Schlagwort: Mutter
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„Gefährlicher Humbug“ beim Kaiserschnitt / Wie ein Experte den „mütterlich assistierten Kaiserschnitt“ beurteilt
Baierbrunn (ots) – Immer mehr Kinder werden per Schnittentbindung geboren. Kürzlich gab es den ersten „mütterlich assistierten“ Kaiserschnitt. Eine Frau half mit, das Kind aus ihrem aufgeschnittenen Bauch zu ziehen. Prof. Dr. med. Holger Stepan, Leiter der Abteilung für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig findet das „absolut unseriös“, wie er dem Apothekenmagazin „Baby und Familie“ sagte. Die Mutter könne aus praktischen Gründen gar nicht mithelfen, dazu fehle ihr die Kraft und der nötige Überblick über die Geburtssituation. „Medizinisch ist das Risiko viel zu groß, weil Keime in den Bauch gelangen können“, so sein Urteil. Auch in seiner Klinik bemühe man sich um einen frühen Kontakt von Mutter und Kind. Die Mutter könne beim Kaiserschnitt, „meist gleich nach der OP“, das Neugeborene auf die Brust nehmen. „Sie hört den ersten Schrei und hat ihr Kind von Anfang an bei sich.“ Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 8/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.deQuelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3093837 -

Brustwarzen Schmerzen – ein hochsensibles Thema!
Viele Frauen leiden unter Menstruationsbeschwerden, zu welchen auch Brustwarzen Schmerzen zählen. Hormonell bedingte, meistens gutartige Brustgewebsveränderungen erzeugen hierbei oft Beschwerden, welche Frauen zunächst schlecht einordnen können. Zu diesen teilweise periodisch auftretenden, schmerzhaften Begleiterscheinungen (Mastopathy, auch prämenstruelles Syndrom) gehören außerdem: Stimmungsschwankungen, Schweregefühl, Traurigkeit, leichte Gewichtszunahme aufgrund von Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und Kreislaufprobleme. Frauen, welche erheblich unter ihrer Monatsperiode leiden berichten über stechende, brennende Spannungsgefühle in Brustwarzengegend. Auch über direkte Brustwarzen Schmerzen, welche das Überstreifen von BH und Pulli erschweren. Jede noch so sanfte Berührung der empfindlichen Brustwarzen schmerzt. Die Tage zwischen den Tagen – manchmal auch schon zwei Wochen vor Eintritt der Periode – werden zur Hölle.
Brustwarzen Schmerzen: Gründe und Hilfe
Neben hormonellen Gründen kommen auch psychische entscheidend zum Tragen. Selbst Reizungen von außen, wie zum Beispiel: ein zu enger BH, Prellungen, Unverträglichkeit gegen Waschmittel, Body Lotion, auch Sonnenbrand oder zu trockene Haut haben massive Auswirkungen auf die Brustwarze. Fallen uns solche Überempfindlichkeiten auf, sollten wir die Ursachen schmerzhafter Brustwarzen schnellstmöglich beheben.
Gehen Brustwarzen Schmerzen auf ein seelisches Ungleichgewicht zurück, helfen eingehende Gespräche mit versierten Psychotherapeuten oder Fachärzten, welche sich mit dieser diffizilen Materie bestens auskennen. Oft helfen Entspannungsübungen, Hobbys, Gespräche mit Freundinnen, den Brustwarzen-Schmerz zu lindern.
Manchmal kommen diffuse Brustwarzen Schmerzen über Nacht. Frau wacht morgens auf und klagt über Schmerzen in einer Brust oder sogar gleich beiden Brüsten. Grund für dieses Missempfinden kann eine falsche Schlafhaltung sein. Etliche orthopädische Ursachen sind bei Schmerzen im Brustwarzenbereich nie ganz auszuschließen. Halten die Beschwerden länger an und treten diese auch außerhalb der Menstruation auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Weiterführende Untersuchungen sind wichtig, denn das beschriebene Beschwerdebild kann auf eine ernste Erkrankung hinweisen, welche schnellstmöglich behandelt werden sollte.
Brustwarzen Schmerzen: Kontrolluntersuchungen retten Leben
Bösartige Veränderungen der Brust rufen mitunter auch Brustwarzen Schmerzen hervor. Sie betreffen ältere Frauen – aber auch junge! Frauen über 40 Jahren sollten generell keine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen auslassen. Zudem wächst die Gefahr im Alter selbst an Brustkrebs zu erkranken, wenn es in der Familie schon Brustkrebsfälle gab. Frühzeitig erkannter Brustkrebs gilt als sehr gut therapierbar. Da unsere Medizin immer weiter Fortschritte macht, ist eine Frau nach einem Brustkrebseingriff immer noch ganz Frau. Die operierte Brust wird der natürlichen Form der gesunden nachempfunden. Dies hilft seelische Tiefs nach der OP zu mildern bzw. ganz zu vermeiden.
Brustwarzen Schmerzen: monatliches Abtasten der Brust beruhigt
Brustschmerzen verunsichern und belasten. Sicher kann letztlich nur ein guter Gynäkologe sagen, ob wir uns Sorgen machen müssen oder nicht. Trotzdem haben wir die Chance, uns selbst zu beruhigen und durch monatliches Abtasten beider Brüste ein gutes Stück Sicherheit zu schenken. Wie Frau ihre Brust richtig abtastet, was dabei zu beachten ist, erklärt am besten der Arzt vor Ort. Mit ein wenig Übung bekommt Frau ein Gefühl dafür und merkt selbst, wenn etwas nicht stimmt. Früher galt die Regel: verschiebbare Verhärtungen oder Knötchen sind in der Regel von harmloser Natur. Mag mitunter auch stimmen. Doch gibt es immer wieder Ausnahmen, welche diese alte „medizinische Weisheit“ eben doch nicht ganz unterstreichen und zu mehr Vorsicht, auch Achtsamkeit aufrufen!
Brustwarzen Schmerzen: Schwangerschaft und Stillzeit
Ganz natürlich hingegen ist der Brustwarzen-Schmerz, auch der allgemeine Brustschmerz während und nach der Schwangerschaft. „Die Milch schießt“ ein und sorgt zunehmend für Schwellung und erhöhtes Schmerzempfinden im ganzen Brustbereich. Auch wunde Brustwarzen während der Stillzeit melden sich mit brennenden oder stechenden Schmerzen. Dies ist dann aber kein Grund zur Beunruhig. Mutter Natur will es eben so!
Tipp:
Kühlende Umschläge, leichte Massagen, Entspannung und pflegende Salben schaffen das Brustschmerz-Problem schnell aus der Welt!Bild: © Depositphotos.com / Forgiss
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Nicht ohne mein Smartphone – Internetsucht bei Kindern
30 Minuten oder eine halbe Stunde sind ein relativ kurzer Zeitraum, für viele Kinder und Jugendliche sind 30 Minuten eine kleine Ewigkeit, wenn sie in dieser Zeit auf ihr Smartphone verzichten müssen. Nach einer halben Stunde ist Schluss mit der Enthaltsamkeit, denn dann drängt es 60 % der Neun- bis Zehnjährigen wieder ins Internet. Welche Folge dieser enorme Konsum für die Kinder hat, das ist bis heute noch nicht wissenschaftlich erforscht, zum Leidwesen der Eltern und Kinderärzte, die die Politik in die Pflicht nehmen wollen, etwas gegen die kindliche Internetsucht zu unternehmen.
Die Zahlen steigen
Immer mehr Menschen, Kinder wie auch Erwachsene, leiden heute unter Internetsucht. Das sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler von der CSU. Ihrer Meinung nach kann eine frühzeitige Internetsucht nur bekämpft werden, wenn die Kinder schon früh einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium Internet lernen, denn nur so kann eine Internetsucht in späteren Jahren verhindert werden. Für die Kinderärzte steht bei der Internetsucht der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Sie kritisieren, dass heute schon Kinder im Vorschulalter ein teures Smartphone besitzen und dass die meisten Zwölfjährigen stundenlang ohne Unterbrechung mit ihrem Smartphone oder mit dem Tablet beschäftigt sind.
Die Eltern als Vorbilder
Es sind die Eltern, die der Verband der Kinder- und Jugendärzte in die Pflicht nehmen will, denn sie sind schließlich die unmittelbaren Vorbilder für die Kinder. Vor allem kleine Kinder orientieren sich an Vater und Mutter, wenn die Eltern zum Beispiel viel lesen, dann wird auch bei Kindern das Interesse an Büchern angeregt. Eltern, die nur zu bestimmten Zeiten ins Internet gehen, leben ihren Kindern ein richtiges Verhalten vor, das die Kinder nachmachen. Wenn die Kinder lernen, dass sie nicht mehr den ganzen Tag online sein müssen, dann wird die Internetsucht bereits im Keim erstickt. Kinderärzte plädieren auch dafür, dass sich die Kinder mehr bewegen müssen. In den Schulen kommt der Sportunterricht vielfach zu kurz und es liegt an den Eltern, ihre Kinder in einem Sportverein anzumelden und sie zu animieren, draußen zu spielen und Sport zu treiben.
Teure Studien
Der aktuelle Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung liefert erschreckende Zahlen: Über eine halbe Million Deutsche zwischen 14 und 64 Jahren leidet bereits unter Internetsucht. Für die Kinderärzte ist das ein Alarmsignal und sie planen jetzt Fragebögen in ihren Praxen auszulegen, um mehr über das Internetverhalten von Eltern und Kindern zu erfahren. Eine Studie, die über die Internetsucht bei Kindern Auskunft geben könnte, ist schwer zu realisieren, denn eine solche Studie würde rund 600.000 Euro kosten. Um diese Summe zu bekommen, müsste sich der Bund beteiligen, was bisher leider nicht der Fall war.
Die Symptome der Internetsucht
Wann ist ein Kind süchtig und wie wird Internetsucht überhaupt definiert? Diese Fragen lassen sich nicht so einfach beantworten, denn der Prozess ist schleichend und eine einfache Faustregel gibt es leider nicht. Psychologen nutzen einen Kriterienkatalog, um die Sucht nach dem Internet zu diagnostizieren. Die Verhaltensauffälligkeiten ähneln denen anderer Suchterkrankungen. Kinder, die den ständigen Drang verspüren, im Internet zu surfen, sind gefährdet oder bereits süchtig und auch wenn die Kontakte zu Freunden vernachlässigt werden, dann ist das ein Zeichen für die Sucht nach dem Medium Internet. Wenn das Interesse am Hobby mehr und mehr nachlässt, dann ist das ein Signal, und wenn sich Entzugserscheinungen zeigen, falls kein Internetzugang besteht, dann ist das ein deutliches Suchtkriterium. Als hochgradig süchtig bezeichnen Kinder- und Jugendpsychologen Heranwachsende, die in der Schule absacken und die es auch nicht weiter kümmert, wenn sie schlechte Zensuren und Zeugnisse nach Hause bringen.
Eltern die befürchten, dass ihre Kinder gefährdet oder schon internetsüchtig sind, können sich an die Familien- und Suchtberatungsstellen wenden und sich beraten lassen.
Bild: © Depositphotos.com / olly18
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Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?
Menschen, die unter Allergien leiden, haben es nicht leicht. Es kann dauern, bis das passende Medikament gefunden wird, das tatsächlich hilft und gegen einige Allergien ist gar kein Kraut gewachsen. Diese Tatsache machen sich viele Heilpraktiker und selbst ernannte Wunderheiler zunutze und bieten eine Eigenblutbehandlung als Retter in der Not an. Gegen eine Eigenblutbehandlung ist im Grunde nichts einzuwenden, aber nicht jeder Arzt oder Heilpraktiker führt eine Eigenblutbehandlung auch so korrekt durch, wie sie eigentlich gedacht ist. Der Fall einer Ärztin, die ihre Patienten mit ihrem eigenen Blut behandelt hat, stand jetzt vor Gericht, denn sie hat die Therapie sehr eigenwillig angewandt und ihren Patienten mehr geschadet, als geholfen.
Was ist eine Eigenblutbehandlung?
Bei einer Eigenblutbehandlung wird aus einer Vene Blut entnommen, das Blut wird mit Sauerstoff angereichert und dann wieder in den Körper zurückgeführt. Auf diese Weise werden Reize ausgelöst, um das Immunsystem zu aktivieren. Das Ziel einer Eigenblutbehandlung ist immer, die Abwehrkraft des Körpers zu steigen und den Organismus zu stabilisieren. Für Menschen, die häufig unter Erkältungen, grippalen Infekten oder unter Allergien leiden, ist die Eigenblutbehandlung eine klassische Therapie, auch wenn viele Schulmediziner den Nutzen dieser Behandlung nach wie vor anzweifeln.
Eine Alternative zum Kortison?
Schwere Allergien werden in der Schulmedizin gerne mit Kortison behandelt, denn das Medikament ist wirksam, aber nicht ungefährlich. Vor allem bei der Behandlung von Kindern ist Kortison umstritten, denn Kortison kann das Wachstum hemmen, Osteoporose oder das sogenannte Cushing-Syndrom auslösen. Das hat zur Folge, dass ein Vollmondgesicht, Stiernacken und ein alarmierend erhöhter Blutzuckerspiegel auftreten können. Das alles sind Gründe, Kortison abzulehnen und eine Eigenblutbehandlung vornehmen zu lassen. Auch eine Familie aus Westfalen wollte keine Chemiekeule und ging deshalb zu einer Ärztin, die, so wurde berichtet, wahre Wunder mit Eigenblutbehandlungen bewirken konnte.
Ein Wunder mit Nebenwirkungen
Die Familie war von Allergien geplagt. Die Kinder litten unter Neurodermitis und Asthma, die Mutter unter starkem Heuschnupfen. Bekannte hatten den Eltern eine Ärztin empfohlen, die bei der Behandlung von Allergien aller Art Wunder vollbringen konnte, und tatsächlich, nach nur wenigen Eigenblutbehandlungen ließen die Beschwerden bei den Kindern nach. Die Familie hatte sich bewusst gegen eine klassische Behandlung mit Kortison entschieden, denn die Mutter war bereits mit dem Hormon behandelt worden, und leidet jetzt unter einer sehr schmerzhaften Hüftkopfnekrose, die auf eine Kortisonbehandlung zurückzuführen ist. Nun also die Eigenblutbehandlung, in die die Familie ihre ganze Hoffnung setzte.
Was die Familie und andere Patienten, die von der Ärztin mit einer vermeintlichen Eigenblutbehandlung „geheilt“ wurden, nicht wussten: Nach der Blutabnahme mischte die Medizinerin heimlich Kortison unter das Blut der Patienten und spritzte ihnen diese Mischung dann wieder in die Vene. So ging das acht Jahre lang, bis eine Ärztin mit ihrem von Allergien geplagten Sohn zu ihrer Kollegin ging, um eine Eigenbluttherapie durchführen zu lassen. Auch die Allergie des fünfjährigen Jungen ließ schnell nach, zu schnell nach Ansicht der Mutter. Sie wurde misstrauisch und ließ den Urin ihres Sohnes untersuchen. Die Analyse brachte die Wahrheit ans Licht und die Wunderheilerin vor Gericht. Jetzt wurde die Ärztin vom Paderborner Landgericht wegen Körperverletzung in 1773 Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einem dreijährigen Berufsverbot verurteilt. Dem Staatsanwalt war das Urteil zu milde, er ging in Berufung und nun hat der Bundesgerichtshof das letzte Wort.
Eigenblut – eine wirksame Therapie?
Mediziner der Universitätsklinik in Marburg haben die Behandlung mit Eigenblut unter die Lupe genommen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das „Wirkungsprinzip nicht nachvollziehbar ist“. Sie setzen weiter auf Kortison, wenn auch bei Kindern nur als Salbe und nicht als Injektion. Wer mit Eigenblut behandelt wurde und seine Beschwerden los ist, der wird wahrscheinlich anders darüber denken.
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Babys Entwicklungsschritte in den Schwangerschaftswochen
Grundsätzlich dauert eine Schwangerschaft 280 Tage bzw. 40 Schwangerschaftswochen, wobei der Rechnungsbeginn der erste Tag der letzten Periode ist. Im Bauch der Mutter entsteht ein neues Leben mit faszinierenden Entwicklungsschritten.
Schwangerschaftswoche 1 bis 4: Schwangerschaft weitgehend unbemerkt
Circa 14 Tage nach der letzten Monatsblutung erfolgt der Eisprung. Wird nicht verhütet, können ungefähr zwei Stunden nach dem Geschlechtsverkehr die Samenzelle die Eizelle erreichen und sie befruchten. Damit wird die Zellteilung ausgelöst und das Ei reift in den Eierstöcken heran. Nach knapp 5 Tagen nistet es sich in der Gebärmutter ein und der Mutterkuchen beginnt sich zu bilden. Zu diesem Zeitpunkt ist das befruchtete Ei knapp 2 Millimeter im Durchmesser groß.
Schwangerschaftswochen 5 bis 8: Zeit für den Schwangerschaftstest
Nun bleibt die Monatsblutung aus, womit es meist Zeit für einen Schwangerschaftstest wird. Beim Embryo im Mutterleib beginnen sich Lunge, Leber und Bauchspeicheldrüse bzw. Schilddrüse zu bilden. Auch das Darmsystem sowie die Mundöffnung und das innere Ohr entstehen. Erste Herzaktionen können wahrgenommen werden, wobei nun das Kleine eine Größe von 3 bis 5 Millimeter hat.
Schwangerschaftswochen 9 bis 12: Erste wahrnehmbare Anzeichen
Im dritten Monat einer Schwangerschaft setzt die morgendliche Übelkeit bei der zukünftigen Mutter ein, womit den meisten klar wird, dass sich Nachwuchs ankündigt. Beim Embryo beginnt sich das Gesicht zu entwickeln. Auch seine Finger und die Handgelenke bilden sich nun und die Augen werden als Vertiefung erkennbar. Der Embryo ist 2 bis 6 Zentimeter groß.
Schwangerschaftswochen 13 bis 16: erstes kleines Bäuchlein
In dieser Phase der Schwangerschaft bildet sich bei manchen Müttern bereits ein kleines Bäuchlein. Beim Nachwuchs werden Bauch und Rücken erkennbar, wobei auch die Bildung der Körpermuskeln abgeschlossen ist. Die unteren Extremitäten werden sichtbar, wobei sich auch die Kopf- und Körperregion genau erkennen lassen. Ab diesem Zeitpunkt heißt der Embryo Fötus und ist zwischen 8 und 12 Zentimeter groß.
Schwangerschaftswochen 17 bis 20: Erste Bewegungen spürbar
Nun wird die Untersuchung der Nackenfalte beim Fötus durchgeführt. Ohren, Nase sowie Augen und Mund sind komplett ausgeprägt, auch die Nieren und Harnwege sind ausgereift. Die Arme und Hände kann es bereits bewegen, was auch die werdende Mutter erstmals spüren kann. Der Fötus misst zwischen 14 und 18 Zentimeter.
Schwangerschaftswochen 21 bis 24: Das Baby reagiert
Das Baby ist im Mutterleib sehr beweglich und reagiert auf Geräusche. Zudem entwickelt es einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Geschlecht ist deutlich erkennbar und der Herzschlag auch hörbar. Augenbrauen und Augenlider haben sich ausgeprägt. Der Fötus misst nun zwischen 20 und 24 Zentimeter und hat ein Gewicht von knapp 460 Gramm.
Schwangerschaftswochen 25 bis 28: Reaktion der Sinnesorgane nimmt zu
Nun beginnt sich das Gehirn des Kleinen stark auszuprägen. Die Geschlechtsorgane sind bereits komplett entwickelt und das Baby kann die Augen öffnen und schließen. Es reagiert zunehmend auf Geräusche von außen. Die Körpergröße beträgt zwischen 25 und 30 Zentimeter bei einem Gewicht von knapp 850 Gramm
Schwangerschaftswochen 29 bis 32: Organe reifen weiter heran
Der Kopfdurchmesser des Babys beträgt fast 8 Zentimeter. Augenbrauen und Wimpern sind komplett ausgebildet, die Organe reifen weiter heran. Nun misst das Kleine zwischen 32 und 40 Zentimeter und wiegt mehr als 1,6 Kilogramm.
Schwangerschaftswochen 33 bis 36: Vorbereitungen zur Geburt
Mittlerweile hat die Mutter zwischen 10 und 13 Kilogramm zugenommen und kann mit ihrem Baby nun sprechen. Das Fruchtwasser geht zurück und der Platz in der Gebärmutter wird enger. Der Kopf des Babys, der mittlerweile einen Durchmesser von 8,5 Zentimeter hat, senkt sich ins das Becken der Mutter. Das Körpergewicht beträgt ca. 2,8 Kilogramm, die Größe misst zwischen 41 bis 45 Zentimeter.
SSW 37 bis 40: Die Geburt steht bevor
Nun kann es zu vorgeburtlichen Wehen kommen. Die Organe des Babys sind komplett entwickelt und an ihrem Platz, wobei es auch die endgültige Geburtslage einnimmt. Der Nachwuchs ist zwischen 46 und 50 Zentimeter groß und wiegt mehr als 3 Kilogramm.
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Mutter mit 65 – die Diskussion hält an
Die Vierlinge sind auf der Welt, es geht ihnen den Umständen entsprechend gut und auch die 65-jährige Mutter hat die Geburt per Kaiserschnitt offenbar gut überstanden. Wie sich die vier Kinder weiter entwickeln werden, das steht allerdings in den Sternen, und auch die Diskussion um diese sehr späte Schwangerschaft und Geburt hält unvermindert an. Von Missbrauch bis Fahrlässigkeit ist die Rede, und auch wenn es aus medizinischer Sicht möglich ist, mit 65 Jahren noch zu entbinden, eine moralische und ethische Frage bleibt. In diesem Zusammenhang muss aber auch die Frage gestellt werden, ob die strengen Gesetze, die die Reproduktionsmedizin regeln, noch zeitgemäß sind.
Was sagt das Gesetz?
Die meisten Mediziner sprechen von einem „klaren Missbrauch“ und auch von „erheblichen Risiken“, wenn es um späte Schwangerschaften geht, andere sehen aber keine Gründe, die gegen eine Altersbeschränkung bei der künstlichen Befruchtung sprechen. In Deutschland sieht es allerdings mehrheitlich so aus, dass sich die Politik und auch die Medizin für eine Beschränkung aussprechen. In Deutschland gibt es bislang noch kein gesetzlich geregeltes Höchstalter für die Befruchtung in der Petrischale, aber bei Frauen ab 35 Jahre steigt das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden. Ab dem 45. Lebensjahr ist eine Schwangerschaft nur dann möglich, wenn fremde Eizellen genutzt werden, das Einpflanzen dieser fremden Eizellen ist jedoch nach der deutschen Rechtsprechung verboten. Die Mutter der Vierlinge hatte sich daher auch in der Ukraine behandeln lassen.
Kein gutes Vorbild
Auch wenn es aus medizinischer Sicht möglich ist, heißt es noch lange nicht, dass es auch gemacht werden sollte. Diese Ansicht vertreten die Politiker quer durch alle Parteien und sie gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie verurteilen die 65-jährige, die sich für die späte Schwangerschaft entschieden hat, aufs Schärfste und werfen ihr Fahrlässigkeit und Egoismus vor. So ist der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach der Ansicht, dass in diesem Fall die Grenzen aus medizinischer, aber vor allem aus ethischer Sicht weit überschritten wurden. Für Lauterbach stellen künstliche Befruchtungen in diesem hohen Alter ein sehr hohes Risiko dar und die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder bleibende Schäden haben, sei unverhältnismäßig hoch. Jens Spahn, der gesundheitliche Sprecher der CDU denkt ebenso und wirft der Mutter Fahrlässigkeit vor.
Das Recht der Bürger
Auch über die Grenzen Deutschlands hinaus wird der Fall der späten Mutter diskutiert. In Großbritannien sieht man bekanntlich alles etwas anders, hier sind viele Wissenschaftler der Meinung, dass jeder, der in Europa lebt, auch die Therapien in Anspruch nehmen kann, die im eigenen Land verboten sind und das gilt in diesem Fall auch für die Reproduktionsmedizin. Die Zahlen, die die Fachgesellschaft für Reproduktionsmedizin zwischen 2008 und 2009 veröffentlicht hat, sprechen für sich, denn in diesem Zeitraum sind zwischen 11.000 und 14.000 Frauen nur in diesem einem Jahr für eine Kinderwunschbehandlung ins Ausland gefahren. Sie wollten die Gesetze in ihren Heimatländern umgehen, die Wartezeit auf den ersehnten Nachwuchs verkürzen und natürlich auch viel Geld sparen.
Selbst wenn das Verhalten der 65 Jahre alten Frau fraglich ist, viele können nicht verstehen, warum das Samenspenden erlaubt, aber das Spenden von Eizellen verboten ist.
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