Schlagwort: Milch

  • Scharlach Symptome, Behandlung und Prophylaxe

    Scharlach Symptome, Behandlung und Prophylaxe

    Die Kindheit. Sie ist bunt, schön, unbelastet, aber dennoch mit Sorgen behaftet. Denn zwischen Kindergartenzeit, Schule und der Pubertät schleichen sich lästige Störenfriede ein, welche unser unbekümmertes Temperament zügeln und uns notgedrungen ans Bett fesseln.

    Diese unliebsamen Begleiter unserer Kindheitstage – auch Kinderkrankheiten genannt – sind leider (fast) unumgänglich und zudem auch manchmal notwendig. Sie stärken unser kindliches Immunsystem und machen uns insgesamt widerstandsfähiger. Eine der bekanntesten Kinderkrankheiten ist Scharlach, auch Scarlatina genannt. Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, welche hauptsächlich Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren befällt. Anders als bei anderen in der Kindheit auftretenden typischen Erkrankungen, ist Scharlach durchaus in der Lage mehrmals auszubrechen. Umso wichtiger ist es rechtzeitig die ersten auftretenden Scharlach Symptome zu erkennen und die Krankheit als solche, richtig, als auch nachhaltig zu behandeln.

    Zu spätes Erkennen der typischen Scharlach Symptome kann zu schlimmen Komplikationen, als auch zu gravierenden Spätfolgen führen.

    Scharlach Symptome – Ansteckung und Verlauf

    Bricht im Kindergarten oder in der Schule Scharlach aus, werden in der Regel alle Eltern darüber in Kenntnis gesetzt. Selbst, wenn vorerst nur ein Kind davon betroffen ist, kann dies sich dramatisch schnell ändern. Scharlach besitzt die unangenehme Eigenschaft sich zum Teil rasend schnell auszubreiten und alsbald ganze Schulklassen lahm zu legen. Schuld am Ausbruch der Viruserkrankung Scharlach sind „heimtückische“ β-hämolysierende Streptokokken. Übertragen wird die Kinderkrankheit Scharlach durch Tröpfchen- und Kontaktinfektion. Sie bahnen sich ihren Weg sozusagen über die Schleimhäute von Mund und Rachen. Danach siedeln sich die „Angreifer“ im Körper des Kindes an, vermehren sich, schwächen das kindliche Immunsystem und befördern die ersten Scharlach Symptome ans Tageslicht. Scharlach bricht aus und ist in diesem Stadium höchst infektiös!

    Aufgepasst: auch kleine oder größere, offene Wunden sind Übertragungshelfer der Scharlach-Erkrankung! Teilweise tragen Menschen den Scharlach-Überträger Wochen, gar Monate in sich, ohne, dass dieser ausbricht. Trotzdem können diese „ geheimen Träger“ Scharlach auf ihre Mitmenschen übertragen, so dass wir auch ohne scheinbaren Anlass eigentlich immer dazu aufgerufen sind, auf plötzlich auftauchende Beschwerden vorsorglich zu achten!

    Eigentlich ist Scharlach eine doppelte Infektion. Viren im Bakterium (so genannte Bakteriophagen), welche das Scharlach-Toxin produzieren, verursachen letztlich den bekannten Scharlach-Ausschlag. Fehlen die Bakteriophagen in der Szenerie, bleibt es „nur“ bei einer schmerzhaften Mandelvereiterung, welche die Bakterien alleine verursachen können.

    Eine vorschriftsmäßige Behandlung mit Antibiotika ist bei einer bereits ausgebrochenen Erkrankung anzuraten. Eine gut überstandene Infektion gewährt dennoch keinen lebenslangen Schutz gegen Scharlach. Denn Scharlach verfügt über drei verschiedene Toxine (SPE-A, -B und -C), welche einen Mehrfachausbruch dieser Viruserkrankung ermöglichen. Scharlach ist alles andere als harmlos, aber zum Glück verläuft  die Scharlacherkrankung bei sonst gesunden Kindern und Erwachsenen nur in sehr seltenen Fällen lebensbedrohlich.

    Scharlach – Symptome und Behandlung

    Nach der Infektion mit den erwähnten β-hämolysierende Streptokokken vergehen zunächst einmal zwei bis vier „gesunde Tage“ (Inkubationszeitraum). Haben sich die Erreger ausreichend fortgepflanzt, steht der endgültige Ausbruch bevor und folgende Scharlach Symptome treten auf:

    • Fieber
    • Schüttelfrost
    • Mattigkeit
    • Schluckbeschwerden
    • Bauch-, als auch Kopfschmerzen
    • Erbrechen
    • Rachenentzündung (Pharyngitis)

    Auffallend hierbei ist die tiefrote (scharlachrote) Verfärbung der Gaumenmandeln (Scharlach-Angina). Weiterhin werden Weißfleckenbeläge beobachtet. Ein Anschwellen der Schleimhäute, Drüsen und des umliegenden Gewebes erschweren zunehmend das Schlucken. Selbst leichte Flüssigkeiten werden anfangs als recht unangenehm empfunden. Der Weißbelag befällt im weiteren Verlauf der Erkrankung auch die Zunge. Diese schneeähnlichen Beläge lösen sich nach einer gewissen Zeit. Zurück bleibt eine rot schimmernde Zunge und die Geschmacksknospen treten hervor. Während der Ausbruchsphase werden Teile des menschlichen Körpers von einem dicht besiedelten Ausschlag heimgesucht. Diese krankhafte Fleckenbildung hebt sich etwas von der normalen Hautoberfläche ab. Achseln, Leisten – der ganze Körper kann davon befallen sein – sind vorwiegend von diesem dunkelroten Ausschlag betroffen und stellen somit ein wesentliches Scharlach-Symptom dar. Ausgespart bleibt nur das Mund-Kinn-Dreieck (Milchbart). Nach ca. 14 Tagen klingen die Scharlach Symptome allmählich mit erkennbaren Hautschuppungen leicht ab.

    Die Abschuppung ist aber auch im Nachhinein noch kein wirkliches Indiz für eine zurückliegende Scharlach-Erkrankung, da viele allergische Reaktionen zum Beispiel auf Medikamente und einige andere Virus-Erkrankungen nahezu identisch verlaufen können. Es bedarf einer genauen ärztlichen Untersuchung. Ein Arzt wird nach eingehender Untersuchung ermessen können, ob es sich bei den vorliegenden Beschwerden um Scharlach handelt oder nicht!

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Was sind Mikroorganismen?

    Was sind Mikroorganismen?

    Wenn wir über Mikroorganismen sprechen, meinen wir eine Gruppe von nicht immer gleichartigen kleinen Lebewesen, die für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind. Zu den Gruppen dieser kleinsten Organismen gehören, Bakterien (zum Beispiel Milchsäurebakterien); Archaea; Pilze (beispielsweise Backhefe); Mikroalgen (zum Beispiel Chlorellen); Protozoen (wie Pantoffeltierchenund und auch der Malaria Erreger) sowie die Viren gehören ebenfalls hinzu.

    Doch welche Bedeutung haben diese Kleinen Lebewesen?

    Mikroorganismen sind die allerersten und auch die ältesten Lebewesen auf unserer Erde. Sie traten etwa vor rund 3,8 Millionen Jahren auf. Die kleinen Lebewesen beeinflussen das Klima der Globalisierung. Der mikroelle Stoffwechsel sorgt mit seinen chemischen Elementen wie Kohlenstoff und auch den Stickstoff die Erde für alle Lebewesen bewohnbarer zu machen und zu erhalten. Denn Mikroorganismen erzeugen circa die Hälfte des notwendigen Sauerstoffes für alle Lebewesen, ohne Sie wäre ein Leben auf der Erde also um einiges komplexer. Mikroorganismen können an Orten leben, wo niemand sonst leben oder gar existieren kann. Durch das gemeinschaftliche Zusammenleben dieser Kleinen Organismen kann sogar vorhergesagt werden, ob eine Veränderung in einem Ökosystem bevorsteht.

    Die kleinen Lebewesen ergänzen ihre Ansprüche des Stoffwechsels gegenseitig. Das heiß so viel wie, die Einen benötigen nur die Ausscheidungsprodukte der Anderen Organismen für ihre Vermehrung und ihr Wachstum; dasselbe gilt für die anderen Mikroorganismen ebenfalls.

    Mikroorganismen können nützlich für den Menschen sein

    Es werden sehr viele dieser kleinen Organismen als nützlich angesehen, da sie eine sehr große Rolle in dem Kreislauf von chemischen Elementen spielen. Beispiele hierfür sind: der Stickstoffkreislauf; die Abwasserreinigung und die Fixierung des Stickstoffes – auch N2-Fixierung genannt –. Selbst in der Lebensmittel Branche können Mikroorganismen verwendet werden, denn sie helfen uns bestimmte Lebensmittel anzufertigen. Oder in der „Biotechnologie“ dienen sie als Erzeuger um verschiedene Arzneimittel anzufertigen, dazu zählen zum Beispiel Antibiotika oder auch das Insulin. Selbst zur Bekämpfung von Schädlingen können uns diese kleinen Lebewesen behilflich sein. Und wer weiß wie sich das Wissen und die Technologie in der Zukunft weiterentwickeln wird, vielleicht können Mikroorganismen sogar irgendwann bei der Gewinnung von Energie, oder dem biologischen Abbau des Abfalles sowie auch den Abbau von Schadstoffen behilflich sein.

    Der menschliche Körper beherbergt Mikroorganismen

    Die Anzahl der Mikroorganismen die auf dem menschlichen Körper existieren ist sehr hoch, allem vor ran der Anteil der Bakterien. Sie leben auf der Haut; in der Nase; im Mund eines Jeden Lebewesen; sowie auch im Darm. Doch die Anzahl der Bakterien ist etwa 10 bis 100 Mal höher als die Menge der Zellen, die der Mensch zum Leben braucht. Man kann es sich in etwa so vorstellen, circa 1 Billiarde Mikroorganismen stehen einer Anzahl von etwa 10-100 Billionen den menschlichen Körper Zellen gegenüber.
    Auf einen Quadratzentimeter der Haut werden rein theoretisch 200 Millionen Bakterien ihren Platz geboten. Allerdings leben nur 100 bis 10.000 Bakterien tatsächlich pro Quadratzentimeter der Hautfläche auf ihr, unsere Haut ist also den Umständen entsprechen Keim arm.
    In einem einzigen Gramm des menschlichen Kots befinden sich circa 100 Milliarden der Mikroorganismen. Sogenannte Milchsäurebakterien sorgen in der Scheide der Frau dafür, dass eine bakterielle Infektion vorgebeugt und somit verhindert wird.

    Mikroorganismen können auch als Krankheitserreger dienen

    Zur Beruhigung, viele der kleinsten Organismen die sich in und auf unseren Körper befinden verursachen keine Krankheiten. Nur ein kleiner Teil dieser Lebewesen besitzt die Fähigkeit Erkrankungen zu verbreiten, egal ob bei Mensch oder den Tieren.
    Alle Infektionskrankheiten lassen sich in eine Gruppe einordnen, es gibt beispielsweise die bakterielle Infektion; eine Pilzinfektion oder die Protozoeninfektion.

    Mikroorganismen die der Nutzung des Menschen dienen

    Effektive Mikroorganismen für Menschen sind hauptsächlich die Milchsäurebakterien (Hemmung der Krankheitserregenden Keimen, Herstellung von Jogurt), Hefen (Herstellung von Brot, Bier und Wein), Photosynthese-Bakterien, Aktinomyzeten und Ferment-aktive Pilzarten (Herstellung von Alkohol, Unterdrückung von schlechten Gerüchen).

    Bild: © Depositphotos.com / angellodeco

  • Tipps für eine optimale Verdauung

    Tipps für eine optimale Verdauung

    Oft bemerkt man es nach dem Mittagessen: Der Magen grummelt und im Darm rumort es. Die dabei entstehenden Gase suchen sich auf unangenehme Art und Weise den Weg nach draußen. Doch woran liegt es und wie kann man Blähungen vermeiden?

    Dr. Peter n: Meier, Experte der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie weiß um die Probleme, die viele nach einer reichhaltigen Mahlzeit betreffen. „Es ist kein Wunder, dass Menschen gerade nach dem Mittagessen Beschwerden mit der Verdauung bekommen, denn oft ist das die einzige große Mahlzeit am Tag“. Damit ist auch die sogenannte Verdauungsfalle nicht weit, in die man geraten kann.

    Für die Verdauung ist regelmäßig essen wichtig

    Jeder kennt die Situation: man hetzt vormittags von Termin zu Termin und beachtet seinen Magen in keinster Weise. Wenn es dann zum Mittagessen geht, ist der Hunger meist groß und riesige Portionen landen auf dem Teller. Doch genau darin liegt der Fehler, denn wenn der Magen leer ist, wird er träge. Wird er plötzlich mit einer großen Menge Essen konfrontiert, zeigt er Symptome einer Überforderung, womit Blubbern und Rumoren nicht mehr lange auf sich warten lässt. Besser und ratsam ist es daher, gleichmäßig über den Tag verteilt und kleine Portionen gesunder Nahrung zu sich zu nehmen.

    Drei kleine Mahlzeiten pro Tag sind für den Magen zu wenig. Denn der Körper braucht kontinuierlich Zufluss an Nahrung um genügend Energie für den ganzen Tag produzieren zu können. Schließlich sollen ja auch die Heißhungerattacken vermieden werden. Essen und Trinken sollte dann am Tagesprogramm stehen, wenn man Hunger und Durst entsprechend verspürt. Mediziner empfehlen, mindestens eine Mahlzeit am Tag in Gesellschaft einzunehmen. Das fördert nicht nur den Appetit, sondern die betreffenden essen automatisch langsamer und kauen bewusster. Zudem wirkt der soziale Aspekt für das Wohlfühlen unterstützend.

    Zusätzlich macht es Sinn, sich genügend Zeit zum Essen zu lassen. Denn das gewährleistet nicht nur Freude an der Speise, sondern sorgt auch dafür dass der Magen und sein Darm entsprechend gut arbeiten können. Ausreichend Kauen zerkleinert einerseits das Essen, sorgt aber auch dafür, dass es mit genügend Speichel vermengt wird. Das ist eine wichtige Unterstützung für das gesamte Verdauungssystem. Abgesehen davon schluckt man bei hastigem Essen verhältnismäßig viel Luft – und damit diese wieder aus dem Körper entweicht, kommt es entweder zum unangenehmen Aufstoßen oder eben zu Blähungen.

    Abwechslungsreiche Ernährung hilft der Verdauung

    Ein gravierender Ernährungsfehler ist, wenn man sich zu einseitig ernährt. Zu empfehlen ist etwa die mediterrane Küche, die nur wenig Fleisch enthält, dafür umso mehr Obst, Gemüse, Fisch und gesunde Öle. Wer mag, kann sich nach dem Essen auch ein Glas Rotwein oder aber ein kleines Gläschen Schnaps gönnen. Denn das schadet gewiss nicht, es kommt einfach auf die Dosis an. Während Schnaps die Verdauung aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe durchaus anregt, kann ein Zuviel des alkoholischen Getränkes die Darmflora zerstören.

    Wer seiner Darmflora etwas ganz Gutes tun möchte, der sollte Joghurt essen. Das hilft der Verdauung optimal auf die Sprünge, wobei natürlich weißer Joghurt gemeint ist. Ein kleiner Becher täglich reicht schon aus um den Darm wieder in Schwung zu bringen. Vor allem dann, wenn jemand zum Beispiel gerade Antibiotika einnehmen musste. Im Joghurt sind natürliche Milchsäurebakterien enthalten, die die Darmflora bei der Regeneration entsprechend unterstützen. Zeigt ein handelsübliches Produkt keine Wirkung bei der Unterstützung der Verdauung, kann es helfen spezielle Bakterienkulturen zu konsumieren. Diese sind in Kapselform in den Apotheken erhältlich.

    Mangelnde Darmtätigkeit nicht unterschätzen

    Wer trotz dieser Tipps und unterstützenden Maßnahmen seinen Darm auch nach einem längeren Zeitraum nicht in Schwung bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn dann kann hinter den Beschwerden und der nicht funktionierenden Verdauung eine ernsthafte Krankheit stecken, etwa eine Entzündung dieses Organs. Vor allem wenn sich Symptome wie Krämpfe oder Blutungen mit einem nicht geregelten Stuhlgang in Kombination zeigen, muss eine medizinische Diagnose gestellt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / szefei

  • Amarant – eine der wichtigsten Eiweißquellen für Vegetarier

    Amarant – eine der wichtigsten Eiweißquellen für Vegetarier

    Wer sich gesund und ausgewogen ernähren möchte, der muss neben Fett, Kohlehydraten und zahlreichen Mineralstoffen auch ausreichend Proteine in der Form von Eiweiß zu sich nehmen. Das geschieht bei einer „normalen“ klassischen Ernährung vor allem durch Fleisch, Fisch, Milchprodukte wie Käse oder Quark und auch durch Eier. Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, können nicht auf diese wertvollen Proteinquellen zurückgreifen, sie müssen das lebensnotwendige Eiweiß durch pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen. Das ist nicht immer ganz so einfach. Eine neue Getreidesorte, die jetzt vom Institute of Food Technologists in Chicago vorgestellt wurde, sorgt dafür, dass der Speiseplan für Vegetarier und Veganer noch breiter gefächert werden kann.

    Amarant – ein gesundes Getreide

    Die Natur kennt viele hervorragende Eiweißquellen, zu denen unter anderem auch die bekannten Getreidesorten wie Hafer, Dinkel und auch Weizen gehören. Reis und Soja sind ebenfalls eine gute Alternative zu den tierischen Eiweißlieferanten und bieten viele Möglichkeiten, um sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Mit Amarant ist jetzt ein weiteres Getreide dazu gekommen, das sich sehr gut eignet, die vegane und vegetarische Küche zu ergänzen. Amarant ist ein sogenanntes Pseudogetreide, das zu den Fuchsschwanzgewächsen zählt und dessen Samen an Hirse erinnert. Es gibt 70 verschiedene Amarant Arten und die größte Vielfalt ist auf dem nordamerikanischen Kontinent zu finden.

    Amarant ist nicht nur ein sehr guter Lieferant für Proteine, das Pseudogetreide ist auch ideal für alle, die eine Glutenunverträglichkeit haben. Auch für Schwangere ist Amarant perfekt, denn Amarant enthält viel wichtiges Eisen.

    Wie kann Amarant zubereitet werden?

    Vor allem die Blätter der meisten Amarant Arten schmecken sehr lecker. Die Blätter sind zart wie Mangold oder Spinat, sie werden wie die beiden bekannten Gemüsesorten zubereitet und auch der Geschmack erinnert ein wenig an Spinat und Mangold. Sehr gesund sind die jungen Blätter, die ein leicht nussiges Aroma haben und selbst die Wurzel der Pflanzen lässt sich in der Küche verwenden und schmeckt angenehm mild nach Rote Bete. Amarant hat seinen Weg auch in die Baby- und Kindernahrung gefunden und wird zum Beispiel in Form von Keksen und Brei angeboten. Als Gebäck schmeckt Amarant ebenso gut wie auch als Müsli, es kann als Zutat für Kuchen und Omeletts verwendet werden und im Fast Food Bereich wird Amarant als Riegel oder als kleiner Snack angeboten.

    Perfekt für die vegetarische Küche

    Nicht jeder, der sich vegan oder vegetarisch ernährt, lebt auch gesund, viele, die sich für eine rein pflanzliche Ernährung entschieden haben, leiden unter Mangelerscheinungen. Amarant ist eine Garantie für eine gesunde pflanzliche Ernährung, denn der Gehalt an Eiweiß und Mineralstoffen ist deutlich höher als bei den traditionellen Getreidesorten und auch Soja kann mit Amarant nicht mithalten. Amarant wurde schon bei den Ureinwohnern Amerikas sehr geschätzt, denn es enthält Zink und Magnesium, Eisen und ungesättigte Fettsäuren, auch als Lieferant für Kohlehydrate ist Amarant eine gute Wahl.

    Im Mittelalter hatte Amarant eine ganz besondere Bedeutung und wurde als die „immerwährende“ Pflanze bezeichnet, die angeblich magische Kräfte hat. Heute ist Amarant eine gute Wahl für alle, die sich rein pflanzlich, aber immer auch gesund ernähren wollen.

    Bild: © Depositphotos.com / bhofack2

  • Vitamin B12 per Spritze – hält der Trend, was er verspricht?

    Vitamin B12 per Spritze – hält der Trend, was er verspricht?

    Die Stars aus Hollywood wie Miley Cirus oder Cindy Crawford tun es, angeblich hat es auch Rihanna schon machen lassen. Die Rede ist von Vitamin B12-Injektionen. Klar ist, dass gerade der Vitamin B Komplex für den Körper essentiell wichtig ist, doch ob Spritzen deshalb sinnvoll sind und ob es in Deutschland überhaupt praktiziert wird, erläutert der nachfolgende Text.

    Essentielle Wirkung für den Körper

    Insgesamt besteht der Vitamin B-Komplex aus acht B-Vitaminen. Dabei handelt es sich um B1, B2, B3, B5, B6, B12, Biotin und Folsäure. So ähnlich die Bezeichnung, so unterschiedlich der Aufbau der Vitamine, nur in der Eigenschaft Wasserlöslichkeit sind sie einig. Die meisten der genannten B-Vitamine können im Körper nicht gespeichert werden, nur B3 und B12 bilden hier eine Ausnahme. Meist genügt eine ausreichend ausgewogene Ernährung, um den Körper mit den durchaus notwendigen Vitaminen zu versorgen. Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, aber auch Kartoffeln und Getreide, Hefe und Hülsenfrüchte sind mit viel Vitamin B angereichert, um nicht nur zu schmecken sondern auch ihren Beitrag zur Gesundheit zu leisten.

    Für den Stoffwechsel sehr wichtig

    Während Vitamin B1 vor allem für starke Nerven zuständig ist, sind die anderen B-Vitamine hauptsächlich für den Stoffwechsel entscheidend. Durch dessen Aktivierung und die Regulation des Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel laufen die Prozesse im Körper effektiv ab. Zusätzlich wirken die Vitamine auch gegen freie Radikale und fördern die Blutbildung ebenso wie die Wundheilung. Dabei hängen diese Prozesse von jedem Einzelnen individuell ab, welches Vitamin B gerade ausreichend vorhanden ist. Während Vitamin B6 für den Wachstum und gegen die monatlichen Menstruationsbeschwerden hilft, fördert B2 die gesamte Nährstoffversorgung im Körper.

    Vitamin B12 als Sonderfaktor

    Vitamin B12 ist zwar in den meisten tierischen Produkten enthalten, doch in pflanzlich orientierter Nahrung kommt es kaum vor. Da der Körper das Vitamin nicht selbst herstellen kann, es aber durchschnittlich in einer Menge von drei Mikrogramm für die unterschiedlichsten Aufgaben benötigt, müssen Veganer und Vegetarier auf die entsprechende Zufuhr von außen achten. Vitamin B12 ist etwa vorrangig bei der DANN-Synthese beteiligt, und hat direkten Einfluss auf ein gesundes starkes Nervensystem und gesunde Schleimhäute. Wer seinen Körper länger mit B12 unterversorgt, muss mit Bewegungseinschränkungen, Blutarmut oder sogar einer Psychose rechnen.

    B12 Injektionen als neuester Clou

    Tabletten, Pulver und Vitamindrinks gibt es schon lange. Die Wirkung jedes einzelnen Produktes ist dabei heftig diskutiert. Und das wird auch dem neuesten Trend so ergehen. Dieser lautet nämlich Vitamin B12 mittels einer Injektion dem Körper zu verabreichen. Einmal pro Woche gespritzt, soll es äußerst förderlich auf die Gesundheit des Einzelnen wirken, manchmal sogar – aufgrund der Zuständigkeit für Stoffwechselprozesse im Körper – zum Abnehmen verhelfen. Denn in konzentrierter Form injiziert, soll es den Stoffwechsel ankurbeln, den Kalorienumsatz steigern und sogar Heißhungerattacken erfolgreich unterdrücken. Der Trend, dass sich Frauen das Vitamin spritzen lassen, beruht allerdings rein auf Hypothesen, nach wissenschaftlichen Beweisen sucht man vergebens.

    Hierzulande nur bei Mangel

    In den USA sind Vitaminspritzen nicht verschreibungspflichtig und können ohne weiteres ohne ärztlichen Befund verabreicht werden. Das ist für Deutschland undenkbar, denn hierzulande gibt es strikte Regeln. Eine B-12 Injektion gibt es nur, wenn nachweislich ein entsprechender Mangel vorliegt. Dies kann etwa bei Störungen im Magen-Darm-Trakt sein wie zum Beispiel bei einer Magenschleimhautentzündung oder durch Einnahme von magensäurehemmenden Medikamenten.

    Gezielte Ernährung wirksamer als Spritze

    Wer auf die so gesunde und viel versprechende Extraportion Vitamin B12 dennoch nicht verzichten möchte, sollte seine Ernährung dahingehend ausrichten. Zu den Lebensmitteln mit hohem Gehalt zählen Leber, Rindfleisch, aber auch Hering, Seelachs oder Räucherlachs. Auch Eier und Käse sowie Vollmilch zählen zu den an Vitamin B12 reichen Nahrungsmitteln. Es gibt aber auch schon Produkte wie Fruchtsäufte, Soja- und Reisdrinks, denen dieses gesunde Vitamin extra zugesetzt wurde. Damit können auch Veganer vom Beautyprodukt in der täglichen Ernährung profitieren.

    Bild: © Depositphotos.com / tiptoee

  • So halten Sie Ihre Augen gesund

    So halten Sie Ihre Augen gesund

    Gefahren für den perfekten Durchblick

    Dass die Augen unser wichtigstes Sinnesorgan sind, ist unbestritten. Laut Schätzungen werden 70 Prozent aller Informationen über das Sehen wahr genommen. Damit die Sehkraft im wahrsten Sinn des Wortes auch noch im Alter erhalten bleibt, muss den Augen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bekannte Risikofaktoren wie im nachfolgenden Text aufgelistet, sollten hingegen vermieden werden.

    Grauer Star ist Risiko im Alter

    Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind gefährdet an der Volkskrankheit Grauer Star zu leiden. Diese setzen dem Sehvermögen erheblich zu, unter anderem das Anfangsstadium, der sogenannte Katarakt. Beim Grauen Star kristallisiert sich das Eiweiß, das sich in der Augenlinse befindet, aus und trübt den Block. Betroffene klagen, dass sie wie durch Milchglas sehen. Wer hingegen unter Grünem Star leidet, der im Fachjargon auch Glaukom genannt wird, muss sich damit auseinander setzen, dass aufgrund eines erhöhten Augeninnendruckes der Sehnerv langsam zerstört wird. Wird diese Krankheit nicht behandelt, droht die komplette Erblindung.

    Risiko UV-Licht wird oftmals unterschätzt

    Die Sonne tut Körper und Seele ja gut, wie allgemein bekannt ist. Doch zu viel UV-Licht kann Schäden an der Linse und der Netzhaut des Auges führen. Gefährlich ist dabei, dass der Betroffene erstmal gar nichts davon bemerkt, sondern erst Jahre später unter Grauem Star oder einer Makuladegeneration leidet. Besonders wenn Sonne in Kombination mit Schnee auftritt, sind die Augen entsprechend zu schützen, sonst droht Schneeblindheit. Denn die obersten Zelllagen der Hornhaut können hier beschädigt werden, was nicht nur erhebliche Schmerzen, sondern auch kurzzeitige Sehprobleme verursacht. Abhilfe schafft hier eine gute Sonnenbrille, die sowohl im Fachhandel als auch beim Optiker erhältlich ist. Wichtig ist, dass sie über ausreichend hohen UV-Schutz verfügt und ausreichend groß ist, um bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand zu reichen.

    Rauchen schädigt auch die Augen

    Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Doch dass der blaue Dunst auch für die Augen kritisch werden kann, wissen weniger. Doch es gilt als erwiesen, dass Rauchen zu einer früheren Entwicklung der Makuladegeneration führt. Diese ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Abgesehen davon hemmen die Schadstoffe in den Zigaretten die Durchblutung im Auge, was wiederum zu einer Verschlechterung der Sehkraft führt.

    Bluthochdruck und Diabetes sind Gefahr für die Augen

    Unbehandelter Bluthochdruck oder auch schlecht eingestellte Diabetes setzen den Augen ebenfalls langfristig zu. Denn durch beide Krankheitsbilder können die feinen Gefäße, die für die Blutversorgung in der Netzhaut zuständig sind, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört demnach zu den häufigsten Komplikationen und Begleiterscheinungen von Zuckerkrankheit im Alter. Zudem sind Diabetiker verstärkt gefährdet, an Grauem Star zu erkranken. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist unbedingt erforderlich.

    Kontaktlinsen nicht zu lange tragen

    Viele schaffen bei Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen Abhilfe. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu lange getragene Linsen können die Sauerstoffzufuhr zum Auge hemmen. Vor allem die Hornhaut, die besonders empfindlich ist, kann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen reagieren. Das heißt, Blutäderchen wachsen in Richtung Hornhaut und sind über kurz oder lang deutlich sichtbar. Haben sie sich einmal gebildet, gehen sie auch nicht mehr weg.

    Sicca-Syndrom aufgrund von Alkoholgenuss

    Auch Alkohol kann negative Wirkungen auf die Augengesundheit haben. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca- Syndrom, also dem trockenen Auge, und dem Konsum von Alkohol nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Zusammensetzung so beeinträchtigt, dass die Augen mit Brennen, Rötungen und vermehrtem Tränenfluss reagiert. Letztendlich ist dadurch auch das Sehvermögen beeinträchtigt.

    Damit die Augen lange gesund und die Sehkraft erhalten bleibt, sollte ein regelmäßiger Check beim Augenarzt erfolgen. Klar ist, dass bei Beschwerden oder gar Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen, unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden muss. Vor allem wessen Sehvermögen durch Punkte, Schatten oder Blitze gestört wird, sollte hierbei Eile an den Tag legen, um Schlimmeres zu vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / nejron