Schlagwort: Nieren

  • Alternative Gesundheit – Heilpraktiker mehr als ein Trend

    Alternative Gesundheit – Heilpraktiker mehr als ein Trend

    Die moderne Medizin ist technisch auf dem neusten Stand, sie ist effizient und effektiv, aber leider auch allzu oft unpersönlich und kalt. Auch wenn die moderne Medizin heute vieles erreicht hat, sie kommt nicht bei allen gut an. Deshalb können sich auch die Heilpraktiker über mangelnden Zulauf nicht beklagen, denn der Trend geht mehr und mehr zur natürlichen Medizin, weg von der Apparatemedizin und der Chemie, stattdessen hin zu natürlichen Arzneimitteln und alternativen Heilmethoden.

    Wer heilt, hat Recht

    Heiler gab es schon immer und bis heute haben Heiler oder Schamanen bei vielen Völkern einen besseren Ruf als der moderne Arzt. Das Wissen über die Heilkraft der Natur zu nutzen, um damit Menschen zu helfen, das gab es schon in der Antike, denn schon damals gab es Heiler. Im Mittelalter lebten Frauen gefährlich, die den Beruf der Heilerin hatten, denn ihnen wurde nachgesagt, dass sie mit dem Teufel im Bunde waren. Heute gibt es den Beruf des Heilpraktikers, aber nur wenige Patienten wissen, dass es den Beruf des Heilpraktikers streng genommen überhaupt nicht gibt und das jeder, der einige Regeln und Gesetze einhält, sich Heilpraktiker nennen kann.

    Wer heilt, hat Recht, besagt ein Sprichwort, und es ist tatsächlich so, dass es den meisten Menschen die zu einem Heilpraktiker gehen, ganz gleich ist, ob dieser Heilpraktiker eine gute Ausbildung hat, Hauptsache ist, dass die von ihm vorgeschlagenen Therapien und Behandlungsmethoden auch funktionieren.

    Wer darf sich Heilpraktiker nennen?

    Die Berufsbezeichnung Heilpraktiker dürfen alle diejenigen tragen, die eine Prüfung durch ein staatliches Gesundheitsamt bestanden haben und denen attestiert wird, dass sie „keine Gefahr für die Volksgesundheit“ darstellen. Um sich Heilpraktiker nennen zu können, muss man Kenntnisse und auch Praxiserfahrung in Naturheilkunde vorweisen können, aber sich auch in naturheilkundlichen Methoden auskennen, zudem sind medizinische Kenntnisse über den menschlichen Organismus erforderlich. Um als Heilpraktiker arbeiten zu können, muss man über die möglichen Risiken Bescheid wissen und vor allem erkennen können, wo die Grenzen der Behandlung sind. Staatlich geregelt ist eine Ausbildung zum Heilpraktiker nicht, und es ist auch keine Pflicht, eine spezielle Schule zu besuchen.

    Aber es gibt bestimmte Voraussetzungen. So müssen alle, die den Beruf des Heilpraktikers ausüben wollen, mindestens 25 Jahre alt sein, sie müssen wenigstens einen Hauptschulabschluss nachweisen können und im polizeilichen Führungszeugnis dürfen keine schwerwiegenden Verfehlungen zu finden sein.

    Wo werden Heilpraktiker ausgebildet?

    Die meisten Menschen, die Heilpraktiker werden möchten, besuchen eine Schule für Naturheilkunde und lernen dort die allgemeinen Grundlagen der Gesundheit mit alternativer Medizin, auch die große Vielfalt, die die einzelnen Verfahren bieten. Je nach Interesse können sich die zukünftigen Heilpraktiker dann spezialisieren, und zum Beispiel die traditionelle chinesische Medizin oder aber die Homöopathie als Schwerpunkt auswählen. Mit dem Ablegen einer mündlichen und schriftlichen Prüfung ist es aber noch nicht getan, denn für Heilpraktiker besteht eine Pflicht zur Weiterbildung, die von einigen Verbänden in Deutschland auch zertifiziert wird.

    Anders als ein Arzt, der sich aufgrund seiner Ausbildung Facharzt nennen kann, darf sich ein Heilpraktiker, der sich beispielsweise auf die Osteopathie spezialisiert hat, nicht unter der Berufsbezeichnung Osteopath niederlassen. Erlaubt ist nur ein niedergelassener Heilpraktiker, der aber damit werben kann, als Osteopath zu arbeiten.

    Wie Ärzte, so darf auch ein Heilpraktiker bei bestimmten Therapien und Behandlungen mit den gesetzlichen und den privaten Krankenkassen zusammenarbeiten und seine Gebühren über die Gebührenverordnung für Heilpraktiker abrechnen.

    Die Grenzen erkennen

    Über Heilpraktiker wird immer wieder kontrovers diskutiert, denn nicht überall haben Heilpraktiker ein gutes Image. Die negativen Schlagzeilen entstehen immer dann, wenn ein Heilpraktiker seine Grenzen überschreitet und sich um Kranke kümmert, denen nur von einem Arzt geholfen werden kann. So kommt es immer wieder vor, dass eine ärztliche Behandlung zu spät kommt, weil ein Heilpraktiker zu lange versuchen hat, zu helfen.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Noch vor 50 Jahren galt Scharlach als eine sehr gefährliche Infektionskrankheit und wer an Scharlach erkrankte, der musste auf die Isolierstation eines Krankenhauses. Heute ist Scharlach eine Kinderkrankheit, die dank entsprechender Medikamente sehr gut behandelt werden kann, trotzdem haftet Scharlach noch immer der Ruf einer gefährlichen Krankheit an. Scharlach betrifft vor allem Kinder zwischen vier und sieben Jahren, und da die Krankheitserreger per Tröpfchen übertragen werden, also durch anhusten oder niesen, ist eine Ansteckung sehr einfach. Was Scharlach von anderen typischen Kinderkrankheiten unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nach einer Erkrankung keine Immunität gibt, denn wer bereits Scharlach gehabt hat, kann im Laufe seines Lebens immer wieder an Scharlach erkranken.

    Woran erkennt man Scharlach?

    Hat ein Kind sich mit Scharlach infiziert, dann sind die Symptome unverkennbar. Scharlach hat eine relativ kurze Inkubationszeit, denn schon zwei bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen und auch Schluckbeschwerden stellen sich ein. Ein typisches Anzeichen ist ein weißer pelziger Belag auf der Zunge. Nach ca. vier Tagen kommt dann der für Scharlach charakteristische Ausschlag dazu, der sich zuerst in den Achselhöhlen zeigt. Die Lymphdrüsen am Hals schwellen an und an den Kuppen der Finger bilden sich Schuppen, im Verlauf der Krankheit löst sich dann an den Fingern die Haut ab.

    Wie wird Scharlach behandelt?

    Im Unterschied zu vielen anderen Kinderkrankheiten gibt es gegen Scharlach keine Schutzimpfung. Ist die Krankheit ausgebrochen, dann kann sie allerdings sehr schnell und auch effektiv mit Antibiotika wie Penicillin behandelt werden. In der Regel müssen die Betroffenen eine Penicillin Kur für die Dauer von zehn Tagen machen. Diese Kur sollte konsequent eingehalten werden, denn sonst kann es passieren, dass es zu Komplikationen kommt. Nach der Antibiotika Kur sollten sich die Betroffenen ausruhen und dem Körper Zeit geben, das Penicillin wieder abzubauen.

    Scharlach bei Erwachsenen

    Auch wenn Scharlach eine klassische Kinderkrankheit ist, können sich auch Erwachsene anstecken. Wenn Erwachsene sich mit Scharlach infizieren, dann sind immer Streptokokken-Bakterien daran schuld, die sich bevorzugt im Rachenraum einnisten. Einer Studie zufolge können bei jedem zehnten Erwachsenen diese Bakterien nachgewiesen werden, aber ohne dass die Krankheit auch tatsächlich zum Ausbruch kommt. Bricht der Scharlach aber aus, dann kann das für erwachsene Menschen schwerwiegende Folgen haben.

    Auch bei Erwachsenen zeigen sich Symptome, die sich aber von den Symptomen bei Kindern unterscheiden. Auf der Zunge zeigt sich zunächst ein weißer Belag, der sich dann aber himbeerrot färbt. Der Ausschlag im Gesicht ist deutlich ausgeprägter als bei Kindern und da das Dreieck zwischen Mund und Kinn nicht vom Ausschlag befallen ist, spricht man von einem sogenannten Milchbart. Fieber, starke Kopfschmerzen und auch Schüttelfrost und Erbrechen gehören bei Erwachsenen die an Scharlach erkranken, ebenfalls zum Krankheitsbild.

    Welche Komplikationen und mögliche Spätfolgen gibt es?

    Erkranken Erwachsene an Scharlach, dann ist das Risiko für Komplikationen und Spätfolgen besonders groß. So kann unter anderem nach vier bis fünf Wochen ein rheumatisches Fieber auftreten und es besteht die Gefahr einer Nierenentzündung. Besonders riskant wird es, wenn schwangere Frauen an Scharlach erkranken, denn dann besteht Gefahr für Mutter und Kind. Gegen Scharlach gibt es auch Hausmittel, die allerdings nicht helfen, sondern im Gegenteil, die Krankheit noch gefährlicher machen. Wenn sich die ersten eindeutigen Symptome zeigen, dann sollte man sofort zu einem Arzt gehen, der einen Schnelltest macht und dann Antibiotika verschreiben wird.

    Theoretisch sind Erwachsene nach einer überstandenen Scharlachinfektion immun gegen die Krankheit, aber das ist immer nur dann der Fall, wenn es sich um den Streptokokken Erreger handelt, der den Scharlach ausgelöst hat. Kommt ein anderer Bakterienstamm ins Spiel, dann ist die Immunität hinfällig und es kann passieren, dass man ein zweites oder sogar ein drittes Mal an Scharlach erkrankt.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Gehirn-Doping – Aufputschen für mehr Leistung

    Gehirn-Doping – Aufputschen für mehr Leistung

    Aufputschen, das ist etwas für Nachtschwärmer, die länger durchhalten wollen oder für Sportler, die mehr Ausdauer brauchen. Das war einmal, denn Aufputschmittel sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und immer mehr Menschen greifen zu Wachmachern, Antidepressiva, zu Betablockern oder auch zu Medikamenten gegen ADHS. Die Krankenkassen schlagen Alarm, weil immer mehr Arbeitnehmer aufgrund psychischer Leiden krankgeschrieben werden, und eine Studie beweist, dass fast 20.000 Menschen alleine im Bundesland Brandenburg zu leistungssteigernden Medikamenten gegriffen haben, die Dunkelziffer dürfte aber noch um einiges höher sein.

    Die Zahlen steigen

    Die DAK hat anhand einer Studie festgestellt, dass zwei Drittel aller Berufstätigen in Brandenburg schon das sogenannte Gehirn-Doping kennengelernt haben, wobei Medikamente gegen ADHS besonders häufig zum Einsatz kommen. ADHS Medikamente, wie zum Beispiel Ritalin, gelten als Wachmacher und sie sollen gleichzeitig auch die Konzentration stärken. Entwickelt wurde Ritalin für verhaltensauffällige Kinder, die unter dem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom kurz ADHS leiden, aber auch immer mehr Erwachsene nehmen Ritalin ein. Zwischen 2011 und 2013 stieg die Verschreibung und damit auch die Einnahme des Medikaments rasant an, und zwar um 94 %. Bei den meisten Verschreibungen gibt es jedoch keine nachvollziehbare Diagnose.

    Die Krankenkassen schätzen, dass sich in Deutschland bis zu fünf Millionen Arbeitnehmer mit verschreibungspflichtigen Medikamenten aufputschen und rund eine Million nimmt die Medikamente sogar regelmäßig ein. Entgegen der landläufigen Meinung, dass es nur Führungskräfte und kreativ Menschen sind, die sich mit bestimmten Medikamenten dopen, sind es heute immer mehr ganz „normale“ Arbeitnehmer, aber auch vermehrt Menschen, die um ihren Arbeitsplatz fürchten, die ihrem Leistungsvermögen mit den entsprechenden Pillen auf die Sprünge helfen.

    Die Krankschreibungen steigen

    Nicht nur die Zahlen derer, die leistungssteigernden Medikamente einnehmen, steigen in bedenkliche Höhen, auch die Zahl der Krankschreibungen nimmt immer mehr zu. Gegenüber 2013 stieg die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen im vergangenen Jahr um 11 % und damit waren psychische Krankheiten die zweithäufigsten Erkrankungen nach den Rückenproblemen.

    Übermüdet, ausgelaugt und nicht mehr fähig, einen normalen Acht Stunden Arbeitstag durchzustehen – so fühlen sich immer mehr Arbeitnehmer, quer durch alle Berufsgruppen. Anstreicher und Ärzte, Angestellte und Freiberufler, Krankenschwestern und Putzfrauen, es spielt keine Rolle, in welchem Beruf gearbeitet wird, der Stress und auch die Angst um den Arbeitsplatz sind immer da. Aber nicht nur die gesteigerte Leistung steht im Vordergrund, wenn Arbeitnehmer zu Tabletten greifen, viele fürchten sich davor, nicht mehr wie gewohnt zu funktionieren, dass ihre Konzentration nachlässt und sie deshalb Fehler machen. Erstaunlich ist auch, dass es nicht nur junge Arbeitnehmer sind, die zu Medikamenten greifen, auch ältere Arbeitnehmer, die die 50 schon überschritten haben, nehmen entsprechende Medikamente wie Antidepressiva und Ritalin.

    Das Gespenst Burnout

    Burnout – das, was vor einigen Jahren noch eine Managerkrankheit war, ist heute ein Leiden, das immer häufiger von Ärzten diagnostiziert wird. Viele erkennen die Alarmzeichen des Burnout nicht rechtzeitig oder nehmen die Symptome auf die leichte Schulter. In der Folge nehmen die Symptome der Krankheit immer mehr zu und nicht selten führt das dann zu einem totalen Zusammenbruch. Wer sich öfter müde, grundlos traurig und wie ausgebrannt fühlt, der sollte diese Symptome ernst nehmen und auch hinterfragen, wie es dazu kommen konnte.

    Es bringt nicht viel, einfach wahllos Tabletten einzunehmen, um die Symptome zu bekämpfen, handelt es sich um ein echtes Burnout dann kann nur eine gezielte Therapie helfen. Wer befürchtet, an einem Burnout-Syndrom zu leiden, der sollte die Notbremse ziehen und zu einem Arzt gehen. Mit der richtigen Medikation und einer Therapie kann das Burnout besiegt werden, aber das braucht Zeit. Jeder, der an einem Burnout leidet, muss eine Auszeit nehmen, um sich zu regenerieren, denn nur dann können sich Körper und Seele wieder vollkommen erholen.

    Bild: © Depositphotos.com / eddiephotograph

  • Bikini Bridge – trendy oder gefährlich?

    Bikini Bridge – trendy oder gefährlich?

    Immer wenn der Sommer in den Startlöchern steht, dann gibt es auch einen Bikini Trend, und der Trend in diesem Sommer heißt Bikini-Bridge. Was muss man sich unter einer Bikini-Brücke vorstellen und wie heiß ist dieser Trend? Für alle trend- und vor allem figurbewussten Frauen ist die Bikini Bridge ein Must-have im Sommer 2015, für alle, die weniger auf ihre Figur fixiert sind, ist diese seltsame Brücke zwischen den Beckenknochen aber nichts anders als ein gefährlicher Leichtsinn, der Frauen und Mädchen in die Magersucht treiben kann.

    Vom Thigh Gap zur Bikini Bridge

    Im letzten Sommer war es ein Muss einen sogenannten Thigh Gap, also eine Oberschenkellücke zu tragen. Cara Delevingne, das Topmodel und neue Werbegesicht des Onlinehändlers Zalando trug nach Ansicht der weiblichen Fans den Thigh Gap perfekt, denn bei der Engländerin war die Lücke zwischen den Oberschenkeln im Stehen besonders deutlich. Nach dem Thigh Gap ist es jetzt also die Bikini Bridge, ein neuer nicht ganz ungefährlicher Trend, bei dem es darauf ankommt, dass die Knochen des Beckens markant hervortreten und das Unterteil des Bikinis wie eine Brücke zwischen den Knochen wirkt.

    Über die sozialen Netzwerke wurde die Bikini Bridge weltweit zum Megatrend ausgerufen. Kaum waren die ersten Fotos der besonders schlanken Damen die ihre Beckenknochen zur Schau stellen, bei Twitter online, da gab es auch schon 2.400 Reaktionen und weit über 100.000 positive Rückmeldungen. Aber nicht alle finden den Trend gut, viele sind der Meinung, dass die Bikini-Brücke ein erneuter Versuch ist, Mädchen und junge Frauen die Magersucht schmackhaft zu machen.

    Hungern für die Bikinifigur

    Für die Fashion Welt ist die Bikini Bridge das ultimative Accessoire für den kommenden Sommer, und Frauen, die ihrer Schlankheit frönen, müssen in diesem Sommer einfach Becken zeigen. Damit das auch klappt, heißt es hungern, denn von Natur aus haben nur sehr wenige Damen Beckenknochen, die so deutlich hervortreten. Da der Abstand zwischen dem unteren Bauch und dem Bikinihöschen so groß wie möglich sein soll, kann man sich vorstellen, wie lange gehungert werden muss, bis das Skelett sichtbar wird.

    Für Ernährungswissenschaftler und Ärzte hat die Bikini Bridge allerdings nichts mehr mit einem Fashion Trend zu tun, sondern nur etwas mit dem krankhaften Verlangen, noch schlanker zu sein. Schlank um jeden Preis, so heißt das für die Psychologen, die im aktuellen Bikini Trend die Gefahr sehen, dass sich wie beim Thigh Gap im vorigen Jahr auch, wieder viele Frauen unter Druck setzen, um einem vermeintlichen Trend folgen zu können. Frauen können ihr gepflegtes Äußeres auch anders zeigen. Dies können Sie unter anderem durch eine IPL Haarentfernung. Dadurch wirkt die Haut schön gepflegt und frei von jeglichen Haaren. Hier geht es zu den Top 5 IPL Geräten.

    Bikini Bridge – Ein gefährlicher Trend

    Natürlich muss jeder für sich entscheiden können, welche Figur zu einem passt, und mit welchem Körpergewicht man sich wohlfühlt. Renommierte Wissenschaftler wie der Sportmediziner Ingo Froböse sehen das allerdings ein wenig anders. Froböse geht sogar so weit, die Bikini Bridge als eine Art Selbstkannibalismus zu bezeichnen. Tatsächlich haben die hervortretenden Beckenknochen etwas Beängstigendes, denn es erinnert an die Menschen auf der Welt, die nicht hungern wollen, sondern zwangsläufig hungern müssen, weil es nicht genug Nahrung gibt.

    Neben den körperlichen Gefahren, die bei extremem Hungern lauern, verzerrt ein Trend wie die Bikini Bridge auch das Bild, das man von sich selbst hat. Besonders junge Mädchen in der Pubertät, die noch ein schwach ausgebildetes Selbstbild und wenig Selbstbewusstsein haben, definieren sich häufig über Vorbilder wie die internationalen Topmodels. Wenn ein Model wie Cara Delevingne, die mittlerweile eine Art Star mit Kultfaktor ist, propagiert, dass die Bikini Bridge in diesem Sommer einfach getragen werden muss, dann wird das für junge Frauen schnell zur Gefahr.

    Der Weg in die Magersucht und die Bulimie ist ein schleichender Weg und er beginnt nicht selten mit schlechten Vorbildern wie den Models, die ihre magere Figur zelebrieren und sei es nur in Form eines Bikinihöschens und zwei markanten Beckenknochen.

    Bild: © Depositphotos.com / photography33

  • Essen wie in der Steinzeit – wie effektiv ist die Paleo-Diät?

    Essen wie in der Steinzeit – wie effektiv ist die Paleo-Diät?

    Wie haben sich die Menschen in der Steinzeit ernährt? Sehr gesund und vor allen Dingen sehr ausgewogen. Sie haben alles das gegessen, was heute auf dem Speiseplan von gesundheitsbewussten Menschen stehen sollte, denn Fisch, mageres Fleisch, Obst, frisches Gemüse, Pilze und Beeren sind Dinge, die auch heute noch zu einer gesunden Ernährung gehören. Vor 100.000 Jahren gab es nicht viel mehr als diese Nahrungsmittel, und heute ist die steinzeitliche Ernährung wieder im Trend, und zwar unter dem Namen Paleo-Diät. Wie sinnvoll ist diese Diät? Kann man damit wirklich gesund abnehmen und für wen ist die Steinzeitdiät geeignet?

    Die Paleo-Diät – Eine natürliche Diät

    Die Menschen der Steinzeit hatten eine deutlich geringere Lebenserwartung als die Menschen von heute, aber das hat weniger etwas mit ihrer Ernährung zu tun, sondern mit der Tatsache, dass die medizinische Versorgung nicht vorhanden war und die Menschen damals jede Menge Feinde hatten. Ihre Ernährung war vorbildlich, denn sie haben sich auf das beschränkt, was die Natur ihnen geboten hat. Getreide und Produkte aus Milch kamen erst sehr viel später auf den Speiseplan, und erst seit rund 250 Jahren essen wir Aromen und Zusatzstoffe. Zucker galt lange Zeit als eine Art Luxusartikel, der nur dem Adel und den reichen Bürgern vorbehalten war, das einfache Volk süßte seine Speisen mit Honig oder mit dem Saft der Zuckerrübe.

    Unser Körper hat sich sehr schnell den neuen Nahrungsmitteln angepasst und die ersten ernährungsbedingten Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, ließen nicht lange auf sich warten. Heute besinnt man sich wieder auf eine Ernährung, die alles enthält, was der Mensch zum Leben braucht und die Steinzeitdiät wurde zu einer Trenddiät.

    Ein echtes Meisterwerk

    Der menschliche Körper ist ein echtes Meisterwerk, denn seit der Steinzeit hat sich der Organismus kaum verändert und weiterentwickelt. Da ist es nur logisch, dass er mit den Anforderungen der modernen Lebensmittelindustrie so seine Probleme hat und entsprechend gereizt reagiert. Im Grunde gehorcht der Körper seit der Steinzeit nur zwei Grundsätzen und diese lauten: Wenn etwas zu essen vorhanden ist, dann sollte möglichst viel gegessen werden und man sollte sich immer nur so viel bewegen, wie nötig ist. Ressourcen müssen gespart werden, denn wenn es zu einer Nahrungsmittelknappheit kommt, dann muss der Körper frisch und ausgeruht sein.

    In der Steinzeit hat das wunderbar geklappt, denn die Menschen aßen praktisch auf Vorrat und wenn die Nahrungsmittel zu Ende gingen, dann wurde es Zeit für die Jagd. Nach diesem Prinzip funktionieren wir noch heute, nur dass Lebensmittel heute nicht mehr knapp sind und wir nicht mehr auf die Jagd gehen müssen. Damit kommt es zu einem echten Dilemma, denn Überfluss, ungesunde Lebensmittel und Bewegungsmangel machen krank.

    Wie gesund ist die Paleo-Diät?

    Die Steinzeitdiät ist eine sehr einfache Diät, die ohne großen Aufwand und auch ohne komplizierte Rezepte auskommt. Im Grunde muss man nur auf die sogenannten modernen Lebensmittel verzichten, zu denen natürlich auch Milch, Milchprodukte und alles das gehört, was aus Getreide hergestellt wird. Was viele aber während der Steinzeitdiät essen, das sind Kartoffeln, die es in der Steinzeit aber noch nicht gab. Zucker ist ebenfalls verboten, wenn gesüßt wird, dann mit Honig. Gemüse aller Art gewürzt mit Kräutern, ist bei einer Paleo-Diät erlaubt, ebenso wie Fleisch und natürlich auch jede Menge frisches Obst und Beeren, Pilze können auf der Speisekarte stehen, ebenso wie Fisch und Nüsse. Selbst wenn es vielleicht ein bisschen schwerfällt, die Nahrungsmittel schmackhaft miteinander zu kombinieren, die Diät kann gelingen und dafür sorgen, dass man sich nicht nur gesund und ausgewogen ernährt, sondern auch noch Pfunde verliert.

    Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, sollte man vor dem Start der Diät allerdings immer mit einem Arzt sprechen.

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  • Künstliche Befruchtung – Zuschuss auch für unverheiratete Paare

    Künstliche Befruchtung – Zuschuss auch für unverheiratete Paare

    Eine neue Idee der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wird viele unverheiratete Paare freuen, die sich ein Kind wünschen. Die Ministerin will, dass auch Paare, die nicht verheiratet sind und die über den Weg der künstlichen Befruchtung ein Kind möchten, so bezuschusst werden, wie das auch bei Ehepaaren der Fall ist. Bisher beteiligt sich der Staat mit rund 50 % an den Kosten für eine künstliche Befruchtung, und da immer mehr Paare ohne Trauschein zusammenleben und auch eine Familie gründen wollen, ist der Schritt der Ministerin nur logisch.

    Zu wenig Kinder

    In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren und das ist mit ein Grund, warum die Familienministerin die künstliche Befruchtung auch bei Paaren bezuschussen möchte, die keinen Trauschein haben. Bislang bekamen nur verheiratete Paare einen Zuschuss von bis zu 4.500 Euro und um die Geburtenrate zu steigern und eine zeitgemäße Regelung zu erreichen, sollten auch Paare, die in wilder Ehe leben, von einem Zuschuss profitieren. Aber nicht nur die Ministerin, sondern auch die Krankenkassen befürworten den Zuschuss und sind der Meinung, dass dieser Schritt schon lange überflüssig war.

    Durch die freiwillige Zusatzleistung haben sich die Krankenkassen am Kostenzuschuss für eine Zeugung im Reagenzglas bislang mit bis zu 75 % beteiligt, und den Zuschuss in dieser Höhe wollen die Kassen jetzt auch den unverheirateten Paaren zukommen lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind einige Kassen sogar bis vor das Bundessozialgericht gezogen, aber mit Blick auf die gültige Rechtslage haben die Richter den Vorstoß bisher abgelehnt. Die Kassen finden das diskriminierend, denn so bleibt die künstliche Befruchtung die einzige Leistung der Krankenkasse, für die ein Trauschein verlangt wird.

    So sieht die Realität aus

    Es ist eine lange überholte Ansicht, dass es für die Kinder besser ist, wenn ihre Eltern miteinander verheiratet sind. Das Statistische Bundesamt hat den Anteil der Kinder, die nicht ehelich geboren wurden, mit einem Anstieg auf über 34 % gegenüber dem Jahr 1970 beziffert, und die Tendenz steigt weiter nach oben. Ein weiteres Problem gibt es auch in der unterschiedlichen Handhabung der einzelnen Bundesländer, denn nur in fünf Bundesländern gibt es überhaupt einen Zuschuss.

    Paare, die im falschen Bundesland leben und dazu auch nicht verheiratet sind, die werden doppelt bestraft, denn sie müssen die künstliche Befruchtung komplett aus der eigenen Tasche bezahlen. Rund 500 ledige Paare bitten die Krankenkassen jedes Jahr um einen Zuschuss, aber noch Antragsteller müssen die Kassen mit Hinweis auf die bestehende Gesetzeslage ablehnen. Kritik kommt von Monika Bachmann, der Gesundheitsministerin des Saarlands, sie ist der Meinung, der Bund solle die Paare mit Trauschein stärker unterstützen, um die Geburtenrate zu erhöhen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bislang nur drei notwendige Behandlungen, müssen noch weitere Versuche unternommen werden, dann muss das Paar diese selbst bezahlen. Nach Meinung von Monika Bachmann sollten auch Paare, die wenige finanzielle Mittel zur Verfügung haben, die Chance bekommen, sich ihren Wunsch nach einem Kind zu erfüllen.

    Auch die CDU/CSU Fraktion im Bundestag ist gegen den Vorstoß von Manuela Schwesig, die nur den Paaren, die miteinander verheiratet sind, die Verantwortung zutraut, ein Kind zu erziehen.

    Bild: © Depositphotos.com / frenta