Schlagwort: Mythos

  • Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Wer Kaffee trinkt, lebt länger

    Dass Kaffee munter macht, das werden alle Morgenmuffel gerne bestätigen, und auch nach dem Mittagessen ist ein Tasse Kaffee immer eine gute Wahl. Dass Kaffee gut schmeckt und belebt, das ist hinlänglich bekannt, dass Kaffeetrinken aber das Leben verlängern kann, das zeigt jetzt eine neue Studie aus den USA. Kaffee hatte lange Zeit einen eher schlechten Ruf, denn Kaffee schädige das Herz, so hieß es gern, sogar in Medizinerkreisen. Die neue Studie kommt zu einem anderen Schluss, denn drei bis fünf Tassen des belebenden Getränks machen das Leben nicht nur angenehmer, sondern verlängern es auch.

    Kaffee schützt vor Krankheiten

    Die neue Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht wurde, ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein moderater Genuss von Kaffee das Risiko an den Folgen einer Krankheit zu sterben, deutlich senken kann. Der positive Effekt des Kaffees wirkt sich auf das Herz-Kreislaufsystem ebenso aus, wie auch auf die Parkinson-Krankheit und auf Diabetes Typ 2, auf Krebs hat Kaffee allerdings keinen so großen Einfluss. Zudem kamen die Forscher aus den USA zu der Erkenntnis, dass Menschen, die gerne und auch viel Kaffee trinken, seltener an Depressionen erkranken und weniger darüber nachdenken, sich das Leben zu nehmen.

    Warum ist Kaffee so gesund?

    Warum hat Kaffee einen so positiven Einfluss auf die Gesundheit? Die Forscher aus den USA, die für die Studie die Daten von 168.000 Frauen und 40.000 Männern gesammelt und ausgewertet haben, kommen zu dem Schluss, dass Kaffee viele bioaktive Substanzen hat. Diese Substanzen können die Resistenz des Insulins verringern und sie wirken entzündlichen Prozessen effektiv entgegen. Optimal ist es, zwei bis fünf Tassen am Tag zu trinken, eine sechste Tasse hat dann zwar keinen positiven Effekt mehr, aber schaden kann sie auch nicht. Es spielt in diesem Zusammenhang übrigens keine Rolle, ob es sich um Kaffee mit oder ohne Koffein handelt, der positive Effekt bleibt der Gleiche.

    Kann Kaffee abhängig machen?

    Es gibt einige Gerüchte um Kaffee, einige sind wahr, andere nur ein Mythos. Hieß es noch vor wenigen Jahren, dass Kaffee schlecht fürs Herz ist, so konnten Wissenschaftler jetzt nachweisen, dass genau das Gegenteil der Fall ist, denn Kaffee ist sogar gut fürs Herz. Kaffee kann für schlaflose Nächte sorgen, besagt eine andere These, und hier liegt die Wissenschaft richtig, denn wer am Abend starken Kaffee trinkt, der wird nicht sonderlich gut schlafen können. Allerdings hat starker Tee die gleiche Wirkung, denn die im Tee enthaltenen Stoffe sorgen ebenfalls für schlaflose Nächte. Ein besonders hartnäckiges Gerücht besagt, dass Kaffee süchtig machen kann. Tatsächlich kann es zu Abhängigkeitserscheinungen kommen, wenn man regelmäßig Kaffee trinkt. Wer daran gewöhnt ist, den Tag mit einer Tasse Kaffee zu beginnen, der wird es spüren, wenn er die gewohnte Tasse Aufmunterung am Morgen nicht bekommt. Für die American Psychiatric Association ist Kaffeemissbrauch ebenso eine Krankheit wie die Sucht nach Alkohol, aber ab wann die Sucht beginnt, das ist noch nicht klar. Wie lange der Entzug dauert, darüber gibt es hingegen schon Erkenntnisse, denn es dauert bis zu sechs Wochen, um kein Verlangen mehr nach einer Tasse Kaffee zu verspüren.

    Entzieht Kaffee dem Körper Wasser?

    Zu den Mythen, die sich rund um den Kaffee ranken, gehört auch die Aussage, dass Kaffee den Körper austrocknen kann, da er das Wasser entzieht. Das Gegenteil ist der Fall, denn durch den Kaffee bekommt der Körper Wasser. Zwar wirkt Kaffee harntreibend, aber dass es zu einem gefährlichen Mangel an Flüssigkeit kommen kann, das ist schlichtweg nicht wahr. Der Dichter Franz Kafka soll in diesem Zusammenhang einmal gesagt haben: „Kaffee dehydriert den Körper nicht. Ich wäre sonst schon Staub.“ Kafka hatte Recht, wer gerne Kaffee trinkt, muss sich keine Sorgen machen.

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  • Ein Monat ohne Zucker – was passiert im Körper?

    Ein Monat ohne Zucker – was passiert im Körper?

    Zucker ist ein Geschmacksträger, wie Fett auch, und das macht Zucker so gefährlich. Da es kaum noch Lebensmittel gibt, die auf Zucker verzichten können, leiden immer mehr Menschen an Übergewicht, unter Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder unter einer Herz-Kreislauferkrankung. Die meisten Menschen essen gerne süß, wobei besonders Schokolade den Ruf hat, glücklich zu machen. Das ist übrigens kein Mythos, denn immer dann, wenn Schokolade gegessen wird, dann schüttet der Körper Glückshormone aus, und diese Hormone sorgen schließlich dafür, dass es zur Sucht nach Zucker kommt. Ein Mann aus den Niederlanden wollte es genauer wissen, was mit seinem Körper passiert, wenn er einen Monat lang keinen Zucker mehr zu sich nimmt.

    Zucker schmeckt gut

    Im Obst, im Joghurt, im Kuchen und sogar im Brot ist Zucker zu finden und da die meisten Menschen den süßen Geschmack mögen, lässt sich die Nahrungsmittelindustrie immer wieder etwas Neues einfallen, um den Appetit auf Süßes nicht versiegen zu lassen. So kann man zum Beispiel in einem Becher Fruchtjoghurt umgerechnet bis zu zehn Stücke Würfelzucker finden und in Erfrischungsgetränken wie Cola oder Limonade kommen sogar 80 Stück Würfelzucker auf einen Liter. Der Körper braucht Zucker, um fit zu bleiben, aber es kommt auf die Menge an. Zu viel Zucker ist in vielfacher Hinsicht ungesund, denn Zucker sorgt für schlechte Zähne, er macht dick und auf Dauer sogar krank. Aber Zucker macht auch süchtig, denn wenn Zucker gegessen wird, dann setzt sich eine Maschinerie im Körper in Gang, die so schnell nicht mehr zu stoppen ist.

    Das Belohnungssystem

    Immer dann, wenn Zucker gegessen wird, dann signalisiert das dem Gehirn, dass der Körper belohnt wird, der Mensch fühlt sich wohl. Damit dieses Wohlgefühl möglichst lange bleibt, wird mehr Zucker gegessen, damit sich der Prozess immer und immer wieder wiederholt. Das führt aber leider nach kurzer Zeit zu einer Belastung des Belohnungssystems, und in der Folge kommt es zu Essattacken, zu Nervosität, zu einer erhöhten Toleranz gegenüber Zucker und schließlich zu Kontrollverlust und damit zur Sucht nach Süßigkeiten aller Art. In einer 2012 durchgeführten Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass eine Ernährung, die zu viel Zucker enthält, die Synapsen beschädigt und die Leistung des Gehirns verlangsamt. Zudem unterliegt der Blutzuckerspiegel ständigen Schwankungen, und das kann im schlimmsten Fall zu Diabetes führen.

    Ein mutiger Selbstversuch

    Der Niederländer Sacha Harland war neugierig und wollte wissen, wie es ist, einen Monat lang komplett auf Zucker zu verzichten. Vier Wochen lang ernährte sich Sacha Harland bewusst ohne Zucker und verzichtete auf Süßigkeiten ebenso wie auch auf zuckerhaltige Lebensmittel. Für ihn war der Verzicht auf Zucker besonders schwer, denn der junge Mann aus Holland war nach eigenen Angaben zuckersüchtig. Nach den vier zuckerfreien Wochen ging Harland zu einem Arzt und ließ sich gründlich untersuchen. Die Ergebnisse der Tests sorgten für Erstaunen und für einige Überraschungen, denn Sacha Harland hatte zum einen deutlich weniger Kilos auf den Rippen, zum anderen waren seine Blutwerte fantastisch. Außerdem hatte sich der Anteil an Fett in seinem Körper deutlich reduziert, sein Blutdruck war nach langer Zeit wieder im normalen Bereich und auch die Cholesterinwerte waren perfekt.

    Zucker reduzieren, aber nicht verzichten

    Das Experiment von Sacha Harland hat gezeigt, dass es sehr viel bringt, wenn der Zuckerkonsum reduziert wird. Alle, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, sollten sich ein Beispiel an dem Niederländer nehmen und auf süße Dickmacher verzichten. Gegen Zucker ist im vernünftigen Maße nichts einzuwenden, dennoch lohnt es sich, vor dem Einkauf im Supermarkt Informationen zu sammeln, welche Lebensmittel wie viel Zucker haben. Zucker kann sehr bewusst reduziert werden, ohne dass es zu Entzugserscheinungen kommt, es ist nämlich immer die Frage, in welcher Form der Zucker gegessen wird.

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  • Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Die Syphilis, die bis heute noch immer als Kavalierskrankheit bezeichnet wird, hat viele Namen und ist bekannt, wie kaum eine andere Krankheit. Franzosenkrankheit, harter Schanker, Lues – das sind nur einige Namen für die Syphilis, gemeint ist aber immer eine Infektionskrankheit, die so gar nichts Galantes hat und die im schlimmsten Fall das zentrale Nervensystem komplett zerstören kann. Mozart soll unter Syphilis gelitten haben und auch der Dichter Hölderlin und der Komponist Franz Schubert. Der Preußenkönig Friedrich II. soll sich schon in seiner Jugend infiziert haben und auch einige französische Herrscher sollen Opfer der Syphilis geworden sein. Heute hat die Krankheit viel von ihrem Schrecken verloren, aber sie birgt nach wie vor Gefahren.

    Was genau ist Syphilis?

    Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die durch sexuelle Kontakte übertragen wird und in vier Stadien verläuft. Ausgelöst wird die Krankheit durch Bakterien, die die Schleimhäute befallen. Im ersten Stadium sind deshalb zunächst nur die Schleimhäute betroffen, an denen sich Geschwüre bilden. Im zweiten Stadium schwellen die Lymphknoten an und die Betroffenen verspüren Schmerzen, in den letzten beiden Stadien greifen die Bakterien schließlich das zentrale Nervensystem an und zerstören es. Wenn die Syphilis nicht frühzeitig behandelt und chronisch wird, dann führt sie zum Tod. Was Syphilis so gefährlich macht, das ist die relativ lange Inkubationszeit, die bis zu drei Monate dauern kann. In diesem Zeitraum spüren die Betroffenen nicht und geben die Krankheit unbewusst weiter. In Deutschland erkranken vor allem Männer zwischen 30 und 40 Jahren an Syphilis, und in vier von fünf Fällen fand die Ansteckung durch homosexuelle Kontakte statt. Syphilis ist meldepflichtig, jede Erkrankung muss dem Robert-Koch Institut gemeldet werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Wenn das für die Syphilis zuständige Bakterium Treponema pallidum durch Geschlechtsverkehr oder durch küssen übertragen wird, dann zeigen sich nach der Inkubationszeit die ersten Geschwüre in der Mundhöhle, später sind diese Geschwüre auch an dem Lymphknoten zum Beispiel unter den Armen oder am Hals zu sehen. In der Folge treten Veränderungen am Knochenbau und später auch am Herzen auf. Dann befällt das Bakterium die inneren Organe und schließlich das Nervensystem. Unterschieden wird die Krankheit in eine primäre und eine sekundäre Syphilis, es gibt aber auch eine sogenannte latente Form. Ist der Verlauf der Krankheit latent, dann kommt es zu langen Intervallen, in denen die Betroffenen keine Beschwerden haben, bricht die Syphilis dann aber wieder aus, dann ist sie in der Regel schon sehr weit fortgeschritten.

    Ist Syphilis heilbar?

    Syphilis war in den 1990er kaum noch ein Thema. Die meisten Menschen hatten in dieser Zeit Angst vor einer HIV-Infektion und Kondome verhinderten nicht nur eine Ansteckung mit dem HIV-Virus, sondern schützten auch vor Syphilis. Heute hat die Zahl der Erkrankungen wieder stark zugenommen, denn die Hysterie um AIDS ist abgeflaut, die Menschen gehen wieder leichtsinnig mit der Sexualität um. War Syphilis in früheren Zeiten eine Krankheit, die zu einem langsamen und qualvollen Tod führte, so werden heute mit Antibiotika große Erfolge erzielt. Syphilis ist nicht heilbar, wie schwer der Verlauf der Krankheit aber ist, das hängt davon ab, wie schnell sie erkannt wird. Befindet sich die Syphilis in einem frühen Stadium, dann bestehen gute Chancen, dass die Betroffenen ohne Beschwerden ein langes Leben haben. Wird sie aber zu spät diagnostiziert, dann kann sie auch heute noch zum Tod führen.

    Ein sicherer Schutz

    Die einzige Möglichkeit, einer Ansteckung mit Syphilis zu entgehen, heißt Safer Sex, denn Kondome können eine Ansteckung effektiv verhindern. Auch die Wahl der Sexualpraktiken sollte genau überlegt werden, da Syphilis auch durch oralen Sex übertragen werden kann. Es ist ein Mythos, dass nur Männer Syphilis bekommen können, Frauen sind ebenso gefährdet und schwangere Frauen können die Krankheit auch auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

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  • Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz klingt auf den ersten Blick schlimmer als es eigentlich ist, trotzdem ranken sich um die Schwangerschaftsdemenz viele Mythen. Viele Frauen sind von diesem Phänomen in den ersten Wochen und Monaten der Schwangerschaft betroffen, und es ist nicht immer einfach, damit umzugehen, wenn plötzlich die richtigen Worte fehlen und Vergesslichkeit zum Alltag gehört. Schwangerschaftsdemenz heißt, in den Supermarkt zu gehen und dann nicht mehr zu wissen, was man eigentlich kaufen wollte, aber Schwangerschaftsdemenz heißt auch, nicht mehr in die eigene Wohnung zu können, weil man vergessen hat, wo der Schlüssel ist.

    Welche Ursachen hat eine Schwangerschaftsdemenz?

    Während einer Schwangerschaft spielen die Hormone bekanntlich ein bisschen verrückt und in der Zusammenstellung der Hormone sind auch die Ursachen für eine Schwangerschaftsdemenz zu finden. In früheren Zeiten war eine Schwangerschaftsdemenz ein sicheres Zeichen dafür, dass die Frau ein kleines Mädchen erwartet, denn Mädchen machen vergesslich. Jetzt haben Studien bewiesen, dass an dieser Aussage tatsächlich etwas dran ist, denn bei Frauen, die ein Mädchen erwarten, sind die Symptome der Schwangerschaftsdemenz deutlich stärker ausgeprägt wie bei den Frauen, die mit einem Sohn schwanger sind. Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang mit den unterschiedlichen Botenstoffen gibt, die ungeborene Kinder aussenden, und diese Botenstoffe beeinflussen unter anderem auch das Gedächtnis. In Versuchen wurde festgestellt, dass Frauen, die einen Sohn erwarten, eine bessere Gedächtnisleistung als diejenigen haben, die eine Tochter erwarten.

    Unangenehm und oft peinlich

    Frauen, die unter einer Schwangerschaftsdemenz leiden, stoßen im alltäglichen Leben oft an ihre Grenzen. So ist es zum Beispiel peinlich, wenn die beste Freundin aus dem Restaurant anruft und der Schwangeren dann erst einfällt, dass sie dort schon vor einer Stunde verabredet war. Auch Termine beim Arzt werden einfach vergessen, ebenso Besuche bei den Schwiegereltern oder ein Treffen mit Freunden im Café. Mit einer echten Demenz, wie sie im Alter auftritt, hat eine Schwangerschaftsdemenz allerdings nichts zu tun, denn eine Schwangerschaftsdemenz ist nur vorübergehend und in den allermeisten Fällen schon wenige Wochen nach der Geburt des Kindes wieder verschwunden und kommt auch nicht wieder.

    Tipps gegen die Schwangerschaftsdemenz

    Frauen, die unter Schwangerschaftsdemenz leiden, fühlen sich oftmals verunsichert, wie sie mit der veränderten Situation umgehen sollen. Viele wollen einfach nicht akzeptieren, dass sie unter Vergesslichkeit leiden und fürchten, als „blöd“ abgestempelt zu werden. Ein Mittel gegen Schwangerschaftsdemenz gibt es nicht und es ist auch nicht notwendig, denn es gibt einige sehr effektive Tricks, wie man mit der Schwangerschaftsdemenz umgehen kann. Zu diesen Tipps und Tricks gehören unter anderem:

    • Wichtige Termine aufschreiben und die Liste gut sichtbar, zum Beispiel an den Kühlschrank oder an den Badezimmerspiegel kleben
    • Die Memory-Funktion des Smartphones nutzen und sich einfach automatisch an wichtige Dinge erinnern lassen
    • Nicht zu viele Termine auf einmal machen. Besser ist es, alle Termine auf die ganze Woche zu verteilen

    Um mit der Schwangerschaftsdemenz zurechtzukommen, sollte sich die Schwangere viel Ruhe gönnen. Einfach mal hinlegen und ein Buch lesen oder Musik hören, ist sehr entspannend und macht den Kopf frei. Viel trinken kann auch hilfreich sein, zum Beispiel Mineralwasser und ungesüßten Tee, am Tag dürfen es ruhig anderthalb Liter sein. Eine ausgewogene Ernährung mildert nicht nur die Symptome einer Schwangerschaftsdemenz, sie hilft auch dabei, dass sich in der Schwangerschaft nicht allzu viele Kilos ansammeln. Ausgiebige Spaziergänge können ebenfalls dabei helfen, das Gehirn wieder in Schwung zu bringen, außerdem sind sie sehr gesund für Mutter und Kind. Frauen, die noch arbeiten, sollten immer mal wieder eine kleine Pause einlegen und versuchen zur Ruhe zu kommen, denn auch zu langes konzentriertes Arbeiten ist für eine Schwangerschaftsdemenz nicht gerade von Vorteil.

    Wen die Schwangerschaftsdemenz erwischt, der muss sich in Geduld üben und warten, bis das Baby geboren ist.

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  • Macht Butter wirklich dick?

    Macht Butter wirklich dick?

    Wer abnehmen will, der lebt nach dem Motto: Fett ist dein Feind, tierisches Fett sogar dein Todfeind. Zu den tierischen Fetten gehört auch die gute Butter und sie wird deshalb von allen, die ein paar Kilo verlieren wollen, gänzlich von der Speisekarte gestrichen. Leider ist Butter wie alle Fette, ein Geschmacksträger und wer schon einmal Weihnachtsplätzchen mit Butter und einmal mit Margarine gebacken hat, der kennt den Unterschied. Aber macht Butter wirklich dick oder ist das nur ein Mythos der Margarinehersteller?

    Fakten über Butter

    Wer 100 Gramm Butter isst, der nimmt 741 Kalorien zu sich. Die gleiche Menge Margarine liefert 704 Kalorien, aber kaum Energie. Butter enthält zudem die Vitamine A, E, D und K, diese Vitamine sind antioxidativ und schützen die Zellen vor den sogenannten freien Radikalen, die Krebs auslösen können. Butter hat aber leider auch eine Menge Cholesterin, etwa 200 Milligramm pro 100 Gramm, das bis heute für den schlechten Ruf der Butter sorgt, denn Butter gilt als Risikofaktor für Herzerkrankungen, wie den Herzinfarkt. Das stimmt so allerdings nicht, denn bei einem gesunden Menschen mit einem normalen Blutfettspiegel kann nicht viel passieren, wenn er Butter isst.

    Es kommt auf die Menge an

    Wie bei allen Lebensmitteln, so kommt es auch bei der Butter auf die Menge an, die gegessen wird. Wer abnehmen will, der sollte sich die Butter nicht gleich fingerdick aufs Brot schmieren, aber hin und wieder eine Scheibe frisches Brot mit Butter ist erlaubt und macht auf Dauer nicht dick. Selbst zum Spargel oder zum Backen muss auf Butter nicht verzichtet werden, aber auch hier gilt, es kommt auf die Menge an.

    Butter gab es immer schon

    Wie lange essen Menschen schon Butter? Seit über 1.000 Jahren, denn seit Menschen Kühe, Ziegen und Schafe als Nutztiere halten, melken sie diese Tiere auch und machen aus der Milch Butter. Im antiken Rom und auch in Griechenland diente Butter aber nicht nur als Nahrungsmittel, sie wurde auch zu medizinischen Zwecken verwendet. Die Germanen waren fest davon überzeugt, dass Butter die Haare gesund erhält und dass Fett die Kopfhaut wärmt.

    Butter oder Margarine?

    Butter oder Margarine – das ist natürlich auch eine Geschmacksfrage, wer aber konsequent abnehmen möchte, der sollte sich an die Margarine halten. Das gilt auch für Menschen, die einen erhöhten Cholesterinspiegel haben, denn auch dann ist Margarine immer die bessere Wahl. Butter ist aber nicht schädlich, und in vernünftigen Mengen genossen, treibt Butter auch nicht den Zeiger der Waage nach oben. Bei einer Diät kann Butter dabei helfen, einem kalorienarmen Essen mehr Geschmack zu verleihen, und das macht es einfacher, eine Diät auch durchzuhalten. Wer also eine Soße mit einem Stück Butter verfeinern möchte, der kann das tun, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

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  • Ernährung in der Schwangerschaft: Was ist dran an Mythen?

    Ernährung in der Schwangerschaft: Was ist dran an Mythen?

    Schwangere Frauen haben es schwer. Als wäre es nicht aufregend genug, sich auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen und darauf umfangreich vorzubereiten, werden sie täglich mit neuen Informationen überhäuft. Besonders beliebt sind die Do’s und Don’ts, die jede werdende Mutter scheinbar aus dem FF beherrschen sollte. Nicht nur Sport, Beauty und Arbeit, sondern auch die Ernährung in der Schwangerschaft ist hierbei ein sehr beliebtes Themenfeld. „Was darf ich als Schwangere essen?“, „Worauf muss ich verzichten?“ und „Was ist besonders gefährlich für mein Kind?“ sind Fragen, die sich jede schwangere Frau stellen. Um Licht ins Dunkel zu bringen, verraten wir Ihnen hier, was an den bekanntesten Mythen rund um das Thema Ernährung in der Schwangerschaft dran ist.

    Mythos #1: In der Schwangerschaft muss Frau für zwei essen

    Viele Frauen, die sich über die Ernährung in der Schwangerschaft informieren, bekommen meist einen Satz zu hören: „Na, ab jetzt musst du ja für zwei essen.“ Was für die meisten eine willkommene Ausrede ist, um so richtig zuzuschlagen, ist in der Tat großer Unfug. Schwanger sein bedeutet nicht, dass Sie die doppelte Menge an Nahrung zu sich nehmen. Es ist nämlich nicht entscheidend, wie viel, sondern was Sie essen.

    Bis zum Beginn des vierten Monats können Sie sich erst einmal vollkommen normal ernähren. Erst ab dann benötigt Ihr Baby zusätzliche Energie. Bevor Sie Ihre Ernährung in der Schwangerschaft jedoch sofort komplett umstellen, sei Ihnen eines mit auf den Weg gegeben: Zusätzliche Energie für das Baby bedeutet, dass Sie pro Tag lediglich 250 Kilokalorien mehr zu sich nehmen.

    Mythos #2: Verzichten Sie auf rohe Lebensmittel

    Es ist doch immer das gleiche: Sobald man etwas verboten bekommt, will man es umso mehr. Besonders tückisch ist dieses Phänomen, wenn es ums Essen geht. Eines der größten Verbote im Hinblick auf die Ernährung in der Schwangerschaft ist rohes Fleisch und Fisch. Und tatsächlich: Salami, Rohschinken, Tartar, Hackepeter, Sushi …. auf all diese Köstlichkeiten sollten Sie eher verzichten, wenn Sie schwanger sind. Der Grund hierfür: Rohe Lebensmittel sind ein El Dorado für Keime und Bakterien und damit ein No Go für die Ernährung in der Schwangerschaft. Krankheitserreger können nicht nur für Sie, sondern auch Ihr Kind schädlich und sogar gefährlich werden. Übrigens: Das gleiche gilt auch für Roh-Käse und rohe Milch. Doch keine Angst: Diese Produkte müssen laut EU-Richtlinie ausdrücklich als Roh-Erzeugnisse gekennzeichnet werden.

    Mythos #3: Pilze sind tabu

    Mal ganz davon abgesehen, dass Pilze eh nicht jedermanns Geschmack sind, gilt in diesem Fall: Genießen Sie die Pflanzen des Waldes in Maßen, nicht in Massen. Wer während der Schwangerschaft hin und wieder ein paar Pilze isst, geht damit keine Gefahr ein. Größere Mengen Pilze enthalten jedoch eine bedenkliche Menge Schadstoffe. Wer seinen Heißhunger stillen und trotzdem auf Nummer Sicher gehen will, sollte während der Schwangerschaft lieber auf Zuchtpilze aus dem Supermarkt zurückgreifen.

    Mythos #4: Folsäure unterstützt die Entwicklung des Kindes

    Kein Mythos, sondern absolut wahr! Folsäure ist ein Vitamin, das besonders während der ersten drei Monate der Schwangerschaft von großer Wichtigkeit ist. Ein Mangel an Folsäure kann unter anderem dazu führen, dass sich das zentrale Nervensystem des Fötus nicht normal entwickeln kann. Auch Missbildungen sind unter Umständen die Folgen eines Folsäure-Mangels.

    Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Folsäure sind:

    • Eier
    • Vollkornprodukte
    • Grünkohl
    • Blattsalate
    • Sojabohnen

    Darüber hinaus können Folsäure-Tabletten für schwangere Frauen dabei helfen, den Bedarf ausreichend abzudecken. Folsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung in der Schwangerschaft.

    Mythos #5: Ab und zu ein Gläschen Rotwein schadet nicht

    Befasst man sich mit der Ernährung in der Schwangerschaft, stolpert man immer wieder über Infos wie „Alkohol ist absolut tabu… aber ein gelegentliches Glas Rotwein ist erlaubt“. Was denn nun? Rotwein in der Schwangerschaft wird durchaus kontrovers bewertet. Während die einen Verfechter der Null-Toleranz sind (sprich: Während der kompletten Schwangerschaft keinen Alkohol empfehlen), sind die anderen der Meinung, dass ein Glas ab und zu (!) durchaus vertretbar ist und dem Kind nicht schadet. Wissenschaftler aus Italien wollen herausgefunden haben, dass die Rotwein-Inhaltsstoffe Polyphenole und Anthocyane dem Alkohol antioxidativ entgegenwirken. Letztendlich müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie das Gläschen Rotwein unbedenklich finden oder doch lieber darauf verzichten wollen.

    Mit der Aufdeckung dieser fünf Mythen sind Sie perfekt auf die Ernährung in der Schwangerschaft vorbereitet.

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