Schlagwort: Mücken

  • Borreliose Symptome und Auswirkung

    Borreliose Symptome und Auswirkung

    Im Frühling und Sommer gehen kleine, nicht ganz ungefährliche Blutsauger auf Beutezug.

    Meist versteckt in Hecken, hohen Gräsern, auch im Gebüsch warten sie gierig auf ihre Opfer, an welche sie sich wie Kletten heften und nicht eher ruhen, bis sie sich voll gesaugt, gar ihren Hunger nach unserem roten Lebenssaft befriedigt haben. Zecken! Sie sind die Überträger und zugleich Auslöser der gefürchteten Borreliose, welche neben der weniger häufig auftretenden Krankheit FSME (meist auf bestimmte Bundesländer begrenzt) zu schweren Folgeschäden führen kann. Ein dramatischer Fakt ist die Tatsache, dass Borreliose Symptome in Folge von Unachtsamkeit schier übergangen werden. Denn: hat sich die Zecke erst einmal voll gesaugt, fällt sie ab. Zurück bleibt nicht mehr als ein „Mückenstich“, welcher im Nachhinein nicht immer direkt mit einem Zeckenbiss in Verbindung gebracht werden kann. Deshalb empfiehlt sich nach jedem Waldspaziergang, nach jeder Pilzsuche oder generell nach Aktivitäten in freier Natur ein Körpercheck.

    Borreliose bewusst vorbeugen

    Dichte Kleidung, auch Zeckenschutzmittel (in der Apotheke oder Drogerie erhältlich) können den Menschen vor Zeckenbefall schützen – dennoch, ganz ausschließen können wir auch dann einen Zeckenangriff nicht. Zecken lieben es gerne warm und feucht. Deshalb befallen sie vorwiegend die menschlichen Weichteile (Bauch, Oberschenkel, Leistengegend etc.). Aber auch andere Körperstellen können durchaus betroffen sein. Erfahrungsgemäß fallen Zecken nicht von Bäumen herab, um sich auf dem menschlichen Haupt niederzulassen. Dieses Ammenmärchen macht gerne die Runde, wurde aber bereits von Experten widerlegt! Neben Kindern und Erwachsenen halten sich Zecken auch an das liebe Vieh. Somit ist es möglich, dass gerade Hunde Zecken mit nach Hause bringen, welche dann eventuell zum Menschen übersiedeln.

    Borreliose: Krankheit, Borreliose Symptome und Behandlung

    Der allgemeine Begriff Borreliose bezeichnet verschiedene Infektionskrankheiten, welche durch Bakterien (so genannte Borrelia) ausgelöst werden. Der Hauptüberträger ist und bleibt die heimische, infizierte Zecke. In diesem Zusammenhang tritt die bekannte Lyme-Borreliose in Erscheinung, welche durch Zeckenfall (Holzbock) auf Mensch und Säugetier übertragen werden kann. In seltenen Fällen sind auch Stechmücken und Bremsen Überträger dieser „heimtückischen“ Krankheit. Zeckensaison beginnt im März und endet im Oktober. In diesem genannten Zeitraum gilt es jede unbekannte Rötung genau zu beobachten und zu hinterfragen, denn wird ein Mensch durch einen infizierten Holzbock mit Borreliose angesteckt, ist eine schnelle Behandlung mit Antibiotika von Nöten.

    Borreliose Symptome

    Nach dem Biss einer Zecke rötet sich die Haut wie nach einem ganz normalen Mückenstich. Auch wirkt die betroffene Stelle erhaben. Anders als bei Insektenstichen juckt die „Wunde“ länger, auch die entstandene, leichte Schwellung bleibt mehrere Tage sichtbar bestehen.

    Bei einem nicht infektiösen Zeckenbiss klingen Rötung und Schwellung nach spätestens 14 Tagen vollkommen ab. Wurde ein Mensch allerdings von einer mit Borrelia infizierten Zecke gebissen, beginnt sich die Rötung auszubreiten. Um die Bissstelle entsteht ein roter, auffallender Kranz (Wanderröte). Die Schwellung insgesamt bleibt bestehen. Dieser rötliche Kreis ist ein typisches Borreliose-Symptom. Nun spätestens steht ein Arztbesuch an, denn weitere – nicht einfach von selbst verschwindende – gravierende Borreliose Symptome werden folgen. Die Lyme-Borreliose wird in drei Krankheitsphase unterteilt und verläuft in Intervallen. Unbehandelt kann die Lyme-Borreliose bis zum Nervensystem vordringen, wo sie – im schlimmsten Fall – schwere, chronische Schädigungen hervorruft. Und das wirklich Heimtückische dabei, haben die Schädlinge erst einmal die Blut-Gehirn-Schranke passiert, dann sind sie auch durch Antibiotika nicht mehr zu bekämpfen und bleiben uns ein Leben lang erhalten.

    Hierbei treten folgende, teils unspezifische Symptome auf:

    • Fieber
    • Nachtschweiß
    • Muskel- und Gelenkschmerzen
    • Abgeschlagenheit
    • Kopfschmerzen
    • Erkältungssymptome

    Borreliose-Ausbruch: Phase 1 bis 3

    Nach Phase 1 folgt meistens eine Ruheperiode. Doch die Ruhe trügt. Zwischen Phase  1 und 2 beginnen die Borrelia bereits den ganzen Organismus anzugreifen und das Immunsystem zu schwächen. Sensibilitätsstörungen, auch leichte Lähmungserscheinungen sind die Borreliose Symptome der fortschreitenden Phase 2. Blieb die bestehende Borreliose bis dahin unerkannt und unbehandelt geht sie über in die 3. Phase: Chronifizierung der Krankheit!

    Immerwiederkehrende Gelenkschmerzen, Verfärbungen der Haut, neurologische Defekte können nun nur noch mit entsprechenden Medikamenten nachträglich gelindert werden. Die Folgen einer nicht entdeckten Borreliose sind folgenschwer, daher ist ein Gang zum Arzt immer dann anzuraten, wenn:

    • sich Stich- oder Bissstellen (unbekannter Herkunft) am menschlichen Körper röten und nachhaltig ausbreiten
    • ein roter Kreis um die Stich- oder Bissstelle entsteht
    • Kopf-, Gliederschmerzen, Fieber, Lähmungserscheinungen auftreten

    Mit  Hilfe von Zeckenzangen (im Fachhandel erhältlich) ist das ordnungsgemäße, richtige Entfernen des gesichteten Holzbocks kein Problem. Wichtig ist, den ganzen Körper der Zecke zu entfernen. Ein stecken gebliebener Zeckenkopf kann neben Borreliose auch Entzündungen oder Vereiterungen hervorrufen.

    Wird Borreliose diagnostiziert, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Bei vorgeschriebener Einnahme des Medikaments heilt die Borreliose vollständig (meist ohne Spätfolgen) ab und verliert ihren Schrecken. Deshalb: Immer schön auf Borreliose Symptome achten. Früherkennung zahlt sich aus!

    Bild: © Depositphotos.com / fffranzzz

  • Bewährte Hausmittel gegen Insektenstiche

    Bewährte Hausmittel gegen Insektenstiche

    Immer wenn es Sommer wird, dann werden auch diverse Insekten zu echten Plagegeistern. Bienen und Wespen stechen immer nur dann zu, wenn sie sich bedroht fühlen, Bremsen und Mücken stechen, weil sie sich vom Blut anderer Lebewesen ernähren. Streng genommen stechen Mücken und Bremsen auch nicht, sie beißen ihr Opfer, aber auch das ist sehr schmerzhaft und kann für Menschen, die allergisch auf Insektengifte reagieren, sogar lebensgefährlich werden. In der Regel sind aber sowohl die Insektenstiche als auch die Insektenbisse harmlos, aber wie gesagt, unangenehm und schmerzhaft. Wer gerade keine kühlende Salbe zur Hand hat, der kann mit bewährten Hausmitteln den Schmerz lindern.

    Zwiebeln, Essig und Zitronen

    Essig, eine Zitrone und auch Zwiebeln sind in jedem Haushalt zu finden und diese drei sind besonders wirksame Mittel, wenn zum Beispiel eine Wespe oder eine Biene zugestochen haben. Die Zwiebel wird halbiert und anschließend gitterförmig eingeschnitten. Dann wird der Saft herausgepresst und das sollte direkt über dem Stich passieren. Auch eine frisch aufgeschnittene Zwiebel mit der Schnittfläche nach unten auf den Stich legen sorgt dafür, dass der Schmerz nachlässt und die Einstichstelle zudem auch desinfiziert wird.

    Das Gleiche gilt für eine Zitrone, die ebenfalls halbiert und dann auf die Einstichstelle gelegt wird. Nach nur wenigen Minuten wird der Schmerz nachlassen und der Stich schwillt nicht mehr so stark an. Ein sehr altes Rezept ist Essig oder genauer gesagt Apfelessig. Hat die Biene zugestochen, dann sollte sofort ein sauberes Papiertaschentuch oder Küchenpapier mit Essig getränkt und auf den Stich gelegt werden. Der Essig kühlt angenehm, er nimmt den lästigen Juckreiz und hat die Fähigkeit, das Insektengift unter der Haut aufzulösen. Bei hartnäckigen Stichen sollte mehrmals am Tag ein kleiner Lappen mit Essig auf die Einstichstelle gelegt werden.

    Quark, Beeren und Kräuter

    Neben Schmerzen verursachen Insektenstiche und Insektenbisse auch einen starken Juckreiz, und um diesem Juckreiz entgegenzuwirken, können Quark und Kräuter sehr hilfreich sein. Breit- und Spitzwegerich ist perfekt, um den Stich abheilen zu lassen und den Juckreiz zu nehmen. Spitzwegerichtee gibt es in der Apotheke oder im Reformhaus und wer selbst Spitz- und Breitwegerich im Wald pflücken möchte, der muss, wenn die Wespe zugestochen oder die Mücke zugebissen hat, einfach die Blätter zerreiben oder zerkauen und dann auf den Stich geben. Alle, die häufig Probleme mit Insektenstichen haben, sollten an heißen Sommertagen vorsorglich eine Kanne Spitzwegerichtee kochen und bei Bedarf einen Lappen damit tränken und diesen dann auf den Stich legen.

    Quark ist ein Hausmittel, das vielfältig zum Einsatz kommen kann, denn Quark kühlt, nimmt den Schmerz und wirkt entzündungshemmend. Bei einem Insektenstich einfach den Quark auf eine Mullkompresse packen, die Kompressen dann auf den Stich legen und das Ganze mit einem Geschirrtuch umwickeln. Die Kompresse sollte, solange sie feucht ist, auf der Wunde bleiben. Um den Stich zu kühlen und den Schmerz zu lindern, kann es auch helfen, eine Johannisbeere zu zerdrücken und sie auf die Wunde zu legen. Wer ein Fläschchen Kölnisch Wasser in der Tasche hat, der kann auch das Parfüm als Erste Hilfe Maßnahme gegen Insektenstiche verwenden.

    Bild: © Depositphotos.com / zoeytoja

  • Das hilft gegen lästige Gelsen an lauen Sommerabenden

    Das hilft gegen lästige Gelsen an lauen Sommerabenden

    Viele nervt schon das surrende Geräuscht der kleinen Biester – und stechen sie dann einmal zu, wird es noch unangenehmer. Gelsen, Stechmücken oder Moskitos – wie immer sie auch genannt werden, es gibt mehr als 40 Arten von ihnen. Doch was hilft wirklich gegen die Plagegeister an milden Sommerabenden?

    Gelsenplage ja oder sein?

    Das hängt ganz von den Wetterbedingungen im Frühjahr ab. Denn gibt es da viel Feuchtigkeit und ist der Sommer dann lange hieß, bestehen nahezu perfekte Bedingungen für eine Gelsenplage. Vor allem die heftigen Regenfälle Ende Mai und Anfang Juni lieferten ideale Brutvoraussetzungen für die Gelsen. Derzeit schlüpfen sie aus den Larven und werden manchmal zu echten Plage.

    Gefahr für die Gesundheit?

    Grundsätzlich wird der Juckreiz, den viele nach einem Gelsenstich spüren, von den Proteinen ausgelöst, die von der Stechmücke in die Saugstelle eingespritzt wird. Dies soll das Gerinnen des Blutes unterbinden. Körpereigenes Histamin, das in der Folge ausgeschüttet wird, sorgt für den Knubbel, der kurz nach einem Gelsenstich sichtbar wird. In hiesigen Breitengraden sind alle Symptome des Insektenstiches jedoch harmlos und sind nur in Ausnahmefällen eine Gefahr. In anderen Weltregionen sieht es da schon anders aus, da können mit der Speichelübertragung beim Stich durchaus Viren, Bakterien oder Parasiten übertragen werden. Vor allem Asien und Afrika sind hier Gefahrenzonen, von denen Reisende oft nach einem Insektenstich mit Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder dem West-Nil-Fieber retour kommen.

    Gelsenstecker sind in ihrer Zusammensetzung umstritten

    Auf dem Markt gibt es mittlerweile unzählige Schutzmittel und Systeme, um sich gegen die Plagegeister zu wehren. Doch einige davon sind sowohl in ihrer Wirkung als auch in ihrer Zusammensetzung durchaus umstritten. Gels und Lotionen sind oft mit Diethyltoluamid und Icaridin versetzt, die keinesfalls über einen längeren Zeitraum verwendet werden sollen. Auch Gelsenschutzstecker sind nicht wirksam, denn das im Raum frei gesetzte Insektizid reizt bestenfalls die Augen und Schleimhäute, aber weniger die Gelsen.

    Gelsenschutz ohne Chemiekeule

    Wesentlich effektiver und ohne Bedenken in der Anwendung sind da die guten alten Fliegengitter. Diese haben sogar den Nebeneffekt, dass auch andere Insekten wie Wespen, Hornissen oder Fliegen bequem draußen gehalten werden. Neuere Konstruktionen, die im Fachhandel erhältlich sind, schützen zusätzlich vor Pollen und Grassamen, womit Allergikern generell geholfen ist und sommerliches Schlafen mit geöffnetem Fenster wieder einwandfrei möglich wird.

    Terrasse, Balkon und Garten entsprechend gelsenfrei optimieren

    Klar ist, dass stehende Gewässer – egal welcher Größe – den Mücken als hervorragende Brutstätte dienen. Deshalb sollten beim Kampf gegen die Gelsen auf sämtliche Vorrichtungen wie Regentonnen, Gießwasser, kleine Teiche und Lacken, Bedacht genommen werden. Sie sollten zumindest entsprechend abgedeckt werden, um zu verhindern, dass die Plagegeister ihre Brut in unmittelbarer Nähe zum Haus und womöglich zum Schlafzimmer ablegen. Als weitere Maßnahmen kann man Stechmücken-Larven hervorragend und sehr wirkungsvoll in der Regentonne oder im Gartenteich mit Tabletten bekämpfen. Die Methode ist auch umwelttechnisch absolut bedenkenlos in der Anwendung, denn als Wirkstoff kommt ein ganz spezieller Bazillus zum Einsatz. Er hört auf den klingenden Namen Bacillus thuringensis israelensis, kurz Bti. In heimischen Baumärkten gibt es das mikrobiologische Mittel entweder als Tablette oder flüssig. Damit kann es sogar großflächig zur Mückenbekämpfung angewandt werden. Nachdem ausschließlich gewisse Mückenarten auf das Mittel negativ reagieren, liegt es auf der Hand, dass es für andere Tiere im Garten oder Menschen absolut unbedenklich ist. Das Wasser aus der Tonne kann sogar später als Blumengießmittel verwendet werden – absolut ohne Bedenken.

    Nach dem Stich

    Und wenn die Biester doch zugestochen haben, hilft eigentlich nur eines: Kühlen, kühlen und nochmals Kühlen. Je nach Lage am Körper kann der Betroffene einfach kalt duschen oder Arm, Hand oder Fuß unter den kalten Wasserstrahl halten. Eine kühlende und gleichzeitig abschwellende Wirkung hat ein Umschlag mit Essigsaurer-Tonerde. Damit wird auch der Knubbel an der Einstichstelle nicht ganz so groß und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.

    Bild: © Depositphotos.com / spline_x

  • Exotisches Fieber – gefährliches Reiseandenken

    Exotisches Fieber – gefährliches Reiseandenken

    Jeder bringt aus dem Urlaub ein kleines Andenken mit nach Hause, aber auf die Andenken, die immer mehr Urlauber aus tropischen Ländern mit nach Hause bringen, möchte man gerne verzichten. Mückenarten wie die Tigermücke sind immer häufiger an Bord von Flugzeugen zu finden, und mit der Mücke kommen auch gefährliche Infektionskrankheiten nach Europa. Das Dengue-Fieber oder das nicht weniger gefährliche Chikungunya-Fieber sind mehr und mehr rund um den Globus unterwegs. Heute werden mehr als 2,5 Milliarden Menschen weltweit von diesen Viren bedroht und 400 Millionen Menschen in 100 Ländern infizieren sich und viele von ihnen sterben an tropischen Krankheiten, die von Mücken übertragen werden.

    Tropenkrankheit Dengue-Fieber

    Vor allem das Dengue-Fieber ist auf dem Vormarsch. Alleine in Deutschland gab es 2013 mehr als 900 Fälle von Dengue-Fieber, und gegenüber dem Jahr 2001 ist das zehnmal so viel. Weltweit stieg die Zahl in den vergangenen 50 Jahren um das 30-fache und ein Ende ist nicht abzusehen. Dengue-Fieber kommt besonders häufig in Südamerika, Indien, Südostasien und in Zentralafrika vor, aber 2010 erkranken auch in Südfrankreich und Kroatien Menschen am Dengue-Fieber. Allein auf der Insel Madeira infizierten sich 2010 über 1.300 Menschen mit dem Virus.

    Nach Ansicht von Experten wird die Zahl der am Dengue-Fieber erkrankten in den nächsten Jahren noch weiter steigen, denn durch den klimatischen Wandel fühlen sich die Überträger der Krankheit, die Gelbfiebermücke und auch die Tigermücke, auch in Europa sehr wohl. Die Mücken werden mehr und mehr eingeschleppt, sie kommen mit dem Schiff und mit dem Flieger und sie sind blinde Passagiere, die erst bemerkt werden, wenn es schon zu spät ist.

    Die Mücken mögen Deutschland

    Die asiatische Tigermücke hat sich längst weitab von ihrem ursprünglichen Zuhause eine neue Heimat gesucht und lebt mittlerweile gerne in Italien, in Spanien, im Süden von Frankreich und auch in Deutschland. Vor drei Jahren wurden die exotischen Insekten in Bayern und auch in Baden-Württemberg zum ersten Mal gesichtet und seit dem sind sie auf dem Vormarsch. Auch wenn die Angst vor den Mücken groß ist, so gibt es doch eine beruhigende Nachricht, denn bei keiner einzigen der bisher untersuchten Mücken wurde das Dengue-Fieber nachgewiesen.

    Aber die Gefahr besteht trotzdem, denn theoretisch kann jede Mücke dieser Art, die einen Menschen gestochen hat, der bereits mit einer tropischen Krankheit infiziert hat, den Virus beim nächsten Stich weitergeben. Sie gibt das Virus aber auch an ihren Nachwuchs weiter, der infiziert sich und gibt das Virus weiter.

    Wie ein grippaler Infekt

    Nicht jeder, der von einer tropischen Mücke gestochen wird, erkrankt auch zwangsläufig am Dengue-Fieber, die meisten merken überhaupt nichts. In den meisten Fällen verläuft das Dengue-Fieber in einer milden Form. Die Infizierten haben grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Nur in zwei bis vier Prozent aller Erkrankungen kommt es auch zu inneren Blutungen und zu einem Schock, der zum Tode führen kann.

    Es gibt keinen Schutz vor dem Dengue-Fieber, denn bislang konnte noch keine Impfung gegen das Virus gefunden werden. Schützen kann man sich trotzdem, und zwar durch lange Kleidung, auch Mittel, die die Mücken abwehren, helfen effektiv dabei, dass man nicht von einer infizierten Mücke gestochen wird.

    Wie gefährlich ist das Chikungunya-Fieber?

    Neben dem Dengue-Fieber gehört auch das Chikungunya-Fieber zu den unliebsamen Reiseandenken aus den Tropen. Auch hier sind wieder die Tiger- oder die Gelbfiebermücke die Überträger, vor allem in Indien fordert das Fieber immer mehr Opfer. Wie beim Dengue-Fieber, so wurden auch beim Chikungunya-Fieber in Deutschland noch keine infizierten Mücken gefunden, aber das kann sich schnell ändern, denn Reisen in tropische Länder sind nach wie vor im Trend und mit jedem Reisenden steigt die Gefahr, dass immer mehr Mücken nach Deutschland kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Allein die Vorstellung, dass sich im Darm Würmer aufhalten könnten, verursacht bei den meisten Menschen ein Ekelgefühl. Aber so schrecklich das auch klingen mag, Gesundheitsexperten vermuten, dass jeder Mensch im Verlauf seiner Kindheit schon einmal Würmer im Darm hatte. Wurmbefall im Darm ist unangenehm und kann gefährlich werden, je nachdem, welcher Wurm sich im Darm befindet. In der Regel werden Menschen von drei verschiedenen Wurmarten aufgesucht, dem Spulwurm, dem Madenwurm und dem bekannten Bandwurm. Alle diese Helminthen, wie die Würmer mit medizinischem Namen heißen, leben als Parasiten, also als Schmarotzer, die im Verlauf ihres Lebens immer mal wieder den Wirt oder den Zwischenwirt wechseln.

    Wie kommen die Würmer in den Darm?

    Verunreinigte Speisen oder auch der direkte Kontakt mit Tieren verursachen einen Wurmbefall im Darm. Sind die Würmer dann im Darm angekommen, dann vermehren sie sich und legen Eier, aus denen dann später Larven werden. Es gibt aber auch Wurmarten, die von Mücken oder Fliegen übertragen werden und durch den Hautkontakt in den Darm gelangen. Diese Würmer sind allerdings nicht in Europa zu finden, sie können aber ein unschönes Mitbringsel aus dem Urlaub in den Tropen sein.

    Welche Symptome sind für einen Wurmbefall typisch?

    Ist der Wurm im Darm, dann stellen sich auch schnell die ersten Symptome ein. Die Betroffenen verspüren besonders am Abend und in der Nacht einen starken Juckreiz am After, denn die Würmer legen ihre Eier am liebsten in den Falten des Afters ab. In diesem Stadium sind die weißen, ca. einen Zentimeter langen Würmer dann auch im Kot sichtbar. Neben dem Juckreiz, der nach relativ kurzer Zeit wieder abklingt, gibt es kaum Beschwerden und viele, die Würmer haben, nehmen die Symptome nicht sonderlich ernst.

    Wenn der After aber stark juckt, dann kann es durch das Kratzen zu Rissen kommen und wenn diese Risse sich entzünden, dann wird es für die Betroffenen unangenehm. Helfen kann in diesen Fällen oft ein Sitzbad mit Kamillenblüten, die die Entzündung abklingen lassen. Kommt es zu einem starken Befall durch Würmer, dann verlieren die Betroffenen häufig an Gewicht, es kommt zu Durchfall, zu Bauchschmerzen und auch rektale Blutungen sind keine Seltenheit.

    Befall durch Band- und Spulwürmer

    Im Gegensatz zu den Madenwürmern, die lediglich einen starken Juckreiz auslösen, kann ein Befall mit Spul- und Bandwürmern schon einen größeren Schaden anrichten. Spulwürmer sind rosa und können, wenn sie ausgewachsen sind, bis zu 45 Zentimeter lang werden. Die Larven des Schmarotzers können schwere allergische Reaktionen auslösen und da die Würmer sehr groß werden, gelangen sie auch ohne Probleme in die Gänge der Bauchspeicheldrüse und in die Galle, wo sie Koliken auslösen können. Bei einem starken Befall kann es sogar zu einem Darmverschluss oder zu einer Darmlähmung kommen. Wenn es den Würmern gelingt, in die Blutbahn zu kommen, dann dringen sie nicht selten bis zur Lunge vor und das führt zu Atembeschwerden, Fieber, Husten und in Einzelfällen auch zu asthmatischen Anfällen.

    Bandwürmer gehören zur Familie der Plattwürmer und sie können je nach Art, zwischen drei Millimetern und 20 m lang werden. Ist ein Bandwurm im Darm, dann kommt es zu heftigen Bauchschmerzen, zu einem starken Gewichtsverlust und häufig auch zu migräneartigen Kopfschmerzen.

    Wie wird Wurmbefall behandelt?

    Anders als in früheren Zeiten können Würmer im Darm heute gezielt und auch sehr effektiv behandelt werden. Die Patienten müssen eine Wurmkur machen, das heißt, sie müssen je nach Stärke des Wurmbefalls eine entsprechend lange Kur mit verschiedenen Medikamenten machen. Zu 90 % sind die Würmer dann verschwunden. Damit sich aber erst gar keine Würmer im Darm ansiedeln können, sollte man auf den Verzehr von rohem Fleisch wie zum Beispiel Tatar verzichten, denn im rohen Hackfleisch können sich Eier oder Larven der Würmer befinden.

    Bild: © Depositphotos.com / olgaru79

  • Was hilft gegen Mücken?

    Was hilft gegen Mücken?

    Immer wenn das Thermometer steigt, dann kommen sie, um ihre wehrlosen Opfer zu plagen – Mücken. Mücken gehören zum Sommer wie der Sonnenschein und das Eis, und wer anfällig für die Stiche der kleinen Blutsauger ist, der denkt jetzt schon mit Schrecken an den Sommer und die Mücken, die er mit sich bringt. Mücken sind einfach nur lästig. Sie brummen und surren durchs Schlafzimmer und am Abend auch über die Terrasse und ihre Stiche jucken sehr, sehr lange. Nur mit Schlagen und Fuchteln ist Mücken leider nicht beizukommen, es müssen schon schwerere Geschütze aufgefahren werden. Aber was hilft effektiv gegen die Plagegeister aus der Insektenwelt?

    Auf den Duft kommt es an

    Um Mücken zu vertreiben, kommt es auf den passenden Duft an, denn Mücken haben ihre Eigenheiten und können nicht alles gut riechen. Sprays, Lotionen und auch Cremes können sehr hilfreich sein, wenn sie den richtigen Duft haben. Wer zum Beispiel auf der Terrasse den lauen Sommerabend genießen will, der ist gut beraten, eine Duftkerze mit ätherischen Ölen wie Zitrone oder Eukalyptus anzuzünden, und bevor es ins Bett geht, sollte man den Körper einreiben. Mittel mit dem Duftstoff DEET können Mücken überhaupt nicht leiden. Mittel, die zu 30 % DEET enthalten, schützen bis zu fünf Stunden vor den Stichen der Mücke und es werden bis zu 95 % der Mückenstiche effektiv verhindert.

    Die richtige Kleidung kann gegen Mücken helfen

    Mücken stehen aber nicht nur auf den richtigen Duft, sie lassen sich auch von der Farbe der Kleidung beeindrucken. Es gibt Mücken, die mögen Kleidung in Dunkelblau oder Schwarz, aber die meisten dieser lästigen Insekten können mit heller Kleidung wenig anfangen. Auch wer zu eng anliegende Kleidung trägt, der spielt mit der Gefahr, von einer Mücke gestochen zu werden. Liegen die Bluse und das Hemd nicht so eng am Körper, dann stechen die Mücken ins Leere, aber auch weil man in lockerer Kleidung weniger schwitzt, ist sie empfehlenswert, denn der Geruch von Schweiß zieht Mücken magisch an.

    Hilft es, Netze aufzuspannen?

    Wer schon mal in den Tropen war, der weiß, wie gefräßig die Mücken dort sind und wie effektiv Netze über dem Bett sein können. Es gibt heute Moskitonetze in allen Größen, die man mit wenigen Handgriffen über das Bett spannen kann. Auch Netze vor den Fenstern sind eine gute Idee, damit die Mücken erst gar nicht mehr den Weg ins Haus finden. Auch wenn die Mücken in Deutschland keine gefährlichen Krankheiten wie zum Beispiel das Denguefieber oder Malaria übertragen können, es ist keine schlechte Idee Netze zu kaufen, die mit einem Insektizid wie beispielsweise Pyrethroiden imprägniert sind, denn dann verirren sich garantiert keine Mücken mehr ins Schlafzimmer. Wer in der freien Natur übernachtet, der sollte auf diese speziellen Netze nie verzichten, denn sie schützen nicht nur vor Mücken, sie sind auch ein sehr wirksames Mittel gegen Zecken, die bekanntlich sehr gefährlich werden können.

    Wie wirksam sind elektrische Mückenvernichter?

    Viele, die jeden Sommer von Mücken gepeinigt werden, versuchen ihr Glück mit UV-Lampen oder ähnlichen Geräten, die die Mücken vertreiben sollen. Die Wirksamkeit dieser Mittel ist allerdings sehr begrenzt und sie hilft nicht dabei, die Mückenpopulation zu verringern, und auch das Stechen lassen die Mücken nicht, nur weil im Schlafzimmer oder im Garten eine Lampe mit blauem Licht steht.

    Wenn es an dieser Stelle vielleicht für einige sehr komisch klingt, aber die Population der Mücken sollte gar nicht verringert werden. Die Eier und die Larven der kleinen schwirrenden und so lästigen Insekten sind für viele andere Tiere nämlich eine gute Nahrungsquelle und somit ein sehr wichtiges Glied in der Nahrungskette. Wer gestochen wird, der kann nur eines tun, und zwar den Mückenstich gut kühlen.

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