, heftiger Schüttelfrost und Beschwerden beim Atmen. Die Betroffenen fühlen sich schlapp, elend und krank. Da die Zufuhr mit Sauerstoff verringert ist, unternimmt der Körper alles, um die erhöhte Atemfrequenz wieder auszugleichen, was den Pulsschlag drastisch erhöhen kann. Schafft der Körper es nicht, den Sauerstoffmangel auszugleichen, dann kommt es zu einer Zyanose und die Lippen wie auch das Nagelbett färben sich blau. Eher untypisch ist ein rötlich-brauner Auswurf beim Husten und wenn das Brustfell betroffen ist, dann treten beim Atmen starke Schmerzen auf.

    Wie wird eine Pneumonie behandelt?

    Die möglichen Therapien der Volkskrankheit Pneumonie beziehen sich auf die infektiöse Form der Lungenentzündung, und für die Therapie ist entscheidend, ob die Betroffenen zu Hause oder im Krankenhaus behandelt werden. Nicht immer ist ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig, aber wenn die Symptome sehr stark sind, dann ist eine intensivmedizinische Behandlung die bessere Wahl. Antibiotika haben sich bei der Volkskrankheit Pneumonie bestens bewährt, vor allem dann, wenn die Krankheit von Keimen ausgelöst wurde. Durch die Gabe von Antibiotika sollten sich die Symptome innerhalb von zwei bis drei Tagen bessern, ist das nicht der Fall, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden, um eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Parasiten ausschließen zu können. Um den Schleim in den Bronchien zu lösen, ist eine Inhalation mit Kochsalz ein gutes Mittel, wenn das nicht gelingt, dann muss der Schleim abgesaugt werden, damit der Patient besser atmen kann.

    Eine Pneumonie muss vollständig auskuriert werden, passiert das nicht, dann fällt ein Rückfall um so schlimmer aus.

    Bild: © Depositphotos.com / AsierRomeroCarballo

  • Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Sie sind rundlich, sie sind rot und sie transportieren den lebensnotwendigen Sauerstoff durch den Körper – Erythrozyten, die roten Blutkörperchen. Im Gegensatz zu den anderen Körperzellen haben die Erythrozyten keinen Zellkern, das heißt, sie sind nicht in der Lage, sich zu teilen, was ihnen nur eine kurze Lebensdauer beschwert. Erythrozyten leben nur 120 Tage, dann werden sie in der Leber und der Milz abgebaut. Trotzdem muss sich keiner Sorgen machen, zu wenig rote Blutkörperchen zu haben, denn im Knochenmark entstehen immer wieder neue Erythrozyten, und zwar drei Millionen jede Sekunde.

    Welche Funktion haben die Erythrozyten?

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, haben eine lebenswichtige Funktion, denn sie sind dafür zuständig, Sauerstoff auch in den letzten Winkel des Körpers zu transportieren. Diese wichtige Funktion erklärt auch, warum der Mensch so viele dieser mit Hämoglobin gefüllten Zellen hat, denn Männer bringen es im Schnitt auf 5,4 Millionen Erythrozyten, Frauen immerhin noch auf 4,8 Millionen. Würde man die Zellen nebeneinanderlegen, dann wäre die Hälfte eines Fußballfeldes gefüllt. Das Hämoglobin färbt die Erythrozyten rot und da das Hämoglobin den Sauerstoff bindet, kann er so mühelos transportiert werden. Ist der Sauerstoff in einer Zelle verbraucht, dann entsteht Kohlenstoffdioxid und dieses Kohlestoffdioxid wird von den Erythrozyten zurück in die Lunge gebracht und schließlich ausgeatmet.

    Erythrozyten – die roten Blutkörperchen im Blutbild

    Wenn der Arzt ein kleines Blutbild macht, dann werden die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen gezählt. Diese Blutuntersuchung wird zum Beispiel vor jeder Narkose gemacht, aber auch beim Verdacht auf bestimmte Krankheiten wird die Anzahl der roten Blutkörperchen bestimmt.

    Die Zahl der Erythrozyten gibt Auskunft über den Verdacht auf:

    • Blutarmut
    • Blutkrebs (Leukämie)
    • Innere Blutungen
    • Erkrankungen der Nieren
    • Starke äußere Blutungen
    • Mangel an Vitaminen
    • Mangel an Sauerstoff

    Sind zu wenig Erythrozyten vorhanden, dann spricht der Arzt von einer Anämie, also von Blutarmut. Schwangere Frauen und auch Kinder haben weniger rote Blutkörperchen, aber hier liegt kein Krankheitsbild vor, anders sieht es bei Erwachsenen aus, denn eine zu geringe Zahl an Erythrozyten deutet auf eine verminderte Blutbildung hin. Eisen- und Vitaminmangel kann die Ursache sein, aber auch wenn eine Funktionsstörung des Knochenmarks vorliegt, dann sinkt die Zahl der Erythrozyten.

    Hoher Blutverlust kann lebensgefährlich sein

    Die Zahl der Erythrozyten kann auch durch einen zu hohen Blutverlust drastisch sinken und das kann sehr schnell Lebensgefahr bedeuten. Das ist immer dann der Fall, wenn bei einem Unfall innere Organe wie die Leber oder die Milz beschädigt werden. Auch eine offene äußere Wunde kann einen hohen Blutverlust bedeuten und muss so schnell wie möglich behandelt werden. Routinemäßig werden bei großen Operationen Blutkonserven gegeben, auch dann sinkt die Zahl der Erythrozyten. Nicht ganz so hoch ist der Blutverlust bei einer Geburt und auch bei Frauen, die ihre Periode haben, sinkt die Zahl der roten Blutkörperchen.

    Was erkennt der Arzt im Blutbild?

    Schon ein kleines Blutbild kann dem Arzt viel über den Gesundheitszustand des Patienten verraten. Wenn die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, in einer zu geringen Zahl vorhanden sind, dann hilft es in vielen Fällen schon, mehr Vitamine zu essen oder ein Eisenpräparat einzunehmen. Sinkt die Zahl aber drastisch ab, dann kann eine Bluttransfusion helfen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die eine zu hohe Zahl von roten Blutkörperchen haben, in diesem Fall spricht der Arzt von einer sogenannten Polyglobulie. Hier kann ein Aderlass helfen, eine Behandlungsmöglichkeit, die es schon in der Antike gab und die heute noch praktiziert wird. Bleibt die Ursache für eine zu geringe Zahl der roten Blutkörperchen auch nach dem kleinen Blutbild weiterhin unklar, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden.

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, sind lebensnotwendig und wer gesund lebt, der hält die Zahl konstant auf einem guten Wert.

    Bild: © Depositphotos.com / popov26

  • Optimale Hygiene bei Wasserspendern – Keime keine Chance

    Optimale Hygiene bei Wasserspendern – Keime keine Chance

    Vor allem an heißen Sommertagen sind gekühlte Getränke sehr gefragt, und wer schon einmal beim Arzt in einem stickigen Wartezimmer gesessen hat, der weiß ein Glas kühles Wasser mit Sicherheit zu schätzen. Aber nicht nur beim Arzt, auch in der Schule, im Einkaufszentrum, bei der Behörde, im Hotel oder sogar beim Friseur ist ein Wasserspender eine gute Idee, wenn viele wollen sich gerne erfrischen und einen Becher Wasser trinken. Was ist zu beachten, wenn ein Spender für Wasser aufgestellt werden soll und wie sieht es eigentlich mit der Hygiene eines solchen Spenders aus?

    Den richtigen Wasserspender finden

    Wer seinen Kunden, Mitarbeitern oder Patienten Wasser anbieten will, der steht zunächst einmal vor der Frage, welcher Wasserspender der richtige ist. Zur Wahl stehen Spender, die an die Wasserleitung angeschlossen werden und Spender, die mit einem Tank arbeiten. Grundsätzlich gilt, je mehr Menschen frisches Wasser angeboten werden soll, umso mehr lohnt sich ein Spender mit einer Verbindung zum Leitungsnetz. Hält sich die Zahl derer, die das Wasser nutzen, in einem eher geringen Rahmen, dann ist ein Spender mit einem Tank die bessere Entscheidung. Geräte, die einen Tank haben, können auch gemietet werden, das erspart die Kosten für die Anschaffung, zudem bleibt man flexibel und kann den Spender an unterschiedlichen Orten aufstellen.

    Die Vor- und Nachteile der beiden Modelle

    Bei der Wahl des richtigen Modells sollten die Vor- und Nachteile genau gegeneinander abgewogen werden. Für kleine Betriebe kommen Tankspender eher infrage, denn diese Spender können überall aufgestellt werden und sind an keinen festen Platz gebunden. Dazu kommt, dass es keine Anschaffungskosten gibt, da diese Modelle auch gemietet werden können. Nachteilig ist ein höherer Preis pro Liter, außerdem muss es ausreichend Platz geben, um die Wassertanks lagern zu können. Für einen Spender mit Leitungsanschluss spricht ein günstiger Preis pro Liter, auch eine bessere Hygiene ist ein Vorteil für diese Modelle. Zu den Nachteilen gehört neben den hohen Kosten für die Anschaffung auch der feste Standort, der immer in der Nähe eines Wasseranschlusses sein muss.

    Wie hygienisch sind Wasserspender?

    Nicht jeder würde einen Spender für Wasser benutzen, vielen haben Angst, dass diese praktischen Spender unhygienisch sind. Diese Befürchtungen sind aber unbegründet, denn wenn das Gerät regelmäßig und sachkundig gereinigt wird, dann ist eine hohe Belastung mit Krankheitserregern wie zum Beispiel Keimen, so gut wie ausgeschlossen. Zudem besitzen die meisten Spender einen hochwertigen Filter, der eine Belastung durch Keime ausschließt. Trotzdem ist nie ganz auszuschließen, dass das Wasser gesundheitsschädlich sein kann, und dafür gibt es Gründe. Zum einen kann das Leitungswasser verunreinigt sein, mit dem der Spender versorgt wird, oder das Gerät selbst ist nicht ganz so sauber, wie es eigentlich sein sollte. Das Leitungswasser in Deutschland hat eine sehr gute Qualität und unterliegt zudem der Trinkwasserverordnung. Es kann aber auch an den Rohrleitungen liegen, wenn es zu einem Befall durch Keime kommt. Da ein qualitativ hochwertiger Spender für Wasser über einen Filter verfügt, können Kupfer, Blei, Pestizide, Chlor oder auch chemische Abfälle nicht ins Wasser gelangen.

    Immer gut reinigen

    Selbst wenn das Wasser stets sauber und frisch ist, kann es im Spender zu einer Belastung durch Keime kommen, die meist dann entsteht, wenn viele Benutzer mit dem Gerät in Kontakt kommen. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion ist daher sehr wichtig, denn nur so kann die Keimbelastung auf Dauer vermieden werden. Wird ein Wasserspender gemietet, dann ist die regelmäßige Reinigung durch einen Wartungsvertrag geregelt und das Gerät wird alle drei bis sechs Monate von Grund auf gereinigt. Bei der Wahl des Spenders sollte man zudem auf eine Zertifizierung der GWCA achten, deren Mitglieder einem strikten Hygienekodex verpflichtet sind.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Wie gefährlich ist die Kinderkrankheit Röteln?

    Wie gefährlich ist die Kinderkrankheit Röteln?

    Röteln oder Rubella, wie die Viruserkrankung korrekt heißt, ist eine der bekanntesten und auch der gefährlichsten Kinderkrankheiten. Allerdings sind Röteln für Kinder keine so große Gefahr, riskant wird die Kinderkrankheit Röteln für schwangere Frauen und für Erwachsene. Schwangere, die sich mit Rubella infizieren, bringen unter Umständen ein behindertes Kind zur Welt, Erwachsene können durch die Infektion schwer krank werden. Die gute Nachricht aber ist, dass es gegen die Kinderkrankheit Röteln eine effektive Impfung gibt, die den Ausbruch der Krankheit verhindern kann.

    Ein starker Rückgang

    Die Kinderkrankheit Röteln ist weltweit zu finden und tritt dort, wo die Menschen nicht geimpft sind, überwiegend bei kleinen Kindern auf. In Deutschland sind die Röteln seit Ende März 2013 meldepflichtig, das heißt, Ärzte müssen die Infektion dem jeweiligen Gesundheitsamt melden, nachdem die Diagnose feststeht. Die Zahl Erkrankungen mit Röteln ist in den letzten Jahren in Deutschland stark zurückgegangen, vor allem deshalb, weil es seit 1980 in den alten Bundesländern und seit 1990 auch in den neuen Bundesländern eine kombinierte Impfung gegen Röteln, Masern und Mumps gibt. Obwohl die Infektionskrankheit in Deutschland deutlich zurückgegangen ist, stellt die Kinderkrankheit Röteln für nicht geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter nach wie vor eine große Gefahr dar. Geschätzt sind in Deutschland zwischen sieben und zwölf Prozent der Frauen nicht gegen Röteln immun, das heißt, sie sind weder geimpft, noch sind sie jemals an Röteln erkrankt.

    Welche Symptome hat die Kinderkrankheit Röteln?

    Anders als die Masern oder die Windpocken, gibt es bei der Kinderkrankheit Röteln vergleichsweise milde Symptome. Ein erstes Anzeichen sind die vergrößerten Lymphknoten, aber auch entzündete Schleimhäute und Fieber können Symptome für Röteln sein. Bricht die Krankheit aus, dann kommt es zu den sichtbaren Symptomen, einem typischen Ausschlag auf der Haut, der zuerst hinter den Ohren zu sehen ist und sich dann im Gesicht und am Hals ausbreitet. Zeitgleich mit dem Ausschlag schwellen die Lymphdrüsen weiter an und schmerzen, besonders im Nacken und hinter den Ohren. Kopfschmerzen sind ebenfalls möglich, sowie eine leicht vergrößerte Milz und Schmerzen in den Gelenken, auch eine Bindehautentzündung kann zu den Symptomen einer Infektion mit Röteln sein.

    Wie gefährlich sind die Röteln für Erwachsene?

    Während sich Kinder mit Röteln und der Regel noch relativ fit fühlen, kann die Infektionskrankheit erwachsenen Menschen stark zusetzen. Mit zunehmendem Alter steigen auch die Risiken, die die Kinderkrankheit Röteln mit sich bringt. Eine schmerzhafte Ohrenentzündung gehört nicht selten zum Krankheitsbild, ebenso eine Bronchitis oder eine Gelenkentzündung. Weitaus gefährlicher sind eine Gehirnhautentzündung, eine Entzündung des Herzbeutels oder eine Herzmuskelentzündung, die bei Erwachsenen im Rahmen der Röteln auftreten können.

    Wie werden Röteln therapiert?

    Normalerweise nimmt die Kinderkrankheit Röteln einen unscheinbaren Verlauf. Gegen das Fieber können fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zum Einsatz kommen, zeigt sich eine Gelenkentzündung, dann helfen die entsprechenden entzündungshemmenden Mittel. Die Betroffenen sollten das Bett hüten und möglichst von anderen den Familienmitgliedern isoliert werden, die nicht geimpft sind. Ansteckend sind die Röteln, so lange noch der Ausschlag zu sehen ist. Wer einmal gegen die Röteln geimpft wurde, der wird sie sehr wahrscheinlich nie wieder bekommen, aber es gibt auch Ausnahmen. Wenn die Impfung schon sehr viele Jahre zurückliegt, dann kann es passieren, dass die Röteln noch einmal auftreten, aber eine solche sogenannte Reinfektion ist ausgesprochen selten. Kommt es trotzdem zu einer erneuten Infektion, dann merken die Betroffenen oftmals gar nichts von der Krankheit, oder die Beschwerden sind nur sehr schwach ausprägt. Nach einer Reinfektion ist der Körper dann aber endgültig gegen eine weitere Infektion immun.

    Damit es erst gar nicht zu einer Ansteckung mit Röteln kommt, sollten Kinder zwischen dem elften und dem 14 Lebensmonat geimpft werden. Eine zweite Impfung erfolgt dann am Ende des zweiten Lebensjahrs.

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  • Wie kann man am besten mit dem Rauchen aufhören?

    Wie kann man am besten mit dem Rauchen aufhören?

    Es klingt hart, aber jeder Raucher gibt jedes Jahr durchschnittlich 1300 Euro aus, nur um früher zu sterben. Auch wenn vielen Rauchern dieser Umstand bekannt ist, schaffen sie es trotzdem nicht, ihrem Laster zu entsagen. Zu hoch sind die Hürden, die Finger von der Zigarette zu lassen und vielschichtig sind die Ausreden, die Raucher anführen, um weiter rauchen zu können. Sechs Anläufe braucht jeder Raucher im Schnitt, um endlich zum Nichtraucher zu werden, dabei gibt es so viele Aspekte, die gegen das Rauchen sprechen.

    Nicht nur für die Gesundheit schädlich

    Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist hinlänglich bekannt. Die Lunge leidet ebenso wie das Herz und die Arterien, die Haut altert deutlich schneller und die Bronchien fühlen sich auch nicht sonderlich wohl, wenn sie ständig mit Nikotin vollgepumpt werden. Raucher schädigen aber auch ihre nähere Umgebung und die Menschen, die mit einem Raucher zusammenleben, werden zwangsläufig zu passiven Rauchern. Rauchen schadet außerdem dem Geldbeutel, denn man kann sein Geld auch für schönere Dinge ausgeben als für einen Schadstoff wie Nikotin, der schädlicher ist als Zyankali oder Arsen. Die meisten Raucher sind jedoch gegen all diese Argumente resistent und qualmen fröhlich weiter, dabei gibt es so viele unterschiedliche Methoden, um der Zigarette endgültig Adieu zu sagen.

    Vier Wege, dem Nikotin zu entsagen

    Alle, die abnehmen wollen, müssen einen festen Willen mitbringen, mit dem Rauchen ist es sehr ähnlich. Ganz ohne Hilfe klappt es eher selten, aber es gibt Raucher, die einfach einen Schlusspunkt gesetzt und die letzte Zigarette ausgedrückt haben. Leider liegt bei dieser Art der Entwöhnung die Erfolgsquote bei gerade einmal fünf Prozent, denn sehr oft siegt die Gewohnheit über den guten Willen. Hypnose und Akupunktur sind zwei bewährte Methoden, die aus einem Raucher einen Nichtraucher machen können. Die Erfolgsquote liegt bei sechs Prozent und damit leider auch nicht allzu hoch. Eine Ersatz-Therapie können Kaugummis, Pflaster und Tabletten darstellen, hier sprechen immerhin 15 % für einen Erfolg, noch höhere Chancen bietet nur die Verhaltenstherapie mit 23 %. Wer sein Verhalten auf Dauer ändert, der wird es auch schaffen, vom Nikotin wegzukommen. Wer die Seite von www.frau-rauchfrei.de anklickt, der bekommt viele interessante Informationen, Tipps und Tricks, damit das Vorhaben Nichtraucher endlich klappt.

    Die Angst vor dem Entzug

    Die meisten Raucher führen die Angst vor den Entzugserscheinungen an, wenn es darum geht, eine Ausrede zu finden, um weiter zu rauchen. Es wäre eine Lüge zu behaupten, dass es keine Probleme mit Entzugserscheinungen gibt, aber diese Probleme halten sich in einem zeitlich begrenzten Rahmen. Bei Langzeitrauchern hat sich der Körper an die regelmäßige Dosis Nikotin gewöhnt und im Gehirn haben sich Rezeptoren gebildet, die statt nach Endorphinen nach Nikotin verlangen. Da aber auch die Wahrnehmung von Schmerzen, die Konzentration, die Leistung des Gedächtnisses und auch die Emotionen vom Rauchen negativ beeinflusst werden, spielt der Körper bei einer Rauchentwöhnung schnell verrückt.

    Immer individuell

    Jeder Raucher reagiert anders, wenn er sich entschließt, den Zigaretten zu widersagen. Die einen klagen über Kopfschmerzen, sie sind unruhig, schlafen schlecht, zittern und schwitzen übermäßig. Andere haben kaum Symptome und diese klingen nach wenigen Tagen ganz ab. Auch der Zeitraum, in dem Entzugserscheinungen auftreten können, ist von Raucher zu Raucher verschieden. Einige brauchen nur wenige Tage, um die Entzugserscheinungen zu bewältigen, andere quälen sich wochen- oder sogar monatelang damit. Im Gehirn beginnt der Entzug schon nach wenigen Tagen und in diesem Zeitraum fängt auch der Körper an, das Nikotin langsam aber sicher abzubauen. Es werden wieder Endorphine freigesetzt und der ehemaliger Raucher erlebt so glückliche Momente, die allerdings von depressiven Momenten abgelöst werden. Erst nach einem Monat kann der Raucher sicher sein, seine Sucht überwunden zu haben.

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  • Welche Krankheit kann Infektion mit Mykoplasmen auslösen?

    Welche Krankheit kann Infektion mit Mykoplasmen auslösen?

    Sie sind winzig klein, sie leben vielfach unbemerkt und friedlich im Körper, aber sie können gefährliche Krankheiten auslösen – Mykoplasmen, Bakterien, die sich vor allem im Genitalbereich und in den Atemwegen sehr wohlfühlen. Eine Infektion mit Mykoplasmen kann sehr unangenehm werden, da sie unter anderem eine Lungenentzündung auslösen können. Eine Infektion mit Mykoplasmen kann durch ungeschützten Sexualverkehr entstehen und Frauen, die sich während der Schwangerschaft mit den winzigen Bakterien anstecken, müssen mit der Gefahr leben, dass ihre Kinder schwer krank geboren werden.

    Was sind Mykoplasmen?

    Mykoplasmen ist ein Überbegriff für die kleinsten und einfachsten Organismen, die sich selbst vermehren können. Was Mykoplasmen so besonders macht, ist die Tatsache, dass diese Bakterien keine Zellwände, sondern nur hauchdünne Membranen haben, und deshalb werden sie auch Mollicutes, die Weichhäutigen genannt. Mykoplasmen sind Parasiten, die einen Wirt benötigen, um am Leben zu bleiben, und sie bringen alles mit, was einen richtigen Parasiten auszeichnet. Mykoplasmen sind klein, sie sind einfach, sie haben keine Zellwände und können sich nach Belieben verformen. Das alles macht es ihnen möglich, sich an eine Wirtszelle anzuheften. Wie effektiv Mykoplasmen sind, das beweist auch ihr Alter, denn die Familie der Mollicutes gibt es bereits seit 65 Millionen Jahren.

    Wie entsteht eine Infektion mit Mykoplasmen?

    Die Familie der Mykoplasmen ist groß, für den Menschen können aber nur drei Mitglieder dieser Bakterienfamilie gefährlich werden. Da gibt es den Mycoplasma hominis und den Ureaplasma urealyticum, die für eine Infektion mit Mykoplasmen im genitalen Bereich zuständig sind. Sie leben auf ihrer Wirtszelle, aber sie schädigen sie nur sehr selten, wenn sie es aber doch tun, dann kann es zur Entzündung der Harnröhre, der Prostata, der Gebärmutter, der Scheide oder des Nierenbeckens kommen. Der dritte relevante Erreger Mycoplasma pneumoniae löst immer eine Krankheit aus, nämlich eine atypische Lungenentzündung.

    Mykoplasmen sind sexuell übertragbar

    Kommt es zu einer Infektion mit Mykoplasmen, dann kann das durch Geschlechtsverkehr geschehen. In 50 % aller Fälle ist für eine solche Infektion mit Mykoplasmen der Ureaplasma urealyticum zuständig, und vielfach trifft es Frauen, die ein Kind erwarten. Für die Babys kann das schwerwiegende Folgen haben, denn sie haben ein zu niedriges Geburtsgewicht und sie werden nicht selten zu früh geboren. Auch wenn es zu Atemwegs- und Hirnhautinfektionen kommt, dann sind Mykoplasmen der Auslöser. Bis heute ist allerdings umstritten, ob der Erreger auch für Fehlgeburten oder für Unfruchtbarkeit verantwortlich gemacht werden kann. Wie oft und wie viele Mykoplasmen in den Schleimhäuten der Genitalien zu Hause sind, das hängt von der sexuellen Aktivität und der Zahl der Geschlechtspartner ab. Geschätzt wird, dass rund drei Viertel der Frauen und bis zu 45 % der Männer mit einem aktiven Sexualleben Mykoplasmen haben.

    Wie machen sich Mykoplasmen bemerkbar?

    Wie sich eine Infektion mit Mykoplasmen bemerkbar macht, ist unterschiedlich, es hängt immer davon ab, wo im Körper es zu einer Entzündung gekommen ist. Sind die Eileiter, die Scheide, die Blase, die Nieren, die Prostata oder die Harnleiter betroffen, dann kommt es einem übermäßigen Harndrang, zu Schmerzen beim Wasserlassen und auch zu einem gelblichen Ausfluss. Typisch sind zudem Schmerzen im Bereich der Nieren, die je nach Stadium der Entzündung sehr stark sein können.

    Wie werden Mykoplasmen behandelt?

    Um eine Infektion mit Mykoplasmen nachweisen zu können, werden bei Männern der Urin oder das Ejakulat untersucht oder ein Abstrich des Prostatasekrets gemacht. Bei Frauen werden der Urin und auch das Fruchtwasser getestet, oder es werden in der Scheide und am Gebärmutterhals Abstriche genommen. Behandelt wird die Infektion mit Antibiotika, aber nicht alle Mittel sind geeignet. Da Mykoplasmen keine Zellwände haben, kommt zum Beispiel Penicillin nicht infrage, denn das bekannteste Antibiotikum greift die Zellwände an, um einen Krankheitserreger zu zerstören.

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