Schlagwort: Mutter

  • Dank ambulanter Pflegedienste in Würde alt werden

    Dank ambulanter Pflegedienste in Würde alt werden

    Durch den demografischen Wandel wird es in der nahen Zukunft immer mehr ältere Menschen geben. Auch die großen Fortschritte in der Medizin sorgen dafür, dass Menschen immer älter werden und mit der steigenden Zahl der Senioren, steigt auch die Nachfrage nach einer adäquaten Pflege. Die meisten können sich nicht vorstellen, im Alter in einem Heim zu leben, sie wollen so lange wie es eben möglich ist, in ihrer vertrauten Umgebung leben, sich selbst versorgen und so in Würde altern. Möglich wird das durch ambulante Pflegedienste, die alleinstehenden älteren Menschen das Leben leichter machen, aber auch Familien tatkräftig unterstützen, wenn sie ein älteres Familienmitglied zu Hause pflegen.

    Geborgenheit und professionelle Pflege

    Mehrere Studien zeigen, dass ältere Menschen, die in ihrem gewohnten und vertrauten Umfeld leben können, nicht so anfällig für Krankheiten sind. Das Gleiche gilt auch für Senioren, die im Kreis der Familie zu Hause sind, denn das Familienleben ist so etwas wie eine Frischzellenkur. In der Familie werden ältere Menschen noch gebraucht, sie haben Ziele und genießen die Geborgenheit. Wenn sich altersbedingte Probleme einstellen, dann ist das kein Grund in ein Heim zu gehen, denn ambulante Pflegedienste wie beispielsweise Toll 24 Betreuung sorgen dafür, dass die Familien mit diesen Problemen nicht alleine gelassen werden. Ein ambulanter Pflegedienst kann zum Beispiel die medizinische Versorgung nach einem Aufenthalt im Krankenhaus übernehmen oder die Familie entlasten, um bettlägerige Senioren zu Hause optimal zu versorgen.

    In Abstimmung mit dem Arzt

    Es ist in der Regel der Hausarzt, der entscheidet, welche Pflege ein älterer Mensch benötigt. Für einen Pflegedienst wie die 24 Stunden Betreuung von Toll 24 ist es daher selbstverständlich, sich mit dem Arzt auszutauschen, um die Pflege abzustimmen. Nur auf diese Weise kann eine Rund-um-Betreuung garantiert werden. Ein guter Pflegedienst bietet auch immer einen Ansprechpartner sowie ein Konzept, das sich am jeweiligen Pflegebedarf orientiert. Durch den ständigen Kontakt mit dem behandelnden Arzt und der Krankenkasse kann sich der Pflegedienst schnell und einfach auf veränderte Umstände im Leben des Pflegebedürftigen anpassen.

    Pflegedienste als Hilfe

    Pflegedienste stehen den Familien in denen ältere Menschen gepflegt werden, nicht nur bei der täglichen Pflege tatkräftig zu Seite, sie übernehmen auch die Pflege, wenn die Familie eine Auszeit braucht. Verhinderungspflege nennt sich diese Form der Alten- und Krankenpflege, der für die Angehörigen eine große Entlastung bedeutet. Familienmitglieder sind keine geschulten Pflegekräfte und je nach Alter oder Pflegestufe der Mutter oder Großmutter, führt die Pflege die Mitglieder einer Familie nicht selten an ihre physischen und psychischen Grenzen. Ein paar Tage ausspannen reichen hier oftmals schon aus, um wieder neue Kraft zu tanken. Damit die Urlaubstage auch wirklich erholsam werden, kümmert sich ein Pflegedienst wie Toll 24 Betreuung um die Verhinderungspflege. So wird es auch möglich, dass Senioren verreisen können, denn gute Pflegedienste bieten zudem eine professionelle Urlaubsbegleitung. Gemeinsam mit den Senioren wird die Reise detailliert geplant und damit es ein unvergesslich schönes Reiseerlebnis wird, ist der Pflegedienst selbst am Urlaubsort 24 Stunden im Einsatz. So wird es für pflegebedürftige Menschen und auch für alle, die körperlich eingeschränkt sind, möglich, die Welt zu sehen.

    Betreuung auch im Sterbefall

    Im Kreise der Familie Abschied nehmen zu dürfen, das wünschen sich die meisten Senioren. Sie wollen nicht an Geräte angeschlossen auf einer Intensivstation die letzten Tage ihres Lebens verbringen, sondern in ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung sterben. Auch hier sind ambulante Pflegedienste eine große Hilfe, sie übernehmen die medizinische Versorgung in den letzten Stunden und begleiten die Familien aber auch die Sterbenden in diesen schweren Momenten. So wird der Abschied persönlicher und intimer, die Familie kann sich verabschieden und bis zum Ende an der Seite des Sterbenden bleiben.

    Bild: © Depositphotos.com / mandygodbehear

  • Sind späte Mütter bessere Mütter?

    Sind späte Mütter bessere Mütter?

    Erst die Karriere und dann das Kind – bei immer mehr Frauen in Deutschland sieht so die Zukunftsplanung aus. Jedes vierte Kind, das heute in Deutschland geboren wird, hat eine späte Mutter, also eine Mutter, die bei der Geburt 40 Jahre oder noch älter war. Späte Mütter sind im Trend, da immer weniger Frauen auf das Ticken der biologischen Uhr achten. Was bedeutet eine späte Schwangerschaft für die Mutter und wie ist es eigentlich für das Kind, „alte“ Eltern zu haben?

    Später Mütter gehen ein Risiko ein

    Schon ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit deutlich ab und die Chancen, mit über 40 schwanger zu werden, erfordert von vielen Frauen viel Geduld. Nur ein Drittel der Frauen zwischen 38 und 42 hat das Glück innerhalb eines Jahres schwanger zu werden, zwei Drittel müssen sich auf eine längere Wartezeit einstellen. Späte Mütter werden immer als Risikoschwangere eingestuft, denn mit dem Alter steigt auch die Gefahr, dass es zu einer Fehlgeburt kommt, oder dass das Kind behindert geboren wird. Besonders hoch ist die Gefahr einer Chromosomenstörung, bei der der Embryo entweder zu wenig oder zu viel Erbinformationen bekommt. Das Risiko für späte Mütter liegt bei einem Prozent, dass das Kind zum Beispiel mit dem Down-Syndrom zur Welt kommt. Eine weitere Gefahr für späte Mütter besteht darin, dass sie während der Schwangerschaft zuckerkrank werden. Meist wird die Schwangerschaftsdiabetes gar nicht oder sehr spät erkannt und damit steigt die Gefahr einer Fehlgeburt.

    Der Trend hält an

    Wenn es nach der Statistik geht, dann liegt das durchschnittliche Alter der erstgebärenden Frauen bei 31 Jahren. Im Vergleich dazu, noch vor 35 Jahren waren die Frauen, die ihr erstes Kind erwartet haben, 27 Jahre alt. Seit den 1990er Jahren steigt aber die Zahl der Frauen an, die mit 35 oder älter zum ersten Mal gebären, stetig an und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Späte Mütter finden sich vor allem in der Altersgruppe ab 40. Waren es 1991 nur 0,8 %, stieg die Zahl zwölf Jahre später schon auf 3,9 % an. Heute kommt jedes vierte Kind zur Welt, dessen Mutter mit 40 oder älter schwanger geworden ist.

    Vielfältige Gründe

    Warum gibt es heute so viele späte Mütter? Die Gründe sind vielschichtig, die einen wollen in einer festen Partnerschaft leben, bevor sie ein Kind bekommen, bei anderen Frauen spielt die Karriere eine wichtige Rolle. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich unter den späten Müttern auffallend viele Akademikerinnen zu finden sind. Diese Frauen studieren, etablieren sich im Beruf und nehmen sich erst dann Zeit für den Nachwuchs. Aber auch die Männer sind nicht ganz unschuldig am Trend der späten Mütter, denn es ist heute keine Seltenheit mehr, dass Männer zum ersten Mal Vater werden möchten, wenn andere Männer in ihrem Alter bereits Großväter sind. Auch der medizinische Fortschritt macht es Paaren heute einfacher, erst im fortgeschrittenen Alter eine Familie zu gründen.

    Meistens Einzelkinder

    Viele Argumente sprechen für die späte Mutterschaft, aber es gibt auch Einiges, was dagegen spricht. Späte Mütter bekommen meist nur ein Kind und die Kinder wachsen als Einzelkinder auf. Die Kinder haben rein statistisch gesehen nicht mehr viel von ihren Großeltern, und wenn die Mutter auf dem Spielplatz für die Großmutter des Kindes gehalten wird, dann ist das peinlich. Späte Mütter haben oftmals auch mit den Folgen der Schwangerschaft zu kämpfen. So kann es durch die strapaziösen 40 Wochen zu einer Arthrose kommen und auch chronische Rückenschmerzen können die Folge einer späten Schwangerschaft sein. Dafür erleben späte Mütter die ersten Jahre mit ihrem Kind intensiver, sie sind gelassener und vielfach ist das Kind so etwas wie ein Jungbrunnen für seine nicht mehr ganz so jungen Eltern.

    Bild: © Depositphotos.com / ElizavetaLarionova

  • HPV-Impfung – ein sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?

    HPV-Impfung – ein sicherer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?

    Normalerweise ist eine Impfung ein sicherer Schutz vor bestimmten Krankheiten, bei der HPV-Impfung sieht das ein wenig anders aus. Die humanen Papillomviren können Gebärmutterhalskrebs auslösen und die Impfung kann die Gefahr an Krebs zu erkranken, lediglich verringern, verhindern kann sie es aber nicht. Wie effektiv ist diese Impfung und wann ist ihr Nutzen besonders groß? Wer sollte sich impfen lassen und wer trägt die Kosten für eine vorbeugende HPV-Impfung?

    Mit einer HPV-Impfung das Risiko verringern

    Kann man gegen Krebs impfen? Bisher leider noch nicht, aber man kann mit einer entsprechenden Impfung das Risiko verringern, an Krebs zu erkranken, und genau das passiert mit einer HPV-Impfung. Die Impfung gibt es seit 2006 und sie bietet einen Schutz vor den humanen Papillomviren, die den tückischen Krebs am Gebärmutterhals auslösen können. Mädchen, die sich gegen die Viren impfen lassen, senken das Risiko, an einer Infektion durch die HP Viren von Typ 16 und 18 zu erkranken, die in 70 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs die Krankheit auslösen. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 4.700 Frauen an dieser Krebsart und rund 1.500 sterben daran. Nach Ansicht von führenden Frauenärzten könnte sich durch HPV-Impfung die Zahl der Neuerkrankungen und damit auch die Zahl der Todesfälle stark verringern.

    Vor allem für junge Frauen wichtig

    Es wird geschätzt, dass rund 80 % der Frauen, die sexuell aktiv sind, sich mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV infizieren. In der Gruppe der jungen Frauen bis 25 Jahre ist die Infektionsgefahr besonders hoch, denn diese Gruppe ist erfahrungsgemäß in sexueller Hinsicht sehr aktiv. Je älter eine Frau wird, umso mehr sinkt das Risiko einer Infektion, bei Frauen, die über 26 Jahre alt sind, besteht nur ein Risiko von 23 %, und in der Gruppe der Frauen zwischen 30 und 39 Jahren sinkt die Gefahr der Infektion auf nur noch 6,2 %. Junge Frauen, die sich nicht gegen HPV impfen lassen, können sich immer wieder neu infizieren, und auch Kondome sind kein wirksamer Schutz vor einer Infektion mit den humanen Papillomviren.

    Wie gefährlich ist eine Infektion?

    Auch wenn eine Infektion mit HPV Gebärmutterhalskrebs auslösen kann, in den meisten Fällen erkennt das Immunsystem die Gefahr frühzeitig und bekämpft sie mit Erfolg. Aber in rund 20 % der Infektionen kommt es zu einem langwierigen Verlauf, die dann zu einer Vorstufe zum Krebs und zur Krebserkrankung selbst führen können. Die Übertragung der Viren geschieht in der Regel durch Sexualkontakte, allerdings ist eine Schmierinfektion im Genitalbereich nicht ganz auszuschließen. Frauen, die häufig wechselnde Sexualpartner haben, sind hier besonders gefährdet.

    Ab wann sollte geimpft werden?

    Die ständige Impfkommission rät zu dieser Impfung bei Mädchen zwischen neun und 14 Jahren, spätestens sollte die Impfung aber bis zum 18. Lebensjahr erfolgen. Wichtig ist es, dass die HPV-Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegeben wird, denn nur dann kann sie als Präventivmaßnahme ihre Wirkung entfalten. In Deutschland stehen für die HPV-Impfung zwei verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Mädchen zwischen neun und 14 Jahren werden entweder mit dem Impfstoff Gardasil oder mit Cervarix geimpft. Eine HPV-Impfung erfolgt im Abstand von sechs Monaten. Wird die Zeit zwischen der ersten und zweiten Dosis unterschritten, aber auch für den Fall, dass Mädchen nachgeimpft werden müssen, die älter als 13 Jahre sind, wird eine dritte Dosis empfohlen. Durchgeführt wird die Impfung von Frauenärzten oder dem Hausarzt, aber auch von einem Kinderarzt. Ein sicherer Schutz kann jedoch immer nur dann aufgebaut werden, wenn alle Einzeldosen geimpft wurden.

    Wer bezahlt die Impfung?

    Bei Mädchen, die zwischen dem neunten und 17. Lebensjahr gegen die Viren geimpft werden, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Einige Kassen übernehmen die Kosten sogar noch, wenn die Frau 26 Jahre alt ist.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Zwillings-Schwangerschaft – Glück im Doppelpack

    Zwillings-Schwangerschaft – Glück im Doppelpack

    Rein statistisch gesehen verlaufen die meisten Zwillings-Schwangerschaften ohne Probleme und Komplikationen, trotzdem gilt eine Zwillings-Schwangerschaft aus medizinischer Sicht als eine Risikoschwangerschaft. Die Untersuchungen und Kontrollen sind für die werdende Mutter engmaschiger. Wie riskant eine Mehrlingsschwangerschaft ist, hängt davon ab, ob sich die Babys eine Plazenta und eine Fruchthöhle teilen müssen oder nicht. Ob das der Fall ist, kann der Arzt bei einer Ultraschalluntersuchung zwischen der achten und der zwölften Schwangerschaftswoche feststellen, manchmal steht es aber auch schon in der fünften Woche fest.

    Wann wird eine Zwillings-Schwangerschaft riskant?

    Wenn jeder der Zwillinge eine eigene Fruchthöhle und Plazenta hat, dann gilt eine Zwillingsschwangerschaft als weniger problematisch. Müssen sich die Kinder die Fruchthöhle und auch die Plazenta teilen, dann können eher Probleme auftauchen, riskant wird es aber, wenn sich die Föten die Plazenta, aber nicht die Fruchthöhle teilen müssen. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten fetofetalen Transfusionssyndrom, kurz FFTS. Das Problem ist der einseitige Blutaustausch zwischen den Babys, bei dem das eine Kind das Blut abgibt und das andere Kind das Blut empfängt. In der Folge steigt die Menge an Fruchtwasser bei dem Kind, das das Blut empfängt, stark an, und wenn dieser Zustand nicht behandelt wird, dann sterben im schlimmsten Fall beide Föten ab. Wird das Syndrom rechtzeitig erkannt und behandelt, indem die Gefäßverbindungen zwischen den Kindern mittels eines Lasers getrennt werden, dann haben beide Kinder eine sehr gute Chance, gesund zur Welt zu kommen.

    Die Gefahr der Frühgeburt

    Eines der häufigsten Risiken bei einer Zwillings-Schwangerschaft ist das Risiko einer Frühgeburt. Ab der 24. Woche nimmt die Gefahr einer Frühgeburt stetig zu, denn zwischen der 26. und der 28. Schwangerschaftswoche wiegen die Zwillinge zusammen schon so viel wie ein Kind bei seiner Geburt, also ca. sechs Pfund. Ab der 28. Woche wird der Druck auf die Gebärmutter immer stärker und das kann vorzeitige Wehen auslösen. Im Schnitt kommen die Kinder aus einer Zwillings-Schwangerschaft in der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und da die Kinder ein kleineres Geburtsgewicht haben, verläuft die Geburt für die Mutter vielfach einfacher. Das Kind, das zuerst das Licht der Welt erblickt, muss während der Geburt die größte Arbeit leisten, es weitet den Muttermund und der Zwilling rutscht dann meist einfach hinterher. Die Geburt ist auch kein Problem, wenn das zweite Kind eine Steißlage hat. Will das erste Kind aber mit dem Po zuerst auf die Welt kommen, dann wird in der Regel ein Kaiserschnitt gemacht.

    Wie fühlt sich die Mutter?

    Die meisten Frauen sind freudig überrascht, wenn der Arzt eine Zwillings-Schwangerschaft feststellt. In die Freude mischt sich aber auch Sorge, denn die werdenden Mütter fragen sich zum Beispiel, ob bei einer Zwillings-Schwangerschaft ausreichend Platz in ihrem Bauch ist und ob beide Kinder mit allem versorgt werden, was sie brauchen, um gesund auf die Welt zu kommen. Bedingt durch die Zwillings-Schwangerschaft sind die typischen Beschwerden wie Übelkeit und Sodbrennen bei vielen Frauen stärker und um das zu vermeiden, sollten Zwillingsmütter über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten essen. Da der Bauch einer Zwillingsmutter gespannter ist, kann es zu Juckreiz kommen, aber auch Rückenschmerzen, Schlafprobleme und Kurzatmigkeit sind vor allem gegen Ende der Schwangerschaft keine Seltenheit. Zu einem Problem können auch Krampfadern und Wassereinlagerungen im Gewebe werden. Durch die vergrößerte Gebärmutter und die steigende Blutmenge bringen Frauen, die Zwillinge erwarten, auch mehr auf die Waage. Normal sind rund 13 Kilogramm, die während der Schwangerschaft zugenommen werden, Frauen, die mit Zwillingen schwanger sind, müssen mit einer Gewichtszunahme zwischen 17 und 20 Kilogramm rechnen. Die Gebärmutter wird bei einer Mehrlingsschwangerschaft deutlich mehr belastet und für die Mütter von Zwillingen bedeutet das, dass es etwas länger dauern kann, bis sich die Gebärmutter wieder zurückbildet.

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  • Ist Verhütung während der Stillzeit notwendig?

    Ist Verhütung während der Stillzeit notwendig?

    Wer sich auf die alte Hebammenweisheit verlässt, dass Frauen, die stillen, nicht schwanger werden können, der kann eine Überraschung erleben, denn die Stillzeit schützt definitiv nicht vor einer erneuten Schwangerschaft. Als Verhütungsmittel ist das Stillen also nicht geeignet, aber was ist an dieser Weisheit dran und warum hält sich die Aussage immer noch, dass Stillen eine Schwangerschaft verhüten kann? Nach wie vor sind viele Frauen davon überzeugt, dass sie automatisch davor geschützt sind, wieder schwanger zu werden, wenn sie ihr Baby stillen.

    Verhütung durch Hormone

    Immer dann, wenn eine Frau ihr Baby an die Brust legt, um es zu stillen, dann setzt der Körper ein bestimmtes Hormon frei, das Prolaktin. Dieses spezielle Hormon beeinflusst nicht nur die Milchproduktion und die Milchdrüsen, es hat auch die Fähigkeit, den Eisprung zu hemmen. Auf diese Weise wirkt das Prolaktin wie ein Verhütungsmittel. Wissenschaftlich bewiesen ist aber auch, dass das Hormon alleine zur Verhütung keinesfalls ausreicht, denn wenn zwischen zwei Stillzeiten mehr als vier Stunden liegen, dann sinkt der Hormonspiegel und es kann zum Eisprung kommen. Da die meisten Frauen ihre Babys unmittelbar nach der Geburt relativ oft anlegen, kann die Verhütung durch das Hormon gelingen, darauf verlassen sollte man sich aber nicht.

    Verhütung bis zur nächsten Periode?

    Wann die normale Regelblutung und damit auch der Eisprung nach der Geburt einsetzt, das lässt sich nicht pauschalisieren. Vielfach kommt die erste Periode bei den Frauen, die nicht stillen, nach vier bis sechs Wochen, bei Frauen, die ihr Kind nur eingeschränkt stillen und früh zufüttern, können zwei bis drei Monate vergehen, bis es wieder zum Eisprung kommt. Frauen, die ihr Baby voll stillen, warten zwischen sechs und 18 Monate darauf, dass die Periode wieder einsetzt. In dieser Zeit wird zwar das Hormon Prolaktin immer wieder aktiviert, eine zusätzliche Verhütung ist aber dennoch Pflicht für alle Frauen, die nicht gleich wieder Mutter werden möchten.

    Welche Verhütungsmethode kommt infrage?

    Es ist relativ schwer, während der Stillzeit das richtige Verhütungsmittel zu finden. Das Messen der Basaltemperatur kommt als Verhütung während der Stillzeit nicht infrage, denn in den ersten Wochen nach der Entbindung schlafen frischgebackene Mütter bekanntlich nicht allzu gut und auch die hormonellen Schwankungen machen eine verlässliche Fieberkurve unmöglich. Nicht zu empfehlen sind auch Verhütungsmethoden, bei denen die Hormone im Urin gemessen werden, um den Zeitpunkt des Eisprungs zu berechnen. Ein Diaphragma kommt ebenfalls nicht infrage, da sich die Gebärmutter und der Muttermund nach der Geburt zurückbilden und es deshalb Schwierigkeiten bei der Anpassung des Verhütungsmittels gibt. Auch die Spirale ist für die Verhütung stillender Mütter keine Option. Wird sie früher als drei Monate nach der Entbindung eingelegt, dann besteht das Risiko einer Infektion.

    Ist die Pille eine Lösung?

    Die Anti-Baby-Pille ist das verlässlichste unter den Verhütungsmitteln. Nur in der Stillzeit ist die Pille keine gute Wahl, denn die Pille enthält Gestagene und Östrogene und die beeinträchtigen die Milchbildung negativ. Die Menge der Milch und auch der Gehalt an Nährstoffen gehen zurück und das Baby wird nicht mehr optimal ernährt. Östrogen wandert zudem in die Muttermilch und gelangt auf diese Weise in den kindlichen Kreislauf. Wird die sogenannte Minipille zur Verhütung eingesetzt, die nur Gestagen enthält, dann hat das zwar keinen Einfluss auf die Milchmenge, aber die Qualität der Muttermilch wird schlechter, denn auch hier nimmt der Nährstoffgehalt ab. Wenn die Minipille als Verhütungsmittel zum Einsatz kommen soll, dann erst acht Wochen nach der Entbindung. Was bleibt, sind Kondome und Paare, die ganz sicher sein wollen, sollten zusätzlich Spermizid-Gele oder auch ein Scheidenzäpfchen verwenden, denn diese Verhütungsmittel haben keinen negativen Einfluss auf die Muttermilch und sie sorgen effektiv dafür, dass es nicht zu einer erneuten Schwangerschaft kommt.

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  • Wie lang sollte die Stillzeit dauern?

    Wie lang sollte die Stillzeit dauern?

    Muttermilch ist die gesündeste und natürlichste Nahrung, die es gibt und die meisten Frauen möchten ihr Kind gerne stillen. Immer wieder sehr kontrovers diskutiert wird aber die Frage, wie lange die Stillzeit sein soll? Wie lange soll das Kind an der Brust der Mutter trinken und wann ist der Zeitpunkt erreicht, wo die Muttermilch für das Kind keine positiven Effekte mehr hat? Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Stillzeit von mindestens sechs Monaten, danach sollte das Kind zusätzlich zur Muttermilch mit dem ersten Brei Bekanntschaft machen, aber nicht alle Mütter sind mit der Empfehlung der WHO auch einverstanden.

    Vier Monate Stillzeit reichen aus

    Die Muttermilch liefert dem Kind alles, was es braucht, um gesund groß zu werden. Sie ist zudem leicht verdaulich und während des Stillens genießt das Baby die Nähe und die Geborgenheit der Mutter. Die Nationale Stillkommission bestärkt daher alle Mütter darin, ihre Kinder zu stillen, wie lange die Stillzeit aber dauern soll, darüber ist man sich uneinig. Während die WHO sechs Monate voll zu stillen und danach bis 2 Jahre oder länger unter Hinzunahme von Folgenahrung für optimal hält, empfehlen viele Kinderärzte, schon Kinder ab dem vierten Lebensmonat zusätzlich mit Brei zu füttern. Vier Monate ausschließlich Muttermilch reichen aus, um das kindliche Immunsystem perfekt zu stabilisieren und um einen effektiven Schutz vor möglichen Allergien aufzubauen. Wird das Kind länger als vier Monate gestillt, dann wird dieser Effekt nicht verbessert, sogar das Gegenteil kann der Fall sein. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass Kinder, die länger als vier Monate voll gestillt werden, ein höheres Risiko haben, an einer Allergie zu erkranken, auch Eisenmangel kann die Folge einer zu langen Stillzeit sein.

    Frühe Beikost schützt das Immunsystem

    Um das Risiko einer späteren Allergie zu minimieren, hat Professor Klaus Vetter bei einem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe dazu geraten, Kinder ab dem vierten Monat mit fester Nahrung wie zum Beispiel Babybrei zu füttern. Damit folgt Professor Vetter einer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie. Die Fütterung von Beikost ab dem vollendenden vierten Lebensmonat ist für das kindliche Immunsystem optimal, denn ob eine Stillzeit, die darüber hinaus geht, tatsächlich eine präventive Wirkung hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Diese Empfehlung gilt allerdings nur für die Kinder, die den westlichen Industriestaaten wie Deutschland geboren werden und nicht für Kinder aus Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen die Gesundheitsstandards und die hygienischen Verhältnisse nur unzureichend oder gar nicht vorhanden sind.

    Unverständnis für Frauen, die lange stillen

    Für Neugeborene, die gestillt werden, haben alle Verständnis, wenn das Kind aber bereits laufen kann, dann hört das Verständnis auf. Mütter, die ihre Kinder bis ins Kindergartenalter oder sogar darüber hinaus stillen, sind zwar außerhalb der empfohlenen Norm, aber die meisten stehen zu dieser langen Stillzeit. Sie sind davon überzeugt, dass ihre Kinder nicht so schnell krank werden wie die Kinder, die nach vier oder sechs Monaten abgestillt werden. Auch die innige Bindung zwischen Mutter und Kind spielt bei einer überlangen Stillzeit eine wichtige Rolle, obwohl Kinderpsychologen das etwas anders sehen. Sie sind der Meinung, dass übermäßig langes Stillen die Kinder unselbstständig macht und sie verweichlicht. Es gibt allerdings keine beweiskräftigen Studien zu dieser These, denn spätestens wenn das Kind in einem Kindergarten kommt, dann werden auch die starken Bindungen zur Mutter gelockert.

    Wenn die Stillzeit stressig wird

    Das Stillen von Neugeborenen ist für die Mütter eine große Erleichterung im Alltag. Sie müssen in der Nacht keine Fläschen warm machen und wenn es mit dem Baby auf Reisen geht, dann reist der Proviant einfach mit. Werden die Kinder aber älter, dann kann Stillen stressig sein, denn die Mutter muss für einen langen Zeitraum zum Beispiel auf Alkohol verzichten, und auch mit dem Beruf ist das Stillen nicht so einfach zu vereinbaren.

    Bild: © Depositphotos.com / chesterf