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  • 30. SSW – das Baby wächst fleißig

    30. SSW – das Baby wächst fleißig

    In der 30. SSW sind Mutter und Kind in der Mitte des achten Schwangerschaftsmonats und für die Mutter wird das rasante Wachstum des Kindes immer deutlicher spürbar. Viele Frauen empfinden in der 30. SSW ihre Schwangerschaft zum ersten Mal bewusst als körperlich belastend, sie ermüden schneller und haben immer öfter das Bedürfnis, sich auszuruhen. In der 30. SSW ist die Entwicklung des Babys besonders intensiv, denn es wächst schnell und seine organischen Funktionen sind in dieser Phase der Schwangerschaft fast schon vollständig abgeschlossen. Mutter und Kind werden in der 30. SSW in einem Rhythmus von zwei Wochen untersucht und wenn der Arzt in der 30. SSW Bilder vom Baby macht, dann kann die Mutter ihr Kind in ganzer Schönheit sehen.

    Die Entwicklung des Babys in der 30. SSW

    In der 30. SSW beträgt das Gewicht des Babys im Schnitt 1.400 Gramm und es misst rund 40 cm. Seine Organe sind gut ausgebildet und schon fast voll funktionsfähig. Vor allem die Lungen und die Verdauungsorgane sind ausgebildet und auch die Funktionen und die Strukturen des Gehirns sind schon weit fortgeschritten. Da immer mehr Fettreserven angelegt werden, ist die Haut jetzt glatt und da die Kapillargefäße in der 30. SSW gut durchblutet werden, bekommt die Haut eine rosige und gesunde Farbe. Auch seinen Wärmehaushalt kann das Baby in der 30. SSW bereits selbstständig regulieren.

    Da in der 30. SSW die Gewichtszunahme flott vorangeht, kann das Baby kaum noch ausladende Bewegungen machen und nimmt meist die typische Fötus-Stellung mit angezogenen Knien und vor der Brust verschränkten Armen ein. Das Baby liegt praktisch eingerollt wie ein Igel in der Gebärmutter. Für ein ausgiebiges Bewegungsprogramm ist jetzt kaum noch Platz vorhanden und wenn der Platz immer enger wird, dann sinkt auch allmählich die Menge des Fruchtwassers.

    Die sogenannte Lanugo-Behaarung verschwindet in der 30. SSW fast ganz, bei einigen Kindern ist aber sogar nach der Geburt noch ein leichter zarter Flaum am Rücken und auf den Schultern zu sehen. Das Baby reagiert ab der 30. SSW mehr und mehr auf Geräusche und Berührungen. So sollte sich die Mutter in dieser Phase viel Zeit nehmen, um dem Baby etwas vorzulesen, den Bauch zu streicheln und für den Nachwuchs zu singen. Zum ersten Mal kann das Baby in der 30. SSW auch Schmerzen bewusst wahrnehmen. Noch in den 1970er Jahren sind Mediziner davon ausgegangen, dass Kinder bis zu einem bestimmten Stadium der Schwangerschaft keine Schmerzen empfinden können, die heutige Kinderheilkunde ist allerdings der Meinung, dass das Kind sehr wohl Schmerzen empfinden kann, die es stark belasten können.

    Das Baby in der 30. SSW hat schon seine Augenbrauen und auch seine Wimpern, und wenn der Arzt beim Ultraschall nachsieht, wie es dem Baby geht, dann kann er mit etwas Glück sogar erkennen, ob das Kind ein Rechts- oder ein Linkshänder wird. Möglich ist das aber nur dann, wenn das Baby bei der Aufnahme gerade den rechten oder den linken Daumen im Mund hat.

    Wie geht es der Mutter in der 30. SSW?

    Wenn die 30. SSW beginnt, dann hat sich die Gebärmutter schon bis zum Zwerchfell ausgedehnt und das kann bei vielen werdenden Müttern für Kurzatmigkeit, aber auch zu Problemen mit dem Kreislauf sorgen. Sollte es in der 30. SSW zu Beschwerden kommen, dann spürt die Mutter diese Beschwerden intensiver als in den Monaten zuvor. Rückenschmerzen können jetzt sehr belastend sein und wenn Probleme mit dem Magen-Darmtrakt auftreten, dann kann das zusätzlich belasten. Die meisten Frauen nehmen in der 30. SSW zwischen 400 und 500 Gramm zu, und Heißhungerattacken sind keine Seltenheit mehr. Frauen, die in dieser Schwangerschaftswoche einen guten Appetit entwickeln, sollten auf eine immer ausgewogene und vor allem auf eine nährstoffreiche Ernährung achten. Das Kind sammelt diese Nährstoffe, die Vitamine, die wertvollen Spurenelemente und auch die Mineralstoffe, denn sie geben ihm die nötige Kraft, die es für die Geburt dringend braucht.

    Besonders Milch und Milchprodukte spielen in der 30. SSW bei der Ernährung der Mutter eine entscheidende Rolle, denn das Kalzium in der Milch geht ohne Umwege direkt in den Aufbau des kindlichen Skeletts. Außerdem sollte die Mutter in der 30. SSW für eine ausreichende Zufuhr an Proteinen sorgen, denn die Proteine sind für die Entwicklung der kindlichen Zellen wichtig. Um das Blut des Babys mit Eisen zu versorgen, müssen viele Frauen in der 30. SSW zusätzliche Eisenpräparate einnehmen. Weniger Probleme machen in der 30. SSW die Kindsbewegungen, denn das Kind hat zum einen weniger Platz und zum anderen werden seine Schlafphasen immer länger.

    Warum spielt die Gebärmutter in der 30. SSW eine wichtige Rolle?

    In der 30. SSW findet die letzte umfassende Vorsorgeuntersuchung statt. Der Arzt schaut sich nicht nur das Baby sehr genau an, auch die Gebärmutter steht bei dieser Untersuchung im Fokus. Wird eine Plazenta praevia festgestellt, dann muss in der 30. SSW die Geburt mithilfe eines Kaiserschnitts eingeleitet werden. Eine Plazenta praevia ist keine Seltenheit und sie kommt in vier verschiedenen Formen vor:

    • Der Mutterkuchen liegt im unteren Teil der Gebärmutter, aber er berührt den Muttermund nicht. In diesem Fall kann das Baby auf natürliche Weise geboren werden.
    • Die Plazenta berührt mit ihrem unteren Rand den Muttermund, aber sie verdeckt ihn nicht. Auch in diesem Fall ist eine vaginale Geburt möglich.
    • Die Plazenta verdeckt den Muttermund zum Teil. Wenn das der Fall ist, dann handelt es sich um eine Plazenta praevia partialis und es muss ein Kaiserschnitt gemacht werden.
    • Handelt es sich um eine Plazenta praevia totalis, dann verschließt der Mutterkuchen den Muttermund komplett und auch hier ist ein Kaiserschnitt notwendig.

    In nur sechs von 1.000 schwangeren Frauen kommt es zu einer Plazenta praevia. Das Gefährliche daran ist, dass die Diagnose erst relativ spät, also in der 30. SSW diagnostiziert werden kann. Zwar können moderne Ultraschallgeräte eine Plazenta praevia schon eher erkennen, aber der Arzt kann nicht wissen, ob sich die Plazenta noch verschieben wird, wenn sich die Gebärmutter ausdehnt. Aus medizinischer Sicht ist es daher besser, wenn es in der 30. SSW zu einer Frühgeburt kommt als das Risiko einzugehen, dass sich die Plazenta noch weiter über den Muttermund schiebt, was Lebensgefahr für Mutter und Kind bedeuten kann.

    Bild: © Depositphotos.com / miramiska

  • Ästhetische Chirurgie – speziell und doch alltäglich

    Ästhetische Chirurgie – speziell und doch alltäglich

    Kaum ein anderer medizinischer Fachbereich verzeichnet so hohe Zuwachsraten wie die ästhetische Chirurgie. Schön sein um jeden Preis – so könnte das Motto der heutigen Zeit lauten und wer nicht von Natur aus schön ist, der lässt bei einem Arzt nachhelfen. Die perfekte Figur ist das Ziel vieler, die zu einem ästhetischen Chirurgen gehen und auch die optimale Gesichtsform ohne einen Makel ist heute mehr denn je im Trend. Die ästhetische Chirurgie wird in der Hauptsache mit Brustvergrößerungen, mit Fettabsaugungen, Bauchstraffungen und Faceliftings in Verbindung gebracht, aber ästhetische Chirurgie kann noch weitaus mehr als nur das Schönheitsideal erfüllen.

    Frauen und die ästhetische Chirurgie

    Es sind überwiegend Frauen, die sich dem Skalpell eines ästhetischen Chirurgen anvertrauen. Sie wollen hübscher oder jünger aussehen und versprechen sich von einer Korrektur ein besseres Leben. Falten sind ein natürliches Phänomen, mit einer Faltenunterspritzung oder einer Gesichtsstraffung gehören selbst tiefe Falten heute der Vergangenheit an. Auch Schlupflider müssen heute nicht mehr als gottgewollt hingenommen werden, ein ästhetischer Chirurg kann dieses Schönheitsproblem heute mit nur wenigen Schnitten aus der Welt schaffen. Wenn die Lippen zu schmal sind, dann ist das auch kein Thema mehr, denn auch in diesem Fall kann die ästhetische Chirurgie schnell und einfach helfen. Wer keine Lust hat, eine Diät zu machen, der lässt das Fett am Bauch, an den Oberschenkeln oder am Po beim ästhetischen Chirurgen absaugen, und die Fettzellen, die auf diese Weise verschwinden, kommen nie mehr wieder. Mehr zu diesem Thema und viele interessante Informationen gibt es hier: WWW.SCHOENHEITSBEWUSST.DE

    Was sind die beliebtesten Operationen bei Frauen und Männern?

    Nach einer Studie der VDÄPC (http://www.vdaepc.de) sind das die beliebtesten OPs bei Frauen:

    1. Brustvergrößerung
    2. Oberlidstraffung
    3. Fettabsaugung
    4. Nasenplastik
    5. Bauchstraffung

     

    Bei Männer sind das:

    1. Gynäkomastie
    2. Oberlidstraffung
    3. Fettabsaugung
    4. Nasenplastik
    5. Unterlidstraffung

    Die andere Seite der ästhetischen Chirurgie

    Die ästhetische Chirurgie hat auch noch eine andere Seite. Diese Seite befasst sich nicht damit ein gängiges Schönheitsideal zu bedienen, sie kümmert sich vielmehr darum, dass Menschen, die von Geburt an mit einem Makel leben müssen, ein anderes Aussehen bekommen. So hilft der ästhetische Chirurg zum Beispiel denjenigen, die vielleicht durch Brandnarben entstellt sind und auch wer sich für seine überdimensionale Nase schämt, der kann durch einen plastischen Chirurgen ein neue wohlgeformte Nase bekommen. Menschen, die unter übermäßigem Schwitzen leiden, können sich von einem ästhetischen Chirurgen die Schweißdrüsen veröden lassen. Auch zu große Brüste, die für Rückenschmerzen sorgen und die Psyche der betroffenen Frauen belasten, können dank der ästhetischen Chirurgie verkleinert werden.

    Immer mehr Männer

    Die plastische oder ästhetische Chirurgie ist schon lange nicht mehr den Frauen vorbehalten, auch immer mehr Männer legen sich unters Messer. Eitelkeit nur mit dem Wort Frau zu assoziieren, wäre falsch, denn auch die Herren der Schöpfung sind eitel und haben die Möglichkeiten der ästhetischen Chirurgie für sich entdeckt. Die ersten Falten rund um die Augen werden gerne mit Botulinumtoxin weg gespritzt, und auch wenn es um die tiefen Dackelfalten auf der Stirn geht, dann entscheiden sich immer mehr Männer, die Hilfe der ästhetischen Chirurgie in Anspruch zu nehmen. Der Bauch wird vom Fett befreit, der Po wirkt in der engen Jeans wieder knackig und selbst wenn die Brust nicht mehr die gewohnt muskulöse Form hat, dann kann der plastische Chirurg helfen.

    Was zahlen die Krankenkassen?

    Operative Eingriffe, die nur der Ästhetik dienen und für die keine medizinische Notwendigkeit besteht, werden grundsätzlich nicht von den Krankenkassen übernommen. Wenn allerdings nachgewiesen werden kann, dass die Probleme mit der Figur das Leben entweder auf psychische oder auf physische Art nachhaltig beeinträchtigen, dann kommen die Krankenkassen für die Kosten einer Operation auf. Wer sich einer Operation bei einem ästhetischen Chirurgen unterziehen will, der sollte im Vorfeld ein Gespräch mit dem Arzt und auch mit der jeweiligen Krankenkasse führen. Wenn der Arzt ein Gutachten vorlegen kann, was die Kassen überzeugt, dann ist es möglich, dass die OP und auch die Folgekosten komplett von der Krankenkassen bezahlt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / sheftsoff

  • Wie wirksam sind Medikamente ohne Rezept?

    Wie wirksam sind Medikamente ohne Rezept?

    Viele Menschen sind felsenfest davon überzeugt, dass nur die Medikamente wirksam sind, die sie auf Rezept bekommen, Medikamente ohne Rezept haben hingegen einen weniger guten Ruf. Evidenzbasierte Medikamente werden die Mittel genannt, die nachweislich eine Wirkung haben, aber ist das nur bei rezeptpflichtigen Mitteln der Fall? Dieser Frage gingen Mediziner und Pharmazeuten auf einem Kongress in Düsseldorf nach. Ist auf Medikamente ohne Rezept weniger Verlass als auf Medikamente, die der Arzt per Rezept verordnet?

    Medikamente ohne Rezept – Es kommt auf die Krankheit an

    Medikamente ohne Rezept gibt es in jeder Apotheke in einer mehr als großen Auswahl und es gibt Mittel gegen bestimmte Beschwerden, die besonders gerne gekauft werden. Wer Kopfschmerzen hat, der geht in die nächste Apotheke und kauft ein Präparat mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder auch Acetylsalicylsäure. Auch bei einem grippalen Infekt oder einer Erkältung gehen viele Menschen nicht zum Arzt, sondern holen sich in einer Apotheke Medikamente ohne Rezept. Wenn es um schwerwiegende Leiden wie zum Beispiel um eine Depression geht, dann ist bei vielen Johanniskraut ein bewährtes Mittel, erst dann, wenn sich das Krankheitsbild verschlechtert, dann wird ein Arzt aufgesucht. Grundsätzlich ist gegen Medikamente ohne Rezept nichts einzuwenden, aber viele Patienten verlassen sich zu sehr auf diese Mittel oder gehen unsachgemäß damit um.

    Die Nebenwirkungen beachten

    Auch Medikamente ohne Rezept haben Nebenwirkungen, aber diese Nebenwirkungen spielen seltsamerweise keine so große Rolle, wie das bei Medikamenten der Fall ist, die der Arzt verschreibt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei Medikamenten, die der Arzt verschreibt, ein ausführliches Beratungsgespräch geführt wurde und das besonders in Hinsicht auf die möglichen Nebenwirkungen. Ein weitverbreiteter Irrtum ist auch die Annahme, dass Medikamente ohne Rezept, die jeder in der Apotheke kaufen kann, keine oder kaum Nebenwirkungen haben. Viele handeln nach dem Motto, wenn es frei verkauft wird, dann kann es nicht so gefährlich sein oder im Umkehrschluss, wenn es gefährliche Nebenwirkungen haben würde, dann könnte ich es nicht einfach so in der Apotheke kaufen.

    Medikamente ohne Rezept – Nicht alles ist empfehlenswert

    Nicht jedes Medikament ohne Rezept ist nach Ansicht der Kongressteilnehmer auch wirklich zu empfehlen. So stehen zum Beispiel einige Kopfschmerztabletten unter dem Verdacht, immer wieder neue Kopfschmerzen zu erzeugen, wenn diese Tabletten zu lange eingenommen werden. Auf der anderen Seite gibt es einige Medikamente ohne Rezept, die bei den Patienten eine Wirkung erzielen und das, obwohl wissenschaftlich keine Wirkung nachgewiesen werden konnte. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang vor allem der Apotheker. Nach Ansicht von Thomas Preis, dem Vorsitzenden des Apothekerverbands Nordrhein, müssen sich die Apotheker mehr Zeit nehmen, um die Kunden zu beraten und mit ihnen über die Wirksamkeit und Risiken zu sprechen.

    Konkurrenz aus dem Internet

    Den Apothekern kommt eine Schlüsselrolle zu, aber sie haben es immer schwerer, ihre Kunden adäquat zu beraten, denn es gibt die Konkurrenz aus dem Internet. In den Online-Apotheken werden Kopfschmerztabletten als Großpackungen angeboten und auch die günstigen Preise locken immer mehr Menschen, im Internet statt beim Apotheker vor Ort zu kaufen. Zwar bieten auch die Apotheken im Netz eine Beratung an, aber nicht selten müssen die Kunden für eine Beratung eine teure Telefonnummer anrufen. Hier besteht nach Meinung der Kongressteilnehmer Handlungsbedarf, denn vor allem ältere Menschen, aber auch diejenigen, die in ländlichen Gebieten leben und keine Apotheke in unmittelbarer Nähe haben, kommen was die Beratung angeht, viel zu kurz.

    Medikamente ohne Rezept sind nicht grundsätzlich schlechter oder weniger wirksam als Medikamente, die der Arzt verschreibt, aber wer in die Apotheke geht und sich Kopfschmerztabletten kauft, der sollte sich immer die Zeit nehmen und sich vom Apotheker beraten lassen. Vielfach ist es jedoch besser, vor der Einnahme von Medikamenten immer einen Arzt zu fragen.

    Bild: © Depositphotos.com / avarand

  • 35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    Wenn der neunte Monat in seine zweite Hälfte geht, dann beginnt die 35. SSW und das heißt für Mutter und Kind, bald ist es so weit. Es ist die 35. SSW, die viele Frauen besonders belastet, die meisten sehnen sich danach, dass es endlich losgeht und das Kind geboren wird. In der 35. Schwangerschaftswoche beginnt auch der gesetzliche Mutterschutz und die meisten werdenden Mütter nutzen die verbleibende Zeit vor der Entbindung, um das zu Hause in ein behagliches Heim für den Nachwuchs zu verwandeln. Körperlich ist diese Phase der Schwangerschaft eher belastend, denn in der 35. SSW nimmt der Druck nach unten immer weiter zu und das macht vielen Schwangeren zu schaffen.

    Was macht das Baby in der 35. SSW?

    In der 35. SSW misst das Baby durchschnittlich 46 cm und ist im Schnitt 2.550 Gramm schwer. Bis zu seiner Geburt wird das Kind noch kräftig an Gewicht zulegen, denn die Gewichtszunahme in der 35. SSW ist sehr wichtig, da das Baby viele Energiereserven für die anstehende Geburt und die ersten Lebenstage dringend braucht. Die Bewegungen des Kindes werden in der 35. SSW immer koordinierter, allerdings fehlt jetzt langsam der Platz, um sich bewegen zu können. Die 35. SSW Kindsbewegungen werden von der Mutter daher nicht mehr so stark wahrgenommen, wie das in den vergangenen Monaten der Fall war.

    Die Sinneswahrnehmungen sind in der 35. SSW ausgeprägter und auch die Reflexe werden immer besser. So wendet sich das Kind einer Lichtquelle automatisch zu und dieser natürliche Reflex gilt als eine sehr wichtige Vorbereitung für das eigenständige Leben außerhalb des Mutterleibs. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Babys in der 35. SSW intensiv träumen und dass bereits REM-Schlafphasen vorhanden sind, die sich mit den Träumen abwechseln.

    Die eigene Körpertemperatur kann das Kind in der 35. SSW immer besser regulieren und das kindliche Immunsystem funktioniert jetzt auch unabhängig vom Immunsystem der Mutter. Trotzdem ist das Immunsystem immer noch sehr sensibel und empfindlich. Um ausreichend Abwehrstoffe für die ersten Lebenswochen zu bekommen, ist das Kind nach wie vor von der Mutter abhängig, denn die eigentlichen Antikörper gegen ganz unterschiedliche Krankheitserreger werden erst in den ersten Lebensjahren ausgebildet.

    Wie arbeiten die kindlichen Organe in der 35. SSW?

    Die Organe des Babys sind in der 35. SSW schon vollständig entwickelt. Die Nieren und die Leber arbeiten und auch der Darm funktioniert bereits und lagert immer stärker das sogenannte Mekonium, das Kindspech ab. Dieses Kindspech ist eine zähe, dunkle Masse, die in der Hauptsache aus Hautzellen, aus Schleim, Haaren, Käseschmiere und auch aus eingedickter Gallenflüssigkeit besteht. Der erste richtige Stuhlgang wird aber erst 24 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Da das Baby ständig vom Fruchtwasser trinkt, ist sein Magen immer gut gefüllt und die Verdauungsorgane werden auf diese Weise optimal trainiert.

    Die Mutter in der 35. SSW

    Da in der 35. SSW der Mutterschutz beginnt, hat die Mutter endlich genug Zeit, um ihre Kraftreserven zu bündeln und sich auf die Geburt zu konzentrieren. Da die Gebärmutter in den 35. SSW stark gegen den Rippenbogen drückt, haben viele werdende Mütter das unangenehme Gefühl, aus allen Nähten zu platzen. In dieser Phase der Schwangerschaft hat die Mutter bereits zwischen elf und 13 Kilogramm zugenommen, alleine die Gebärmutter bringt in der 35. SSW 1.500 Gramm auf die Waage. Aber auch das Gewicht des Kindes sorgt dafür, dass der Bauch immer schwerer wird.

    Herz und Kreislauf müssen in der 35. SSW wahre Schwerstarbeit leisten, denn das Blutvolumen hat mit 5,5 Litern sein Maximum erreicht, und ist damit um das anderthalbfache größer als noch zu Beginn der Schwangerschaft. Bei vielen Frauen macht sich der eigene Herzschlag in der 35. SSW immer mehr bemerkbar und sie spüren, dass ihr Kreislauf nicht mehr allzu stabil ist. Die stärkste Belastung geht aber vom Beckenboden aus und nicht selten stellt sich in der 35. SSW eine Blasenschwäche ein, jedes Niesen, Husten oder auch Lachen kann Folgen haben. Um solche peinlichen Situationen zu vermeiden, ist es ratsam, eine Slipeinlage oder eine dünne Binde zu tragen. Um das Becken zu stärken und gleichzeitig für die Geburt zu trainieren, ist eine gezielte Beckenbodengymnastik in der 35. SSW eine sinnvolle Sache.

    Ist eine Geburt in der 35. SSW eine Frühgeburt?

    Vor allem bei Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, sind in der 35. SSW Senkwehen keine Seltenheit. Die meisten Frauen fürchten sich vor einer Geburt in der 35. SSW, aber wenn es zu einer Frühgeburt in der 35. SSW kommt, dann sind die Chancen für das Kind gut. Vorwehen müssen aber nicht zwingend auf eine Geburt in der 35. SSW hinweisen, denn die Gebärmutter fängt langsam aber sicher an, sich auf die Entbindung vorzubereiten. Möglich sind aber auch Senkwehen, die die Aufgabe haben, den Kopf des Kindes in das kleine Becken zu schieben. Beide Wehenformen, sowohl Vorwehen als auch Senkwehen werden von den meisten Schwangeren nicht als eine eigentliche Wehentätigkeit wahrgenommen, sie erinnert eher an die Beschwerden während der Menstruation.

    Stärker sind da schon die Leisten- und Rückenschmerzen in der 35. SSW, die von einem immer härter werdenden Bauch begleitet werden. Diese Schmerzen treten anders als echte Geburtswehen, in unregelmäßigen Abständen auf, sie werden aber immer schwächer und verschwinden dann ganz wieder.

    Wenn ein Kind in der 35. SSW geboren wird, dann ist das für die Ärzte keine Frühgeburt im eigentlichen Sinne, denn das Kind ist voll lebensfähig, die restlichen Wochen werden lediglich zum Sammeln von Energiereserven genutzt. Dazu kommt, dass sich eine Geburt in der 35. Schwangerschaftswoche nicht mehr aufhalten lässt, deshalb werden wehenhemmende Mittel auch nur in Ausnahmefällen gegeben. Wenn das Baby beim Gewicht und bei der Größe im Plan ist, dann steht einer Geburt nichts mehr im Weg und das Kind kann ohne Probleme zur Welt kommen.

    Kinder, die in der 35. SSW geboren werden und die weniger als 2.400 wiegen, müssen für einige Tage ins Wärmebettchen oder in den Brutkasten. Ist das Kind aber gesund und munter, dann wird es keine Probleme geben und die Eltern können ihren Sohn oder ihre Tochter nach einer Woche in der Klinik wie geplant mit nach Hause nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Gesunde Ernährung steht für viele Menschen immer mehr im Vordergrund. Besonders beliebt ist dabei das sogenannte Superfood aus exotischen Früchten und Pflanzen, wie Chia-Samen, Goji-Beeren, Quinoa oder auch Acai-Beeren. Dieses Superfood soll besonders gesund und nahrhaft sein, es soll das Herz schützen und die Verdauung in geregelte Bahnen lenken. Vielfach ist exotisches Superfood allerdings sehr teuer und so stellt sich die Frage, ob der gleiche Effekt nicht mit heimischem Superfood erzielt werden kann. Tatsächlich wachsen praktisch vor der Haustür viele gesunde Alternativen zum exotischen Superfood, die wenig kosten und sehr gesund sind.

    Superfood mit exotischem Flair

    Chia-Samen – das klingt besser als Weißkohl, und das, obwohl beide in die Rubrik Superfood gehören. Der Unterschied besteht darin, dass Chia-Samen aus Lateinamerika kommen und ziemlich teuer sind und der Weißkohl, der in Deutschland wächst, immer frisch zu haben ist und deutlich weniger kostet. Chia-Samen oder auch Acai-Beeren sind ohne Zweifel sehr gesund, aber sie verdanken ihre Beliebtheit vor allem ihrem exotischen Flair. Viele sind der Ansicht, dass alles, was vom anderen Ende der Welt importiert wird, zwangsläufig auch gut sein muss. Dabei wird gerne vergessen, dass auch in Deutschland viele Nahrungsmittel wachsen, die nicht weniger gesund sind. Exotisches Superfood ist im Trend, aber wer sich gesund ernähren will, der muss dazu nicht in die Ferne schweifen.

    Kohl – das lokale Superfood

    Jeder hat schon mal Weißkohl, Rotkohl oder Grünkohl gegessen, aber nur die wenigsten wissen, wie gesund sie in diesem Moment gegessen haben. Wissenschaftler haben sich jetzt mit dem Grünkohl und dem Weißkohl beschäftigt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Ein heimlicher Star unter dem deutschen Superfood ist der Kohl. Grünkohl, Rotkohl und auch Weißkohl sind reich an Omega-3-Fettsäuren und hat jede Menge Vitamin K. Da Kohl auch viel Kalzium enthält, kann er für viele, die eine Laktoseintoleranz haben, eine Alternative zur Milch sein. Wenn der Weißkohl gerieben, gesalzen und dann gestampft wird, dann wird daraus Sauerkraut, ebenfalls ein Superfood aus deutschen Landen. Sauerkraut ist fermentiert und daher ein guter Lieferant für probiotische Kulturen, die die Verdauung unterstützen und die Fähigkeit haben, die Darmflora zu regenerieren. Auch der Rotkohl ist ein Superfood, das mit einem hohen Gehalt an Anthocyanen der Acai-Beere in nichts nachsteht.

    Nüsse und Maronen – gesund und lecker

    Wem auf dem Weihnachtsmarkt der verführerische Duft von frisch gerösteten Maronen in die Nase steigt, der sollte nicht zögern, sondern eine Portion kaufen. Die Edelkastanie enthält viel Vitamin B und da Maronen auch Tryptophan enthalten, einen Baustein für das Glückshormon Serotonin, haben sie eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung. Auch Walnüsse sind ein echtes Superfood, denn die Nüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Kalium und Magnesium, die das Herz, die Muskeln und den Kreislauf stärken und schützen. Die ebenfalls enthaltenen Vitamine C und K schützen die Haut vor vorzeitiger Alterung und sie senken den Blutdruck.

    Die gesunde Hagebutte

    Hagebutten sind die Scheinfrüchte der Heckenrose, und neben dem Sanddorn gibt es kein anderes heimisches Superfood, das so viel Vitamin C enthält. Auf 100 g Hagebutten kommen 1500 mg Vitamin, im Vergleich dazu bringt es die Zitrone nur auf 50 mg auf 100 g Früchte. Hagebutten stärken das Immunsystem, sie sind bei der Wundheilung sehr hilfreich und sie enthalten Gerbstoffe, die die Verdauung regulieren. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Hagebutten auch bei Arthrose und der Behandlung von Rückenschmerzen eine gute Wahl sind, denn die kleinen roten Früchte enthalten wertvolle Galaktolipide. Bei Erkältungen, Darmbeschwerden und auch bei einer Entzündung der Harnwege haben sich Hagebutten bestens bewährt. Damit die Hagebutten ihre ganze Kraft und ihren aromatischen Geschmack entfalten können, müssen sie einmal dem Frost ausgesetzt sein, erst dann können die Früchte zu leckerem Mus oder auch zu Marmelade verarbeitet werden.

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  • Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Sie verzichten auf Fleisch, Wurst, Milch, Eier und Honig. Sie tragen keine Schuhe aus Leder und meiden alles, was irgendwie einen tierischen Ursprung hat – Veganer sind sehr konsequente Menschen. Am gestrigen Weltvegantag haben die vielen Veganer, die es mittlerweile gibt, auf sich und ihre Lebensweise aufmerksam gemacht. In Deutschland leben knapp eine Million Veganer und es werden immer mehr. Ihr Alltag wird immer einfacher, denn es gibt immer mehr Produkte, die ohne tierische Zutaten auskommen, einiges aus der veganen Welt ist allerdings etwas skurril.

    Der Supermarkt für Veganer

    Noch vor wenigen Jahren gab es Vegetarier, aber nur sehr wenige Veganer. Die wenigen Veganer, die es damals gab, mussten weite Wege gehen, um die passenden Lebensmittel zu finden. Heute sieht das anders aus, denn immer mehr Supermärkte nur für Veganer schießen praktisch wie die berühmten Pilze aus dem Boden. In Berlin, oder genauer gesagt am Prenzlauer Berg wurde der erste der veganen Supermärkte eröffnet, und mittlerweile gibt es auch Ableger in vielen anderen Städten, wie München, Essen oder Leipzig. Die Auswahl in diesen Supermärkten reicht von einem reichhaltigen Angebot an Gemüse und Obst über den veganen Brotaufstrich bis hin zum milchfreien Käse.

    Fitnessstudios und Stadtführungen für Veganer

    Wenn Veganer verreisen, dann möchten sie natürlich auch eine Stadtführung machen. In Köln werden jetzt diese Stadtrundgänge nur für Veganer angeboten. Hier wird das Augenmerk aber nicht auf die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gelenkt, es wird vielmehr auf Restaurants, auf neue Lebensmittelläden und auch vegane Bekleidungsgeschäfte aufmerksam gemacht, und auch vor dem Fitnessstudio macht der vegane Hype nicht halt. In der Hauptstadt gibt es heute Studios, deren Trainingsgeräte nicht mehr mit Leder bezogen sind, und wer an einen Energieriegel möchte, der bekommt Sojaprodukte. Die Proteinshakes sind natürlich auch vegan und bei Facebook haben die veganen Fitnessfreunde unter dem Namen „Berlin Strength“ sogar eine eigene Gruppe.

    Vegan beim Friseur und im Tattoostudio

    Es klingt ein wenig absurd, aber viele sehr konsequente Veganer haben tatsächlich Probleme damit, einen passenden Friseur zu finden. So darf zum Beispiel kein Bienenwachs zum Haarstyling benutzt werden und Shampoos, die an Tieren getestet wurden, kommen selbstverständlich auch nicht infrage. Einen Salon zu finden, der komplett auf die Wünsche der Veganer eingeht, ist jedoch schwer. Eine Ausnahme ist das Haarstudio Weinhönig in Berlin, denn dort ist wirklich alles zu 100 % vegan. Auch Veganer, die sich tätowieren lassen möchten, müssen oftmals sehr lange suchen, bis sie das passende Tattoostudio gefunden haben. So darf die rote Farbe nicht von Blattläusen stammen und auch die Vaseline für die Haut sollte frei von tierischen Inhaltsstoffen sein. Angeboten wird dieser vegane Service bislang aber nur in zwei Tattoostudios in Berlin.

    Vegan wohnen – Hotels für Veganer

    Die schlechte Nachricht ist, laut dem Hotelverband Deutschland gibt es nur sehr wenige Hotels, in denen Veganer sich rundherum wohlfühlen. Im westfälischen Hamm gab es das Veganalina, ein Hotel, das ganz auf die Wünsche und Vorstellungen der veganen Gäste eingegangen ist. Die Bettwäsche im veganen Hotel enthielt keine Daunen und die Seife wurde nicht an Tieren getestet. Trotzdem hat das Konzept nicht wie geplant funktioniert und heute gibt es nur noch ein veganes Café, das sich allerdings großer Beliebtheit erfreut. Ebenfalls Probleme haben die Biergärten für Veganer, denn statt Brathendl und Weißwürste werden dort vegane Brezel mit Humus serviert, was nicht bei allen gut ankommt.

    Wie skurril der vegane Trend zuweilen ist, das beweisen auch die Kondome für Veganer. Normalerweise enthalten Kondome das Milcheiweiß Casein, aber die Industrie hat reagiert und es werden jetzt auch Kondome angeboten, die diesen Inhaltsstoff nicht enthalten und die auch von Veganern die korrekt verhüten wollen, ohne Gewissensbisse verwendet werden können.

    Bild: © Depositphotos.com / haveseen