Schlagwort: Mutter

  • Was passiert bei einer Fruchtwasseruntersuchung?

    Was passiert bei einer Fruchtwasseruntersuchung?

    Jede Frau möchte, dass ihr Kind gesund zur Welt kommt. Um sicher zu stellen, dass es dem Kind auch wirklich gut geht, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen der werdenden Mutter regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und drei Untersuchungen per Ultraschall. Normalerweise reichen diese umfangreichen Untersuchungen auch aus, aber wenn eine werdende Mutter älter als 35 Jahre oder jünger als 18 Jahre ist, dann empfehlen die Ärzte eine weitergehende Untersuchung, die sogenannte Amniozentese, eine Fruchtwasseruntersuchung.

    Das Verfahren

    Um genetisch bedingte Krankheiten oder Chromosomenabweichungen untersuchen zu können, ist die Fruchtwasseruntersuchung ein bewährtes Mittel. Bei einer Fruchtwasserpunktion wird vom Arzt eine sehr dünne hohle Nadel durch die Wand der Gebärmutter in die Fruchtblase eingeführt. Dort wird eine kleine Menge, ca. 15 bis 20 ml Fruchtwasser entnommen, das dann auf eventuelle Abnormitäten untersucht wird. Der komplette Eingriff wird immer per Ultraschall überwacht und ambulant durchgeführt. Da die Untersuchung keine Schmerzen verursacht, ist auch keine lokale Betäubung notwendig. Anschließend werden die Zellen, die sich im Fruchtwasser befinden, in einem Labor vermehrt und dann auf die Struktur und die Anzahl der Chromosomen untersucht. Zusätzlich kann auch eine Konzentration des speziellen Eiweißes Alpha-Fetoprotein untersucht werden. Diese Untersuchung dient auch der DNA-Analyse, wenn zum Beispiel die Vaterschaft festgestellt werden soll.

    Wann ist eine Fruchtwasseruntersuchung sinnvoll?

    Eine Fruchtwasserpunktion wird immer dann empfohlen, wenn sich im ersten Trimester der Schwangerschaft oder bei der Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten ergeben haben. Nur durch eine Fruchtwasseruntersuchung kann geklärt werden, ob es eine Abweichung in den Chromosomen gibt und ob das Kind an einem offenen Rücken leidet, der sogenannten Spina bifida. Wenn es in der Familie genetisch bedingte Krankheiten wie Erkrankungen der Muskeln oder des Stoffwechsels gibt, dann lässt sich durch eine DNA-Analyse klären, ob das Kind auch von dieser Krankheit betroffen ist. Sinnvoll ist eine Fruchtwasseruntersuchung auch dann, wenn die Mutter bereits ein behindertes Kind oder ein Kind mit einem neuralen Defekt zur Welt gebracht hat oder eine Fehlgeburt aufgrund eines Gendefektes hatte.

    Welche Gefahren birgt eine Fruchtwasseruntersuchung?

    Auch wenn eine Untersuchung des Fruchtwassers eine bewährte Methode ist, es gibt trotzdem einige Aspekte, über die sich die werdende Mutter im Klaren sein sollte. So kann es unter anderem zu leichten Blutungen kommen und das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, liegt nach der Untersuchung zwischen 0,5 und einem Prozent. Nach der Fruchtwasseruntersuchung sollte sich die Schwangere noch einige Tage schonen, denn auf diese Weise kann das Risiko gemindert werden. Als eine große Belastung empfinden viele Frauen hingegen die oftmals lange Wartezeit, bis die Befunde eintreffen. Zudem kommt die Gewissheit, dass es keine Möglichkeit der Therapie für das Kind gibt, wenn die Befunde positiv sein sollten. Auch unklare Befunde sind möglich, was es für die Eltern nicht eben einfach macht, denn sie müssen bis zur Geburt ihres Kindes warten oder eine weitere Fruchtwasserpunktion machen lassen, die dann hoffentlich Klarheit bringt.

    Wann sollte die Untersuchung stattfinden?

    Um aussagefähige Befunde zu bekommen, empfehlen Ärzte eine Untersuchung des Fruchtwassers zwischen der 14. und der 20. Schwangerschaftswoche durchführen zu lassen. In der Regel treffen dann nach zwei Wochen die Ergebnisse ein. In ganz besonderen Fällen kann auf Anraten des Arztes auch ein Schnelltest, der sogenannte FISH-Test gemacht werden, hier liegen die Ergebnisse schon nach zwei Tagen vor. Bei einem Schnelltest wird unter anderem die Zahl der Chromosomen 13, 18 und 21 ermittelt, es ist aber auch möglich, das Geschlecht des Kindes zu bestimmen. Einen Haken gibt es allerdings, denn der FISH-Test ist nicht zu 100 % sicher. Um Sicherheit zu bekommen, müssten die Zellen in Langzeit-Kulturen angelegt und immer wieder überprüft werden. Der Schnelltest wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt, die Kosten für eine Fruchtwasseruntersuchung werden hingegen in voller Höhe von den Kassen übernommen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Nach dem Brustkrebs ist der Eierstockkrebs die am meisten gefürchtete Krebsart bei Frauen. Anders als beim Brustkrebs, der auch in einem frühen Stadium erkannt wird, ist der Krebs der Eierstöcke tückisch, denn es gibt lange Zeit keine sichtbaren und spürbaren Symptome. In 90 % aller Eierstockkrebsdiagnosen handelt es sich um ein sogenanntes Ovarialkarzinom, das über einen langen Zeitraum keine Symptome auslöst. Der Tumor wird deshalb oftmals zu spät erkannt, was den Eierstockkrebs zu einer der gefährlichsten Krebsarten macht. Wie erfolgreich eine Behandlung ist, hängt immer davon ab, wie zeitig der Krebs entdeckt wird.

    Eierstockkrebs – die Symptome

    Immer dann, wenn der Tumor schon weit fortgeschritten ist, zeigen sich die ersten Symptome. Die betroffenen Frauen bluten außerhalb der monatlichen Regel oder es treten Blutungen auch noch nach den Wechseljahren auf. Starke Blähungen und eine Gewichtsabnahme, für die es keine logische Erklärung gibt, kann ebenfalls ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein. Frauen, die sich ohne einen ersichtlichen Grund über einen längeren Zeitraum erschöpft, schlecht und krank fühlen, sollten ihren Frauenarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Vor allem für Frauen, die bereits in der Menopause sind und im Rahmen der Wechseljahre eine Hormonersatztherapie machen, sollten sich regelmäßig auf diesen speziellen Krebs untersuchen lassen, das Gleiche gilt für Frauen mit starkem Übergewicht. Auch wenn es eine genetische Veranlagung und bereits Fälle von Eierstockkrebs in der Familie gibt, dann ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung Pflicht.

    Die Diagnose

    Vielfach wird ein Tumor an den Eierstöcken durch Zufall entdeckt, und wenn der Verdacht besteht, dann wird der Arzt eine gründliche, weitergehende Untersuchung machen. So reicht zum Beispiel eine vaginale Ultraschalluntersuchung nicht immer aus, um einen bösartigen Tumor zu erkennen, eine Kernspintomografie ist hier die bessere Wahl. Ein CT, also eine Computertomografie, hat sich bei der Diagnosefindung ebenfalls bewährt, denn sowohl mit dem CT als auch mit einem MRT kann erkannt werden, ob der Krebs bereits in die Beckenregion gestreut hat. Eine Untersuchung des Blutes gibt darüber Auskunft, ob sich im Blut sogenannte Tumormarker befinden. Gibt es einen Nachweis über das Protein CA 125, kann das ein sicheres Anzeichen für ein Ovarialkarzinom sein.

    Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

    Die Therapie bei Eierstockkrebs richtet sich immer danach, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. In den meisten Fällen ist aber eine Operation notwendig, bei der der Tumor und auch die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt werden. Ist der Krebs weit fortgeschritten, dann entfernt der Chirurg auch die Lymphknoten im gesamten Becken- und Bauchbereich. Handelt es sich um eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs, dann wird der Arzt auch befallenes Gewebe aus dem Bauchraum und eventuell auch Darmabschnitte entfernen. An die Operation schließt sich eine Chemotherapie und wenn notwendig auch eine Strahlentherapie an.

    Wie gut sind die Prognosen?

    Krebs an den Eierstöcken wird in vier verschiedene Stadien unterteilt:

    • Stadium I: An beiden Eierstöcken haben sich Tumore gebildet.
    • Stadium II: Der Krebs hat sich im Beckenraum ausgebreitet.
    • Stadium III: Die Krebszellen sind bereits außerhalb des Beckens in der Bauchhöhle und in den Lymphknoten zu finden.
    • Stadium IV: Die Krebszellen haben sich in anderen Regionen auch außerhalb der Bauchhöhle angesiedelt, es gibt sogenannte Fernmetastasen.

    Wird der Krebs in den ersten beiden Stadien erkannt und rechtzeitig behandelt, dann sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Hat der Krebs aber bereits das dritte und vierte Stadium erreicht, dann sind die Prognosen leider nicht mehr so günstig. Wenn der Krebs der Eierstöcke so weit fortgeschritten ist, dass keine Chancen auf Heilung bestehen, dann ist eine palliative Therapie die beste Wahl, denn sie steigert die Lebensqualität. Diese Therapie kommt immer dann zur Anwendung, wenn der Tumor massiv in die Bauchregion gestreut hat und weder eine Operation oder eine Chemotherapie helfen können.

    Bild: © Depositphotos.com / blueringmedia

  • Abtreibung – immer eine schwere Entscheidung

    Abtreibung – immer eine schwere Entscheidung

    Nicht alle Frauen brechen in Jubel aus, wenn sie von ihrem Arzt erfahren, dass sie ein Baby erwarten. Vielfach lässt es die Lebenssituation einfach nicht zu, ein Kind zur Welt zu bringen, und die betroffenen Frauen entscheiden sich für eine Abtreibung. Ein Abbruch der Schwangerschaft ist immer eine schwere Entscheidung, und viele Frauen wissen überhaupt nicht, was bei einem Abbruch passiert und was sie unternehmen müssen, um die Schwangerschaft abzubrechen.

    Ist Abtreibung legal?

    Kaum ein anderes Gesetz sorgt bis heute für so kontroverse Diskussionen wie der Abtreibungsparagraf 218. Im Jahre 1971 brachte das Magazin „Stern“ eine Lawine ins Rollen, die heute als eine Art Meilenstein der Frauenbewegung und der Frauenrechte gilt, denn auf dem Cover des Magazins waren prominente Frauen zu sehen, die öffentlich bekannten: „Wir haben abgetrieben“. Die darauf folgenden Proteste von Millionen Frauen zwangen die Politik aktiv zu werden, und 1993 wurde das bis dahin geltende Gesetz zur Abtreibung neu formuliert. Seitdem gilt die sogenannte Fristenlösung mit einer Beratungspflicht, Abtreibungen sind zwar rechtswidrig, aber die Frauen bleiben straffrei. Bis zu dieser Gesetzesänderung galt ein Gesetz aus dem Jahr 1871, dass Frauen, die so wörtlich: „eine Frucht abtreiben oder im Leib töten“, mit einer Zuchthausstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden konnten. 1926 wurde ein Schwangerschaftsabbruch zu einem Vergehen herabgestuft und es drohte nur noch eine Gefängnisstrafe, außerdem wurde erstmals eine medizinische Indikation anerkannt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr war.

    Was müssen Frauen beachten?

    Auch wenn es heute einfach ist, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, den Paragrafen 218 gibt es immer noch. Ein Abbruch der Schwangerschaft ist aber immer nur dann strafbar, wenn eine Schwangere nicht nachweisen kann, dass sie an einer Schwangerschaftskonfliktberatung teilgenommen hat oder dass das Kind bei einer Vergewaltigung gezeugt worden ist. Auch wenn das Leben der Mutter oder des Kindes nicht durch die Schwangerschaft bedroht ist und die Frau trotzdem die Schwangerschaft abbricht, dann kann sie rein theoretisch strafrechtlich verfolgt werden. Zu beachten ist zudem, dass zwischen dem Beratungsgespräch und dem Abbruch mindestens drei Tage liegen müssen und der Abbruch selbst von einem Arzt vorgenommen werden muss. Eine Abtreibung kann noch bis zur 14. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden, darüber hinaus ist der Abbruch strafbar.

    Wer trägt die Kosten einer Abtreibung?

    Wer für die Kosten bei einem Schwangerschaftsabbruch aufkommen muss, das hängt immer von den jeweiligen Voraussetzungen ab. Gibt es eine medizinische oder eine kriminologische Indikation, dann zahlen die Krankenkassen den Abbruch. Schwangere, die auf eigenen Wunsch abtreiben, müssen die Kosten selbst tragen, die aktuell zwischen 300 und 400,- Euro liegen. Nicht alle Frauen sind finanziell in der Lage, diese Kosten zu übernehmen, sie können sich aber an ihre Krankenkasse wenden und einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Stimmt die Kasse zu, dann übernimmt sie die Kosten und rechnet dann später mit dem zuständigen Bundesland ab.

    Was passiert bei einem Schwangerschaftsabbruch?

    Eine Schwangerschaft kann operativ auf zwei Arten unterbrochen werden, zum einen durch eine Absaugung und zum anderen durch eine Ausschabung. In den meisten Fällen findet eine Absaugung unter Vollnarkose statt, bei der der Arzt mithilfe eines schmalen Röhrchens, das durch die Vagina in die Gebärmutter eingeführt wird, die Schleimhaut der Gebärmutter, die Fruchtblase und den Embryo absaugt. Ebenfalls unter Vollnarkose werden bei einer Ausschabung oder Kürettage die Gebärmutterschleimhaut, die Fruchtblase und der Embryo mit einem löffelartigen Instrument ausgeschabt. Eine dritte Möglichkeit bietet die sogenannte Abtreibungspille, die mit ihrem Wirkstoff Mifepriston nach der Einnahme künstliche Wehen auslöst und dann eine Fehlgeburt einleitet. Diese spezielle Pille darf nur unter der Aufsicht eines Arztes eingenommen werden und sie darf auch nur bis zur neunten Schwangerschaftswoche verschrieben werden. Nach der Einnahme dauert es zwei bis drei Tage, bis die Schwangerschaft abgebrochen wird.

    Bild: © Depositphotos.com / lightsource

  • Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    „Lächeln ist die eleganteste Art, seinem Gegner die Zähne zu zeigen“, sagt ein altes Sprichwort, aber nicht jeder kann unbefangen und strahlend lächeln, wenn die Zähne nicht vorzeigbar sind. Gesunde Zähne machen nicht nur ein schönes Lächeln möglich, gesunde Zähne sind auch ein wichtiger Eckpfeiler, wenn es um die Gesundheit an sich geht. Werden die Zähne krank, dann hat das unschöne Folgen, weil nicht nur das Lächeln verschwindet, auch essen wird zunehmend schwerer, was letztendlich Mangelerscheinungen zur Folge hat.

    Gesunde Zähne von Anfang an

    Die Zähne werden schon im Mutterleib angelegt, aber der erste Zahn bricht erst sechs bis acht Monate nach der Geburt in einem meist schmerzhaften Prozess durch. Zuerst sind die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer zu sehen, dann folgen die seitlichen Schneidezähne und schließlich die Eckzähne. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen, der erste bleibende Zahn ist der Backenzahn, der sich im sechsten Lebensjahr seinen Weg durch den Kiefer bahnt. Bis zum zwölften Geburtstag verschwinden die Milchzähne nach und nach, die bleibenden Zähne bilden sich aus, und ab dem 17. Lebensjahr wird das bleibende Gebiss durch die Weisheitszähne komplettiert. Insgesamt sind es dann 32 Zähne, die gut gepflegt werden müssen, damit sie ein Leben lang gesund bleiben. Kinder, die gesunde Zähne haben, werden auch als Erwachsene wenig Probleme haben, deshalb ist es sehr wichtig, dass Kinder schon früh lernen, ihre Zähne richtig zu pflegen.

    Gesunde Zähne sind kein Zufall

    Zähne sind widerstandsfähig, aber sie müssen entsprechend gepflegt werden, damit sie gesund bleiben. Tägliches Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide und einer speziellen Bürste für die Zahnzwischenräume, sowie regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt sollten zur Pflege der Zähne dazugehören. Mit zunehmendem Alter werden die Zähne immer brüchiger und fallen schließlich aus, es beginnt die Zeit der dritten Zähne, wie Zahnersatz und Zahnprothesen auch gerne genannt werden. Während in früheren Zeiten nur eine Vollprothese infrage kam, arbeitet die Zahnmedizin heute mit unterschiedlichen Modellen beim Zahnersatz.

    Das Herz und die Gefäße leiden

    Gesunde Zähne sorgen nicht nur für ein strahlendes Lächeln, sie sind auch maßgeblich an der allgemeinen Gesundheit beteiligt. Karies und Parodontitis können unter anderem das Herz schädigen, denn die Bakterien, die die Zähne krank machen, dringen in die Blutbahn ein und schädigen die Gefäße. Die empfindlichen Gefäße werden auf diese Weise weniger elastisch, sie können sich nicht mehr ausdehnen und das kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Studien beweisen, dass Menschen mit weniger gesunden Zähnen öfter eine koronale Herzerkrankung haben, als diejenigen, deren Zähne weder Karies noch Parodontitis aufweisen.

    Die Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin

    Keiner möchte mit einer unschönen Zahnlücke durchs Leben gehen, und wenn die Backenzähne fehlen, dann wird das Kauen sehr mühsam. Wurde das menschliche Gebiss früher komplett durch ein künstliches Gebiss ersetzt, so haben die Zahnärzte heute eine breit gefächerte Palette, wenn es um den Ersatz für die natürlichen Zähne geht. Implantate sind zu einem beliebten Zahnersatz geworden, denn die Implantate, die fest im Kieferknochen verankert werden, halten ein Leben lang und sie sind, was die Funktionalität angeht, kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden. Zahnspangen sind nicht nur bei Kindern ein Thema, auch immer mehr Erwachsene lassen sich heute die Zähne mit der Hilfe einer Spange richten. Zahnkliniken wie der DentalPark, bieten eine gesamtheitliche Behandlung der Zähne an. Auch Patienten, die mit einer Dentalphobie, einer extremen Angst vor dem Zahnarzt zu kämpfen haben, müssen sich in einer modernen Zahnklinik keine Sorgen machen. Auf Wunsch werden die Zahnbehandlungen unter Narkose durchgeführt, die von einem erfahrenen Anästhesisten überwacht wird.

    Gesunde Zähne machen das Leben in jeder Hinsicht leichter, und wer bis ins hohe Alter gesunde Zähne haben möchte, der muss sich gut um seine Zähne kümmern.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness

  • Hebammen – mehr als nur Geburtshelferinnen

    Hebammen – mehr als nur Geburtshelferinnen

    Nicht jede Frau kann sich mit dem Gedanken anfreunden, ihr Kind in einer modernen, medizinisch-technisch hoch gerüsteten Klinik zur Welt zu bringen. Immer mehr Frauen wünschen sich eine natürliche Geburt in einer ansprechenden Atmosphäre und wählen deshalb eine Geburt, die nur von einer Hebamme geleitet wird. Der Beruf der Hebamme ist einer der ältesten Berufe der Welt, und bis heute sind Hebammen mehr als nur Geburtshelferinnen, sie sind vielmehr Vertrauenspersonen, die Mütter und auch Kinder vor, während und nach der Geburt betreuen.

    Von der Wehfrau zur Hebamme

    Hebammen sind auf Wandmalereien aus dem dritten Jahrtausend vor Christus zu sehen, und auch im Alten Testament wird die Hebamme bereits erwähnt. In der Antike durften nur die Frauen, die selbst nicht mehr im gebärfähigen Alter waren, den Beruf der Hebamme ausüben, denn nur so konnte sichergestellt werden, dass sie jederzeit zur Verfügung standen, um Geburtshilfe zu leisten. Im Mittelalter waren Wehfrauen, wie die Hebammen damals noch hießen, durch einen Eid verpflichtet, das Kind unmittelbar nach der Geburt taufen zu lassen und wenn ein behindertes Kind zur Welt kam, die Mutter bei der Obrigkeit anzuzeigen. Seit 1452 gibt es eine einheitliche Verordnung für Hebammen und seit 1491 müssen Hebammen eine Ausbildung nachweisen können, um selbstständig eine Entbindung durchführen zu dürfen.

    Hebammen in der heutigen Zeit

    Das heutige Berufsbild der Hebamme hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert. Bis heute beraten und betreuen Hebammen die Schwangerschaft, die Geburt, das Wochenbett und auch die Stillzeit. Frauen, die in einem Geburtshaus oder im eigenen Zuhause entbinden wollen, sollten früh mit einer Hebamme Kontakt aufnehmen, denn nur wenn die Hebamme die Frau durch die gesamte Schwangerschaft begleitet, dann kennt sie alle wichtigen Parameter und kann später entsprechend sicher die Geburt leiten. Die Hebamme steht ihren Patientinnen in der Klinik Tag und Nacht zur Verfügung, zudem begleitet sie die Frauen im Geburtshaus in einer vertrauensvollen Atmosphäre durch die Geburt. Sie steht der Gebärenden außerdem bei einer ambulanten Geburt in der Klinik zur Seite und sie entbindet auch bei der Patientin zu Hause, wenn diese im Kreise ihrer Familie ihr Kind zur Welt bringen möchte.

    Welchen Hebammenleistungen können Frauen in Anspruch nehmen?

    Jede Frau hat das Recht, die Arbeit einer Hebamme in Anspruch zu nehmen. Unabhängig wie die Frau entbunden hat, kann eine Hebamme bis zu zehn Tage nach der Entbindung ins Haus kommen, und die Besuche bis zur zwölften Woche nach der Geburt werden von den Krankenkassen bezahlt. Bis das Kind acht Wochen alt ist, gibt es zudem den Anspruch auf eine Stillberatung durch die Hebamme und wenn der Hausarzt oder der Kinderarzt der Ansicht sind, dass Mutter und Kind über den gesetzlichen Rahmen hinaus von einer Hebamme betreut werden müssen, dann muss ebenfalls die Krankenkasse zahlen. Zu den Aufgaben einer Hebamme nach der Geburt gehören unter anderem:

    • Die medizinische Versorgung des kindlichen Nabels
    • Ernährungsberatung und Pflegeanleitung
    • Informationen und Anleitungen zum Stillen
    • Untersuchung und Kontrolle der Wundheilung bei Kaiserschnitten und Dammschnitten
    • Informationen zu allen wichtigen Impfungen
    • Beurteilung des allgemeinen Zustandes des Kindes
    • Kontrolle der Gebärmutter und Übungen für die Rückbildung

    Die Haftpflichtversicherung für Hebammen

    Eine Hebamme, die freiberuflich arbeitet oder ein Geburtshaus führt, muss haftpflichtversichert sein, denn wenn es zu Komplikationen oder zu schwerwiegenden Problemen während der Geburt kommt, dann übernimmt die Haftpflichtversicherung alle anfallenden Kosten, zum Beispiel, wenn es zu Streitigkeiten vor Gericht kommt. Allerdings sind die Prämien der Haftpflichtversicherung für Hebammen in den letzten Jahren in astronomische Höhen gestiegen. Zahlte eine niedergelassene Hebamme 1981 noch eine Prämie von 30,68 DM, so stieg der Beitrag 2010 auf 3689,- Euro. Seit 2014 zahlt eine freiberuflich arbeitende Hebamme 5302,- Euro für die Haftpflichtversicherung, was das Ende für viele Geburtshäuser war.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters

  • Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Wann ist eine Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft?

    Geburten und Schwangerschaften sind heute so sicher wie nie, trotzdem steigt die Zahl der Risikoschwangerschaften. Das passt irgendwie nicht zusammen, aber die Diagnosezahlen bestätigten diese These. So werden heute rund 75 % aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften eingestuft und die Zahlen steigen stetig weiter an. Rund Dreiviertel aller Schwangeren muss während der 40 Wochen intensiv medizinisch betreut werden und steht unter permanenter Beobachtung. Wenn es aber um Komplikationen während der Schwangerschaft geht, dann hat Deutschland einen historischen Tiefstand und das wirft die Frage auf, ob die reale Abnahme von Gefahren zu einer unverhältnismäßig hohen Wahrnehmung von rein theoretischen Risiken führt?

    Die Mütter werden älter

    Noch vor 30 Jahren wurden Frauen, die mit 30 Jahren ihr erstes Kind bekamen, als späte Erstgebärende bezeichnet, mittlerweile sind das alle Frauen, die 35 Jahre oder älter sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Je älter die Frau, umso wahrscheinlicher ist auch eine Risikoschwangerschaft und da immer mehr Frauen sich zunächst auf eine berufliche Karriere konzentrieren und erst spät ein Baby bekommen, steigt das Risiko, dass es während der Schwangerschaft zu Komplikationen kommt. Ein großes Problem, das eine Schwangerschaft zu einer Risikoschwangerschaft macht, ist Diabetes mellitus, denn diese besondere Form der Schwangerschaft birgt immer die Gefahr von Fehl- oder Frühgeburten.

    Wie wird eine Risikoschwangerschaft definiert?

    Ein Expertengremium hat jetzt die typischen Krankheiten und Gefahren, die zu einer Risikoschwangerschaft führen, zu einem Katalog zusammengefasst. So werden im Mutterpass die Risiken in die Kategorien A und B unterteilt. Unter die Kategorie A fallen Krankheiten wie Diabetes, und auch ein starkes Übergewicht der Mutter kann zu einer Risikoschwangerschaft führen. In der Kategorie B sind alle die Krankheiten und Probleme zusammengefasst, die während der Schwangerschaft entstehen. Dazu gehören unter anderem Blutungen, Plazentastörungen oder auch starke Wassereinlagerungen, zum Beispiel in den Beinen. Mehrlingsschwangerschaften sind immer riskant, aber auch wenn es schon eine Fehl- oder Frühgeburt gab, dann wird das als Risikoschwangerschaft eingestuft.

    Welche Gründe für eine Risikoschwangerschaft gibt es?

    Eine Risikoschwangerschaft kann viele verschiedene Gründe haben. Eines der größten Probleme ist die Frühgeburt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der weibliche Körper im Zuge der Evolution so angelegt wurde, eine Schwangerschaft immer dann zu beenden, wenn Gefahr droht. Zu einer Frühgeburt kann aber auch Bluthochdruck oder eine Infektion führen. Präeklampsie ist ein weiterer Grund für eine Frühgeburt, besonders bei älteren Frauen steigt das Risiko stark an, dass die Schwangerschaft weit vor dem errechneten Termin zu Ende geht. Fehlbildungen des Kindes können ein weiterer Grund für eine Fehl- oder Frühgeburt sein. Ärzte und Krankenkassen sind natürlich darum bemüht, dass das Kind gesund, munter und termingerecht auf die Welt kommt, denn je unreifer ein Kind geboren wird, umso schwerer sind die Folgeschäden, die auftreten können. Zwar können heute Frühchen, die 1000 Gramm wiegen, dank der modernen Intensivmedizin überleben, aber durch die Einstufung einer riskanten Schwangerschaft steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind pünktlich und mit Normalgewicht geboren wird.

    Gründliche Untersuchungen

    Wird eine Schwangerschaft als riskant eingestuft, dann heißt das für den Arzt, dass seine Untersuchungen mehr als gründlich sein müssen. Alle relevanten Befunde werden genaustens kontrolliert und protokolliert, Probleme werden früh behandelt und wenn der Arzt der Meinung ist, dass mehr als drei Ultraschalluntersuchungen notwendig ist, dann werden diese auch von den Krankenkassen bezahlt. Das Budget, das die Krankenkassen für die Schwangerschaftsuntersuchungen vorsieht, muss sich bei einer Risikoschwangerschaft aber nicht automatisch erhöhen, nur wenn besondere Untersuchungen wie beispielsweise eine Untersuchung des Fruchtwassers gemacht werden müssen, dann muss das von der Kasse bewilligt werden. Die Kassen achten allerdings darauf, dass für die Ärzte kein allzu großer wirtschaftlicher Anreiz entsteht, zudem bedarf es fundierter medizinischer Befunde, bevor eine solche Untersuchung auch bewilligt wird.

    Bild: © Depositphotos.com / poznyakov