Schlagwort: Mineralstoffen

  • Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW ist welcher Monat? In der 19. SSW beginnt die zweite Hälfte des fünften Monats, und sowohl für die Mutter als auch für das Kind ist diese Woche ein kleiner Meilenstein. Aus dem Embryo wird in dieser Phase der Schwangerschaft ein Baby, und die Mutter muss mit einem neuen vermehrten Schub an Schwangerschaftshormonen leben. Die Eltern können in der 19. SSW die Entwicklung anhand von Fotos plastisch sehen, denn das Baby bekommt in der 19. SSW Gesichtszüge, die es individuell machen. Mit ein wenig Glück „winkt“ das Baby seinen Eltern auf dem Ultraschallbild zu und die Eltern können sehen, wie ihr Kind sich sehr aktiv bewegt, wie es spielt und an seinen Reflexen trainiert.

    Wie sieht das Baby in der 19. SSW aus?

    Der Arzt wird in der 19. SSW die Gewichtszunahme anhand einer Tabelle vergleichen und wenn alles in Ordnung ist, dann wiegt das Baby zwischen 200 und 240 Gramm. Gemessen wird das Baby ab der 19. SSW nicht mehr vom Scheitel bis zum Steißbein, sondern vielmehr vom Scheitel bis zur Ferse, und in der 19. SSW misst das Kind rund 24 cm. Der ganze Körper des Babys ist jetzt noch mit dem feinen sogenannten Lanugohaar und einer dicken Schicht Käseschmiere bedeckt. Die Hautschichten bilden sich ganz allmählich aus, aber noch ist die Haut durchscheinend und transparent.

    Zum ersten Mal in der Schwangerschaft spielen die Geschlechtsorgane eine Rolle. Wenn es ein Mädchen wird, dann sind in der 19. SSW schon rund sechs Millionen sehr primitive Eizellen vorhanden. Bis zur Geburt wird sich die Zahl dieser Zellen aber um rund eine Million verringern. Wenn es ein kleiner Junge wird, dann wird in der 19. SSW in den Hoden bereits das Hormon Testosteron produziert, und während in der 15. Schwangerschaftswoche schon der Penis ausgebildet ist, kommt in der 19. SSW auch der Hodensack dazu. Die Hoden selbst werden aber erst kurz vor dem errechneten Geburtstermin verlagert.

    In der 19. SSW machen die Organe, aber vor allen die Sinneswahrnehmungen einen großen Sprung nach vorn. Die Gehirnregionen, die für das Schmecken, das Riechen, das Sehen, Hören und für das Fühlen zuständig sind, arbeiten jetzt auf Hochtouren und an den Organen werden weitere Feinarbeiten vorgenommen. Die Milz und die Leber nehmen ihre Arbeit auf und es werden zum ersten Mal Gallenflüssigkeit und weiße Blutkörperchen produziert. Die Zahnleisten sind in der 19. SSW auf dem Ultraschallbild schon sehr gut zu sehen und das Immunsystem bildet sich langsam aber sicher aus. Zu voller Stärke werden die körpereigenen Abwehrkräfte aber erst nach der Geburt auflaufen.

    Wie das Baby in der 19. SSW trainiert

    Das Baby nutzt die Zeit jetzt immer häufiger für ein intensives Training. Also wenn die Mutter in der 19. SSW starke Kindsbewegungen spürt, dann ist das beste Zeichen dafür, dass mit dem Nachwuchs alles in bester Ordnung ist. Noch hat das Baby reichlich Platz zur Verfügung, um zu turnen, besonders aktiv ist es immer dann, wenn die Mutter gerne schlafen möchte. Da die Nervenbindungen immer komplexer werden, ist das Gehör schon sehr gut ausgebildet. Das Baby kann erstmals Geräusche außerhalb des Mutterleibs wahrnehmen und hört die gedämpften Stimmen der Eltern ebenso wie Musik, auch der Tastsinn macht große Fortschritte und das Baby berührt mit den Händen die Wände der Gebärmutter.

    Das Kind trainiert in der 19. SSW auch das Schlucken des Fruchtwassers und bereitet damit den Verdauungstrakt auf seine Aufgabe vor. Im Darm werden zum ersten Mal Stoffwechselprodukte abgelegt, die nach der Geburt als sogenanntes Kindspech in der Windel zu finden sind. Die Nieren, die Blase und das komplette Harnsystem sind bereits sehr kompakt und arbeiten.

    So fühlt sich die Mutter in der 19. SSW

    Vor allem bei schlanken Frauen zeichnet sich in 19. SSW deutlich ein Bäuchlein ab, und der obere Teil der Gebärmutter ist jetzt auf der Höhe des Nabels tastbar. Ab der 19. SSW wird die Gebärmutter in jeder Woche um rund einen Zentimeter wachsen, und mit diesem rasanten Wachstum verspürt die Mutter einen immer stärker werdenden Druck auf ihre inneren Organe. Der Stoffwechsel arbeitet in der 19. SSW auf Hochtouren, und das mit einer stetig steigenden Tendenz. Die Körpertemperatur ist ab der 19. SSW immer leicht erhöht und es beginnt die Zeit der Heißhungerattacken. In der 19. SSW ständig Hunger zu haben, ist nichts Ungewöhnliches, aber die werdende Mutter sollte nicht jeder Attacke nachgeben und auch in der 19. SSW auf die Gewichtszunahme achten, denn Schwangerschaftspfunde sind Pfunde, die später mühsam wieder abtrainiert werden müssen.

    Viele Frauen verspüren neben ständigem Hunger auch großen Durst und diesem Verlangen sollten sie auch nachgeben. Ideal ist eine Menge von zwei bis drei Litern am Tag. Die besten Durstlöscher sind stilles Mineralwasser, erfrischende Schorlen mit Fruchtsaft und auch Kräutertees, wie zum Beispiel Kamille oder Fenchel. Der hohe Flüssigkeitsbedarf ist gesund, denn er hält den Körper in Balance und versorgt Mutter und Kind mit vielen wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen.

    Welche Beschwerden können in der 19. SSW auftreten?

    Die vermehrte Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen macht vielen Frauen in der 19. SSW immer mehr zu schaffen. Die Schnupfennase gehört in der 19. SSW zu den Beschwerden, die als unangenehm empfunden wird, die aber viele Frauen bis zum Ende der Schwangerschaft begleiten wird. Das Gefühl erkältet zu sein, ist aber keine Infektion mit Erkältungsviren, vielmehr werden die Nasenschleimhäute durch die Schwangerschaftshormone aufgelockert und ein größeres Blutvolumen lässt die Schleimhaut anschwellen.

    Um dieses Symptom zu bekämpfen, ist ein Nasenspray mit Meersalz eine gute Idee, denn das lässt die Nasenschleimhaut schnell wieder abschwellen. Normale Nasensprays, wie sie bei einer echten Erkältung zum Einsatz kommen, und auch Medikamente sind nicht zu empfehlen.

    Die 19. SSW macht Frauen schöner

    Die meisten Frauen fühlen die Schwangerschaftshormone besonders in der 19. SSW sehr intensiv. Sie haben zunehmend dichteres und wunderschön glänzendes Haar, die Haut ist straff und der Teint rosig. Viele Frauen fühlen sich in der Phase der Schwangerschaft sehr weiblich und sie erleben ihren Körper bewusster als früher. Die Hormone durchbluten die Haut besser und Frauen, die vielleicht mit Hautunreinheiten zu kämpfen hatten, können sich jetzt über eine schöne Haut freuen.

    Bild: © Depositphotos.com / nejron

  • Weizengras – wirksam mit Vitalstoffen

    Weizengras – wirksam mit Vitalstoffen

    Lange Zeit galt Weizengras als eine Art Mysterium der Gesundheitsfanatiker, und da es lange Zeit keine gesicherten Studien gab, wird bis heute darüber diskutiert, ob Weizengras einen gesundheitlichen Nutzen hat oder eher nicht. Was allerdings feststeht und auch wissenschaftlich fundiert ist, ist die Tatsache, dass der junge Weizen viele Vitalstoffe hat. Wer Weizengras in die Ernährung integriert, der profitiert zum Beispiel von den Antioxidantien, die im Weizengras enthalten sind und die erfolgreich die freien Radikalen bekämpfen, welche im Verdacht stehen, krebsauslösend zu sein. Weizengras hat aber noch mehr gesundheitsfördernde Aspekte.

    Ist Weizengras eine Alternative zum Brot?

    Wer sich beim Anblick einer Herde grasender Kühe oder Pferde schon einmal gefragt hat, wie diese Tiere alleine durch ihre ausschließlich pflanzliche Nahrung zu solchen Kraftpaketen werden, der wird sich vielleicht auch fragen, warum Menschen das nicht schaffen. Menschen essen Getreide wie Weizen, Dinkel, Hirse, Roggen und Hafer, die übrigens alle zu den Süßgräsern gehören, nur über Umwege, wie beispielsweise Nudeln, Brot oder Brötchen, aber sie essen nicht das ursprüngliche Getreide wie Weizengras. Das kann ein Fehler sein, denn nur das natürliche Produkt hat diese Quellen an Nährstoffen, die Kühe und Pferde so stark machen.

    Fundierte Studien

    Neue Studien haben die gesundheitliche Wirkung von Weizengras untersucht und viele sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Weizengras durchaus als Superfood gesehen werden kann. Weizengras kann, wenn es regelmäßig konsumiert wird, eine Art Frischzellenkur sein, denn der junge Weizen ist reich an Chlorophyll, Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen. Schon wenige Gramm Weizengras können es, was das die Nährstoffe angeht, mit mehreren Kilogramm Gemüse aufnehmen. Im Einzelnen sehen die Inhaltsstoffe von Weizengras wie folgt aus:

    • 5-mal mehr Magnesium als Bananen
    • 11-mal mehr Kalzium als Milch
    • 50-mal mehr Vitamin E als Spinat
    • 30-mal mehr Vitamin B1 als Kuhmilch
    • 5-mal mehr Eisen Spinat
    • 60-mal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte

    Dazu kommt ein sehr hoher Anteil an Eiweiß, der Weizengras auch für Veganer und Vegetarier interessant macht. Das erklärt auch die Muskelmasse von Pferden und Kühen. Weizengras hat 24-mal so viel Eiweiß wie es Hühnereier bieten und übertrifft in diesem Bereich auch die Milch um das Achtfache.

    Weizengras bei Darmerkrankungen

    Erst seit wenigen Jahren befasst sich die Wissenschaft intensiv mit der Heilkraft des Weizengrases. Eine Studie kam jetzt zu der Erkenntnis, dass der junge Weizen vor allem bei der chronischen Darmerkrankung Colitis ulcerosa ein gutes und effektives Mittel sein kann. So wurden im Rahmen einer Studie mehrere Menschen, die unter dieser chronischen Entzündung des Darms leiden, einen Monat lang mit 100 Millilitern Weizengrassaft behandelt, und alle der Betroffenen haben nach Beendigung der Studie einen deutlichen Rückgang der Beschwerden gespürt.

    Weizengras – eine Hoffnung auch bei Brustkrebs?

    Auch mit dem Thema Krebs, genauer gesagt mit dem Brustkrebs, haben sich einige internationale Studien im Zusammenhang mit Weizengras beschäftigt. Der Schwerpunkt lag hier bei den Menschen, die sich nach der Diagnose Brustkrebs einer Chemotherapie unterziehen mussten. Vermutlich hat Weizengras einen günstigen Einfluss auf die sogenannte Myelotoxizität, einen Vorgang, bei dem die Zellen, die für die Blutgerinnung, die Versorgung mit Sauerstoff und für die Immunität sorgen sollen, nicht mehr funktionieren. Dieser Vorgang kann lebensgefährlich sein, denn wenn diese Zellen abnehmen, dann ist der Körper praktisch schutzlos. Die Studienteilnehmerinnen tranken jeden Tag 60 Milliliter Weizengrassaft. 17 % konnten an der Studie bedingt durch starke Übelkeit nicht mehr weiter teilnehmen, aber bei den anderen Probandinnen stellten die Forscher fest, dass Weizengras vermutlich in der Lage ist, den Prozess der Myelotoxizität zu hemmen.

    Es gibt aber noch einen Grund, warum Weizengras für die Behandlung von Krebs zukünftig von großer Bedeutung sein kann, denn Weizengras hat die vorteilhafte Eigenschaft, die freien Radikalen, die Krebs auslösen können, einfach zu absorbieren.

    Bild: © Depositphotos.com / jannystockphoto

  • Gesünder leben mit Chia-Samen & Co.

    Gesünder leben mit Chia-Samen & Co.

    Das Leben wird in der heutigen Zeit vor allem durch den Konsum bestimmt und die günstigen Preise in den Supermärkten verlocken dazu leckere kalorienreiche Nahrungsmittel wie Nougatringe, Nutella, Plätzchen, Steaks oder Fertiggerichte zu kaufen. Auf die Gesundheit wirken sich solche und ähnliche Gerichte mit suboptimaler Nährstoffbilanz auf Dauer negativ aus. Eine Umstellung auf gesunde alternative Lebensmittel bringt für den Körper langfristig positive Erfolge, vor allem in Bezug auf das Gewicht und dem seelischen Wohlbefinden.

    Chia-Samen – Powerfood aus Mexiko

    Das südamerikanische Volk der Maya hat schon gesund gelebt, indem sie Chia-Samen in ihren täglichen Ernährungsplan aufgenommen haben. Vor allem die Boten profitierten von dem hohen Nährstoffgehalt der Chia-Samen. Im Magen quellen die Samen auf und halten das Hungergefühl für drei bis fünf Stunden auf Abstand. Heute sind Chia-Samen als Powerfood bekannt und werden mittlerweile überall angeboten. Bei Rossmann, DM und einigen Supermarktketten sind die gesunden Samen für weniger als 10,00 Euro für eine 350 bis 500 Gramm Packung zu haben. Eine Ernährungsumstellung sollte die Chia-Samen beinhalten. Denn in ihnen stecken die wertvollen Inhaltsstoffe Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren mit denen der Körper gesund ernährt wird. Der Kalziumgehalt ist 500 mal höher als in Milch und die Verdauung anderer Lebensmittel wird in Verbindung mit Chia-Samen erleichtert.

    Wer die Nährstoffbomben in Wasser aufweicht, wird deren hohe Wasseraufnahme bemerken, weshalb sie sich optimal für eine Regulierung des Wasserhaushalts eignen. Bei sportlichen Aktivitäten wirken die Chia-Samen wunderbar als Energielieferant und sind dazu noch glutenfrei. Geeignet sind die mexikanischen Powersamen zur Ernährungsumstellung, Wundheilung, Linderung von Gelenkschmerzen, Diabetes, Gewichtsreduzierung, Sodbrennen und vielen weiteren Problemen. In Wasser aufgequellt eignen sie sich als Eiersatz beim Backen. Ein Chia-Pudding ist sehr lecker und entsteht indem die Samen in eine Schüssel Milch gelegt werden. Nach rund fünf Stunden sind sie fest geworden und haben einen gesunden Pudding als Alternative zu industriellen Puddingcremes aus der Tüte gebildet.

    Dinkel statt Weizenmehl

    Eine Alternative zu klassischem Mehl stellen Dinkel und Leinsamen dar. Das Dinkelkorn zählt zu den Spelzgetreiden und ist eine Weizenart. In Ägypten wurde der Dinkel im Altertum angebaut und fand dann Verbreitung bis nach Europa. Die berühmte Heilerin Hildegard von Bingen schwörte auf das Dinkelkorn und empfahl des allen Menschen in jeder Lebenslage als ein gesundes Nahrungsmittel.

    Im Vergleich zum Weizenmehl der Type 405 oder 450 enthält Dinkelmehl deutlich mehr Mineralstoffe. Neben den Mineralstoffen ist der Anteil an Spurenelementen ebenfalls höher. Der starke Kieselsäure-Gehalt wirkt sich zudem positiv auf das Hautbild aus. Der Gehalt an Vitamin B1, B2, B3, B6 und E ist anteilig höher als beim Weizenmehl. Zur Vorbeugung vor Krankheiten eignet sich das Dinkelkorn und Dinkelmehl, vor allem weil die enthaltenen Fettsäuren, Nährstoffe und Aminosäuren qualitativ sehr hochwertig sind. Auf die Stimmung wirkt sich Dinkel positiv aus und dafür verantwortlich ist eine spezielle Aminosäure. Die körperliche und geistige Leistung kann durch den Verzehr von Dinkel nachhaltig gesteigert werden. Der Verzicht auf Weizenmehl und Dinkel als Alternative ist ein Gewinn für die Gesundheit.

    Eine Ernährungsumstellung, in welcher Chia-Samen und Dinkelmehl in den Ernährungsplan aufgenommen werden, wirkt sich langfristig positiv auf das gesundheitliche Wohlbefinden aus. Es gibt wunderbare Rezepte für leckere Gerichte aus Dinkel und Chia-Samen mit denen der Speiseplan bereichert werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / al1962

  • Abbaubare Implantate – eine Entlastung für den Körper

    Abbaubare Implantate – eine Entlastung für den Körper

    Eine Schraube, die das Schultergelenk zusammenhält, Nägel, die das Schienbein fixieren und ein Stent, der nach einem Herzinfarkt eingesetzt wurde – diese „Ersatzteile“ sind sehr hilfreich, aber sie bergen auch Gefahren. Normalerweise müssen Implantate nach einer gewissen Zeit wieder entfernt werden, aber das geschieht nicht immer. Verbleiben die Implantate im Körper, dann kann es passieren, dass sie auf Wanderschaft gehen und dann zu Entzündungen im Gewebe führen, die schnell chronisch werden können. Jetzt gibt es abbaubare Implantate, die sich einfach auflösen und keine Folgeoperationen mehr notwendig machen.

    Implantate aus Magnesium

    Die neuen abbaubaren Implantate wurden vom Austrian Institute of Technology entwickelt und stellen eine Art Meilenstein im Bereich der Implantate dar. Abbaubare Implantate bestehen aus einer Magnesium-Legierung, die neben Magnesium auch kleine Mengen von Zink und Kalzium enthalten. Damit ist ein Implantat aus natürlichen Mineralstoffen entstanden, die auch im Körper vorkommen. Die Wissenschaftler aus Österreich haben ganz bewusst auf Stoffe verzichtet, die im Körper nicht vorkommen und daher auch nicht mehr abgebaut werden können. Was aber besonders wichtig ist, abbaubare Implantate enthalten kein Aluminium mehr, denn das Metall steht im Verdacht, Alzheimer auszulösen.

    Abbaubare Implantate sind schon im Einsatz

    Die ersten Implantate, die der Körper wieder abbauen kann, wurden bereits mit großem Erfolg getestet. In ersten klinischen Studien wurde aber auch klar, dass mineralische Implantate noch nicht die Festigkeit haben, wie sie die Implantate aus Metall haben. Ein großer Vorteil gegenüber Metallimplantaten aber besteht darin, dass die abbaubaren Implantate eine größere Flexibilität in der Bewegung haben. Das kommt vor allem den Patienten zu Gute, die mit einem Implantat in einem Gelenk leben müssen. Neue Modelle zeigen außerdem bei der Festigkeit kaum noch Unterschiede zu den Implantaten, die wie bisher aus Titan bestehen.

    Viele Vorteile

    Für die Herzchirurgie und auch die Orthopädie sind die abbaubaren Implantate eine sehr große Hilfe. Wenn zum Beispiel nach einem Herzinfarkt sogenannte Stents zum Einsatz kommen, dann lösen sich diese nach einer gewissen Zeit einfach auf und verschwinden. Anders als bei Implantaten aus Metall gibt es keine Folgeoperationen mehr, denn diese OPs sind nicht selten schwierig, wenn das Implantat mit dem Gewebe stark verwachsen ist und sich Narbengewebe gebildet hat. Da die neuen Implantate sich beim Aussehen und bei der Handhabung von den klassischen Metallmodellen kaum unterscheiden, müssen sich die behandelnden Ärzte auch nicht umstellen.

    Kurz vor der Zulassung

    Es dauert nicht mehr allzu lange, dann werden abbaubare Implantate auch in deutschen Operationssälen zugelassen. Die klinische Phase ist bereits abgeschlossen und die Hersteller der neuen Implantate warten jetzt nur noch darauf, dass es eine Zulassung gibt. Dieser Zulassung wird aber nichts im Wege stehen, da die abbaubaren Implantate dabei helfen, viel Geld zu sparen und für den Patienten auch besser verträglich sind.

    Bild: © Depositphotos.com / plepraisaeng

  • Was hilft gegen Wadenkrämpfe?

    Was hilft gegen Wadenkrämpfe?

    Wer häufig unter Wadenkrämpfen leidet, weiß, wie unangenehm und schmerzvoll diese sein können. Besonders tückisch: Krämpfe in den Waden kommen meist ohne jede Vorwarnung und besonders gern in der Nacht, wenn Sie entspannt im Bett liegen und fest schlafen. Doch auch Sportler leiden häufig unter Wadenkrämpfen, wenn sie gerade trainieren. Woher die Wadenkrämpfe kommen, wieso Sie sie besonders in der Nacht und beim Sport bekommen und was Sie gegen die Wadenkrämpfe unternehmen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

    Die gute Nachricht vorweg: Wadenkrämpfe sind meist harmlos. Sie tun zwar höllisch weh, sind jedoch in der Regel kein Anzeichen für eine ernstzunehmende Erkrankung. Es handelt sich bei einem Wadenkrampf lediglich um ein plötzliches Zusammenziehen des Muskels in der Wade, der sich dann für einige Sekunden oder gar Minuten verhärtet. Nachdem der Wadenkrampf verschwunden ist, bleibt manchmal ein drückendes Gefühl zurück, das stark an Muskelkater erinnert. Andere (ernstzunehmende) Folgen von Wadenkrämpfen sind nicht bekannt.

    Wadenkrämpfe: Dadurch werden sie verursacht

    Die Ursachen für Wadenkrämpfe sind vielseitig und nicht selten kommt es vor, dass Menschen scheinbar ohne erkennbaren Grund unter Wadenkrämpfen leiden. Man spricht in diesem Fall von sogenannten idiopathischen Wadenkrämpfen. Treten diese nur selten auf und legen sich schnell wieder, besteht kein Grund zur Sorge. In der Regel sind die Wadenkrämpfe dann familiär bedingt und harmlos.

    Darüber hinaus gibt es verschiedene Ursachen für Wadenkrämpfe, die sich bestimmen und dadurch auch behandeln lassen. Hierzu zählen:

    • Überanstrengung der Muskulatur (beim Sport)
    • Unterforderung der Muskulatur (und daraus resultierende Verkürzung der Muskeln)
    • Geringe Flüssigkeitszufuhr
    • Geringe Mineralstoffzufuhr
    • Unbequemes Schuhwerk
    • Alter
    • Schwangerschaft

    Der Grund, aus dem Sportler häufig Wadenkrämpfe haben, ist eindeutig: Sie überanstrengen ihre Muskeln und gönnen ihnen keine Ruhephasen. Die Quittung kommt meist flott und ohne Ankündigung: Besonders Jogger, Marathonläufer und andere Sportler, die vorrangig ihre Beine belasten, leiden häufig unter Wadenkrämpfen. Unter Schwimmern sind die Wadenkrämpfe, die durch meist kaltes Wasser begünstigt werden, gefürchtet, da sie zu schweren Unfällen führen können.

    Zu der Überbelastung beim Sport gesellen sich auch häufig noch eine Unterversorgung mit Wasser und Mineralien. Wer sportlich aktiv ist, muss viel trinken, um nicht zu dehydrieren. Andernfalls drohen Wadenkrämpfe und wesentlich ernstere Folgen.

    Besonders betroffen: Sportler, Schwangere und alte Menschen

    Ein Mangel an Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium tritt nicht nur bei Sportlern auf. Jeder Mensch muss darum bemüht sein, sich ausgewogen zu ernähren, um seinen Körper mit allen Stoffen zu versorgen, die dieser braucht. Ein Symptom der Mineralstoff-Unterversorgung sind schmerzhafte Wadenkrämpfe.

    Ein besonders hohes Risiko der Wadenkrämpfe besteht bei Menschen, die einen erhöhten Mineralstoff-Bedarf haben. Hierzu gehören vor allem schwangere Frauen und alte Menschen. Frauen, die ein Kind erwarten, leiden besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft unter vermehrten Wadenkrämpfen. Bei alten Menschen kommt hinzu, dass diese meist zu wenig trinken. Das verstärkt das Risiko von Wadenkrämpfen zusätzlich.

    Eine andere, ganz profane Ursache für Wadenkrämpfe sind unbequeme Schuhe – allen voran die bei Frauen sehr beliebten High Heels. Durch die unnatürliche Stellung der Füße werden die Muskeln der  Wade sehr beansprucht. Wadenkrämpfe sind dann eine häufige, jedoch keinesfalls gefährliche Folge.

    Was tun gegen Wadenkrämpfe?

    Die meisten Menschen reagieren instinktiv, wenn sie ein Wadenkrampf überkommt. Sie überdehnen die Wadenmuskulatur, indem sie die Ferse nach vorn und die Fußspitzen nach oben ziehen. Wer nachts von einem Wadenkrampf überrascht wird, sollte aufstehen, um das betroffene Bein durchzustrecken.

    Wer sich langfristig vor Wadenkrämpfen schützen will, sollte darauf achten, seine Muskulatur weder zu unter- noch zu überfordern. Auch die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit und Mineralstoffen trägt maßgeblich dazu bei, Wadenkrämpfe zu verhindern.

    Mineralstoffreiche Lebensmittel sind unter anderem:

    • Quinoa
    • Haferflocken
    • Hülsenfrüchte, z.B. Kidneybohnen
    • Vollkornprodukte
    • Nüsse
    • Trockenfrüchte, z.B. Bananen
    • Zartbitterschokolade

    Auch wenn Wadenkrämpfe zum Teil sehr wehtun können und Ihnen den Schlaf rauben, sind sie in der Regel ungefährlich. Dennoch sollten Sie genau beobachten, wie oft Sie Wadenkrämpfe haben und wie lang diese anhalten. Wenn Sie dabei verschiedene Auffälligkeiten feststellen, ist es ratsam, sich an einen Arzt zu wenden.

    Bild: © Depositphotos.com / blasbike

  • Amarant – eine der wichtigsten Eiweißquellen für Vegetarier

    Amarant – eine der wichtigsten Eiweißquellen für Vegetarier

    Wer sich gesund und ausgewogen ernähren möchte, der muss neben Fett, Kohlehydraten und zahlreichen Mineralstoffen auch ausreichend Proteine in der Form von Eiweiß zu sich nehmen. Das geschieht bei einer „normalen“ klassischen Ernährung vor allem durch Fleisch, Fisch, Milchprodukte wie Käse oder Quark und auch durch Eier. Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, können nicht auf diese wertvollen Proteinquellen zurückgreifen, sie müssen das lebensnotwendige Eiweiß durch pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen. Das ist nicht immer ganz so einfach. Eine neue Getreidesorte, die jetzt vom Institute of Food Technologists in Chicago vorgestellt wurde, sorgt dafür, dass der Speiseplan für Vegetarier und Veganer noch breiter gefächert werden kann.

    Amarant – ein gesundes Getreide

    Die Natur kennt viele hervorragende Eiweißquellen, zu denen unter anderem auch die bekannten Getreidesorten wie Hafer, Dinkel und auch Weizen gehören. Reis und Soja sind ebenfalls eine gute Alternative zu den tierischen Eiweißlieferanten und bieten viele Möglichkeiten, um sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Mit Amarant ist jetzt ein weiteres Getreide dazu gekommen, das sich sehr gut eignet, die vegane und vegetarische Küche zu ergänzen. Amarant ist ein sogenanntes Pseudogetreide, das zu den Fuchsschwanzgewächsen zählt und dessen Samen an Hirse erinnert. Es gibt 70 verschiedene Amarant Arten und die größte Vielfalt ist auf dem nordamerikanischen Kontinent zu finden.

    Amarant ist nicht nur ein sehr guter Lieferant für Proteine, das Pseudogetreide ist auch ideal für alle, die eine Glutenunverträglichkeit haben. Auch für Schwangere ist Amarant perfekt, denn Amarant enthält viel wichtiges Eisen.

    Wie kann Amarant zubereitet werden?

    Vor allem die Blätter der meisten Amarant Arten schmecken sehr lecker. Die Blätter sind zart wie Mangold oder Spinat, sie werden wie die beiden bekannten Gemüsesorten zubereitet und auch der Geschmack erinnert ein wenig an Spinat und Mangold. Sehr gesund sind die jungen Blätter, die ein leicht nussiges Aroma haben und selbst die Wurzel der Pflanzen lässt sich in der Küche verwenden und schmeckt angenehm mild nach Rote Bete. Amarant hat seinen Weg auch in die Baby- und Kindernahrung gefunden und wird zum Beispiel in Form von Keksen und Brei angeboten. Als Gebäck schmeckt Amarant ebenso gut wie auch als Müsli, es kann als Zutat für Kuchen und Omeletts verwendet werden und im Fast Food Bereich wird Amarant als Riegel oder als kleiner Snack angeboten.

    Perfekt für die vegetarische Küche

    Nicht jeder, der sich vegan oder vegetarisch ernährt, lebt auch gesund, viele, die sich für eine rein pflanzliche Ernährung entschieden haben, leiden unter Mangelerscheinungen. Amarant ist eine Garantie für eine gesunde pflanzliche Ernährung, denn der Gehalt an Eiweiß und Mineralstoffen ist deutlich höher als bei den traditionellen Getreidesorten und auch Soja kann mit Amarant nicht mithalten. Amarant wurde schon bei den Ureinwohnern Amerikas sehr geschätzt, denn es enthält Zink und Magnesium, Eisen und ungesättigte Fettsäuren, auch als Lieferant für Kohlehydrate ist Amarant eine gute Wahl.

    Im Mittelalter hatte Amarant eine ganz besondere Bedeutung und wurde als die „immerwährende“ Pflanze bezeichnet, die angeblich magische Kräfte hat. Heute ist Amarant eine gute Wahl für alle, die sich rein pflanzlich, aber immer auch gesund ernähren wollen.

    Bild: © Depositphotos.com / bhofack2