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  • Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Die als ungesunden Dickmacher bezeichneten Fette erfüllen in unserem Körper wichtige Funktionen. Fett ist Energielieferant. Neun Kilokalorien entsprechen einem Gramm Fett. Somit liefert diese Menge doppelt so viel Energie wie Eiweiß oder Kohlenhydrate. Verbrennt der Körper nicht das gesamte Fett, legt er es in Depots an und bildet somit Energiereserven.

    Fette enthalten lebenswichtige Fettsäuren für den Körper. Diese sind für Stoffwechselvorgänge wichtig. Außerdem gelten sie als Wärmeschutz, Geschmacksträger und Träger für Vitamine A, D, E und K. Der Mensch sollte täglich 30 % der Kalorien aufnehmen, die aus Fett bestehen. Hierbei sollte allerdings auf die Art der Fette geachtet werden, denn wichtig sind Omega 3 und Omega 6.
    Hierbei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper im richtigen Verhältnis zu einander benötigt. In Sonnenblumenöl und Maiskeimöl sind beispielsweise zu viel Omega 6 Fettsäuren enthalten. Dies fördert unter anderem Entzündungen. Alternativ sollte man auf Rapsöl zurückgreifen, denn hier ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren ausgeglichen. Besonders gut ist kaltgepresstes Öl, da es viele Inhaltstoffe hat, die wertvoll sind.

    Wer es richtig machen möchte, mischt die ungesättigten und die gesättigten Fettsäuren. Wer also ein Fleischgericht mit einem Salt kombiniert, der mit Rapsöl-Dressing angemacht ist, macht alles richtig. Vorsichtig sollte man aber mit Frittierfett oder fettigen Backwaren sein. Diese Fette können sich negativ auf den Kreislauf und auf das Herz auswirken.

    Wichtig ist nicht, wieviel Fett man ist, sondern wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Verbrennt man weniger Kalorien, als man aufgenommen hat, dann nimmt man zu. Wer fettreich ist, ist schneller gesättigt. Treibt man dazu noch Sport regt man die Fettverbrennung zu dem noch an. Denn wer versucht Fett zu sparen greift automatisch zu Kohlenhydraten, diese steigern den Blutzucker.

    Kohlenhydrate steigern den Blutzuckergehalt und die Insulinproduktion

    Insulin – ein Hormon – wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Ist diese erkrankt, leiden Betroffene unter Diabetes mellitus, landläufig auch Zuckerkrankheit genannt. Zucker gehört zu den Kohlenhydraten, aber auch ballaststoffreiche Nahrung enthält Zucker und viele Produkte, bei denen man es nicht erwartet, wie z. B. Müsli, Joghurt oder Ketchup.
    Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Im Zuge der Verdauung werden sie zu Zucker umgewandelt und erhöhen damit den Blutzuckerspiegel. Mithilfe (körpereigenen) Insulins wird der Zucker dann als Energieträger in die Körperzellen transportiert. Das Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen den Zucker überhaupt aufnehmen können.

    Unsere moderne Kohlenhydrat reiche Ernährung erzwingt eine sehr hohe Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse. Das Stück Brot oder Schokolade, ein Powerriegel oder ein Stück Obst, das Glas Saft und der kleine Snack zwischendurch, führt zu einem ständig leicht erhöhten konstanten Zuckerspiegel. Auch ein Ernährungsplan mit 5 kleinen Mahlzeiten am Tag (anstatt nur 3) führt zu diesem Ergebnis.

    Verschiedene Lebensmittel bei gleicher Menge an Kohlenhydraten verursachen eine durchaus sehr unterschiedliche Steigerung des Blutzuckerspiegels mit Blick auf die Geschwindigkeit bzw. Steigerungsrate. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als Blutzuckerwirksamkeit eines Nahrungsmittels, wofür extra der glykämische Index eingeführt wurde.
    Ein hoher Indexwert steht für ein Lebensmittel, das den Blutzuckerspiegel sehr schnell in die Höhe treibt. Als Beispiele seien hierzu der Industriezucker und alle mit ihm gesüßten Lebensmittel sowie Getränke genannt, aber auch Weißbrot oder weißer Reis gehören dazu. Lebensmittel mit geringerem glykämischen Index sind z. B. Vollkorn-Produkte, Obst und Gemüse, Salate oder Hülsenfrüchte. Grundsätzlich gilt, dass Ballaststoffe die Zuckeraufnahme verlangsamen.

    Sport ist die beste Lösung, wenn man abnehmen möchte. Ausdauersport regt die Fettverbrennung an. Die Fettzellen schmelzen, verschwinden aber nicht. Sie werden kleiner. Wer also die Fettzellen loswerden möchte, muss sich das Fett absaugen lassen. Hierbei läuft man aber Gefahr, dass die Fettzellen sich später an einer anderen Stelle neu ansiedeln.
    Fett lässt sich nicht gezielt verbrennen. Doch das richtige Sportprogramm führt zum gewünschten Erfolg. Muskelaufbau-Trainings sind hier sinnvoll, denn diese Kraftwerke sind für die Fettverbrennung unerlässlich.

    Bild: © Depositphotos.com / Spectral

  • Rhodos – Aufenthalt im Stafilia Beach Hotel

    Rhodos – Aufenthalt im Stafilia Beach Hotel

    Im September waren wir eine Woche auf der wunderschönen Insel Rhodos und haben (gezwungenermaßen) im Stafilia Beach Hotel gewohnt. Gezwungen waren wir deshalb, weil Freunde von uns zur gleichen Zeit einen dreiwöchigen All-Inclusive-Urlaub im Nebenhotel gebucht hatten und allgemein befunden wurde, wir sollten doch in der Nähe wohnen. Normalerweise – und ich vertrete diese Meinung vehement – halte ich es für absolut falsch, im wunderschönen Griechenland in einem Hotel zu wohnen. Ich buche grundsätzlich nur Zimmer in Gästehäusern oder – das ist das höchste der Gefühle –  in B&Bs. Auf diese Weise ist man viel näher am griechischen Lifestyle, kann abends in den Tavernen das geniale griechische Essen genießen und kommt einfach viel mehr mit den gemütlichen Griechen zusammen. Wie auch immer – dieses Mal haben wir uns für das Stafilia Beach Hotel entschieden.

    Stafilia Beach Hotel in Lardos/Kiotari

    Ich habe das Stafilia Beach Hotel über booking.com gebucht (dort buche ich generell die moisten meiner Urlaubs-Unterkünfte). Wir haben für die ganze Woche 420 Euro zu zweit gezahlt – soweit sehr leistbar. Als Verpflegung haben wir nur Frühstück gewählt, obwohl Halbpension auch eine Option gewesen wäre (allerdings – wie oben beschrieben – nicht für mich). Das Hotel hat eine wunderbare Lage. In der hübschen Bucht bei Lardos teilen sich nur das Stafilia Beach Hotel und das Nachtbarhotel die kleine Bucht. Der Kiesstrand ist schön und sauber, es ist genügend Schattenplatz vorhanden. Auch das Meer ist unglaublich sauber und tief genug, um ausgiebig schwimmen zu gehen. Das Stafilia Beach Hotel hat aber auch einen kleinen Pool. Generell sind die gesamte Anlage und auch die Zimmer ausgesprochen sauber. So viel zu den positiven Punkten. Abgesehen davon sind uns leider sehr viele negative Dinge aufgefallen: Das Zimmer war zwar groß, dafür aber spärlich eingerichtet, die Betten waren eine absolute Katastrophe. Ich bin sonst nicht sehr heikel und schlafe auch gut und gerne einmal in Schlafsäcken. Und daher heißt es etwas, wenn ich Betten als eine „Katastrophe“ bezeichne. Wir sind jeden Tag mit schlimmeren Rückenschmerzen aufgewacht. Das Essen war für den Zimmerpreis angemessen und ausreichend (es gab ein Frühstücksbuffet), aber von irgendeiner Qualität kann keine Rede sein. Abgesehen davon musste man die Kellner schon eindringlich bitten, das Buffet aufzufüllen, wenn man etwas später zum Frühstück gekommen ist. Wir haben uns einmal – aus Interesse – das Buffet zum Abendessen angesehen (das ist wortwörtlich gemeint; wir haben nie zu Abend in diesem Hotel gegessen!). Tut euch das nicht an! Das Buffet war ein Graus und hat den optischen Anschein von „Krankenhausessen in Buffetform“ gemacht – nein danke! Zur Lage ist noch zu sagen, dass auf der anderen Seite des Hotels – nur in etwas größerem Abstand als das andere Hotel – ein weiteres riesengroßes Hotel, um nicht zu sagen, ein Feriendorf, ist. Dieses Feriendorf hat einen eigenen Strand, die Massen übervölkern also nicht den Strandzugang des Stafilia Beach Hotels. Dennoch ist in diesem Feriendorf jeden Tag Party angesagt, von der man aufgrund der massiven Lautstärke auch im Stafilia Beach Hotel etwas hat. Wer also die absolute Ruhe sucht, sollte woanders wohnen.

    Pro Contra
    Tolle Lage mit wenig bevölkertem Strand Zimmerausstattung und –komfort
    Sehr saubere Anlage Mahlzeiten
    Freundliches Personal
    Angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis

    Tipp: Unbedingt ein Auto mieten!

    Wir haben uns bei rentalcars.com ein Auto gemietet und direkt nach der Anreise vom Flughafen abgeholt. Das würde ich jedem empfehlen, der nach Rhodos kommt. Rhodos ist eine große Insel, die sehr viel zu bieten hat. Es wäre schade, sich das alles entgehen zu lassen. Unser Startpunkt war – wie gesagt – Lardos an der Ostküste von Rhodos. Von hier aus haben wir die Ostküste hinauf bis nach Rhodos-Stadt erkundet und sind auch die Küste in Richtung Süden gefahren. Die Altstadt von Rhodos-Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Sie ist von einer Mauer umgeben und kann historische Bauwerke wie den Großmeisterpalast des Johanniterordens oder die Süleyman-Pascha-Moschee erkunden. Die Altstadt wurde 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Je weiter südlich man kommt, desto weniger Touristen trifft man an und hat teilweise kilometerlange Strände (teilweise sogar Sandstrände) ganz für sich alleine. Ein Traum! Allerdings muss man grundsätzlich über sandige, nicht asphaltierte Straßen fahren, um zum Strand zu gelangen. Hier rate ich dringend, nicht zu sehr in die „Wildnis“ zu fahren – wir haben es tatsächlich geschafft, uns mit unserem Mietwagen im Sand einzugraben und mussten nette Griechen mit einem Pick-Up anheuern, die uns wieder rausgeholt haben. Das Ganze hat vier Stunden unseres wertvollen Urlaubs und geschätzt 4.000 Nerven gekostet. Nicht zu vergessen die 70 Euro, die wir den netten griechischen Jungs gezahlt haben, die uns aus der Notsituation gerettet haben.

  • Putengeschnetzeltes mit Champignons und Schnittlauchreis

    Putengeschnetzeltes mit Champignons und Schnittlauchreis

    Zutaten für 2 Portionen

    • 300 g Putenschnitzel
    • 250 g braune Champignons
    • 1 Stück rote Zwiebel
    • 1 Knoblauchzehe
    • 2 EL Sonnenblumenöl
    • Salz, Pfeffer
    • 100 ml Weißwein
    • 125 ml Brühe (Instant)
    • 50 ml Schlagsahne
    • 1 EL Saucenbinder (zB Maizena)
    • eine Hand voll frischer Petersilie
    • 1 Tasse Langkornreis
    • ½ Bunde frischer Schnittlauch
    • 5 EL Buttermilch

    Zubereitung

    Zuerst füllt ihr eine Kaffeetasse Reis und zwei Kaffeetassen kaltes Wasser in einen Kochtopf. Alles gut salzen. Wenn ihr genau so untalentiert mit salzen seid, wie ich, würde ich empfehlen, das Wasser zu  kosten – nichts ist langweiliger, als Reis, der nach nichts schmeckt. Das Wasser soll spürbar salzig schmecken. Alles zum kochen bringen. Sobald das Wasser aufkocht, die Hitze ganz runter stellen und den Reis langsam köcheln lassen, bis das ganze Wasser aufgesogen ist.

    Währenddessen die Putenschnitzel in kleine Stücke schneiden. Die Champignons waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Zwiebel in Spalten schneiden.

    Eine Pfanne erhitzen und einen Esslöffel des Öls hinzufügen. Wenn das Öl heiß ist (am  besten testet ihr das, in dem ihr mit der Handfläche nah an den Pfannenboden geht), die Putenschnitzelstücke scharf anbraten. Besser und saftiger wird alles, wenn ihr die Putenschnitzelstücke auf zwei Portionen aufteilt und nacheinander anbratet, da dann weniger Saft austritt. Wenn die Schnitzel goldbraun angebraten sind, aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller legen. Kräftig salzen und pfeffern.

    Die geschnittenen Zwiebelspalten in die heiße Pfanne geben, die Knoblauchzehe dazu pressen und alles kurz anbraten. Dann die Champignons zugeben und kurz mit braten. Alles mit dem Weißwein ablöschen, beim Umrühren den Bratensatz lösen. Die Brühe und das Schlagobers unterrühren und die beiseitegelegten Putenschnitzelstücke wieder in die Sauce geben. Alles fünf Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

    Währenddessen den Saucenbinder mit zwei Esslöffel kaltem Wasser in einem Glas anrühren. Nach fünf Minuten zum Putengeschnetzelten geben und noch einmal aufkochen lassen. Wenn die Sauce noch nicht sämig genug ist, einfach noch einen Esslöffel Saucenbinder zufügen (vorher unbedingt mit Wasser anrühren, da der Saucenbinder sonst klumpt – das ist nicht sehr appetitlich). Alles abschmecken und bei Bedarf nachwürzen. Zum Schluss grob gehackte Petersilie zufügen und einmal durchrühren.

    Kurz vor dem Servieren des Putengeschnetzelten mit Champignons das Schnittlauch  mit einer Schere direkt in den Reis hineinschneiden. Die Buttermilch zufügen und alles noch einmal kräftig durchrühren. Den Reis abschmecken und bei Bedarf nachwürzen. Der Reis ist übrigens etwas klebrig, einem Risotto ähnlich. Wer das überhaupt nicht ausstehen kann, lässt die Buttermilch einfach weg.

    Alles schön auf zwei Tellern anrichten.

    Nährwertangaben

    • Pro Portion circa 630 kcal.
    • E 49 g/ F 16 g/ KH 60 g

    Ein kleines Anliegen: Frische Kräuter

    Ja ich weiß – es gibt so gut wie alle Kräuter schon getrocknet oder tiefgekühlt. Bitte greift weder zum einen noch zum anderen! Der Geschmack hat nichts mit dem der frischen Kräuter zu tun. Kostet doch einfach mal ein frisches Blatt Petersilie und vergleicht es mit dem Geschmack von tiefgekühlter Petersilie – kein Vergleich! Bevor ihr tiefgekühlte Kräuter nehmt, lasst sie ganz weg – sie verbessern eure Gerichte nicht. Außerdem bekommt man wie gängigsten Kräuter (und ganz ehrlich: exotische Kräuter braucht man wirklich nicht jeden Tag) schon fertig abgepackt in einer Plastikhülle. Die kosten genauso viel (bzw. sogar weniger) als die tiefgekühlte Variante. Diese frischen Kräuter lassen sich einwandfrei lagern: Öffnet die Plastikverpackung nur unten und stellt die Kräuter mit der Plastikverpackung in ein mit Wasser gefülltes Glas. Im Kühlschrank gelagert, bleiben Kräuter so bis zu zwei Wochen frisch (kein Scherz – probiert es aus!).

  • Cevapcici mit Reis und Zwiebel-Senf-Sauce

    Cevapcici mit Reis und Zwiebel-Senf-Sauce

    Cevapcici sind gegrillte oder gebratene Hackfleischröllchen, die in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien als Nationalgericht gelten. Im Original-Rezept für Cevapcici findet sich normalerweise kein Ei. Ich füge gerne eines hinzu, weil es die Konsistenz meiner Meinung nach besser macht. Grundsätzlich kann man das Ei aber auch weglassen, die Cevapcici gelingen trotzdem sehr gut. Cevapcici werden klassisch mit Reis serviert.

    Zutaten für 2 Personen

    400 Gramm Rinderhackfleisch
    2 Knoblauchzehen
    2 TL scharfes Paprikapulver
    2 Tropfen Tabasco oder 1 Chilischote
    1 Ei
    Salz, Pfeffer
    4 EL frische Petersilie
    2 TL Backpulver

    1 Tasse Langkornreis

    1 hart gekochtes Ei
    2 TL Weißweinessig
    2 TL scharfer Senf
    3 EL frisch gehackte Dille
    30 Gramm Frischkäse natur
    1/2 Zwiebel
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung

    Am Anfang gleich das Ei in einem Topf mit Wasser geben und alles zum Kochen bringen und bis zur weiteren Verwendung hart kochen lassen.

    Das Hackfleisch mit ausgepresstem Knoblauch, dem Ei und allen Gewürzen samt dem Backpulver gut durchmischen. Die Mischung kräftig salzen. Ich rate dazu, die Hackfleisch-Mischung zu kosten. Ja, rohes Hackfleisch ist nicht jedermanns Sache, man soll ja auch keinen Esslöffel davon essen. Aber bei Cevapcici oder generell Hackfleisch-Produkten hat man oft das Problem, dass sie zu wenig gesalzen werden – und das schmeckt richtig, richtig langweilig. Zu wenig gewürzte Cevapcici kann die beste Sauce nicht aufpeppen.

    Aus der Hackfleisch-Mischung mit feuchten Händen längliche Würstchen formen und sie etwas flach drücken. Jetzt geht es ans braten oder backen: Die Cevapcici kann man sowohl im Backrohr, als auch in der Pfanne in Öl zubereiten. Beides gelingt, wobei die Variante mit der Pfanne knusprigere Cevapcici herausbringt. Allerdings ist das auch die kalorienreichere Variante.

    In der Pfanne brät man die Cevapcici in heißem Öl von beiden Seiten etwa 5-10 Minuten an, bis sie schön knusprig braun sind. Wer die Backrohr-Variante ausprobiert, heizt das Backrohr auf etwa 180°C auf, legt die Cevapcici auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebt das Blech für 15 Minuten ins Backrohr. Nach der Hälfte der Zeit werden die Cevapcici gewendet.

    Während die Cevapcici vor sich hinbrutzeln, wird der Reis zubereitet. Eine Tasse Reis mit zwei Tassen gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und nach dem ersten Aufkochen auf kleiner Flamme so lange kochen, bis das Wasser aufgesogen ist.

    Zu guter Letzt wird die Sauce zubereitet: Den Zwiebel fein hacken und mit etwas Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze 2 Minuten dünsten. Danach abkühlen lassen. Das hart gekochte Ei 30 Sekunden unter kaltes Wasser halten, dann schälen und in kleine Stücke schneiden. Das Ei mit dem Frischkäse, Essig, Senf, Salz und Pfeffer vermischen, die Zwiebel zufügen. Die frische Dille hacken und zufügen.

    Die Cevapcici mit Reis und der Zwiebel-Senf-Sauce anrichten und genießen.

    Nährwertangaben und Dauer

    Zubereitungszeit: 25 min

    Pro Portion 699 kcal, 36 g Fett, 41 g Kohlenhydrate, 50 g Eiweiß

  • Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Zunächst ist es für alle Sportler wichtig, eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten über die Nahrung aufzunehmen. Aus diesen bildet der Körper Glykogen, das den Muskeln Energie liefert. Auch die Nerven und das Gehirn decken ihren Energiebedarf fast ausschließlich durch Kohlenhydrate (Dextrose). Wird dem Körper eine zu geringe Menge an Kohlenhydraten zugeführt, leiden die Koordination und Konzentration darunter.

    Ausgeglichener Glykogenhaushalt

    Vor allem Hochleistungssportler sollten daher stets auf einen ausgeglichenen Glykogenhaushalt achten. Ein gut gefüllter Speicher spendet je nach Intensität und Dauer des Trainings für 1 bis 1,5 Stunden Energie. Um ausreichend große Vorräte anzulegen, empfiehlt es sich, täglich zwischen 50 und 60 Prozent der gesamten Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten aufzunehmen.

    Komplexe Kohlenhydrate, die vorwiegend in Brot, Reis, Teigwaren und Getreide sowie in Gemüse, Obst und Kartoffeln vorkommen, sind dabei besser als einfache Zucker (Fruchtzucker, Traubenzucker). Die Kohlenhydrate versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen, stellen kontinuierlich und langsam ihre Energie zur Verfügung und halten auch den Blutzuckerspiegel aufrecht.

    Proteine für Abwehr und Muskelaufbau

    Der menschliche Körper benötigt Proteine in seinem Abwehr- und Enzymsystem sowie zum Muskelaufbau. Eine tägliche Proteinaufnahme von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht genügt für eine ausreichende Versorgung. Eine Kombination aus pflanzlichen und tierischem Eiweiß, zum Beispiel aus Milch, Kartoffeln, Getreide, Ei und Fisch ist empfehlenswert. Bei tierischen Eiweißlieferanten ist es ratsam, fettarme Produkte zu bevorzugen.

    Flüssigkeit und Mineralstoffe

    Der Verlust an Mineralstoffen beim Sport (über den Schweiß) ist zum Teil nicht unerheblich und muss regelmäßig ausgeglichen werden. Geeignet sind hierfür Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte, fettarme Gemüsebrühe sowie Früchte- und Kräutertees. Gleichermaßen benötigen Sportler viel Eisen und Magnesium für einen optimalen Sauerstoff-Transport. Hier gibt es trotz ausreichender Flüssigkeitsaufnahme häufig einen Mangel. Durch eine Blutuntersuchung kann ein solcher Mangel nachgewiesen und mit einer ausgewogenen Ernährung wieder behoben werden.

    Pro Stunde können je nach Anstrengungsgrad und Art der sportlichen Betätigung zwischen einem und 1,5 Liter ausgeschwitzt werden. Der Körper holt sich zunächst die fehlende Flüssigkeit aus dem Gewebe und dem Blut zurück. Die Folge: Das Blut „dickt ein“. Dadurch fließt es langsamer, die Versorgung der Muskelzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff verschlechtert sich und damit steigt die Gefahr von Muskelzerrungen und -krämpfen. Bereits ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichts vermindert die Leistungsfähigkeit. In Einzelfällen kommt es zu Schwindel und Übelkeit oder sogar zum Kreislaufzusammenbruch.

    Tipp: Sportgetränke dürfen nicht zu kalt sein und sollten möglichst wenig Kohlensäure und Zucker enthalten. Koffeinhaltige und alkoholische Getränke sind ungeeignet. Prinzipiell sollte getrunken werden, bevor der Körper Durst signalisiert, in der Regel vor der sportlichen Betätigung. Während des Trainings ist es ratsam, immer wieder kleine Mengen Flüssigkeit aufzunehmen (je nach Trainingsdauer etwa alle 15 bis 30 Minuten).

    Zusätzliche Vitaminzufuhr

    Für Gelegenheitssportler ist eine zusätzliche Vitaminzufuhr in der Regel nicht notwendig, wenn sie sich ausgewogen und gesund ernähren. Bei Höchstleistungssportlern (Leistungssport) kann der Einsatz von entsprechenden Vitaminpräparaten sinnvoll sein. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.

    Nahrungsergänzungen für Hochleistungssportler

    Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die in Form von Dragees, Kapseln, Kau-, Lutsch- oder Brausetabletten, Pulver, Granulat, Flocken oder Saft angeboten werden. Sie enthalten verschiedene Substanzen in konzentrierter Form, darunter

    • Ballaststoffe,
    • Mineralstoffe,
    • Vitamine,
    • essentielle Fettsäuren,
    • Spurenelemente sowie,
    • Eiweiße (Aminosäuren)

    Bei Hochleistungssportlern, die während des Trainings sehr viele Kalorien und Mineralstoffe verlieren und einen erhöhten Bedarf an den genannten Inhaltsstoffen haben, können Nahrungsergänzungen unterstützend wirken und sinnvoll sein. Die zusätzliche Gabe sollte möglichst mit einem Arzt abgestimmt werden, um Überdosierungen zu vermeiden. Gleichermaßen muss abgeklärt werden, ob eventuelle Allergien gegen die Inhaltsstoffe der Nahrungsergänzungen vorliegen.

    Bild: © Depositphotos.com / VadimPetrov

  • Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Unter chronischer Nebenhöhlenentzündung, im Fachjargon chronische Sinusitis genannt, fallen je nach genauem Entzündungsort die Stirnhöhlen- oder Kiefernhöhlenentzündung. Bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung, die oft einige Monate anhalten kann, treten meist Symptome wie Fieber und Druckgefühl, sowie Kopf-, Gesichts- und Zahnschmerzen auf.

    In allen Fällen – ob Stirn- oder Kieferhöhlen – handelt es sich stets um Hohlräume im Knochen des Gesichtes, die den an sich kompakten Schädelknochen leichter machen. Sie liegen über der Nase oberhalb der Augenbrauen, zwischen Nase und innerem Augenwinkel (Siebbeinhöhlen) und zu beiden Seiten der Nase. Alle sind mit Schleimhäuten ausgekleidet, deren Absonderungen und Sekrete im Normalfall dafür sorgen, dass sich die Nebenhöhlen in einem gesunden Zustand befinden. Wird der Sekret-Abfluss jedoch – etwa bei einem Schnupfen – gestört, weil etwa die Nasenschleimhäute angeschwollen sind, so können sich in dem sonst gut ‚belüfteten‘ System Bakterien ansiedeln, die die empfindlichen Flimmerzellen der Schleimhäute angreifen. Es kommt zu schmerzhaften Entzündungen.

    Ursachen und Symptome der Sinusitis

    Die Ursachen dafür können unterschiedlichster Art sein, meist gehen der chronischen mehrere akute, nicht ausreichend ausgeheilte Nebenhöhlenentzündung voraus. Die Auslöser sind zumeist andere Atemwegsinfekte wie Allergien (Heuschnupfen) oder eine Erkältung mit verstopfter Nase. Auch körperliche, bis zur chronischen Sinusitis meist unentdeckte Dysfunktionen können Nebenhöhlenentzündungen begünstigen. Dazu zählen etwa eine verkrümmte Nasenscheidewand oder die so genannten Rachenmandeln (Polypen). Auch von Natur aus verengte Ausgänge der Nebenhöhlen können das empfindliche Gleichgewicht der dortigen Schleimhäute beeinträchtigen. Es soll auch vorkommen, dass entzündete Zahnwurzeln Auslöser der Sinusitis sind.

    Eine chronische Sinusitis ist gegeben, wenn die Symptome bei Erwachsenen länger als acht, bei Kindern über zwölf Wochen beobachtet werden können. Dazu zählen im akuten Krankheitsverlauf zunächst eine verstopfte Nase und daraus resultierende Atemprobleme. Es kommt zu vermehrten Ausfluss von Nasensekret, anfangs meist wässrig, mit fortschreitender Entzündung immer dickflüssiger. Im hochinfektiösen Zustand ist das Sekret gelbgrün. Der Geruchssinn leidet, auch der Geschmackssinn ist oft eingeschränkt. Zudem kann Fieber auftreten, das das Krankheitsgefühl und die Abgeschlagenheit noch verstärkt.

    Hinzu kommt, dass je nach Lokalisierung der Nebenhöhlenentzündung ein schmerzhaftes Druckgefühl über den Augen oder an den Wangenknochen auftritt. Es verstärkt sich bei Bewegung, besonders, wenn der Kopf vorgebeugt wird. Im Akutfall spielt sich dies innerhalb von etwa drei Tagen ab. Hat die Sinusitis jedoch chronische Züge angenommen, heilen die Schwellungen nicht richtig ab. Die Betroffenen haben ständig mit zähem Schnupfen zu tun, neigen zu verstopfter Nase.

    Der Druck im Gesicht ist latent gegenwärtig. So setzt sich der Kreislauf der Nebenhöhlenentzündung fort, da der Schleim ein dauerhafter Nährboden für neue Bakterienangriffe (meist Pneumokokken oder Streptokokken) ist. Das kann im schlimmsten Fall sogar zu weiteren Komplikationen führen, z. B. Augenentzündungen.

    Diagnostik und Therapie

    Eine Untersuchung des Nasengangs bietet meist erste Erkenntnisse, auch können Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen den Umfang der Sinusitis gut darstellen – und Veränderungen im Laufe der Therapie aufzeigen.

    Während bei schweren akuten Fällen die Einnahme von Antibiotika oft unumgänglich ist, um die bakterielle Entzündung einzudämmen, sind bei einer chronifizierten Nebenhöhlenentzündung meist andere Ansätze sinnvoll. Hier wie dort sind abschwellende Nasentropfen nützlich, doch nur begrenzt einsetzbar. Zur Langzeittherapie empfehlen sich Meersalzsprays und Inhalationen mit Salzwasser.

    Auch regelmäßige Nasenduschen mit Kochsalzlösungen sind praktikabel. Kräutertees können chronischen Sinusitis-Patienten ebenfalls Linderung verschaffen, zumal, wenn deren warme Dämpfe eingeatmet werden. Ganz wichtig – die richtige Nasenputztechnik: Immer nur einseitig Schnauben.

    Man selbst kann neben der Einnahme von Medikamenten und den anderen beschriebenen Maßnahmen allerdings auch einiges tun, um die chronische Sinusitis zu behandeln oder ihr sogar vorzubeugen:

    • Viel Wasser und ungesüßten Kräutertee trinken. Dies hilft dabei, den Schleim abzulösen, der bei der Entzündung der Schleimhäute entsteht.
    • Auch Inhalieren mit ätherischen Ölen in ruhigen und langsamen Atemzügen wirkt beruhigend und befreiend auf die Nasennebenhöhlen.
    • Ein weiteres viel eingesetztes Hilfsmittel ist die Nasenspülung, bzw. Nasendusche. Diese kann man täglich und auch vorbeugend anwenden, damit die Entzündung gar nicht erst entstehen kann.
    • Zur Vorbeugung gilt es, dem Körper regelmäßig frische Luft zu gönnen und ihn mit Sport fit zu halten.

    Lediglich in Ausnahmefällen ist übrigens eine Operation die Lösung; etwa, wenn eine krumme Nasenscheidewand die Nebenhöhlenausgänge dauerhaft behindert. Dauert die chronische Nasennebenhöhlenentzündung bereits viele Monate an, ist eine Operation der Nasennebenhöhlen in einigen Fällen unumgänglich. Hierbei wird die Nasenscheidewand begradigt und der Schleim kann besser abfließen.

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