Schlagwort: Reiz

  • Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Den schwarz-gelben Insekten wird im Sommer vor allem negatives nachgesagt; Bienenstiche sind schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich, das entspannte Picknick im Grünen kann durch sie ebenfalls erheblich gestört werden. Doch ein zweiter Blick auf die Bienen lohnt sich – denn die sogenannte Apitherapie, die aufgrund der Anwendung von grünem brasilianisches Propolis entwickelt wurde, ist in vielen Bereichen der modernen Medizin mehr als effektiv und heilend.

    Bienenprodukte helfen heilen

    Funde von Archäologen beweisen, dass Menschen bereits seit mehr als 6000 Jahren Bienenprodukte nicht nur zum Genuss, sondern auch zum Heilen einsetzen. Die Apitherapie gilt in Südamerika, in China, aber auch den ehemaligen Ostblockstaaten traditionell als Heilkraft. Dabei wird Honig, Gelee Royal, die Pollen und Propolis, aber auch das Bienengift verwendet. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überzeugt dabei in jeglicher Hinsicht, denn während bei winterlichen Verkühlungen vor allem Propolistropfen helfen, ist etwa in der Gynäkologie der antimykotische Effekt bekannt. Auch bei chronischen Leiden wie Diabetes, Rheuma und sogar Hepatitis soll auf die Heilkraft der Bienenprodukte vertraut werden können.

    Gelee Royale hilft bei Bluthochdruck, Pollen bei Allergien

    Propolis wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei unterschiedlichen Erkrankungen sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Vor allem der Wirkstoff Artepillin C, der aus grünem Propolis gewonnen wird, wurde beispielsweise in Japan als Medizin für Krebsbehandlungen sogar patentiert. Bienengift wird hierzulande häufig bei Erkrankungen wie Fibromyalgie eingesetzt, denn diese Schmerzerkrankung kann mithilfe von Bienengiftinjektionen, die in der Dosis langsam gesteigert werden, sehr erfolgreich behandelt werden.

    Apis mellifera, die europäische Honigbiene

    Die hierzulande beheimatete Biene trägt den Namen Apis mellifera und ist damit Namensgeberin der Api-Therapie. Der Lebensbereich des Insekts ist im Umbruch begriffen, stärker werdende Monokulturen und der Schwund natürlich gewachsener Wiesen sowie der Einsatz vermehrter Insektenschutzmittel, macht ihr das Leben schwer. Dabei ist sowohl Honig, als auch die Pollen nicht nur ein leckerer Brotaufstrich und ein gesundes Süßungsmittel, sondern auch äußerst gesund. Wissenschaftlich erwiesen ist eine keimhemmende und keimabtötende Wirkung sämtlicher Bienenprodukte.

    Honig – schmeckt lecker und ist gesund

    Honig enthält neben den gesunden Kohlehydraten weitere sehr wirksame Stoffe wie etwa Enzyme, Acetylcholin, das für die Reizleitung im Nervensystem gebraucht wird, und Inhibine, das sind antimikrobiell wirksame Stoffe, quasi Hemmstoffe für Krankheitserreger. Gleichzeitig beinhaltet Honig Wuchshormon für die Hämoglobinproduktion im Blut. Nach Krankheiten und Operationen wird Honig häufig zur Stärkung bei Schwächezuständen und zur Rekonvaleszenz verwendet. Ebenso bei schlechter Wundheilung und vielen inneren Leiden.

    Bienengift – schmerzhaft, aber heilsam

    Wer heutzutage von einer Biene gestochen wird und nicht gerade an einer Allergie leidet, der empfindet Schmerz und die Schwellung der betroffenen Körperstelle tut weh. Da mag man es kaum glauben, dass tatsächlich provozierte und gewollte Insektenstiche einigen kranken Personen tatsächlich auch gut tun und Linderung verschaffen. Wer an Arthritis und Multiple Sklerose leidet, kann durch das Bienengift tatsächlich Besserung seiner Schmerzen verbuchen. Studien haben hier belegt, dass gezielte Injektionen des Giftes, deren Dosis nach und nach gesteigert wird, sich tatsächlich positiv auf betroffene Personen und deren Krankheitsbild auswirken.

    Apitherapie – weitgehend unbekannt, aber wirksam

    Bis vor knapp 70 Jahren war Apitherapie nicht nur wenig bekannt, sondern auch wenig erforscht. Erst danach haben viele Länder die gesundheitliche Bedeutung der Bienenprodukte als hochqualifiziert Medizin- und Nahrungsmittel erkannt. Inzwischen haben viele Wissenschaftler erfolgreich geforscht und die unterschiedlichen Eigenschaften in Verbindung mit Gegenanzeigen und Dosieranleitungen erforscht und studiert. Rein wissenschaftlich wird die Apitherapie in den Bereich der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin eingeordnet, womit sie außerhalb der Schulmedizin steht. Komplementärmedizin bedeutet eine Kombination aus konventionellen Methoden in Verbindung mit alternativen Anwendungen.

    Die Apitherapie ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch dank des Imkers Wilhelm Hemme wird sie seit 1986 vermehrt erforscht und in ersten Testreihen angewandt. Und der durchschnittliche Bürger in Deutschland? Sollte beim Frühstück noch genussvoller sein Honigbrötchen genießen und dabei ruhig etwas dicker auftragen.

    Bild: © Depositphotos.com / Irochka

  • Schwerhörigkeit – eine Krankheit, die die Lebensfreude hemmt

    Schwerhörigkeit – eine Krankheit, die die Lebensfreude hemmt

    Hören ist für die meisten von uns alltäglich – wir nehmen Geräusche und Töne wahr und verstehen sie auch. Damit können wir die Umwelt vollständiger erfassen, uns orientieren, aber auch uns mit unseren Mitmenschen verständigen. Egal ob uns Geräusche warnen oder uns Sicherheit geben, in jedem Fall beeinflusst es unser Denken und Fühlen. Wer schlecht hört, fühlt sich oft ausgeschlossen. Neben der Schwerhörigkeit, medizinisch auch als Hypakusis bezeichnet, gibt es auch eine Fehlhörigkeit, die Dysakusis. In beiden Fällen ist der Betroffene in seinem Alltag maßgeblich beeinträchtigt und oft vom sozialen Leben ausgeschlossen.

    Hörstörung kann unterschiedliche Ursachen haben

    Ist von Schwerhörigkeit die Rede, meint man damit meist ältere Personen. Doch auch junge Menschen können bereits davon betroffen sein, denn eine Hörstörung kann auch angeboren sein. Betroffen sind dabei entweder ein Ohr oder aber beide. Beschäftigt man sich mit der Art und der Form, wie sich die Schwerhörigkeit äußert, können Hinweise auf die möglichen Auslöser festgestellt werden. Oftmals erleiden Menschen einen Hörsturz, bei dem die Hörminderung akut und nur auf einem Ohr einsetzt. Ohrenschmerzen in Verbindung mit Fieber können auf eine Mittelohr- oder Gehörgangentzündung hinweisen. Auch Ursachen von außen können sich auf das Hörorgan auswirken – etwa wenn ein überlauter Knall oder eine Explosion das Ohr schädigen. Das sogenannte Knall- oder Explosionstrauma äußert sich in einem stechenden Ohrschmerz mit akut einsetzender Hörminderung, die bis zur Taubheit führen kann. Sind Menschen lange und intensivem Lärm ausgesetzt, können sie eine Lärmschwerhörigkeit entwickeln. Diese setzt meist schleichend ein und geht oft mit Tinnitus einher.

    Zwei Hauptformen der Schwerhörigkeit

    Je nachdem welcher Ohranteil die Hörstörung auslöst, unterscheidet der Mediziner zwei Hauptformen bei der Schwerhörigkeit. Zum einen gibt es die Schallleitungsschwerhörigkeit, bei der das Außen- oder Mittelohr betroffen ist. Damit wird die Weiterleitung der Schallwellen verzerrt. Typisches Anzeichen für diese Form der Erkrankung ist, wenn der Betroffene tiefe Töne erst ab einer kräftigen Lautstärke wahr nimmt, dafür aber normale Gespräche ohne weiteres verfolgen kann. Die zweite Form einer Schwerhörigkeit nennt sich Schallempfindungsschwerhörigkeit. Hier sind die Zellen im Innenohr oder sogar der Hörnerv dauerhaft beschädigt, sodass die Schallsignale nicht mehr komplett ins Hörsystem des Gehirns übertragen werden. Zu diesem Typ der Erkrankung zählt vor allem die Altersschwerhörigkeit und die Lärmschwerhörigkeit. Normal laute Töne werden dabei als sehr leise empfunden, laute Töne jedoch als sehr unangenehm.

    Wann ist der Arztbesuch notwendig?

    Wer plötzlich auf einem Ohr schlechter hört oder gleich gar nichts mehr wahr nimmt, sollte unbedingt zum Arzt. Denn das kann in Kombination mit einem Druckgefühl im Ohr und eventuellem Schwindel ein Hörsturz sein. Auch bei stechenden Schmerzen oder Tinnitus sollte ein HNO-Facharzt aufgesucht werden. Auch wenn keine akuten Vorfälle wie Silvesterknaller oder übermäßiger Lärm Auslöser für schlechtes Hören sind, sollte man einen Arzt aufsuchen. Mit gezielten Hörtests und entsprechenden Untersuchungen kann so die Ursache sowie die Diagnose und damit eine mögliche Therapie fest stellen.

    Die richtige Behandlung konzentriert sich auf die Symptome und die Art der Schwerhörigkeit. Manchmal erholt sich das Ohr auch von selbst wieder, wenn es den übermäßigen Reizen eine Weile nicht mehr ausgesetzt ist. Bei chronischen Hörproblemen gibt es die Möglichkeit, mittels Hörgeräte die Beeinträchtigung wieder auszugleichen. Moderne Formen sind hier bereits in Implantatform erhältlich, die die Hörfunktion zum Teil ersetzen. Ein speziell ausgebildeter Hörakustiker kann hier weiter helfen und die für den individuell Betroffenen optimale Lösung finden. Moderne Geräte können hier viel leisten und sind praktisch hinter dem Ohr unsichtbar.

    Klar ist, dass Schwerhörigkeit – egal in welchem Alter – kein unvermeidbares Schicksal eines Einzelnen ist. Sogar im Alter gibt es noch genügend Menschen, die gut hören. Wichtig ist, übermäßigen Lärm zu vermeiden. Damit können Gehörschäden entsprechend vorgebeugt werden, wozu auch ein sorgsamer Umgang mit diesem empfindsamen und im Alltag so wichtigen Sinnesorgan gehört.

    Bild: © Depositphotos.com / eddtoro35

  • Ingwer – scharfe Knolle mit großem Potential

    Ingwer – scharfe Knolle mit großem Potential

    Wer es schon einmal versucht hat, weiß von der Schärfe zu berichten. Gemeint ist, auf ein Stückchen Ingwer zu beißen – das hat weitreichende Konsequenzen, denn nicht nur die Zunge brennt, sondern auch die Wangen röten sich oder die Nase beginnt zu laufen. Die gesunde Wurzel steckt nämlich voller Scharfstoffe, die im menschlichen Körper Wärmerezeptoren aktivieren und noch viel mehr Gutes bewirken können.

    Ingwer hilft bei Schmerzen

    Die Inhaltsstoffe der beigen Wurzel hemmen im menschlichen Körper das gleiche Enzym wie Acetylsalicylsäure. Es heißt Cyclooxygenase. Der Wirkstoff lindert Schmerzen und hilft bei Entzündungen, dabei verzögert er aber auch die Blutgerinnung. Damit kann Ingwer gut bei Muskelschmerzen, aber auch bei Rheuma eingesetzt werden.

    Erprobtes Mittel bei Übelkeit und Brechreiz

    Allgemein bekannt ist die Wirkung der Knolle gegen Reiseübelkeit. Die Wirkung der Inhaltsstoffe aus dem Ingwer sind vergleichbar mit dem chemischen Mittel Dimenhyerinat, das etwa die Wirkstoffe an den Serotonin-Rezeptoren-Ionenkanälen angreift, die für das Erbrechen zuständig sind. Helfen kann Ingwer allerdings nur denjenigen Personen, denen im Auto, Zug oder im Flugzeug übel wird. Wer über Übelkeit an Bord eines Schiffes klagt, dem hilft Ingwer nicht. Studien zeigen allerdings, dass Extrakte der Wurzel auch während einer Chemotherapie helfen. Eine diesbezügliche Studie an der US-amerikanischen Universität von Rochester hat ergeben, dass die betroffenen Patienten über 40 Prozent geringere Beschwerden in Sachen Übelkeit klagen.

    Ingwer hilft beim Abnehmen

    Die Wurzel enthält viele Bioaktivstoffe, wobei vor allem das Oleoresin medizinisch wirksam ist. Es ist ein zähflüssiger Balsam, der aus den Gingerolen und den Shoagolen besteht. Dank der antioxidativen Wirkung stärkt Ingwer das Immunsystem und kann auch bei Husten und Halsschmerzen lindernd wirken. Ein wichtiger Aspekt ist die Wirkung als Kalorienkiller, die aufgrund der Anregung des Speichelflusses und der Magensäfte entsteht. Denn der Verdauungsprozess wird damit eindeutig beschleunigt, was sich positiv beim Abnehmen und beim Entschlacken des Körpers auswirkt.

    Ingwer – das Aspirin der Natur

    Dank der ähnlichen Wirkung wie Acetylsalicylsäure wird Ingwer oft auch als Aspirin der Natur bezeichnet. Er kann in unterschiedlichsten Formen angewandt werden, neben der Zubereitung als Tee, können Ingwerwickel dank der wärmenden Wirkung vor allem beim Hexenschuss und bei Muskelverspannungen lindernd zum Einsatz kommen. Wer nicht unbedingt gleich Ingwer als ganze Stücke oder als Tee konsumieren möchte, kann damit einfach seinen Mahlzeiten einen exotischen Touch verleihen. Die reichlich vorhandenen Vitamine und Mineralstoffe entfalten trotzdem ihre Wirkung und der scharfe Geschmack belebt jede Mahlzeit. Dabei sollten empfindliche Menschen jedoch darauf achten, dass der Ingwer eine feine zarte Note entwickelt, wenn er gleich zu Beginn der Garzeit zur zubereiteten Speise gegeben wird. Wer ihn am Ende der Garzeit zufügt, muss mit einer stärkeren Aromaentfaltung rechnen. Vor Überdosierung ist absolut zu warnen, denn zu scharfes Essen schmeckt nicht greift die empfindlichen Magenschleimhäute an.

    Ingwer kaufen und lagern

    Das Gute an diesem Naturheil- und Lebensmittel ist die Tatsache, dass es praktisch in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft erhältlich ist. Spannender ist da schon die Frage, wie man die Wurzel richtig lagert. Ingwer lässt sich ungeschält und in Küchenpapier eingewickelt bis zu drei Wochen im Kühlschrank unbedenklich lagern. Wer seinen Ingwer angeschnitten hat, sollte die Schnittstelle erst trocknen lassen, ehe er in den Kühlschrank kommt. Für alle, die Ingwer am liebsten gerieben oder gehackt verwenden, gilt die Devise, dass sie die Wurzel so vorbereitet sogar einfrieren können. Wichtig ist die Tatsache, dass man Ingwer immer erst unmittelbar beim Kochvorgang zubereiten sollte und niemals bereits im Vorfeld.

    Kein Ingwer für schwangere Frauen

    Grundsätzlich kann jeder, der Lust auf Schärfe hat oder um die wohltuende Wirkung der Wurzel weiß, Ingwer konsumieren. Vorsichtig sollten nur Frauen sein, die schwanger sind. Bestimmte Inhaltsstoffe können nämlich vorzeitig Wehen auslösen. So gut die Wirkstoffe des Naturproduktes sonst bei Übelkeit helfen, sollten Schwangere deshalb hier auf andere Produkte setzen.

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  • Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Wer schon einmal Nasenbluten gehabt hat, der weiß, dass es meist viel schlimmer aussieht als es eigentlich ist. Das ist auch der Grund, warum viele in Panik geraten, wenn die Nase blutet und zu Mitteln greifen, die nicht sonderlich geeignet sind, das Nasenbluten zu stoppen. Es sind meist nur Kleinigkeiten, die die Nase zum Bluten bringen, eine zu trockene Nase im Winter, heftiges Schneuzen, Niesen oder auch ein zu spitzer Fingernagel sorgt für blutende Nasen, und wenn es dazu kommt, dann ist das kein Grund, unüberlegt zu reagieren.

    Gut durchblutet

    Die Nase gehört zu den Körperteilen, die am meisten durchblutet werden. Der Grund für diese üppige Durchblutung ist ein dichtes Netz an Gefäßen, das auf der Nasenscheidewand liegt. Dieses Netz liegt vorne an der Nase und trägt den etwas seltsamen Namen Locus Kiesselbach, nach seinem Entdecker, einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus dem 19. Jahrhundert. Das Netz, das aus vielen feinen Adern und Venen besteht, ist eine Art Schwellkörper und für eine ausgeglichene Temperatur zuständig, die für die Atemluft sehr wichtig ist. Über das Netz spannt sich eine sehr dünne Schleimhaut und diese Schleimhaut ist sehr empfindlich.

    Wenn die Nase blutet, dann meist an dieser Stelle, und so schnell, wie das Nasenbluten begonnen hat, so schnell hört es auch wieder auf. Wenn aber die Nase ohne einen ersichtlichen Grund heftig blutet oder wenn sich das Nasenbluten in regelmäßigen Abständen wiederholt, dann steckt eventuell eine andere Ursache dahinter, und in diesem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

    Was tun bei Nasenbluten?

    Wenn die Nase blutet, dann heißt es Ruhe bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Aufrechtes Sitzen ist sehr wichtig und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man zumindest den Oberkörper hoch lagern. Der Kopf muss nach vorne gebeugt und die Stirn abgestützt werden, damit das Blut aus der Nase abfließen kann. Wenn möglich, sollte entweder ein Tuch oder aber ein Gefäß unter die Nase gehalten werden. Wichtig ist, dass der Betroffene ruhig und gleichmäßig durch den Mund atmet.

    Eine effektive Hilfe ist auch der sogenannte Nasenflügeldruck. Mit Daumen und Zeigefinger wird der blutende Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten fest zusammengedrückt. Der Druck sollte erst dann gelöst werden, wenn die Nase nicht mehr blutet. Wenn die Nase aber nach einer Verletzung geschwollen oder verformt ist, dann ist der Nasenflügeldruck keine gute Idee, denn wenn die Nase gebrochen ist, dann wäre der Druck wenig hilfreich und dazu auch noch sehr schmerzhaft. Auch das Kühlen der Nase durch einen Eisbeutel oder ein feuchtes kaltes Handtuch ist eine gute Idee, denn durch die plötzliche Kälte ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen und die Blutung wird zum Stillstand gebracht.

    Welche Maßnahmen sind falsch?

    Immer wieder kommt es bei Nasenbluten zu falschen Maßnahmen, die das Leiden der Betroffenen nur noch schlimmer macht. So ist es vollkommen falsch, den Kopf nach hinten in den Nacken zu legen, denn dann wird das Blut verschluckt und das löst Übelkeit, Brechreiz und heftige Magenschmerzen aus. Auch flach hinlegen kann gefährlich sein, denn dann kann das Blut in die Atemwege gelangen, was schwere Konsequenzen nach sich zieht. Auf keinen Fall sollten die Nasenlöcher mittels Taschentüchern, Mullstreifen, Watte oder etwas Ähnlichem verstopft werden. Werden diese Stopfen wieder herausgenommen, dann besteht die große Gefahr, dass die Nase wieder anfängt zu bluten. Ist die Blutung zum Stillstand gekommen, dann ist es keine gute Idee, die Nase sofort wieder zu putzen, denn auch noch Stunden nach dem Nasenbluten kann immer noch Druck im Locus Kiesselbach aufgebaut werden und der Schorf aus getrocknetem Blut reißt wieder auf, die Nase beginnt erneut zu bluten.

    Sollte die Nase nach 20 Minuten nicht aufhören zu bluten, dann muss ein Arzt aufgesucht werden.

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  • Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Immer dann, wenn Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten nach Hause kommen und nicht aufhören können, sich am Kopf zu kratzen, dann steht meist sehr schnell fest: Das Kind hat Kopfläuse mit nach Hause gebracht. Wenn die Eltern erfahren, dass es in Schule oder der Kindertagesstätte Läuse gibt, dann wird es Zeit den Kopf des Kindes sehr genau zu untersuchen, denn es kann sein, dass sich die kleinen Blutsauger auch beim eigenen Kind eingenistet haben. Aber Kopfläuse bei Kindern sind kein Grund für Panik, denn man kann die lästigen Plagegeister schnell, sicher und effektiv wieder loswerden.

    Wo sitzen die Kopfläuse?

    Dass sich Kopfläuse auf der Kopfhaut eingenistet haben, das lässt sich am starken Juckreiz erkennen, denn immer wenn die Laus eine neue Mahlzeit braucht, dann beißt sie ihren Wirt und spritzt dabei eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut. Wenn ein Kind sich kratzt, dann entstehen auf dem Kopf kleine Wunden, die sich entzünden können. Wenn der Verdacht besteht, dann muss so schnell wie eben möglich, etwas unternommen werden. Um festzustellen, ob das Kind Läuse hat, müssen die Eltern die Kopfhaut akribisch untersuchen und dabei besonders auf die Stellen hinter den Ohren, an den Schläfen und am Nacken achten, denn dort finden die Läuseweibchen die idealen Bedingungen für die Ablage der Eier.

    Kopfläuse erkennen

    Sich nur die Haare anzusehen, bringt nicht allzu viel, denn bei einer bloßen Sichtkontrolle wird nur jede dritte oder vierte Laus entdeckt. Die Haare sollten angefeuchtet und anschließend mit eine Pflegespülung behandelt werden, damit sich die Haare leichter durchkämmen lassen. Das funktioniert am besten mit einem speziellen Läusekamm, den es in der Apotheke oder im Sanitätshaus gibt. Die Haare werden dann Strähne für Strähne gekämmt, und dabei sollte der Läusekamm fest von der Kopfhaut bis zu den Spitzen durch das Haar gezogen werden. Nach jeder Strähne muss der Kamm auf einem weißen Küchentuch abgestreift werden, um zu sehen, ob Läuse, Larven und Eier erfasst wurden.

    Die Läuse haben sechs Beine, sie sind maximal drei Millimeter groß und haben eine gräuliche Farbe. Nur wenn sie unmittelbar vorher Blut getrunken haben, dann schimmern sie leicht rötlich. Die Larven sind ein wenig kleiner als die ausgewachsenen Läuse und sie sind nicht mobil, das heißt, sie können den Kopf ihres Wirtes noch nicht verlassen. Es ist sehr wichtig, dass diese Larven schnell entfernt werden, denn sobald die Läuse erwachsen werden, dann legen sie Eier, und zwar mehrmals am Tag.

    Kopfläuse behandeln

    Um Kopfläuse wieder loszuwerden, ist mehr als nur eine Behandlung notwendig, denn die Läuse wie auch die Larven sind leider sehr hartnäckig. Das Läusemittel muss nach der ersten Behandlung nach acht bis zehn Tagen noch einmal aufgetragen werden, und alle vier Tage müssen die Haare gründlich ausgekämmt werden. Läusemittel sind in der Apotheke frei verkäuflich, aber der Kinderarzt kann das Mittel auch verschreiben und dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Der Erfolg der Behandlung hängt immer davon ab, dass die Gebrauchsanweisung genau eingehalten wird, denn wenn zum Beispiel die Einwirkzeit verkürzt wird, dann stellt sich der gewünschte Erfolg leider nicht ein.

    Wichtig ist es, dass nach dem Auftragen des Läusemittels ein Frotteehandtuch fest um den Kopf gewickelt wird, denn nur dann können die Läuse auch aufgesaugt werden. Wichtig ist es aber auch, dass tatsächlich der ganze Kopf behandelt wird, denn wenn Teile ausgespart werden, dann nützt die ganze Behandlung nichts. Die Haare dürfen zudem nicht allzu nass sein, denn sonst wird das Läusemittel zu sehr verdünnt. Die zweite Behandlung muss unbedingt erfolgen, denn wenn bei der ersten Behandlung die Läuse und ihre Larven getötet werden, können die Eier dennoch immer vorhanden sein, und aus diesen Eiern schlüpfen immer wieder neue Läuse.

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  • Das gesundheitliche Risiko von Schimmel

    Das gesundheitliche Risiko von Schimmel

    Immer wieder klagen Immobilienbesitzer und Bewohner über Schimmelbefall an den Wänden. Konkret versteht man darunter eine Ausbreitun von Pilzen, die sich bei starkem Wachstum als weiße, aber auch bläulich oder grünlich gefärbte Beläge sichtbar machen. Grundsätzlich kommen Schimmelpilze als Mikroorganismen in der Umwelt ganz natürlich vor. Durch eine Übertragung der Sporen durch die Luft gelangen sie in Wohnungen und können sich dort fast überall niederlassen und einnisten.

    Ursachen sind klar definiert

    Wer Schimmel in der Wohnung hat, hat immer irgendwo einen überhöhten Feuchtigkeitsanteil an den betreffenden Oberflächen. Dies können normale Wasserschäden wie bei einem Rohrbruch im Keller oder eine undichte Wasserleitung in der Küche sein. Manchmal sind es aber auch ungünstige Lüftungs- und Heizungsbedingungen, die Schimmelbefall auslösen können. Vor allem während der warmen Jahreszeit kann es im Kellerbereich sowie während des Winters rund um die Fensterbereiche und an den Außenwänden kann es dazu kommen, dass sich Kondensfeuchte bildet. Deshalb ist ausreichendes Heizen bzw. regelmäßiges Lüften enorm wichtig, um die Ausbreitung der Sporen zu unterbinden und dem Schimmelpilz keine guten Lebensbedingungen zu bescheren. Immer wieder kommt es aber auch vor, dass baubedingte Mängel Schuld für Schimmelbefall. Die sogenannten Wärmebrücken, die sich aufgrund von fehlender oder schlechter Isolierung an den Außenwänden bilden kann, ist Ursache für den Pilz.

    Die gesundheitlichen Risiken bei Schimmel sind enorm

    Die harmloseste Form der Beeinträchtigung bei Schimmelbefall ist eine Geruchsbelästigung in den entsprechenden Räumen. Ist die Konzentration des Pilzes jedoch um einiges höher, kommt die giftige Wirkung zur Entfaltung. Diese löst vor allem allergische Reaktionen aus, die sich durchaus erheblich auf die Gesundheit auswirken können. Beginnend bei verstopfter Nase oder Schnupfen, kann es auch zu entzündeten Augen und zu Husten kommen. Wird der Ursache nicht auf den Grund gegangen und bleibt der Schimmel bestehen, kann Asthma eine Folgeerkrankung sein. Auch Probleme mit der Haut wie Neurodermitis oder Ekzeme werden durch den giftigen Pilzbefall ausgelöst. Ebenso wie starke Kopfschmerzen oder Migräne.

    Richtige Schimmelentfernung ist wichtig

    Eines soll hier gleich klargestellt werden: Schimmelbefall in den Wohnräumen ist ein lösbares Problem, vor allem wenn man sich professionelle Hilfe holt. Aber auch auf Onlineseiten wie www.schimmel-entfernen.org finden sich wertvolle Tipps zur Selbsthilfe, denn das richtige Vorgehen ist entscheidend. Entscheidend dafür, welche Maßnahmen zur Entfernung sinnvoll sind, ist unter anderem die Größe der befallenen Fläche sowie die Stärke und Tiefe des Befalls. Auch ob und wie die entsprechenden Räume genutzt werden, spielt beim Kampf gegen den Schimmel eine Rolle.

    Im Wesentlichen geht es um drei Schritte, die befolgt werden müssen:
    1. Schimmel abtöten
    2. Schimmel entfernen
    3. Ursachen bekämpfen

    Beim Abtöten des Schimmels geht es darum, dass die richtigen Mittel zum Einsatz kommen. Es gibt dabei unterschiedliche Substanzen, die jedoch keinesfalls Chlor-Derivate enthalten sollen. Diese können nämlich die Atemwege reizen. Wer nur kleine Flächen behandeln muss, kann dazu ohne weiteres 70 – 80 %ige Reinigungsalkohol verwenden. Wichtig ist auch, dass in den betroffenen Räumen eine gründliche Staubreinigung mit einem geeigneten Feinstaubfilter vorgenommen wird. Damit soll die Raumluft von der Sporenmenge des Schimmelpilzes gereinigt werden.

    Ursachen des Schimmelbefalls beseitigen

    Ausgehend davon, dass Schimmel überall dort auftritt, wo es eine überhöhte Feuchtigkeit gibt, sollte zur Bekämpfung natürlich auch die Ursache behoben werden. Liegt diese in einem Wasserschaden oder sind sie baulich bedingt, so sollte man sich an entsprechende Fachkräfte wenden. Bei Kondensfeuchte ist zu prüfen, ob die entsprechenden Flächen belüftet werden können. Das bedeutet, dass Möbel oder Einrichtungsgegenstände mindestens 10 Zentimeter davon entfernt aufgestellt werden sollten. Wichtig ist, dass in den Wohnräumen eine optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 70% und 80% gegeben ist. Überprüfen lässt sich dies mit einem Hygrometer, das günstig in der Anschaffung ist und dennoch gerade zur Vorbeugung in Sachen Schimmelbefall eine wichtige Hilfestellung bieten kann.

    Bild: © Depositphotos.com / timbrk