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  • Die Hände – ein Wunderwerk der Anatomie

    Die Hände – ein Wunderwerk der Anatomie

    27 Knochen, drei Nerven, Muskel, Sehnen und Tausende von kleinen Fühlkörperchen, die Hände sind ein echtes Wunderwerk der Anatomie. Sie machen es möglich, dass wir fühlen, tasten, streicheln, schreiben, Klavier spielen oder handwerklich tätig sein können, und obwohl die Hände wahre Alleskönner sind, merken wir erst wie wichtig sie sind, wenn sie nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Hände sind die anspruchsvollsten Körperteile, die der Mensch besitzt, umso wichtiger ist es, sie immer gut zu pflegen und zu schützen.

    Die Hände richtig pflegen

    Eisige Kälte und trockene Heizungsluft in den Wintermonaten, pralle Sonne im Sommer – die Haut der Hände muss viel mitmachen. Dabei ist diese Haut besonders dünn und da sie kaum Talgdrüsen hat, trocknet sie sehr schnell aus. Umso wichtiger ist es, die Haut der Hände gut zu pflegen und das nicht erst dann, wenn die Haut anfängt, Risse zu bekommen. An den Händen lässt sich das Alter ablesen, aber wer die Haut dort immer gut pflegt, der kann dem Alterungsprozess entgegen wirken. Im Alter zeigen sich auf den Händen sogenannte Altersflecken, Pigmentablagerungen in der Haut, die besonders dann sichtbar werden, wenn die Hände viel der Sonne ausgesetzt werden. Diese Flecken können mittels Laser entfernt oder mit speziellen Cremes gebleicht werden.

    Das Karpaltunnelsyndrom

    Wenn die Hände nicht mehr richtig funktionieren, dann kann ein Karpaltunnelsyndrom daran schuld sein. Es ist der sogenannte Medianus-Nerv, im Bereich des Handgelenks, der dieses schmerzhafte Syndrom verursacht. Der Nerv hat eine wichtige Aufgabe, denn er ist dafür zuständig, dass wir mit dem Daumen, dem Zeigefinger und mit Teilen des Mittelfingers fühlen können, außerdem übernimmt er die Steuerung bestimmter Muskeln in der Hand und in den Fingern. Wenn es zu nächtlichem Kribbeln in der Hand kommt oder wenn der Bereich zwischen dem Daumen und dem Mittelfinger taub wird, dann handelt es sich meist um ein Karpaltunnelsyndrom. Das Syndrom tritt meist bei älteren Menschen auf, wobei Frauen deutlich öfter davon betroffen sind als Männer.

    Die Dupuytren-Krankheit

    Während Frauen öfter ein Karpaltunnelsyndrom haben, leiden mehr Männer unter einer anderen Krankheit der Hände, der Dupuytren-Krankheit. Die Krankheit, bei der die Hände das Aussehen von Krallen bekommen, wurde nach dem französischen Arzt Baron Guillaume Dupuytren benannt, der diese Krankheit 1832 zum ersten Mal beschrieben hat. Bei der Dupuytren-Krankheit verändert sich das Bindegewebe der Haut, es bilden sich Knötchen in der Innenfläche der Hand und an der Beugeseiten der Finger. Der Prozess, bis sich die Finger komplett nach innen drehen, dauert nicht selten Jahre, und wenn es sich um eine starke Ausprägung der Krankheit handelt, dann kann der Daumen nicht mehr gestreckt oder abgespreizt werden. Welche Ursache die Dupuytren-Krankheit hat, ist bis heute unbekannt, vermutlich handelt es sich aber um einen genetischen Defekt, der vererbt wird. Heilbar ist die spezielle Krankheit der Hände bis jetzt nicht.

    Was ist ein schnellender Finger?

    Die Hände werden rund 22.000 Mal am Tag bewegt, besonders aktiv dabei sind die Finger, sie werden gebeugt, gestreckt, sie müssen tippen, schneiden, tasten und werden dabei nicht selten überstrapaziert. Immer wenn das der Fall ist, dann kann es zu einem schnellenden Finger kommen. Wenn sich ein Finger nur noch mit Mühe strecken lässt und dann plötzlich nach vorne schnellt, dann sind die Sehnen eindeutig überlastet. Der schnellende Finger ist die Krankheit der Handwerker, die die Hände über Jahre hinweg ständig belasten, auch wer viel im Garten arbeitet, riskiert auf Dauer einen Finger, der sich nicht mehr beherrschen lässt. Behandeln lässt sich der schnellende Finger entweder operativ oder konservativ, wobei der Arzt Kortison in die betroffene Sehne spritzt. Wenn diese Therapie nicht den gewünschten Erfolg hat, dann muss ambulant operiert werden, damit der Finger wieder normal bewegt werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / taratata

  • Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Immer mehr Menschen weltweit bringen immer mehr Pfunde auf die Waage. Eine neue Studie, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, nennt erschreckende Zahlen, wonach mehr als 640 Millionen Menschen zu dick oder sogar fettleibig sind, das sind fast 13 % der Weltbevölkerung. Wenn sich an diesen Zahlen nicht bald etwas ändert, dann wird es in neun Jahren 1,1 Milliarden dicke Menschen geben.

    Weniger Unterernährte

    Noch vor rund 40 Jahren lebten auf der Erde zweimal mehr untergewichtige als fettleibige Menschen, heute sieht das anders aus, denn heute gibt es mehr Menschen mit Über- als mit Untergewicht. Das ist das Ergebnis der neuen Studie, die in der britischen Zeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Für die Studie, die 18 Jahre dauerte, wurden die persönlichen Daten von 19 Millionen Menschen aus 186 Ländern ausgewertet. 375 Millionen Frauen und 266 Millionen Männer rund um den Globus leiden unter starkem bis extremem Übergewicht, im Vergleich dazu waren es von 40 Jahren noch 105 Millionen Menschen.

    Welche Gründe gibt es?

    Warum werden immer mehr Menschen immer dicker? Die Gründe für den fast schon explosionsartigen Anstieg liegen zum einen in den veränderten Essgewohnheiten und zum anderen an der genetischen Veranlagung. Nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt ein Mensch dann als zu dick, wenn sein Body-Mass-Index über 25 steigt, fettleibig und damit adipös sind alle, deren BMI mehr als 35 aufweist. Berechnet wird der international gültige Body-Mass-Index, indem das Gewicht in Kilogramm durch die Größe in Metern im Quadrat geteilt wird. In den letzten 40 Jahren hat sich auch der BMI verändert, denn bei Frauen stieg er von 22,1 auf 24,4 und bei den Männern von 21,7 auf 24,2.

    Die zucker- und fetthaltigen Lebensmittel stellen in diesem Zusammenhang das größte Risiko dar, und mit jedem Kilogramm steigt die Gefahr von Herz- und Kreislaufkrankheiten an.

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  • Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Heinrich Heine war der Ansicht, dass „Schlaf eine köstliche Erfindung“ ist, ein deutsches Sprichwort hält den Schlaf aber für den größten Dieb, denn er raubt uns das halbe Leben. Beide, der Dichter und der deutsche Volksmund haben recht, denn Schlafen ist erholsam und gesund, aber gut die Hälfte des Lebens wird tatsächlich verschlafen. Gesunder Schlaf ist wichtig, um gesund leben zu können, denn im Schlaf regenerieren sich Körper und Geist, die Batterien werden wieder aufgetankt, um für den nächsten Tag fit zu sein.

    Mythen rund um den Schlaf

    Schläft man bei Vollmond schlechter? Kann man mit Schlafentzug Depressionen heilen und ist es möglich, im Schlaf zu lernen? Es gibt viele Schlafmythen, aber entsprechen sie auch der Realität? Wenn der Mond rund und voll am Himmel steht, dann haben 40 % der Deutschen das Gefühl, schlechter zu schlafen, vor allem Frauen fällt es schwerer, in Vollmondphasen in den Schlaf zu finden und durchzuschlafen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Erdtrabant den Schlaf nicht stört, was vielen Probleme macht, ist die Helligkeit des vollen Mondes. Viele Menschen, die unter Depressionen leiden, haben Schlafstörungen, die sogenannte Wachtherapie soll dabei helfen, dass sich die Stimmung bessert und gesunder Schlaf wieder möglich ist. Tatsächlich ist diese unterstützende Therapie erfolgreich, denn bei den Patienten, die während der Therapie eine ganze Nacht lang wach bleiben, verändert sich die Konzentration der Botenstoffe im Gehirn, was die Stimmung positiv beeinflusst.

    Was macht das Gehirn in der Nacht?

    Gesunder Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig, auch das Gehirn erholt sich in der Nacht. So werden unter anderem auch Informationen abgespeichert, die das Gehirn am Tag bekommen hat. Das wirft die Frage auf, ob man in der Nacht lernen kann. Das Mathebuch unters Kopfkissen zu legen ist allerdings weniger hilfreich, aber das, was am Tag erlernt wird, das geht in der Nacht nicht verloren. Je tiefer der Schlaf ist, umso mehr Daten werden gespeichert, eine schlaflose Nacht vor einer Prüfung ist daher nicht zu empfehlen. Wenn gesunder Schlaf sehr tief ist, dann wandern Teile der Daten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis und das am Tag gelernte bleibt über einen Zeitraum von mehreren Tagen fest im Gedächtnis verankert.

    Powernapping – das gesunde Nickerchen

    Gesunder Schlaf ist nicht nur in den Nachtstunden effektiv, auch beim sogenannten Powernapping können Energievorräte getankt werden. Albert Einstein und Karl der Große schätzten die kleine Schlafpause nach dem Essen, heute ist der Mittagsschlaf leider etwas aus der Mode gekommen. Viele Menschen überkommt um die Mittagszeit Müdigkeit, aber sie arbeiten trotzdem weiter. Dabei ist es gesünder dem Schlafbedürfnis nachzugeben, denn gesunder Schlaf, der nur zehn oder 15 Minuten dauert, ist besser als krampfhaftes Wachbleiben. Die Japaner haben die Kunst des Nickerchens kultiviert und auch in Südeuropa hat die Siesta einen hohen Stellenwert. Powernapping ist mit natürlichem Doping zu vergleichen, denn nach der kurzen Schlafpause steigen Wohlbefinden und auch Konzentration.

    Schlafstörungen – wenn gesunder Schlaf nicht möglich ist

    Die Gedanken drehen sich im Kreis, man wälzt sich von einer Seite auf die andere und der Schlaf will einfach nicht kommen. Geschätzt leiden 20 von 100 Deutschen unter Schlafstörungen und wenn gesunder Schlaf auf Dauer gestört wird, dann leiden Körper und Geist. Schlaf dient nicht nur der Erholung vom Tag, er ist auch wichtig für das Immunsystem und das Gedächtnis. Nicht immer sind Schlafstörungen problematisch, wenn der Schlaf aber anhaltend und regelmäßig gestört ist, dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Schlafmittel sind nur eine Möglichkeit, um die Störungen in den Griff zu bekommen, Tabletten sind auf lange Sicht aber keine Lösung. Autogenes Training, verschiedene Entspannungstechniken und auch progressive Muskelentspannung können effektiv dabei helfen, wieder gesund und tief zu schlafen.

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  • Ist eine Atrophie gefährlich?

    Ist eine Atrophie gefährlich?

    Atrophie ist streng genommen keine Krankheit, sondern vielmehr eine Ansammlung von Beschwerden und Symptomen, die den ganzen Körper betreffen können. Atrophie lässt Gewebe oder auch Organe schrumpfen, die Zellen verkleinern sich und die Ursachen für diesen Vorgang sind sehr vielschichtig. Ist Atrophie gefährlich? Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten, denn es kommt immer auf den jeweiligen Körperteil an, der von den Symptomen betroffen ist.

    Was genau versteht man unter Atrophie?

    Im Grund ist Atrophie nichts anderes als Gewebeschwund, der durch eine Verkleinerung der Zellen in den Organen oder im Gewebe verursacht wird. Durch die verminderten Zellen kommt es dann zu einer Verkleinerung der Gewebeteile oder der Organe. Dieser Vorgang nennt sich Apoptose, was so viel wie Zelltod bedeutet. Dieser Zelltod macht eine Atrophie gefährlich, wenn zum Beispiel ein lebenswichtiges Organ wie die Niere betroffen ist. Eine Atrophie kann sowohl pathologischer als auch physiologischer Natur sein, jedoch ist eine Atrophie nicht in jedem Fall gefährlich. Der menschliche Organismus unterliegt im Laufe eines Lebens vielen Veränderungen und in einigen Phasen ist ein Gewebeschwund sogar erforderlich.

    Die Ursachen einer Atrophie

    Ob eine Atrophie gefährlich ist, das hängt immer von der Ursache ab. Handelt es sich um eine Ursache mit pathologischem und damit einem krankhaften Hintergrund, dann liegt das an einem Ungleichgewicht zwischen dem Aufbau und dem Abbau in der Struktur einer Zelle. Bei einer Altersatrophie sind es genetische Ursachen, die die Zellen im Gewebe oder in den Organen schrumpfen lassen. In diesem Fall haben die Organe und das Gewebe vereinfacht gesagt, ihren Dienst erfüllt und werden nicht mehr in vollem Umfang gebraucht. Andere Organe haben ihren Dienst schon früher getan und können abgebaut werden. Das ist zum Beispiel beim Thymus der Fall, der nach der Geschlechtsreife atrophiert und dann durch Fettgewebe ersetzt wird. Atrophie in den Eierstöcken leitet die Wechseljahre ein und auch die Produktion des Spermas wird mit zunehmendem Alter reduziert, bleibt aber erhalten.

    Wann ist Atrophie gefährlich?

    Kommt es zu einer sogenannten Hungeratrophie, dann wird eine Atrophie gefährlich, denn in diesem Fall wird nicht nur das lebenswichtige Fettgewebe verkleinert, auch die Muskulatur des Skeletts und des Herzens sind vom Schwund betroffen. Bei alten Menschen, die nur noch liegen können, wird ist eine Atrophie gefährlich, weil hier die Muskeln atrophieren und damit das Stehen oder Gehen unmöglich wird. Auch bei einer Inaktivitätsatrophie ist eine Atrophie gefährlich, denn wenn es zu einer verminderten Blut- und Nervenzufuhr kommt, dann sterben die Zellen ab und der Körper verliert die Energie, die er zum Leben braucht. Parkinson, Alzheimer und Demenz sind auf eine Atrophie zurückzuführen, denn mit zunehmendem Alter beginnt das Gehirn damit, Strukturen abzubauen.

    Wie kann eine Atrophie therapiert werden?

    Eine Behandlung oder Therapie ist nicht bei allen Varianten einer Atrophie möglich, in einigen Fällen, wie zum Beispiel bei einer Hirnatrophie, kann der Verlauf nur verlangsamt, aber nicht vollständig gestoppt werden. Es kommt auf die Form und die Ursache der Atrophie an, ob ein Abbau des Gewebes verhindert und der Stoffwechsel angeregt werden kann, sind beispielsweise die Muskeln betroffen, dann ist es möglich, die betroffenen Stellen physiotherapeutisch behandeln zu lassen. Helfen kann auch eine gezielte Bewegungstherapie, oftmals auch eine richtige Lagerung und Kühlung der betroffenen Körperpartien. Bei einer medikamentösen Therapie kommen in der Hauptsache schmerzstillende oder blutfördernde Medikamente zum Einsatz, denn vielfach ist auch eine schlechte Durchblutung der Auslöser für eine Atrophie. Bei Patienten, die unter Parkinson leiden, kommen sogenannte Dopaminergika zum Einsatz, denn diese Medikamente verhindern den Abbau von Dopamin im Gehirn. Aber auch in diesem Fall kann der Verlauf der Krankheit lediglich verlangsamt werden, ein vollständiges Verschwinden der Symptome oder eine Heilung gibt es bis heute leider noch nicht.

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  • Warum die Krankenzusatzversicherung immer beliebter wird

    Warum die Krankenzusatzversicherung immer beliebter wird

    Steigende Beiträge, aber immer weniger Leistungen – die gesetzliche Krankenversicherung verliert mehr und mehr an Zustimmung. Durch die neuste Anhebung der Beiträge, die die Arbeitnehmer alleine tragen müssen, gibt es immer mehr gesetzlich Versicherte, die über eine private Krankenzusatzversicherung nachdenken. Sie wollen die spärlichen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung durch eine private Zusatzversicherung ergänzen, ohne dabei die Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung aufgeben zu müssen. 22 Millionen Deutsche haben bereits eine zusätzliche private Krankenversicherung, neun Millionen sind komplett privat versichert.

    Welche Vorteile bietet die private Krankenzusatzversicherung?

    Bei einer privaten Krankenzusatzversicherung geht es primär nicht um das Einzelzimmer während eines Aufenthalts im Krankenhaus oder um den Besuch des Chefarztes, es geht vielmehr um schöne Zähne, die sich heute kaum noch jemand leisten kann, der sich mit den Basisleistungen der gesetzlichen Krankenkasse zufriedengeben muss. Bedingt durch die aktuelle Gesundheitsreform wird die Lücke zwischen den Basisleitungen der gesetzlichen Krankenversicherung und einer privaten Krankenzusatzversicherung besonders im Bereich der Zahnbehandlungen sehr deutlich. Gesetzlich Versicherte müssen mit Festbeträgen für den Zahnarztbesuch auskommen, wer sich bei der privaten Krankenzusatzversicherung für die Teil- oder Vollübernahme der Zahnarztkosten entscheidet, der kann einen qualitativ hochwertigen Zahnersatz wie zum Beispiel Implantate wählen, ohne dafür ein Vermögen zahlen zu müssen.

    Den passenden Tarif wählen

    Wer gesetzlich krankenversichert ist, der muss sich mit dem wenigen begnügen, was die Kasse anbietet, wer sich zusätzlich privat krankenversichert, der bekommt einen Tarif nach Maß. Jeder kann sich aussuchen, was ein Paket der privaten Krankenzusatzversicherung enthalten soll und sich individuell seinen Tarif ausrechnen lassen. Das Alter, das Geschlecht, aber auch der allgemeine gesundheitliche Zustand sind für die Berechnung des Tarifs relevant. Gab es in den vergangenen Jahren Krankheiten, Unfälle oder Krankenhausaufenthalte – auch das ist wichtig, um einen Tarif richtig zu berechnen. Wenn es zu viele Risiken, zum Beispiel durch bereits bestehende Krankheiten gibt, dann kann es passieren, dass ein Antrag abgelehnt wird, wenn aber alles stimmt, dann bietet die persönlich passende Tarifwahl eine Menge Vorteile.

    Der größere Leistungsumfang

    Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt im Ernstfall alle Kosten für die Behandlung beim Arzt oder in einem Krankenhaus, sowie diagnostische Maßnahmen, die notwendigen Medikamente und auch die Vor- und die Nachsorgeuntersuchungen. Aber das Ganze hat einen entscheidenden Nachteil, denn die Kassen zahlen immer nur das, was unbedingt notwendig ist und zweckmäßig ist. Der Grund für diese Sparsamkeit liegt im Wirtschaftlichkeitsgebot, denn die Kassen müssen mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung steht, genau haushalten. Eine private Krankenzusatzversicherung ist hier die perfekte Ergänzung für alle, die die gesetzliche Krankenkasse nicht verlassen wollen, aber trotzdem einen größeren Leistungsspielraum haben möchten. Mehr interessante Details zum Leistungsumfang der privaten Krankenzusatzversicherungen gibt es hier: http://www.krankenzusatzversicherung.com

    Das vielfältige Angebot der privaten Krankenzusatzversicherung

    Einzelzimmer und Behandlung durch den Chefarzt sind nur zwei Aspekte, die eine private Krankenzusatzversicherung attraktiv machen. Die Möglichkeit, sich medizinisch alternativ behandeln zu lassen, zum Beispiel bei einem Heilpraktiker, ist ein weiterer Vorteil, den diese zusätzliche Versicherung anbietet. Für die private Zusatzversicherung sprechen bessere stationäre und auch ambulante Behandlungen, die Versorgung mit Medikamenten und auch schnellere Termine bei einem Facharzt. Ein weiteres wichtiges Kriterium, das für die private Krankenzusatzversicherung spricht, ist die Hilfe bei der Pflege, denn die wird in der nahen Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

    Hilfe im Alter

    Jeder möchte im Alter qualitativ gut versorgt werden, nur leider wird das mit der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht mehr möglich sein, denn die gesetzliche Pflegeversicherung arbeitet umlagefinanziert. Das heißt, die jungen Menschen müssen für die Älteren aufkommen. Weiterführende Informationen befinden sich hier: http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gesundheitspolitik/72843/zukuenftige-finanzierungsmodelle?p=all. Bedingt durch den demografischen Wandel wird es zukünftig jedoch immer mehr ältere Menschen geben und immer weniger jüngere Menschen, die in die Pflegeversicherung einzahlen. Wer auch hier nichts dem Zufall überlassen will, der sollte sich schon heute für eine private Krankenzusatzversicherung entscheiden.

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  • Morbus Meulengracht – unangenehm, aber ungefährlich

    Morbus Meulengracht – unangenehm, aber ungefährlich

    Diejenigen, die unter Morbus Meulengracht leiden, tragen keine Schuld an ihrem Schicksal, denn sie haben die Krankheit geerbt. Die angeborene Stoffwechselerkrankung ist harmlos, aber für die Betroffenen ist sie unangenehm, da sich die Symptome auch äußerlich zeigen. Ein einziges Enzym verursacht die Krankheit, die nach ihrem Entdecker Meulengracht benannt wurde, denn dieses Enzym ist nicht oder nur sehr unzureichend in der Lage, den roten Farbstoff im Blut abzubauen.

    Die Ursache für Morbus Meulengracht

    Der dänische Arzt Jens Einar Meulengracht war ein Spezialist auf dem Gebiet der Stoffwechselkrankheiten, die ihren Ursprung in der Leber haben. Im Rahmen seiner Forschungen fiel Doktor Meulengracht auf, dass es bei einigen Menschen zu einer Störung beim Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin kommt. Im Hämoglobin befinden sich die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, die, wenn sie 120 Tage alt sind, vom Körper aussortiert und dann abgebaut werden, um Platz für neue Blutkörperchen zu schaffen. Das bei diesem Prozess freigesetzte Hämoglobin wird von Milz, Knochenmark und Leber abgebaut. Vorher muss das Hämoglobin aber in das nicht wasserlösliche Bilirubin umgewandelt werden, bevor es in die Leber gelangt. In der Leber ist ein Enzym mit dem etwas komplizierten Namen UDP-Glucuronosyltransferase, was das Bilirubin dann wieder wasserlöslich macht. Dann geht es weiter in den Gallensaft, der dem Bilirubin eine gelbe Farbe verleiht. Dieser Prozess ist bei Morbus Meulengracht gestört und diejenigen, die an der Krankheit leiden, haben eine beträchtliche Menge von nicht wasserlöslichem Bilirubin in ihrem Blut.

    Welche Symptome gibt es?

    Morbus Meulengracht hat eine Reihe von Symptomen, besonders auffällig sind aber die gelb gefärbten Augäpfel. In einigen Fällen färbt sich zudem die Haut gelblich, aber im Unterschied zu vielen anderen Erkrankungen der Galle oder der Leber juckt die Haut bei Morbus Meulengracht nicht. Die ersten Symptome treten meist nach der Pubertät auf, bei anderen treten diese Symptome aber immer nur dann in Erscheinung, wenn sie sich körperlich angestrengt oder Alkohol getrunken haben. Die Gelbfärbung der Augäpfel ist nicht gefährlich, aber sie stellt ein kosmetisches Problem dar. Es gibt aber noch weitere Symptome wie Müdigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen, bis hin zu Migräneanfällen.

    Wie wird die Krankheit diagnostiziert?

    In den meisten Fällen wird Morbus Meulengracht bei einer Routineuntersuchung des Blutes entdeckt, denn der Gehalt an Bilirubin ist stark erhöht. Bei gesunden Menschen liegt der Bilirubinwert im Blut bei weniger als 1,1 Milligramm pro Deziliter, bei Menschen, die an Morbus Meulengracht erkrankt sind, ist ein Wert von zwei bis fünf Milligramm Bilirubin pro Deziliter keine Seltenheit. Um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um die Stoffwechselkrankheit handelt, macht der Arzt einen sogenannten Fasten- und Nikotinsäuretest, bei dem geprüft wird, ob der Bilirubinwert im Blut auch dann konstant bleibt, wenn die Betroffenen einige Tage lang fasten. Auch wie sich der Wert nach der Einnahme von Nikotinsäure verändert, gibt Auskunft darüber, ob es sich tatsächlich um Morbus Meulengracht handelt.

    Welche Form der Behandlung gibt es?

    Da die Stoffwechselkrankheit in vielen Fällen überhaupt keine Beschwerden verursacht und auch keine Gefahr für die Gesundheit darstellt, ist keine Behandlung oder Therapie notwendig. Wenn die Betroffenen sich an einige Regeln halten, dann lässt sich auch der Bilirubinwert im Blut in Grenzen halten. Zu diesen Regeln gehört zum Beispiel die richtige Ernährung. Menschen, die einen erhöhten Bilirubinwert haben, sollten keine Fastenkuren machen, denn das lässt den Wert im Blut sprunghaft ansteigen. Das Gleiche gilt auch dann, wenn die Betroffenen eine fettarme Diät machen. Ein anderer Faktor, der das Bilirubin ansteigen lässt, ist der Alkohol, auf den ebenso verzichtet werden sollte wie auf Nikotin.

    Je älter die Patienten werden, umso weniger treten die Symptome auf, und im hohen Alter sind sie dann vollständig verschwunden.

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